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Audrey: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Audrey
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Audrey » Montag, 05.02.18, 14:42

Hallo ihr Lieben,

wollte mich mal wieder melden. Mit den 0,025 mg geht es mir nicht schlechter als vorher. Also leider gleichbleibend elend. Der Schwindel und die aufkeimenden Panikattacken sind gleichbleibend vorhanden. Ansonsten kommen immer irgendwelche andere Sachen dazu, gehen wieder weg und kommen wieder. 1-2 Tage Schmerzen unter der Achsel. Kleiner Knubbel unter der Haut der dann wieder weggeht. Die Leisten schmerzen bzw ist es unter den Achseln und der Leiste als ob die Haut brennen würde. Oder eine Entzündung bzw aufgerissene Hautstelle an den unmöglichsten Stellen.
Hat das auch noch mit Entzug zu tun. Bzw kennst das jemand? Das schürt natürlich meine Angst immens. Schrecklich. Dazu die Kopfsymptome und ich könnte aus Verzweiflung nur noch heulen.

Ich hatte mich ja letztes Jahr in einer Tagesklinik vorgestellt und nächsten Montag geht es los.

Hat hier jemand schon Erfahrung damit?

Ich bekomme schon etwas Muffensausen, denn das geht jeden Tag von 8-17 Uhr. Und ich habe Angst das körperlich bzw kräftemäßig nicht zu schaffen. Andererseits möchte ich ja etwas gegen meine Angst tun, denn die Gesprächstherapie hat mich nicht weiter gebracht.
Trotzdem habe ich Bedenken, ob ich den straffen Plan 6-10 Wochen durchhalte.

Dann mach ich mir auch Gedanken, ob ich dort Medikamente angedreht bekomme. Ich möchte keine. Und ob ich dann als unkooperativ dargestellt werde und nicht mitarbeite wenn ich nichts nehmen will....

War hier vllt jemand schon in einer Tagesklinik und kann mir seine Erfahrung weitergeben?

Danke Euch und liebe Grüße,
Audrey
2009 Angstzustände, Panik 6 Wochen nach Geburt

2010-2013 Citalopram 20 mg

2013 Absetzversuch. Innerhalb 4 Wochen auf 0 reduziert. Panik sofort wieder da. Dann wieder aufdosiert. Es wurde schnell besser

2013-2014 Citalopram 30 mg

2014-2015 Citalopram 30 mg nicht mehr regelmässig genommen. Immer sporadischer.

Bis Juli 2015 ganz aufgehört.

November 2015 Zusammenbruch. Viele körperliche Symptome für die es scheinbar keine Erklärung gibt:

Massive Erschöpfung, Schwindel, Augenschwindel, Rückenschmerzen, Kribbeln auf dem Kopf, Kälteschauer, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Schwäche, Schmerzempfindlicher Bauch, das Gefühl umzukippen, Herzstolpern und Mißempfindungen überall, starke Nackenverspannungen. Ohrgeräusche. Schlafstörung.

Die Angst kommt zurück

September 2016
3 Tage Krankenhausaufenthalt. Magenschleimhautentzündung, Refluxstörung

Hypnosetherapie ausprobiert und aktuell Verhaltenstherapie

Juni 2017 Versuch mit Johanniskraut. Nach 2 Wochen abgebrochen wegen Herzrasen

Ende Oktober 2017
Versuch mit Escitalopram. Jede Woche ein Tropfen mehr
Ab 2 Tropfen Nebenwirkungen, ab 3 Tropfen unerträglich.
Aktuell reduziert auf Null. Symptome bleiben (siehe oben) und es sind neue dabei.

Starke Muskelschmerzen. Sehstörungen (unscharfes Sehen) Schwäche. Dauerschwindel. Angstzustände, Unruhe. Stechende Nervenschmerzen an unterschiedlichen Stellen seit Escitalopramversuch.

