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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Sonntag, 20.05.18, 22:23

liebe Ilse, :)

ja, wir hören dir hier zu.
Hier im Forum wirst du gesehen und verstanden mit deinem Leid. Ich fühle mit dir :hug: , auch wenn ich nicht allzu oft antworte.

liebe Grüsse und ein dickes Mutmachpaket, :group:
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Petunia » Sonntag, 20.05.18, 22:36

Liebe Ilse,

Ich fühle ganz doll mit Dir! Es ist wirklich dieser blöde Entzug und das Alleinsein triggert schon.

Obwohl ich hier in der Klinik nicht so allein bin, habe ich die Symptome aber trotzdem. Heute ganz schlimm. Aber es gibt eben mehr Ablenkung als daheim allein in der Wohnung. Das macht es etwas erträglicher und ich heule nicht ganz so viel. Es setzt mich auch niemand unter Druck.

Therapeutische stützende Gespräche tun schon gut. Hast Du da nicht vielleicht doch mehr Möglichkeiten oder kannst nach welchen Ausschau halten? oder nach jemandem, der geführte Meditationen mit Dir macht?

Ich hatte heute wieder eine, eine Schwester hat das auch heute wieder mit mir gemacht. Das Thema war heute Vergangenheit. Es hat mir so dermaßen gut getan, dass ich den restlichen Tag die Symptome viel besser ertragen konnte!

Ich denke ganz fest an Dich und drücke Dir so fest die Daumen, dass es bald besser wird.
Wir schaffen das!

Und in ein Heim musst Du natürlich nicht. Was sollst Du denn dort?

dicke Umarmung
Beate
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von stubi » Sonntag, 20.05.18, 23:45

Liebe Ilse, :hug:

ach du liebe, ich möchte dir so gerne helfen das weißt du sicherlich gell.

Ich möchte dir noch einen lieben Gruß hier lassen und dir sagen, du bist nicht alleine und es wird alles wieder gut werden.

Als du geschrieben hast, dass dein Sohn zu dir sagte, du musst ins Heim, da müsste ich an meine Mutter denken, die sagte das auch immer zu mir, dass ich ins Heim muss wenn ich nicht tue was sie von mir verlangt hat und geschlagen hat sie mich auch sehr viel.

Liebe Ilse mach dir keine Sorgen, denn du musst nicht ins Heim und wie Beate schon schrieb, was solltest du auch da.

Also ich dich lieb in den Arm nehmen und denke bitte daran, wir schaffen das, wir sind viele und wir helfen uns gegenseitig und ein füreinander da. :group:

Komm gut durch die Nacht. :bettzeit:

Herzlichst
Renate
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Montag, 21.05.18, 9:29

Ihr Lieben - vielen Dank !

Liebe padma,
ich weiss und ich fühle, dass du an mich denkst ! :hug:
Und du lässt mir so oft einen Gruss da ! Du bist die Erste, die mir damals geantwortet hat.
Und leider gibt es wenig zu raten - es ist wohl alles gesagt.

Ich glaube auch nicht mehr, dass meine Rumdosiererei alles so verschlimmert hat.
Ich denke, es würde mir trotzdem jetzt so schlimm gehen. Vielleicht ist es aber gut, dass ich jetzt
bei dieser Dosis erstmal bleibe.
Übrigens - zur Warnung an alle, die darauf hoffen, das das PP beim 2.ten Mal genauso gut wirkt

- habe in meinem Tagebuch nochmal nachgelesen : im Mai letztes Jahr, bevor ich kalt abgesetzt habe,
ging es mir psychisch gar nicht gut ! Hatte ja im Februar wieder 20 mg eindosiert.

Die Nebenwirkungen haben sich zwar beruhigt nach 2 Monaten (das Herzrasen) aber ich war trotzdem
depressiver Stimmung ! Hat also gar nicht mehr gewirkt wie beim ersten Mal !
Und der Tod meines Exmannes hat wohl so getriggert, dass ich morgens wieder Herzrasen bekam !
Deshalb habe ich ja auch so aprupt abgesetzt ! Also hofft nicht darauf - ich ertappe mich auch immer wieder
einmal dabei !

