Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe ADFDler,


wir wünschen euch einen schönen Sommer. Achtet gut auf euch, überlastet euch nicht und denkt daran, dass die Hitze für den Körper nicht leicht ist, gerade im Entzug und/oder wenn man Medikamente nimmt.

Das Team ist weiterhin nur gering besetzt, die Neuanmeldungen nehmen aber weiter zu. Bitte schaut daher gegenseitig gut auf euch. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Quirks Mutter: Opipramol absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Antworten
Quirk
Beiträge: 349
Registriert: Dienstag, 20.10.09, 15:14

Quirks Mutter: Opipramol absetzen

Beitrag von Quirk » Donnerstag, 27.07.17, 23:29

Hallo zusammen,

ich hoffe, es stört nicht, wenn ich kurz eine Frage an die Erfahrenen hier stelle. Und zwar habe ich vorhin erfahren, dass meine Mutter Insidon gegen Schlafstörungen nimmt. Seit ca. 2 Monaten ungefähr jeweils 50mg morgens und abends. Aufgrund meiner erschreckenden Erfahrungen mit ADs habe Ihr empfohlen das lieber auszuschleichen.
Könnt ihr mir einen Tipp geben, wie sie das am besten angehen sollte? Zu den Tropfen wechseln und alle 4 Wochen 10% reduzieren? Oder ist das in diesem Fall nach 2 Monaten übertrieben?

Vielen Dank!
2008: 2-3 Monate Mirtazapin, unorthodox ausgeschlichen, keine Probleme
Ende August 2009: 4 Tage je 10mg Cipralex, gestoppt aufgrund starker Magen/Darm Probleme
2 Wochen später starke Absetzsymptome, dann Wellen und Fenster, aktuer "Entzug" hielt ca. 3 Jahre an, danach wurde es immer besser, noch nicht 100% genesen, aber normales Leben ist wieder möglich

Maus 66
Beiträge: 171
Registriert: Mittwoch, 04.01.17, 11:14
Wohnort: Worms

Re: Opipramol absetzen

Beitrag von Maus 66 » Freitag, 28.07.17, 9:14

Hallo Quirk,
für mich stellt sich als erstes die Frage, will deine Mutter das wieder ausschleichen..?? Wenn ja, was hat sie dann für eine Möglichkeit ihre Schlafstörungen in den Griff zu bekommen. Versteh mich nicht falsch, ich halte ADs auch für nicht sehr gesund, aber wenn sie sehr unter den Schlafstörungen leidet, sollte man (Arzt) ihr eine Alternative anbieten, sonst steht sie wieder vor dem Problem. Zum Ausschleichen können dir hier die Erfahrenen etwas sagen, ich jedenfalls werde für meinen Mist bestimmt über ein Jahr brauchen.
LG Maus.. :wink:
Aktuelle Medikation:
Aspirin Effect 500mg 1x wöchentlich
Bei Bedarf: Zolpidem 5mg, höchstens 1 x im Monat..zur Zeit ca 3x im Monat.....abgesetzt seit 12.5.2017!
Opipramol: seit 5.12.2016.. 0mg..seit dem 25.3. wieder 50-0-0-75... seit Ende März wieder 125mg..0-25-0-100!
Thyroxin 88mg 1-0-0-0, seit ca 3 Wochen nur noch 75mg....seit 12.5.2017 100mg!
Seit 17.1.2016 Natürliches Progesteron: 0-0-0-200mg oral, seit 3 Wochen Blähbauch und Magen Darm Probleme..
früher 100mg vaginal alle 14 Tage....seit Mai, 100mg vaginal
Transdermales Pflaster Estradot: 50mg..seit 2 Wochen 37,5mg...seit 1 Woche wieder auf 50mg!
Bei Bedarf 10mg Promethazin..abgesetzt
Seit 20.6. 2017!!
Opipramol: 0-50-0-100
Lyrica: 0-0-0-75
Seit 1.8. 2017!
Opipramol: 0-25-0-100
Lyrica:0-0-0-50mg
Seit 5.11. 2017:
Opipramol: 0-12,5-0-75
Seit 1.9.2017
Lyrica: 0-0-0-25
Thyroxin:100-0-0-0
Progesteron oral:
0-0-0-200mg
Estradiol50 transdermal
2x wöchentlich
Seit 3.12.2017
20mg Lyrica Lösung
Seit 5.12.2017
Opipramol:
6,25-0-0-75
Lyrica Lösung 20mg/1ml
Seit 26.1.18
0,4mg
Seit 3.2.2018
Opipramol
0-0-0 75mg
Seit 26.2.18
Pregabalin : 0
Seit 1.5.2018
Opipramol
0-0-0-68,75mg
Seit 1.7.2018
0-0-0-60mg

