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LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 10.05.18, 10:37

Liebe Lena,

auch von mir einen :hug:

Ich wünsche Dir einen schönen Tag.

Muryell
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Freitag, 11.05.18, 14:17

Liebe Ilse, liebe Muryell,

danke für eure lieben Grußworte :hug:

ja, ich hatte in paar symptomärmere Tage und habe dies gleich genützt, um einiges zu machen, was ich sonst nicht machen kann :) Auch, damit ich positive Erinnerungen habe in dunklen Tagen...
Dieses Gespenst der nächsten Welle verfolgt mich jetzt leider sehr... aber ich versuche, drüberzustehen.

Schon lustig, wenn das Gehirn normalerweise komplett überkocht und sich der Körper nicht regulieren kann, wenn man einen Spaziergang macht, und plötzlich kann man eine Runde radeln und sich dann mit Bekannten unterhalten... :shock: :)

Ich war auch, und das war jetzt tatsächlich das erste Mal im Entzug, in einem Restaurant. Zwar traue ich mich wegen der Histaminunverträglichkeit noch nicht, dort auch was zu essen - ich teste mich erst zu Hause wieder langsam an eine größere Bandbreite heran, was auch gut funktioniert - aber allein schon dort zu sitzen, mit drei anderen Leuten, mich zu unterhalten und es sogar ein wenig zu genießen, verdient eigentlich einen Eintrag ins Buch der Rekorde :D
Muss aber sagen, dass an diesem Tag das Gaba-Pulver zum Einsatz kam, damit ich die Erwartungsangst - die man leider nach so vielen schlimmen Entzugserlebnissen einfach hat - und auch die Entzugsangst unter Kontrolle bekam.

Ich wünsche euch allen den schönstmöglichen Tag trotz Symptomen :)
Lena
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Muryell » Freitag, 11.05.18, 14:29

Liebe Lena,

LenaLena hat geschrieben:
Freitag, 11.05.18, 14:17


- aber allein schon dort zu sitzen, mit drei anderen Leuten, mich zu unterhalten und es sogar ein wenig zu genießen, verdient eigentlich einen Eintrag ins Buch der Rekorde :D
:party2:

Das freut mich sehr! :D

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Guglhupf » Freitag, 11.05.18, 14:40

Hallo liebe Lena :)

Juhuuu ich freu mich so, dass es dir endlich wieder besser geht <3 es ist eben ein leidiges auf und ab. Ich würde ja sagen schöpfe Vertrauen und Kraft aus dem Fenster für die nächste Welle aber ich weiß ja selbst, dass man in der Welle kaum Einfluss auf das Denken hat.

Ich wünsch dir einfach wunderschöne Momente und dass du es so gut möglich genießen kannst.

Ich war gestern von frühmorgens bis spätabends auf einer Messe mit tausenden Besuchern. Wir sind gelaufen und gelaufen und gelaufen. Dass ich das alles so komplett symptomfrei überstanden habe macht mir Mut für die Zeit danach, denn ich hab ja jetzt länger nicht reduziert und fühle mich völlig normal. Das einzige was mir aufgefallen ist, dass ich gestern Abend geistig sehr erschöpft war was sicher dem "Umbau" im Gehirn geschuldet ist. Aber der Schritt von zitternd wimmernd auf der Couch und nicht raus können von vor einem Jahr auf überfüllte Messe mit 6stündiger An/Abreise ohne Probleme ist gewaltig und macht hoffentlich Mut, dass ein normales Leben danach auf jeden Fall möglich ist. Hoffentlich dringt das auch in der nächsten Welle noch zu mir durch :D

Ich wünsche dir einen hoffentlich schönen Tag!!

Ganz liebe Grüße
Anna :hug:
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Freitag, 11.05.18, 15:42

Huhu Muryell,
daaanke fürs Mitfreuen :party2:

Liebe Anna,
wooooow das ist eine Leistung!! Da ist ordentlich was weitergegangen bei dir!
Guglhupf hat geschrieben:
Freitag, 11.05.18, 14:40
Aber der Schritt von zitternd wimmernd auf der Couch und nicht raus können von vor einem Jahr auf überfüllte Messe mit 6stündiger An/Abreise ohne Probleme ist gewaltig und macht hoffentlich Mut, dass ein normales Leben danach auf jeden Fall möglich ist. Hoffentlich dringt das auch in der nächsten Welle noch zu mir durch :D
Natürlich ist ein normales Leben danach möglich :) Daran zweifle ich nicht. Und durch diese Fenster "sieht" man ja buchstäblich schon, wie es werden wird!
hihi ich erinnere dich in der nächsten Welle oder zitiere dich dann einfach :lol:

