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Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

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Katharina
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Katharina » Montag, 05.02.18, 22:20

Liebe Sarah !


Schön das du schreiben konntest Sarah,
vielen Dank für deinen Bericht.

ich schreibe Dir nur ganz kurz da ich unglaublich müde bin
denn ich war seit circa zehn Tagen heute das erste Mal wieder draußen und bin erschöpft.

ich beantworte nur ein Symptom:
dieses Gefühl am Morgen auf der Bettkante zu sitzen, miserabel
ich nenne es, das "Kater - Symptom".

Völlig verkatert
wie zu viel getrunken
ich trinke seit Ewigkeiten nicht,
viel zu viel geraucht wie eine durchgezechte Nacht
( wenn es denn mal eine gewesen wäre : Ironie: ... )

Leider Gottes erinnere ich viele der von Dir beschriebenes anderen Symptome auch.

ich danke dir dafür dass du geschrieben hast
bleib tapfer

und da ich sagen kann, dass die Antidepressiva reduziert und die Absetzsymptomatik Vergangenheit sind bei mir
wird dies auch bei Dir vorüber gehen
weshalb nicht

ich erinnere noch die grausamen Migränen
nie wieder gehabt

bleibt mutig
Gute Nacht
herzlich,

Katharina
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Leni
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Leni » Mittwoch, 07.02.18, 9:17

Liebe Sarah,
Taramtamtam hat geschrieben:
Montag, 05.02.18, 16:50
Kann das noch am Absetzen liegen, oder ratet ihr mir noch weiter nach anderen Ursachen zu suchen?
aufgrund meiner eigenen Erfahrungen und der Angaben, die du bzw. dein Freund über deine bisherige Krankheitsgeschichte gemacht hast, lautet meine Antwort: Beides!

Psychopharmaka greifen in die Cortisolregulation ein, sowohl beim Einschleichen, bei der weiteren Einnahme, als auch beim Absetzen/Reduzieren. Und wenn man dann noch zusätzlich sowieso Probleme mit der Cortisolregulation hat, sei es durch eine Schilddrüsenunterfunktion, Borrelien, EBV und viele weitere Stoffwechselstörungen, dann macht das das Absetzen doppelt so schwer, erst recht, wenn sich da noch einiges überlagert.

(Das heißt aber nicht, dass das Absetzen ohne diese Dinge viel leichter wäre und dass alle, die Absetzprobleme haben, automatisch noch irgendwelche Cortisolstörungen haben müssen.)

Ich halte es bei dir für sinnvoll, nach weiteren Ursachen zu suchen bzw. Verbindungen zu den bisherigen Diagnosen zu ziehen und bisherige Diagnosen nochmal überprüfen zu lassen. Woher kommt deine leichte Nebennierenschwäche? Wie sieht es mit reaktiven Viren aus? Dass es dir seit Dezember wieder so schlecht geht, könnte auch daran liegen.

Ein weiteres Problem ist dabei, inwieweit man sich mit der Diagnose eines Arztes zufriedengeben soll. Wenn er/sie meint, alles sei in Ordnung, ist das dann wirklich so? Ich achte hier inzwischen auf mein Bauchgefühl, weil ich persönlich die Erfahrung gemacht habe, dass im Nachhinein gar nichts in Ordnung war und der Arzt schlichtweg zu wenig über eher seltenere Stoffwechselerkrankungen wusste. Das hat mich 4 Jahre gekostet.

Wenn du nun weitere Ursachenforschung und Diagnostik betreibst, die dir auch Ergebnisse bringen, dann bleib bitte trotzdem vorsichtig, was die vorgeschlagenen Therapien betrifft. Hier muss man gut abwägen und nicht zu schnell nur an einer Schraube drehen.

Wenn die Cortisolregulation nicht stimmt, dann kommt es zu Problemen mit dem Schilddrüsenstoffwechsel. Ich weiß nicht, wie viel SD-Hormone du nimmst. Evt. erleichtert es deine Symptome, wenn du die SD-Hormone etwas reduzierst? Mir hat das geholfen.
Hast du schon mal einen Auslassversuch mit glutenhaltigen Produkten versucht? Auch das hat hier einigen schon geholfen.