18.12.2017 Wiedereindosieren 0,1 mg Escitalopram
Neben den Symptomen wie schon beschrieben, seit heute Nachmittag Kreislaufprobleme. Das Gefühl gleich umzukippen, Unruhe und Angst

21.12.2017 Escitalopram 0,05 mg

Januar 2018 immer noch bei 0,05 mg, aber keine Besserung der Symptome

24.01.2018 0,025 mg Escitalopram
09.02.2018 0

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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 05.02.18, 19:30

Hallo Audrey, :)

dieses Hautbrennen kennen viele hier, mich eingeschlossen.
Das liegt wohl an gereizten Nervenenden.
Knubbel in den Achseln sind häufig auf entzündete Haarwurzeln zurück zu führen. So lange sie von selbst wieder verschwinden, ist das harmlos.
Im Entzug ist man leider auch für entzündliche Prozesse empfänglicher. :cry:

Zur Tagesklinik kann ich dir leider nichts sagen, da habe ich persönlich keine Erfahrungen. Neue Medikamente würde ich allerdings an deiner Stelle ablehnen.
Ich war seinerzeit neun Wochen in stationärer Behandlung und habe vor Allem von dem Austausch mit Mitpatienten profitiert, die ja ähnliche Probleme hatten. Man ist nicht mehr so alleine mit seinen Erfahrungen.
Auch einige der angebotenen Therapien waren für mich hilfreich.

Absetzerscheinungen kann man auch in der Tagesklinik nicht heilen, aber im besten Fall kannst du lernen, mit den auftretenden Symptomen besser umzugehen. Abbrechen kannst du ja im Notfall immer.

Ich drücke dir die Daumen für Montag und würde mich freuen, wenn du von deinen Erfahrungen berichtest.

LG Ute
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Audrey » Mittwoch, 07.02.18, 7:16

Liebe Ute, danke von Herzen für deine Antwort!

Ich wollte zeitnah antworten, aber es ging leider nicht. Gestern ist wieder was neues hinzugekommen und bringt mich zur Verzweiflung und versetzt mich arg in Angst. Ich hab so schneidende, dumpf ziehende Rückenschmerzen an unterschiedlichen Stellen. Nicht der Wirbelsäule entlang, eher so eine handbreit daneben. Mal weiter oben, mal unten, mal links und rechts.
Zudem hat sich dieser schneidende Schmerz auch nach vorne in den Bauchraum gesellt. Fühlt sich aber eher mehr unter der Haut an als innerlich. Das macht mir sehr viel Angst.
Vor gut einem.Jahr hatte ich ein Abdomrn MRT, da war alles in Ordnung, nachdem ich auch fiese Schmerzen in Rücken und der Magegegend hatte.

Sind das vllt alles Nervenschmerzen? Ich bin schon völlig panisch das es was schlimmes ist und die Schmerzen ausstrahlen. Kann mich auf nichts mehr konzentrieren...

Ständig kommt etwas hinzu, ich bin total verzweifelt und ängstlich.

Kann das wirklich alles von diesem kurzen Wiedereindosieren von Escitalopram kommen? Ich war ja vorher auch schon sehr angeschlagen und das obwohl ich schon 2 Jahre auf Null bin...

Ich habe zudem Angst vor der Tagesklinik am Montag. Es nicht zu schaffen. Denn ich muss noch früher aufstehen und losfahren als jetzt. Und ich komme ja so schon kaum hin mit der Kraft.
Was ich auch belastend empfinde ist, dass in der Zeit 8-17 Uhr nichts anstehen darf. Ich habe einen Arzttermin in der Zeit in der ich dort bin und die Dame am Telefon sagte dass sei problematisch...
Ich habe ja auch öfter Migräne. Muß ich mich dann trotzdem dorthin schleppen und wie? Das muß ich am Montag dort abklären.

Vielleicht triggert das auch alles. Ich weiß es nicht einzuordnen. Zudem ist mein Auto seit gestern auch defekt, es fährt zwar noch aber einige Sachen müssen dringend gemacht werden. Und das gerade jetzt wo ich es ab Montag wirklich brauche. Vom Geld ganz zu Schweigen...