LG Lena
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Guglhupf » Freitag, 11.05.18, 20:30

Liebe Lena

ich weiß schon dass du daran glaubst, du bist auch immer sehr positiv eingestellt, selbst wenn es eine schlimmere Welle ist. Ich meinte das eher allgemein, weil wir alle immer während einer Welle nicht mehr so recht dran glauben können.

Ja bitte erinnere mich daran bei der nächsten Welle ;-)

Liebe Grüße
Anna
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Jofab » Sonntag, 13.05.18, 8:24

Liebe Lena,

ich freue mich sehr für dich, dass du ein paar gute Tage hattest !
Wie schön, dass du diesen Restaurantbesuch ein wenig geniessen konntest !

Das ist doch wirklich ein Fortschritt, auch wenn du dich vor der nächsten Welle fürchtest.
Ja, ich wundere mich auch immer, wenn abends plötzlich alles "normal" ist.

Im Moment habe ich eine schlimme Erkältung, die meine Mutlosigkeit leider noch verstärkt.

Ich wünsche dir, dass du den Muttertag heute auch ein wenig geniessen und dich verwöhnen
lassen kannst :D

Liebe Grüsse
Ilse
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Black-Hannah » Montag, 14.05.18, 22:28

Hallo Lena,

ich reihe mich mal in Glückwünsche mit ein. ;)

Es freut mich sehr, dass du wieder unterwegs sein und mit anderen Menschen in einem Restaurant sitzen konntest und es auch sehr genossen hast. Das ist sehr schön so etwas zu lesen. :)

Es ist auch sehr toll, dass du dich langsam wieder an Histaminhaltige Lebensmittel herantastet. In der Phase bin ich auch gerade und hab herausgefunden, dass ich immerhin Bananen wieder vertrage.

Ich wünsche dir alles Gute, und dass du die Fensterphasen mit weiteren tollen Erinnerungen füllen kannst!

Liebe Grüße
Hannah
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wegen zunehmender Teilnahmslosigkeit und Emotionsmangel runterdosiert

ca.Sommer 2012 runter auf 150mg,
Verbesserung des Gemütszustandes, größere Bandbreite an Emotionen

Frühjahr 2015 runter auf 75mg
erstes Mal starke Absetzerscheinungen (Schwindel, Brain-Zaps)
angefangen mit Sport, weniger Cannabiskonsum

September/Oktober 2016 runter auf 37,5mg
NW: Schwindel erstes Mal Unruhe, Angst und Panikgefühle

Mai/Juni 2017 runter auf 0
Sehr starke Absetz/Entzugserscheinungen: Schwindel,Gangunsicherheiten,Brain-Zaps, Ohrensausen/druck, starke Stimmungsschwankungen
Juli/August Magen-Darm-Probleme, diverse Unverträglichkeiten, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Herzrasen, Angst/Panik
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Oktober Downphase, Suizidgedanken, ständiges Wasserlassen(immer noch bzw. immer wieder), Grübeln
seit Dezember/Januar wieder häufige Angstzustände, Grübeln/Denken über jetziges Leben/Vergangenheit/Kindheit/Tod, Suizidgedanken, starke negative Emotionen (Wut, Zorn, Trauer)

seit März 2018 das erst mal seit langem ab und an "gute Tage", bin wieder fähig mich zu freuen

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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 15.05.18, 21:24

Danke, ihr Lieben!

Es geht leider stark auf und ab bei mir. Mal gut, dann wieder gar nicht. Aber immerhin nicht ständig schlecht wie bis vor kurzem, da bin ich schon dankbar dafür. Immer wieder gute Tage oder Stunden.

Es ist sicherlich noch viel Geduld notwendig.

@Hannah, das ist ja schön :) Ich vertrage auch wieder ein wenig mehr. Wenn ich die Portionen klein halte. z.B. eine Cocktailtomate.

LG Lena
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 16.05.18, 8:46

Liebe Lena,

freue mich, dass es dir etwas besser geht als neulich.
Möchte dir noch von Herzen danken, dass du immer wieder bei mir reinschaust.

