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Escitalopram

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
orco500
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Re: Escitalopram

Beitrag von orco500 » Mittwoch, 06.12.17, 12:50

Hallo,

es geht mir gar nicht gut.
Musste mich vom Unterricht abmelden für heute Nachmittag.
Habe schon zwei mal Promethazin genommen heute bin verzweifelt überlastet und lahmgelegt.

Thomas
Weihnachten 2013:
Neurochirurgische Entfernung eines Rosettenbildenden glioneuralen Tumor des 4. Ventrikels im Kleinhirn)

Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommenheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
Unterricht verlassen. Nerven am Ende.

11.12.
Reduktion auf 3mg

16.12.
Ganz ok.
Mässig gereizt
Müde
Benommenheit

besser drauf
gelegentlicher Kopfdruck
Augenzucken weg

orco500
Beiträge: 59
Registriert: Donnerstag, 02.11.17, 18:19

Re: Escitalopram

Beitrag von orco500 » Mittwoch, 06.12.17, 20:19

Hallo,

also es ist völlig aus dem Ruder. Musste raus aus dem Unterricht und drehte auch im Zimmer durch im Sinne von starken Ängsten (werds nicht schaffen mit dem job und arbeiten und so nicht mit dieser ständigen verfassung).
Massive Anspannung und ausruhen, wie ich es vorhatte, unmöglich.
Da sitze ich nun, im völligen Chaos und weiss nicht weiter.
Wollte nachher eine Zopiclon nehmen, weil ich in diesem Zustand wohl kaum gut schlafen werde.
Tja, hatt ja die 10mg, dann auf 5mg, dann auf 4mg (Escitalopram).
Liegt es überhaupt daran? Oder sind es die ständigen Angstanspannungen, die mich immer wieder reinreissen? Grunderkrankung? Werde ich ADs brauchen, weil ich es ohne gar nicht mehr schaffe?

Oh Gott will raus aus doeser ständigen Hölle! :cry:

Eine Sache ist mir noch aufgefallen, so kurze Hitzewallungen im rechten Bein bis in den Fuß.

Eine positive Anmerkung: Das Augenzucken ist heut weniger.
Weihnachten 2013:
Neurochirurgische Entfernung eines Rosettenbildenden glioneuralen Tumor des 4. Ventrikels im Kleinhirn)

Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommenheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
Unterricht verlassen. Nerven am Ende.

11.12.
Reduktion auf 3mg

16.12.
Ganz ok.
Mässig gereizt
Müde
Benommenheit

besser drauf
gelegentlicher Kopfdruck
Augenzucken weg

Fisch2017
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Re: Escitalopram

Beitrag von Fisch2017 » Mittwoch, 06.12.17, 20:34

Hallo
Kommt mir alles sehr bekannt vor
Lg
Fortsetzung von Fisch
Nach dem Absetzen im Frühjahr folgten
Komplett Schlaflosigkeit, extrem schwitzen, dann frieren,
Muskelzuckungen, Angst, Panikattacken unbeschreiblich, dumpfe Gefühl im Kopf
Komplett lebensunfähig
Ab 07/17 7wochen klinik mit tavor, zyprexa, mirta
Danach sollte ich das alles weglassen und escitalopram eindosieren
Nix wurde besser, kam noch Erbrechen nach Einnahme hinzu
Keiner wollte mehr die Verantwortung für meine nächtliche Attacken übernehmen
Seit Oktober in Klinik Jena
Behandlung mit
15mg zyprexa,
125 mg Doxepin,
20 mg valdoxan
in steigender Dosierung, weil nichts hilft
Tavor als Bedarf, schlägt nicht mehr an
Wehre mich gegen EKT, sonst finde ich das Klo nicht mehr

carlotta
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Re: Escitalopram

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 06.12.17, 21:53

Hallo Thomas,

nur kurz, mir geht's selbst nicht gut: SSRI sind sehr potente Mittel, vergleichbar mit illegalen harten Drogen. Sie können das ZNS (das ja sämtliche Körperfunktionen steuert) ordentlich erschüttern.