Dann diese Schmerzen seit gestern.... ich bin alles in allem total verzweifelt, hoffnungslos und am Ende meiner Kräfte.

Tut mir leid dass ich so jammere und niedergeschlagen bin. Euch allen geht es ja auch nicht gut.

Fühlt Euch gedrückt von mir.

Herzlichst eure Audrey
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Januar 2018 immer noch bei 0,05 mg, aber keine Besserung der Symptome

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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 07.02.18, 8:22

Liebe Audrey,
Audrey hat geschrieben:
Mittwoch, 07.02.18, 7:16
Ich habe zudem Angst vor der Tagesklinik am Montag. Es nicht zu schaffen. Denn ich muss noch früher aufstehen und losfahren als jetzt. Und ich komme ja so schon kaum hin mit der Kraft.
Was ich auch belastend empfinde ist, dass in der Zeit 8-17 Uhr nichts anstehen darf. Ich habe einen Arzttermin in der Zeit in der ich dort bin und die Dame am Telefon sagte dass sei problematisch...
Ich habe ja auch öfter Migräne. Muß ich mich dann trotzdem dorthin schleppen und wie? Das muß ich am Montag dort abklären.
Ich kann mir vorstellen, dass die Ängste vor der Tagesklinik da gerade einiges triggern.

Grundsätzlich ist es natürlich so, dass man in der TK möglichst an allem teilnehmen sollte. Ich kann mir vorstellen, dass sie besonders am Anfang da Wert drauf legen, da es bestimmt auch Patienten gibt, die das "sehr locker" sehen und dann Mal kommen, Mal nicht und so was ist natürlich sehr schlecht für die Gruppe dort.

Gleichzeitig soll die Therapie dort natürlich auch hilfreich sein und das ist sie nicht, wenn Du zb einen Migräne-Anfall hast. Ich würde jetzt an Deiner Stelle erst Mal abwarten, wie das dort tatsächlich läuft. Oft wirkt das anfangs alles ein bisschen "strenger", als es nachher im Endeffekt ist. Viele Sachen lassen sich dann oft im persönlichen Kontakt ganz gut besprechen und klären. Und wenn Du wirklich den Eindruck haben solltest, dass es alles zu viel ist und Dich überfordert, dann hast Du ja immer die Möglichkeit, die Therapie abzubrechen.

Stell Dich einfach Mal drauf ein, dass es die ersten Tage aufgrund der Umstellung und des vielen Neuen anstrengend werden wird und Du vielleicht mehr Symptome haben könntest. Bei mir ist das auch immer so, dass ich in fremder Umgebung und mit unbekannten Menschen teilweise sehr gestresst bin und erst Mal einige Zeit brauche, um anzukommen.

Und dann schaust Du einfach, ob Du Dich dort wohl und angenommen fühlst und ob Du dort was für Dich mitnehmen kannst.

Viele liebe Grüße Gwen
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Audrey » Mittwoch, 07.02.18, 10:25

Liebe Gwen,
herzlichen Dank für deine Antwort. Ich weiß ich mache mir im Vorfeld immer zu viele Gedanken. Es wird schon irgendwie werden und ich will mich ja auch darauf einlassen.
Werde berichten wie es mir ergeht.
Es ist halt nur so, dass mich immer mehr und unterschiedliche Synptome überrollen und mich das total aus der Bahn wirft. Mit ein paar Sachen kann ich ja noch irgendwie umgehen, aber es kommt immer mehr und immer wieder was anderes.
Deshalb ist meine Gemütslage gerade sehr desolat und es fällt mir schwer positiv zu denken.


Liebe Grüße und Dankeschön an euch Alle!

Eure Audrey
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 07.02.18, 18:29

Hallo Audrey, :)

gerade diese Wechselhaftigkeit der Symptome ist so typisch für Absetzerscheinungen.

Ich kann total gut verstehen, dass dich das runterzieht. Man kann sich leider auf nichts einstellen und stellt sich ganz unwillkürlich die Frage, was wohl morgen dazu kommt.
Aber es wird besser werden.
Ich schicke dir einen Durchhalte-Drücker.

