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Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Reebal » Samstag, 13.01.18, 9:10

Hallo liebe Leute,

Kurz zur meiner Geschichte: Bei mir wurde vor ca. 1,5 Jahren eine Angststörung plus Depression festgestellt. Dann würde mir 50mg Setralin verschrieben. Nach 4 Wochen sollte ich dann auf 100mg gehen.

Mir ging es jetzt 1,5 Jahre hervorragend mit dem Medikament.

Nun zum jetzigen Problem: Meine Freundin ist im 5. Monat schwanger. Also habe ich mir gedacht komm setz das Medikament einfach ab, denn du wirst bald Papa. Also hab ich von heute auf morgen abgesetzt. Das war von ca. einem Monat. Die ersten zwei drei Wochen lief alles gut, doch seit einer Woche geht es mir ka :censored: e, richtig ka :censored: e.

Was mir jetzt Angst macht sind meine Gedanken. Das kennt vielleicht jeder dass man Ohrwürmer hat oder ganze bevorstehende Szenarien im Kopf erstmal durchgeht. Aber das macht mir nun irgendwie geoße Angst. Dazu muss sagen dass der Grund für meine Angststörung die Angst vor dem Verrückt werden war.

Das mit den Gedanken nimmt abends im Bett und morgen nach dem aufstehen stark zu. Morgens ist es so als würden sich in meinem Kopf mehrere Szenen gleichzeitig abspielen und das macht tierisch Angst.

Ich bin der Typ der ungern Schwäche zeigt und eigentlich immer nur für andere da ist. Es war eine große Überwindung hier zu schreiben. Ich könnte den ganzen Tag nur heulen. Bin eigentlich nur in meine Kopf! Ich kann nicht mehr schlafen. Ich werde doch bald Vater und muss eigentlich stärker sein.

Ich war nun bei meinem Hausarzt und der meinte nur ‚aushalten‘ aber wie soll man sowas aushalten.

Was kann ich denn nun machen? Ich habe auch Lorazepam daheim aber habe Angst es zu nehmen. Und Setralin ist leider alle. Was könnt ihr mir raten?

Sorry wenn ich eure Zeit raube.

Mit freundlichen Grüßen
Reebal
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Muryell » Samstag, 13.01.18, 9:36

Lieber Reebal,

willkommen im Forum und herzliche Glückwünsche zur Schwangerschaft Deiner Freundin. :)

Du hast Sertralin kalt abgesetzt, und Dein Zentralnervensystem ist gereizt.
Hier im Forum wird eine Reduzierung von 5-10% alle 4-6 Wochen empfohlen, damit das ZNS Zeit hat, sich anzupassen. In Deinem Fall könnte eine Wiedereindosierung hilfreich sein. Hier findest Du mehr Infos:
viewtopic.php?f=18&t=13205#p191908

Aushalten ist eine schlechte Idee, denn die Symptome können sehr langwierig werden. Ich würde Folgendes vorschlagen: Wenn Du Lorazepam gut verträgst, könntest Du eine kleine Dosis nehmen, um das Wochenende zu verbringen. Dann würde ich am Montag zum Arzt gehen, ein Rezept für Sertralin holen, es wiedereindosieren und langsam ausschleichen.

Und noch etwas: Was Du zeigst, ist keine Schwäche. Im Gegenteil, ich finde es sehr stark und verantwortungsvoll. Es geht Dir nicht gut und Du suchst Hilfe. Das würdest Du auch tun, wenn Dein Bein gebrochen wäre, oder?

Ich wünsche Dir alles Gute.

Muryell
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Reebal » Samstag, 13.01.18, 9:43

Hallo Muryell

vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Ist ist alles was ich grad erlebe normal und verschwindet im Normalfall auch wieder?

Wie klein sollte denn die Lorazepam Dosis sein? Wie gesagt hab bisschen Angst davor.

Und Danke für deine Glückwünsche und deine aufbauende Worte.

Mit freundlichen Grüßen
Reebal
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von carlotta » Samstag, 13.01.18, 9:59

Hallo Reebal,

auch von mir herzlich willkommen! :)

Wenn solche Symptome im Zusammenhang mit einem Kaltentzug stehen (auch mit mehrmonatiger Verzögerung bis zu etwa einem Jahr nach null), kann man davon ausgehen, dass sie durch den Entzug hervorgerufen werden bzw. durch neurophysiologische Veränderungen bedingt durch das Medikament. Das Nervensystem hat sich unter der Einnahme ein neues, unnatürliches Gleichgewicht geschaffen und kämpft jetzt ziemlich, um ohne den Stoff klarzukommen.