Alle Deine Symptome werden häufig als Entzugssymptome geschildert.

Vermutlich ist Dein ZNS auch aufgrund Deiner Krankenvorgeschichte stärker sensibilisiert, da ja schon einige Medikamente im Spiel waren. Jedes Medikament, das zentral wirkt, hinterlässt letztendlich Spuren im ZNS und PP besonders deutliche.

Da Du offensichtlich stärker reagierst (und daher auch zukünftig vorsichtig bzw. wesentlich langsamer vorgehen solltest beim Absetzen), kann es leider noch etwas dauern bis zur Stabilisierung. Das erleben aber viele hier so. :(

Was davon zu Deiner früheren Problematik gehört, lässt sich momentan kaum sagen, da die Auswirkungen des ADs gerade viel "mächtiger" sind bzw. die Mittel grundsätzlich enormen Einfluss auf die Neurochemie haben.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Escitalopram

Beitrag von orco500 » Samstag, 16.12.17, 11:57

Hallo ihr lieben,

nun, bin mittlerweile auf 3mg runter.

Registriere schnelle Überforderung und mäßige Gereiztheit.
Nichts wildes, denn insgesamt hatte ich mich auf den 4mg stabilisiert bis auf das Augenzucken.
Es geht also weiter im Programm.
Was sich deutlich geändert hat, ist die Entschlossenheit, die wieder deutlich stärker ausgeprägt ist.

Grundsätzlich kam es am Tag meines letzten Posts dazu, dass ich meine Koffer packte.
Aber dann war ich nicht sicher was das bringen soll. Ich hielt stand, blieb da.
Und das war das beste was ich tun konnte.
Daraus hat viel Stärke resultiert.

Dann also Klausur geschrieben. Lief gut.
Das Wochenende danach? War gut.
Das MRT am Montag? War gut (wieder viel Nervösität ausgehalten an dem Tag).

Fühle mich jetzt nicht super, nicht falsch verstehen,
aber dennoch, ich glaube jetzt daran, dass ich gut aus der Nummer rauskommen werde. Es ist sehr ungewohnt, dies zu schreiben.

P.S.: ich kenne zwei Leute die Citalopram nehmen.
Erst jetzt wundere ich mich nicht mehr darüber, dass die so ruhig/abwesend wirken... so soll es wohl wirken, das Medi. Klappte bei mir nie. Egal, erstaunlich ist, dass zumindest die eine Person seit 10 Jahren dabei ist. Es ist eine gute Freundin, sie sagt, dass sie komisch wird, wenn sie es ein zwei Tage vergisst. Gereizt vor allem, schlechterer Schlaf. Bisher wollte sie bewusst nicht davon weg, jetzt mittlerweile schon. Mal sehen ob sie es startet, das Absetzen.

Gruß
Thomas
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Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
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Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
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23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
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Re: Escitalopram

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 16.12.17, 18:18

Hallo Thomas, :)

Ich glaube, dass es gut war durchzuhalten. :hug:

Insgesamt klingst du auch nicht mehr ganz so verzweifelt, das freut mich wirklich sehr, auch, dass das MRT gut war. :party2:

Insgesamt läuft es doch wenigstens in die richtige Richtung bei dir.
Es wird sicher auch noch besser werden.

LG Ute
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Re: Escitalopram

Beitrag von LenaLena » Sonntag, 17.12.17, 17:45

orco500 hat geschrieben:P.S.: ich kenne zwei Leute die Citalopram nehmen.
Erst jetzt wundere ich mich nicht mehr darüber, dass die so ruhig/abwesend wirken... so soll es wohl wirken, das Medi. Klappte bei mir nie. Egal, erstaunlich ist, dass zumindest die eine Person seit 10 Jahren dabei ist. Es ist eine gute Freundin, sie sagt, dass sie komisch wird, wenn sie es ein zwei Tage vergisst. Gereizt vor allem, schlechterer Schlaf. Bisher wollte sie bewusst nicht davon weg, jetzt mittlerweile schon. Mal sehen ob sie es startet, das Absetzen.
Rate der Freundin von dir auf jeden Fall, vor dem Absetzen mal hier ins Forum reinzulesen, vor allem in alle Basic-Themen.
Damit es auch klappen kann :)