:hug:

LG Ute
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Jofab » Samstag, 10.02.18, 15:46

Liebe Audrey,

will dir einen Gruss dalasssen :hug:

wie geht es dir heute ? Haben die Schmerzen sich ein bischen gebessert ?
Morgen steht die Tagesklinik an, wenn ich mich recht erinnere. Du bist sicher schon nervös deswegen.
Ginge mir bestimmt auch so !
Aber lass es einfach auf dich zukommen, vielleicht wird es besser, als du denkst.

Auf alle Fälle wünsche ich dir alles Gute !

Liebe Grüsse
Ilse
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Monalinde » Sonntag, 11.02.18, 13:11

Hallo Audrey,

mein Sohn, Psychotiker, war schon mehrmals in der Tagesklinik. Er kam von dort meist sehr entspannt nach Hause wegen der sehr angehmen Athmosphäre dort. Man ließ ihm an Anfang sehr viel Freiraum, bis er sich eingelebt hatte. Besonders geschätzt hat er das Zusammensein mit seinen Mitpatienten, die ihn, obwohl Psychotiker, das meiste waren Depressive, sehr nett aufgenommen hatten. Auch die Gesprächstherapie war von Erfolg gekrönt, so dass er wieder neuen Lebensmut geschöpft hat.

Was ihm nicht so gefallen hat, war die Ergotherapie, da hat er sich manchmal erfolgreich gedrückt. Es lag wohl auch an der Therapeutin, die ihn wohl sehr gefordert hat, wahrscheinlich ist seine Feinmotorik durch das Medikament auch beeinträchtigt.

Es musste im Gegensatz zu sonst, immer sehr früh aufstehen, aber das hat er irgendwie auch ganz gut hinbekommen. Bei ihm wurde das Neuroleptikum aufdosiert, da war man allerdings sehr streng und man ließ nicht mit sich reden. Aber um aus der Psychose herauszukommen, gab es dazu wohl auch eine Notwendigkeit. Jetzt nimmt er wieder die frühere Dosis ein und nichts ist passiert.

Er war in verschiedenen Tageskliniken, einmal in Bremen und einmal hier in Bayern, der Ablauf war fast der gleiche.

Ich kann dir nur aus zweiter Hand berichten, aber ich denke, dass ich es doch sehr realistisch sehe.

Ich denke, dass du da keine große Befürchtungen haben musst, wegen der Medikamente kann dich niemand so ohne weiteres zwingen, wenn du dazu keinen Anlass gibst und aufhören kannst du auch, wenn es dir nicht mehr zusagen sollte.

Vielleicht konnte ich dir die Angst ein bisschen nehmen, klar, ein bisschen mulmiges Gefühl ist fast normal.

Alles Liebe, Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis
Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
2013: Zahlreiche Symptome:

( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018: N i c h t mehr vorhanden: Reflux, saures Aufstoßen, Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel

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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Audrey » Sonntag, 18.02.18, 1:37

Liebe Mona, liebe Ilse und liebe Ute!

Vielen lieben Dank für eure Nachrichten. Ich habe jetzt die erste Woche in der Tagesklinik hinter mir. Die Gruppe ist sehr nett und ich wurde freundlich aufgenommen. Das hat den Anfang sehr erleichtert. Die ersten Tage hatte ich sehr viel frei, aber das soll sich ab nächste Woche ändern. Die ersten vier Tage hatte ich ganz schlimme Kopfschmerzen. Das war sehr unangenehm.
Die meisten die da sind haben Depressionen und können wohl keinem geregeltem Alltag nachkommen. Ich finde manche Kurse zwar etwas befremdlich, aber ich mache tapfer mit und denke mir meinen Teil... Ich hoffe ich kann diese Angstzustände loswerden, aber das ist wohl zu hoch gegriffen...
Gerade geht es mir wieder schlecht. Ich habe gestern und heute einiges an Mist gegessen, viel Süßigkeiten, Fastfood und eine Zwiebelfrikadelle. Ich bin so aufgebläht, dass ich mich wie ein Ballon fühle. Und jetzt liegend im Bett drückt wohl alles nach oben. Ich hatte öfters ein äußerst unangenehmes Gefühl, so als würde Zwerchfell oder Magen das Herz einengen. Druck und Beklemmung und ein paar komische Herzschläge. Das hat mir wieder so viel Angst gemacht...