Liebe Beate - ich freu mich für dich, das du nicht so ganz allein bist in der Klinik !
Und trotzdem fühlst du dich auch dort einsam ! So geht es mir ja auch - es sind Neuroemotionen !
Und trotzdem sind sie so schlimm.
Am schlimmsten die Samstage und Sonntage, wenn ich nach dem Meeting in meine leere Wohnung komme.
Im Moment gibt es wenig Nachmeeting im Cafe, alle gehen in die Sonne oder machen etwas anderes.

Ich habe ja Therapiestunden. Ich könnte nochmal zur Cityseelsorge gehen. Aber das ist schwer - ich sitze
dann da und erzähle nüchtern meine Geschichte. In meine Gefühle komme ich nicht.
Das ist fast schlimmer.
Und in den Meetings gibt es keine Rückmeldungen.

Der einzige Ort ist hier, wo ich etwas von dem Druck und der Angst loswerden kann.

Ich wünsche dir alles alles Gute für deinen Aufenthalt. Wünsche dir auch sosehr, dass du bald etwas
Erleichterung spürst.

Liebe Renate - danke - das du fest daran glaubst, dass es auch mit mir besser werden wird.
Im Moment habe ich nur Angst, dass es erstmal schlimmer wird.
Ich weiss - man fühlt sich so hilflos. Aber du hilfst mir sosehr mit deinen warmen lieben Worten.

Du Arme - was für eine schlimme Aussage von einer Mutter ! Das Schlimmste, die man einem Kind sagen kann !
Und Schläge ! Da hast du viel Trauriges erlebt in deiner Kindheit - das tut mir so leid !

Ich danke euch allen sosehr, das ihr mir immer wieder schreibt. Ohne eure Unterstützung wäre alles noch
viel schlimmer.

Ich wünsche euch allen einen erträglichen Tag - wenn möglich - schöne symptomfreie Momente !

Ganz liebe Grüsse
Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Kaenguru70 » Montag, 21.05.18, 10:03

Liebe Ilse,

Ach ich wünschte es würde dir besser gehen. Was für eine schlimme Zeit dieses Absetzen doch ist. Ich bin zwar gerade bei den Benzodiazepinen, aber vieles ist ja ähnlich.

Es tut weh zu hören, dass dein Sohn sich schwer tut deinen Zustand zu akzeptieren.
Nur ein Gedanke, ich habe meinem Mann den Text 'für Angehörige' vorgelesen. Lina hat ihn eingestellt.
Das hat Wunder bewirkt, er hat gesagt er wäre ja ein einfach gestrickter Mensch und man müsse ihm so etwas eindringlich sagen, damit er es verstehen kann. Danach hatte er verstanden.
Einem meiner Söhne habe ich eine ausführliche whatsapp geschrieben. Er ist 18 und hat es auch ein bisschen verstanden.

Aus der Sicht des (erwachsenen) Kindes , kann ich erinnern, dass es beängstigend ist, wenn ein Elternteil sehr schwach ist. Vielleicht tröstet dich das, vielleicht kannst du es dadurch weniger persönlich nehmen.

Hier stehen soviele Beispiele von Menschen denen es wieder gut geht. Ich wünschte es wäre bei dir und auch anderen nicht so hart.

Ein Besuch verbunden mit Arbeit und auch die Abwesenheit deines Sohnes können sehr triggern. Er ist ja trotz seines Verhaltens eine sehr nahestehende wenn nicht sogar die wichtigste Person in deinem Leben. Die Ostsee ist ja nicht so weit.

Dein Gefühl des Alleinseins kann ich gut nachempfinden. Zur Zeit habe ich es nicht, aber es ist unendlich quälend.