Ich finde es schön, dass du mittlerweile glaubst, dass du "aus der Nummer rauskommen" wirst. Dass man das selber glaubt und weiß, ist ein essentieller Schritt :)

LG Lena
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Re: Escitalopram

Beitrag von orco500 » Samstag, 23.12.17, 19:31

Hallo,

hier ein kurzer Lagebericht.

Alles so weit ok, nicht toll, aber anders (besser).

Heute jedoch war gar kein schöner Tag.
Möglicherweise habe ich mein Muster des Absetzens gefunden: Scheint nach ungefähr 2 Wochen nach reduktion schlechter zu werden.

Da es sich beim letzten mal wieder stabilisiert hatte, heißt es unbeirrt auf Kurs bleiben.

Gruß und allen schöne Feiertage!
Thomas
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Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
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24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
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Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
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Re: Escitalopram

Beitrag von orco500 » Freitag, 29.12.17, 23:02

So,

melde mich wieder.

Das Augenzucken ist weggegangen.

Ansonsten alles ruhig.
Wie gehabt, nicht super, aber besser.

Beginne mit nächstem Reduktionsschritt auf 2mg.

Gruß
Thomas
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(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

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Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommenheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
Unterricht verlassen. Nerven am Ende.

11.12.
Reduktion auf 3mg

16.12.
Ganz ok.
Mässig gereizt
Müde
Benommenheit

besser drauf
gelegentlicher Kopfdruck
Augenzucken weg

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Re: Escitalopram

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 30.12.17, 13:51

Hallo Thomas,

schön, dass du dich gemeldet hast. :)

Ich drücke dir die Daumen für deinen nächsten Absetzschritt und wünsche dir einen guten Rutsch und vor Allem ein gutes und gesundes neues Jahr.
Auch wenn da noch einige Herausforderungen auf dich zukommen.
:hug:

LG Ute
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Re: Escitalopram

Beitrag von orco500 » Freitag, 05.01.18, 7:03

Hallo Leute,

alles ist zurück.

Schlafstörung (ca 5 Std Schlaf). Einmal Zopiclon.
Konzentrationsstörungen schweres Grübeln usw..
Völlig matt und platt.

Auffällig war, sobald ich zurück in Hamm war wurds heftiger. Wohl doch Angst statt Medi-Absetzen.

Probiere noch eine Woche. Dann muss irgendetwas anderes her.

Kann mir das hier nicht leisten so heftig.

Bin zurück auf 3mg.

Thomas
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Neurochirurgische Entfernung eines Rosettenbildenden glioneuralen Tumor des 4. Ventrikels im Kleinhirn)

Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommenheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
Unterricht verlassen. Nerven am Ende.

11.12.
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16.12.
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Mässig gereizt
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Re: Escitalopram

Beitrag von LinLina » Freitag, 05.01.18, 11:44

Hallo thomas :-)

es tut mir leid, dass es so heftig wurde :-(

Du bist sehr schnell unterwegs :shock: ich würde an deiner Stelle grundsätzlich dringend langsamer machen, maximal 5-10 % pro Schritt. Dieses hin- und her kann dein System extrem stressen und den ganzen Absetzverlauf verkomplizieren. Ich verstehe dass du schnell runter möchtest von dem Medikament, aber es macht keinen Sinn es so zu erzingen.

Auch wenn die Umstände eine große Rolle spielen, wie stark die Symptome sind, so ist man durch das Absetzen doch viel empfindlicher und störanfälliger.

