Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->

Achtung: In der nächsten Zeit kann es zu unangekündigten und längeren Ausfällen des Forums kommen. Mehr infos in der Ankündigung.
Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Katharina
Beiträge: 4986
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 6100 Mal
Danksagung erhalten: 5129 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Katharina » Samstag, 13.01.18, 15:47

Lieber hallowas !

Da ich nicht so gut sehen kann heute
spreche ich dieses per Diktierfunktion

deshalb sieht der Text merkwürdig aus
bitte entschuldige dies
Kleinschreibung klappt nicht
ebenso wenig Satz Zeichen setzen.

es tut mir entsetzlich leid,
das was du schreibst kenne ich

ich würde fast sagen fast alles

ein Beispiel im Sommer habe ich eine Pflanze auf dem Balkon gesehen
und mich gefragt :weshalb hast du Pflanzen gekauft
gepflanzt die du jetzt auch noch versorgen musst

und was ich nie vergessen werde ist,
das die Farben die Rottöne Gelb töne das Grün völlig vergraut und verblasst war
Die Farbwahrnehmung war gestört wie man oft liest es wird alles grau eigentlich unvorstellbar aber so habe ich es gesehen ich erinnere mich es geht jedoch vorbei


ich hatte in dem Monat eine schwere Depression zum Teil noch durch EsCitalopram Antidepressiva Reduzierung
während der ich meine Gedanken kaum
wenn nicht fast
fast kaum beeinflussen konnte

ich hatte quasi fast keinen Zugang zu mir selber
ich habe mich hier an das Forum geklammert
Handy Tablett im Wechsel
dies war mein Rettungsanker

Etwas was ich nicht missen werde und immer hatte
war und ist jemand, der mich mit stützen den Gesprächen und keinerlei (!) Medikamenten Rat begleitet hat

ein Therapeut, der für Abhängigkeiten verantwortlich ist das ich sein Gebiet
er ist ein Begleiter da ich schwerst Benzodiazepinbin abhängig gewesen bin
und durch andere Beweggründe wieder werden musste
ist das etwas,was ich mir gönne solange diese Substanzen in meinem Körper sind.

natürlich kann er nichts abwenden aber ich gehe jedes Mal gestärkt wieder nach Hause

man kann nirgendwo so frei sprechen wie mit einer neutralen Person, die sich auch noch mit der Materie auskennt

das ist für mich eine ganz enorme Bereicherung und eine unbeschreibliche Hilfe
dafür verzichte ich auf alles andere.

ich möchte unterstreichen ich brauche keine Therapie
ich bin nicht krank

Das, was ich brauche um diesen langen Weg in angenehmerer Führung gehen zu können sind diese Gespräche
ich brauche auch das gegenüber den Menschen
und zwar wie ich sagte den neutralen

Freunde Familie und so weiter die leiden auf eine ganz andere Art und Weise mit
und irgendwann in ihrer Hilflosigkeit können diese nicht mehr

ich verstehe das völlig
der Therapeutin hingegen weiß, dass er nur unterstützen kann
nichts abwenden kann und auch nicht abwenden muss

unsere uns nahestehenden Menschen möchten helfen
das ist ein normaler Instinct
"ich möchte ihm doch helfen ich sehe er leidet".
deshalb ist selbst Hilfe für Angehörige wichtig, Informationen zumindest.

später hatte ich dann eine persönliche Depression
persönlich meine ich ist eine normale Lebens Depression
die sich durch Handeln
welches aus einem selber heraus kommt

oder therapeutisch angestoßen,

ich finde, man kann eh nur aus sich heraus den Weg finden
fehlerhaft oder weniger fehlerhaft oder ok

diese 'persönliche' Depression war sehr schwer,
aber durch eigene Kraft die dann plötzlich da war
OHNE RAT VON AUSSEN
die sich von heute auf morgen vollkommen aufgelöst hatte nachdem ich meine Lösung gefunden
und seitdem auch nie wieder aufgetaucht ist
ist für mich der Beweiss, das Depression inklusive Gedanken,das Leben verlassen zu wollen
vergehen.

die Wahrnehmungsstörungen
der bleiern der Schlaf um 18:00 Uhr schlagartig ins Bett gehen müssen
um 19h aufwachen
total erschöpft tot müde

es tut mir leid lieber Hallowas
das ist normal -

sich nicht freuen können
den Supermarkt nicht ertragen
an der Kasse nicht stehen können
die Lichter sind zu viel
es ist ist zu laut
das Geschirr klappert
die Bestecke sind schrill

es ist alles zu viel

und nein mit der reinen Willenskraft kann man keinen Schalter umlegen

den einzigen ganz kleinen Schalter, mein Schalter war der,
ich habe hier viel gelesen und vor allem viel geschrieben
häufig außerhalb meines Bereiches von mir selber weg zu kommen

um von den anderen zu lesen aha es geht denen genauso
ich habe ihnen geschrieben
sei nicht erschrocken
es ist zum erschrecken mir geht es genauso ~ ich erkenne dein Leid

Eine Zeit lang habe ich auch gersucht bei einigen Ärzten quasi eine Antwort gefordert wissenschaftlich in Molekularbereich
chemische Struktur
technisch wie auch immer
Blut Bild was auch immer

ich habe schnellstens damit aufgehört weil es keine Antwort gibt und diese Art von Kampf:

ich will wissen, dahinter steht die Hoffnung dann wird es anders
ich will verstehen, dahinter steht die Hoffnung dann kann ich etwas tun

das kann ich nur in einem ganz kleinen Maße
bei mir ist das Akzeptanz
nur im heute leben
und mich selbst mit strenger aber herzlicher Disziplin wieder herunter holen wenn ich mich auf rege
wenn ich traurig bin dass ich am Leben zur Zeit nicht teil haben kann

dass ich mich fremd fühle
das ich alles andere fremd anfühlt

und vieles absurde erschreckend und verstörend ist
mir das suchen und fragen und forschen Ist so gut wie möglich hier auch erklärt im Forum

all das was man finden konnte meine ich wenn,dann hier gefunden zu haben
oder über weiterführende Links

ich bin hier seit 2004
ich habe sehr viel gesucht seitdem es das Internet gibt
nirgends ist es sachlich fachlich inklusive weiterführende Links höflich freundlich richtig

es gibt sehr viele Foren
du wirst schnell merken wo und wie die Unterschiede sind

das erste Erleben der Reaktion dieser Medikamente
die ersten Monate dieses Lebens sind niederschmetternd

aber niederschmetternd darf man nicht zu lange bleiben

Weiße Worte wirst du sagen ich auch übrigens
ja weise Worte

im August 17
war ich so fertig
da habe ich so niedergeschmettert gelegen
ich habe nur am Tablett gesucht
und bin dann einer Heilpraktikerin hörig geworden - ich war mir völlig fern das kann ich heute nur schreiben weil ich "zurück" bin.-

Niemand macht hier jemanden Mut
nur um Mut zu machen

Es basiert auf dem Wissen welches die erleben
wie es ist
wenn es vorbei ist
sonst wäre dieses Forum geschlossen nehme ich an.

ich bin ein Mensch der es gerne wissenschaftlich hat
ich bin ein Mensch der gerne per Formrel dieses ganze hier verstehen möchte

und dennoch habe ich nach langer Zeit nach meiner Zeit die Kurve bekommen und endlich aufgehört zu kämpfen

das kommt aber auch daher dass ich recht lange schon mit dieser Problematik zu tun habe
da kennt man es dann eben aus

entweder ich quäle mich kontinuierlich weiter mit Gefühlen und Gedanken:
ich kann am sozialen Leben nicht teilhaben
oder ich konzentriere mich mit eiserner Disziplin darauf
auf dass , was zur Zeit mein Ziel ist.