Und jetzt kommt wieder die Angst vor der nächsten körperlichen Reaktion und die Verzweiflung hat mich wieder.

Ich kann mir nicht vorstellen dass mir bei diesem Problem die Tagesklinik helfen kann...

Ängstliche Grüße von Audrey
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Audrey » Sonntag, 18.02.18, 1:41

Fast vergessen... ich habe vor circa einer Woche ganz mit dem Escitalopram aufgehört.
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von SeventhWave » Sonntag, 18.02.18, 9:33

Hallo Audrey!

Bei deinen Entzugserscheinungen kann dir bekanntlich nur die Zeit und ein dicker Pelz helfen. Aber du kannst die positiven Aspekte der Tagesklinik nutzen.

Ich landete ja in der Klinik, nachdem ich Citalopram von 20 auf 10 mg reduziert hatte und ich nicht wusste, was mit mir passierte. In sofern war der ganze tiefenpsychologische Ansatz eher kontraindiziert. Aber wusste ich ja zu dem Zeitpunkt noch nicht. Wäre ich jetzt nochmal 8 Wochen dort aufgeräumt, würde ich mich auf das fokussieren, was mir spürbar gut tut:

Die netten Mitpatienten, Gemeinschaft
Die Ruhezeiten
Die Entpflichtung des Alltages
Entspannungsübungen (AT, PMR etc)
Reden, Auskotzen, Ausheulen - wenn nicht dort, wo sonst?!
Schwimmen, Spazieren
Malen oder Musik

Die erste Woche in dieser Umgebung ist aber wohl auch erst eher Streß als Entspannung; besonders wenn das ZNS eh schon auf dem Zahnfleisch daher kommt. Schwierig stelle ich mir dann noch vor, dass die Weißkittel die Entzungsproblematik wenig bis gar nicht anerkennen würden. :?

Hast du auch so ein Ziehen zum Magen hin? Besonders beim gerade Liegen und Atmen?

tapfer bleiben :sports:

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Beginn Wasserlösmethode Citalopram Mylan Dura 40 mg
18.07.17 36 mg (-10 %)
29.08.17 32,8 mg (-8,9 %)
28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)
27.01.18 26 mg (-7,143 %)
18.03.18 24 mg (- 7,692 %)
26.04.18 23,5 mg (- 2 %)
10.06.18 22,24 mg (- 5,362 %)
18.07.18 21,92 mg (- 1,439 %)
13.08.18 21,6 mg (- 1,825 %)

Audrey
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Audrey » Sonntag, 18.02.18, 9:59

Liebe 7th,

Danke für deinen Beitrag. Ich lasse die Tagesklinik auf mich zukommen. Den Entzug werde ich nicht großartig ansprechen. Ich denke nicht, dass ich da auf Gehör treffe. Nur dass ich keine Medikamente möchte, weil es mir damit nur schlechter ging.

Ein Ziehen hab ich bislang nicht in der Magengegend. Mein Darm oder was immer war durch das Essen tierisch aufgebläht und im Liegen drückt das nach oben, was ganz arg unangenehm ist...
Ich habe das Gefühl es kommt wenn ich viel Zucker zu mir nehme. Und dann waren noch recht viele Zwiebeln on top...ich musste auch ganz schlimm aufstoßen, sowohl oben als auch in der anderen Richtung. Und das Herz hat sich wohl dann beschwert als es beengt wurde. Zumindest erklär ich es mir so und hoffe dass es sonst nichts ist. Das schürt halt meine Angst. Die Angst dass es nochmal so kommt und ich dann den Abflug mache....schlimm.

