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Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

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lakeSonne1
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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von lakeSonne1 » Mittwoch, 27.06.18, 11:17

hi TamTam :) ,
Das weglassen von 125 L-Thyroxin ist krass, ja, sehe ich auch so, aber wie es ihr im Winter ging, war nicht mehr feierlich und sie wurde immer dünner und dünner und dünner. Sie hatte das Gefühl, das Thyroxin nicht mehr zu vertragen, aber wenn man damit zum Arzt geht und sagt "früher nahm ich 100 Thyronajod und damit ging es mir besser" wird man nur belächelt. Es interessiert hier keinen Arzt, man ist ja eh ein Psycho. Es ist ja auch laut Blutbild immer "alles in Ordnung"... :evil:

Es kann nun Zufall sein, oder auch nicht, dass es ihr nach dem Weglassen der 125 L-Thyroxin so lange so gut ging aber wir brauchen einen Arzt der die NNS, die SUF und das Alles mal kompetent überwacht und evtl. eine neue, milde Behandlung einleitet. Einen Termin bei ihrer Endokrinologin hat sie auch... Im Oktober ...
ich war letztens auch beim Endokrinologen wg meiner SD (nehme 50 Thyronajod sein 2003) um mal feststellen zu lassen wie es aktuell aussieht, da der Hausarzt immer nur sagte "die Werte sind genau im Rahmen, sie brauchen das Thyronajod".

Nach Sono der SD und Werte checken, sagte der Doc: Weglassen, komplett, sofort. Die SD ist ok und sollte das auch ohne Medi packen. Kontrolle nach 8-10 Wochen.
Da hab ich aber gekuckt :o !!
Ich machs aber langsam und geh nicht gleich auf 0, sondern erst mal für 4 Wochen auf 25, um zu schauen wie es läuft (bis jetzt super). dann auf auf 0.

Gruß,
lake
Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE: 3.9.2016 - 2.3.2017: 15mg
2017:
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2018:
2.1.18: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.18: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
.....Tag 10-16: heiße, dicke und rote Hände beim einschlafen und aufwachen, Migräne, Übelkeit, Matschbirne, Bodyzaps, Übelkeit, Nadelstiche auf Haut, Sehstörungen
.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
.....Tag 22-23: Angstzustände, leichte Depri
2.6.18: 8,8mg Cita
9.6.18: 8,7mg Cita
15.6.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 25 (von ehemals 50)
20.6.18: 8,6mg Cita
16.7.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 0
17.7.18: 8,5mg Cita: wegen Thyronajod absetzten nur langsames, vorsichtiges Absetzten des Cita. Will Körper nicht überfordern
23.7.18 8,4mg Cita
9.8.18 8,3mg Cita
14.8.18: 8,2mg Cita
26.8.18: 8,1mg Cita
16.9.18: 8,0mg Cita
23.9.18: 7,9mg Cita
13.10.18: 7,7mg Cita

Taramtamtam
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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Mittwoch, 27.06.18, 12:11

Hi Lake,

es ist interessant zu hören, dass es anscheinend mehrere Menschen gibt, die beim oder nach Absetzen in eine Überfunktion geraten. Diverse Studien im Internet beschreiben (leider sehr kompliziert) den Einfluss der SSRI auf die Aufnahme von Schilddrüsenhormonen. Ich habe mal in alten Unterlagen geguckt. Der TSH von Sarah war vor AD bei ca. 0,5 und mit den AD's auf ein mal bei 1,5. Nach Absetzen war er auf ein mal bei 0,37 und was sagt der Hausarzt dazu? "Alles gut!"

Vielleicht hilft es dem Einen oder Anderem bei Absetzsymptomen auch an Überfunktionssymptome zu denken und evtl. die Dosis etwas zu verringern...

Zwecks des Seitenumbruchs hier aber noch mal meine aktuelle Frage von heute Morgen:

Hallo,
kann mir jemand noch mal helfen bzw. was dazu sagen:

Im Moment halten sich die Symptome wie Migräne und Schwindel etc. total zurück. Dafür hat es sich im Moment dahingehend geändert, dass im Kopf das reinste Feuerwerk abgeht!!!

Sie wacht auf: Es blitzt, dann drückt es, dann sticht es, dann fühlt es sich an, als ob tausend kleine Würmer in Spiralen an der Stelle durch den Kopf wandern, dann beruhigt es sich wieder...

Sie isst etwas: Es blitzt, dann drückt es, dann sticht es, dann fühlt es sich an, als ob tausend kleine Würmer in Spiralen an der Stelle durch den Kopf wandern, dann beruhigt es sich wieder...