LG Leni
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Taramtamtam
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Freitag, 20.04.18, 12:13

Hallo ihr Lieben,

nach nun langer Zeit wollte ich mal berichten, was passiert ist:

Es war ca. Mitte Februar diesen Jahres, da fing es wie aus dem nichts an meiner Freundin jeden Tag besser zu gehen. Diese schlimmen Zustände von Schwindel, Migräne, Übelkeit etc. haben sich immer weiter zurückgezogen!!! Soweit, dass sie mittlerweile wieder Auto fährt, Einkaufen geht, mit unserem Sohn spielt etc. und sogar soweit, dass sie mal abends mit Freunden ausgehen konnte.

Es gibt zwar immer noch Tage, an denen die "Kopfsymptome" stark sind, aber nun bleiben sie meist nur wenige Stunden bzw. 1-2 Tage. Die Missempfindungen sind zwar leider nie ganz weg, aber - Gott sei Dank - kein Vergleich zu der Zeit, in der ich mich an dieses Forum gewand habe. Natürlich ist auch immer noch eine gewisse Angst da, dass es nie ganz aufhören wird und so richtig "auf den Körper verlassen" geht auch noch nicht, aber wir haben zumindest wieder ein einigermaßen normales Leben.
Jetzt, wo das Wetter endlich schön ist hatten wir auch Freunde zum Grillabend da oder verabreden uns mit anderen Eltern usw.

Auch ich selbst kann immer öfters das Haus verlassen um meinen Hobbies nachzugehen und weiß, dass meine Freundin sich gut um unseren Sohn kümmern kann, mit ihm spielt, isst, ließt, lacht und ihn abends ins Bett bringt. Das ist schon etwas sehr besonderes nach so einer langen Zeit des extremen Leidens!!!

Ich hoffe natürlich auch, dass wir damit dem Ein oder Anderen Mut machen können und wollte an dieser Stelle noch mal von ganzem Herzen "DANKE" sagen!!!
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Ende 2014 - März 2016: (125-L-Thyroxin, 20mg Citalopram): Citalopram ausgeschlichen in 4 Wochen, Symptome: Drehschwindel, Zittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, Durchfall, Migräne mit Aura, Schweißausbrüche, Fieberschübe

Mai 2016 - Februar 2017: (125-L-Thyroxin Escitalopram 20mg): Escitalopram ausgeschlichen in mehreren Monaten, Symptome: Drehschwindel, Brain-Zaps, "Wie Grippe", Sehr starke und häufig Migräne, Durchfall, Gewichtsverlust, "Drücken, Reissen, Brennen im Hinterkopf", bei Kopfbewegungen: als ob das Bild erst nachkommt etc.

- Alle hier aufgelisteten Symptome treten willkürlich auf, wechseln sich ab, ergänzen sich, sind fast immer sehr stark, seltenst weniger ausgeprägt -


Mitte Februar - Mai 2018: Weglassen 125-L-Thyroxin: Fast vollständiger Rückgang aller Symptome, Leben fast wieder "normal"


Mai 2018: Symptome kehren alle zurück: Schwindel, Migräne, Schwipp-Schwapp im Kopf, Blitze, Drücken und Reißen im Kopf :-(

Juni 2018: Symptome ändern sich in starkes Kopfgewitter mit heftigen Blitzen, Drücken, Reißen, Stechen, Kribbeln, Gefühl wie "Würmer im Kopf"

Juli 2018: neue Therapie bei neuem Arzt. Gesicherte Diagnosen: Schilddrüse zu klein, Nebennierenerschöpfung, HPU, Ferritin-, Vitamin-D-, und andere Nährstoffmängel
Wiedereindosiern von L-Thyroxin 75

August 2018: Symptome bessern sich spürbar. Immer noch starke Unterfunktion der SD: langsames erhöhen auf 100 L-Thyroxin

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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Katharina » Freitag, 20.04.18, 12:35

Hallo Taramtamtam!

Vielen Dank für Deinen Beitrag;
ich freue mich sehr für Euch.

So habe ich es auch erlebt,
plötzlich war die 'hässliche Symptomatik während und besonders nach Absetzen des Antidepressiva Escitalopram vorbei,

sie ist nie wieder gekehrt.

