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jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Jofab
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 18.07.18, 17:48

-Liebe Katharina, liebe Clarissa,

ich gebe euch absolut recht niemand will wirklich wissen, wie es einem geht.
Da erzähle ich es auch nicht.

In diesem Fall geht es um die Leute aus meiner NA-Gruppe.
Sie kriegen zwangsläufig mit, wie es mir geht. Ausserdem bin ich da, damit ich reden kann.
Ich dachte, dafür ist die Gruppe da.

Das ist eine Selbsthilfegruppe, sie kennen Entzug.
Und dann fragen sie mich und ich erzähle, wie es mir geht.

Wahrscheinlich einfach Schnauze halten.

LG Ilse
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Britsch
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Britsch » Mittwoch, 18.07.18, 20:29

Liebe Ilse,

bei mir ist es so, dass das Erzählen über mein Befinden mir meistens nicht gut tut. Irgendwie zementieren die Worte die Probleme, und mir scheint, ich gebe dadurch zu viel Energie dorthin.

Mir hilft es, meine Aufmerksamkeit davon weg auf andere Dinge zu richten.

Natürlich geht das nicht immer, es gibt auch viele Situationen, in denen ich mich durch Reden ein wenig befreien kann. Es muss eben immer wieder neu entschieden werden, was gerade im Moment passt. Aber meine Erfahrung mit mir selbst ist schon so, dass zu viel eigene Aufmerksamkeit auf die Schwierigkeiten deren Verschwinden erschweren kann.

Das ist meine ganz persönliche Meinung, und die ist natürlich nicht allgemein gültig.

Ich finde aber, das ist ein interessantes Thema. Vielleicht gibt es ja dazu noch mehr Meinungen?

Dir liebe Ilse, wünsche ich einen Abend mit viel innerer Ruhe und für morgen einen guten Tag!

Liebe Grüße,
Brigitte
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1995 erstmals psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung mit Opipramol und Tavor. Damals wurde ich krank im Rahmen einer Ehekrise und dann Scheidung. Die genauen Dosierungeun und Einnahmezeiten erinnere ich nicht mehr. Nach einigen Jahren wurde ich umgestellt auf Amitriptylin, darunter massive Gewichtszunahme und Umstellung auf Sertralin 50 mg, zeitweise ergänzt durch Trazodon und Mirtazapin. Innerhalb von ca. 10 Jahren 4 stationäre Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken. 2006 Erwerbsunfähigkeitsrente mit 56 Jahren. Ca. 2011 4 Wochen stationär in psychiatrischer Klinik wegen massiver Panikattacken und Einstellung auf 2 x 75 mg Lyrica und 50 mg Sertralin, ergänzt durch 1 mg Lorazepam bei Bedarf. Nach ca. 1 Jahr selbständiges Absetzen von Lyrica ohne Probleme. Seitdem 50 mg Sertralin plus Lorazepam bei Bedarf.
Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.
Seit 20.12.2017 folgende Medikation:
0,6 mg Sertralin Aurobindo mittels Wasserlösemethode
47 mg Metoprolol
3 x 3 Tropfen Alpex CBD-Öl 5 %ig
2 x 2 Kapseln Bullrichs Heilerde
Damit bin ich - bis auf gelegentlichen Reflux und häufiges Frieren - beschwerdefrei.
Am 03.01.2018 hinzugefügt:
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3 K2 Öl
1 x 1 Kapsel Vitamin B12 Adenosylcobalamin 500 ug von Sunday Natural
2 x 1 Kapsel Magnesium Komplex a 950 mg
Von Sunday Natural.
Seit 19.01.2018:
0,75 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
4 Kapseln Darmflora plus select von Dr. Wolz
Alles andere habe ich nach erneuter heftiger Welle abgesetzt.
Medikation seit 30.01.2018:
1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Alle NEM abgesetzt.
Medikation seit 07.02.2018:
1,1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Medikation seit ca. Mitte Februar 2018:
1,3 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
2 x 6 Tropfen CBD-Öl 5%ig
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3/K2 Öl
500 ug Vitamin B12 Adenosylcobalamin
von Sunday Natural
2x200 mg Magnesium Glycinate Powder
von Vitalit
Seit 1.6.2018:
Reduzierung auf 1,2 mg Sertralin
Alles andere unverändert
Seit 11.07.2018:
0 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
200 ug Vitamin D3/200 uh Vitamin K2
600 mg Magnesium
Vitamin C/Vitamin B6

Katharina
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 19.07.18, 9:16

🌸🌼🌹🌻

Hallo guten Morgen,

ich empfinde es inzwischen als Qual
und bin so etwas von müde, sowieso
ich rede nicht mehr darüber
es hängt mir kilometerweit zum Halse heraus.
Auch da es nichts bringt,
es kommt nicht an -
sie wissen immer etwas besser oder:
-Kann nicht sein
-Simulant.

Bitte lasst sie ihre Fragen in eine Suchmaschine eingeben!

Gestern spät per Zufall am Zaun, (wir haben in Dunkeln die Trauer Weide unten am Stamm
geschnitten die Luft war so schön)
ganz freundlich zum Nachbarn der half mit kräftiger Säge, er sagte:

"probier früh da ist es angenehm"
ganz lieb und freundlich.