Sie geht unter die Dusche: Es blitzt, dann drückt es, dann sticht es, dann fühlt es sich an, als ob tausend kleine Würmer in Spiralen an der Stelle durch den Kopf wandern, dann beruhigt es sich wieder...

und so weiter... Sie hat total Angst, was das ist, das gab es in der Form vorher noch nicht...

Danke und LG
Ende 2014 - März 2016: (125-L-Thyroxin, 20mg Citalopram): Citalopram ausgeschlichen in 4 Wochen, Symptome: Drehschwindel, Zittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, Durchfall, Migräne mit Aura, Schweißausbrüche, Fieberschübe

Mai 2016 - Februar 2017: (125-L-Thyroxin Escitalopram 20mg): Escitalopram ausgeschlichen in mehreren Monaten, Symptome: Drehschwindel, Brain-Zaps, "Wie Grippe", Sehr starke und häufig Migräne, Durchfall, Gewichtsverlust, "Drücken, Reissen, Brennen im Hinterkopf", bei Kopfbewegungen: als ob das Bild erst nachkommt etc.

- Alle hier aufgelisteten Symptome treten willkürlich auf, wechseln sich ab, ergänzen sich, sind fast immer sehr stark, seltenst weniger ausgeprägt -


Mitte Februar - Mai 2018: Weglassen 125-L-Thyroxin: Fast vollständiger Rückgang aller Symptome, Leben fast wieder "normal"


Mai 2018: Symptome kehren alle zurück: Schwindel, Migräne, Schwipp-Schwapp im Kopf, Blitze, Drücken und Reißen im Kopf :-(

Juni 2018: Symptome ändern sich in starkes Kopfgewitter mit heftigen Blitzen, Drücken, Reißen, Stechen, Kribbeln, Gefühl wie "Würmer im Kopf"

Juli 2018: neue Therapie bei neuem Arzt. Gesicherte Diagnosen: Schilddrüse zu klein, Nebennierenerschöpfung, HPU, Ferritin-, Vitamin-D-, und andere Nährstoffmängel
Wiedereindosiern von L-Thyroxin 75

August 2018: Symptome bessern sich spürbar. Immer noch starke Unterfunktion der SD: langsames erhöhen auf 100 L-Thyroxin

Katharina
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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 27.06.18, 12:12

Hallo, Taramtamtam

Ich weiß nicht ob meine Erfahrung hilft:

Letztes Jahr verzweiflt in der Escitalopram nach Null Zeit
habe ich einer

" Heilpraktikerin "

und deren Bio -Labor Bericht Glauben geschenkt sowie nicht einmal ihren Spritzenschein hinter fragt.

Eine Frau die überzeugt ist mit Bio Resonanz Gerät
Herpes, Hepatitis C Viren etc. eliminieren zu können.

Ein deutliches Zeichen in welchem Zustand ich war
mich dort hinzusetzen mein Geld zu lassen uvm.

Unter der Rubrik Hormone habe ich den Befund eingestellt.

Ich war wg Unterfunktion der SD seit 2002 auf 125 l Thyroxin eingestellt.
Während einer Interferon Therapie ohne Probleme, von heute auf morgen 125 l Thyroxin - Einnahme
und bald gute SD-Werte in der Nuklearmedizin.

(etwas, welches unter Interferon/Ribavirin äußerst schwer einstellbar ist. Ich hatte Glück. )

Die Heilpraktikerin sagte, sofort weg.
August 2017

Nuklearmedizin Kontrolle November 2017
SD schrumpft weiter, wieder eindosieren.

Zu dem Bio Labor Befund, 400 Euro
stilles Kopfschütteln der Ärztin, den bekäme ich auch über die Kasse.

Wiederaufdosieren.
Unterfunktion der SD ist und bleibt eine Unterfunktion. Sichtbar in der Sonografie.

HA und andere Ärzte ( ua Gyn )
haben nicht begriffen, weshalb L Thyroxin ein Hormon der SD weiches bei Mangel weggelassen wird.

( Ebenso nehme ich erneut die Östrogene
welche die HP für überflüssig befand und habe extremes Schwitzen nicht mehr. )

Ich habe stur gesagt, ich war mehr als in einem Ausnahme Zustand August 2017
und hätte alles getan
ich war nicht ich unter Escitalopram Entzug und in der Zeit danach was meine Entscheidung anbetrifft, dir Symptome haben mich an den Rand der Verzweiflung gebracht wie nichts zuvor

HP: Progesteron solle, laut Bio-Befund gecremt werden, habe ich gemacht und aufgehört.

Es war mir zuviel ich war nur noch mit meinen Behandlungen und Reduzieren beschäftigt und bin ausserstande irgend ein Urteil ab zugeben durch den neuen Entzug.