Alles Liebe :hug:
Ilse
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Mittwoch, 16.05.18, 10:45

Danke dir, liebe Ilse :)
Und natürlich schau ich bei meinen Wegbegleitern auf unserem schweren Weg rein :)

Ich hab leider seit Anfang April erstmals in dieser Ausprägung sehr viele depressive Gedanken und Phasen. Vorher im Entzug war eher die Angst die Neuroemotion, die mir zu schaffen machte (das ist jetzt besser!), anfangs auch Wut/Aggression.
Das ist soo seltsam und macht mir auch Angst, weil ich niemals im Leben vorher depressiv war. So eine tiefe Sinnlosigkeit kenn ich gar nicht.
Und dann wechselt es wieder und ich bin für ein paar Stunden glücklich und gut gelaunt, und alles macht Sinn - und dann geht das Fenster wieder zu.
Muss mich in diesen Phasen immer so sehr zwingen, nicht an die Zukunft zu denken. Schritt für Schritt, Tag für Tag.

Manchmal fragt man sich schon.... wie konntest du so krank werden. "Nur" durch Tabletten. Ich werd in Zukunft auch andere Tabletten nicht mehr nehmen, wenn nicht ein absolut lebensbedrohlicher Zustand existiert. Das hab ich draus gelernt. Es gibt ja so viele ähnliche Geschichten und Skandale bei anderen Medi-Gruppen. Aus und vorbei, genug Körperverletzung.

LG Lena
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Mittwoch, 16.05.18, 19:44

Hallo meine Lieben,

neben dem Bericht über die Neuroemotionen wollte ich noch einmal in meinem Monat 10 ein generelles Update geben:
Bei mir ist es leider nix ist mit der Theorie, im Entzug werden die Wellen mit der Zeit kürzer und weniger intensiv und die Fenster länger. Zumindest bisher ist das Gegenteil der Fall :( Vielleicht kommt das ja noch..

Ich habe mir heute meine Aufzeichnungen angesehen. Bis zum Monat 6 hatte ich noch Fenster von einer Woche oder sogar 10 Tagen. Ab dann wurden sie kürzer und immer kürzer und auch immer seltener. In den letzten zwei Monaten hab ich höchstens noch 3-5 Fenstertage, der Rest ist Welle :( :( Und durchaus mit schlimmen Spitzen, immerhin aber nicht mehr ganz so häufig.

Kein Wunder, dass ich in letzter Zeit soo hoffnungs- und auch energielos geworden bin. Dieses ständige Gefühl von Kranksein, die Neuroemotionen, die Schmerzen (ich habe seit geraumer Zeit wieder wie am Beginn des Entzugs schlimm schmerzende/brennende Beine, als wär ich in einen Autounfall geraten), das Warten auf Fenster, auf "Atemholen" hat mir stark die Energie entzogen.

Was mir hilft: Mich pushen neuerdings Begegnungen mit Menschen, die aber so selten sind. Aber wenn es möglich ist, sei es am Telefon oder persönlich, gibt mir das sehr viel Energie :) Und ich male wieder, nachdem mir das in den Medikamentenjahren komplett abhanden gekommen war. Das macht mich auch ruhiger.

Meine Nerven aber sind einfach sehr geschädigt, was dann wieder die Symptome auslöst. An einem Bsp sieht man das ganz gut: Für meinen Mann sollte ich kürzlich bei einer Online-Auktion mitbieten. Allein diese "Aufregung", ob ich das Teil ersteigere, hat meine Nerven komplett ins Aus gekickt. Innerhalb kurzer Zeit war ich, obwohl in meinem gemütlichen, sicheren Zuhause, komplett zittrig, Puddingbeine, übel, schwindlig.

Meine Magen-Darm-Problematiken habe ich allerdings seit langem besser im Griff. Einerseits mit der Ernährung, dann spielen auch kleinere Portionen eine große Rolle und überhaupt weniger Essen (der Körper erscheint mir sonst überfordert) genau wie kaum Zucker. Außerdem habe ich über eine Woche lang Darmflora-Kapseln mit lebenden Keimen eingenommen, die ich noch da hatte, weil sie mir ein Arzt mal verschrieben hatte. Ich hatte zwar etwas Angst, dass ich das nicht vertrage, aber seitdem fühlt sich mein Bauch sehr viel besser an.