Ich nur kurz, kurz! :

" ich kann manchmal gar nicht hoch, an und für sich unvorstellbar -
ist kompliziert, Medikamenten Situation,
Rezeptoren Störung, wird wieder, dauert ein wenig.
Nicht schlimm; Schönen Abend
und Danke hat Spaß gemacht, eine spontane Nacht-Aktion ".

Mut zu sich selbst, oder Wut darüber
dass ewig
negativ um eine angeblich komische Situation geredet wird
als läge irgendjemand gern im Bett, am Tage

während andere diese schöne Zeit genießen,
noch zur Arbeit können
etwas Freizeit haben

wer ist denn aus Überzeugung niedergeschlagen.

Evtl. Email mit Verlinkung.
Ich kann nicht mehr. Und will vorallem
nicht mehr.
Es ist Gelabere seit..?
Vielleicht deshalb bin ich nun endlich knapp mit Worten.

Ich hetz ab 15 Uhr meinem Haushalt hinterher
wenn es geht, der ganze Kram der liegen bleibt.
Um 21h wenn es wirklich muss, fall ich ins Bett erschöpft, und Bett weil das optimiert wurde

Wer anderes liegt in einer Wohnlandschaft
das ist akzeptabel.
Ja spinnen wir?

Diejenigen, die uns nerven,
weil wir leicht zu nerven sind, wie allen Menschen denen es lange Zeit nicht gut geht,
die spinnen. -

Auf die wackeligen Hinterbeine, weiß schlaff und faltig !
Jetzt gerade.

Ilse, ich habe 'Bienen Wiese Samen' flink verstreut,
ich weiß noch nicht wie das ausschaut, aber es wächst rasant 😎🌻🌸

Gruß,
Katharina
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Jofab
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 19.07.18, 11:40

Hallo guten Morgen,

mir geht es mal wieder sehr schlimm. Wie so vielen hier.
Ich mag es schon gar nicht mehr schreiben. Ich habe es schon so oft geschrieben.
Es hat mich so oft erleichtert, hier zu schreiben.

Mein Herz rast, ich kann nicht still sitzen, ich tigere durch die Wohnung, rastlos, der Fernseher läuft, irgendwas,
um ein Stück Realität zu behalten. Aber ich kann mich auf nichts konzentrieren.
Aber das wäre auszuhalten.
Wenn nicht die Neuroemotionen wären. Sie foltern mich.

Ich weiss nicht, warum es im Moment noch schlimmer ist als sonst. Gestern schon.

Ich bin müde, kann aber nicht mal sitzen.
Der Tag gestern war schon so schlimm. Es hört nicht auf, kaum geschlafen.
Ich denke, auch das Wetter triggert schlimm.

Und dann mein Sohn gestern nachmittag. Per Whatsapp. Er ist bei seiner Freundin. 150 km weg.
Hat mir ein neues Tablet besorgt und eingerichtet.
Mich bis abends bombadiert mit Fragen nach Passwörtern und Anweisungen.

Mir ging es so dreckig und ich war völlig überfordert, hab mich aber zusammen gerissen.

Immer minutenlange Erklärungen, denen ich überhaupt nicht mehr folgen konnte.
Er spricht ganz schnell und ich habe nichts mehr verstanden. Kein Wort.
Alles per Whatsapp.

Als ich irgendwann spät abends gesagt habe, dass ich nichts mehr verstehe, weil es mir so schlecht geht -
heute besonders schlimm -
die Reaktion - ah ja - wie immer - heute besonders schlimm - ganz was Neues - er könne es nicht mehr hören
Ich würde seit 1 Jahr leiden und nur noch um mich kreisen.

Ich konnte dann ruhig antworten, dass ich fast den ganzen Tag alleine bin, mein Herz rast und ich kann mich durch
nichts ablenken. Seine Antwort mochte ich nicht mehr ertragen.

Alles gesprochen. Voice.

Ich schwöre euch, ich rede nicht darüber, wenn er da ist. Kein Wort. Ich weiss, er kann nichts hören. Er will nichts
hören. Er sagt, er weiss es.
Über Entzug weiss er nichts. Er wollte nichts hören oder lesen vom Forum. Keine Information.
Natürlich sieht er, dass es mir schlecht geht, wenn ich nicht richtig kochen kann und total zittrig bin.
Er kocht auch oft.
Wenn er sich aufregt, schreit er mich an. Er versteht nicht, dass er es schlimmer macht.

Es ginge mir doch gut. Rente. Keine Sorgen. Viel Freizeit. Andere würden von meinem Leben träumen.
Eben nur den Entzug.

Ist er nicht da, ist es leichter. Per Whatsapp ein paar nette Nachrichten hin und her.
Alles gut - alles gut ! Wie immer. Kein Wort.

Das es viel schlimmer geworden ist durch die Neuroemotionen jetzt, weiss er nicht.
Das die Gefühle aushalten inzwischen das Schlimmste ist. Wie ich mich fühle, weiss er nicht.
Könnte er auch nicht nachfühlen.
Ich habe 4 Wochen die Angst vor Darmkrebs ertragen. Kein Wort zu ihm. Erst hinterher.

