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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von padma » Mittwoch, 15.08.18, 19:08

hallo Sportler, :)
was ist mit den klassischen Depressiven Verstimmungen? Können das Nebenwirkungen sein oder ist das meine Krankheit gegen die nur Antidepressiva wirken?
Auch depressive Verstimmungen können eine NW sein. Antidepressiva wirken übrigens nicht antidepressiv. Sie wirken, falls überhaupt, unspezifisch beruhigend und/oder anregend, sie können bestenfalls für eine gewisse Zeit Symptome deckeln.

Bei depressiven Verstimmungen besteht keine Indikation für Antidepressiva. Psychotherapie ist da das Mittel der Wahl.
Wirklich nachhaltig hilft bei Depressionen nur, an den Ursachen zu arbeiten.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 18.08.18, 3:42

Wie ihr in meiner Signatur erkennen könnt, bin ich vor 10 Tagen von 10mg auf 8 runter.

Die Absetzsymptome habe ich überwunden aber dafür gehts mir jetzt so schlecht dass ich am überlegen bin wieder hochzudosieren.

Es kommen wieder die Symptome hoch die sich genau so anfühlen wie damals vor vielen Jahren als ich Antidepressiva nehmen musste um überhaupt am Alltag und sozialen Leben teilzunehmen.

Gilt beim hochdosieren das gleiche wie beim runter? Oder kann man da größere Schritte vornehmen?

grüße
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Samstag, 18.08.18, 12:52

Hallo Sportler,
Sportler hat geschrieben:
Samstag, 18.08.18, 3:42
Wie ihr in meiner Signatur erkennen könnt, bin ich vor 10 Tagen von 10mg auf 8 runter.
Wieso gleich 20 Prozent? Da sind doch die Probleme programmiert, speziell in diesem schon recht niedrigen Bereich.
Sportler hat geschrieben:
Samstag, 18.08.18, 3:42
Die Absetzsymptome habe ich überwunden aber dafür gehts mir jetzt so schlecht dass ich am überlegen bin wieder hochzudosieren.
Woher weißt Du, dass es sich dabei nicht auch um Folgen der sehr üppigen Reduktion handelt? Entzugssymptome können ursprünglichen Problematiken im Sinne eines Rebounds sehr ähnlich sein.
Sportler hat geschrieben:
Samstag, 18.08.18, 3:42
Gilt beim hochdosieren das gleiche wie beim runter? Oder kann man da größere Schritte vornehmen?
Im Prinzip ist es ähnlich in beide Richtungen, da beides das ZNS sehr fordert. Beim Aufdosieren ist es allerdings so (im Gegensatz zum Abdosieren), dass man beim Wiederaufdosieren durchaus einen größeren Schritt hin zur vorherigen Dosis vornehmen kann, wenn die Reduktion erst ganz wenige Tage her ist (sodass sich das ZNS noch gar nicht richtig auf die neue Dosis einstellen konnte). Ist bereits mehr Zeit vergangen, sollte man vorsichtiger sein und nur Teilmengen aufdosieren, umso mehr Zeit, umso vorsichtiger und kleinschrittiger, so die Faustregel.

Nach 10 Tagen würde ich es mal mit 1 mg mehr versuchen, dann wärst Du reduktionsmäßig auch wieder im 10-Prozent-Bereich.

Liebe Grüße
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 18.08.18, 16:04

Hallo carlotta,

erst seit heute besitze ich eine Feinwaage die auf 1mg genau wiegen kann.

Ich habe immer eine Ecke von der Tablette abgefeilt und 8mg geschätzt.

Jetzt weis ich es waren zwischen 8,3 und 8,7 Wirkstoff

Gestern war ich noch in einem tiefen Loch und wollte nicht Leben, heute geht es mir blendend :?
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Montag, 20.08.18, 7:57

Ich kann mich noch erinnern als ich damals von 15 auf 10 runter bin war ich an einem Tag kurz davor wieder hochzudosieren und hab es zum Glück nicht getan, denn am nächsten Tag war der Spuck vorbei.