Grundsätzlich muss ich in nächster Zeit wohl ein wenig Abstand vom Thema Entzug nehmen. Ich denke ständig darüber nach, was nicht gut ist und mich soo hoffnungslos macht.

Tut mir leid, dass ich keine besseren Nachrichten habe. Aber immerhin gibt es meist 3-4 kleine Lichtblicke im Monat.

Euch, meinen lieben Mitkämpfern, wünsche ich mehr Mut, als ich ihn grad habe, und gute Besserung und viele Fenster! :group:
LG Lena
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Black-Hannah » Mittwoch, 16.05.18, 22:22

Hallo Lena,

das sind leicht unerfreuliche Nachrichten, dass deine Fenster eher kürzer anstatt länger werden. Ich drück dich mal ganz lieb. :hug:

Du hast wirklich schon soo viel geschafft und über das was besser geworden ist, freue ich mich sehr für dich.
Du kannst wieder Kraft aus Gesprächen mit Menschen ziehen und da etwas positives für dich mitnehmen, das ist wunderbar. Du wirst also wieder mehr gesellschaftsfähig, das ist ein gutes Zeichen der Heilung.

Dass du dank bewusster Ernährung und Darmkur deine Bauchbeschwerden lindern und bessern konntest, ist sehr schön. Es ist ein gutes Gefühl, wenn der Bauch nicht so voll ist und man nicht ständig über jedes Rumpeln im Bauch nachdenken muss, weil einfach das Rumpeln viel seltener geworden ist.

Ich denke, man muss im Entzug und ohne ADs irgendwie vieles wieder neu lernen und das richtige Maß für sich finden. Besonders im Bereich Ernährung und Stressbewältigung. Mit ADs ist man da viel toleranter, kann mehr essen (zumindest ging es mir so) und hält auch Lautstärke oder Stress besser aus. Jetzt wurde der Filter raus genommen und man muss erst wieder den richtigen Umgang damit lernen, zudem reagiert man auch aufgrund des gereizten ZNS sehr sensibel auf bspw. Stress.
Kann ich gut verstehen, dass dich die Internetauktion aus der Bahn geworfen hat. Mich hätte so eine nervenaufreibende Situation auch mehr als durcheinander und ins Schwitzen gebracht.

Es ist natürlich auch eine sehr gute Idee, nicht ständig über die Einzelheiten des Entzuges und der Medikamente nachzudenken. Sondern auch wieder mehr versuchen, einfach zurück zu seinem Leben zu finden, Tag für Tag. Ohne ständig alles zu hinterfragen. Und wie man bei dir lesen kann, gelingt dir das auch immer besser.

Oh, und es so toll, dass du wieder malen kannst. :) Ich finde auch, kreativ sein ist die Beste Ablenkung und Entspannung überhaupt. Großartig, dass du daran wieder Freude hast.
Mir hilft kreative Beschäftigung auch besonders in depressiven Phasen um gegen die Hoffnungs- und Sinnlosigkeit "anzukämpfen". Es ist ein hervorragendes und aufbauendes Gefühl, wenn man auf dem anfangs weißem Papier etwas erschaffen hat!

Wunderbar, dass du so aktiv bist und trotz der scheinbaren Rückschritte des Zustandes bist du, wie ich finde, wirklich auf einem guten Weg der Besserung.

Ich wünsche dir viel Kraft und baldige Lichtblicke. :)

Liebe Grüße
Hannah
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von tigger123 » Mittwoch, 16.05.18, 22:49

Hallo Lena,

Könntest Du deine schmerzen in den Beinen genauer beschreiben?

Ich habe seit 2-3 Wochen schmerzen in den Waden und Kniekehlen. Mal sehr stark, dann wieder weniger. Diese Schmerzen sind so unangenehm. Ich dachte schon an eine Trombose. Aber die Beine sind weder dick noch warm noch rot. MagnesiumÖl hilft auch nicht. Also schließe ich die Muskeln aus. Aber woher kommen dann diese Schmerzen? Sind es vielleicht Nervenschmerzen?
Ich weiß es nicht.

Ich wünsche dir in absehbarer Zukunft viele und große Fenster

VG
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I
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 17.05.18, 9:10

Liebe Lena,

ich kann nur sagen, dass ich an Heilung glaube.

Alles Gute :hug:

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Jofab
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 17.05.18, 9:29

Guten Morgen liebe Lena,

danke dir noch für deine lieben Worte in meinem Thread.
Wenn ich darf, antworte ich dir hier.