Ich habe mir heute morgen die Antwort angehört.

Er hatte ruhiger, verständnisvoller geantwortet.

Ich könne nicht mehr soviel erwarten - man wüsste es, hätte sich an die Situation gewöhnt, sich arrangiert - mehr
könne man ja sowieso nicht tun und irgendwann würde es dann anstrengend - wenn jemand leidet und leidet, -
ob es so wäre oder nicht - ändere das dann auch nicht wirklich etwas und man dächte dann - mein Gott - reiss dich zusammen !

Auch wenn ich das nach meinem Ermessen tun würde - aber das würde man dann halt denken. Und das würde
er auch für normal halten.

Er hat recht. Ich kann es gut verstehen. Ich weiss genau, was er meint.

Und doch weiss ich, wie sehr ich mich trotzdem zusammenreisse. Wieviel Kraft mich das kostet.
Wieviel Kraft es mich kostet, die ständige Angst auszuhalten, es könnte immer noch schlimmer werden.

Ich habe nur ein einziges Ventil - das Forum.

Ich schreibe, weil es das Einzige ist, was ein wenig Erleichterung verschafft. Mir.
Es beschäftigt mich. Meine Finger - meinen Geist.

Ich weiss auch, dass viele verstummen, wenn es schlimm ist.
Und auch denken - reiss dich zusammen ! Wir leiden auch ! Schlimmer als du ! Viel länger als du !
Jammere nicht und ertrag !

Bei denen möchte ich mich von ganzem Herzen entschuldigen.
Ich schäme mich auch vor euch. Vielleicht bin ich nicht so stark wie ihr.
Oder nehme mich wirklich zu wichtig.

Bitte lest es nicht. Lasst mich einfach. Jeder sucht seinen Weg. Was ein bischen erleichtert.
Und das hat es.
Darum muss ich es abschicken.

Allen einen erträglichen Tag und ein Hoffen auf morgen.
Ilse
Zuletzt geändert von Jofab am Donnerstag, 19.07.18, 11:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 19.07.18, 11:43

Liebe Katharina,

auch vor dir schäme ich mich. Vielleicht habe ich eines Tages auch keine Worte mehr.

LG Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Kaenguru70 » Donnerstag, 19.07.18, 12:03

Liebe Ilse,

du musst dich nicht schämen.
Jeder hier leidet, auf seine Weise und keiner kann in den anderen reinschauen, wie es sich anfühlt.

Man verstummt, weil man nicht weiss wie man helfen kann - man mag eben auf keinen Fall sagen reiss dich zusammen.

Das tut jeder hier, so gut er eben kann.

Ein Gesunder kann garnicht erahnen, wie sehr wir uns zusammenreißen. Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute.

Gestern hatte ich ähnliche Gespräche mit meinem Mann.
Ja es ist ja immer das gleiche - ok, toll du bist mit in Urlaub gefahren, aber könntest du vielleicht ein bisschen zuhören und abends noch mit Fernsehen und warum schon wieder so gereizt.....
Ja .....weil man sich schon 59 Min zusammengerissen hat und in der 1 Minute es nicht mehr schafft, weil einem schlecht ist oder alles zu laut zu grell etc.

Ich bin ihm nicht böse, meine Mutter habe ich auch nicht verstanden, bis ich in derselben Situation war.
Man muss selber fühlen und es spüren....
Es tut weh und wir alle wären doch gerne fit und normal. Das ist doch hier kein Spaß sondern bitterer Ernst.

Es ist keine lebensbedrohliche Krankheit und doch fühlt es sich oft so an, zumindest wenn ich schwere Depressionen habe.
Dann wünschte ich mir ich hätte eine schwere Krankheit und es wäre in ein paar Monaten zu Ende. Erlösung statt nicht endendes Leid.

Trotzdem müssen wir durchhalten, am Ende des Tunnels wartet noch Licht auf uns. Auf alle....

Liebe Grüße :hug:
Sarah
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Kaenguru70 » Donnerstag, 19.07.18, 12:21

Liebe Ilse,

Noch eine Idee.
Mein Sohn tauscht sich auch gerne über whatsapp mit mir aus.
Ich habe ihm dann Kopien von Texten hier im Forum (z.b. persönlicher Text von Lina an mich) geschickt.
Sie lesen es dann schon, da siegt die Neugiede.
Im direkten Gespräch fragt er mich auch gerne, ob ich nicht übertreibe und mir das einbilde.

Nach der Whatsapp hat er keinen Ton mehr gesagt.
Ich habe ihn einmal um Rat bzgl der Abdosierung gefragt, ich wollte, dass er sich Ernst genommen fühlt.
Da hat er sehr verständnisvoll geantwortet, dass ich das besser selber entscheiden soll, er hätte da ja keine Ahnung.

Es hat sich so gut angefühlt, dass er mir geglaubt hat.
Danach wurde weniger gemeckert, wenn ich nicht kochen konnte.