Ich würde das nicht als "Entweder Angst oder Medi-Absetzen" sehen, sondern beides spielt zusammen. Wenn du dich nicht wohl fühlst, sowieso mit Angst zu tun hast, dann kann das absetzen das als Rebound oder auch als Folge der Absetzsymptome sehr verstärken.
Probiere noch eine Woche. Dann muss irgendetwas anderes her.
Was meinst du damit? Ich würde mir gut überlegen, ob du noch was anderes nimmst. Sinnvoller und nachhaltiger wäre m.M.n. eine lange Stabilisierungsphase, weitere Ressourcen außer Medikamente zu aktivieren und zu erlernen und dann nochmal ganz langsam und geduldig zu reduzieren.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Escitalopram

Beitrag von orco500 » Samstag, 06.01.18, 14:31

Hallo,

bin mittlerweile im Wochenende angekommen.

Jetzt hat die Depression überhand.
Depressionen/Ängste scheinen sich munter abzuwechseln.

Im Moment kann ich mich nur bemühen, es zu akzeptieren, was ist.
Jeglicher Kampf dagegen macht es höchstens schlimmer.

Mein Neurologe ruft mich am Montag zurück.

Ein Problem bei mir ist, ganz normal natürlich, dass ich mich nicht entscheiden kann, ob es nun besser ist, auf Kurs zu bleiben und Stabilisierung abzuwarten (wenn sie denn kommt 《depressiver, hoffnungsloser Gedanke),
oder mit dem Neurologen etwas anderes auszuhandeln.

Ich weiß wirklich nicht, was richtig oder falsch jetzt ist.
Alles, was ich weiß, ist, dass es nicht gut tut mich ständig damit zu beschäftigen.
Allerdings gelingt es mir nicht, mich irgendwie abzulenken. In KEINER Situation. Es ist immer da, das Wahrnehmen und grübeln.

Ist es nicht so, dass, wenn es mir gelänge, alles zu akzeptieren, mehr Energie zur Verfügung stände, statt immer nur zu klagen und mich damit zu beschäftigen?

Ich wünsche mir dass es eines Tages gelingt, es zu akzeptieren und damit die Klauen, die dieses Viech in mich geschlagen hat, zu lösen.

Habe doch so viel probiert. Halte so vieles aus.
(Ich sehe wie viel ich klage und wie extrem ich nach Hilfe rufe, wenn ich das hier schreibe. Würde das nicht mehr so sein, wäre es dann leichter? Ich meine, wenn ich das alles annehmen würde, wie es ist, statt dagegen zu kämpfen? Macht es der Kampf nicht noch schlimmer, zieht noch mehr Energie? Dieses ständige: "Du musst so, Du musst so"-denken?)

Gruß
Thomas
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(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

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07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
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23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
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Re: Escitalopram

Beitrag von Rosenrot » Samstag, 06.01.18, 20:08

Hallo Thomas,
es tut mir leid, dass es dir nicht gut geht.

Wohl überlegte Entscheidungen in so einem angeschlagenen Zustand zu treffen, ist schwierig.

Allerdings tendiere ich eher zum Aushalten und Stabilisieren, anstatt durch neue Medikamentenversuche das Nervensystem zusätzlich zu reizen. Natürlich kannst nur du das entscheiden.

So, wie ich es erlebe, ist das ZNS im Entzug der Bestimmer. Kämpfen, sich mit ihm anlegen, erscheint mir kontraproduktiv. "Das Gras wächst nicht schneller, wenn ich daran ziehe."

Ich wünsche dir sehr, dass es dir gelingt, den Ist-Zustand zu akzeptieren und von da aus neue Wege für dich zu entdecken.

Liebe Grüße und gute Besserung!
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Re: Escitalopram

Beitrag von orco500 » Sonntag, 07.01.18, 7:13

Guten morgen,

habe alle Symptome einer dicken Depression.

Liege wach, wache häufig auf, nichts motiviert.
Völlig verängstigt.
Weiß nicht was ich den Tag über tun soll.

Alle Sinne schreien nach Abhilfe.

