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Bittchen: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Bittchen
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Bittchen: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Bittchen » Freitag, 24.11.17, 11:19

Hallo liebe ADFDler,

ich habe mich heute angemeldet,lese aber schon ein paar Wochen mit.
Etwas von mir und meinem Krankheitsverlauf möchte ich vorab erzählen.
Ich bin schon sehr lange an Depressionen erkrankt ,das erste mal vor gut 30 Jahren diagnostiziert.
Immer wieder Antidepressiva,Aurorix,Trevilor,Sertralin,zuletzt 20 mg Es-Citalopram 7 Jahre lang eingenommen.
Stabil wurde ich nie,immer wieder Einbrüche,auch kurze Hochphasen,die aber nie als manisch diagnostiziert wurden.
Was ich mir jetzt aber selbst ,nach eigenem schlau machen, eingestehen muss,das ich vermutlich an einer Hypomanen Störung leide.
Innerhalb von 3 Monaten,dieses Jahr ab Februar, habe ich ,wie ich jetzt erst weiß,zu schnell ausgeschlichen.
Im Mai war ich dann auf null,es ging mir dann ein paar Monate(3 Monate)recht gut.
Jetzt geht es mir wieder sehr schlecht,langsam anschleichend,jetzt gefühlt, wie eine schwere Depression.
In meinem Privatleben gab es aber sehr dramatische Entwicklungen,die die Existenz von mir und meiner Familie bedrohen könnten.
Es handelt sich um einen Erbstreit,der ein Ausmaß von Erbschleicherei angenommen hat,was wir uns nie vorstellen konnten.
Dagegen was zu unternehmen ist sehr belastend und Kosten intensiv und kann uns von Haus und Hof bringen.
Es handelt sich um den Bruder meines Mannes.
Gestern hat mein Therapeut gemeint,er wäre kein Rechtsberater und will die Schematherapie,die angedacht war ,beenden.
Wir kommen nicht weiter,weil ich nur über erneute schlimme Ereignisse sprechen kann,das will er nicht so weiter machen.
Ich fühle mich sehr abgelehnt.
Am Anfang lief es ganz gut ,aber jetzt nach den Vorkommnissen ( 12Therapiestunden)habe ich das Gefühl er ist überfordert.
Er ist 35 Jahre alt und ich bin 67 .
Es scheint nicht mehr zu passen und er ist nicht bereit mich in dieser Lebenskrise zu begleiten.
Trotzdem weiß ich nicht,sind meine Symptome eine erneute Depression oder ist es der Entzug.
Meine Familie sieht gerade das Absetzen der Medikamente sehr kritisch.
Außer mein Mann,der meint ,ich solle noch abwarten bis ich mich erneut in Behandlung begebe.
Hier finde ich mich in vielen Schilderungen wieder,aber trotzdem bin ich sehr verunsichert.
Wenn ich in die Instituts Ambulanz(da bin ich seit 20 Jahren) in die Behandlung gehe,werde ich nur erneut zu Antidepressiva,oder sogar zu Lithium oder der Gleichen genötigt.
An die immer schlimmer werdenden Nebenwirkungen, Schleimhautblutungen,Inkontinenz,zuletzt bei Es-Citalopram,die anderen Nebenwirkungen sind ja gängig,mag ich gar nicht denken.
Das war jetzt eine kurze Schilderung meiner momentanen Situation.
Vielen Dank fürs Lesen.

Liebe Grüße Bittchen

Ps Am Computer schreiben fällt mir sehr schwer,da ich wenig mit dem Metier vertraut bin.
Zuletzt geändert von Gwen am Samstag, 30.06.18, 9:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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Re: Verspätetet Symptome nach Nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von padma » Freitag, 24.11.17, 13:51

hallo Bittchen, :)

willkommen im ADFD.
Was ich mir jetzt aber selbst ,nach eigenem schlau machen, eingestehen muss,das ich vermutlich an einer Hypomanen Störung leide.
Sind diese "hypomanen Phasen" bereits vor der Medikamentierung aufgetreten?
SSRI/SNRI haben nämlich hypomanische Phasen bis hin zu einer Manie als mögliche Nebenwirkungen.
Innerhalb von 3 Monaten,dieses Jahr ab Februar, habe ich ,wie ich jetzt erst weiß,zu schnell ausgeschlichen.
Oh :shock: , nach deiner langen Einnahmezeit und von der hohen Dosis war das definitiv viel zu schnell.
Im Mai war ich dann auf null,es ging mir dann ein paar Monate(3 Monate)recht gut.
Jetzt geht es mir wieder sehr schlecht,langsam anschleichend,jetzt gefühlt, wie eine schwere Depression.
Entzugssymptome können zeitverzögert auftreten, 3 Monate nach 0 ist nicht ungewöhnlich.