Das hat nichts mit Dir oder mit fehlender Stärke zu tun, das ist einfach eine automatisch ablaufende körperliche Reaktion, die man nicht steuern kann. Die Symptome können dabei durchaus der früheren Problematik ähneln, das nennt man Rebound.

Da man nicht wissen kann, wie sich der Entzug entwickelt, weder von der Dauer noch der Intensität, ist eine Wiedereinnahme anzuraten, allerdings nach mehreren Wochen auf null in einer sehr kleinen Menge um etwa 1 bis 2 mg. Damit lässt sich testen, inwieweit man das Mittel noch verträgt. Zudem reichen gerade wegen der enormen Potenz von AD oft kleine Mengen zur Stabilisierung, größere bergen eher das Risiko paradoxer Reaktionen/Unverträglichkeiten.

Bitte lies Dich auch in die Basisinfos (über die weiterführenden Links in folgendem Text) ein:
viewtopic.php?f=18&t=12880&sid=e6640fae ... 8a3e1dbe71

Liebe Grüße und alles Gute für Dich und Deine Freundin und herzlich Glückwunsch dem werdenden Vater :group:
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von carlotta » Samstag, 13.01.18, 10:03

Hallo Reebal,

habe Deine letzte Antwort eben erst gesehen. Du könntest es beim Lorazepam mal mit 0,5 mg versuchen, evtl. reicht das schon aus.

Aber bitte nicht mehr als 3 bis 4 Mal im Monat. Es droht nämlich schnell Abhängigkeit.

Bestenfalls kannst Du im Zuge der Wiedereindosierung ganz darauf verzichten.

Liebe Grüße :group:
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Muryell » Samstag, 13.01.18, 10:04

Lieber Reebal,

ich würde sagen, ja, nach einem Kaltentzug ist es normal, dass Du das alles empfindest.
Mich beruhigt es, wenn ich viele Informationen über meinen Zustand habe. Du kannst über die Suche-Funktion nach der Absetzsymptome-Liste suchen. Der folgende Artikel kann auch hilfreich sein:

viewtopic.php?f=19&t=9345#p94775

Ich reagiere sehr heftig auf Medikamente, deshalb kann ich nicht sagen, was für eine Dosis von Lorazepam Du nehmen kannst. Hast Du es je genommen? Was sind Deine Erfahrungen diesbezüglich?

Wenn Du unsicher bist, nimm eine ganz kleine Dosis. Viele hier im Forum - ich auch - haben auch gute Erfahrungen mit Neurexan. Das kannst Du rezeptfrei kaufen.
Du kannst mit dem Lorazepam auch warten, bis sich jemand vom Team mit einem konkreten Vorschlag meldet.

Liebe Grüße

Muryell

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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Reebal » Samstag, 13.01.18, 11:58

Erstmal herzlichen Dank für die Glückwünsche und für super schnelle Antworten.

Also Lorazepam habe ich ganz am Anfang mal genommen bevor ich mit dem Setralin begonnen hatte. Es war immer 1mg und das 3 oder 4 mal. Ich habe es eigentlich gut vertragen bzw. hat es mir geholfen und ich konnte super schlafen.
Carlotta du hast geschrieben dass man bei der Wiedereinnahme von Setralin mit 1 oder 2mg anfangen soll. Aber wie macht man das? Meine Tabletten waren immer 100mg und nur einmal in der Mitte teilbar.

Von Neurexan habe ich noch nicht gehört, habe es gestern Abend mal mit Baldrian versucht aber ohne Erfolg. In wieweit unterscheiden sich diese zwei Medikamente? Ich habe aber von Johanniskraut gehört. Das soll eine gute Alternative zu AD's sein. Wie sieht ihr das?

Grundsätzlich ist es doch möglich irgendwann ganz frei von all dem zu leben oder seh ich das falsch?

