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vergissneinnicht: Mirtazapin ausschleichen - wie?

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vergissmeinnicht
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von vergissmeinnicht » Samstag, 16.12.17, 8:37

[quote="vergissmeinnicht"]Hi!
Danke für die lieben worte.
Ich wünsch mir halt nicht so depressiv und sntriebslos zu sein.
Gerade hatte ich ein gespräch mit dem psychiater. Der hat mir für morgen in der früh cipralex 5mg aufgeschrieben. Das ist wrshl keine gute idee, wenn ich jt schon nie schlafe, nicht wahr? Denkt ihr ich solls ausprobieren, oder eher nicht?
Der psychiater will, dass ich vom mirta mehr nehm. Aber nur minimal raufzugehen wirkt bei mir paradox, dass ich munter/wach bin.
Ich denke es ist so ähnlich wie bei alostrata, die auch nicht mehr schlafen konnte oder bei Monica cassani. Nur die hatten ärzte, die sie unterstützten. Das nicht schlafen können is schon sehr schlimm. Und nur benzos....
Eure, vera
Mit 18 Jahren - Diagnostizierte Leichte-bis mittlere Depression und mit Ängsten
2013/14 Einstellen auf Sertralin und Trittico
2015-2017 Wechseln zu Effectin (ca. 1 Jahr) bzw. später 2 Jahre Duloxetin (Cymbalta) 60mg ( mehrmals gescheiterte Absetzversuche)
Seit Mai 2017 anfangen mit reduzieren, leider zu ungenau mit Kügelchen und viel zu schnell!
Es folgen instabile phasen mit schlafstörung, appetitlos, depressiv
--> aus hilflosigkeit, bzw. unwissen zu ärztin
Ab 22. Juni 2017 bis anfang/mitte juli: 15 mg Mirtazapin "zum schlafen und essen"
Dann runter auf 7.5; eine zeitlang ungenau 3.75
Versuch Duloxetin kalt abzusetzen; 11 Tage ohne Dulo (von ca. 30 mg auf 0)
Anmelden im Forum :group:
Aktuell seit 6. August Langsames wieder eindosieren (27 Kügelchen sind ca. 3.8 mg)
Mirta: 3.75mg Wasserlösmethode (genauer)

Aktuell: Mirta: 3.74mg
Duloxetin: 3.85mg (25K)
Mein Zustand:
Absolute Schlaflosigkeit,extremes untergewicht, stark appetitlos, vollegefühl, sozialer rückzug, ängste
Was ich noch vertrage:
Fenchel-Balsam-Tee (Hildegard, Posch), Bittertee (Reformhaus Martin), suppe
Gebet.
Ruhe.
Warnung: Psychopharmaka zu schnell absetzen ist sehr gefährlich. Kein arzt kann einem da wieder raushelfen. Ich werde auch nicht ernst genommen.

vergissmeinnicht
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von vergissmeinnicht » Samstag, 16.12.17, 11:18

Hi ihr!
Hab heut in der früh das cipralex genommen.
Aber ich sollt wohl besser beim dulo bleibeN?

Schlafen ging gestern gar nicht. Beim mirta bin ich immer noch bei 3.75, sobald i rauf geh kein schlaf. Da hilft auch kein benzo mehr.
:/ schlaf wäre schon wichtig. Lg, vera
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Eva
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von Eva » Samstag, 16.12.17, 13:55

Liebe V.,

ich frage mich, warum Du immer noch so viele Versuche mit dem einen oder anderen PP starten möchtest. Wie soll Dein Nerven- bzw. Körpersystem je zur Ruhe kommen, wenn es jeden Tag mit neuen Absichten und Möglichkeiten - auch verworfenen Möglichkeiten - konfrontiert wird? Allein das ständige Denken daran, das Erwägen und darüber Nachdenken muss eine immense, innere Anstrengung bedeuten.