So ähnlich wie dir gings mir auch. Ab dem 6.ten Monat verschlechterte es sich rapide.
Dh., wenn ich von Mitte Mai rechne, als ich das Fluox. abgesetzt hab. Da Fluox. eine längere Halbwertzeit hat,
gehe ich immer erst von Anfang Juli aus, als der Wirkstoff aus dem Körper war. Sonst wäre jetzt 1 Jahr herum.

Somit betrachte ich mich jetzt auch als im 10. Monat wie du.
Allerdings hatte ich in den ersten Monaten morgens extremes Herzrasen, aber nachmittags war das vorbei und es
ging mir oft nicht schlecht und abends gut.

Der hohe Puls besserte sich dann ein wenig.
Aber zu der Zeit begannen plötzlich diese Verzweiflungsanfälle. Und das extreme Einsamkeitsgefühl !
Das war ganz deutlich ! Vorher nie einsam gefühlt, auch in den ersten Monaten nicht.
Und objektiv gesehen bin ich das ja auch nicht.

Vorher hatte ich grosse Ängste, natürlich auch durch den hohen Puls.
Aber nicht diese Neuroemotionen, wie ich sie mittlerweile fast durchgängig den ganzen Tag habe.

Wie schön, dass dir Kontakte mit Menschen wieder gut tun ! Das ist doch eine positive Entwicklung !
Geniesse es, sooft es geht !

Jegliche Aufregung versetzt meinen Körper auch sofort in Alarmstimmung !
Neulich konnte ich meine Schlüssel nicht finden und war innerhalb von Sekunden fix und fertig.
Dann bin ich nur noch ein Nervenbündel.

Entschuldige, dass ich so viel von mir schreibe - wollte dir eigentlich nur sagen, dass sich unsere
Entzugsproblematik In vielem ähnelt.
Wie ich dich auch gestern in meinem Thread zitiert habe, scheinen die Verläufe oft so zu sein.

Mich tröstet das ein wenig ( aber nur ganz wenig ! ) dass ich keine grosse Ausnahme bin.
Und das ich mich ein wenig mit anderen vergleichen kann.

Wie schön, dass du das Malen wieder entdeckt hast - ich glaube, dass dir das auch sehr gut tut !
Alles, was vom Entzug und das Grübeln darüber ablenkt, ist wunderbar !

Und - das es dir körperlich viel besser geht und du nicht mehr so unter deinen Darmbeschwerden leidest !
Stelle ich mir als grosse Erleichterung vor !

Du hattest ja wie ich gehofft, jetzt nach Monaten schon weiter zu sein in der Genesung.
Mir ist das jetzt auch erst richtig bewusst geworden.
Und diese Enttäuschung muss erstmal verarbeitet werden.

Aber ich habe den Eindruck, dass es jetzt stagniert und nicht schlimmer wird. So möchte ich das sehen.
Und darüber wäre ich schon sehr froh.
Und bei dir sehe ich aber auch viele positive Momente.

Ich habe mich gestern das erste Mal wieder ein bischen im Vorgarten beschäftigt.
Lange Zeit hat es mich gar nicht interessiert.
Und gestern abend habe wieder ein wenig saubergemacht und aufgeräumt. Und es ging mir relativ gut von der Hand.
Solche Aktivitäten muss ich einfach mehr in den Abend verlegen, dann ist es mir am ehesten möglich.

Konzentrieren wir uns im Moment also mehr auf die Fortschritte als auf das, was noch nicht so gut ist.
Und hier im Forum hören wir ja auch immer wieder, dass wir nur durchhalten müssen, dass es sich besser
wird mit der Zeit.
Ich hatte ja neulich auch das erste Mal seit vielen Monaten 2 Fensternachmittage.
Das war ganz überraschend und hat so gut getan. :D

Und das Gute ist - wir haben schon 10 Monate geschafft !!!
Das ist schon eine lange Zeit und ich bin froh, dass sie überstanden sind ! Vieles soll sich ja im 2.ten Jahr verbessern.
Jeder einzelne Tag zählt !

Nehmen wir all unseren Mut zusammen und machen weiter. Mir fällt es auch grad schwer.
Aber es tut so gut, damit nicht allein zu sein.

Hoffentlich bald für dich auch wieder mehr Lichtblicke und gute Momente.