ich habe meinen Weg bis heute auch gebraucht
ich war verzweifelt
ich habe mich beklagt hier

ich habe geschimpft
ich habe geschrieben das alles gar nicht sein kann
das alles ist unmöglich

heute ist meine Situation eine andere

ich bin dieser Situation entspannt
ich glaube, dass dies entspannt sein können in manchen Stunden ist es weg
aber ich bekomme wieder in den Griff und bin dann wieder entspannt
es ist ein Prozess

lieber Habewas das klingt kalt und hart

ich möchte dir sagen
Bitte verliere nicht den Mut
was du schreibst ist bekannt


ich wünsche dir viel Kraft und schreibe bitte weiter wenn Du magst
in Phasen des schlechten Sehens ist die Diktierfunktion wenigstens etwas.

herzlich Katharina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamieHallowasEva
► Text zeigen

live-slow
Beiträge: 181
Registriert: Montag, 20.03.17, 13:04
Hat sich bedankt: 258 Mal
Danksagung erhalten: 295 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von live-slow » Samstag, 13.01.18, 16:07

hallo hallowas,

du bist psychotisch.
wenn du nach 2 tagen wach schlafen kannst ist das ein wunderbares geschenk!
viele haben das nicht mehr.

das wach sein erfüllt den zweck das dein gehirn mit den neuen gegebenheiten umgehen lernt.
es läuft auf hochtouren damit es dich wieder in ordnung bringt!
sei nicht "böse" mit dem "wach sein", weil es dich rettet!

eine signatur wäre wirklich vorteilhaft.

und so wie du dich ausdrücken und schreiben kannst, wirst du es bald schaffen.

ich schätze allerdings das es schwerst arbeit für dich ist.
-mache dir keine sorgen- ALLES wird wieder gut!

ich sage es dir nochmal. ich musste den selben weg beschreiten. auch ohne neuroleptika.

ich weis, das klingt jetzt absolut völlig grotesk!
versuche den trip zu genießen.

hast du selbstmord gedanken, oder siehst du bilder wie etwas schlimmes mit dir passiert? da ist ein unterschied.

liebe grüße
live
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor live-slow für den Beitrag:
Hallowas
► Text zeigen
nam myoho renge kyo

Ululu 69
Team
Beiträge: 3154
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 8566 Mal
Danksagung erhalten: 5481 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 13.01.18, 16:52

Hallo,
live-slow hat geschrieben: du bist psychotisch.
Live-sllow, mit solchen pauschalen Ferndiagnosen wäre ich sehr vorsichtig. Sie können einen Betroffenen extrem beunruhigen und triggern.
Hallowas, deine Symptome sind sicher zu einem großen Teil auf den Schlafmangel zurückzuführen.

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag (Insgesamt 7):
LinLinapadmalakeSonne1KatharinaJamielive-slowHallowas
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

live-slow
Beiträge: 181
Registriert: Montag, 20.03.17, 13:04
Hat sich bedankt: 258 Mal
Danksagung erhalten: 295 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von live-slow » Samstag, 13.01.18, 19:31

hallo,

ja, ich werde mich zurückhalten.

ferndiagnosen macht man nicht!
an unheilbringendes habe ich in keinster weise gedacht.

liebe grüße
live slow

edit
ich dachte das ein arzt ihm bereits schizoid genannt hätte und er bereits 3 überweisungsscheine bekommen hat.

edit: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 003#p11221
ein freund von mir, er heist losei, hat auch eine psychose bekommen von ad. bupropion war es glaub ich.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor live-slow für den Beitrag (Insgesamt 4):
Ululu 69JamieHallowasEva
► Text zeigen
nam myoho renge kyo

Katharina
Beiträge: 4986
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 6100 Mal
Danksagung erhalten: 5129 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Katharina » Samstag, 13.01.18, 22:32

Hallo und guten Abend,



hier werden Diagnosen gestellt:

"du
bist
psychotisch."



Ferndiagnosen.
Wie kommt das zu stande -



Gruß,
Katharina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag:
Hallowas
► Text zeigen

Jamie
Beiträge: 15092
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 18319 Mal
Danksagung erhalten: 24070 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Jamie » Sonntag, 14.01.18, 10:07

Hallo Katharina,

Ululu / Ute vom Team hat bereits darauf reagiert. :)
Wir haben deine Meldung zur Kenntnis genommen, reagiert und diese geschlossen.
Liveslow hat ja selbst auch noch mal geschrieben (Beiträge vor deinem letzten post).
Ich denke so kann man es jetzt stehen lassen. Es wurde geklärt.

Schönen Sonntag
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 4):
Ululu 69live-slowHallowasKatharina
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Hallowas
Beiträge: 63
Registriert: Dienstag, 10.10.17, 19:10

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Hallowas » Sonntag, 14.01.18, 13:21

Hallowas hat geschrieben:
Samstag, 13.01.18, 14:37
Danke für die lieben Nachrichten. Kann leider keinen größeren Dank aussprechen weil wieder totmüde & etwas loswerden muss bevor ich mich wieder rumwälze & gegen die Suizidgedanken kämpfe

Habe einige Fragen und vielleicht kennt einer eine Antwort:

1. Dieser Schalter zwischen Müde & Ausruhen können ist einfach weg, also diese Balance wo der Körper sich die Ruhe holt die er brauch...
Das macht meiner einfach nicht... stattdessen hat er mein Bewusstsein auf 1/10 gesenkt was vorher war... (nehme nicht wahr ob ich unterzuckert
bin, ob der Tee heiß ist, was andere um mich rum machen usw. - obwohl mir die kleinsten Sachen aufgefallen sind damals.) und lässt mich wach
sein... Komaschlaf kriege ich dann noch am zweiten Tag oder so weil dann einfach nichts mehr geht... aber wenn ich mal aufgewacht bin und merke
ich bin totmüde und will mich hinlegen... bin ich gleichzeitig auch hellwach... ich kann mich rumwälzen und das Hirn denkt und denkt und denkt und es fühlt sich einfach so an das egal was ich mache... mein Körper verliert einfach mehr Energie als ich reinkrieg... wenn ich mich nicht mal hinlegen und entspannen kann... ich komm nicht ins nächste Level wo ich irgendwie ein bisschen wegdösen kann oder wo der Körper sich durch die Ruhe Energie holt.... das passiert einfach nicht da ich da hellwach da lieg... der Schalter ist einfach kaputt???

Kann einer den Mechanismus dafür nennen oder spekulieren was da genau passiert und was man dagegen tun kann? Ich meine wie soll mein Körper sich erholen wenn er sich seine eigene Ruhe nicht holt weil diese s***** Medikamente irgendwas im Hirn verstellt haben bzw. irgendwelche Areale einfach sich nimmer abschalten...

Ich existiere... aber die höheren Hirnfunktionen wie Alltag planen usw. sind einfach weg da nur noch 1/10 Enerige/Bewusstsein da ist... und der Körper sich das selbst so gemacht hat... ich frag mich nur wie ich das umkehren kann... weil ich bin wach und wach und wach.... aber zur Ruhe oder zumindest ne ganz leichte Stufe unter "wach" komme ich nicht... welche Hormone, Neurotransmitter, Hirnareale sind denn dafür verantwortlich und was kann ich tun um das umzukehren? Sind ja jetzt schon 3 Monate ich dreh vollkommen am Rad.

