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jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 15.08.18, 19:41

Liebe Sarah,

danke dir sehr für deine einfühlsamen Worte ! Und für den Link. Hab ihn gleich gespeichert.

Ich weiß, das alle Vorschläge gut gemeint sind, du hast schon recht - was soll man sonst schreiben !

Und es sind ja realistische Vorschläge, die man hier bekommt.
Man muß halt selber schauen, was geht und was nicht.

Im Moment ist es einfach zu heftig. An allen Fronten.

Ich muß Möglichkeiten finden, um mich zu entspannen. Den Streß werde ich auf Dauer nicht aushalten.

Ich bräuchte eigentlich morgens jemanden zum Reden.
Heute morgen hatte ich es nochmal bei der Telefonseelsorge versucht - immer besetzt.

Ich habe so eine Orthese. Normalerweise brauche ich sie nicht - vielleicht kann ich es nochmal probieren
mit NordicWalking - eigentlich ist es mir zu anstrengend. Es soll ja gut sein bei Arthrose, aber hinterher tut mir immer
das Knie weh.

Drück dich auch :hug:
Alles Liebe
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Towanda1 » Mittwoch, 15.08.18, 20:55

Liebe Ilse,

in meiner schlimmsten Zeit bin ich jeden Tag spazieren gegangen, habe versucht, mein Tempo zu finden, das pendelt sich irgendwann auf die Herzschlagfrequenz ein. Ich habe, wenn die Unruhe und das Gedankenkarusell nicht zu stoppen war, laut das Vater unser vor mich hingesagt, immer wieder, das kannte ich auswendig und mußte nicht überlegen, das gab mir Rhythmus und die Gedanken wurden gelenkt. Man kann auch einen geliebten Spruch, ein anderes Gebet, was auch immer einem gut tut, nehmen.

Nordic Walking habe ich auch probiert, das klappern der Stöcke und die Geschwindigkeit haben alles nur verschlimmert.

Alles Liebe für Dich!

Towanda
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11.02.18 - 22,50 mg Mirtazapin - Zustand stabilisiert sich, NW: leichte Muskel- und Gelenkschmerzen,
aber gut auszuhalten, hin und wieder Kribbelbeine
19.02.18 - Psychiatertermin - bei 22,5 mg bleiben
29.03.18 - 18,75 Mirtazapin
07.04.18 - wegen Gewichtszunahme Intervallfasten begonnen
14.05.18 - Psychiatertermin - Kribbelbeine sind schlimmer geworden, Empfehlung: Mirtazapin auf 15 mg reduzieren
22.05.18 - 15,00 mg Mirtazapin - 3 Tage später leichte Stimmungsschwankungen, 1 x Drehschwindel,
insgesamt nicht so stabil, Tagesschwankungen, aber auszuhalten
26.06.18 - 5 Glob. Ciprofloxacin C30 einmal wöchentlich
30.06.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Wasserlösmethode
01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin

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Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
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1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 16.08.18, 8:37

Liebe Towanda,

danke für den Tip. Das werde ich auf alle Fälle versuchen !

Für dich auch alles Liebe !
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 16.08.18, 8:46

Hallo, liebe Ilse.

Ich habe auch "Knie" und oft Probleme beim Laufen. Mit der Orthese komme ich nicht gut klar.
Ich habe mir über ebay relativ einfache elastische Kniebandagen gekauft, die ziehe ich oft an unter die langen Hosen. Mir geben die etwas Halt und behindern mich nicht zusätzlich. Ich mache kein Nordic Walking mehr, allerdings straffe Spaziergänge mit Hundi. Fahrradfahren kriege ich leider überhaupt nicht hin mit dem immer noch "dummen Kopp" und auch wegen Kniebeschwerden :( .

VG von Clarissa.
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seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 16.08.18, 8:53

Liebe Ilse,

ich möchte einen Gruß dalassen und Dir gute Besserung wünschen.

Vielen Dank dafür, dass Du immer ein tröstendes Wort für mich hast, obwohl Du selbst zu kämpfen hast.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 16.08.18, 23:09

Hallo liebe Foris,

danke Clarissa und Muryell !