Gruß
Thomas
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(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
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-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
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(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
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Re: Escitalopram

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 07.01.18, 12:05

Hallo Thomas,

es tut mir leid, dass es dir wieder so schlecht geht. :hug:

Ich möchte nochmal auf deinen vorletzten Beitrag Bezug nehmen.
Du hast Recht, dieser Kampf :sports: gegen die Symptome und die schlechten Gedanken kostet ungemein viel Kraft.Akzeptanz ist oft der bessere Weg,
Wenn man zulässt, dass es im Moment so ist wie es ist nimmt das natürlich viel Druck.
Das liest sich jetzt so einfach aber ich glaube, dass Akzeptanz für viele sehr viel schwerer ist als Kampf.

Wenn man allerdings einen Weg findet einfach Mal auszuhalten ist man aber sicher auf einem guten Weg.

Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag.

LG Ute
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Re: Escitalopram

Beitrag von Rosenrot » Sonntag, 07.01.18, 13:29

Hallo Thomas,

ich fühle mit dir und sende dir Kraft und die Zuversicht, dass dein Körper in jedem Moment damit beschäftigt ist, wieder in sein natürliches Gleichgewicht zurückzufinden.

Ganz liebe Grüße :hug:
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Re: Escitalopram

Beitrag von Clarice » Sonntag, 07.01.18, 17:41

Hallo Thomas,
es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht und du dringend Abhilfe suchst.

Ich habe das auch alles durch. Vor Verzweiflung von einem auf das andere Medikament, noch was anderes dazu und wieder weg, das Escitalopram hoch und runter. Deiner Signatur entnehme ich auch ein ziemliches hoch und runter des Escitalopram, und eben immer in 1mg Schritten, das solltest du vermeiden. Ja, es ist nervig die kleinen Dosen abends herzustellen, aber es hilft!

Es hat gedauert, bis ich es angenommen habe, weil ich auch keine Lust auf klein-klein-Dosierung hatte und völlig ungeduldig war. Aber seit ich mich an die Regeln hier halte geht es mir besser.

Alles Gute, :hug:
Clarice
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Re: Escitalopram

Beitrag von orco500 » Sonntag, 07.01.18, 19:19

Hey Clarice,

danke für Deinen Beitrag.

Es nimmt sonst nie ein Ende richtig?

Hoffe ich halte Stand.

Heute habe ich etwas verrücktes gemacht.
Nachdem ich heute morgen völlig zerstört war,
habe ich das letzte gemacht, was ich mir hätte vorstellen können.
Ich habe einen Freund angeschrieben.
Dieser hat einen Fitness-Box Kurs mitbegründet.
Seit Ewigkeiten versucht er mich zu motivieren mitzukommen.
Ängste, nicht-gut-genug-sein Gedanken etc. haben mich davon abgehalten.
Ich bitte Euch nicht zu denken, wenn der das kann dann kann es ja nicht soo schlimm sein.
Ich besitze scheinbar eine unglaubliche Disziplin, immer wieder aufzustehen.
Jedenfalls habe ich ihn angerufen. Der ursprüngliche Plan war mit meiner 10er Karte allein dort im Studio zu trainieren. Aber ich konnte dem Gedanken nicht standhalten, wie alle (wieder) an mir vorbeigehen und ich alleine bleibe ( ein Problem was mir die Depression beschert, das lieber alleine bleiben ).
Also habe ich ihm gesagt ich komme mit, gegen meinen Willen quasi.

Was das nun gebracht hat? Nun, das kann und will ich jetzt nicht beschreiben, ich weiß es selber nicht genau.
Jedenfalls hat es Lob gebracht, ich habe mich überwunden usw..

Bin jetzt zwar richtig alle, fühle mich aber sicher 10 mal besser, als wäre ich nicht gegangen.

Es gibt eine psychotherapeutische Technik (glaube aus der systhemischen Therapie), die paradoxe Intervention.

Das Gegenteil von dem machen, was man bewirken möchte.
Habe ich bereits auf meinen Tinnitus und auf das Schlafproblem amgewendet.

Statt weghören, hinhören.
Statt die Augen zumachen, versuchen sie auf Gedeih und Verderb offen zu lassen.