Was genau für Symptome hast du? Sind das Symptome, die neu aufgetreten sind, oder kennst du sie bereits vor der Medikamentierung in der Form?
In meinem Privatleben gab es aber sehr dramatische Entwicklungen,die die Existenz von mir und meiner Familie bedrohen könnten.
Das ist sicher sehr belastend und kann natürlich auch mit eine Rolle spielen.
Dass du von deinem Therapeuten nicht die passende Unterstützung erfährst, tut mir leid. Vielleicht könntest du zu einem anderen Therapeuten?
Wenn ich in die Instituts Ambulanz(da bin ich seit 20 Jahren) in die Behandlung gehe,werde ich nur erneut zu Antidepressiva,oder sogar zu Lithium oder der Gleichen genötigt.
Ja, das ist leider das übliche Vorgehen.
An die immer schlimmer werdenden Nebenwirkungen, Schleimhautblutungen,Inkontinenz,zuletzt bei Es-Citalopram,die anderen Nebenwirkungen sind ja gängig,mag ich gar nicht denken.
AD sind keine Lösung. Dass die NW zunehmen ist nicht ungewöhnlich, gleichzeitig verlieren sie bei Langzeiteinnahme ihre Wirksamkeit, falls sie überhaupt eine hatten. So wirklich geholfen haben sie bei dir ja nie, so wie ich dich verstehe.

Übrigens warst du mit 20 mg Escitalopram extrem überdosiert :shock: , das ist in deinem Alter wegen der gesundheitlichen Risiken gar nicht zulässig!
Ältere Patienten (über 65 Jahre):

Die üblicherweise empfohlene Anfangsdosis beträgt 5 mg einmal täglich.
Die Dosis kann von Ihrem Arzt auf 10 mg pro Tag gesteigert werden.
https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... 54109.html

Wurde denn wenigstens regelmässig ein EKG gemacht?

Die Überlegung wäre, eine Minimenge wieder einzudosieren und schauen, ob du dich darauf stabilisieren kannst und dann anschliessend langsam auszuschleichen. Zunächst müsstest du testen,ob du es noch verträgst. Daher würde ich mit höchstens 0,5 mg einsteigen.
Hier die wichtigsten Infos viewtopic.php?f=18&t=12880

Parallel wäre es sicher wichtig, Unterstützung für deine aktuelle Krisensituation zu bekommen.
Ps Am Computer schreiben fällt mir sehr schwer,da ich wenig mit dem Metier vertraut bin.
Hast du super hinbekommen :D
Wenn du nicht weisst, wie was hier im Forum funktioniert, dann frag einfach.

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
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Bittchen
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Re: Verspätetet Symptome nach Nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Bittchen » Freitag, 24.11.17, 14:58

Danke für deine schnelle Antwort, liebe Padma.

Ja,die hohe Dosierung hat mich auch stutzig gemacht und das habe ich auch angesprochen.
Das wurde aber als richtig hingestellt,ich würde damit gut eingestellt sein.
Schon lange hatte ich das Gefühl,dass Es-Citalopram nicht mehr ,wenn überhaupt mal,wirkt.
Die Antwort war :"Sie wissen nicht wie es ohne ist."
Jetzt weiß ich es.

Bei früheren Absetzversuchen ,geriet ich immer wieder in eine depressive Episode und wurde auf ein anderes Medikament eingestellt.
Vor knapp drei Jahren habe ich nach 50 Jahre Kette rauchen, einen kalten Entzug gemacht.
Diese Hölle hat über ein Jahr gedauert,aber ich habe es bis heute geschafft,nicht mehr zu rauchen.
Dadurch geriet ich in eine schwere Depression und war vor 2 Jahren in der Psychosomatischen Reha.
An der Medikation wurde auch da nichts geändert.

Da ging es mir etwas besser,aber zu Hause kam erst einmal wieder ein Tief.
Meine jetzigen Beschwerden sind nicht ganz so schlimm,aber doch vergleichbar,mit dem Rauchstop.
Oft hatte ich bei depressiven Krisen ein sehr hohes Schlafbedürfnis und keinen Antrieb.
Das ist jetzt so nicht,ich kann nur sehr schlecht schlafen.
Auch zog ich mich sehr zurück,das ist jetzt auch der Fall.
Die Symptome sind da und doch ist es anders.

Mein Körper bebt innerlich,trockener Mund und Schleimhäute,genau als würde ich ADs noch nehmen.
Stimmung ist total abgestürzt,aber meine Situation ist ja auch nicht lustig.
Das Forum hier habe ich gesucht,wegen einer unerklärlichen Wut und Schuldzuweisungen an meinem Mann.
Ich habe mich selbst nicht erkannt,denn ich bin eher sehr friedlich veranlagt.
Auch das ständige Weinen erinnert mich an Zeiten des Nikotinentzuges.
Da hatte ich oft Weinkrämpfe.
Vorher konnte ich Jahrzehnte nicht weinen ,selbst bei sehr traurigen Anlässen.
Momentan ist das aber vorbei,GsD.