Schlaflosigkeit ist in der Tat ein großes, ein riesiges Problem, aber je mehr man den Schlaf erzwingen will, desto weniger wird er kommen können; auch mit Benzos nicht, wenn da u. a. bereits Gewöhnung und Toleranz mit etlichen Fehlversuchen vorliegen.

Was mich auch wundert, ist Deine Vorstellung, dass alles Essen unverarbeitet bei Dir im Magen liegenbleibt. Das ist meines Wissens eine anatomische Unmöglichkeit (oder würde zumindest eine medizinische Behandlung unvermeidlich machen; also Deine Ärzte hätten das längst erkannt, wäre es so, und entsprechend reagieren müssen).

Mein Eindruck ist, dass die größte Verzweiflung, die hier im Forum ihren Niederschlag findet, im Widerstand liegt, der zum großen Teil wiederum aus dem Missverständnis resultiert, dass das, was einmal helfen konnte, also Mittel von außen, dies auch wieder tun wird, wenn man nur "das Richtige" findet. Das ist aber bei PP einfach nicht so.

Es ist sehr, sehr schwierig einzusehen, dass man in diesem Fall, in der schlechten Verfassung, in der man sich befindet, eigentlich nur abwarten kann. Mir geht das nicht anders, gerade mit dem Schlafproblem tue ich mich auch mehr als schwer.

Ich denke, es geht um eine Art Kapitulation, die in der Einsicht besteht, dass man gerade nichts machen kann. Das erscheint uns, die wir als Macher aufgewachsen sind und in einer Gesellschaft des Machens leben, so total unlogisch, ist aber wohl für uns alle der einzige Weg.

Alles Gute dafür,
Eva
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von padma » Samstag, 16.12.17, 14:05

liebe Vera, :)

ich kann keinen Sinn im Wechsel auf Cipralex erkennen. Das reizt dein ZNS nur noch mehr.
Cipralex ist anregend und 5 mg sind nicht wenig, ich halte das für kontraproduktiv.

Im Erhöhen von Mirtazapin kann ich auch keinen Sinn erkennen.

Vera, der Fokus muss jetzt wirklich beim Zunehmen liegen. Antriebslosigkeit, Schlafprobleme etc. sollte erstmal hinten angestellt werden.

liebe Grüsse,
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von vergissmeinnicht » Samstag, 16.12.17, 20:13

Hi!
Ich bin so dumm/verzweifelt... Aber es wird dadurch nicht besser : (
Kapitulieren ist wrshl das einzige. Morgen wieder zurück auf dulo.
Aber ich kann halt jt gar nicht mehr schlafen oO o gott..
wie zunehmen, wenn ich nicht schlafen kann?
Dann doch das zyprexa? :(
Bin einfach am gedankenkreisen, weil ich nicht mehr schlafe.
Das ist schwer abzudrehn.
Der versuch mit cipralex war mega naiv/dumm.
Danke euch, habt ja recht
Lg
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von vergissmeinnicht » Sonntag, 17.12.17, 9:52

Guten morgen!
Danke für eure antworten!


Gerade weil ich so wenig bis fast gar nicht zunimm, überleg ich hin und her. Ich bekomm nur total wenig runter. Ich weis nicht, ob es da auch iwie schneller gehn könnte. Weil seit monaten das gleiche problem ist. Ein paar löffel voll essen, extremes vollegefühl, atemprobleme, depressiv und gedankenkreisen. Darum wollt ich "ausprobieren", wie es geht, wenn ich ein ad nimm. Von der stimmung her schon, auch vom appetit, aber dafür noch grössere schlaflosigkeit(temesta hat geholfen).
Aber das zyprexa würd ja auch nur fürs zunehmen helfen. Und dann sitz ich auf 3 abzudosierenden heavy medis.
Wer weiss, ob ich da nicht bald schon gezwungen bin Ein zypexa zu nehmen. Oder eben extrem langsam........
euch allen einen schônen 3. Adventsonntag!
Lg, vera
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 17.12.17, 10:19