Heute vor genau einem Jahr habe ich mich hier im Forum angemeldet.

Möchte das zum Anlaß nehmen, mich einmal bei euch allen zu bedanken.

Ihr habt mich beraten und euer Wissen mit mir geteilt. Immer wieder mit mir überlegt, welche Dosierung, welcher
Weg der richtige sein könnte. Unermüdlich. Geduldig.

Und ihr habt mir immer wieder Mut zugesprochen. Wenn ich keine Kraft mehr hatte - mich getröstet, wenn es mir
unaushaltbar erschien - und mir seltsamerweise immer wieder Hoffnung vermitteln können ! :D ( ein wenig <3 )

Ihr alle seid wunderbar - liebevoll - mitfühlend - warmherzig - und unglaublich hilfsbereit !

Ich weiß nicht, wie ich das Jahr ohne euch überstanden hätte ! Vielleicht gar nicht - oder in der Psychiatrie -
vollgepumpt mit Medikamenten.
An wen hätte ich mich wenden sollen ? So hilflos und unwissend, wie ich war.

Ich war heute in der Cityseelsorge. Eine liebevolle junge Pastorin. Zwei Ohren. Und zwei mitfühlende Augen.
Eine Seele.
Ich habe wenig erklärt, nur geweint. Geweint und geweint und geweint.
Was ich mich alleine nicht traue.

Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Ich weiß nicht, wann es besser wird.

Aber ich weiß euch an meiner Seite. :group:
Danke.

Alles Liebe euch.
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Samstag, 18.08.18, 10:09

Liebe Ilse,

vielen Dank für Deine Worte in meinem Thread.
Heute geht es mir etwas besser.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende mit vielen guten Momenten. :D

Liebe Grüße

Muryell
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von LinLina » Samstag, 18.08.18, 12:10

Liebe Ilse :-)

Weinen ist gut, ich bin so froh das zu lesen.

Natürlich ist es etwas anderes, wenn man jeden Tag nur noch weint, dann ist es nicht mehr so hilfreich und sehr anstrengend.

Aber wenn man sich die ganze Zeit zusammenreißt, muss das auch mal raus und das ist sehr gesund.

Durch die Tränen werden auch Stresshormone "rausgewaschen", und man kann endlich mal ein wenig loslassen für einen Moment.

Ich bin auch so, ich reiße mich immer zusammen - was ja auch gut ist wenn man zurecht kommen muss.

Alle 1-2 Monate überkommt es mich dann und im richtigen Moment muss ich ganz heftig Weinen.

Aber da merke ich, das war die ganze Zeit da, diese Erschöpfung und Trauer, und manchmal will sie raus.

Danach rapple ich mich wieder auf, meine Muskeln und meine Atmung sind ein wenig weicher, und ich bin nachsichtiger mit mir.

Kannst du dort hin- und wieder hinkommen, zu dieser Pastorin die dir so gut getan hat? Vielleicht könnte das ein kleiner Anker sein?

Alles Liebe zum einjährigen im Forum :party2: und schön dass du bei uns bist (auch wenn es schöner wäre, dies wäre nicht nötig)

Ganz Liebe Grüße
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,005 mg Mein Thread
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 18.08.18, 13:18

Liebe Muryell, liebe Lina,

vielen Dank.
Vorgestern habe ich das noch geschrieben.
Es geht mir von Tag zu Tag schlimmer.
Das habe ich ja schon oft geschrieben.
Und meine es auch so.
Allein die Entwicklung in den letzten 2 Monaten.
Da fingen die Arztbesuche an.
Das muß dem Nervensystem zusätzlich so
geschadet haben, daß es so extrem reagiert.
11 Jahre alle Gefühle unterdrückt.
Jetzt machen sie mich fertig.

Es ist der Punkt erreicht, an dem
ich ernsthaft überlege, Benzos zu nehmen
und schon fast bete, daß sie mir helfen.
Es ist die Frage welche.
Ich könnte auch in die Ameosklinik, zumindest
der Leiter steht PP kritisch gegenüber.
Aber da gibt es auch nur Tabletten.
Ich traue keinem Arzt mehr.
Die letzten Tage bis abends war es schon
unaushaltbar.
So furchtbare Gedanken und Gefühle,
egal, wo ich bin.
Noch wieder schlimmer.
Keine Gesellschaft lenkt mehr ab.
Allein zuhause genauso schlimm.
Nur noch Panikgefühle.