Liebe Grüße
Sarah
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 19.07.18, 12:40

Ihr Lieben.

Also meine Söhne, 39 und 35 Jahre alt, wollen nichts davon wissen und ich verstehe das sogar.

Die würden sich angenervt von mir abwenden und ein Pflegeheim o.ä. für mich in Erwägung ziehen. Ist das nun besonders überraschend? Sie führen längst ihr eigenes Leben, und haben wir das in deren Alter nicht ebenso gehandhabt?

Ich erzähle ganz wenig bis gar nichts von mir und dabei belassen wir es. Streß haben wir dadurch nicht miteinander. Ich bin so froh, (noch?) alleine klarzukommen. Ich kann Ihnen andersherum leider auch nicht viel helfen, dafür reichen meine Kräfte nicht - ist halt so.

VG von Clarissa :wink: .
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von reddie » Donnerstag, 19.07.18, 13:46

Liebe Ilse,

ich bin auch eine von den eher Verstummten. Aber für mich ist das Lesen hier im Forum ein Anker, dass ich nicht ganz allein bin mit diesem unglaublichen Zustand.

Niemand, der das nicht selbst erlebt, kann dies verstehen. Ich denke mir auch immer, so du bist in Rente, die notwendigen Formalitäten wegen des Todes meiner Mutter liegen nun fast alle hinter mir... Aber trotzdem fühle ich mich auch ganz abgesehen von der Trauer den ganzen Tag angespannt, rastlos, wütend, geplagt.

Also schreib unbedingt weiter, wenn es Dir hilft, liebe Ilse.

Wünsche Dir ein bisschen Entspannung für den heutigen Tag!

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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 19.07.18, 15:39

Liebe Ilse !

Der Onkologe sagte zu mir: " meine KrebsPatienten lehnen die Kombi mit Interferon ab, haben keine 12 Monate Therapien oder 1 1/2 Jahre am Stück Chemo wie sie (ich) die haben Pausen.
Sie haben Hepatitis,die anderen Krebs. "

Deshalb werden sie nie ernst genommen werden oder verstanden, auch wenn sie x mal nachweisen
ihre Hepatitis stammt aus dem Berufsbereich nicht aus der Fixer/Säuferszene. So ist das.

Wir wissen selbst wenig, man kann jedoch lesen im Beipackzettel was unter der Gabe von Interferon geschieht plus Ribavirin.

Geben sie den ihren Verwandten, ihre Chance ist immerhin 40% nach 12 Monaten den Virus los zu sein."
(das es 8 Jahre dauerte wusste niemand.)

Er war cholerisch sprach klartext war äußerst sensibel und zutiefst betroffen wenn wir beide in den PC guckten, er zeigte ihn mir immer gemeinsam und öffnete erst dann das Labor: Virenwert 0000000000. Immer x mal höher.
Ich behielt ein Viertel meiner ( vielen )
Haare die anderen waren kahl und guckten mich an.



Dies hier: ich hab gesagt zu denen die mir wichtig sind
ich verstehe nicht und rauf mir die Haare täglich, es gibt nichts zu verstehen, im Forum sind wir täglich entsetzt.

Was ich brauche ist:
Was nicht, ist:

Ich kann kein Buch lesen.
Keine Konzentration.

Während Interferon kam dann AD / PP
dazu,
zum Geburtstag bekam ich den ersten Laptop, fertig installiert.
Ich wusste nichts.

Da war eine Suchmaschinen Spalte,
irgendwie bin ich 2004 ca. hier gelandet und habe jahrelang die Symbole nicht verstanden, gefragt, vergessen, nicht mehr gefragt.

Ich will kein Verstehen mehr
ich verstehe nicht was ist wenn ich 5 Tage liege wie Blei. Mir hilft Gaba Rezeptor nicht wenn ich hier liege
Ich will kein Verständnis es ändert nix.

Ich will Respekt, mehr nicht.
Das ich nicht kann wie ich will.

Das gleiche Recht, als sei ich im KH, da stünden sie am Bett
DA musste ich die Schwestern bitten, schickt mir meine Leute weg, es ging mir zum Reden zu schlecht, das ist eine Art des verstummen.

Die andere Art des nicht mehr reden ist, ich weiß selbst nicht und bin erschrocken 5 Tage wie Blei, keine Spannungen keine Schmerzen
Dann Spannung getrieben unterwegs Schmerzen ohne Ende.

Ich will nicht darüber reden. Es hilft nicht.

Aber: was ich auch zu Beginn der Hepatitis Therapie hörte wie zur Chemo bei den 'ach so kranken Krebs Leuten'

stützende Gespräche helfen,( keine Psycho Therapie ) psychische seelische Unterstützung neutral
damit der Selbstwert nicht absackt und das tut er.
Bei jedem, der chronisch leidet.

Unter Krebs Leukämie Tumor ständigen KH Aufenthalt, ganz egal.

meine Mutter ging mit ihrer RheumaErkrankung zur Rheuma Unterstützung ok es war eine psychologisch ausgebildete Frau
aber meine Mutter bekam keine Psychotherapie ala' Freud
sondern konnte sich ausreichend über alles wieso bin ich plötzlich für immer krank usw usw aus sprechen !