Alles Gute weiterhin
herzliche Grüße an Deine Freundin

Ich wünsche Euch eine wunderschöne Sommerzeit,

Grüße, Katharina
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Anikke » Freitag, 20.04.18, 14:01

das ist ja schön für euch!!
ich drücke die Daumen dass es weiter aufwärts geht und sich alle Symptome zurückziehen!
liebe grüße anikke
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von gioia » Freitag, 20.04.18, 14:18

Lieber Taramtamtam

Das freut mich so sehr, dass es deiner Freundin wieder besser geht!! Hab manchmal an euch gedacht, wie es euch wohl geht!
Es wird selten einen Partner wie dich geben, der sich so in das Thema vertieft und wirklich bereit ist, zu verstehen, worum es bei der ganzen sch :censored: e hier eigentlich geht.

Alles Gute für eure kleine Familie!!
Gioia
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von houelle1 » Freitag, 20.04.18, 17:11

Lieber Taramtamtam,
Gänsehaut beim Lesen !
Alles, alles Gute für Euch,

herzlich,
Houelle
Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Donnerstag, 24.05.18, 9:21

Tja, leider haben wir uns wohl zu früh gefreut!! :-( !! Das "normale" Leben ist schon wieder vorbei...
Vor wenigen Tagen fing es langsam wieder an, dass die Symptome zurückgekehrt sind. Nun ist alles wieder da: Migräne, Schwindel, Übelkeit, Auf-und-Ab-im-Kopf, Blitze, Drücken und Reißen im Kopf...
Es ist zum verzweifeln!!! Unser Leben war für fast drei(!!!) Monate wieder fast ganz normal. Wir konnten alles wieder machen, selbst in der Disco war meine Freundin ein mal.
Wir hatten so gehofft, dass es endlich vorbei ist, aber irgendjemand scheint es uns nicht zu gönnen, ich bin traurig... Sehr traurig!!!
Ende 2014 - März 2016: (125-L-Thyroxin, 20mg Citalopram): Citalopram ausgeschlichen in 4 Wochen, Symptome: Drehschwindel, Zittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, Durchfall, Migräne mit Aura, Schweißausbrüche, Fieberschübe

Mai 2016 - Februar 2017: (125-L-Thyroxin Escitalopram 20mg): Escitalopram ausgeschlichen in mehreren Monaten, Symptome: Drehschwindel, Brain-Zaps, "Wie Grippe", Sehr starke und häufig Migräne, Durchfall, Gewichtsverlust, "Drücken, Reissen, Brennen im Hinterkopf", bei Kopfbewegungen: als ob das Bild erst nachkommt etc.

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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 24.05.18, 10:35

Lieber Taramtamram,

es tut mir leid, wie erklärt sich das.
Ist irgendetwas sei es 'unsichtbar' in Euren Lebensablauf getreten, ein Umzug ein Ereignis ?

Musste Eine Freundin vielleicht ein Medikament zeitweilig einnehmen zb Antibiotika?

Habt Ihr Urlaub gemacht, andere Nahrung ?
Schläft Deine Freundin plötzlich verändert?

Macht Ihr ein Wetterwechsel zu schaffen?
Ist es laut geworden, Baustellen?

Hat sich die Arbeitszeit verdichtet?
Zu viel Probleme auf einmal?

Hat Euer Kind einen schwierigeren Wachstums Abschnitt?
Was tut gemeinhin gut?

Es ist für mich immer problematisch wenn Anspannung nicht nach lassen kann, egal welche Qualität diese besitzt.

Jemand hier im Forum befindet sich in einer Klinik zur Entlastung
die ist neu eröffnet nicht überfüllt in Gegenteil
nicht zur Medikamenten Einstellung

Eine Auszeit mit therapeutischen angepassten Angeboten
leider privat.
Einzelzimmer, also Ruhe garantiert.

Wäre es eine Überlegung um einmal für eine Zeit von allem Distanz zu erlangen, Hilfe zu erhalten?
Vielleicht in den Sommerferien?
So könntest Du mit der Kleinen in die Nähe eventuell.
Noch müsste Anmeldung kurzfristig möglich sein

Ich kann nicht ausdrücken, wie leid mir diese Phase tut
ein Rückfall?