Und ich habe keine Hoffnung, daß es
in absehbarer Zeit aufhört.
O Gott - was kann ich nur tun ?
LG Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Samstag, 18.08.18, 13:29

Liebe Ilse,

wenn der Leiter der Ameosklinik PP gegenüber kritisch ist, wäre es vielleicht einen Versuch wert. Außerdem kann keiner Dich zwingen, Medikamente zu nehmen. Vielleicht haben sie Gesprächstherapien, die Dich unterstützen können.

Ich würde mich auf jedem Fall weiter informieren und dann entscheiden.

Alles Gute :hug:

Muryell
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Towanda1 » Samstag, 18.08.18, 14:20

Liebe Ilse,

leider kann ich Dir nicht helfen und auch nichts raten. Aber ich kann an Dich denken und Dir virtuell die Hand reichen. Das hilft nicht viel, aber vielleicht fühlst Du Dich dann nicht mehr ganz so verlassen .....

Liebe und mitfühlende Grüße,

Towanda
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11.02.18 - 22,50 mg Mirtazapin - Zustand stabilisiert sich, NW: leichte Muskel- und Gelenkschmerzen,
aber gut auszuhalten, hin und wieder Kribbelbeine
19.02.18 - Psychiatertermin - bei 22,5 mg bleiben
29.03.18 - 18,75 Mirtazapin
07.04.18 - wegen Gewichtszunahme Intervallfasten begonnen
14.05.18 - Psychiatertermin - Kribbelbeine sind schlimmer geworden, Empfehlung: Mirtazapin auf 15 mg reduzieren
22.05.18 - 15,00 mg Mirtazapin - 3 Tage später leichte Stimmungsschwankungen, 1 x Drehschwindel,
insgesamt nicht so stabil, Tagesschwankungen, aber auszuhalten
26.06.18 - 5 Glob. Ciprofloxacin C30 einmal wöchentlich
30.06.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Wasserlösmethode
01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin

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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Britsch » Samstag, 18.08.18, 14:48

Liebe Ilse,

Dein Leid macht mich sehr betroffen, und die Hilflosigkeit fühlt sich schlimm an.

Ich habe auch keine neue zündende Idee.
Einzig vielleicht der Gedanke, dass dieser schlimme Zustand unbedingt unterbrochen werden muss, wie auch immer. Sonst droht eine Chronifizierung, das Gehirn merkt sich ja Deine Gedanken und Gefühle.

Auch wenn wir hier medikamentenkritisch sind, gibt es meiner Meinung nach Situationen, in denen ein Medi das kleinere Übel ist. Ich kann schlimme Zustände mit einer sehr kleinen Dosis (0,25 mg) Lorazepam unterbrechen. Die Besserung hält dann auch immer eine Weile an. Diese Zeit nütze ich, um mir angenehme Erlebnisse zu verschaffen und so die negativen Gedankenautobahnen im Gehirn zu „überschreiben“.

Jetzt will ich aber versuchen, statt Lorazepam mittels der GABA-Sticks den Wellen ein Stoppschild entgegen zu setzen.

Ob ein solches Vorgehen für Dich in frage kommt, kannst nur Du beurteilen, liebe Ilse. Mir ist es ja auch nie so abgrundtief schlecht gegangen wie Dir. Aber ob einfach nur Aushalten das beste ist - ich persönlich glaube das nicht. Man braucht doch ein bisschen Hoffnung und das Gefühl, nicht vollkommen hilflos und ausgeliefert zu sein.

Liebe Ilse, ich wünsche Dir so sehr, dass es irgendetwas gibt, das Dich aus Deinem Gefängnis befreit. Vielleicht brauchst Du doch ein wenig Mut zum Ausbrechen ...