Hat da eine Erfahrungen mit?

2. Neben den massiven Sehproblemen die sich schleichend entwickelt haben, dass ich Worte nicht "gerade" lesen kann und starke Probleme beim Fokussieren habe und alles unfokussiert & verschwommen erscheint aber an die ich mich gewöhnt habe ist es nun auch noch so dass ich schleichend bemerkt habe dass meine Wahrnehmung von Helligkeit und Dunkelheit völlig im Eimer ist... ich nehme das normale natürliche Licht wenn die Sonne weg ist irgendwie viel dunkler wahr als sonst... so als hätte jemand den Kontrast im Gehirn runtergefahren.... ich mein da wird man doch völlig psychotisch irgendwann....

Gleichzeitig finde ich das künstlich erzeugte Licht zwar auch irgendwie viel dunkler aber ich komm da kaum noch drauf klar, das verwirrt mein Hirn und macht mich gleichzeitig irgendwie panisch weil für andere das normal ist und für mich auch normal war...

Ich hab dann immer das Verlangen Abends das Licht auszumachen und im Dunkeln zu sitzen... die letzte Tage bzw. Woche tan mir vom künstlichen Licht nun auch die Augen weh... hab das Gefühl das Antipsychotikum dass ich kurzfristig genommen habe hat evtl. was damit zu tun?

Auch jetzt am Bildschirm zu sitzen ist mir die Helligkeit unangenehm, gleichzeitig muss ich es aber auch hell halten weil die Hell/Dunkel Wahrnehmung ja anders ist?

Kann mir einer erklären was da los ist und das weg geht? Das geht irgendwie auch schon schleichend seit 3 Monaten...

Mein Augenarzt findet nichts... aber es macht mich mittlerweile wahnsinnig jedes Mal diese Empfindungen zu haben die ich nie hätte bekommen sollen hätte ich keine dieser Medis genommen.... das Umfeld ist einfach ganz normal und man selbst... keine Ahnung... ich fühl mich einfach wie im falschen Film.

Ich hab jetzt von Neurologen, Psychologen & Hausarzt bereits ne stationäre Einweisung....

Und bin in einem Zustand... da kann ich echt nichts mehr sagen... vor allem wenn man dann unter die normale Menschenmenge geht... wirds umso absurder.

Bitte um ein paar Antworten

Vielen Dank für die Antworten Leute, ich möchte eigentlich einfach nur gern leben und und versuchen diese Situation zu verbessern aber habe jetzt nicht die Antworten bekommen auf die ich eine Antwort gewünscht hätte und womit ich irgendwie arbeiten kann.

1. Zu 1... hat einer einen Mechanismus für dieses wache Hirn und nicht in die nächste Schlafphase/Entspannungsphase kommen können? Was genau ist da an & welche Neurotransmitter sind da beteiligt? Irgendwas muss man doch machen können.

2. Bzw. Augen und sehen... ich sehe unfokussiert und muss von der Seite aus lesen und alle möglichen komischen Probleme die ich irgendwie damit kompensieren muss... geht das irgendwie nach und nach weg oder soll ich zum Neurologen rennen, zu Fachkliniken usw etc.?

Wie verhalte ich mich da eurer Erfahrung nach am Besten?
Aug 27 - Sept 1, 2017 (Mirtazapin 3,5mg Tag 1, 7,5 Tag 2, 15g Tag 3 dann 7,5mg und wieder 7,5, danach Stopp (Also 5 Tage)

Sept 2017 Sporadisch Mirtazapin bei Schlafproblemen

Sept 26 - Oct 3 (Immer noch sporadisch Mirta 3,5mg, aber Sept 26 - Oct 3 Quetiapine 50mg, Vierter Tag 150mg dann 50mg dann abprubt abgesetzt (extreme Akathisie)

Oktober 6 - Oktober 30 Mirtazapine noch einige Tage genommen am Anfang des Monats um zu gucken ob Akathisie weggeht...

Now-DEZ Baclofen 5mg pro Nacht... dann stets bis 25mg angehoben, dazu Cyproheptadin 4mg für 2 Wochen dann aufgehört.

Dezember: Aufgehört mit Baclofen. Als Alternative nun flurazepam 27,4mg täglich. Baclofen nicht ausgeschlichen.

Nahm Clozapin 12,5mg ab 18 Dezember ... denke es hat direkt besser geklappt mit dem Schlaf aber ich hab vergessen ob ich es nicht jedes Mal genommen habe irgendwann oder auch mal paar Tage Aussetzer hatte... hab es aufgehört zu nehmen vor 2 Wochen glaube ich da meine Blutwerte sehr komisch aussahen... 1-2 Wochen zuvor war die Einnahme von Clozapin aber bereits sporadisch... weiß auch nicht.. durch die Benzos ist mein Gedächtnis gerade auch vollkommen im Eimer.

Sehprobleme wurden nach Absetzen von Clozapin schlimmer, sowie nach der kurzfristigen Einnahme von Quetiapin... weiß auch nicht..

Januar bis heute: Jeden Tag Flurazepam 27,4mg Tablette (halbe morgens/halbe abends)

2. Februrar bis 15.Februar: 20,55mg Flurazepam taeglich (3/4 Tablette)
16. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
17. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
18. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
19. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
20. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
21. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
22. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
23. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
24. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
25. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
26. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
27. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
28. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)

Katharina
Beiträge: 4986
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 6100 Mal
Danksagung erhalten: 5129 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Katharina » Sonntag, 14.01.18, 15:39

Lieber Hallowas !

Ich habe einiges hinter mir und kann folgendes sagen:
Ruhe.-
Ruhe geben.

Das ist sehr schwer, es gelang erst nachdem ich mich hier informiert habe, oft täglich als Trost.

In einer Panikzeit der vollkommen den Inakzeptanz und Verzweiflung habe ich die alten Psychopharmaka erbeten, 5 verschiedene, grauenhaft:

nach minimal Dosis in Tropfenform
sofort massive Verschlechterung aller Symptome, und unbekannte dazu:
ich wusste zum Beispiel nicht,wie ich meine 6 Treppenstufen herunter gehen sollte.
Ebenso konnte ich mich nicht artikulieren.


Dann habe ich beschlossen, nichts Abwendendens mehr zu suchen,
da es für mich nichts gibt
außer mir Ruhe zu geben.-

Ich habe mich überall heraus genommen, da alles andere nicht ging und noch nicht geht.


Ich bin heute nach Monaten aufs Rad im Schlafanzug;
Thermohose, dicksten Mantel etc drüber ( ebike da wenig Eignkraft ) langsam wie ein uralter Mensch in allen Bewegungen ab in den Wald, direkt vor der Türe
in die Sonne

ich bin der glücklichste Mensch heute.

Ich mit meiner Situation muss und werde
zu warten.

Garantiert werde ich mir keinerlei Substanzen irgend einer Form
zufügen, in der Hoffnung das etwas diese Zustände verändern könnten, ich habe es ja versucht.

Es geht mir heute um Klassen besser
ich kann wieder herzlich lachen, -
ich habe kleine Spaziergänge begonnen, manchmal geht es.

Ich weiß, dascDu diese Antwort nicht mochtest.

Aber wie kann ich heute sagen,ich fühle mich friedlich und glücklich,
wenn ich keine Besserung erfahren hätte.

Wenn man mir dies August '17 voraus gesagt, das dies geschehen würde,
hätte ich mich hasserfüllt abgewendet.