Wir denken aneinander :group:

Lieben Gruß und viel Kraft :fly:
Sarah

Nachtrag:
ich sehe gerade, dass du gleichzeitig bei mir geschrieben hast.
Schau, so denkt man hier aneinander. :hug:
Lieben Dank, ich weiss ja wie schwer es dir fällt.
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Clarissa » Montag, 21.05.18, 10:52

Hallo Ilse.

Leider fürchte ich, daß meine Söhne ebenfalls rasch mit dem Vorschlag/der Drohung "Heim" zur Hand wären.

Alles gut, solange ich nicht klage und/oder zur Last falle.
Ich hoffe, daß sich das noch recht lange vermeiden läßt. Ansonsten mache ich mir da gar keine Illusionen.

Ich lebe allein und bräuchte mitunter rein physisch mal Hilfe, z.B. jetzt, wo ich mir die Mittelhand gebrochen habe. Schweigen im Walde. Nicht mal Whatsapp-Nachrichten :( .

Meine Verwandtschaft ist ungebrochen der Meinung, ich müsste mir nur richtige Hilfe holen, sprich, die richtige Pille schlucken, dann würde schon alles gut. Selbst schuld an aller Misere, wenn ich die Psychiatrie inzwischen meide, wie der Teufel das Weihwasser.

Ich hege keine hohen Erwartungen, aber mitunter bin auch ich enttäuscht von den Söhnen.

Wie gesagt, ich will froh sein, wenn ich möglichst lange noch alles allein schaffe :) .

Mir ist beim Lesen dieses Threads eingefallen, daß mir meine Eltern des öfteren mit "Internat" gedroht haben, wenn ich mal nicht ganz reibungslos funktionierte. Das hat doch echt meine Kindheit ein Stück überschattet, ich war immer ein wenig sozialphobisch und hätte um nichts in der Welt in ein Internat gewollt!
Aber meine Eltern waren halt Kriegsgeneration und sehr rational und funktional eingestellt, das habe ich längst verziehen.

Ich bin es zufrieden, wenn es mir jetzt einigermaßen gut geht, es ging mir schon so viel schlechter. Ich empfinde meinen aktuellen Zustand als eine Art geschenkte Zeit und bin dankbar dafür, wohl wissend, daß sich alles rasch ändern kann.

Krone richten und weiter machen :wink: .

VG von Clarissa.
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Montag, 21.05.18, 11:20

Liebe Ilse,

vor zwei, drei Wochen hatte ich auch diese Angst vor dem Alleinsein. Sie ist furchtbar!

Das Forum hat mir zu der Zeit auch sehr geholfen. Einmal konnte ich sogar aus der negativen Gedankenspirale raus. Es ging mir noch schlecht, aber die negativen Gedanken haben an Intensität verloren, nachdem ich die netten Worte hier im Forum gelesen habe.

Deshalb kamen mir wieder die Tränen, als ich diesen Satz von Padma :) gelesen hatte.
padma hat geschrieben:
Sonntag, 20.05.18, 22:23

ja, wir hören dir hier zu.
Hier im Forum wirst du gesehen und verstanden mit deinem Leid.
Danke, liebe Padma, das ist unbezahlbar!

Liebe Ilse, ich denke auch oft an Dich und wünsche Dir, dass die Symptome bald nachlassen.

Liebe Grüße :hug:

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Katze85 » Montag, 21.05.18, 11:48

Hallo ihr Lieben,
ich habe durch Zufall das ganze hier entdeckt und bin sprachlos und entsetzt wie mit Ilse umgegangen wird...bzw wie die Söhne mit ihr umgehen. Fühl dich ganz doll gedrückt Ilse und du bist auf keinen Fall alleine.
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2005/2006= wurde lavierte Depression festgestellt
2006- 2010= Citalopram ( verschiedene Dosierungen)
2010-2016= Sertralin 200 mg
Reduzierung Anfang 2011 auf 150mg
2016=danach Wechsel auf Flouxetin erst 20 mg und dann Steigerung auf 40 mg
Reduzierungsversuch seit 08.04.2018 von 40 mg auf 35 mg/ leichte Magenprobleme und Kopfschmerzen/ hat sich wieder gelegt
21.04.2018= Reduzierung von 35 mg auf 30 mg / wieder Magen und Kopfweh, aber es hält sich in Grenzen
24.04 wieder auf 35 mg hoch da es mir nicht sehr gut ging
29.05.2018= Aufdosierung von 35 mg auf 40 mg, da ich einen Art Crash hatte ( Weinkrämpfe etc)
Ergänzend bei Schlafstörungen: Baldrian