Privat dazu gezahlt damit es mehr als eine habe Std war.
Unterstützung für das Selbstwert Gefühl.

Keine Reise egal, hauptsächlich Selbstbewusstsein Selbstwert hoch!
plus Schmerz der wird dann geringer.
wissenschaftlich belegt.
Ich habe dazu keinen Link.

Keiner würde es wagen zu sagen, hey konzentrieren dich.
Krebs ja.
Dies nein?

Die Freundin meiner Mutter weit über 90
immer depressiv ging zum Seelsorger.

Mein Freund W. ich erzählte von meiner Scham da ich als beschämenswert 'konditioniert' wurde, gleich mit 4
eigendlich gibt es nichts wofür man sich schämen sollte.
Oder richtest du Beschämendes an.

Schau und sorge gut für Dich,
Herzlich,Katharina
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Katharina
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Katharina » Freitag, 20.07.18, 0:25

Liebe Ilse,

heute lief einiges schief, meine Stimmung begann zu sacken.
Das darf sie nicht.

Zur Zeit habe ich keinen neutralen Gespächs/Partner/Therapeuten da große Ferien sind.


es war fast Abend bevor ich nach draussen konnte mit zu kurzer Fußmuskulatur, tapsig, inzwischen, logisch.

So ist das nun für jeden, Einbußen unterschiedlicher Art.
Ich sehe keine Veränderung, ok. Zur Zeit ist das so.

Wenn ich jetzt noch von aussen gekränkt werde
weil mein Selbstgefühl natürlich nicht so verlässlich ist, das wäre es:

Dann wäre ich fertig depressiv
dann würde ich mich nicht mehr in die Küche zwingen, und Null Insulin spritzen: Streik.

Ich hätte keine extra Kraft heute mehr, erst hoch mit Mühe, geschafft, dann Zwischenfall
ich hätte gleich Retour ins Bett gehen können

Deshalb will und fordere ich Stütze.
Die ich bezahle.
Jedesmal geht es mir besserv im Anschluss.
Oft denke ich oh ja super, keine Lust, denn das ist auch Freizeit-Raub für mich.
Nicht dass Geld.
Das dahin gehen.
Immer das Thema.

Aber hinterher habe ich so was wie Apetitt, habe ich nie.
Aber danach ! Immer !
Rücken gestärkt gehe ich und hole mir leckeres. Und Blumen, und Waschpulver.
Das spricht Bände, für mich.

( Ich habe eine Esstörung und würde freiwillig nichts essen. )

Was passiert da ?
Weder woodoo kein Karten-lesen,

besonders KEINE Psychotherapie.


Stärkung, Zuwendung und ich weder ernsthaft angehört NIE in Zweifel gestellt

ich rede mich frei,
frei
wie bescheidenen schwerb ich und wir es haben immer zu und immernoch
ewig, nicht mal ein Wochenende, nix !ä


Vier Std Schlaf.
Komische Wachphase totmüde von ca 5h bis 10h
dann todmüde in die Küche:essen trinken Kaffee Apfel

nicht setzen sonst sack ich ab, weiter weiter weiter.
Wieder zappen im Kopf, nicht schlimm aber normal ist es nicht.

Wem bitte soll ich das sagen - nach gefühlten zwei Leben.

Und nur von jemandem Neutralen
kann ich gewisses annehmen.

Bei wem anderes würde ich sagen: hau ab.
Typisch du.
Auf Nimmerwiedersehen.
Wie kannst du sowas sagen denn: ich bin auch zickig, genervt ohne Ende

Dort brauche ich mich nicht zusammen nehmen.
Ich erhielt letztens - da ich mich beklagte, über ein Verhalten von mir welches überhand nimmt, ein Zwang, einen Vorschlag.
Einen Vorschlag, denn wier sind nicht auf Doc- Patienten Ebene so wie oft beschrieben!

Der gefiel mir nicht. Der Vorschlag,
Ok.
AUCH ok !

Keine erbärmliche Diskussion: sie müssen schon wollen Frau Patientin,
sonst kann es ja nicht besser werden, und das steht auch in meinem Verhaltenscodex.

Da wäre ich wieder 'das ungehorsame Kind':
Macht nicht mit.
Will nicht versuchen.

Renitent.
Wieso kommt die dann.
Pillen will sie nicht.

DAS will ich nicht.
Ich will sehr wohl Vorschläge, denke natürlich darüber nach -

Ent- scheiden, das will ich

ich bin eine erwachsene gestandene Frau, mir sagt man nicht: "malen sie ein Quadrat das ist Therapie und dafür zahlen sie € X.

In so etwas für 500 €
eine solche Klinik -
wäre ich fast letztes Jahr am Ende wie ich war
hinein gerutscht:
jetzt tun wir das
dann das dann das.

Ob ich das kann?
Ob es mir bekommt ?

Gleichgültig in D. schaut Beate.
Mich hätte man nicht für 1000 € genommen ich kann vormittags nicht "ommmmm in der Gruppe... ".

Ich kann nicht aufstehen !!!