Mit freundlichen Grüßen
Reebal
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von carlotta » Samstag, 13.01.18, 12:29

Hallo Reebal,

individuelle Dosen kannst Du bei nicht retardierten Tabletten mit der Wasserlösemethode oder einer Feinwaage herstellen. Beide Methoden sind in den Basisinfos weiterverlinkt (Link siehe in meinem Post oben).
Reebal hat geschrieben:
Samstag, 13.01.18, 11:58
Von Neurexan habe ich noch nicht gehört, habe es gestern Abend mal mit Baldrian versucht aber ohne Erfolg. In wieweit unterscheiden sich diese zwei Medikamente?
Es ist immer individuell, wer worauf anspricht. Auch die Dosishöhe kann ausschlaggebend sein (was nicht heißt, dass gerade höhere Dosierungen besser wirken, da sie auch leichter zu paradoxen Reaktionen führen können).

Baldrian ist ein pflanzliches Monopräparat, Neurexan ein homöopathisches Komplexmittel. Ich selbst komme gut mit Neurexan zurecht, aber das ist eben immer individuell. Es gibt auch noch Mittel mit Passionsblume oder Hopfen oder andere homöopathische Präparate.

Alles, was Du neu ausprobierst, solltest Du anfangs gering dosiert testen, da es entzugsbedingt selbst bei alternativen Mitteln u. U. zu Unverträglichkeiten kommen kann.

Bitte kein Johanniskraut, speziell im Entzug. Es wirkt ähnlich einem synthetischen AD, kann Entzugssymptome triggern (also verstärken, weitere hervorrufen) und hat selbst Abhängigkeitspotenzial, sollte also langsam ausgeschlichen werden.
Reebal hat geschrieben:
Samstag, 13.01.18, 11:58
Grundsätzlich ist es doch möglich irgendwann ganz frei von all dem zu leben oder seh ich das falsch?
Klar. Was Du jetzt hast, ist ja höchstwahrscheinlich entzugsbedingt. Und Betroffene schaffen es immer wieder, das hinter sich zu lassen. Es ist nur für das Nervensystem wesentlich schonender (und im Alltag bei Weitem erträglicher), die Entwöhnung vorsichtig anzugehen.

Noch dazu können AD sowieso nicht heilen, nur zeitweise Symptome überdecken. An der Grundproblematik, wenn sie denn überhaupt noch vorhanden ist, kann man nur psychologisch arbeiten oder auch durch Anpassen der Lebensumstände. Aber seelische Krisen sind auch häufig selbstlimitierend. Man kann dann nur individuell schauen, wie man das am besten angeht, falls es noch Thema sein sollte.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von LenaLena » Samstag, 13.01.18, 12:53

Hallo,

erstmal auch von mir Glückwunsch zum baldigen Nachwuchs :)

Ich stecke selber seit nun über 5 Monaten in einem Kaltentzug (obwohl ich nicht mal direkt kalt, sondern stufenweise über einige Zeit entzogen habe), und kann dir nur raten, da du Sertralin ja erst abgesetzt hast: Dosiere es in Kleinstmenge ein, so wie es dir die anderen oben geraten haben. Such dir eine stabile Wohlfühlmenge und schleiche dann langsam und sicher aus.
Ich kann dir aus meiner Erfahrung raus wirklich nicht raten, dir einen Kaltentzug anzutun (wie du richtig sagst: wie soll man das aushalten...), gerade, wenn du bald Papa wirst.

Wenn der Arzt, bei dem du das Rezept holst, kein Verständnis für erneutes Ausschleichen zeigt, dann sag ihm einfach, es geht dir so schlecht, dass du Sertralin wieder nimmst. Leider haben die Ärzte sehr wenig Ahnung....

Wie Carlotta schon gesagt hat: Hast du nur das Medikament als Therapie genommen? Medikamente heilen leider nicht, überdecken nur. Man sollte auch eine Therapie (Verhaltenstherapie o.ä.) machen, denn eine Angststörung weist oft auf ein Problem hin, das aufgearbeitet werden sollte. Es ist quasi ein Aufschrei des Inneren, der Seele, wenn man so will. Zudem lernst du in der Therapie, mit Angst und Depression umzugehen.

Alles Gute!
Lena
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Reebal » Samstag, 13.01.18, 13:48

Dankeschön Lena.

Ja, ich habe nur das Medikament als Therapie verwendet. Es ist schwer einen Therapieplatz zu bekommen und irgendwann denkt man sich ,mir geht es doch momentan gut also warum soll ich mich um einen Therapieplatz kümmern‘. Und grad bei mir da ich fälschlicherweise davon ausgehe dass ich alles aushalten kann..