( Entschuldige, Hallowas:

liebe Jamie,
vielen Dank. )



Ein schönes Wochenende, vor allem denen, die es schwer haben, zur Zeit.

Gruß,

Katharina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 4):
JamieLinLinapadmaHallowas
► Text zeigen

padma
Team
Beiträge: 14562
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 35689 Mal
Danksagung erhalten: 18876 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von padma » Dienstag, 16.01.18, 17:37

hallo Hallowas, :)
1. Zu 1... hat einer einen Mechanismus für dieses wache Hirn und nicht in die nächste Schlafphase/Entspannungsphase kommen können? Was genau ist da an & welche Neurotransmitter sind da beteiligt? Irgendwas muss man doch machen können.
Ich befürchte, da weiss niemand eine Antwort darauf. Wenn es eine gäbe, gäbe es nicht so viele Menschen mit schwersten Schlafstörungen.
2. Bzw. Augen und sehen... ich sehe unfokussiert und muss von der Seite aus lesen und alle möglichen komischen Probleme die ich irgendwie damit kompensieren muss... geht das irgendwie nach und nach weg oder soll ich zum Neurologen rennen, zu Fachkliniken usw etc.?
Das ist eine bekannte NW/Entzugssymptomatik bei AD. Um zu fokusieren muss die Linse scharf gestellt werden, da sind sowohl Nerven als auch Muskeln betroffen und beide Systeme funktioniert durch das AD /den Entzug nicht richtig. Ausserdem befinden sich im Auge Serotoninrezeptoren, das kann auch mit der Grund sein.

Im Forum sind viele Betroffene mit diesen Problemen. Untersuchungen bei Fachärzten ergeben i.d.R. nichts. Wenn es dich beruhigt, kannst du natürlich zu einem Augenarzt gehen.

Es sollte von alleine weg gehen, leider kann es dauern.

Hier ein thread zu Augen/Sehproblemen viewtopic.php?f=57&t=12564

Bei all diesen Symptomen heilt zumeist nur die Zeit und das Vermeiden von allem, was die Symptome verstärkt

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 5):
LinLinaUlulu 69KatharinaJamieHallowas
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Jamie
Beiträge: 15092
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 18319 Mal
Danksagung erhalten: 24070 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 17.01.18, 14:50

Hallo Hallowas :)
hat einer einen Mechanismus für dieses wache Hirn und nicht in die nächste Schlafphase/Entspannungsphase kommen können? Was genau ist da an & welche Neurotransmitter sind da beteiligt? Irgendwas muss man doch machen können.
Wie padma :) schrieb ist es nicht klar, was da im Hirn falsch läuft, wenn das so durcheinander ist wie bei dir. Es gibt da nur Spekulationen.
Ich leide ja selbst an massiven Schlafstörungen und mein Gehirn kommt, trotz großer Müdigkeit und Erschöpfung, auch nicht in einen entspannten Zustand, der Schlaf ermöglicht.
Ich habe das mal bei meinem Neurologen angesprochen; er meinte, dass die beiden wichtigen Systeme des Vegetativen Nervensystems, Sympathikus (S) und Parasympathikus (PS), da nicht flüssig / ausgewogen in einander übergehen würden und das vermute ich auch.
Nur damit ist keinem geholfen, denn es gibt nicht viel, was das beeinflussen kann.

S und PS sind zwei eng verzahnte, hoch sensible und diffizile Systeme, die abwechselnd in einander greifen und jeweils wichtige Funktionen haben.
Der S ist für Aktivität und Leistung zuständig, der PS für Ruhe, Entspannung und Verdauung.

Menschen, die permanent unter S-Einfluss stehen, stehen unter vermehrtem Stresshormineinfluss und sind damit natürlich in einem Stress - und Alarmzustand. Das wird bei dir wohl so sein, genau so wie bei mir und bei vielen anderen hier, deren Gehirn auch "dauer-rast" und nicht abschalten kann. Der Körper ist dann, auch wenn er noch so fertig, erschöpft und übermüdet ist, natürlich auch unter S- Einfluss.

Das Einzige, was du momentan tun kannst ist, diesen Zustand zu akzeptieren und versuchen, dich einfach auszuruhen, auch wenn du da das Gefühl hast dich nicht wirklich regenerieren, geschweige denn dösen oder schlafen zu können.
Es ist schon so, dass der Körper sich einfach durch ruhen und nix tun ein wenig erholen kann, auch wenn das im Vergleich zu einer ordentlichen Mütze Schlaf natürlich nur ein müder Abklatsch ist.

Mitfühlende Grüße :group:
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 6):
EvaMurmelineLinLinaKatharinapadmaHallowas
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Eva
Beiträge: 1949
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 13:47
Hat sich bedankt: 1833 Mal
Danksagung erhalten: 2993 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Eva » Mittwoch, 17.01.18, 14:59

Hallo,

Jamies Erklärung ist auch meine; ich weiß von mir schon sehr lange, dass der Sympathikus bei mir den Vorrang hat. Und durch die Benzos ist er sicherlich nicht flachgelegt worden.

Ich finde das ja auch ganz interessant, aber was nützt es, den körperlichen Ablauf hinter der Schlaflosigkeit genau zu wissen ... ?

Gruß, Eva
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Eva für den Beitrag:
Hallowas
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Hallowas
Beiträge: 63
Registriert: Dienstag, 10.10.17, 19:10
Hat sich bedankt: 56 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Hallowas » Samstag, 20.01.18, 13:22

Vielen Dank für all die lieben Antworten und dass ihr so für mich da seid!
Das ist eine bekannte NW/Entzugssymptomatik bei AD. Um zu fokusieren muss die Linse scharf gestellt werden, da sind sowohl Nerven als auch Muskeln betroffen und beide Systeme funktioniert durch das AD /den Entzug nicht richtig. Ausserdem befinden sich im Auge Serotoninrezeptoren, das kann auch mit der Grund sein.

Im Forum sind viele Betroffene mit diesen Problemen. Untersuchungen bei Fachärzten ergeben i.d.R. nichts. Wenn es dich beruhigt, kannst du natürlich zu einem Augenarzt gehen.

Es sollte von alleine weg gehen, leider kann es dauern.

Hier ein thread zu Augen/Sehproblemen viewtopic.php?f=57&t=12564

Bei all diesen Symptomen heilt zumeist nur die Zeit und das Vermeiden von allem, was die Symptome verstärkt

liebe Grüsse,
padma
Vielen Dank für die Antwort Padma.

Das ist ja das DIng... es fing mit dem Mirtazapin an... die Augenprobleme davon waren noch recht harmlos... mit dem Quetiapin in der Klinik ging es dann erst los.. schon am zweiten Tag hab ich der Psychologin berichtet das irgendwas mit meinen Augen nicht stimmt.. dass ich Probleme beim Lesen hab... das wurde dann einfach immer schlimmer obwohl ich das Quetiapin nur 7 Tage genommen habe.... Es sind ja nun mittlerweile über 3,5 Monate her und es wurde mit dem Sehen bzw. lesen immer schlimmer... und wenn ich in die Luft gucke seh ich alles einfach nur einen "unfokussierten" Raum...

Ich hab die Medikamente ja für einen Mini-Zeitraum genommen da kann es doch nicht sein dass das mit den Augen so heftig ist... das wurde nach dem Absetzen immer schlimmer und schlimmer, ich konnte immer schwerer lesen, inzwischen hat sich mein Gehirn einfach daran gewöhnt dass ich "anders" lesen muss als gewohnt... kostet halt nur mehr Energie...