Drück dich ganz fest ! :hug:

LG Ilse
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Ana19 » Freitag, 18.05.18, 10:47

Liebe Lena,

ich danke dir sehr für die Einträge in meinem Thread, und wollte hiet mal hier in deinem ein riesen Großes
Kraftpaket da lassen!

Auch wenn es schwer zu glauben ist ... ich denke auch das diese Rückschläge Heilung sind und das der Körper sich in dieser Phase darauf konzentriert!

Ich bin nach meiner Absturzphase nun im Monat 13, und
Ich hatte auch schon die Möglichkeit persönlich zu kommunizieren ich weiß noch im Winter war das noch sehr befremdlich und dann wurde es Monat für Monat besser und leichter... selbst wenn manche Symptome wieder da sind , können wir uns über die Erfolge
freuen die wir erleben! :)

Ich schicke dir Hoffnung und Zuversicht!
Die Fenster kommen und es kommt die Zeit da bleiben sie!

Liebste grüße <3
Ana
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Leben ist zeichnen ohne Radiergummi

LenaLena
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Freitag, 18.05.18, 11:55

Ihr Lieben,

danke für eure Nachrichten! Darauf war ich gar nicht gefasst und habe mich sehr gefreut und ermutigt gefühlt. :group:

Es stimmt schon, mein Entzug ist nicht besser geworden, aber hat sich sehr verändert. Und ihr habt natürlich recht, dass allein das ein Zeichen für Fortschritt und Heilung ist :)
Diese starken Panikattacken z.B. erfahre ich nun wesentlich seltener.
Black-Hannah hat geschrieben:
Mittwoch, 16.05.18, 22:22
Ich denke, man muss im Entzug und ohne ADs irgendwie vieles wieder neu lernen und das richtige Maß für sich finden. Besonders im Bereich Ernährung und Stressbewältigung. Mit ADs ist man da viel toleranter, kann mehr essen (zumindest ging es mir so) und hält auch Lautstärke oder Stress besser aus. Jetzt wurde der Filter raus genommen und man muss erst wieder den richtigen Umgang damit lernen, zudem reagiert man auch aufgrund des gereizten ZNS sehr sensibel auf bspw. Stress.
Das ist ein interessanter Gedanke, Hannah! :) Das hab ich noch gar nicht so beachtet, dass nicht nur mein ZNS gerade übersensibel ist, sondern dass der Kontrast zur vorherigen Dämpfung durch die AD natürlich auch erst mal überwunden werden muss. Somit komme ich mir natürlich noch sensibilisierter vor.
Wobei ich ja durch meine ständige Auf- und Abdosiererei die ganzen Jahre ständige Sensibilitäten hatte... sehr gedämpft war ich nie.

tigger123 hat geschrieben:
Mittwoch, 16.05.18, 22:49
Könntest Du deine schmerzen in den Beinen genauer beschreiben?
Hey Tigger, so wie du es beschreibst, würde ich schon auf die Muskeln tippen. Dazu müssen die Beine überhaupt nicht dick oder rot sein. Magnesiumöl ist im Entzug oft einfach zu schwach. Ich nehm sogar oral recht viel Magnesium ein und kann dennoch diesen Muskelschmerzen, die sich oft auch druckmäßig anfühlen, in manchen Zeiten nichts entgegensetzen.
Was ich jetzt habe, sind aber Nervenschmerzen. Ich kenne das aus meinen früheren Entzügen, das hatte ich ausnahmslos jedes Mal. Meist an den Beinen und Füßen und oft auch an den Händen. Da brennt die gesamte Haut und auch das ganze Bein samt Knochen innen ohne Grund wie Feuer, fühlt sich auch warm an (ist es aber nicht), ist komplett berührungsempfindlich (ich sage dann immer: So muss sich ein Schmetterlingskind fühlen). Aber auch ohne Berührung rast das Feuer durch.
Vielleicht trifft es eher, wenn ich sage, es fühlt sich an, als wäre ich mit beiden Beinen in einen Brand geraten.
An den Füßen ist das oft so unangenehm, dass ich kaum gehen kann, weil es schmerzt. Wie eine Nervenentzündung.