Sollte man nach dem einschleichen von Setralim vielleicht es doch länger nehmen und mich erstmal um einen Therapieplatz kümmern. Damit ich meine Ängste ganz loswerde?

Noch eine doofe Frage: Das mit Gedanken wie ich es in meinem Erstellungsbeitrag geschrieben habe, steckt nicht etwas ernsthaftes dahinter? Ich meine vielleicht ist es ja normal und sowas hat jeder aber in meinem jetzigen Zustand geh ich halt vom schlimmsten aus.. wäre beruhigend zu wissen dass es halb so wild ist.
Meine Freundin meint dass es erstens normal ist und ich mich auch schon am Anfang der Angststörung darüber beschwert habe. Also hat es wahrscheinlich nichts mit dem Entzug zu tun.

Werde heute Abend mal 0,5mg Lorazepam nehmen und schau mal wie es diesmal ist.
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Fibie77 » Samstag, 13.01.18, 14:18

Hallo Reebal,
Wollte auch mal ein kurzes Hallo bei Dir lassen.
Ich selbst bin fast nun zwei Jahre auf 0 mg Sertralin und wie schon die anderen geschrieben haben,es sollte ganz langsam ausgeschlichen werden.
Ich selbst habe 50 mg Sertralin ein Jahr ausgeschlichen und es war viel zu schnell.
Habe aber erst später das Forum hier gefunden und wusste die ganzen Informationen nicht.
Ich selbst habe auch eine Angststörung und unter Sertralin ging es mir ziemlich gut. Habe dann sogar während der Medikamenteneinnahme eine Verhaltenstherapie gemacht und dachte,....oh es ist alles gut.
Nachdem ich das Sertralin,dann abgesetzt hatte,....ging der ganze Spaß wieder von vorne los,aber etwas Zeitverzögert.
Machte jetzt im Moment wieder eine Verhaltenstherapie,jedoch ohne Medikamente und dies ist nochmal eine ganz andere Hausnummer.
Es ist nichts gedeckelt und ich komme wirklich an alle Gefühle heran,....es ist zwar sehr anstrengend,...aber ich will und möchte ein Leben ohne Medis.
Glaube an dich und ich drück Dir ganz feste dis Daumen.
Lg.Fibie
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- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von carlotta » Samstag, 13.01.18, 14:42

Hallo Reebal,
Sollte man nach dem einschleichen von Setralim vielleicht es doch länger nehmen und mich erstmal um einen Therapieplatz kümmern. Damit ich meine Ängste ganz loswerde?
Man sollte es - Verträglichkeit vorausgesetzt - so lange wieder nehmen, bis Stabilität erreicht ist und dann erst ganz langsam ausschleichen, damit das Projekt Absetzen auch nachhaltig wird.

Mit der Therapie hat das erst mal nichts zu tun. Es kommt immer wieder vor, dass Patienten unter Medikation gar nicht so gut an ihre tieferliegenden Probleme herankommen (wie bei Fibie :) )und erst richtig daran arbeiten können, wenn sie (weitgehend entzugsfrei) auf null sind.

Das kann man nur testen.

Alles, was entzugsbedingt ist, lässt sich nicht ohne Weiteres therapieren, da substanzinduziert. Man kann in einer Therapie aber lernen, besser damit umzugehen. (Gut wäre, einen Therapeuten zu haben, der etwas von der Entzugsproblematik versteht, um eben Deine Symptome differenziert betrachten zu können. Ist aber wohl leider eher die Ausnahme als die Regel.)
Reebal hat geschrieben:
Samstag, 13.01.18, 13:48
Meine Freundin meint dass es erstens normal ist und ich mich auch schon am Anfang der Angststörung darüber beschwert habe. Also hat es wahrscheinlich nichts mit dem Entzug zu tun.
Wie gesagt, kann man das so einfach nicht sagen. Es ist entzugstypisch, dass es zu einem sog. Rebound kommen kann. D. h., Symptome der früheren Problematik treten durch den Entzug (auch verstärkt und ziemlich zusammenhanglos, quasi aus dem Nichts und im zeitlichen Kontext mit dem Absetzen) wieder auf. Wie viel von Deiner ursprünglichen Symptomatik da überhaupt drinsteckt, kann man im Grunde erst feststellen, wenn der Entzug überwunden ist.