Bei früheren depressiven Episoden,bin ich beim Einschleichen von Sertralin oder Trevilor für Wochen in der Akutklinik gelandet.
Erst nach längerer Zeit trat dann Besserung ein,aber die Nebenwirkungen blieben und wurden mit der Zeit stärker,wie ich schon geschrieben habe.
Nein,vor der Einnahme von SSRI oder Trevilor ,hab noch Elontril vergessen(das ging gar nicht)habe ich keine Hypomanie vorher bemerkt.
Wurde auch nie diagnostiziert,ist nur eine ganz starke Vermutung von mir.
Auch meine Kinder(drei Töchter) scheinen das zu vermuten.

Aber wenn ich tatsächlich an einer Bipolaren Störung leiden sollte(hatte jetzt schon ein paar Jahre keine Hochstimmung mehr),lässt sich das doch nur mit Stimmungsstabilisator beherrschen ?
Nur ich vertrage diese Medikamente gar nicht.
Was für ein Teufelskreis?
So,das ist ein ganzer Roman geworden,aber ich habe auch Einiges hinter mir.
Aber mit dem sehr schwierigen Verlauf bin ich hier ja nicht alleine.

Liebe Grüße Bittchen

PS. Ja,EKG wurde jetzt auf meinen Wunsch hin,beim Hausarzt gemacht
und ist wohl OK.
Im Moment versuche ich mal Johanniskraut,seit einer Woche.
Wie seht ihr das?
Zuletzt geändert von Jamie am Freitag, 24.11.17, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


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1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von padma » Freitag, 24.11.17, 18:35

liebe Bittchen, :)
Ja,die hohe Dosierung hat mich auch stutzig gemacht und das habe ich auch angesprochen.
Das wurde aber als richtig hingestellt,ich würde damit gut eingestellt sein.
Wie gesagt, es ist nicht erlaubt. Wenn dir etwas passiert wäre, hättest du den Arzt vermutlich verklagen können.
Die Antwort war :"Sie wissen nicht wie es ohne ist."
Jetzt weiß ich es.
Im Moment weisst du, wie es ist an Entzugssymptomen zu leiden. Das ist nicht das Gleiche, wie ohne AD zu sein. Leider wird das sehr oft verwechselt.
Mein Körper bebt innerlich,trockener Mund und Schleimhäute,genau als würde ich ADs noch nehmen.
Stimmung ist total abgestürzt,aber meine Situation ist ja auch nicht lustig.
Das Forum hier habe ich gesucht,wegen einer unerklärlichen Wut und Schuldzuweisungen an meinem Mann.
Das sind alles typische Entzugssymptome. Auch das Weinen gehört mit dazu.
Oft hatte ich bei depressiven Krisen ein sehr hohes Schlafbedürfnis und keinen Antrieb.
Das ist jetzt so nicht,ich kann nur sehr schlecht schlafen.
Auch zog ich mich sehr zurück,das ist jetzt auch der Fall.
Das hört sich sehr danach an, dass es sich jetzt nicht um eine depressive Episode sondern um ein Entzugssyndrom handelt.
Nein,vor der Einnahme von SSRI oder Trevilor ,hab noch Elontril vergessen(das ging gar nicht)habe ich keine Hypomanie vorher bemerkt.
Das spricht dafür, dass es eine NW der SSRI ist.
Aber wenn ich tatsächlich an einer Bipolaren Störung leiden sollte(hatte jetzt schon ein paar Jahre keine Hochstimmung mehr),lässt sich das doch nur mit Stimmungsstabilisator beherrschen ?
Also von einer bipolaren Störung würde ich da erstmal nicht ausgehen. Du hattest unter dem Einfluss der SSRI evtl. hypomanische Phasen. Da muss man erstmal schauen, wie es sich jetzt entwickelt.
Im Moment versuche ich mal Johanniskraut,seit einer Woche.
Johanniskraut ist einem synthetischen AD sehr ähnlich, hat auch ähnliche Risiken, macht ebenfalls körperlich abhängig. Zudem kann es Absetzsymptome verstärken. Ich würde das sofort wieder weglassen.

Solange du Johannskraut nimmst, darfst du Escitalopram nicht wieder eindosieren.

Mein Rat wäre, Johanniskraut absetzen, 1 Tag abwarten und es dann mit 0,5 mg Escitalopram versuchen.

liebe Grüsse,
padma


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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Rosenrot » Freitag, 24.11.17, 22:42

Liebe Bittchen, :)

herzlich willkommen im Forum.

Es ist schön, dass du entschieden hast, dich hier anzumelden.
Ich kann aus meiner eigenen Escitalopram-Erfahrung sagen, dass man hier mit sehr guter Unterstützung :group: rechnen darf.