Was ich nicht verstehe ist, wieso es schlimmer wurde nach dem Absetzen, wenn Nerven/Muskeln/Linse Dopamin/Serotonin Rezeptoren haben,... da müsste es doch direkt ne Verschlechterung bei der Einnahme geben und nicht direkt nach dem Absetzen? Wobei mein Absetzen ja auch abrupt und ohne richtiges Ausschleichen war.... aber die Einnahmezeit war sehr kurz... und es sind nun 3,5 Monate rum...

Jetzt hatte ich ja noch das Clozapin gehabt... ich hab das Gefühl das auch widerum nach dem abrupten Absetzen dieses Medikaments meine Sicht & meine Fähigkeit zu lesen usw. auch wieder von Tag zu Tag schlechter geworden ist und ich komische Missempfindungen habe am rechten Auge usw... Gefühl da wäre Flüssigkeit drin oder so.... Lichtwahrnehmung ist komplett anders... künstliches Licht kann ich überhaupt nicht mehr ab, kommt mein Hirn nicht drauf klar, was vorher nur ein kleines Problem war.... das ist alles extrem frustrierend... Nach den 3,5 Monaten wo es einfach schlechter wurde und mit dem Clozapin Absetzen jetzt ist es halt echt frustrierend weil ich das Gefühl habe es wird schlechter und nicht besser? Oder ich bilde mir das ein weil ich Woche zu Woche weniger Energie habe? Kann das dann Jahre dauern bis es weg geht wenn überhaupt?

Da frag ich mich dann doch wieder ob ich das Clozapin wieder eindosieren soll? Obwohl man mir hier jetzt gesagt hat ich sollte es nicht mehr... Immer diese Zweifel.... :( Nach so kurzer Zeit Einnahme & Entzug solche Probleme... :frust: Frag mich manchmal echt ob das wirklich nur von dem Medikamenten kommt.

Davor bin ich auch direkt zum Augenarzt... ich glaunbe ich war jetzt bei 6?... Immer wieder dasselbe.. alles gut... einmal Lidrandentzündung die aber nichts mit den Sehproblemen zu tun hatte.. beim Neurologen VEP Test gemacht.... alles gut...

Alles super... bloss dass alles unfokussiert ist... mein Sehtest aber gut ist...

Geht das echt weg mit der Zeit? Vor allem nach meiner kurzen Einnahmedauer? Würde mich echt wieder über ne Antwort von dir freuen Padma.


---
Das Einzige, was du momentan tun kannst ist, diesen Zustand zu akzeptieren und versuchen, dich einfach auszuruhen, auch wenn du da das Gefühl hast dich nicht wirklich regenerieren, geschweige denn dösen oder schlafen zu können.
Es ist schon so, dass der Körper sich einfach durch ruhen und nix tun ein wenig erholen kann, auch wenn das im Vergleich zu einer ordentlichen Mütze Schlaf natürlich nur ein müder Abklatsch ist.
Vielen Dank für die liebe Antwort... dachte eigentlich ich überlebe es bis Ende des Jahres nicht mehr... aber es ist schwer den Ratschlag zu befolgen wenn man Woche zu Woche weniger Energie hat... ich fühle mich als wäre ich ständig im Koma.... 13-15 Uhr gehts.... 18-20 Uhr gehts... 22:00 - 0:00 geh'ts.... und den Rest der Zeit bin ich nicht ansprechbar weil einfach nichts mehr geht.... dann liege ich von 0-12 im Bett & weiß nicht ob ich schlafe ob ich wach bin, ob ich im Koma bin, keine Ahnung.

---
Ich finde das ja auch ganz interessant, aber was nützt es, den körperlichen Ablauf hinter der Schlaflosigkeit genau zu wissen ... ?
Dann könnte man entgegenwirken?
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Hallowas für den Beitrag:
Katharina
Aug 27 - Sept 1, 2017 (Mirtazapin 3,5mg Tag 1, 7,5 Tag 2, 15g Tag 3 dann 7,5mg und wieder 7,5, danach Stopp (Also 5 Tage)

Sept 2017 Sporadisch Mirtazapin bei Schlafproblemen

Sept 26 - Oct 3 (Immer noch sporadisch Mirta 3,5mg, aber Sept 26 - Oct 3 Quetiapine 50mg, Vierter Tag 150mg dann 50mg dann abprubt abgesetzt (extreme Akathisie)

Oktober 6 - Oktober 30 Mirtazapine noch einige Tage genommen am Anfang des Monats um zu gucken ob Akathisie weggeht...

Now-DEZ Baclofen 5mg pro Nacht... dann stets bis 25mg angehoben, dazu Cyproheptadin 4mg für 2 Wochen dann aufgehört.

Dezember: Aufgehört mit Baclofen. Als Alternative nun flurazepam 27,4mg täglich. Baclofen nicht ausgeschlichen.

Nahm Clozapin 12,5mg ab 18 Dezember ... denke es hat direkt besser geklappt mit dem Schlaf aber ich hab vergessen ob ich es nicht jedes Mal genommen habe irgendwann oder auch mal paar Tage Aussetzer hatte... hab es aufgehört zu nehmen vor 2 Wochen glaube ich da meine Blutwerte sehr komisch aussahen... 1-2 Wochen zuvor war die Einnahme von Clozapin aber bereits sporadisch... weiß auch nicht.. durch die Benzos ist mein Gedächtnis gerade auch vollkommen im Eimer.

Sehprobleme wurden nach Absetzen von Clozapin schlimmer, sowie nach der kurzfristigen Einnahme von Quetiapin... weiß auch nicht..

Januar bis heute: Jeden Tag Flurazepam 27,4mg Tablette (halbe morgens/halbe abends)

2. Februrar bis 15.Februar: 20,55mg Flurazepam taeglich (3/4 Tablette)
16. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
17. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
18. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
19. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
20. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
21. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
22. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
23. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
24. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
25. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
26. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
27. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
28. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)

Eva
Beiträge: 1949
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 13:47
Hat sich bedankt: 1833 Mal
Danksagung erhalten: 2993 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Eva » Samstag, 20.01.18, 13:47

Hallo,
Dann könnte man entgegenwirken?
ja, das verstehe ich: Man hat den Wunsch nach etwas, das uns die Kontrolle wieder zurückgeben kann. Das ging bzw. geht mir nicht anders.

Nun ist meine eigene Erfahrung, dass mir schließlich die bedingungslose Akzeptanz am besten aus der absoluten Schlaflosigkeit herausgeholfen hat - und ich weiß, dass das leicht gesagt erscheint, wenn man sich noch mit dem totalen Widerstand dagegen herumschlägt! Den hatte ich ja ganz lange, und wie verzweifelt sich das anfühlt, ist mir nur zu bekannt.

Lieber Hallowas, ich will mich damit nicht als "Bewältigungsstrategin" hinstellen; ich kann nicht wissen, was für Dich oder jemand anders gut ist, weiß es ja nicht einmal immer für mich selbst. Es ist aber meine ganz echte und ursprüngliche, noch recht junge, persönliche Erfahrung: Wenn ich schlaflos liege, dann liege ich schlaflos. Es ist keine Katastrophe mehr. Was soll mir dadurch schon passieren, wenn ich es immer nur für die eine Nacht aushalten muss? Was in der nächsten geschieht, weiß ich nicht. Ich stelle mir nicht mehr die endlose Zeit der Wiederholung schlafloser Nächte vor; mir hat das ein Stück weit Ruhe gegeben.