Übrigens, das Gros der Mediziner ist relativ ahnungslos bzgl. der Entzugsproblematik und wird Dir zur vorherigen Dosis oder auch zu einem ganz neuen Medikament raten. Aus langjähriger Erfahrung können wir Dir von beidem nur abraten, es kann die aktuelle Symptomatik verschlimmern. Starte bitte mit einer moderaten Menge und dosiere nicht gleich weiter hoch, wenn Du nichts merkst. Das Nervensystem braucht etwas Zeit, um sich wieder auf den Stoff einzustellen. Nähere Infos im Basistext, verlinkt oben.

Liebe Grüße :group:
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Reebal » Samstag, 13.01.18, 15:16

Hallo liebe Fibie,

Ich finde es bewundernswert wie du damit umgehst und es aus eigener Kraft schaffen willst. Ich denke ich bin nicht so stark und hab das Gefühl funktionieren zu müssen.

Kurz ein Auszug aus meiner Vergangenheit: Ich hatte vor ca.5 Jahren meine erste richtige Panikattacke und wusste damals nicht was es ist. Anfangs war ich nur in meinem dunklen Zimmer. Doch nach und nach wurde es immer besser und plötzlich war es verschwunden. Der erneute Auslöser kam echt später und auch nur weil ich auf ein Artikel gestoßen bin, mit der Überschrift: ,Panikattacken, wird man sie jemals los?‘ oder so ähnlich und siehe da die Panik setze ein und seitdem bin ich wieder drin. Diesmal aber mit Medis.

Danke Carlotta für die erneute Info.

Alles, was entzugsbedingt ist, lässt sich nicht ohne Weiteres therapieren, da substanzinduziert. Man kann in einer Therapie aber lernen, besser damit umzugehen.
Ich hoffe ich verstehe falsch was du hier meinst.
Also es geht schon weg, oder? Hört sich so an als wäre die einzige Möglichkeit dass man lernen muss sein ganzes Leben damit zu leben..


Fibie dir weiterhin alles alles gute! Ich drück dir die Daumen.

Mit freundlichen Grüßen
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von LenaLena » Samstag, 13.01.18, 15:35

Hallo Reebal,

ja, du verstehst das falsch :wink: Natürlich gehen entzugsbedingte Dinge auch wieder weg.
Carlotta meinte nur, dass du momentan vielleicht Angstgefühle hast, die der Entzug auslöst, nicht deine Angststörung an sich, und diese sind oft einfach nicht therapierbar. Ich sag dir ein Bsp von mir: Ich habe seit letzter Woche wieder Panikattacken, und mit keiner meiner erlernten Strategien komme ich in irgendeiner Weise weiter. Was mir auch sagt, dass es eben vom Entzug ist.

Damit du diese Dinge aber eben nicht aushalten musst (denn wie lange das geht, kann dir keiner sagen), ist das Wiedereindosieren hilfreich, da dadurch alles abgemildert wird und du viel schonender davon weg kommst.

An sich würde ich dir schon raten, einen Therapieplatz zu suchen.
Muss ja nicht von heute auf morgen sein.
Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass sich die Angsterkrankung von selbst gelegt hat - wobei ich denke, dass das bei Depressionen ("selbstlimitierend") häufiger ist als bei Angst.

LG Lena
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Fibie77 » Samstag, 13.01.18, 15:41

Hallo Reebal,
Ich bin nicht stark,....glaube mir.
Ich will nur wieder normal Leben.
Ich habe noch so viel vor mir und will nicht mein ganzes Leben mit einem Medi deckeln.
Ich mache mit der Geschichte schon fast 7 Jahre herum,bei mir hat es mit einem Ohnmachtsanfall begonnen usw.
Du wirst es auch schaffen,....kämpfe dafür und gehe es langsam an.
Immer Schritt für Schritt....
Im Moment bin ich auch wieder in einer Welle,aber ich hoffe,auch diese geht vorbei.
Medikamente können und werden die Lösung nicht sein.
Kannst Dir sehr gerne mal meinen Verlauf anschauen.
Liebe Grüße Fibie



I
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- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
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- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

Reebal
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Reebal » Samstag, 13.01.18, 16:32

Hehe Danke für die Aufklärung Lena, hab schon gedacht.