Ich möchte Deiner Freundin und Dir herzliche Grüsse senden und hoffe auf schnelles Enden oder Abwenden dieser quälenden Situation.

Herzliche Grüße,
Katharina
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Taramtamtam
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Donnerstag, 24.05.18, 12:07

Hallo Katharina,
danke für deine Antwort und die Fragen, aber "nein"... Bis auf die Tatsache, dass man das Gefühl hatte, es überstanden zu haben, hat sich nichts verändert... Was meinst du mit Rückfall?

LG
Ende 2014 - März 2016: (125-L-Thyroxin, 20mg Citalopram): Citalopram ausgeschlichen in 4 Wochen, Symptome: Drehschwindel, Zittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, Durchfall, Migräne mit Aura, Schweißausbrüche, Fieberschübe

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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 24.05.18, 13:15

Lieber Tarantamtam,

Ein Rückfall eine Rückkehr der Symptomatik meine ich,
die Wiederkehr dieser Symtomatik nach durch diese Medikamenten Gruppe.
Entsetzlich;

gut dass es Dich als Partner gibt, Tarantamtam
ich empfinde das als stilles Glück.

Für Deine Freundin, Euren Sohn (sowie ein Stück für uns hier.zu häufig werden viele verlassen. Vor die Türe gesetzt, wortwörtlich).

Schreib wieder wenn Du kannst und magst,
richte Deiner Freundin Grüße aus wenn Du es als angebracht empfindest.
Ich schreibe Euch mein Mitempfinden dieses Schreckens als würde man erneut aus den Leben heraus geworfen, Teilnahme verboten.

Ich hoffe es ist eine 'Welle' = Symptome.
Nach einem sehr großen 'Fenster',
welches hier im Forum als Symptomfreiheit benannt wird, ein Zustand der schlagartig auftritt.

Bemerkenswert, es ist (mir) unmöglich gewesen
mir vor zustellen
das ich jemals innerhalb dieser Symtomatik war
wie ebenfalls jemand welcher sich in der Symtomatik befindet, sich nicht vorstellen kann
das diese einmal, nichts mit der eigenen Persönlichkeit zu tun hat
und es ist unvorstellbar, das dieser Zustand jemals enden könnte beziehungsweise wird.

Berichte innerhalb Deiner Möglichkeit, bitte, vielleicht fällt uns etwas ein.

Herzlich, Katharina



PS.: Migräne, durch was wird sie ausgelöst oder leidet Deine Freundin unter Migränen die aus heiterem Himmel kommen, und durchlebt werden müssen?
HWS in Ordnung?

Ich erinnere mich an Escitalopram Migränen währenddessen im Entzug in der Zeit danach.
Bis ich verstanden habe sie wird von diesem AD ausgelöst
hat es sehr lang gedauert.
Nie wieder gehabt.
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von padma » Donnerstag, 24.05.18, 13:28

hallo Taramtaram, :)

das ist sicher sehr niederschmetternd für euch. :(

Ich vermute, wie Katharina :) eine Symptomwelle nach einem langen Fenster.
Das ist nicht ungewöhnlich, dass es nach einer längeren guten Phase, wieder zu einer Symptomwelle kommt.
Manchmal gibt es dafür einen Auslösser, manchmal auch nicht.

Was mir als möglicher Auslöser noch einfällt, ist, dass deine Freundin sich vielleicht übernommen hat. Auch wenn man keine Symptome verspürt, ist das ZNS nach einer solchen Geschichte noch sehr empfindlich und es können leicht Symptome erneut getriggert werden.