Für den Moment möchte ich dir nur ans Herz legen, gut zu dir zu sein, auf deine Bedürfnisse zu achten und deine ganz persönlichen Ressourcen zu pflegen. Sei es Musik, Handarbeiten oder Lesen - jeder hat ja so seine ganz persönlichen Kraftquellen, die ihn zur Ruhe bringen und nähren. Das ist so wichtig, ganz besonders wenn private Krisen einen aus dem Gleichgewicht zu werfen drohen.

Bitte berichte, wie es dir geht.

Alles Gute für dich - vielleicht kannst du dich bald mit ein wenig Escitalopram-Wirkstoff stabilisieren.

Liebe Grüße
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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Bittchen » Samstag, 25.11.17, 8:49

Guten Morgen liebe Patma,

danke für deine Antwort und ja,ich habe heute gemerkt,dass Johanniskraut mein innerliches Beben verstärkt.
Vor allen Dingen in der Nacht ,auch Schwitzen ist da verstärkt,ich nehme seit 10 Tagen 900 mg Laif.
Ich werde es weg lassen und O,5 mg Es-Citalopram wieder eindosieren.
Da muss ich mir Montag die Tropfen besorgen und löse einen Tropfen in einem Glas Wasser auf und trinke dann nur die Hälfte ?
Ich wollte ja gar nichts mehr nehmen,aber es geht mir wirklich nicht gut und einen Versuch ist es wirklich Wert.
Der momentane psychische Stress verursacht ja auch viele Symptome und ich weiß nicht mehr was ich noch denken soll.

Liebe Rosenrot,

danke auch dir für dein Willkommen heißen.
Ich versuche mir Ruhe zu gönnen,denn mein Antrieb ist sowieso ganz unten.
Positive Aktivitäten ,sind im Moment sehr weit runter gefahren bei mir.
Mit Mühe kann ich noch raus gehen oder meinen Alltag aufrecht erhalten.
Aber ich werde deine Empfehlungen versuchen umzusetzen.
Nochmals danke .

Liebe ADFDler,

zu Ärzten und Therapeuten habe ich jedes Vertrauen verloren und finde mich in den Schilderungen hier, sehr oft wieder.
Sehr lange bin ich schon aktiv in dem Forum der Deutschen Depressions Liga,auch dieses Jahr noch zum Kongress in Leipzig, habe ich mich aufraffen können..
Die Menschen in dem Forum da,sind mir sehr ans Herz gewachsen,auch weil ich einige persönlich kenne.
Aber im Moment kann ich da wenig schreiben,weil von mir so wenig Positives kommt und nur jammern will ich da einfach nicht.
Lieber habe ich den Usern da Mut gemacht und neue Betroffene begrüßt.
Das fällt mir im Moment sehr schwer.
Aber auch da gibt es eine Diskussion über das Für und Wieder von Medikamenten.
Bis vor kurzem habe ich auf Medikamente verwiesen,weil ich nicht glauben wollte,was wirklich abläuft durch die Gier der Pharmaindustrie.
Das ist vergleichbar mit der Tabakindustrie,auch da sind ganz skrupellose Machenschaften am Werk,die den Menschen sehr großen Schaden zufügt.
Das Buch "Unglück auf Rezept"ist da auch im Forum diskutiert worden und ich habe es auch gelesen.
Professor Hegerl und auch Dr.Niedermeier vertreten da ja ganz andere Thesen.
Was Medikamente an geht, rudern sie aber langsam zurück.
Die Aussage über Mangel an bestimmten Botenstoffen im Gehirn,wird so nicht mehr behauptet.
Die Empfehlung von Medikamenten, ist ja nur noch bei schweren Depressionen oder bei anderen psychischen Störungen.
Aber gegen die Stigmatisierung der Krankheit ,wird da hervorragende Arbeit geleistet.
Oft habe ich da viel Leid gelesen und jetzt habe ich selbst keine Kraft mehr, mich positiv einzubringen.

Allen hier ein schönes Wochenende und liebe Grüße

Bittchen
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Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
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2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
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Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

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Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von padma » Samstag, 25.11.17, 17:47

liebe Bittchen, :)
Da muss ich mir Montag die Tropfen besorgen und löse einen Tropfen in einem Glas Wasser auf und trinke dann nur die Hälfte ?
ja, vorausgesetzt dass 1 Tropfen 1 mg entspricht (müsstest du in der Packungsbeilage nachschauen). Um genau abmessen zu können, benötigst du als Dosierhilfe noch Einmalspritzen, 1/2 Glas nach Augenmass ist zu ungenau. Du könntest den Tropfen z.B. in 40 ml Wasser geben und dann 20 ml davon einnehmen.
Was Medikamente an geht, rudern sie aber langsam zurück.
Die Aussage über Mangel an bestimmten Botenstoffen im Gehirn,wird so nicht mehr behauptet.
Die Empfehlung von Medikamenten, ist ja nur noch bei schweren Depressionen oder bei anderen psychischen Störungen.
Das freut mich sehr zu hören. :D Ein Umdenken ist ja dringend erforderlich, bei all dem Leid, dass durch diese Substanzen verursacht wird.
Aber gegen die Stigmatisierung der Krankheit ,wird da hervorragende Arbeit geleistet.
Das ist sehr wertvoll und wichtig.
Oft habe ich da viel Leid gelesen und jetzt habe ich selbst keine Kraft mehr, mich positiv einzubringen.
Dann ist jetzt mal die Zeit, in der du selbst Unterstützung brauchst und bekommst. :hug:

liebe Grüsse,
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Rosenrot
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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Rosenrot » Montag, 27.11.17, 17:10