Das wünsche ich Dir und hoffe, Du empfindest meine Gedanken nicht als Druck. Es ist nur ein Bericht über meinen persönlichen Umgang mit schlimmen Entzugssymptomen.

Mitfühlende Grüße,
Brigitte
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1995 erstmals psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung mit Opipramol und Tavor. Damals wurde ich krank im Rahmen einer Ehekrise und dann Scheidung. Die genauen Dosierungeun und Einnahmezeiten erinnere ich nicht mehr. Nach einigen Jahren wurde ich umgestellt auf Amitriptylin, darunter massive Gewichtszunahme und Umstellung auf Sertralin 50 mg, zeitweise ergänzt durch Trazodon und Mirtazapin. Innerhalb von ca. 10 Jahren 4 stationäre Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken. 2006 Erwerbsunfähigkeitsrente mit 56 Jahren. Ca. 2011 4 Wochen stationär in psychiatrischer Klinik wegen massiver Panikattacken und Einstellung auf 2 x 75 mg Lyrica und 50 mg Sertralin, ergänzt durch 1 mg Lorazepam bei Bedarf. Nach ca. 1 Jahr selbständiges Absetzen von Lyrica ohne Probleme. Seitdem 50 mg Sertralin plus Lorazepam bei Bedarf.
Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.
Seit 20.12.2017 folgende Medikation:
0,6 mg Sertralin Aurobindo mittels Wasserlösemethode
47 mg Metoprolol
3 x 3 Tropfen Alpex CBD-Öl 5 %ig
2 x 2 Kapseln Bullrichs Heilerde
Damit bin ich - bis auf gelegentlichen Reflux und häufiges Frieren - beschwerdefrei.
Am 03.01.2018 hinzugefügt:
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3 K2 Öl
1 x 1 Kapsel Vitamin B12 Adenosylcobalamin 500 ug von Sunday Natural
2 x 1 Kapsel Magnesium Komplex a 950 mg
Von Sunday Natural.
Seit 19.01.2018:
0,75 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
4 Kapseln Darmflora plus select von Dr. Wolz
Alles andere habe ich nach erneuter heftiger Welle abgesetzt.
Medikation seit 30.01.2018:
1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Alle NEM abgesetzt.
Medikation seit 07.02.2018:
1,1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Medikation seit ca. Mitte Februar 2018:
1,3 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
2 x 6 Tropfen CBD-Öl 5%ig
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3/K2 Öl
500 ug Vitamin B12 Adenosylcobalamin
von Sunday Natural
2x200 mg Magnesium Glycinate Powder
von Vitalit
Seit 1.6.2018:
Reduzierung auf 1,2 mg Sertralin
Alles andere unverändert
Seit 11.07.2018:
0 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
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600 mg Magnesium
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 18.08.18, 15:09

Liebe Foris,
danke Muryell - Towanda,

ich schreib jetzt einfach.
Es geht nicht mehr um Gesprächstherapien.
Es geht um Hilfe. Ich kann es nicht mehr aushalten.

Ich bin völlig aufgelöst. Ich bekomme die Panik nicht mehr in den Griff und kann sie nicht aushalten.
Vielleicht habe ich zu lange ausgehalten.
Ich habe ja gemerkt, daß es immer schlechter wurde - aber ich habe es immer noch irgendwie ertragen können.

Und weitestgehend verbergen können. Teils, weil ich es mußte - teils, weil ich es wollte. Und immer noch konnte.

Ich hab schon öfter gedacht, solch einen Tag möchte ich nie wieder erleben müssen.
Das war jetzt jeden Tag so diese Woche.

Liebe Britsch - ich denke jetzt auch, daß ein Medi das kleinere Übel ist ! Ich wehre mich seit 1 Jahr dagegen,
aber jetzt kann ich nicht mehr !

Es geht nicht mehr. Ich kann es nicht mehr verbergen. Was soll ich nur tun ? Was mache ich, wenn ich nichts vertrage ?
Was mache ich dann ???

Was kann ich jetzt tun ?

LG Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Samstag, 18.08.18, 15:24

Liebe Ilse,

es tut mir sehr leid. Wie bist Du auf die Ameosklinik gekommen? Hat jemand gute Erfahrungen da gemacht?