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von LenaLena » Montag, 21.05.18, 14:21

Liebe Ilse,

ich denke auch ganz viel an dich :hug: Und ich finde es so lieb von dir, dass du trotz deiner Situation immer bei uns anderen nachfragst! <3 Du bist ein ganz lieber, mitfühlender Mensch.

Mein Entzug äußert sich ja meist anders als deiner, daher kann ich dir nicht viel Rat dazu geben außer durchzuhalten.
Aber zu dem Zittern wollte ich dir sagen, lass dich davon nicht verunsichern. Das ist, wenn die Nerven überlastet sind - und bei dir war ja einiges los davor. Deine Angst davor, allein zu sein, der Abschied, der Kuchen ;), der Entzug generell, der Druck.
Bei mir passierte das in den ersten 6 Monaten des Entzugs ganz ganz häufig, dass ich überlastet war (von den wirklich geringsten, kleinsten Sachen, so kaputt waren die Nerven) und dann so zu zittern begann. Es ist vergleichbar mit dem Zittern bei Personen, die einen Schock erlitten haben bzw. wenn dieser nachlässt. Aber man muss es einfach erdulden, oder sogar "rauslassen", dann gehts auch wieder weg :) Mein Mann und ich haben sogar angefangen, über mich zu lachen, wenn ich mal wieder geschüttelt wurde vor Zittern ;)

Jetzt bekomme ich es nur mehr sehr selten nach arg überfordernden Situationen. So gut wie gar nicht mehr. Du siehst also, die Nerven regenerieren sich :)

LG Lena
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Entzug nach zu raschem Reduzieren seit August 2017

Mir hilft: Omega 3, Vitamin D, histaminarme Ernährung, Passionsblumentropfen + Gaba
Mein Thread: viewtopic.php?t=14041

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Rosenrot » Montag, 21.05.18, 17:46

Liebe Ilse,

es ist so unvorstellbar, was du durchmachst.

Ich sende dir Hoffnung und Kraft, auf daß du recht bald wieder das Leben in all seinen Facetten erfahren und annehmen kannst.

Liebe Grüße und gute Besserung! :hug: :fly:

Rosenrot
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stubi
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von stubi » Montag, 21.05.18, 22:36

Liebe Ilse, :hug:

Ich hoffe es geht dir einigermaßen und du gibst den Kampf nicht auf. :sports:

Ich wünsche dir ein freundliche Nacht und wer weiß, vieleicht geht es dir nach dem Aufwachen ja ein Gleim wenig besser.

Liebe Grüße
Renate

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Dienstag, 22.05.18, 0:32

Hallo liebe Foris,

habe einen langen Text in der Zwischenablage kopiert. ( Samsung Tablet Tab A) .
Einfügen wie sonst immer geht nicht.
Steht nur da, dass ich die Zwischenablage löschen kann.

Wie kann ich den Beitrag noch retten ? Kann ich den irgendwie noch einzeln aufrufen ?

Ich habe da einige gespeichert. Kann ich grundsätzlich immer nur den letzten einfügen ?

Vielleicht weiss jemand von euch eine Möglichkeit.

Vielen Dank
Ilse
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Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Dienstag, 22.05.18, 9:02

Liebe Mitfühlende - ich danke euch von Herzen :group:

Ich hatte gestern abend eine sehr lange Nachricht an euch geschrieben !
Jetzt steckt sie in der Zwischenablage und ich kann sie nicht mehr einfügen, weil das Tablet zu heiss war.