Liebe Bittchen, :)

wie geht es dir? Konntest du am Wochenende ein wenig Ruhe finden?

Bei mir war es leider durchwachsen... Es gibt so Zeiten, da ist einfach der Wurm drin... Das wird sich auch wieder ändern. Für uns alle!

Ich hoffe, du konntest heute die Tropfen und Spritzen bekommen.

Ich würde mich freuen, wieder von dir zu lesen.

Herzliche Grüße
Rosenrot
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Bittchen
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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Bittchen » Dienstag, 28.11.17, 9:42

Liebe Padma,liebe Rosenrot,

danke,dass ihr nachfragt,das hätte ich gar nicht erwartet und ich bin sehr erfreut.
Mir geht es nicht gut,aber das kann auch meiner Lebenssituation geschuldet sein.
So ein Erbstreit geht schon sehr an die Substanz.
Meine Biografie ist in meinem langen Leben,mit viel Trauer und Schmerz verbunden.

In der letzten Stunde bei meinem Therapeuten, habe ich mich sehr abgelehnt gefühlt,da er eine Pause vorgeschlagen hat,bis mein Leben sich stabilisiert hat.
Er meinte:"Er wäre kein Rechtsberater."
Hatte ich auch nicht erwartet,sondern nur etwas Beistand erwartet.
Da kam ich mir sehr gemaßregelt vor.
Richtig wohl habe ich mich bei ihm nie gefühlt,aber nach 8 Monaten Wartezeit,habe ich doch 12 Stunden durchgehalten.
Aber eine einfühlsame Begleitung in einer schweren Lebenskrise war dem jungen Mann(35 Jahre alt)wohl zu anstrengend.
Da werde ich keine neue Sitzung mehr vereinbaren.
Wieder so eine Erfahrung ,die ich nicht gebraucht hätte.
Das hat mich schon sehr geschockt und ich glaube es hat nicht gepasst und mir mehr geschadet wie genutzt.
Meine Freundin ,selbst schon sehr lange an Depressionen erkrankt, meinte:"Er hat keine Lust sich dein Gejammer anzuhören.Warum auch ?
Der nächste Klient steht schon in den Startlöchern."
Eine Sichtweise,die ich in meiner Naivität nicht in Betracht gezogen hatte.

Was das Einschleichen betrifft,bin ich sehr verunsichert.
Das habe ich erst einmal nach hinten verschoben.
Mein Hausarzt hat eine leichte Überfunktion meiner SD festgestellt und will das ich L-Thyroxin reduzieren.
Der TSH Wert ist sehr niedrig.
Jetzt fahre ich heute zu einem Endokrinologen und lasse das noch mal abklären.
Darum bin ich mir nicht sicher,welche Symptome ,woher eigentlich kommen.
Da werde ich euch von dem Ergebnis berichten.

Bis bald und ich wünsche eine gute Zeit.
Liebe Grüße

Bittchen
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Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Rosenrot » Dienstag, 28.11.17, 13:04

Liebe Bittchen, :)

die Enttäuschung über diesen Therapeuten tut mir leid. Selbst wenn du für bestimmte Therapieformen zur Zeit nicht die besten Voraussetzungen mitbringen solltest, sollte er in der Lage sein, dich soweit mitfühlend zu begleiten und zu stabilisieren, bis ihr mit den gewählten Methoden arbeiten könnt. Schließlich geht es um deine inneren Prozesse und da ist es sekundär, welche äußeren Einflüsse dich belasten. Nein, da würde ich auch nicht mehr hingehen.

Viel Erfolg beim Abklären deiner SD-Auffälligkeit. Ich habe damit keinerlei Erfahrung, habe aber mitbekommen, dass das hier im Forum durchaus ein Thema ist.

Gute Besserung und liebe Grüße :fly:
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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von padma » Dienstag, 28.11.17, 18:38

liebe Bittchen, :)
Meine Freundin ,selbst schon sehr lange an Depressionen erkrankt, meinte:"Er hat keine Lust sich dein Gejammer anzuhören.Warum auch ?
Der nächste Klient steht schon in den Startlöchern."
Da könnte leider was dran sein. Manche Therapeuten arbeiten lieber mit "leichten Fällen", die erstmalig in eine Krise geraten sind. Wenn man erstmal als "chronisch" eingestuft ist, hält sich das Engagement manchmal leider sehr in Grenzen.
Was das Einschleichen betrifft,bin ich sehr verunsichert.
Das habe ich erst einmal nach hinten verschoben.
Was ist deine Sorge?