So war es bei meiner letzten Reduzierung auch, ein ganz krasser Tag mit purer Verzweiflung

Hattet ihr das auch? Und macht es Sinn <10% abzusetzen um so etwas zu vermeiden?

grüße sportler
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 20.08.18, 18:39

Hallo Sportler,

es sind einige hier, die ein deutliches Schema bei ihren Absetzschritten haben, die also recht genau sagen können, ab Tag X tritt dies oder jenes auf und wird nach Tag y wieder besser.
Bei anderen verläuft jeder Schritt anders.

Du könntest versuchen, ob es besser läuft, wenn du weniger absetzt, das wirst du für dich selber rausfinden müssen aber Schäden kann es ja auf keinen Fall.

Bei niedrigeren Dosierungen werden ja sowieso überproportional viele Rezeptoren frei, wenn du reduzierst. Oftmals muss man dann die Absetzschritte sowieso etwas kleiner gestalten.

LG Ute
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Montag, 20.08.18, 21:50

Ok vielen dank,

ich habe das Gefühl den Schritt von 10 auf 8,3 bewältigt zu haben.

Mein mittelfristiges Ziel ist es auf 5mg runter zu kommen. Was kann ich mir in Sachen Lebensqualität dadurch erhoffen?

Kann es sein das alles gleich bleibt außer die Dosis?

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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Montag, 20.08.18, 23:08

Hallo Sportler,

es kann sein, dass alles im Großen und Ganzen gleich bleibt, sofern Du entsprechend vorsichtig reduzierst, um Entzugssymptome im Rahmen zu halten. Es kann zugleich sein, dass Nebenwirkungen vom Medikament nachlassen. Das kann beim Reduzieren immer passieren.

Wichtig ist, dass Du genau arbeitest beim Reduzieren, was nun mit der Feinwaage ja kein Problem mehr darstellen sollte, zumindest kein größeres.

Liebe Grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Dienstag, 21.08.18, 3:56

Wenn das nächtliche Zähnepressen und die Gefühlslosigkeit besser werden, wäre ich schon halbwegs zufrieden... :)
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Tapira » Dienstag, 21.08.18, 7:35

Hallo Sportler,
ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen. Mit der Abnahme der Dosis wurde ich wieder wacher (davor quasi dauermüde) und meine Gedächtnisleistung nahm wieder zu (bin eine Zeit lang beim Sprechen ständig auf einzelnen Wörtern hängen geblieben und habe sie in Sätze eingebaut, in denen sie keinen Sinn ergaben und war extrem vergesslich).

Es tut sich also durchaus was :)
Dir alles Gut,
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Sonntag, 26.08.18, 10:04

Hallo, ich muss mich zurückmelden :)

Es sind bald 3 Wochen als ich von 10 auf 8,3 runter bin.

Die erste Woche war klassisch mit allen Absetzsymptomen wie man sie so kennt.
Die zweite Woche war, bis auf einem Tag an dem es mir fürchterlich ging, besser. An diesem Tag war ich kurz davor wiederhochzudosieren, hab es aber nicht getan, zum Glück.
In der dritten Woche glaube ich diese Neuroemotionen zu haben, falls ich den Begriff richtig verstanden habe.
Ich habe deutlich mehr Gefühle für Personen und Situationen aber ich spüre dass die Gefühle übertrieben sind und nicht ganz realistisch. Dann kommen plötzlich, aber zum Glück nur kurz, Aggressionen, wenn z.B. meine Frau den Fernseher zu laut gestellt hat o.ä.

Sind das die Neuro-Emotionen und gehen die vorüber?

Generell ist es schon bemerkenswert wie schwer es ist abzusetzen. Ich habe „nur” 1,7 mg abgesetzt und es ist hart !!!

grüße Sportler
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 26.08.18, 17:06

Hallo Sportler,

ja, das klingt sehr nach Neuroemotionen, wenn sich diese Gefühle quasi künstlich anfühlen.

Wir haben hier genauere Infos dazu.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=9778

Neuroemotionen treten beim Absetzen verhältnismäßig häufig auf, verschwinden aber wieder, wenn du dich stabilisierst
Ich würde dir nächsten Schritte etwas kleiner wählen, oftmals reduziert man ja die auftretenden Absetzerscheinungen so etwas.