Ich wurde dann regelrecht überrascht durch "plötzliches" Wieder-besser-Schlafen-Können. Aber auch das wechselt noch und schwankt. Mir gehts trotzdem erheblich besser, und ich nehme an, das ist so, weil ich es hinzunehmen bereit bin, wie es kommt.

Mit dem Ruhen und dem Körper so die Regeneration zu ermöglichen, habe ich auch gute Erfahrungen gemacht, versuchs einmal! Nicht in die Panik hineindenken, immer wieder sich selbst sagen: Es ist gerade alles gut, so wie es ist, und das FÜHLEN. Wenn es jetzt noch nicht geht, dann vielleicht später.

Liebe Grüße und alles Gute, vor allem auch Deinen Augen (rätselhaft, das Ganze),
Eva
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Eva für den Beitrag (Insgesamt 4):
KatharinaHallowasLinLinapadma
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Katharina
Beiträge: 4986
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 6100 Mal
Danksagung erhalten: 5129 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Katharina » Samstag, 20.01.18, 14:17

lieber Hallowas

ein kleines Trost vllt

ich kann heute nicht scharf sehen ich tippe u hoffe dass die Tastatur korrigiert

Sprachnachricht geht nicht da ich anschließend den Text nicht lese gerecht gestalten kann da ich ihn nicht lesen kann.

Geht vorbei lieber Hallowas!! ich Ken es bei mir und reg mich deshalb nicht auf, aber das sich nicht oder weniger aufreten war ein langer Weg und leicht zu gut gesagt ich möchte dir nur etwas Mut senden herzlich Katharina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 2):
HallowasEva
► Text zeigen

Hallowas
Beiträge: 63
Registriert: Dienstag, 10.10.17, 19:10

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Hallowas » Samstag, 20.01.18, 14:58

Eva hat geschrieben:
Samstag, 20.01.18, 13:47
Hallo,
Dann könnte man entgegenwirken?
ja, das verstehe ich: Man hat den Wunsch nach etwas, das uns die Kontrolle wieder zurückgeben kann. Das ging bzw. geht mir nicht anders.

Nun ist meine eigene Erfahrung, dass mir schließlich die bedingungslose Akzeptanz am besten aus der absoluten Schlaflosigkeit herausgeholfen hat - und ich weiß, dass das leicht gesagt erscheint, wenn man sich noch mit dem totalen Widerstand dagegen herumschlägt! Den hatte ich ja ganz lange, und wie verzweifelt sich das anfühlt, ist mir nur zu bekannt.

Lieber Hallowas, ich will mich damit nicht als "Bewältigungsstrategin" hinstellen; ich kann nicht wissen, was für Dich oder jemand anders gut ist, weiß es ja nicht einmal immer für mich selbst. Es ist aber meine ganz echte und ursprüngliche, noch recht junge, persönliche Erfahrung: Wenn ich schlaflos liege, dann liege ich schlaflos. Es ist keine Katastrophe mehr. Was soll mir dadurch schon passieren, wenn ich es immer nur für die eine Nacht aushalten muss? Was in der nächsten geschieht, weiß ich nicht. Ich stelle mir nicht mehr die endlose Zeit der Wiederholung schlafloser Nächte vor; mir hat das ein Stück weit Ruhe gegeben.

Ich wurde dann regelrecht überrascht durch "plötzliches" Wieder-besser-Schlafen-Können. Aber auch das wechselt noch und schwankt. Mir gehts trotzdem erheblich besser, und ich nehme an, das ist so, weil ich es hinzunehmen bereit bin, wie es kommt.

Mit dem Ruhen und dem Körper so die Regeneration zu ermöglichen, habe ich auch gute Erfahrungen gemacht, versuchs einmal! Nicht in die Panik hineindenken, immer wieder sich selbst sagen: Es ist gerade alles gut, so wie es ist, und das FÜHLEN. Wenn es jetzt noch nicht geht, dann vielleicht später.

Liebe Grüße und alles Gute, vor allem auch Deinen Augen (rätselhaft, das Ganze),
Eva
Danke.

Das ist halt besonders schwer wenn ich von Anfang an an starker chronischer Erschöpfung litt & ich jetzt innerhalb 3 Monate nach Einnahme von Woche zu Woche gemerkt habe wie ich immer weniger und weniger Energie hatte... da addiert sich ganz schön was zusammen... ich kann nicht mehr für mich selbst sorgen & fühle mich halb-komatös die meiste Zeit kaum wach
Aug 27 - Sept 1, 2017 (Mirtazapin 3,5mg Tag 1, 7,5 Tag 2, 15g Tag 3 dann 7,5mg und wieder 7,5, danach Stopp (Also 5 Tage)

Sept 2017 Sporadisch Mirtazapin bei Schlafproblemen

Sept 26 - Oct 3 (Immer noch sporadisch Mirta 3,5mg, aber Sept 26 - Oct 3 Quetiapine 50mg, Vierter Tag 150mg dann 50mg dann abprubt abgesetzt (extreme Akathisie)

Oktober 6 - Oktober 30 Mirtazapine noch einige Tage genommen am Anfang des Monats um zu gucken ob Akathisie weggeht...

Now-DEZ Baclofen 5mg pro Nacht... dann stets bis 25mg angehoben, dazu Cyproheptadin 4mg für 2 Wochen dann aufgehört.

Dezember: Aufgehört mit Baclofen. Als Alternative nun flurazepam 27,4mg täglich. Baclofen nicht ausgeschlichen.

Nahm Clozapin 12,5mg ab 18 Dezember ... denke es hat direkt besser geklappt mit dem Schlaf aber ich hab vergessen ob ich es nicht jedes Mal genommen habe irgendwann oder auch mal paar Tage Aussetzer hatte... hab es aufgehört zu nehmen vor 2 Wochen glaube ich da meine Blutwerte sehr komisch aussahen... 1-2 Wochen zuvor war die Einnahme von Clozapin aber bereits sporadisch... weiß auch nicht.. durch die Benzos ist mein Gedächtnis gerade auch vollkommen im Eimer.

Sehprobleme wurden nach Absetzen von Clozapin schlimmer, sowie nach der kurzfristigen Einnahme von Quetiapin... weiß auch nicht..

Januar bis heute: Jeden Tag Flurazepam 27,4mg Tablette (halbe morgens/halbe abends)

2. Februrar bis 15.Februar: 20,55mg Flurazepam taeglich (3/4 Tablette)
16. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
17. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
18. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
19. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
20. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
21. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
22. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
23. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
24. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
25. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
26. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
27. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
28. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)

Eva
Beiträge: 1949
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 13:47
Hat sich bedankt: 1833 Mal
Danksagung erhalten: 2993 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Eva » Samstag, 20.01.18, 15:41

Hallo,
Das ist halt besonders schwer wenn ich von Anfang an an starker chronischer Erschöpfung litt & ich jetzt innerhalb 3 Monate nach Einnahme von Woche zu Woche gemerkt habe wie ich immer weniger und weniger Energie hatte... da addiert sich ganz schön was zusammen... ich kann nicht mehr für mich selbst sorgen & fühle mich halb-komatös die meiste Zeit kaum wach
Sicher ist es besonders schwierig, wenn es einem nicht nur nicht gut, sondern sehr schlecht geht - das dann nicht nur auszuhalten, sondern hinzunehmen und zu denken, das ist im Moment okay so - einfach weil es so ist und auch durch alles Weghabenwollen nicht verschwinden wird - ... es erscheint uns widersinnig, zu dem, was wir so ja nicht wollen können, zumindest nicht in permamenten Widerstand zu gehen.