Zu deiner Schilddrüse: AD und auch das Absetzen haben einen Einfluss auf die SD Hormone. Daher muss während oder nach dem Entzug L - Thyroxin oft angepasst werden (zumeist reduziert).

Meinst du, du schaffst es, eine Signatur zu erstellen? Wenn du damit nicht zurecht kommst, kannst du sie in deinen thread schreiben und ich kopiere es dir in die Signatur
Anleitung ist hier http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=204

liebe Grüsse,
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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Bittchen » Mittwoch, 29.11.17, 18:09

Hallo liebe Patma,

danke für deine Antwort.
Heute schaffe ich es nicht mehr, mich zu konzentrieren.
Viele Funktion am PC beherrsche ich nicht.
In einem Forum zu schreiben,hat mich schon Überwindung gekostet.

Zwar habe ich gelernt,im Internet zu surfen,aber ich ich bin absolut ohne Erfahrung mit technischen Dingen.
Mein Einfingersuchsystem ist recht zeitaufwendig für mich.
Aber ich werde versuchen,mit Hilfe meines Mannes,eine Signatur zu erstellen.
Auch wurde gestern beim Endokrinologen ,durch den Ultraschall, noch eine Plaqueablagerung in der Halsschlagader fest gestellt.

Das L-Thyroxzien wird jetzt auf 100 mg abgesenkt ,also noch mal 12,5 mg runter.
Vor einem halben Jahr ,bevor ich das ADs ausgeschlichen habe,wurde schon mal um 12,5 mg gesenkt.
Vorher habe ich 20 Jahre 125 mg wegen meiner Unterfunktion eingenommen.
Dann hatte sich mein Stoffwechsel, durch meinen Nikotinentzug ,verändert.

Der Entzug war vor drei Jahren und hat mich sehr krank gemacht,auch psychisch.
Aber es war aus heutiger Sicht ,eine sehr gute Entscheidung.
Nach 50 Jahren qualmen,dann ein kalter Entzug,da war einiges total durcheinander bei mir.
Mit den Folgen dieser Sucht habe ich jetzt zu kämpfen.

Jetzt muss ich ASS 100 einnehmen,zur Blut Verdünnung.
Nicht ganz so erfreulich das alles,aber es ist wie es ist.

Bald melde ich mich wieder und werde mein Bestes geben, auch meine Erfahrung mit den einzelnen Medikamenten, zumindest grob, in dem langen Zeitrahmen, hier zu teilen.

Liebe Grüße Bittchen
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Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


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Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

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Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
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3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
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Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Bittchen » Donnerstag, 30.11.17, 11:41

Hallo liebe Patma,ich versuche mal eine Signatur zu erstellen.

Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.
Keine Medikament oder Therapien,das war damals einfach so.
1968 Verlust der zweiten Tochter nach der Geburt,
1973 Tod der älteren Tochter durch Gehirngewebeschwund.

1975 wieder geheiratet und drei Kinder bekommen.
1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.
Ein paar Wochen ein Medikament,ich weiß nicht mehr was, keine weitere Verschreibung und weg gelassen.
Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.
Alkohol und Nikotin sind ja besonders schädliche Antidepressiva.
Aber frei verkäuflich.
Durfte noch verhältnismäßig früh aufhören,kritisches Stadium und war in keinem stationären Entzug.
Halbes Jahr später depressive Phase.
Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.

1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Da fing der Teufelskreis richtig an.
Ich hatte eine kurze Hypomanie.
In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.

Aurorix ist immer wieder erhöht worden,auch dann durch den ärztlichen Psychologen in der Instituts Ambulanz.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.
2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie,nach Tod meiner Eltern innerhalb von drei Monaten.
Ich habe Beide bis zum Tod gepflegt .
In Psychiatrie umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.
Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,weil Cipralex nicht mehr bezahlt wurde.
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,ich war total ahnungslos.
2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.