Jamie
Beiträge: 15354
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Opipramol absetzen

Beitrag von Jamie » Freitag, 28.07.17, 10:43

Hallo Quirk, :)

ich bräuchte da mehr Infos um einen Tipp geben zu können, ggf. eröffnen wir dir dazu gerne einen Thread bzw. verschieben die Beiträge dorthin.
zB wäre es wichtig zu wissen wie alt deine Mutter ist, was sie sonst noch für Medikamente nimmt und woher die Schlafstörungen kamen, die Grund für die Einnahme sind.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Quirk
Beiträge: 349
Registriert: Dienstag, 20.10.09, 15:14

Re: Opipramol absetzen

Beitrag von Quirk » Freitag, 28.07.17, 11:06

Hallo ihr beiden,

vielen Dank für die Antworten!
Meine Mutter ist 67 und hat schon länger Schlafprobleme. Wo die genau herkommen, ist nicht wirklich klar. Sie meint die Tabletten hätten ihr etwas geholfen. Wirklich eindeutig ist das aber auch nicht. Um mögliche Komplikationen durch eine verlängerte Einnahme zu verhindern, fände ich es schon besser, wenn sie die Tabletten absetzt. Meine Mutter kennt natürlich meine Leidenszeit und sieht es auch so, da sie auch nicht wusste, dass es ADs sind. Der Arzt meinte nur, die würden nicht abhängig machen.
Ansonsten nimmt meine Mutter derzeit noch Tromcardin wegen harmloser Extrasystolen. Dazu noch ab und zu mal eine freiverkäufliche Schlaftablette. Müsste ich nachfragen, was das ist. Sie möchte die Tagesdosis jetzt halbieren. Ich bin mir nicht sicher, ob sie das nach der relativ kurzen Einnahmezeit einfach mal probieren kann oder direkt zum 10%-igen Ausschleichen übergehen sollte.

LG
Quirk
Zuletzt geändert von Quirk am Freitag, 28.07.17, 14:56, insgesamt 1-mal geändert.
2008: 2-3 Monate Mirtazapin, unorthodox ausgeschlichen, keine Probleme
Ende August 2009: 4 Tage je 10mg Cipralex, gestoppt aufgrund starker Magen/Darm Probleme
2 Wochen später starke Absetzsymptome, dann Wellen und Fenster, aktuer "Entzug" hielt ca. 3 Jahre an, danach wurde es immer besser, noch nicht 100% genesen, aber normales Leben ist wieder möglich

padma
Team
Beiträge: 14993
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 36818 Mal
Danksagung erhalten: 19582 Mal

Re: Quirks Mutter: Opipramol absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 28.07.17, 11:39

hallo Quirk, :)

da deine Mutter Opipramol erst 2 Monate nimmt, würde ich zunächst versuchen deutlich schneller als in 10% Schritten abzusetzen.
Gleich zu halbieren, finde ich allerdings zu schnell. Mein Vorschlag wäre morgens auf 25 mg zu gehen, das wäre eine Reduktion um 25 %.
Wenn das keine Probleme macht, dann in ca. 2 Wochen die Morgendosis ganz weglassen. (Es ist mir unverständlich, wieso gegen Schlafstörungen, ein AD morgens gegeben wird)

Was die Abenddosis anbelangt müsste man dann weiter sehen.

Es scheint immer mehr die Regel zu werden, älteren Menschen ein AD zum Schlafen zu verpassen. :frust:

Ich hoffe, dir geht es soweit gut

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
JamieQuirk
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Quirk
Beiträge: 349
Registriert: Dienstag, 20.10.09, 15:14
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 57 Mal

Re: Quirks Mutter: Opipramol absetzen

Beitrag von Quirk » Freitag, 28.07.17, 15:03

Hallo Padma,

das könnte recht schwer werden, da es wohl sehr kleine Tabletten sind. Macht es in diesem Fall Sinn, vielleicht zu den Tropfen zu wechseln?