Ich lasse nicht über mich bestimmen.
Ich lasse mich nicht auf eine Wiese schicken - die habe ich gratis vor der Türe.
Und da geh ich hin wenn ich kann,

Und soll mir anhören, ach kommen sie s geht schon.
Sie simuliert.
Kann nicht sein.

Nochmal in der Dusche oder diesmal wo anders kollabieren ? Auch simuliert, schnell ein AD.

Deswegen fordere ich eine maßgeschneiderte an die Situation angepasste Stütze. Für mich.
Bezahlt.

Weshalb hilft mir das seit 2002.
Es hilft mir.

Vier anderen auch, nur Interferon' ler.
Eine hat das Auto verkauft. Um bezahlen zu können.

Wir wollen unseren Selbstwert, hören von jemand neutralen denn nur da klappt es:

"Unverschämtheit, das man so mit ihnen um geht."

Oder:

" Leiden sie unter ihrem Putzen? Dann könnten sie folgendes versuchen...".
Ja verstehe, aber, nein das möchte ich nicht. Ich putz weiter.

( Zur Zeit,, vllt versuche ich den Vorschlag )

Ich fürchte in der Kassentherapie und privat Institutionen darf man nicht
Man muss.

Lächerlich !
Schulzeit ist um. Da musste ich, verd.....t nochmal.

Es geht uns so mies.

Und ein A. im normalen Leben Türe anTüre sagt, das dürfen sie so nicht, denn ich hatte vorher auch immer die Treppe im rechten Winkel....
Auch noch.
Das Leben.

Liebe Ilse,
Du musst jammern dürfen,
auch laut !!!


Gute Nacht, Katharina
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Anikke
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Anikke » Freitag, 20.07.18, 8:26

liebe Ilse,
bitte schreibe hier weiter wie es dir geht.
im außen, Sohn, meetings wird nicht verstanden was mit dir los ist. hier schon.
und ich bin mir sicher dass du hier solange schreiben und jammern darfst wie es für dich gut ist.
wer es nicht aushält liest dann einfach nicht hier.
und wer kraft hat schreibt dir auch zurück.
wie sich dein Sohn verhält finde ich immer noch daneben.
und mein Eindruck ist dass du die schuld bei dir suchst :(
und ihm letztlich recht gibst.
und das teile ich ganz und gar nicht.
ich finde nicht so recht die Worte für das was ich sagen möchte darum belasse ich es erstmal dabei..
liebe grüße anikke
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Jofab
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Freitag, 20.07.18, 8:59

Liebe Katharina,

ich danke dir sehr für deine Worte !

Es tut mir gut, was du mir erzählst.
Ich geniesse es.

Und ich danke dir, dass du sagst, dass ich auch jammern darf.
Hier. Wo sonst ?

Manchmal überkommt mich eine solche Verzweiflung.

Es wäre schön, jemanden zu finden, der einem einfach zuhört.
Meine Therapeutin hört mir zu.

Es geht jetzt um die Verlängerung und sie hatte mir ein paar Fragen mitgegeben zu den "Therapiezielen".

- wie haben sich ihre Probleme verändert - welche Behandlungsziele haben sie erreicht -
- was möchten sie noch bearbeiten -

Ich kann sie nicht beantworten. Das habe ich ihr gestern gesagt.

Ich habe im Moment nur ein Problem. Das ist der Entzug.
Und dabei brauche ich Unterstützung. Und Hilfe.

Und das sie der einzige Mensch ist, mit dem ich reden kann. Alles sagen. Nicht bewertet werde.
Nicht beurteilt werde - wenn du nur - du müsstest - du solltest - :vomit:

Natürlich versucht sie, ein "Ziel" zu erreichen. Ein "Therapieziel ".

Da geht es schon um Selbstbewusstsein.

Vorangiges Thema ist mein Sohn.

Es fällt mir schwer, ihr klar zu machen, dass meine Angst vor Einsamkeit es mir schwer macht,
mich zu behaupten.
Weil ich es jetzt nicht aushalte, wenn er sauer auf mich ist. Früher konnte ich das schon nicht gut - aber besser.

Das ich versuche, es recht zu machen. Coabhängigkeit.

Neulich hat sie gesagt, auch eine Gesprächstherapie habe Grenzen.
Meinen Verlust der Bezugsperson in der frühen Kindheit kann man nicht "wegreden".

Es hat mich, mein Leben geprägt und wird bei jedem Verlust, den ich in meinem Leben habe, wieder
auftauchen.

Im Moment ist es so, dass ich morgens wieder vermehrt den hohen Puls habe, so wie letztes Jahr.
Ich vermute stark, dass es mit der Hitze und der Sonne zu tun hat.

Ich wache gegen 6 Uhr auf. Dann ist noch nichts - ich kann im Bett lesen.
Um 7 Uhr ist schlagartig Schluss - dann muss ich aus dem Bett springen - ich kann richtig fühlen, wie
das Cortisol durch meine Adern schiesst.

Und die Angst. Die treibt mich ans Tablet. Ins Forum.
Sonst geht nichts.

Selbstbewusstsein. Dringend.