Auch 2009,endlich Psychotherapie,5 Jahre kognitive Verhaltenstherapie,selbst organisiert.
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Trotz meiner Suchtproblematik wird mir da immer wieder zu Tavor geraten,was ich durch meine sehr langen Gruppenbesuche bei AA, aber ablehnen konnte.
Nach 6 Wochen Klinik ,Entlassung mit 50 mg Sertralin.
Halbes Jahr lang, als Nebenwirkung ,starken Durchfall.
Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg.,so verordnet von ärztl. Psychologen.
Wie Cipralex wieder bezahlt wird,umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,soll angeblich besser wirken.
Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.
2014 Rauchstop,schwere Krise,gehe nicht erneut,trotz dringender Empfehlung vom Psychologen, in die Akut- Psychiatrie,da ich nicht alleine zu Hause bin.
Hohe Dosis von Es-Citalopram wird bei behalten.
Seit 2015 informiere ich mich sehr intensiv über Schaden und Nutzen von PP.
2015 Reha,auch da ist das Reduzieren oder Absetzen von Es Citalopram kein Thema,sogar eher verpönt.
Anfang 2017 informiere ich meinen ärztlichen Psychologen, in der Instituts Ambulanz,das ich Es -Citalopram absetzen will.
Er zuckt die Schultern, empfahl 5 mg Schritte alle 14 Tage und ich sollte nur bis auf 5 mg Erhaltungsdosis runter gehen.
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Ich hatte nie typische Symptome ,wie unkontrollierbares Übergewicht wie bei einer Unterfunktion üblich.
Aber ich wiege zwar zu viel,aber ich sehe das als Wohlfühlgewicht,ich bin nicht dick,eher etwas mollig ,aber mit meinen 67 Jahren nicht ungewöhnlich und war schon immer so.
Kontrolliert wurden die Werte eher selten,mein Hausarzt hat sogar wieder eine höhere Dosierung von L -Thyroxin empfohlen,wie schon mal vor 15 Jahren in einer Rehaklinik auf 100 mg reduziert wurde.

Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.
Jetzt weiß ich nicht mehr, was überhaupt in meinem Körper los ist, oder woher was kommt .

Das ist ein sehr langer Verlauf ,mir wird selbst Angst und Bange.
Auch weiß ich nicht,wie ich jetzt damit umgehen soll.
Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Bitte entschuldigt meine Fehler,auch die Struktur lässt sehr zu wünschen übrig,aber ich habe mich bemüht aus dem Gedächtnis ,den Verlauf so gut wie möglich, zu schildern.

Einen Guten Tag und danke an alle ,die sich die Mühe machen den langen Text zu lesen.
Das setze ich nicht voraus,aber es war leider so und vielleicht hilft es hier ja,nicht alles zu schlucken, was uns die Ärzte so empfehlen.

Liebe Grüße Bittchen
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Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Rosenrot » Donnerstag, 30.11.17, 12:25

Liebe Bittchen, es ist schon schlimm, was das Leben manchmal für uns bereit hält.

Ich sende dir liebe Grüße und eine herzliche :hug: .

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Bittchen
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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Bittchen » Donnerstag, 30.11.17, 15:23

Danke für die Umarmung, liebe Rosenrot.
Ja ,es ist gut ,dass wir nicht wissen was kommt.
Weiter machen und hoffen ,dass es wieder heller wird.

Dir auch alles Liebe und herzliche Grüße.
Bittchen
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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von padma » Donnerstag, 30.11.17, 19:04

liebe Bittchen, :)

danke dir für deine ausführliche Geschichte. Du hast wirklich viel schlimmes durchgemacht. :hug:

Ich habe deinen Bericht etwas gekürzt und als Signatur angehängt. Gib mir bitte Bescheid, wenn du etwas anders haben möchtest.
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
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Kannst du mal nach den genauen Werten der Schildrüsenuntersuchung fragen und sie möglichst mit Referenzwerten hier einstellen?
Für eine leichte Überfunktion wären deine Symptome sehr heftig. Das kann zwar mit eine Rolle spielen, ich tippe aber doch eher auf Absetzsymptome, da die Symptome dafür ganz typisch sind.

Auch die vermutete Polyneuropathie würde ich erstmal als Absetzsymptome einordnen, da Missempfundungen sehr typische Absetzsymptome sind.

liebe Grüsse,
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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Bittchen » Donnerstag, 30.11.17, 19:50

Danke für deine Mühe, liebe Patma.

Die jetzigen, genauen Werte,von Dienstag, bekomme ich noch mitgeteilt.

Am 6.11.17 waren sie wie folgt.: TSH ! 0.08 mU/l (O,27- 4.20)
ft3 2.61 pg/ml (2.0-4.4)
ft4 1.39 ng/dl (0.90-1.70)
Der TSH Wert ist wohl sehr niedrig.
Davon verstehe ich nicht viel.
Im Moment nehme ich 100 mg L-Thyroxin,seit drei Tagen erst,vorher 112mg ,schon seit 3 Monaten.
Ich glaube 100 mg ist auch noch zu viel,aber ist nur so ein Gefühl.
400 mg Magnesium und eine Fischoel 1000 mg, nehme ich täglich .
Seit gestern tgl.eine Ass 100.
Da bin ich gespannt wie mein Magen auf Dauer reagiert.
Antriebslos und weinerlich bin ich auch noch immer.
Auch Durchfall habe ich wieder.
Ich will jetzt nicht wieder ein AD ,wenn es auch noch so wenig ist,einschleichen.
Erst einmal will ich das so durchziehen.
Ich habe von dem Gift, total die Nase voll.