Mir geht es recht passabel. Hab leider immer noch Probleme mit meinen Muskeln, was Krafttraining fast unmöglich macht. Dazu Konzentrations- und Gedächtnisprobleme und Erschöpfung. Die Muskelprobleme kommen auf jeden Fall von den Tabletten, die anderen Sachen, keine Ahnung. Versuche es gerade mit Mitteln gegen Borreliose. Mal sehen, was das bringt.
Die genannten Dinge sind schon sehr störend, aber mit der negativen Rekation ist das natürlich gar nicht zu vergleichen.

Danke der Nachfrage :)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Quirk für den Beitrag:
padma
2008: 2-3 Monate Mirtazapin, unorthodox ausgeschlichen, keine Probleme
Ende August 2009: 4 Tage je 10mg Cipralex, gestoppt aufgrund starker Magen/Darm Probleme
2 Wochen später starke Absetzsymptome, dann Wellen und Fenster, aktuer "Entzug" hielt ca. 3 Jahre an, danach wurde es immer besser, noch nicht 100% genesen, aber normales Leben ist wieder möglich

LinLina
Team
Beiträge: 6527
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 21712 Mal
Danksagung erhalten: 9974 Mal

Re: Quirks Mutter: Opipramol absetzen

Beitrag von LinLina » Samstag, 29.07.17, 12:20

Hallo Quirk :-)
wenn die Tabletten schlecht teilbar sind, dann verwendet doch die Wasserlösemethode, das würde ich den Tropfen vorziehen da diese wieder andere Inhaltestoffe haben.

viewtopic.php?f=16&t=10923

Liebe grüße
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaQuirk

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,005 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Quirk
Beiträge: 349
Registriert: Dienstag, 20.10.09, 15:14

Re: Quirks Mutter: Opipramol absetzen

Beitrag von Quirk » Samstag, 29.07.17, 13:40

Vielen Dank, Lina!
Werde ich mir direkt mal mit meiner Mutter besprechen.

Liebe Grüße
Quirk
2008: 2-3 Monate Mirtazapin, unorthodox ausgeschlichen, keine Probleme
Ende August 2009: 4 Tage je 10mg Cipralex, gestoppt aufgrund starker Magen/Darm Probleme
2 Wochen später starke Absetzsymptome, dann Wellen und Fenster, aktuer "Entzug" hielt ca. 3 Jahre an, danach wurde es immer besser, noch nicht 100% genesen, aber normales Leben ist wieder möglich

Ichbinmuede67
Beiträge: 7
Registriert: Samstag, 03.03.18, 10:22

Re: Quirks Mutter: Opipramol absetzen

Beitrag von Ichbinmuede67 » Samstag, 03.03.18, 12:04

Wie funktioniert die Wasserlösemethode?
:zombie: LG

Milka


Erste Mal Opipramol 1998 ca. 10 mg am Abend bis

2003 dann 150 mg nur abends abgesetzt auf 50 mg wegen SSW, Abort wieder 100mg abends bis 2006 dann ganz abgesetzt.

2009 wieder bis 75mg abends hochdosiert wegen HWS Bruch und Schwindel und Schmerzen.

2013 Opipramol wieder komplett abgesetzt

2014 wegen Plötzlicher Trennung und 3 weiteren Abort en wieder 75 mg am Abende

2016 wie erwähnt wegen Lungenentzündung abgesetzt im März


2017 :
Pascoflair, Baldrian, Lasea , Bisoprolol 2,5 seit 2009 , Progesteron, Estrogen seit 1990

2018:
Pascoflair, Baldrian, Lasea , Bisoprolol 2,5 , Progesteron, Estrogen Opipramol 25mg wieder seit 3 Wochen und 3 Tage, Medalin seit 6 Wochen unregelmässig

Murmeline
Team
Beiträge: 12915
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14518 Mal
Danksagung erhalten: 13032 Mal

Re: Quirks Mutter: Opipramol absetzen

Beitrag von Murmeline » Samstag, 03.03.18, 12:08

Bitte stell nicht überall die gleichen Fragen, sondern lies doch den Link einfach mal genau durch: viewtopic.php?f=16&t=10923

Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinaUlulu 69
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Antworten