Nochmal zu dem Lorazepam, also wir erwarten heute Besuch und es gibt Raclette und sehr viele Stunden Football. Ich würde in so eine Stunde mal 0,5mg nehmen, damit die Freunde das nicht so mitbekommen und ich wenigstens mal was essen kann. Ich weiß nicht genau wie lang die Wirkung anhält aber falls Sie nachlässt und ich später nicht mehr schlafen kann, ist es unbedenklich noch mal 0,5mg zu nehmen bevor ich ins Bett gehe?

Fibie glaub mir eins: Du bist stark! Viele würden wieder zurückgreifen und sich Medis reinfahren aber du versuchst schon so lange ohne und das echt toll. Klar, es ist nicht leicht für dich aber ich glaube laut deiner Signatur hast du das schlimmste bereits hinter dir. Mach bitte weiter so! Du gibst mir echt Kraft.

Mit freundlichen Grüßen
Reebal

Nillo
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Nillo » Samstag, 13.01.18, 16:45

Reebal hat geschrieben:
Samstag, 13.01.18, 16:32


Nochmal zu dem Lorazepam, also wir erwarten heute Besuch und es gibt Raclette und sehr viele Stunden Football. Ich würde in so eine Stunde mal 0,5mg nehmen, damit die Freunde das nicht so mitbekommen und ich wenigstens mal was essen kann. Ich weiß nicht genau wie lang die Wirkung anhält aber falls Sie nachlässt und ich später nicht mehr schlafen kann, ist es unbedenklich noch mal 0,5mg zu nehmen bevor ich ins Bett gehe?
Hallo.

Lorazepam sollte man nur im absoluten Notfall nehmen.
In einer Situation wie von dir beschrieben - nur dass Freunde nix merken - würde ich es nicht empfehlen.
Das ist meiner Meinung nach der ideale Einstieg in die Abhängigkeit, weil es mit dem Lorazepam dann alles erträglicher wurde.

Spar es dir auf. Ich möchte dir keine Angst machen aber du weißt nicht was noch kommt...
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JamieUlulu 69carlotta
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18.07.2015: Abschluss, Ende, Aus, Vorbei! Geschafft!
10.01.2017: Einnahme von einer Tablette Levofloxacin, alles wieder von vorne!
21.03.2017: nach mehreren Zahnbehandlungen weitere Verschlechterung aller Symptome
31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
15.06.2018: Körperlich leichte Besserung. Hülle über ganzem Körper und Augen. Keine Gefühle. Wahrnehmungsstörungen, komischer Kopf, kein Schlaf

Reebal
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Reebal » Samstag, 13.01.18, 17:02

Hi Nillo, es geht nur darum es bis Montag zu überbrücken damit ich wieder mit dem einschleichen anfangen kann.

Es soll nicht schlimmer werden, mir reicht das jetzt auch schon..

Mit freundlichen Grüßen
Reebal

Jamie
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Jamie » Samstag, 13.01.18, 17:16

Hallo Reebal,

handle nach deinem Ermessen, aber am Montag muss Schluss sein mit Tavor / Lorazepam.
Nillo :) hat Recht, zu warnen, aber wenn es wirklich nur die beiden Tage sind, dann geht das OK.

Wir haben Leute hier, die waren nach 10 Tagen täglicher Einnahme von Tavor abhängig.
Tavor (Lorazepam) ist ein potent wirkendes Benzodiazepin und macht nach wenigen Wochen der Einnahme erst körperlich abhängig und dann psychisch süchtig, deswegen muss man wirklich warnen, es nicht häufiger als 3-4 mal im Monat einzunehmen.

Bitte besorge dir am Montag unbedingt ein Sertralinrezept und dosiere mit 1mg wieder ein.
Du hast mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Absetzsymptome, die durch die Wiedereinnahme hoffentlich abgepuffert und gelindert werden, sodass du dich stabilisieren kannst.
Danach kannst du noch mal in Ruhe ausschleichen :)

Grüße und willkommen im Forum :group:
Jamie
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Re: Setralin abgesetzt. Wieder alles wie vorher

Beitrag von Reebal » Samstag, 13.01.18, 18:39

Hallo Jamie,

Noch bin ich am kämpfen aber diese Gedanken machen mich echt verrückt. Ich habe richtig Angst davor dass es Nie mehr aufhört.

Sind Zitteranfälle auch normal? Also mir ist extrem kalt obwohl die Bude sehr warm ist.

Wie lang dauert es bis die Wirkung von Setralin wieder einsetzt?

Mit freundlichen Grüßen
Reebal

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