Ich hoffe es ist heute besser. Süßes werde ich dann leider erstmal meiden :-(

Ich wünsche Euch allen dann einen schönen sonnigen Sonntag! :group:

Herzlichst eure Audrey
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2009 Angstzustände, Panik 6 Wochen nach Geburt

2010-2013 Citalopram 20 mg

2013 Absetzversuch. Innerhalb 4 Wochen auf 0 reduziert. Panik sofort wieder da. Dann wieder aufdosiert. Es wurde schnell besser

2013-2014 Citalopram 30 mg

2014-2015 Citalopram 30 mg nicht mehr regelmässig genommen. Immer sporadischer.

Bis Juli 2015 ganz aufgehört.

November 2015 Zusammenbruch. Viele körperliche Symptome für die es scheinbar keine Erklärung gibt:

Massive Erschöpfung, Schwindel, Augenschwindel, Rückenschmerzen, Kribbeln auf dem Kopf, Kälteschauer, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Schwäche, Schmerzempfindlicher Bauch, das Gefühl umzukippen, Herzstolpern und Mißempfindungen überall, starke Nackenverspannungen. Ohrgeräusche. Schlafstörung.

Die Angst kommt zurück

September 2016
3 Tage Krankenhausaufenthalt. Magenschleimhautentzündung, Refluxstörung

Hypnosetherapie ausprobiert und aktuell Verhaltenstherapie

Juni 2017 Versuch mit Johanniskraut. Nach 2 Wochen abgebrochen wegen Herzrasen

Ende Oktober 2017
Versuch mit Escitalopram. Jede Woche ein Tropfen mehr
Ab 2 Tropfen Nebenwirkungen, ab 3 Tropfen unerträglich.
Aktuell reduziert auf Null. Symptome bleiben (siehe oben) und es sind neue dabei.

Starke Muskelschmerzen. Sehstörungen (unscharfes Sehen) Schwäche. Dauerschwindel. Angstzustände, Unruhe. Stechende Nervenschmerzen an unterschiedlichen Stellen seit Escitalopramversuch.

18.12.2017 Wiedereindosieren 0,1 mg Escitalopram
Neben den Symptomen wie schon beschrieben, seit heute Nachmittag Kreislaufprobleme. Das Gefühl gleich umzukippen, Unruhe und Angst

21.12.2017 Escitalopram 0,05 mg

Januar 2018 immer noch bei 0,05 mg, aber keine Besserung der Symptome

24.01.2018 0,025 mg Escitalopram
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Bittchen
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Bittchen » Sonntag, 18.02.18, 10:08

Liebe Audrey,

ich möchte mich 7th anschließen.
Nutze die Zeit für dich in der Klinik zu deiner Entlastung.
Mir wurde auch diese Möglichkeit von meinem ärztl. Psychologen auch angeboten,aber ich will meinen Mann nicht alleine lassen.
Das Problem hätte ich auch stationär.
So mache ich Tag für Tag weiter,aber ich muss ja auch nicht mehr zur Arbeit gehen.

Für dich alles Gute und liebe Grüße
Bittchen
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Audrey
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Audrey » Sonntag, 18.02.18, 18:44

Hallo ihr Lieben!

Danke für eure Beiträge und Zuspruch.
Heute ist seit längerem wieder ein ganz schlechter Tag. Nachdem ich gestern Nacht durch die Luft im Bauch und die komischen Herzschläge wieder solche Angst bekommen habe, kommt immer mehr dazu.
Heute wieder so ein kurzes schreckliches Gefühl im Kopf. So ein Schwindelgefühl und ein sich aufbauender Druck. Ich habe solche Angst bekommen, dass ich nicht mehr weiß wo vorne und hinten ist. Ständig erwarte ich Herz und Kopfmäßig dass wieder was kommt und das ist fast unerträglich. Dabei ging es mir die letzten zwei Wochen etwas besser und ich habe fast schon vergessen, wie sich diese schrecklichen Gefühle anfühlen und auch die Angst.
Das zieht mich extrem runter und ich könnte nur noch weinen.
Habe Angst vor der Nacht und morgen muß ich früh raus und wieder in die Tagesklinik. Mit dieser Angst in mir, wo ich eigentlich nur noch flüchten möchte wird das nochmal ein ganz anderes Unterfangen.