Hallo Vera,
:)
sei nicht zu hart mit dir selbst, mit Dummheit oder Naivität hat des eher nichts zu tun, sondern wohl eher mit Verzweiflung.
Ich denke, dass deine Antriebslosigkeit eher von deinem massiven Untergewicht herrührt, dein Körper hat keine Kraft mehr und schaltet in den Spargang. Das ist in meinen Augen auch durchaus sinnvoll, um nicht noch mehr Kalorien zu verbrennen und deshalb halte ich es auch nicht für sinnvoll, ein Medikament zu geben, das deinen Antrieb steigert.
Vorerst musst das Augenmerk darauf liegen, dass du zunimmt und so wieder zu Kräften kommst.
:hug:
Danach kannst du dann die anderen Baustellen angehen.

LG Ute
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von Anikke » Sonntag, 17.12.17, 13:46

liebe vera,
wie außer mit dem Angebot von Medikamenten wirst du im kh unterstützt, bist du noch dort?
die ersten Wochen regelmäßigen Essens sind hart, die Verdauung war lahmgelegt und muss wieder angeregt werden, der Magen hat sich verkleinert und muss sich wieder dehnen, das macht das schnelle völlegefühl und die anderen Symptome.
was tust du, wenn du nicht schlafen kannst?
es gibt viele Möglichkeiten, zu ruhen u d zu entspannen, ohne zu schlafen, und im besten Fall schläft man dabei ein.
gibt es im kh entspannungsangebote wie pmr oder autogenes training?
gibt es für dich entspannende Dinge, die du nachts tun kannst, um zu ruhen, z.b. entspannende Musik hören, ein gutes, entspannendes Hörbuch hören?
wenn ich früher nicht schlafen konnte, hab ich matherätsel gelöst, bei denen ich mich richtig anstrengen musste, das hat mich immer schnell müde gemacht.
es gibt auch noch andere Möglichkeiten, vllt kannst du mal danach rechersvhieren und schauen was du tun kannst?
haben die im kh kytta Sedativum?
das wär auch eine sanftere und gesündere Möglichkeit statt ei. weiteres PP..
es ist natürlich deine Entscheidung, wie du mit dir umgehen möchtest bzw.bwas dringlicher ist, Entzug oder Körpergewicht.. gib dir noch etwas Zeit bis dein Körper sich wieder an Nahrung gewöhnt hat, dann kehrt der schlaf vllt wieder..
liebe grüße anikke
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von carlotta » Sonntag, 17.12.17, 14:24

Hallo Vera,

nur kurz zur Klärung:
Ich denke es ist so ähnlich wie bei alostrata, die auch nicht mehr schlafen konnte oder bei Monica cassani. Nur die hatten ärzte, die sie unterstützten.
Altostrata hatte wohl nach längerem Suchen einen Schlafmediziner an ihrer Seite, der ihre Entzugsproblematik ernst nahm und mit dem sie GEMEINSCHAFTLICH Strategien erarbeitete, um eine allmähliche Besserung herbeizuführen. (Sie selbst hat sich ja über die Jahre intensiv wissenschaftlich mit dem Entzugsgeschehen beschäftigt; Ärzte, auch kundige und verständige, stoßen da oft schnell an ihre Grenzen, schon aufgrund der immer noch dünnen Datenlage). Das ging allerdings nicht von heute auf morgen und war ein längerer Prozess. Viele andere Symptome bestanden weiterhin länger, weil es eben kein Mittel gibt, um einen Entzug abzufangen, außer die Zeit für sich arbeiten zu lassen.

Monica Cassani hatte KEINE medizinische Unterstützung; sie war die ersten zwei Jahre (von vielen weiteren) bettlägerig und hatte keine Kraft zum Zähneputzen oder überhaupt für Körperpflege. Sie konnte sich nur zu Toilettengängen ins Bad schleppen, sonst hat sie das Bett nicht verlassen. Ihr Mann hat sie versorgt und auch zum Ausschleichen die passenden Rezepte beim Arzt besorgt. Das war die einzige Form der "Kooperation" dieses Behandlers, dass er, ohne weiter zu fragen, diese Rezepte aushändigte. Monica hat des Öfteren betont, dass sie wahrscheinlich nicht mehr am Leben wäre, hätte sie es geschafft, in dieser Zeit Ärzte aufzusuchen, da diese sehr wahrscheinlich ihren Zustand völlig falsch eingeordnet hätten und mit weiteren Medikamenten experimentiert hätten - mit potenziell schwerwiegenden Folgen.