Liebe Sarah - wie schön, dass dein Mann so kooperativ ist !
Das würde ich mir von meinem Sohn auch wünschen !

Leider ist er der Meinung, dass das Forum in meinem Leben zuviel Raum einnimmt !
Es wäre für mich das Evangelium und wüsste mehr als alle Ärzte und würde alle Kliniken kennen !
Neulich hat er den Bericht der NYT zwar kopiert für mich, wollte ihn aber nicht lesen.
Einen neutralen Bericht !!!
Ich kann das nicht verstehen !
Ich denke auch, meine Schwäche verstört ihn.
Andererseits schickt er mir täglich Whatsapp und kleine Videos, nur damit ich mir das Leben auf dem
Campingplatz ( seine Freundin/Eltern haben an der Ostsee einen festen Platz ) besser vorstellen kann.
Also nehme ich trotz allem in seinem Leben einen Platz ein.

Liebe Clarissa -
das tut mir leid mit deiner Hand ! Du klingst verbittert !
Ja - solange man funktioniert - ist alles gut !
Auch in meiner Familie höre ich oft, dass mir eine richtige Kur sicher sehr gut tun würde !
Oder jetzt das schöne Wetter - da geht es mir bestimmt doch viel besser !

Freue mich, dass du heute sagen kannst, dass es dir schon viel schlechter ging !
Ich wünsche mir so sehr, dass ich das auch mal sagen kann !
Hoffentlich bald ! Nur nicht mehr diese extremen Gefühle !

Liebe Muryell - ich erinnere mich gut, wie verzweifelt du warst, als du in dieser schlimmen Welle stecktest
und dein Mann nicht da war !
Du fühltest dich in die Zeit zurückkatapultiert, als du so oft allein gelassen wurdest und warst dem nur
wehrlos ausgeliefert !

Ich bin sicher, dass auch bei mir frühkindliche Erfahrungen eine Rolle spielen, wenn ich mich als
wimmerndes Kind wiederfinde !
Was padma schreibt ist lebensrettend !

Liebe ? Katze -
danke auch dir, dass du vorbeischaust und mich drückst ! Danke - das du mich erinnerst, dass ich nicht allein bin
in meiner Angst. So fühlen wir uns hier verbunden in diesem wunderbaren Forum ! Dir auch alles Gute !

Liebe Lena,
danke für deine warme Worte über mich. Du machst mich ein wenig verlegen <3 , obwohl ich so etwas
Nettes über mich natürlich gerne höre.
Mein Selbstbewusstsein hat durch die Attacken meines Sohnes doch sehr gelitten !

Du hast mich ein wenig beruhigt ! Das sich das Zittern bei dir etwas gelegt hat. Deine Erklärung leuchtet mir ein.
Es war wirklich in den letzten Tagen alles ein bischen viel !
Es hat mich so verstört, weil ich bislang nur das "innere Zittern" kannte.
Es hat sich dann auch gelegt, als ich draussen war.

Liebe Rosenrot,
auch du versuchst immer wieder, mir Mut und Hoffnung zu vermitteln.
Davon spüre ich so wenig in letzter Zeit ! Die Verzweiflung lässt keinen Raum dafür !
Danke für die guten Wünsche für mich.

Liebe Renate -
das du noch so spät an mich gedacht und mir einen Gruss dagelassen hast - du Liebe ! :hug:
Es fällt mir schwer, weiter zu kämpfen. Ohne euch würde ich es nicht aushalten.

Seit 10 Monaten ab morgens früh diese unaushaltbaren Gefühle, fast den ganzen Tag begleiten sie mich jetzt.
Und kein Ende in Sicht ! Das macht so mürbe. Du hattest es ja auch gerade wieder so schlimm !