Ich grüße Euch ganz lieb und hoffe Euch geht es besser.

Eure Audrey
2009 Angstzustände, Panik 6 Wochen nach Geburt

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2013 Absetzversuch. Innerhalb 4 Wochen auf 0 reduziert. Panik sofort wieder da. Dann wieder aufdosiert. Es wurde schnell besser

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2014-2015 Citalopram 30 mg nicht mehr regelmässig genommen. Immer sporadischer.

Bis Juli 2015 ganz aufgehört.

November 2015 Zusammenbruch. Viele körperliche Symptome für die es scheinbar keine Erklärung gibt:

Massive Erschöpfung, Schwindel, Augenschwindel, Rückenschmerzen, Kribbeln auf dem Kopf, Kälteschauer, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Schwäche, Schmerzempfindlicher Bauch, das Gefühl umzukippen, Herzstolpern und Mißempfindungen überall, starke Nackenverspannungen. Ohrgeräusche. Schlafstörung.

Die Angst kommt zurück

September 2016
3 Tage Krankenhausaufenthalt. Magenschleimhautentzündung, Refluxstörung

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Juni 2017 Versuch mit Johanniskraut. Nach 2 Wochen abgebrochen wegen Herzrasen

Ende Oktober 2017
Versuch mit Escitalopram. Jede Woche ein Tropfen mehr
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Starke Muskelschmerzen. Sehstörungen (unscharfes Sehen) Schwäche. Dauerschwindel. Angstzustände, Unruhe. Stechende Nervenschmerzen an unterschiedlichen Stellen seit Escitalopramversuch.

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Jofab
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Jofab » Sonntag, 18.02.18, 19:39

Liebe Audrey,

lass dich nochmal drücken ! :hug:

Ja, wenn es ein bischen besser ging, ist man immer sehr enttäuscht, wenn es so nicht weitergeht !
Das kenne ich auch sehr gut !
Aber du schreibst, dass es die letzten beiden Wochen ganz gut war ! Das ist doch ein positives Zeichen !
Davon kann ich im Moment nur träumen.
Aber wenn die Angst wieder zuschlägt, vergisst man leider, dass auch wieder bessere Tage kommen werden !
Und sie kommen ganz sicher !
In diesem Sinne alles Gute für die nächste Woche - vielleicht wird es viel besser, als du befürchtest !
Zumindest kennst du dich schon aus und weisst, wie der Hase läuft.

Alles Liebe für dich
Ilse
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Audrey » Mittwoch, 21.02.18, 22:44

Liebe Ilse :hug:
Vielen Dank für deine lieben Zeilen! Ich bin noch garnicht zum antworgen gekommen. Die Tage sind sehr ausgefüllt, denn ich komme erst Nachmittags aus der Tagesklinik. Ich habe mich jetzt schon ganz gut eingelebt und versuche mich auf alles einzulassen. Auch wenn man oftmals komische Sachen tun soll :P
Die Gruppe istt sehr nett, auch wenn diese Woche schon der erste wieder geht und dann wieder eine Woche später der Nächste und so weiter...
Mal schauen wie es weiter geht. Ich halte weiter tapfer durch :sports:

Ganz liebe Grüße an Euch alle,

Audrey
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von SeventhWave » Donnerstag, 22.02.18, 9:56

Hallo Audrey,

tapfer ist super! Lass dir aber keine Diagnose andichten die einfach nicht zutrifft. Genieß das Therapieprogramm, bleib aber Undercover 8-)

Viele Grüße

7th
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28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)
27.01.18 26 mg (-7,143 %)
18.03.18 24 mg (- 7,692 %)
26.04.18 23,5 mg (- 2 %)
10.06.18 22,24 mg (- 5,362 %)
18.07.18 21,92 mg (- 1,439 %)
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 22.02.18, 16:14

Hallo Audrey,

schön, dass du von dir hören lässt.
Insgesamt hört es sich doch ganz gut an.
Nicht jede Therapie ist für jedermann gleich hilfreich, das ging mir im stationären Aufenthalt auch so.
Solange etwas für dich dabei ist, ist das wohl auch okay so.