Wichig ist jetzt viel Ruhe und das Vermeiden von möglichen Symptoverstärkern http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=6442

Verliert den Mut nicht, auch diese Welle wird wieder vorbei gehen.

liebe Grüsse,
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Donnerstag, 24.05.18, 16:08

Tja, was soll ich sagen... Ich bin schockiert, dass unser Leben nun doch immer noch von diesem SCH**ß beeinflusst wird. Was hatten wir eine schöne Zeit gehabt in den drei Monaten! Klar, es war noch nicht wieder alles perfekt, aber sie war auch so glücklich, wieder daran teilnehmen zu können und sie hat sich wieder Pläne gemacht...
Ich kann nur hoffen, dass diese "Welle" jetzt nicht lange anhält und das sie das durchsteht. Es macht mich so wütend und traurig, dass ich nichts tun kann, außer ihr beim Leiden zuzusehen.
Vor zwei Wochen noch Grillen, Schwimmbad, (leichtes) Joggen, Yoga, Verabreden, Einkaufen, Autofahren etc. und nun DAS wieder...

@Katharina: Nein, Migräne war früher nie ein Thema.
Ende 2014 - März 2016: (125-L-Thyroxin, 20mg Citalopram): Citalopram ausgeschlichen in 4 Wochen, Symptome: Drehschwindel, Zittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, Durchfall, Migräne mit Aura, Schweißausbrüche, Fieberschübe

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Beitrag von Katharina » Donnerstag, 24.05.18, 17:55

Lieber Taramtamram,

eines könnte Dir helfen, für mich schaust Du Deiner Freundin nicht zu sondern hältst und führst Ihr Deine Hand
in einer schweren Zeit die morgen beendet sein kann, so schnell wie sie kam.

Du bist da für Deine Freundin und Euren Sohn.
Das ist nicht selbstverständlich.
Nicht in dieser Kultur, so erlebe ich es und zwar deutlich.

Ich weiß nicht, wieviele hier von denjenigen die lange in diesen Symptonen stecken, Furcht haben, das der oder die anderen gehen, aus was für Gründen auch immer.

Versuche Dinge die Dir Freude bereiten -wenn möglich allein, und sei es eine dreiviertel Stunde an Tag
nicht zu vernachlässigen, ich vermute aber Ihr seit im Ganzen ein wertvolles Team mit und untereinander.

Ich lese nicht viele Tarantamtam's hier, ( ich lese aber auch wenig aus Zeitgründen oder Müdigkeit ).

Vergiss nicht, wie immer es auch funktioniert
die ganze Gruppierung der Symtomatik kann von jetzt auf sofort verschwinden.

In der Zwischenzeit versuchen alles was erleichtert, einzusetzen.
Versagensgefühle hinterfragen und verneinen;
Ich ahne bzw. ich erinnere zu diesen Symptomen gehören auch

-Gefühle des Versagens
-Verlassenheitsgefühle ( hatte ich massiv sonst: NIE)
- alle negativ gefärbten Gefühle
- Gefühle ich bin ein nichts und belaste,

Selbstwert und Selbstbewusstsein sind wie ausgelöscht.
Das sind sie auch bei starkem Schmerz anderer Ursache
nur ist dieser oftmals absehbar und beeinflussbar.

Dieses Häufchen Elend, trifft es.
So fühlt man sich.

Du bist an ihrer Seite, ich hoffe Du weißt wieviel das bedeutet.
Sehr viele Mitmenschen informieren sich nicht einmal.

Es ist dir noch nicht wichtig dass man nichts aktives tun kann.

Dasein, Mitgefühl und eigene Bereiche in denen Du 'auftanken' kannst befinde ich als das wichtigste überhaupt.

Geht es Deiner Freundin später am Tage oder im Verlauf des Abends etwas besser?

Ich wünsche Euch alles Gute, Kraft und Zuversicht
während dieser Zeit.

Liebe Grüße, Katharina
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Taramtamtam
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Freitag, 25.05.18, 21:30

Ja, ich weiß... Aber ich würde so gerne ihre Fragen beantworten... Wird sie jemals wieder? Wird sie wieder ein normales Leben haben? Wird das irgendwann mal vorbei sein? Wie kann das sein, dass man (außer hier) keinerlei Hilfe bekommt?