LG Ute
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Mittwoch, 29.08.18, 8:39

Hallo, da bin ich wieder.
Wollte noch gerne Wissen ob man nach 4-6 Wochen weiter reduzieren kann auch wenn man das Gefühl hat dass sich das ZNS noch nicht ganz stabilisiert hat?
Wie macht ihr das? Wartet ihr bis keine Absetzsymptome mehr da sind und geht dann weiter runter?
Es ist für mich schwer zu unterscheiden zwischen Nebenwirkung, Absetzsymptom, Grunderkrankung...

grüße Sportler
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 29.08.18, 8:57

Lieber Sportler,

hier wird empfohlen, mit dem nächsten Reduzierungsschritt abzuwarten, bis die Absetzsymptome schwächer geworden sind.

Jede (r) muss für sich selbst entscheiden, wann der nächste Reduzierungsschritt fällig wird. Ich habe aus gesundheitlichen Gründen sehr schnell reduziert, das war für mich die richtige Entscheidung, das würde ich aber niemandem empfehlen!

Ich würde sagen, lies die Infos hier im Forum und höre auf Deinen Körper. Vielleicht braucht er noch ein bisschen Zeit. :)

Alles Gute

Muryell
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Sonntag, 09.09.18, 11:53

Ich wollte nur kurze Rückmeldung geben dass ich den Schritt von 10 auf 8 bewältigt habe.

1 Tag in der 2. Woche hat mich kurz davor gebracht wieder hochzudosieren, ich habs zum Glück nicht getan.

Und da fällt mir auch schon die nächste Frage ein:

Gibt es unter euch welche bei denen die Absetzschritte immer einfacher wurden weil Ihr wusstet was auf euch zukommt und Ihr in kleinen Mengen abgesetzt und euch an die Regeln gehalten habt?

Ich könnte mir das momentan durchaus vorstellen.

grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 09.09.18, 15:13

Hallo Sportler,

man kann zum Absetzverlauf wohl sagen, dass es nichts gibt, was es nicht gibt.

Da jedoch im Verlauf zum Ende hin überproportional viele Rezeptoren frei gelegt werden, wundert es nicht, dass es bei Vielen dann etwas schwieriger wird.

Das muss aber nicht so sein. Manchmal verbessert sich das Befinden auch durch das Wegfallen der Nebenwirkungen stark, sodass etwaige Absetzerscheinungen nicht so stark wahrgenommen werden.

Es gibt ja auch noch die robusteren Naturen, die mit dem Absetzen, wie es der Arzt rät, gut klar kommen und deshalb eher nicht hier bei uns im Forum auftauchen.

Es gibt da sehr große individuelle Unterschiede.

Eine positive Grundeinstellung zum Absetzen kann dir aber auf keinen Fall schaden.
:wink:

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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Donnerstag, 13.09.18, 14:18

Nach knapp einer Woche von 8,3 auf 7 kommen langsam die ersthaften Probleme...

Ich kann nicht einschlafen, bin aber tot müde und wenn ich es dann doch schaffe bin ich morgens nach 6 Stunden total unausgeschlafen.

Hochdosierenn, abwarten oder irgendwas für zum einschlafen nehmen ?

grüße Sportler
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 13.09.18, 15:58

Hallo Sportler,

ich habe Deinen ganzen Thread jetzt nicht präsent: Gibt es irgendeinen Grund für die großen Reduktionsschritte über 10 Prozent? Da sind die stärkeren Probleme doch programmiert, v. a. wenn man früher schon mehrfach PP eingenommen und abgesetzt hat.

Klar kann man das aussitzen, wie lange es dauert, kann Dir aber niemand sagen. Zudem reizt Du Dein ZNS enorm, was sich oft nicht so günstig auf weitere Reduktionen auswirkt.

Wenn Du schonend mit Deinem Körper umgehen willst, wäre ein (leichtes) Aufdosieren eher angesagt.

Es ist halt leider so, dass sich in Sachen Absetzen nichts erzwingen lässt. Der Körper allein gibt das Tempo vor. Und die Mittel sind viel potenter, als man sich vorstellen kann.

Liebe Grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Donnerstag, 13.09.18, 16:17

super antwort vielen dank
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 15.09.18, 14:30

Ich habe mir gerade Gedanken gemacht wie es wohl sein wird wenn ich mal 5mg nehme...

und oft liest man dass im unteren Dosisbereich mehr Rezeptoren beim absetzen frei werden.

Das würde ja bedeuten dass man viel sensibler reagiert wenn man die Tablette später einnimmt oder gar einen Tag vergisst??

grüße
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