Haben sie eine Notambulanz? Welche Hilfe können sie Dir anbieten, wenn Du da anrufst?

Ich hoffe, Du findest eine Lösung.

Liebe Grüße

Muryell

P.S.: Ich habe gerade nachgeschaut. Der leitende Arzt, Professor Uwe Gonther, scheint sehr bekannt und PP-kritisch zu sein. :)
Zuletzt geändert von Muryell am Samstag, 18.08.18, 15:37, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von reddie » Samstag, 18.08.18, 15:32

Liebe Ilse,
es tut mir leid, wie besch.. es Dir geht.
Ohne meine Notfallmedikamente (klingt auch so als wenn es seltene Notfälle wären, ich versuche die aber so selten wir möglich zu nehmen), wäre ich schon durchgedreht. Obwohl ich weiß, dass alles nur für ein paar Stunden hilft. Wenn ich dann was einnehme (Lorazepam, Lyrica) versuche ich mich nicht auch noch dafür fertig zu machen, sondern die Erleichterung bewusst wahrzunehmen.

Ich habe lange überlegt, ob ich Dir Kratom empfehlen soll, es macht ja auch abhängig... ist halt ein pflanzliches Opioid.

Liebe Grüße
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Petunia » Samstag, 18.08.18, 15:45

Liebe Ilse,

Es tut mir so leid, dass es so schlimm ist bei Dir.
Bei mir ja auch.

Ich habe das Interview mit Prof. Gonther auf Ansaris Seite gelesen. Ich würde ihn anrufen, wenn er in meiner Nähe wäre. Denn ich bin am Anschlag. Es geschieht zu viel und es triggert mich immer mehr

ich würde auch gerne etwas nehmen, dass mal Pause ist. Habe Angst, dass sich das verselbständigt im Hirn und dass es nicht von selbst irgendwann besser wird

Ruf da doch ruhig an, Du kannst ja dann immer noch entscheiden, was Du tust. Aber Dich zumindest mal beraten lassen. ich würde es machen, aber natürlich musst Du das entscheiden.

Einfach nur Beratung

ich drück Dich ganz doll.

Alles Liebe Beate
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Britsch » Samstag, 18.08.18, 16:23

Liebe Ilse,

Du solltest jemanden bei Dir haben oder irgendwo sein, wo Du nicht allein bist.

Vielleicht wagst Du dann eine winzige Dosis eines Benzos.

Vielleicht rufst Du den ärztliche Notdienst 116 117, da kommt notfalls auch jemand ins Haus.

Oder es kann jemand aus Deiner Gruppe kommen?

Bitte hol dir Hilfe, jetzt!

Ich denke ganz fest an eine gute Lösung!

Ich drück Dich!
Brigitte
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LinLinaKatharina
1995 erstmals psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung mit Opipramol und Tavor. Damals wurde ich krank im Rahmen einer Ehekrise und dann Scheidung. Die genauen Dosierungeun und Einnahmezeiten erinnere ich nicht mehr. Nach einigen Jahren wurde ich umgestellt auf Amitriptylin, darunter massive Gewichtszunahme und Umstellung auf Sertralin 50 mg, zeitweise ergänzt durch Trazodon und Mirtazapin. Innerhalb von ca. 10 Jahren 4 stationäre Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken. 2006 Erwerbsunfähigkeitsrente mit 56 Jahren. Ca. 2011 4 Wochen stationär in psychiatrischer Klinik wegen massiver Panikattacken und Einstellung auf 2 x 75 mg Lyrica und 50 mg Sertralin, ergänzt durch 1 mg Lorazepam bei Bedarf. Nach ca. 1 Jahr selbständiges Absetzen von Lyrica ohne Probleme. Seitdem 50 mg Sertralin plus Lorazepam bei Bedarf.
Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.
Seit 20.12.2017 folgende Medikation:
0,6 mg Sertralin Aurobindo mittels Wasserlösemethode
47 mg Metoprolol
3 x 3 Tropfen Alpex CBD-Öl 5 %ig
2 x 2 Kapseln Bullrichs Heilerde
Damit bin ich - bis auf gelegentlichen Reflux und häufiges Frieren - beschwerdefrei.
Am 03.01.2018 hinzugefügt:
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3 K2 Öl
1 x 1 Kapsel Vitamin B12 Adenosylcobalamin 500 ug von Sunday Natural
2 x 1 Kapsel Magnesium Komplex a 950 mg
Von Sunday Natural.
Seit 19.01.2018:
0,75 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
4 Kapseln Darmflora plus select von Dr. Wolz
Alles andere habe ich nach erneuter heftiger Welle abgesetzt.
Medikation seit 30.01.2018:
1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Alle NEM abgesetzt.
Medikation seit 07.02.2018:
1,1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Medikation seit ca. Mitte Februar 2018:
1,3 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
2 x 6 Tropfen CBD-Öl 5%ig
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3/K2 Öl
500 ug Vitamin B12 Adenosylcobalamin
von Sunday Natural
2x200 mg Magnesium Glycinate Powder
von Vitalit
Seit 1.6.2018:
Reduzierung auf 1,2 mg Sertralin
Alles andere unverändert
Seit 11.07.2018:
0 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
200 ug Vitamin D3/200 uh Vitamin K2
600 mg Magnesium
Vitamin C/Vitamin B6