Ich habe versucht, meinen Beitrag von gestern abend zu rekonstruieren.
Und ich merke, wie schwer es mir heute morgen fällt - im Vergleich zu gestern abend - wieder die richtigen Worte
zu finden.
Gestern war ich nach dem Meeting fast bis abends mit meiner Freundin zusammen und dann habe ich mich
gleich ans Tablet gesetzt, um euch zu antworten. Da hat das Einsamkeitsgefühl nicht so zugeschlagen.

Ich hatte die Stunden genutzt, um ein wenig von der Persönlichkeit zu zeigen, die unter diesem jammerndem,
verzweifelten Nervenbündel trotz allem vorhanden ist.

Ich danke euch allen von ganzem Herzen, dass ihr mich unterstützt und an meiner Seite seid, wenn ich so
dringend eine menschliche Seele brauche !
So gut es geht will ich auch ich für euch dasein, wenn ihr um Zuspruch und Hoffnung bittet.

Alles Liebe :group:
Eure Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 23.05.18, 8:54

Liebe Ilse,

ich wollte nur bei Dir vorbei schauen. Wie geht es Dir heute?

Liebe Grüße und einen schönen Tag

Muryell
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 23.05.18, 9:19

Hi Muryell,

danke der Nachfrage ! Lieb von dir.
Leider zur Zeit nicht gut. Neuroeinsamkeit macht mir sehr zu schaffen.

Ich hoffe, du hast die Welle überwunden ?

Dir auch einen schönen Tag :)

LG Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 23.05.18, 9:34

Liebe Ilse,

ich danke Dir. Es geht mir fast wieder gut. Ich war sogar schon beim Friseur. :D

Zum Sport gehen kann ich noch nicht. Ich bin noch etwas schwach. Aber ich habe in meinem Tagebuch gelesen, dass ich während der Einnahme von Paroxetin einmal zwei Wochen lang das Haus nicht verlassen konnte. Deshalb sage ich, es geht mir viel besser als früher, kein Vergleich.

Die Neuroeinsamkeit, die kennen wir zu gut. Leider. Aber auch die werden wir überwinden. Ich habe bei Lena geschrieben, dass wir einen langen Atem brauchen. Und dann schaffen wir es.


Liebe Grüße <3

Muryell
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von gioia » Mittwoch, 23.05.18, 9:50

Hallo Ilse

Wollte dir einen Song dalassen.....

https://m.youtube.com/watch?v=jy-aVrTpC ... QaXmCdWjLw

Alles Liebe
Gioia
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Burnout, Schlafstörung Sommer 2016

2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, Psychopharmaka :evil:

stubi
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von stubi » Mittwoch, 23.05.18, 11:25

Liebe Ilse,

Ich habe dir in meinem Threat geantwortet und dann alles weg, so ärgerlich wie ich finde.

Den Song von der Verlinkung von gioia habe ich mir angeschaut und musste schon wieder wie ein Schlosshund heulen.
Ich erinnere mich als Kind ständig geheult zuhaben und ich möchte das eigentlich gar nicht, immer heulen, doch es soll ja auch erleichternd sein.

Ich habe mir leider gestern im 3sat die Doku Gefährliche Medikamente - gepanscht, gestreckt, gefälscht angeschaut.

Anschließend, Tödliche Supererreger aus Pharma-Fabriken und anschließend, Unsere Zukunft.

Also ich bin sowas von fertig und kann das gar nicht ausdrücken, was ich für einen Ekel und Wut in mir habe.
Soetwas kann man nicht beschönigen und schön reden, dass dies zum Wohle der Menschheit ist und wäre.

Ich muss mein Temperamentvolles Tier oder wie man das immer nennen mag, in mir bremsen, sonst ticke ich vollends aus und ich mag überhaupt keine Medikamente mehr nehmen.

Dabei muss ich doch ein Blutdruck und Schilddrüsenmittel nehmen. Ich mag schon gar nicht mehr zu einem Arzt gehen, man hat ja auch bei dir gesehen was deine Ärztin dir verschrieben hat, ohne Test ein Antibiotikum das ist in den Niederlanden gar nicht möglich, die dürfen das ohne vorherigen Test gar nicht machen.