Schön, dass du dich aber auf alles einlassen kannst.

LG Ute
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Re: Verzögerter Entzug (Citalopram)? Erklärung für meine Symptome?

Beitrag von Audrey » Freitag, 23.02.18, 22:48

Liebe 7th und liebe Ute,

Gerade in den ersten Tagen hatte ich große Zweifel... Aber ich versuche das jetzt als eine Chance zu sehen etwas gegen meine Angst tun zu können. Ob es was bringt weiß ich nicht. Aber ich lasse mich wie gesagt auf alles ein und bin gespannt ob es was bewirken kann.
Was mich bissel nervt ist die rein-interpreterierei in alles mögliche. Und vor jeder Therapie wird man gefragt wie es einem geht und wie man sich dabei fühlt.
Die meisten haben Depressionen und sind hoffnungslos traurig, zu keinem geregelten Alltag fähig... gerade in den letzten Tagen wurde viel geweint. Das tut mir als empathischer Mensch sehr leid.

Ich empfinde mich aber nicht als depressiv. Ich habe Angst bzw bin verzweifelt wenn mich die Symptome beuteln.
Deswegen geht es mir ja auch "gut", wenn ich keine Symptome habe die mir Angst machen. Aber das glaubt Dir dann niemand bzw will auch keiner hören.weil das ja angeblich nicht stimmt. Das nervt mich etwas.
Da ich meinem Empfinden nach keine Depression im klassischen Sinn habe, geht es mir wenn ich keine mich beängstigenden Zipperlein bzw Symptome habe, eben nicht schlecht. Ich habe eine Familie die ich liebe, ich habe hier meinen Alltag, meine Arbeit und ich bin guter Dinge. Erst wenn ich komische Empfindungen habe geht die Angstmaschinerie los und ich bin verzweifelt bis es wieder nachläßt. Von daher weiß ich manchmal nicht genau was ich da sagen soll.
Die Familiengeschichte wird jetzt so langsam angegangen, was aber Zeit braucht bei 75 min Einzeltherapie pro Woche. Da ziehen die Wochen ins Land...
Ich bin im Moment wieder etwas skeptisch, weil ich keine Therapie speziell gegen Ängste habe... aber vllt kommt da noch was.

Ich wünsche Euch Lieben ein angenehmes Wochenende. So wenig Symptome wie möglich!

Herzliche Grüße,

Eure Audrey
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Beitrag von SeventhWave » Samstag, 24.02.18, 8:35

Morgen Audrey,

jo - ich bin gerade sau-froh, dass ich am Donnerstag meine letzte Therapiestunde hatte. Auf der Suche nach der Ursache meiner Wehwehchen habe ich glaube ich jeden Schmerz, jeden Verlust, jede Peinlichkeit, jeder Demütigung und jeden unlauteren Gedanken durchgekaut.

Ich habe da keinen Bock mehr drauf. Auch die ganzen armen Gestalten in der Klinik haben mich streckenweise mehr belastet als gut getan. Allerdings treffe ich mich auch noch 2 Jahren noch mit zwei liebgewonnen Mitpatienten. Also hatte auch was Gutes, wenn man aber wg. Entzug in der Klinik ist, könnte Abstandhalten nicht die schlechteste Idee sein.

Nutz die Zeit und wie gesagt, lass dir mal nix andichten ;-) Außerdem ist die Klinik ja keine Wem-Geht-Es-Am-Dreckigsten-Olympiade. Achte auf dich und versuch das beste draus zu machen

Liebe Grüße

7th
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