Allerdings war sie nicht so extrem untergewichtig wie Du, hatte aber andere sehr extreme Symptome, die auch sehr lange anhielten.

Ich denke, in Deinem Fall hat das Gewicht Vorrang; ohne genug Energie durch Nahrung hat das ZNS ja kaum Ressourcen, um sich umzubauen.

Jedoch sehe ich Medikamentenversuche bei Dir kritisch; neben der Nahrungsverwertung geht es Dir um Ruhe/Schlaf, aber gleichzeitig weniger Sedierung. Anregende Mittel werden die Schlafproblematik verschärfen, sedierende die Verdauung weiter lahmlegen sowie Dich noch mehr "betäuben". Zudem wirken PP im Entzug oft nicht so wie erwartet. Und Wechsel/zusätzliche Medikamente sind eben immer ein Risiko, die Situation zu verschlimmern.

Ich weiß, Du sehnst Dich nach einer Lösung in absehbarer Zeit. Das tun wir hier letztendlich alle. Ich fürchte nur, die wird es nicht geben. Das ZNS braucht bei stärkeren Irritationen oft Unmengen an Zeit. Das lässt sich nicht durch "Tricks" beschleunigen. Es wird besser, erzwingen lässt sich das aber nicht.

Wie lange hat es denn gedauert, bis Du die 0,5 kg zugenommen hast? Man könnte doch mal die nächsten ein, zwei Wochen schauen, wie es sich im KH mit der Gewichtszunahme entwickelt, um eine Tendenz zu erkennen, bevor man gleich wieder den nächsten Hammer (sprich Olanzapin) ansetzt, von dem man leider auch nicht weiß, ob er überhaupt die gewünschten Effekte bei Dir bringt.

Es wird sehr wahrscheinlich nur mit viel Geduld über die Zeitschiene gehen - ohne voreilige Interventionen. Das zeigt seit Jahren die vielfältige Erfahrung.

Liebe Grüße und ganz viel Kraft :group:
Carlotta
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vergissmeinnicht
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von vergissmeinnicht » Sonntag, 17.12.17, 15:27

Danke ihr lieben, für eure antworten!
Wahrscheinlich habt ihr recht.
Aber es ist total gruselig: das duloxetin wirkt bei mir halt vormittags und sobald ich milch trinke oder so, dann is die wirkung futsch weg. Und dann lauf ich iwie ohne serotonin rum. So blöd es klingt, aber ich bin nur getrieben, fühl/spür mich selber nimmer so (depersonalisation und angst). Und hab null appetit/verdauung geht nicht bis extrem langsam, ich kann kaum atmen, fühl mich beim ersten essensbissen voll, kann kaum kommunizieren, ruhig sitzen...
Es ist als ob das serotonin weggeflutscht ist. Dann bin ich ständig depressiv, interessenlos, jt bin cipralex einen tag ist mir sufgefallen, dass dem körper wirklich das serotonin fehlt.
Durchs absetzen ist das so gruselig geworden. Was kann man da machen? Ich nehm kaum zu, eben weil das ein teufelskreislauf ist. Aber ihr habt ja recht. Wer weiss wie das wirkt?
Auch das zyprexa?
Kann man nicht sagen.. Also so wie mein leben jt im entzug ist ist grauenhaft. Deshalb "such" ich auch immer nach ner lösung. Auch wegen dieser inneren und äusseren ruhelosigkeit. Mir fehlt iwoe das wohlfühl hormon serotonin.
Wie nur kann ich da raus, ohne medikamente!?
Es ist schrecklich. : ( hatte einen tag mit cipralex, und hab gesehn, dass da iwie mehr ruhe, im sein möglich war.
Durchs absetzen bin ich zum monster geworden. Mirtamonster. :( das halt ich kaum mehr aus.
Wenn kein medikament mir mehr helfen kann, dann gehts mir ewig scheisse auf der dosis, kann nix machen, nicht mal gscheit zunehmen. Wer weiss wie das zyprexa bei mir wirkt?
Nicht mal das ist dann eine notlösung?
Ich komm nicht wirklich weiter so.
Mir fehlen ärzte, die sich mit entzügen auskennen. Mit minidosen arbeiten/austesten.
Also kein weiteres medi? Kein zyprexa?
Alles wirkt anders? : ( dann hab ich wohl eine sehr lange traurige zeit vor mir. Weil so wies jz is nehm ich eher ab, als zu. : (
Hilfe, ich brauch ein wunder!
Danke für eure zeit und eure vernunft...
: /
Lg
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von carlotta » Sonntag, 17.12.17, 16:54