Unsäglich was ich alles gesehen habe.

Also die Segnungen der Medizin, alles okay, doch bedingungsloses Vertrauen ist wirklich fehl am Platz.

Liebe Ilse ich wünsche dir einen erträglichen Tag und es wird auch bei dir wieder eine Besserung eintreten, ich konnte es mir auch nicht vorstellen, und doch ist es so gekommen.

Diese Medikamente haben nun mal bei uns solche Auswirkungen beim Absetzen und das ist halt nicht bei allen so, und darum werden wir von den anderen so belächelt und nicht für voll genommen.

Doch wer schon Mal in dieser Hölle war, der weiß von was wir reden.

Liebe Grüße
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 23.05.18, 17:02

Liebe Renate,

ja, das ist total ärgerlich, wenn alles weg ist ! Mir ist das ja auch gerade passiert : hatte 4 ! Stunden geschrieben.
Auch gesichert ! Und dann konnte ich es nicht mehr einfügen !

Ja - so gings mir auch mit dem Song - hab ihn sofort ausgemacht - kann ich nicht mal ansatzweise ertragen.
Und ich will nicht weinen. Wenn ich aus Verzweiflung weine, macht es alles noch viel schlimmer.
Dann ist es keine Erleichterung - das hab ich schon fesgestellt.

Hab das Gefühl, es wird von Tag zu Tag schlimmer.
Und manchmal denke ich, ich halte nicht einen Tag länger aus.
So wie jetzt.
Wenn mir einer sagen würde - halbes Jahr noch - dann ist das Schlimmste vorbei - aber so - mit open End....
Ja - es ist wirklich Hölle, da hast du recht.

Diese Doku gestern habe ich mir nicht angesehen. Hab aber schon davon gehört - das reicht mir !
Und mit den Ärzten hast du recht : ich habe kein Vertrauen mehr - zu keinem Arzt !

Das Schlimme ist - ich hatte sogar 2 Super Hausärzte - 40 Jahre lang ! Und jetzt sind sie beide in Rente !
Als Ersatz diese unfähige Trulla !
Habe inzwischen schon 3 verschiedene Ärztinnen ausprobiert - mit allen kein Feeling !

Hab allerdings auch immer meine Absetzgeschichte erwähnt - immer nur entweder keine Ahnung oder Unglauben :
"Herr Dr. Xy ist ein sehr guter Arzt" ! Und wenn ich dann sage, er hat mir zum Kaltentzug geraten - Achselzucken !

Ich muss das auch sein lassen, womöglich erzählt ihm das einer der Kollegen und dann behandelt er mich
vielleicht nicht mehr. Und ich brauche immer noch das Rezept für Fluox. von ihm.

Ich wünschte, es wär bald Abend. Und dunkel.

Drück dich ganz fest :hug:

LG Ilse
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Britsch
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Britsch » Mittwoch, 23.05.18, 18:42

Liebe Ilse,
Deine Geschichte ist wirklich schlimm, besonders die durchgehenden Neuroemotionen sind einfach furchtbar. Ich kenne diese Zustände auch, allerdings nie in dieser Konstanz! Es kamen und kommen immer wieder Fenster mit guten oder erträglichen Tagen.

Vor etwa 3 Monaten kam mir der Gedanke, dass möglicherweise auch der Hormonspiegel Einfluss hat auf mein Befinden, ich bin ja mit 68 längst jenseits der Menopause und habe bisher nicht substituiert. Hormonpillen kamen nicht infrage, aber ich habe mich schlau gemacht und im Internet eine Salbe mit Estriol entdeckt, was glaube ich eine Vorstufe von Östrogen ist. Sie wird auf der Haut aufgetragen. Seitdem benutze ich diese Creme und bin sicher, dass sich mein Befinden damit spürbar verbessert hat.