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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 18.08.18, 18:32

Hallo ihr Lieben,

danke euch allen sehr.
Meine Freundin war bis eben da.

Ich habe schon vor Monaten versucht, einen Termin bei dem Prof. Gonther zu bekommen.
Und mit seiner Sekretärin gesprochen. Man bekommt bei ihm keinen Termin.

Man müßte sich in die Klinik einweisen lassen.

Aber auch er könnte wenig tun, vermute ich.
Es gibt ja, soviel ich durchs Forum weiß, nur die Möglichkeit, ein Benzo zu nehmen.

Ich denke, das könnte mir mein Neurologe auch verschreiben.

Entschuldigt, ich bin nur fertig im Moment.

LG Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Samstag, 18.08.18, 22:28

liebe Ilse, :)

ich kann gut verstehen, dass du nach der langen Leidenszeit so verzweifelt bist. :hug:

Die Erfahrungen mit Kliniken sind im Forum, gerade bzgl. der Schwerbetroffenen nicht so gut. Vielleicht eine kleine Entlastung für die Zeit des Klinikaufenthalts, aber keine wirkliche Verbesserung.

Das Problem ist, dass es keine Behandlung für ein schweres Entzugssyndrom gibt. Das ZNS kann sich nur selbst heilen und das braucht Zeit.

Das Gute ist, dass du heilen wirst. Diese schlimme Zeit wird vorbei gehen. Versuche dich daran festzuhalten.

Ein Benzo kannst du mal als Notfallmittel nehmen, dass dein ZNS mal etwas runter fahren kann. Das kann vielleicht gut tun. Eine grundsätzliche Änderung kann es nicht bewirken.

Fühl dich lieb :hug:
liebe Grüsse,
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Ich bin vorübergehend nicht im Forum aktiv und habe daher meine PN Funktion abgeschaltet. Bitte wendet euch aktuell bei Moderationsangelegenheiten an Murmeline oder Ululu 69

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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Sonntag, 19.08.18, 9:20

Guten Morgen, liebe Padma - liebe Mitlesende,

ich danke euch.
Ich denke auch nicht an einen Klinikaufenthalt.

Und ich weiß, daß ein Benzo meine Probleme letztendlich noch vergrößern würde.
Die Auswirkungen kann ich ja selbst täglich hier lesen.
Es war auch bisher nie eine Option für mich !

Meine größte Angst ist, daß das Nervensytem nicht heilen kann, weil ich diese Angst und Panik nicht in den
Griff bekomme.
Es kommt ja gar nicht zur Ruhe. Egal, wo ich bin und was ich mache.

Ich dachte an etwas, das vielleicht etwas dämpft. So kann man doch nicht leben. Nicht Tag für Tag.

Ich wünsche euch allen hier einen erträglichen Tag.

Alles Liebe
Ilse
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