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Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Freitag, 14.12.18, 8:20

Hallo zusammen,

ich hatte das Bedürfnis mich wieder zu melden und zu berichten wie es mir geht. Außerdem steht mein nächster Absetzschritt an :wink:

Es hat ein paar Wochen gedauert bis ich mich auf 7,5 normalisiert hab. Der Schritt von 8,3 auf 7 war definitiv zu groß und hat mich dadurch viel gekostet.

Heute sind es 6 Wochen seit ich hochdosiert hab. Die Gefühlsschwankungen sind deutlich weniger, jedoch nicht vollständig weg. Depressivität ist auch besser aber das wird wohl die schwerste Hürde meines absetzen bleiben.

Ich habe jetzt das Gefühl dass weiteres warten nichts nutzt und mein Zustand so wie er ist auch nicht besser wird wenn ich nichts tue.

Ich wollte also den nächsten Schritt machen und von 7,5 auf 7,0 reduzieren. Das hört sich vielleicht nach wenig an; ist aber nach 10 Jahren SSRI VIEL.

Ich habe große Angst wieder in so ein Loch zu fallen weis aber keine andere Lösung, wie ich schon erwähnt hab wird sich vom abwarten und auf 7,5 bleiben nichts ändern und da stellt sich für mich auch schon die entscheidende Frage ob man durch ein langsames absetzen vielleicht sogar an seelischer Lebensqualität gewinnen kann? Durch die Jahrelange Einnahme von Paroxetin weis ich nicht einmal wie ich mich ohne PP gefühlt hab, ich kenne den Zustand nicht mehr :(
Selbst wenn man mich fragen würde wie ich mich mit 20mg oder 15 oder 10 gefühlt hab, ich weis es nicht !! Ich glaube schlechter

Und was wenn der Schritt wieder daneben geht? Kann ich erneut hochdosieren? Ein 2. mal ?

Über eine oder zwei Antworten würde ich mich sehr freuen.

grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Jamie » Freitag, 14.12.18, 9:46

Hallo Sportler, :)

es gibt für mich zwei Prämissen / Gründe, weswegen ich langsames Ausschleichen befürworte - und ich denke ich spreche da für viele andere.

Zum einen ist das natürlich die körperliche Ebene.
Ich möchte den Menschen nach Möglichkeit (es klappt leider nicht immer) ersparen so dermaßen abzustürzen, dass sie fast bettlägerig werden oder sonstwas passiert.
Wir wissen, du ja auch, dass ein Entzug Ausmaße körperlicher Symptomatiken annehmen kann, dass man ausgeknockt im Bett liegt und sich nicht mal mehr die Zähne putzen kann :(.
Entzüge haben Menschen schon zu Pflegefällen gemacht. Davor möchte ich andere Menschen bewahren.

Die zweite Ebene, die ich etwas seltener verbalisiere, die aber fast noch wichtiger ist, ist, dass ich natürlich auch keinen psychischen Absturz bei den Betroffenen sehen will.
Langsames Ausschleichen ist die einzige Chance (und leider auch keine Garantie), dass man nicht auch seelisch komplett mit einbricht.
Aus unseren Erfahrungen wissen wir aber, dass Entzug, auch wenn man ihn langsam angeht, dennoch oft heftige seelische Erschütterungen nach sich zieht.
Leider können wir das nicht verhindern und auch nicht beschützen.
Bei den Menschen fallen durch die Verringerung der Substanzen ja nun Mechanismen wie Dämpfung, Einlullen etc. weg und die Seele muss neu lernen damit umzugehen.

Insofern kann ich deine dick markierte Frage nur bejahen.
Ja, auch wir erhoffen, dass durch langsames Reduzieren an seelischer Lebensqualität gewonnen werden kann; erst recht nach einer so langen Einnahme wie bei dir.

Der Schritt, das zum Schluss, auf 7,0mg ist vernünftig.

Alles Gute
Jamie
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Sonntag, 16.12.18, 17:39

Hallo Jamie, Hallo an alle anderen die mitlesen,

ich muss meinen nächsten Absetzschritt nochmal überdenken.

Mir ist aufgefallen dass zeitversetzte Symptome bei mir auftreten egal wie klein ich den Schritt wähle.
Im Grunde übersteht man die körperlichen Symptome innerhalb weniger Wochen, dann kommt eine Phase in der man glaubt man hätte es geschafft (für mich die schönste), und erst danach kommt die wirklich schwere, die ich weiter oben schonmal beschrieben habe.