Einen schönen Abend wünsche ich.

LG Bittchen
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

padma
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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von padma » Freitag, 01.12.17, 17:28

liebe Bittchen, :)

Schilddrüse ist ja ein sehr kompliziertes Fachgebiet, ich traue mir nicht zu, deine Werte zu interpretieren.

Der TSH ist sehr niedrig, allerdings habe ich gelesen, dass wenn man SD Hormone nimmt, ein stark erniedrigter Wert nicht zwangsläufig eine Überfunktion bedeutet
Der TSH ist ein Hypophysenhormon, mit dem die Schilddrüse zur Produktion der SD-Hormone T4 und T3 stimmuliert werden soll. Er ist kein Schilddrüsenhormon, also kann man daran auch nicht sehen, ob eine Überdosierung vorliegt oder nicht. Eine Überdosierung würde sich zeigen, wenn die freien Werte über der Norm wären und die entsprechenden Symptome vorhanden sind.
Der TSH wird aus dem Grund unter Tabletteneinnahme supprimiert, weil wir die Dosis auf ein oder 2 Portionen einnehmen, während eine gesunde Schilddrüse diese Hormone nur ganz kontinuierlich über den Tag verteilt ausschüttet.
Dadurch fährt die Hypophyse die TSH-Ausschüttung herunter, und viele Ärzte deuten das fehl als Überfunktion.
https://www.hashimoto-forum.de/viewtopi ... 504a#p4525

fT3 und fT4 sind ja im Normbereich. Aber wie gesagt, ich kann es nicht wirklich beurteilen.
Und es geht ja auch nicht nur um die Normwerte sondern darum, was dein persönlicher Wohlfühlwert ist.

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Bittchen » Samstag, 02.12.17, 8:37

Liebe Patma,
ich danke dir für deine Antwort.

Das endgültige,erneute Ergebnis ,vom Facharzt steht ja noch aus.
Da wurden ja erneut Blut abgenommen und ich habe bei dem Arzt, einen kompetenten Eindruck.
Noch immer habe ich aber die Symptome,die mir in einer akuten Phase der Depression, sehr vertraut sind.
Auch mein Schlaf ist sehr gestört und immer nur kurz ,dann aber von schlechten Träumen begleitet.
Zukunftsängste spielen dabei eine große Rolle.

Was ich noch nie ohne Medikamente hatte,ist der extrem trockene Mund und der ständige Durst.
Trockener Mund ,Schleimhäute ,Haut , Haare, auch trockene Augen,hatte ich nur mit Medikamenten bisher so stark.

Der psychische Stress,den ich ja immer wieder habe und das seit vielen Jahren,beeinflusst mein Befinden sehr stark..
Gesunden Menschen würde es in unserer jetzigen Situation auch nicht gut gehen.
Mein Mann hält sich tapfer,aber ich merke,wie auch ihm langsam die Kraft ausgeht.
Meinen Alltag zu meistern fällt mir sehr schwer und jetzt mich wieder an meinen ärztl. Psychologen wenden,geht auch nicht.
Da wird mir sofort wieder zu Medikamenten geraten,das kenne ich ja zu gut.
Das ist wie den Teufel mit dem Belzebub austreiben,ein echter Teufelskreis.

Also irgendwie weiter machen ,wenn es gar,nicht mehr geht ,werde ich 0,5 mg Es-Citalopram einschleichen.
Das Rezept für die Tropfen werde ich mir nächste Woche besorgen.
Wenn ich hier dir Beiträge lese,habe ich die Hoffnung ,das ich ich auf dem richtigen Weg bin.

Wenn ich deinen Verlauf lese, ähnelt meine Symptome deinen sehr stark.
Auch von früheren Absetzversuchen kenne ich das sehr gut.

Da kann ich nur wünschen und hoffen für dich,dass es dir jetzt besser geht.
Ein schönes Wochenende,mit vielen guten Momenten, wünsche ich dir und allen Mitlesern.

Liebe Grüße
Bittchen
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LinLinapadma
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Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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Re: Verspätetet Symptome nach Absetzen von Es-Citalopram

Beitrag von Bittchen » Sonntag, 03.12.17, 8:17

Guten Morgen zusammen,

Gerade habe ich O,5 ml Es-Citalopram wieder eingenommen.
Ich hatte noch ein angebrochenes Fläschchen.
2 mal 20 ml in ein Glas,mit Spritze,dann einen Tropfen rein.
Dann die Flüssigkeit mit Spritze geteilt und eine Hälfte getrunken.
Jetzt weiß ich nur nicht ,wie lange ich diese Dosis beibehalten soll.
Da wäre ich dankbar ,wenn ich da noch eine Information von euch bekäme.
Da konnte ich mich hier im Forum nicht so richtig schlau machen.
Vielen Dank im voraus.
Einen schönen 1.Advent und liebe Grüße.

Bittchen
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Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

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3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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