Hallo Vera,

weiter oben hast Du geschrieben, Du hättest 0,5 kg im KH zugenommen. Also hast Du zumindest nicht abgenommen dort. Noch mal meine Frage: Über welchen Zeitraum hat sich diese Gewichtszunahme eingestellt?

Versteh mich nicht falsch, ich halte Dich nicht davon ab, Olanzapin zu versuchen. Ich habe einfach starke Zweifel, dass es bei Dir wie erwartet wirkt bzw. evtl. paradox. Aber es ist natürlich allein Deine Entscheidung.

Nur bitte: Falls Du das versuchst, wäre es sehr wichtig, erst mal nur eine Microdosis anzutesten, also nicht gleich 2,5 mg, sondern z. B. für den Anfang 0,5 mg, damit Dein Körper im Falle einer Unverträglichkeit nicht gleich völlig durchdreht. Darauf würde ich gegenüber den Ärzten bestehen.

Dass mit dem Serotonin ist übrigens als Auslöser für Depressionen widerlegt. Man weiß ja auch nur zum Teil, wie AD wirken. Was Du spürst, sind einfach starke Entzugserscheinungen und dabei spielen diverse Neurotransmitter, Rezeptorenveränderungen (aufgrund vorheriger neurochemischer Eingriffe) etc. eine Rolle. Denn so wie man mittlerweile weiß, dass ein Neurotransmitter-Ungleichgewicht nicht die Ursache für Depressionen ist, so sicher weiß man, dass PP ein solches Ungleichgewicht (durch Einnahme und Entzug) ERZEUGEN können. Es ist also durch psychoaktive Medikamente GEMACHT.

Wenn Du Milch nicht gut verträgst, kannst Du sie nicht ersetzen, z. B. durch Mandelmilch (sofern Du die verträgst)? Ich fürchte, Du hast durch den Entzug mit diversen Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu kämpfen, das könnte u. a. auch dieses Völlegefühl erklären, auch zu verstärkter Unruhe beitragen.

Es ist sehr wahrscheinlich ein längerer Prozess. Wie Du Dich auch entscheidest, ich wünsche Dir alles Gute.

Liebe Grüße :group:
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von Eva » Sonntag, 17.12.17, 17:57

Liebe V.,

gerade Schlaflosigkeit kann einen zur Verzweiflung treiben - oh ja! Ich kann davon auch ein Liedchen singen. Und ich gebe ehrlich zu, dass ich derzeit Angst davor habe, dass das so bleibt oder mit dem Abdosieren auf Null sogar noch schlimmer wird ... :(

Das hat mir "dumm" sein im üblichen Sinn wirklich nichts zu tun. Und wenn man wie Du sogar um sein Leben fürchten muss dadurch, dass man kaum etwas zu essen hinunter bekommt, erst recht nicht.