Dir wünsche ich eine gute Stimmung heute. Vielleicht kannst du raus.Blumen giessen. Radfahren.
Aber es wird zu heiss vermutlich.

Herzichst
Ilse
Zuletzt geändert von Jofab am Freitag, 20.07.18, 9:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Freitag, 20.07.18, 9:19

Liebe Ilse,

:hug:

Muryell
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von gioia » Freitag, 20.07.18, 12:51

Liebe Ilse :hug:

Ich möchte dir nur sagen, dass doch jeder auf seine eigene Weise mit dem allen umgeht. Manche verstummen, wie du sagst, wenn es ganz schlecht geht, manche melden sich nicht mehr, wenn es ihnen besser geht, manche schreiben über Jahre weiter, manche berichten täglich und beraten andere.....und ALLES hat seine Berechtigung und ist total ok. Jeder wie es für ihn am besten ist! Wir haben genug auszuhalten, ich finde da brauchst du dir keine großen Gedanken machen, ob du jetzt schreiben kannst hier oder ob das anderen gegenüber als undankbar aussieht.

Das wäre ja fast so, wie ,diejenigen, die am meisten leiden, haben am meisten Anrecht zu schreiben' ...und das wäre ja schon etwas schräg, oder? :wink:

Boah mit Sohn und so...ich versteh dich....hatte seit gestern Besuch von meiner Tochter und muss mich jetzt erst mal erholen.....hoher Puls,Nervenpulsieren, puuuh so anstrengend war das und das obwohl sie eh nett ist zu mir, aber allein so viel reden und tun ... :shock:

Hast du wegen Puls schon mal Akupressur versucht? Hab gestern ein paar Griffe gemacht bei mir und ich wurde etwas ruhiger....

Liebe Grüße
Gioia
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2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, Psychopharmaka

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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Freitag, 20.07.18, 21:10

Ihr Lieben, :group:

danke euch allen sehr herzlich für eure Unterstützung. Ich bin so froh, dass es euch gibt.

Ich kann im Moment nicht näher darauf eingehen, ich hoffe, es ist mir morgen möglich.
Bin einfach erschöpft.

Liebe Grüsse und einen schönen Abend euch.

Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von gelblack » Freitag, 20.07.18, 21:16

Liebe Ilse :)

Du steckst ja in einer gewaltigen Welle und es tut mir sehr leid, dass sich keine Linderung einstellen möchte. Das ganze Leid auszuhalten ist schon sehr sehr schwer, aber wegstecken, wie es dein Sohn von dir verlangt, schwerlich möglich.

Schade, dass deine Therapeutin deinen Entzug nicht als solchen erkennt und versucht Therapieziele mit dir festzulegen, wo du doch derzeit garnicht absehen kannst wo die Reise hingeht und wie lange sich dein Entzug noch hinzieht. Unglaublich ...

Ich bin vor Jahren zum Therapeuten gegangen, weil ich glaubte, dass mir der Tod meiner Schwester zusetzt. Erst über die Zeit lernte ich über das Forum, dass es sich um Entzugssymptome handelte.
Auch er tat sich anfangs schwer meine Symptome als Neuroemotionen einzuordnen. Ich mußte im mehrfach erklären, dass meine neuronale Wut nicht mit Sport kompensiert werden kann. Auch das es keine Mittelchen für mich gibt ausser abwarten bis sich das System wieder beruhigt. Und das von alleine ...
Im USA Forum surviving antipressant fand ich einen Satz: Viele Leute finden es hilfreich das ICH von den Symptomen zu trennen. Und es sind weitestgehend Symptome ... das kann ich inzwischen bestätigen, weil die Symptomatik bei mir mehr und mehr schwindet. Es wird merklich leichter ...

Schämen ... hier meine Sicht. Schämen ist per se eine Verhaltensweise, mit der uns Mutter Natur ausgestattet hat. Dass sich Schämen in unserer Gesellschaft als Schwäche gesehen wird, finde ich schade und zeigt aus meiner Sicht eher das pathologische Verhalten unser Gesellschaft. Zu sagen, du musst dich nicht Schämen ist für mich lediglich der Auftakt zu weiteren Schuldgefühlen.
Mal abgesehen davon, dass auch diese Scham Ausdruck von Neuroemotionen im Entzug sein kann, oder zumindest die bei dir vorhandene Scham massiv verstärkt. Diese Scham ist da und läßt sich nicht wegdiskutieren, sondern nur aushalten und eventuell die Sicht darauf ändern, indem du sie als neurologisches Symptom versuchst einzuordnen. Das sind meine Gedanken hierzu ...