Du "musst" auch nicht die Gesamtsituation "wollen", sondern immer nur zu dem, was Dich gerade direkt belastet, die Einstellung etwas ändern. Es ist nicht leicht, den Unterschied zu erklären, ich versuchs trotzdem nochmal. Wenn Du nicht richtig sehen kannst, ist das scheußlich, es wird aber sofort noch schlimmer, wenn man die Ängste, was da wohl los, ist, hinzufügt. Wärest Du ein Kind, das darüber nicht nachdenkt, weil es nicht wie wir Erwachsenen permanent die Zukunft im Auge hat, würdest Du zwar immer noch schlecht sehen, aber Du hättest nicht auch noch mit der Angst davor zu kämpfen. Ist das verständlich?

Ich meine das In-der-Situation-Bleiben und nicht gleichzeitig daran denken, was alles noch kommen und noch schlimmer werden könnte - ja, und auch, was man denn dagegen machen könnte. Du kennst zur Zeit nicht einmal genau die Ursache, kannst nur annehmen, dass es vom Absetzen herrührt. Und Absetzsymptome lassen sich nur "aussitzen", da kann man weiter eben gar nichts tun. Dafür ist gerade dieses Forum ein Super-Lehrmeister.

Aber genau das ist für uns in der Regel das Schwerste, wenn wir nicht handeln und die Kontroille wiedererlangen können. Es fällt es so ungeheuer schwer, das Nichthandeln ohne innere Widerstände zu akzeptieren - weil wir auf ständiges HANDELN hin erzogen werden. Damit sage ich selbstverständlich nicht, dass Du keinen Grund hast, Dich unwohl zu fühlen! Aber es wird eben nicht besser, weil wir dagegen Sturm laufen.

Wie gesagt, wenn Du das jetzt nicht so sehen kannst, dann vielleicht später mal.

LG Eva
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Eva für den Beitrag (Insgesamt 4):
NilloLinLinapadmaHallowas
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

padma
Team
Beiträge: 14562
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 35689 Mal
Danksagung erhalten: 18876 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von padma » Samstag, 20.01.18, 19:26

hallo Hallowas, :)
Was ich nicht verstehe ist, wieso es schlimmer wurde nach dem Absetzen, wenn Nerven/Muskeln/Linse Dopamin/Serotonin Rezeptoren haben,... da müsste es doch direkt ne Verschlechterung bei der Einnahme geben und nicht direkt nach dem Absetzen? Wobei mein Absetzen ja auch abrupt und ohne richtiges Ausschleichen war.... aber die Einnahmezeit war sehr kurz... und es sind nun 3,5 Monate rum...
Es kommen eine Vielzahl von Effekten zusammen, die grösstenteils noch nicht mal bekannt sind. Einzelne Faktoren, die höchstwahrscheinlich eine Rolle spielen, kennen wir, aber das ganze ist hochgradig komplex.

Symptome können als NW bei der Einnahme auftreten, die gleichen können aber auch nach dem Absetzen auftreten. Das ZNS hat sich an die Substanz angepasst, hat Funktionen verändert, Rezeptoren rauf- oder runterreguliert etc. Beim Absetzen entsteht dann wieder ein Durcheinander" auf das das Nervensystem und sömtliche Körperfunktionen wieder reagieren müssen.

Bei manchen Personen kann leider auch eine sehr kurze Einnahmezeit ein langanhaltendes Chaos anrichten.
Nach den 3,5 Monaten wo es einfach schlechter wurde und mit dem Clozapin Absetzen jetzt ist es halt echt frustrierend weil ich das Gefühl habe es wird schlechter und nicht besser?
Clozapin hat vermutlich dein ZNS noch mehr belastet.
3,5 Monate sind bei einem so schweren Syndrom leider noch keine Zeit.
Absetzen jetzt ist es halt echt frustrierend weil ich das Gefühl habe es wird schlechter und nicht besser? Oder ich bilde mir das ein weil ich Woche zu Woche weniger Energie habe? Kann das dann Jahre dauern bis es weg geht wenn überhaupt?
Bei schweren Verläufen ist es leider nicht ungewöhnlich, dass es sich im ersten Jahr weiter verschlechtert. Dass es für dich schwieriger wird, es zu ertragen und das deine Einschätzung färbt, kann auch mit reinspielen.
Ehrlicherweise muss ich sagen, dass es bei schweren Verläufen Jahre dauern kann.
Geht das echt weg mit der Zeit? Vor allem nach meiner kurzen Einnahmedauer?
Unseren Erfahrungen nach, verschwinden entzugsbedingte Symptome auch wieder. Ob eine wirkich 100 % Heilung bei schweren Verläufen immer möglich ist, vermag ich nicht zu sagen. Möglicherweise bleibt eine Art Übersensibilisierung/ Restsymptome zurück.

Es gibt jedoch viele Berichte, auch von Schwerstbetroffenen, dass es sich nach und nach bessert.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamieLinLinaHallowas
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Doktrin
Beiträge: 112
Registriert: Montag, 25.07.16, 10:53
Hat sich bedankt: 71 Mal
Danksagung erhalten: 100 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Doktrin » Sonntag, 21.01.18, 19:23

Hallo Hallowas,
Ich war schon 4 mal beim Augenarzt deswegen... 2 Mal zum Notdienst... Sehnerv in Ordnung... Gesichtsfeld in Ordnung... kein Glaukom... bei der Spaltlampenuntersuchung alles in Ordnung... Sehstärke 100%... nur leichte Hornhautverkrümmung... können die da nicht mehr tun?

ich hab ständig das Verlangen wieder einen Augenarzt aufzusuchen... könnt ihr mir sagen ob das überhaupt noch Sinn macht?

Ich kann alles sehen wenn ich mich voll stark konzentriere... aber die Augen sind trocken... gehen kaum zu... lichtempfindlich... und enorm unfokussiert... fühlt sich mega komisch an... das schränkt die Navigation durch die Umwelt extrem ein weil alles 20 mal schwerer ist wenn man sich auf alles voll fokussieren muss...

Kann man da was gegen machen oder muss man sich damit abfinden? Das ist einfach...
Ich kann mich sehr gut in dich hineinversetzen, ich habe die exakt gleicheSymptomatik mit den Augen, wie bei dir und ich kann dir fast garantieren, daß kein Augenarzt etwas finden wird.
Ich habe sämtliche Diagnostik Methoden hinter mir die es gitb, ich habe die besten Augenärzte in Deutschland besucht auch privat und habe cash bezahlt. Von optomap, hrt, oct, mrt’s alles durch, kein Augenarzt findet was.

Das ganze ist bei mir bald 2 Jahre her, sämtliche anderen Symptome sind weggegangen, sovile zum positiven, nun das unerfreuliche, ich habe auch nach langer Recherche auch im englischen Bereich, niemanden gefunden, bei dem die Augensymtome (die gleichen wiebei uns) je weggegangen sind, ich vermute, daß es sich hierbei um einen irreversiblen Schaden handelt.

Ich fühle mit dir :hug:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Doktrin für den Beitrag (Insgesamt 2):
Hallowaspadma
Seit 2006 Paroxetin eingenommen, die meiste Zeit über 5-10mg (nie Probleme)
Seit 2013 2,5 mg (erste 2 Wochen Probleme wie Brainzaps , danach OK)
Seit April 2016 von 2,5mg auf 0 (seit dem Sehstörungen, Photophobie und Benommenheit, Nacken-Hinterkopf Schmerzen)
Seit August 2016 (Sehstörungen, Photophobie, Augen massiv trocken (früher nie gehabt) und Benommenheit keine weiteren Symptome)
Seit 22.September 2016 Photophobie geht zurück, ebenso fokussieren wird besser
Seit 05.Oktober 0,5mg Paroxetin
Seit 06.Oktober wieder ZERO (Kopfschmerzen ohne Ende gehabt), besser nix mehr nehmen!

noch vorhandene Probleme: Photophobie , Benommenheit (Gefühl auf Droge zu sein), Tunnelblick

Katharina
Beiträge: 4986
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 6100 Mal
Danksagung erhalten: 5129 Mal

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Katharina » Sonntag, 21.01.18, 21:49

Lieber Hallowas !