Geh also bitte nicht mit Dir ins Gericht, sondern HAB DICH LIEB! Du bist ein Mensch in Nöten, der händeringend einen Ausweg sucht, und Du hast alles Mitgefühl verdient, auch Dein eigenes. Ich habe keine Lösung für Dich, aber das hier: :hug:

Liebe Grüße, Eva
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von vergissmeinnicht » Donnerstag, 28.12.17, 11:20

Hi ihr!
Ich meld mich mal wieder. Ich wünschte, ich könnte was positives sagen, aber nein... Ich hab alles schlimmer gemacht.
Die ersten 2 wochen waren hart, es ging aber..
In der 3. Woche war ich so dumpf im kopf, verzweifelt und naiv, dass ich wieder dachte, wenn ich mit was an den medis ändere dann, kann ich vl mehr essen.. Kurz gesagt: ich hab mein zns massivst beleidigt, ich weiss, es sollte nur ums gewicht gehn!
Aber ich vertrag jz iwie das mirtel nicht mehr, das wirkt extrem puschend in der dosis, sowie die benzos nicht mehr greifen,.... Ich komm gar nicht mehr zum erholen, essen schon gar nicht. Tja, da bin ich nun. mein zustand war schhlimm genug, doch ich musste ihn verschlimmern, ich hab dumme sachen gemacht, und jt weiss ich keinen rat mehr. Weiss nd welche dosis ich jt noch nehmen soll/verrtrag vom mirtel.
Zns extrem gereizt, weil ich jeden tag was geändert hab. Ich schäme mich für mein verhalten, meine einstellung/ ist e schon egal quasi. Aber jt bereue ich bitter, und jt bin ich so dauergestresst. Was mach ich jt? Gar keine medis mehr nehmen, oder auf einer mini dosis bleiben? Jt reagier ich nämlich wirklich extrem sensibel auf alles. Bin ein häufchen elend. Ich dachte, ich könnt zumindest ein bisschen mehr qualität haben. Jt geht gar nix mehr. Komme innerlich nicht zur ruhe. Brenne aus. Weiss nicht, was mich da geritten hat.
Mit 18 Jahren - Diagnostizierte Leichte-bis mittlere Depression und mit Ängsten
2013/14 Einstellen auf Sertralin und Trittico
2015-2017 Wechseln zu Effectin (ca. 1 Jahr) bzw. später 2 Jahre Duloxetin (Cymbalta) 60mg ( mehrmals gescheiterte Absetzversuche)
Seit Mai 2017 anfangen mit reduzieren, leider zu ungenau mit Kügelchen und viel zu schnell!
Es folgen instabile phasen mit schlafstörung, appetitlos, depressiv
--> aus hilflosigkeit, bzw. unwissen zu ärztin
Ab 22. Juni 2017 bis anfang/mitte juli: 15 mg Mirtazapin "zum schlafen und essen"
Dann runter auf 7.5; eine zeitlang ungenau 3.75
Versuch Duloxetin kalt abzusetzen; 11 Tage ohne Dulo (von ca. 30 mg auf 0)
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Aktuell seit 6. August Langsames wieder eindosieren (27 Kügelchen sind ca. 3.8 mg)
Mirta: 3.75mg Wasserlösmethode (genauer)

Aktuell: Mirta: 3.74mg
Duloxetin: 3.85mg (25K)
Mein Zustand:
Absolute Schlaflosigkeit,extremes untergewicht, stark appetitlos, vollegefühl, sozialer rückzug, ängste
Was ich noch vertrage:
Fenchel-Balsam-Tee (Hildegard, Posch), Bittertee (Reformhaus Martin), suppe
Gebet.
Ruhe.
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 28.12.17, 13:45

Hallo Vera,

zuerst solltest du mal versuchen, Ruhe zu bewahren.
:hug:
Wo bist du jetzt ? Bist du noch in der Klinik oder wieder zu Hause und was macht dein Gewicht ?