Mich trifft das alles auch sehr hart und es ist so schwer, DEM so ausgesetzt zu sein. Wir hatten wirklich, wirklich gedacht, es wäre überstanden und dann "BÄM", ist alles wieder da...
Ende 2014 - März 2016: (125-L-Thyroxin, 20mg Citalopram): Citalopram ausgeschlichen in 4 Wochen, Symptome: Drehschwindel, Zittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, Durchfall, Migräne mit Aura, Schweißausbrüche, Fieberschübe

Mai 2016 - Februar 2017: (125-L-Thyroxin Escitalopram 20mg): Escitalopram ausgeschlichen in mehreren Monaten, Symptome: Drehschwindel, Brain-Zaps, "Wie Grippe", Sehr starke und häufig Migräne, Durchfall, Gewichtsverlust, "Drücken, Reissen, Brennen im Hinterkopf", bei Kopfbewegungen: als ob das Bild erst nachkommt etc.

- Alle hier aufgelisteten Symptome treten willkürlich auf, wechseln sich ab, ergänzen sich, sind fast immer sehr stark, seltenst weniger ausgeprägt -


Mitte Februar - Mai 2018: Weglassen 125-L-Thyroxin: Fast vollständiger Rückgang aller Symptome, Leben fast wieder "normal"


Mai 2018: Symptome kehren alle zurück: Schwindel, Migräne, Schwipp-Schwapp im Kopf, Blitze, Drücken und Reißen im Kopf :-(

Juni 2018: Symptome ändern sich in starkes Kopfgewitter mit heftigen Blitzen, Drücken, Reißen, Stechen, Kribbeln, Gefühl wie "Würmer im Kopf"

Juli 2018: neue Therapie bei neuem Arzt. Gesicherte Diagnosen: Schilddrüse zu klein, Nebennierenerschöpfung, HPU, Ferritin-, Vitamin-D-, und andere Nährstoffmängel
Wiedereindosiern von L-Thyroxin 75

August 2018: Symptome bessern sich spürbar. Immer noch starke Unterfunktion der SD: langsames erhöhen auf 100 L-Thyroxin

Katharina
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Katharina » Freitag, 25.05.18, 22:15

Lieber Taramtamtam,

Wie genau geht es Deiner Freundin heute, wie geht es Dir und den kleinen Sohn?

Ich kann Dir nicht sagen, sie wird.-

Und nicht wann, leider leider.

Ich kann und möchte Dir unterstreichen das ich viele Jahre lange und hochdosierte PP und ADs nehmen musste und
nun von der AD - Symtomatik weg bin, bzw.

diese Symtomatik ist von mir gefallen, durch kein aktives Tun meines Erachtens
Wie ein Fieber welches ohne Zutun vergeht.

Wie eine Wunde die sich ohne Tinktur langsam schließt, plötzlich fällt die letzte Kruste ab, und der Gedanke an sie ist Vergangenheit.

Weshalb dies wenige da draußen wissen möchten, Taramtamram, ermüdet mich.
Es kommt der Tag an welchem die Augen aufgezerrt werden müssen derer die uns 'verleugnen'.

Dann aber bin ich über alle Berge,
Deine Freundin an ihren Arbeitsplatz, sie wird klärend hilfreich sein wie sie schrieb.

Jetzt heißt es, Tag für Tag tapfer bleiben, sich wertschätzen,
Du Dich,Euer kleiner Sohn von Dir er darf hören Mama geht es nicht gut -meine ich Kinder spüren es sowieso-

aber es geht ihr dann wieder besser, wann? vielleicht morgen Abend
und in der Zwischenzeit malen wir ein Bild.

er kennt gewiss Bauchweh.

Deine Freundin muss sich wertschätzen will genau das absackt.
Mehr geht im Heute nicht.

Ob sie Kolleginnen hat die ihr einfach zuhören neutral zusätzlich zu den Gesprächen mit Dir,

neutral ist anderes in der Qualität.

Ich genieße neutrale Gespräche, ich kippe mich dort aus wie ein Mülleimer und muss nie fragen: wie war ihr Tag.
Ich geh weg und bin leichter. Ohne jede Rücksicht.

Gerade Deine Freundin 'vom Fach' könnte so etwas zu Gute kommen.

Wie kommt ihr mit der Hitze zurecht?

ich schlecht auch wenn die sommerliche Stimmung schön ist ich werde agressiv und neige besonders zu Ohnmacht, deshalb kaufe ich morgen zwei extra Ventilatoren bevor sie in Baumarkt nicht mehr zu haben sind.