Jofab hat geschrieben:
Donnerstag, 17.05.18, 9:29
Aber zu der Zeit begannen plötzlich diese Verzweiflungsanfälle. Und das extreme Einsamkeitsgefühl !
Das war ganz deutlich ! Vorher nie einsam gefühlt, auch in den ersten Monaten nicht.
Und objektiv gesehen bin ich das ja auch nicht.
Vorher hatte ich grosse Ängste, natürlich auch durch den hohen Puls.
Aber nicht diese Neuroemotionen, wie ich sie mittlerweile fast durchgängig den ganzen Tag habe.
Liebe Ilse, diese Neuroemotionen sind echt böse. Wenn man mittendrin ist, sind sie Realität. Aber bei mir gehen sie dann doch oft schnell wieder weg (oder machen Pause), und dann ist alles komplett anders und ich wundere mich, warum ich vorher so fertig mit der Welt und mutlos und einsam und frustriert war!?
Ich freue mich übrigens sehr für dich, dass du wieder Freude am Werkeln im Garten gefunden hast! Das ist doch mal ein Fortschritt! Mich beruhigt das Garteln in meinem Minimini-Gärtchen auch sehr und ich machs seit ein paar Monaten wieder gerne.

Ja, bei vielen bessert sich was im 2. Jahr. Ich hoffe es. Mittlerweile denke ich auch in Jahren. Ursprünglich bin ich eher davon ausgegangen, dass sich schon im ersten Jahr etwas bessert. Aber vielleicht ist Veränderung ja auch eine Besserung :D

Ana19 hat geschrieben:
Freitag, 18.05.18, 10:47
Auch wenn es schwer zu glauben ist ... ich denke auch das diese Rückschläge Heilung sind und das der Körper sich in dieser Phase darauf konzentriert!
Liebe Ana, schön, dass du auch hier vorbeischaust :) Ja, ich bin ganz deiner Meinung und habe das ja auch schon so erfahren. Aber es ist eben doch eine Folter, schwerste Zeiten aushalten zu müssen, nur um irgendwann wieder "normal" zu sein... klar hätte man es lieber, dass es einem gut geht :) Wobei ich diese Phasen schon immer wieder akzeptiere, mir fällt es eher so enorm schwer, nicht zu wissen, wann das alles endet. Oder eher: Nicht zu wissen, wie ewig das noch dauern kann...

Naja, weiter gehts auf dem Weg :sports: Ich wünsche euch allen Mut, Akzeptanz und Kraft!!!
LG Lena
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Zu rasches Reduzieren (5 Monate), danach Entzug/Absetzsyndrom, auf Null seit August 2017

Mir hilft: Omega 3, Vitamin D, histaminarme Ernährung, Passionsblumentropfen + Gaba
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Jofab
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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Jofab » Freitag, 18.05.18, 12:37

Liebe Lena,

ein paar Grüsse von mir heute morgen.
Danke dir für deine guten Wünsche.

Ja, es wäre schön zu wissen, wann es besser wird. Wenigstens ein bischen.
Stecke wohl immer noch in dieser ersten Phase, wo es noch keine grossen Fenster gibt.
Das ist schwer.

Morgen hat mein Sohn Geburtstag. Ich muss noch einen Kuchen backen und hier
etwas saubermachen. Weiss noch gar nicht, wie ich das schaffen soll.

Heute kommt auch seine Freundin und morgen nachmittag fahren sie für 3 Wochen
an die Ostsee.
Obwohl ich viele Diskussionen mit meinem Sohn habe, die mir auch nicht gut tun,
fürchte ich mich noch mehr vor dem Alleinsein.

Aber dieses WoE ist ein grosses Treffen von NA mit Freunden aus ganz Deutschland.
Ist bei mir um die Ecke und dort kann ich morgen abend hin, wenn sie abgefahren sind.

Welche Pläne hast du für Pfingsten ?

Ich wünsche dir auf alle Fälle ein paar schöne Tage.

Ganz liebe Grüsse an dich :)
Ilse

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Re: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von tigger123 » Freitag, 18.05.18, 13:22

Hallo Lena,

Darf ich fragen wieviel mg Magnesium du nimmst?
Ich nehme ja auch noch zusätzlich 250mg wegen Herzstolpern. Konnte damit die Extrasystolen um einiges rduzieren :D

Einen Symptomarmen Tag wünscht Dir
Tigger
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I
10.06.18 7,5mg - 7,5mg Opipramol

09.07.18 8,125mg - 7,5mg wegen sehr starken Symptomen :cry:

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