Kannst du uns genauer erklären, was du aktuell nimmst und in den Letzten Tagen genommen hast, damit wir einen Überblick bekommen und dir vielleicht auch einen Rat geben können ?
Woran machst du fest, dass du das Mirta nicht mehr verträgst ?
Was auch immer du in den letzten Tag genommen oder weggelassen hast, du hast dir sicher keinen bleibenden Schäden zugefügt.
:hug:

Dein ZNS reagiert jetzt gereizt, dass fühlt sich extrem schlimm an, ist aber nicht lebensbedrohlich.
Ich bleibe dabei, das Gewicht muss im Moment bei dir an erster Stelle stehen. Du brauchst Kraft, um die Medikamente loszuwerden und die hast du so im Moment leider nicht.
Ich lasse dir einen Trost Drücker da.

:hug:

LG Ute
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von vergissmeinnicht » Donnerstag, 28.12.17, 18:54

Liebe ute! Danke!
Bin noch im kh.
Mein gewicht hat sich dadurch nicht gerade stabilisiert, sowie der rest auch nicht. (Verschlechtert)
Es ist, als ob die zeit nicht vergeht..
Die sonde füllt meinen magen aus, sodass ich nix essen kann. Es hat nix platz.
Hab täglich was geändert, weil ich nicht mehr eine dosis finde, die mich nicht so aufpusht. Das 1/4 mirtel wirkt nervös machend, ich lieg dann extrem unruhig im bett/ wälz mich, bin munterer als vor der einnahme. Um 3 in der früh bin ich dann schon wieder auf, ...
Alles ist zu viel.! Medis, reize,..
Wie soll ich mit der dosis tun?
Dulo nehm ich nach wie vor, versuche mit cipralex aufgehört, mirtel weniger als 3,75 mg, temesta lähmt mich nur 1/2, wollen die ärzte aber absetzen... Jede minidosis spür ich extrem. Mein zns is nicht mehr zu beruhigen, weil ich es zu stark getriggert hab. Alles pusht, nix beruhigt iwie. Extrem reizempfindlich, ..
Wie soll ich weitertun?
Lg, v
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 28.12.17, 19:12

Hallo liebe Vera,

entschuldige, aber ich hab's jetzt immer noch nicht recht verstanden, was Du verändert hast.
versuche mit cipralex aufgehört
mirtel weniger als 3,75 mg
Dulo nehm ich nach wie vor
temesta lähmt mich nur 1/2
Das Cipralex hattest Du doch nur einen Tag genommen, oder?
Und Mirtazapin (3,75mg) und Duloxetin (3,85mg) sind also unverändert?
Und wieviel und wie oft nimmst Du das Lorazepam (Temesta)?
Mein gewicht hat sich dadurch nicht gerade stabilisiert
Wieviel hast Du mittlerweile zugenommen?

Was ist denn mit der Sonde geplant? Da Du lange wohl sehr wenig gegessen hast, kann es sein, dass Dein Magen sich erst wieder an normale Essensmengen gewöhnen muss. Und sich dann auch sehr voll und überfüllt anfühlt.

Wie ist denn die Situation im Krankenhaus so generell für Dich? Bist Du alleine im Zimmer oder hast Du Mitpatienten? Hast Du Ruhe dort? Was machst Du den Tag über? Kannst Du Dich ein bisschen beschäftigen, spazieren gehen oder so?

Viele liebe Grüße Gwen
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von vergissmeinnicht » Donnerstag, 28.12.17, 20:46

Lb gwen!
Ich hab täglich was ausprobiert,...
Jetzt reagier ich schon bei einem tröpfchen von jeder substanz extrem. Vl sollt ich einfach gar nix mehr nehmen? Hab keine kontrolle mehr... Mein körper kennt sich nicht mehr aus, ...
Ich mich auch nicht. Was macht man, wenn plötzlich keine substanz mehr wirkt wie sie soll, ..... Temesta 1/2 abends, mirta (keine ahnung wie viel ich nehmen soll, es pusht!).
Dulo wie immer. Ich merk halt, das mein gehirn nicht mehr abschaltet. 24/7
Verdauung geht iwie nd so richtig, klima im kh is gut, nur die ärzte fragen sich, warum ich nicht mitmach... Ich will ja, aber kann nicht. Mein körper/ich bin überfordert.
Mein körper ist von aussen her ruhig, aber ich bin dauerwach, geistig erschöpft, psychisch am ende :( lg, v
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von vergissmeinnicht » Freitag, 29.12.17, 10:41