Natürlich kann man damit nicht den Entzug wegzaubern, aber ich denke, dass man mit einer besseren Gesamtkonstitution die Symptome besser aushalten kann bzw. anders bewertet.
Ich wollte Dir diese Erfahrung einfach mal mitteilen, wohl wissend, dass Substitution in unserem Zustand schwierig ist. Aber es muss ja nicht immer schief gehen, vielleicht klappt es ja auch bei Dir! Ich würde es Dir von Herzen wünschen, liebe Ilse. Bei Interesse schreibe ich Dir gerne genau, wie Du die Creme kaufen kannst.

Ein anderes Thema wäre Vitamin D3, aber sicher hast Du das schon probiert und nicht vertragen. Bei mir hat das auch bis vor kurzem nicht geklappt, aber ich hab’s immer mal wieder versucht, und hat’s funktioniert. Es tut auf jeden Fall gut.

Ich hoffe, Du empfindest meine Vorschläge nicht als Klugscheißerei, es ist einfach nur der Wunsch, Dir irgendwie ein bisschen zu helfen. Auch bei mir wirkt keine Substitution Wunder, gerade war ich ja wieder durch einen Infekt in einer üblen Welle. Ich komme da aber jetzt schneller raus, und sie sind auch nicht mehr so häufig wie vor der Estriol-Salbe und D3.

Liebe Ilse, ich wünsche Dir von Herzen, dass jetzt ganz schnell ein Fenster geflogen kommt und Dir den schönen Frühling zeigt!

Ganz liebe Grüße 💗
Brigitte
1995 erstmals psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung mit Opipramol und Tavor. Damals wurde ich krank im Rahmen einer Ehekrise und dann Scheidung. Die genauen Dosierungeun und Einnahmezeiten erinnere ich nicht mehr. Nach einigen Jahren wurde ich umgestellt auf Amitriptylin, darunter massive Gewichtszunahme und Umstellung auf Sertralin 50 mg, zeitweise ergänzt durch Trazodon und Mirtazapin. Innerhalb von ca. 10 Jahren 4 stationäre Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken. 2006 Erwerbsunfähigkeitsrente mit 56 Jahren. Ca. 2011 4 Wochen stationär in psychiatrischer Klinik wegen massiver Panikattacken und Einstellung auf 2 x 75 mg Lyrica und 50 mg Sertralin, ergänzt durch 1 mg Lorazepam bei Bedarf. Nach ca. 1 Jahr selbständiges Absetzen von Lyrica ohne Probleme. Seitdem 50 mg Sertralin plus Lorazepam bei Bedarf.
Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.
Seit 20.12.2017 folgende Medikation:
0,6 mg Sertralin Aurobindo mittels Wasserlösemethode
47 mg Metoprolol
3 x 3 Tropfen Alpex CBD-Öl 5 %ig
2 x 2 Kapseln Bullrichs Heilerde
Damit bin ich - bis auf gelegentlichen Reflux und häufiges Frieren - beschwerdefrei.
Am 03.01.2018 hinzugefügt:
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3 K2 Öl
1 x 1 Kapsel Vitamin B12 Adenosylcobalamin 500 ug von Sunday Natural
2 x 1 Kapsel Magnesium Komplex a 950 mg
Von Sunday Natural.
Seit 19.01.2018:
0,75 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
4 Kapseln Darmflora plus select von Dr. Wolz
Alles andere habe ich nach erneuter heftiger Welle abgesetzt.
Medikation seit 30.01.2018:
1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Alle NEM abgesetzt.
Medikation seit 07.02.2018:
1,1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Medikation seit ca. Mitte Februar 2018:
1,3 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
2 x 6 Tropfen CBD-Öl 5%ig
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3/K2 Öl
500 ug Vitamin B12 Adenosylcobalamin
von Sunday Natural
2x200 mg Magnesium Glycinate Powder
von Vitalit
Seit 1.6.2018:
Reduzierung auf 1,2 mg Sertralin
Alles andere unverändert
Seit 11.07.2018:
0 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
200 ug Vitamin D3/200 uh Vitamin K2
600 mg Magnesium
Vitamin C/Vitamin B6

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