Vielleicht kann es ein kleiner Trost sein:

während einer anderen Medikamenten Therapie war es unmöglich, meine Brillengläser an meine Sicht zupassen,
da durch diese das Sehen immer wieder anderes beeinträchtigt war.

Es ist vergangen, ich habe einen 100& Sehstärkenausgleich durch neue Gläser.

Durch den Entzug jetzt, sehr ich manche Stunden schlechter, unscharf, oder wie gestern, den ganzen Tag.

Alles Gute,
Katharina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaHallowaspadma
► Text zeigen

Hallowas
Beiträge: 63
Registriert: Dienstag, 10.10.17, 19:10

Re: Sehr AKUT & Dringend Hilfe Benötigt: Leben ruiniert durch 5 Tage Mirtazapin Völlig verzweifelt!

Beitrag von Hallowas » Montag, 22.01.18, 0:08

padma hat geschrieben:
Samstag, 20.01.18, 19:26
hallo Hallowas, :)
Was ich nicht verstehe ist, wieso es schlimmer wurde nach dem Absetzen, wenn Nerven/Muskeln/Linse Dopamin/Serotonin Rezeptoren haben,... da müsste es doch direkt ne Verschlechterung bei der Einnahme geben und nicht direkt nach dem Absetzen? Wobei mein Absetzen ja auch abrupt und ohne richtiges Ausschleichen war.... aber die Einnahmezeit war sehr kurz... und es sind nun 3,5 Monate rum...
Es kommen eine Vielzahl von Effekten zusammen, die grösstenteils noch nicht mal bekannt sind. Einzelne Faktoren, die höchstwahrscheinlich eine Rolle spielen, kennen wir, aber das ganze ist hochgradig komplex.

Symptome können als NW bei der Einnahme auftreten, die gleichen können aber auch nach dem Absetzen auftreten. Das ZNS hat sich an die Substanz angepasst, hat Funktionen verändert, Rezeptoren rauf- oder runterreguliert etc. Beim Absetzen entsteht dann wieder ein Durcheinander" auf das das Nervensystem und sömtliche Körperfunktionen wieder reagieren müssen.

Bei manchen Personen kann leider auch eine sehr kurze Einnahmezeit ein langanhaltendes Chaos anrichten.
Nach den 3,5 Monaten wo es einfach schlechter wurde und mit dem Clozapin Absetzen jetzt ist es halt echt frustrierend weil ich das Gefühl habe es wird schlechter und nicht besser?
Clozapin hat vermutlich dein ZNS noch mehr belastet.
3,5 Monate sind bei einem so schweren Syndrom leider noch keine Zeit.
Absetzen jetzt ist es halt echt frustrierend weil ich das Gefühl habe es wird schlechter und nicht besser? Oder ich bilde mir das ein weil ich Woche zu Woche weniger Energie habe? Kann das dann Jahre dauern bis es weg geht wenn überhaupt?
Bei schweren Verläufen ist es leider nicht ungewöhnlich, dass es sich im ersten Jahr weiter verschlechtert. Dass es für dich schwieriger wird, es zu ertragen und das deine Einschätzung färbt, kann auch mit reinspielen.
Ehrlicherweise muss ich sagen, dass es bei schweren Verläufen Jahre dauern kann.
Geht das echt weg mit der Zeit? Vor allem nach meiner kurzen Einnahmedauer?
Unseren Erfahrungen nach, verschwinden entzugsbedingte Symptome auch wieder. Ob eine wirkich 100 % Heilung bei schweren Verläufen immer möglich ist, vermag ich nicht zu sagen. Möglicherweise bleibt eine Art Übersensibilisierung/ Restsymptome zurück.

Es gibt jedoch viele Berichte, auch von Schwerstbetroffenen, dass es sich nach und nach bessert.

liebe Grüsse,
padma

Ich frag mich ob ich das Clozapin wie oben beschrieben nicht vielleicht lieber eindosieren soll? Hab das Gefühl es wird einfach weiterhin schlechter mit der Lichtempfindlichkeit usw...

Oder vielleicht sollte ich Promethazin nehmen zum Schlafen...

Ich hab gestern weil ich starke Magenschmerzen hatte etwas genommen mit der Kombi Paracetamol, Vitamin C und irgendein H1 Antihistaminikum...damit hatte ich seit Monaten gefühlt wieder richtigen Tiefschlaf.... all die andere Liegerei im Bett hat einfach keinen SInn.
Ich denk ich würd lieber herumprobieren und was nehmen wo ich jeden Tag Tiefschlaf bekomme anstatt das weiter auszuhalten ich weis auch nicht.

Sorry für die kurze dahingeworfene Antwort, bin grad saumüde, fühl mich grad bissl blöd.
Aug 27 - Sept 1, 2017 (Mirtazapin 3,5mg Tag 1, 7,5 Tag 2, 15g Tag 3 dann 7,5mg und wieder 7,5, danach Stopp (Also 5 Tage)

Sept 2017 Sporadisch Mirtazapin bei Schlafproblemen

Sept 26 - Oct 3 (Immer noch sporadisch Mirta 3,5mg, aber Sept 26 - Oct 3 Quetiapine 50mg, Vierter Tag 150mg dann 50mg dann abprubt abgesetzt (extreme Akathisie)

Oktober 6 - Oktober 30 Mirtazapine noch einige Tage genommen am Anfang des Monats um zu gucken ob Akathisie weggeht...

Now-DEZ Baclofen 5mg pro Nacht... dann stets bis 25mg angehoben, dazu Cyproheptadin 4mg für 2 Wochen dann aufgehört.

Dezember: Aufgehört mit Baclofen. Als Alternative nun flurazepam 27,4mg täglich. Baclofen nicht ausgeschlichen.

Nahm Clozapin 12,5mg ab 18 Dezember ... denke es hat direkt besser geklappt mit dem Schlaf aber ich hab vergessen ob ich es nicht jedes Mal genommen habe irgendwann oder auch mal paar Tage Aussetzer hatte... hab es aufgehört zu nehmen vor 2 Wochen glaube ich da meine Blutwerte sehr komisch aussahen... 1-2 Wochen zuvor war die Einnahme von Clozapin aber bereits sporadisch... weiß auch nicht.. durch die Benzos ist mein Gedächtnis gerade auch vollkommen im Eimer.

Sehprobleme wurden nach Absetzen von Clozapin schlimmer, sowie nach der kurzfristigen Einnahme von Quetiapin... weiß auch nicht..

Januar bis heute: Jeden Tag Flurazepam 27,4mg Tablette (halbe morgens/halbe abends)

2. Februrar bis 15.Februar: 20,55mg Flurazepam taeglich (3/4 Tablette)
16. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
17. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
18. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
19. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
20. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
21. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
22. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
23. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
24. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
25. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
26. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)
27. Februar Flurazepam 20,55mg (3/4 Tablette)
28. Februar Flurazepam 13,7mg (1/2 Tablette)

Antworten