Und hier mein laienhaftes Verständnis zum Verhalten deines Sohnes, der wahrscheinlich ebenfalls durch das nicht akzeptieren können deiner Problematik deine Scham verstärkt, weil du ihm gerade das nicht geben kannst, was er Jahrzehnte lang von dir erhalten hat. Aufmerksamkeit, Zuwendung, Selbstlosigkeit, Wärme, Probleme abnehmen, Bekochen, verhätscheln, etc. ... all das fordert er meiner Meinung nach gerade von dir ein. Es ist das Kind in ihm, das nach der nicht mehr vorhandenen Mutter schreit und bei dir starke Schuldgefühle erzeugt, beziehungsweise deine Neuroemotionen verstärkt.
Er will nicht verstehen, was Entzug bedeutet. Bei Krebs hingegen wird er verständiger. Da kann er Erkenntnisse dran fest machen. Das versteht sogar ein kleiner Mensch, dass das schlimm sein muss. Er kommt aus seiner Nummer nicht raus und das kombiniert mit deinen Verlustängsten ihm gegenüber (seitdem er auf der Welt ist) macht es nicht leichter. Er kennt nur eine starke, mitfühlende, sich für aufopfernde Mutter. Und fordert das gerade ein. Deshalb ist er ungehalten, unfair, laut, kann nicht akzeptieren oder etwas einsehen ... dein Entzug ist gerade sein Feind, nimmt ihm seine Mutter weg ... etc.
Das ist meine Theorie ... ich bin kein Experte in psychologischen Sachverhalten, aber das was ich bei dir rauslese fühlt sich für mich so an. Vielleicht erzeugt es bei dir Verständnis für deine/eure Situation und bewirkt somit etwas Erleichterung. Das wünsche ich dir ...

Liebe Ilse ... du kommst da durch ... vielleicht ist es ein Versuch wert zu versuchen dein Ich von deinen Symptomen zu trennen. Wie ein Auto, das gerade nicht rund läuft und du sitzt drin und kommst schlecht voran. Ja, leicht gesagt ... aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es eine Mischung aus Aushalten ist und aber auch öfter das Gespräch zu suchen, sich zu vermitteln. Und deshalb finde ich es sehr wichtig für dich, dass du dich im Forum mitteilst und eben auch über deine Situation klagst, wenn es dir denn Erleichterung bringt. Es kommen auch wieder andere Zeiten, in denen du Hilfestellung für andere sein wirst.

Alles Liebe für dich :hug:
gelblack
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Sonntag, 22.07.18, 10:08

Lieber Gelblack - liebe Foris ....

erstmal - ich bin dir so dankbar für das, was du mir geschrieben hast ! :)
Deine Gedanken sind sehr hilfreich für mich - besonders deine Ansichten über das Verhalten meines Sohnes.

Ich möchte so gerne näher darauf eingehen - doch besonders morgens geht das nicht.

Ich habe wieder schlimmes Herzrasen - ich denke, das hängt vor allem mit dem heissen Wetter zusammen.
Wahrscheinlich bekomme ich doch noch zuviel Sonne - oder ob es die Hitze allein ist... ich weiss es nicht.

Es nämlich zum Winter hin besser und nun ist der Puls wieder so hoch. Und das verstärkt nochmal die Ängste.

Dir wünsche ich erstmal einen schönen Sonntag.
Und allen anderen natürlich auch ! :group:

Alles Liebe :hug:
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von houelle1 » Sonntag, 22.07.18, 18:04

Liebe Ilse,

lieb von Dir, das Du mich in meinem Thread besucht hast. :)
Es tut mir so leid, dass Du so Herzrasen hast. Ich kann dich nur beruhigen, dass ich auch diese Phasen habe. Ich renne dann immer zum Arzt - und er gibt Entwarnung.

Vielleicht eiskaltes Wasser in Schlucken trinken? Das soll helfen. Habe es aber noch nie probiert.

Hoffe, Du kannst ein bisschen abendliche Erleichterung verspüren!

Sehr herzlich,

Houelle
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Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

Bittchen
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Montag, 23.07.18, 7:10

Liebe Ilse,liebe Mitleser,

wieder schaue ich hier rein und will mich vergewissern ob es dir etwas besser geht.
Leider nicht,das tut mir sehr leid.
Ja,mit Kindern ist es nicht immer nur harmonisch,das habe ich auch schon erlebt.
Aber bei Bevormundung setze ich klare Grenzen,egal ob sie eingeschnappt sind.
Dann ist es auch für mich schwer, dann weniger Kontakt zu haben.
Bis jetzt hat sich das aber schnell wieder eingerenkt.

In jungen Jahren habe ich auch einen sehr schweren Verlust erlitten und konnte nicht trauern,nur betäuben und verdrängen.
Seit dem ich die Trauer zulasse,drüber spreche,jetzt ohne Medikamente auch weinen kann,geht es mir besser.
Für mich war es ganz wichtig, über die nicht verarbeiteten Verluste immer wieder zu sprechen.
Noch heute ,nach sehr vielen Jahren,kommen mir dabei die Tränen.
Das tut mir gut.
Die Trauer bleibt,aber es ist nicht mehr so schmerzhaft.

Mir bleibt nur,dir gute Besserung zu wünschen,gebe nicht auf immer wieder nach Erfreulichem zu suchen.
Das ist so wichtig,auch wenn du es nicht gleich spürst,die kleinen Schritte werden dir da raus helfen.
Habe bitte Geduld ,ich drück dich sanft und wünsche dir und Allen die noch leiden alles Gute.

Liebe Grüße
Bittchen
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MurmelineLinLinaJofabKatharinaBritschwegPetuniagioiapadma
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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