Hatte bereits Erfolge in der Vergangenheit damit verzeichnet.
Natürlich keine Bahnbrechenden, aber zumindest hat es schon öfter etwas gebracht!

So ähnlich war es ja auch mit dem Training heute.
Das gemacht, was ich mir am wenigsten zugetraut habe (obwohl das eher in Richtung Konfrontation geht).

Na ja, es gibt nicht viel zur paradoxen Intervention im Netz (früher paradoxe Intention genannt).

Vielleicht hilft es ja jemandem von Euch, diese Technik.

Auch gut finde ich das anzuwenden auf Selbstwert o.ä..

Beispiel (Achtung: nicht jedermanns Sache!):

Statt ständig sich überzeugen zu wollen, dass man etwas wert ist, völlig übertreiben und drauflos sagen "ich bin überhaupt nichts wert, nichts, ich bin total sinnlos!"

Das ganze also extrem übertreiben.
Es ist erstaunlich, denn der Verstand bringt Gegenargumente vor. Und nicht zu knapp. Und dann sollte man sich vom Umfeld das Gegenteil annehmen, wenn es gesagt wird.

Wie gesagt, das ist nicht für jeden geeignet, ohne Therapeuten auch nicht unbedingt für jeden das beste.

Bei mir ist es nur so, wenn ich versuche mir meine Qualitäten aufzuzählen, findet der Verstand/mein Gefühl Argumente, warum das nicht stimmt, was ich da denke.

Mache ich das Gegenteil, und überspitze es auch noch richtig, kommen tief drinnen auch Gegenargumente. Nämlich die, dass ich doch (aus diversen Gründen) sehr viel wert bin.

Nur seit bitte vorsichtig. Wenn das jemand von Euch ausprobieren möchte, tut das nur, wenn ihr Erfolge bemerkt. Nicht dass ich Euch etwas geschrieben habe, was dann nach hinten los geht.

Grüße
Thomas
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Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommenheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
Unterricht verlassen. Nerven am Ende.

11.12.
Reduktion auf 3mg

16.12.
Ganz ok.
Mässig gereizt
Müde
Benommenheit

besser drauf
gelegentlicher Kopfdruck
Augenzucken weg

carlotta
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Re: Escitalopram

Beitrag von carlotta » Sonntag, 07.01.18, 22:48

Hallo Thomas,

nur kurz von mir:
Eine Depression im Zusammenhang mit AD-Reduzieren ist meist keine, sondern ein Entzugssyndrom.

Du könntest überlegen - wenn es so schlimm bleibt - wieder etwas aufzudosieren, z. B. auf 2,5 mg, und diese Dosis länger zu halten (mindestens bis zur Stabilisierung sowieso). Denn laut Deiner Signatur wurde es seit dem letzten Schritt richtig übel.

Es geht nicht darum, Dich länger als nötig auf dem AD zu halten. Nur bei zu großen/schnellen Reduktionen, die das ZNS gar nicht mehr richtig wegstecken kann, kann es bis zu einer Stabilisierung u. U. sehr lange dauern. Da kommt man mit einer leichten Dosiskorrektur mitunter schneller voran beim Ausschleichen als durch Aussitzen.

Und dann in Folge natürlich wesentlich vorsichtiger weiterreduzieren.

Übrigens, es ist super, dass Du Dich zum Training aufgerafft hast. Dennoch möchte ich Dich darauf hinweisen, dass Sport (gerade wenn es anstrengender wird) Entzugssymptome triggern KANN (nicht muss), da vermehrt bestimmte Neurotransmitter ausgeschüttet werden, auf die das angeschlagene ZNS im Entzug stärker reagiert. Also lass es bitte vorsichtig angehen. Und wenn Du was Befremdliches merken solltest, dann schieb es bitte nicht gleich auf eine "Depression" o. Ä. Das sind dann aller Wahrscheinlichkeit nach einfach "nur" Entzugssymptome.

Liebe Grüße, lass Dich nicht unterkriegen :group:
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"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


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