Diese Phasen habe ich bei allen Schritte bisher durchgemacht.

Wenn ich aber bei jedem Absetzschritt warte bis auch diese Symptome verschwinden, brauche ich 10 Jahre bis ich wegkomme :shock:

Wenn ich aber in normaler Geschwindigkeit absetze; muss ich dann davon ausgehen dass sich diese Symptome addieren und sozusagen später auf mich warten??? :?

ich weis das ist eine schwierige frage, vielleicht kann sie dennoch jemand von euch beantworten

grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von padma » Montag, 17.12.18, 18:15

hallo Sportler, :)

es besteht auf jeden Fall das Risiko, dass die Symptome sich addieren. Die zweite Symptomwelle zeigt ja an, dass das ZNS sich noch nicht ausreichend angepasst hat.

Da die zweite Syptomwelle bei dir ja schwerwiegend ist, würde ich das Risiko eher nicht eingehen.

Ich denke, dass das Problem ist dass dein ZNS durch die langjährige Einnahme und die Wechsel sehr sensibilisiert ist, da bleibt nur Geduld.

liebe Grüsse,
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Montag, 24.12.18, 20:36

Hallo und ein frohes Fest allen zusammen,

ich habe heute von 7,5 auf 7,3 reduziert und fühle mich deutlich besser als die letzten Wochen. Das Gedankenkarussel und die Stimmungsschwankungen haben prompt abgenommen.

Es fühlt sich so an als ob 7,5 zu viel waren. Trügt hier der Schein oder kann so etwas wirklich sein?

Ich habe große Angst vor einer heftigen Welle die sich durch mein winziges absetzen verstecken will.

liebe grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 26.12.18, 16:48

Hallo Sportler!

Wenn ich du wäre, würde ich einfach mal genießen, dass es mir besser geht! 😊

Ich kann dir nicht sagen, woran es liegt. Ich hoffe, es bleibt so und du kommst mit der nächsten Reduzierung nach der Stabilitätsphase auch zurecht. Im Moment sieht es dafür doch ganz gut aus.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 29.12.18, 16:20

Danke Murmeline,

ich nehme Paroxetin derzeit mittags zum essen ein, will aber die Einnahme auf morgens verschieben.

Kann ich dann später das Medikament zusammen mit meinem Schilddrüsenhormon nüchtern einnehmen?

grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Jamie » Samstag, 29.12.18, 21:25

Hallo Sportler, :)
Kann ich dann später das Medikament zusammen mit meinem Schilddrüsenhormon nüchtern einnehmen?
nein. Leider.
Schilddrüsenhormone sind unglaublich "bindungsfreudig" und empfindlich und können mit einer Reihe Stoffe reagieren und neue Verbindungen eingehen bzw. ihre Wirksamkeit verlieren, sie sollen eigentlich immer alleine eingenommen werden mit mind. 30min Abstand zu allen weiteren Medikamenten und Kaffee / Tee / Nahrung.

Wie machst du es denn bislang? Nimmst du das L-Thyroxin alleine?

Grüße
Jamie
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Sonntag, 30.12.18, 12:32

Ich nehme L-Thyroxin gleich nach dem aufstehen auf nüchternen Magen. Und um 12 Uhr Mittags nehme ich Paroxetin.

Also kann ich später L-Thyroxin wie gewohnt einnehmen und eine halbe Stunde später Paroxetin?
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Sonntag, 30.12.18, 13:14

Hallo Sportler,

das sollte gehen. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, kannst Du auch eine Dreiviertelstunde warten.

Liebe Grüße und guten Start ins neue Jahr!
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Freitag, 11.01.19, 22:37

Hallo :)

ich weis das es momentan Leute gibt den es viel schlechter geht als mir und die eure Unterstützung dringend brauchen aber meine Frage ist schnell beantwortet.

Ist es allgemein richtig das Dauer und Intensität der Absetzsymptome abhängig sind von der Menge die man reduziert?

grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Samstag, 12.01.19, 13:01

Hallo Sportler,

das kann man im Großen und Ganzen schon so sagen.

Wobei es natürlich auch individuell ist, welche Menge für einen Körper noch halbwegs zu bewältigen ist und welche nicht (hängt auch von der Medikamentenvorgeschichte ab).

Liebe Grüße
Carlotta
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