Ich habe kühlPacks dabei wenn ich draußen bin wenn möglich erst spät am Tag.

Ein frischer Lieblings Duft.
Ein kleines Klimagerät für einen kleinen Raum, 30 Grad erwarten uns, solche Dinge meine ich um das geringe Wohlbefinden zu heben.

Eine Lichterkette
zb
ich brauche rotes Licht abends war mir nie
ein Bedürfnis, ich habe Tücher über den Lampen da das möglich ist, manche haben Philips Hue.

Was macht jetzt ja Freude -wohl sehr wenig aber dennoch?

Ich glaube letztlich
Deine liebevoll Hand -

aber ich müsste wissen, wärest Du mein Partner das Du gut für dich sorgst und zwar innerhalb eines Tages.
Radfahren Freund besuchen geh allein ins Kino.

Ich wünsche Euch dreien das der Spuk morgen vorbei ist.

Von Herzen liebe Grüße, Katharina
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Taramtamtam
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Dienstag, 29.05.18, 12:48

Ich brauche noch mal dringend euren Rat!!!!

Diese Welle, oder was auch immer, entwickelt sich immer heftiger und schlimmer und ich muss ehrlich sagen, ich kann meine Freundin verstehen, wenn sie sagt, sie kann nicht mehr und sie will nicht mehr so leiden. Schon wieder wacht sie mit extremer Übelkeit, "Kopfreißen", Schwindel und dem ganzen anderen Quatsch auf und sie ist kräftemäßig am Ende. Sie entwickelt eine solche Wut auf/gegen ihren eigenen Körper und fragt sich nur noch, ob das je wieder ganz weggeht...

Gibt es denn gar nichts, was man tun kann, um diese Wellen zu mildern oder irgendeine Sicherheit, dass das alles aufhört? Wie habt ihr das alles nur "ertragen"???

LG
Ende 2014 - März 2016: (125-L-Thyroxin, 20mg Citalopram): Citalopram ausgeschlichen in 4 Wochen, Symptome: Drehschwindel, Zittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, Durchfall, Migräne mit Aura, Schweißausbrüche, Fieberschübe

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- Alle hier aufgelisteten Symptome treten willkürlich auf, wechseln sich ab, ergänzen sich, sind fast immer sehr stark, seltenst weniger ausgeprägt -


Mitte Februar - Mai 2018: Weglassen 125-L-Thyroxin: Fast vollständiger Rückgang aller Symptome, Leben fast wieder "normal"


Mai 2018: Symptome kehren alle zurück: Schwindel, Migräne, Schwipp-Schwapp im Kopf, Blitze, Drücken und Reißen im Kopf :-(

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Shonah
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Shonah » Dienstag, 29.05.18, 13:42

Hallo Taramtamtam,

Ich verstehe das Bedürfnis nach Sicherheit. :hug:

Nur leider gibt es im Leben keine Garantien.

Niemand kann mit Sicherheit sagen wie lange die Symptome anhalten.
Ich selbst schleiche seit mehr als zwei Jahren aus und habe jeden Tag Symptome. Mal mehr, mal weniger.

Man kann versuchen sich Erleichterung zu verschaffen, zum Beispiel mit Sport oder Wärme oder Kälte oder Ruhe oder Magnesium oder positiven Gedanken oder, oder,oder..

Was für einen gut ist muss man probieren, das ist sehr individuell.


Ansonsten kann man nur jeden Moment aushalten, so schlimm es auch ist.

Ich wünsche deiner Freundin viel Kraft und baldige Linderung.



LG Shonah
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JamieTaramtamtam
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Katharina
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Katharina » Dienstag, 29.05.18, 13:48

Lieber Tarantamtam !

Da Deine Freundin auch unter Miränen ab und an leidet, bzw mit hilft bei diesen Übelkeiten ( für sich ein unerträglicher Zustand )

Übelkeit und Migräne oder durch Migräne
aber auch ohne Migräne:

-Domperidon Tabletten
(Wichtig für mich, es wirkt nicht psychoaktiv.)
Die Übelkeit kommt bei mir durch die hohe Verspannung, ein Osteopath kann die MagenBänder entspannen.