vergissmeinnicht hat geschrieben:Lb gwen!
Ich hab täglich was ausprobiert, weil ich wollt dass es schneller geht. Jetzt dauert das ganze noch länger. Es ist als ob jt meine verdauung noch weniger funktioniert, ich bin noch träger, langsamer (körperlich) und die innere unruhe hat sich gelegt, als ich das temesta wieder genommen hab.
Temesta 1/2 abends, mirta und
Dulo wie immer.
das klima im kh is gut, nur die ärzte fragen sich, warum ich keine fortschritte mach/ machen "will". Ich will ja, aber kann nicht. Mein körper/ich bin überfordert.
Mein körper ist von aussen her ruhig, aber ich bin dauerwach, geistig erschöpft, psychisch am ende. Das temesta hilft, aber das sollte dann wieder abgesetzt werden wegen abhängigkeit...
Vor dem kh hatte ich weniger probleme als jt.
Da konnt ich noch besser essen.
Ich hoff mein körper regeneriert sich wieder soweit, mit der normalen dosis. Arg, aber jt wünsch ich mir die lebensquali von vorher.
lg, v
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 29.12.17, 15:09

Hallo Vera,

ich denke, dass du im Moment wirklich am besten versuchst, nichts mehr an dem Mirtazapin und dem Duloxetin zu ändern.
Auch wenn du das Gefühl hast, dass dich das Mirtazapin aufputscht, denke ich, dass das Absetzen im Moment eine zu große Belastung für deinen extrem geschwächten Körper wäre.
Das ist aber nur mein persönliches Gefühl dazu.

Es wäre einfach total wichtig, dass du Gewicht zulegst, um zu Kräften zu kommen.
Ich weiß, dass ich mich da ständig wiederhole und wahrscheinlich bin ich auch bei Weitem nicht die Einzige, die dir damit auf die Nerven geht, aber es ist nun alles so.
Bei deinem extremen Untergewicht läuft dein Körper ständig im Notfallmodus und ich glaube nicht, dass du dich stabilisieren kannst, solange dein Körper kurz vorm Verhungern steht.
Liebe Vera, ich meine das alles wirklich nicht böse, im Gegenteil, ich mache mir einfach Sorgen um dich.

Ich schicke dir einen Drücker.
:hug:

LG Ute
Zuletzt geändert von LinLina am Freitag, 29.12.17, 17:03, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: "Mittwoch" durch "Mirtazapin" ersetzt
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Re: Mirtazapin ausschleichen - wie?

Beitrag von vergissmeinnicht » Dienstag, 02.01.18, 14:19

Lb ute! Danke.
versuch grad wieder möglichst eine konstante dosis einzunehmen. Merk halt, dass seit dem experimentieren geht es mir schlechter. Kaum kraft den tag zu überstehn. Die benzos machen unruhig, ständig auf achse. Mein kopf kommt kaum mehr zur ruhe/der normale alltag ist zu viel/ reizüberflutung. Normales essen geht sehr wenig. Bei mir gibt es keinen tag nacht rhythmus, ich bin nachts munterer als tagsüber. Ich denke dass kaum jemand hier auf erden sich dummerweise so kaputt gemacht hat mit medis, wie ich. Bin absolut nur mehr gaga im kopf, mein körper macht bedingt mit. Katastrophe, dass erwartet wird, dass ich normal esse. Frag mich, ob/wie ich raus komm. Denke, dieser schaden bleibt, aber wie kann ein anderer mensch verstehn, was mit mir los ist. Verwirrt.
Das temesta haben sie mir im kh abgesetzt. Von 0,25 auf null. Mal sehn, ob das geht. Benzo entzug. Lg, v
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