- Ingwer

- Magen Darm Tee aus dem Drogerie Markt
- alkoholfreies Bier wegen Hopfen Gerste Malz
-
Ich weiß nicht ob ich das raten darf:

Es gibt ein Medikament das angeblich nur durch Chemo Therapie oder ähnliche Medikamente bzw durch Übelkeit die durch solche entstehen, hilft.

Mir hilft Ondansetron auch bei Übelkeit und vorallem Erbrechen
es gibt es als SchmelzTablette

Nur auf privat Rezept und wenn es wirkt, es wird unter die Zunge gelegt die Schmelztablette
wirkt es in Sekunden.

Etwas zum Gefühl Wut.
Es ist ansteckend schützt mich vor etwas sehr Schwerem
der Depression.
Lade Deine Freundin zum Schimpfen Heulen Fluchen ein, der Stress, das Endsetzen muss raus.

Lass sie in eine Sorachmemo schreien
Lass sie schlimmste Wutgedanken nieder schreiben am besten in allen möglichen Sprachen:
Es sollte raus, unbedingt.
Hässliche Fratzen!
Vielleicht legt sich die Übelkeit etwas.

Ventilator.Kühlkasten in die Nähe bei Übelkeit
Im Stehen und Gehen essen
Essensgerüche meiden
Ventilator in die Küche aufstellen.
kaltes essen
Banane ist mit angenehm wenn der Magen solche Beschwerden macht
Babynahrung
Apfelmus auf den Glas
Alles was sie mag

Elektrolyt Beutel auf der Apotheke wahrend der Hitze
Cola
Chips ?
Eis geht gut herunter.

Es gibt Akupunktur gegen Übelkeit die manchen hilft bzw Akupunktur Bänder, Akupressur

- Nux Vomica

- Bitterstoffe

Was tut mir das leid, Tarantamtam

Domperidon Tabletten helfen mir am besten weil Magen Darm wie steif sind, es fördert die Magen-Darm Passage

Bei Abführ Problem
wenn das nicht klappt innerhalb 24std ist mit übel

-Lecocarbon Zäpfchen, Tipp des Enddarm Zentrum

Sie führen nicht zur Gewöhnung
erzeugen keinerlei Krämpfe ( ich kenne sie alle)

es erfolgt ein pressfreies sanftes Abführen
nach ca. 15 bis 20 Minuten, im liegen abwarten.

Einkäufe nach Hause schicken lassen
Alles bequem einrichten.

Hat die Übelkeit sonst oft bestanden?
Bekommt Deine Freundin oft den Magen-Darm Infekt?
Ist es ihr wunder Punkt?

Hopfen Kapseln versuche ich ich finde die aber nicht ohne Baldrian,

Ich ernähre mich mit Haferflocken und streue Hegepulver darüber.

Akut helfen mir nur die zwei oben genannten Medikamente.

Von Herzen gute Besserung, Taramtamram.
Vor kennt Wut auf den Körper
Wut auf die Situation, ok.

Liebe Grüße, Katharina
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Re: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von padma » Dienstag, 29.05.18, 13:52

hallo Taramtatam, :)

leider gibt es wirklich nichts, was diese schweren Symptome abfangen können.

Es gibt Maßnahmen, die dem einen oder anderen helfen, aber das ist sehr individuell.

Was hilfreich sein kann, ist bei anderen Schwerbetroffenen mitzulesen und auch in den entsprechenden themenbezogenen threads ("Gesundheit" und "Umgang mit dem Entzug".
Die Symptome einordnen zu können und zu wissen, dass man nicht der einzige damit ist, kann entlastend sein.

Je schwerer man betroffen ist umso weniger werden unterstützende Mittel vertragen, versuchen könnt ihr es vorsichtig (Omega 3, Magnesium, Passionsblume)
irgendeine Sicherheit, dass das alles aufhört?
Es gibt die Erfahrungen, dass es sich mit der Zeit zunehmend bessert, auch bei sehr schweren Verläufen.

Und man kann sich daran festhalten, dass das Gehirn neuroplastisch ist und sich daher delbst heilen kann.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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