DHEA Hormon kam auch eine Zeit dazu.

Wie es mir ging nach der Escitalopram Phase deren Störungen überstanden waren und sind ist definitiv besser.

Was das Hormon - Chaos betrifft kann ich keine Beurteilung erstellen, ich meine besser inzwischen
befinde mich seit August in einem neuen erfolgreichen Entzug, auch wenn dieser jetzt gestoppt ist.

Kontrolle Blutwerte nächste Woche.

Ich nehme jetzt wieder 100 L Thyroxin und bin froh, einem Organ welches selbst ein Hormon nicht genügend erzeugt, das zuzufügen was fehlt
ein körpereigener Stoff wie es Insulin einer ist.

Ich bezeichne mein Tun rückblickend als eine irrsinnige Entscheidung während einer verstörenden Zeit.

Taramtamtam, ich wünsche Euch so sehr Besserung.

Liebe Grüße an Deine Freundin,
Katharina

Taramtamtam
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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Mittwoch, 27.06.18, 12:33

Hallo Katharina,

danke dir und ich gebe dir Recht!! Ich hoffe nur, dass dieser Arzt in der Lage ist besser ist mit den SD-Hormonen umzugehen. Ich glaube auch nicht, dass man nach so langer Zeit die 125er-Dosis einfach weglassen kann, aber das es zuviel war, das halte ich zu 99% richtig. Du schreibst ja selbst auch, dass du nun nicht mehr 125, sondern 100 nimmst, das ist meiner Erkenntnis nach schon ein großer Unterschied. Hast du denn "einfach" nur eine Unterfunktion, oder verbirgt sich etwas anderes dahinter?

LG
Ende 2014 - März 2016: (125-L-Thyroxin, 20mg Citalopram): Citalopram ausgeschlichen in 4 Wochen, Symptome: Drehschwindel, Zittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, Durchfall, Migräne mit Aura, Schweißausbrüche, Fieberschübe

Mai 2016 - Februar 2017: (125-L-Thyroxin Escitalopram 20mg): Escitalopram ausgeschlichen in mehreren Monaten, Symptome: Drehschwindel, Brain-Zaps, "Wie Grippe", Sehr starke und häufig Migräne, Durchfall, Gewichtsverlust, "Drücken, Reissen, Brennen im Hinterkopf", bei Kopfbewegungen: als ob das Bild erst nachkommt etc.

- Alle hier aufgelisteten Symptome treten willkürlich auf, wechseln sich ab, ergänzen sich, sind fast immer sehr stark, seltenst weniger ausgeprägt -


Mitte Februar - Mai 2018: Weglassen 125-L-Thyroxin: Fast vollständiger Rückgang aller Symptome, Leben fast wieder "normal"


Mai 2018: Symptome kehren alle zurück: Schwindel, Migräne, Schwipp-Schwapp im Kopf, Blitze, Drücken und Reißen im Kopf :-(

Juni 2018: Symptome ändern sich in starkes Kopfgewitter mit heftigen Blitzen, Drücken, Reißen, Stechen, Kribbeln, Gefühl wie "Würmer im Kopf"

Juli 2018: neue Therapie bei neuem Arzt. Gesicherte Diagnosen: Schilddrüse zu klein, Nebennierenerschöpfung, HPU, Ferritin-, Vitamin-D-, und andere Nährstoffmängel
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August 2018: Symptome bessern sich spürbar. Immer noch starke Unterfunktion der SD: langsames erhöhen auf 100 L-Thyroxin

Franka

Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Franka » Dienstag, 03.07.18, 8:49

Guten Morgen Taramtamtam,

Ich wünsche euch heute viel Erfolg beim Arzt und hoffe er sieht das etwas differenzierter und geht auf Sarah als Individuum ein!
Wenn kein Hashi vorliegt, ist die Empfehlung den TSH um 1 einzustellen, allerdings ist auch das für manche schon zu viel. Ich persönlich habe meine Befunde der letzten Jahre durch die 6 Monate Hormonhölle genau studiert und denke ich brauche einen TSH um 2. Da hätte ich dann auch mal einen Eisprung-also scheint auch mein Körper in dem Bereich am besten zu "funktionieren". Meine Absetzung des Escitalopram läuft weiter problemlos und bin überzeugt, dass es auch mit der aktuellen Unterfunktion zusammenhängt. Ein Teil von Sarahs Symptomen ist sicher der "Überfunktion" zuzurechnen. Falls ihr nun wieder SD Hormone ansetzen sollt, langsam mit Geduld! Auch Steigerungen Max. in 12.5er Schritten. Die Hormone brauchen Zeit!

Alles Gute!
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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von LinLina » Dienstag, 03.07.18, 9:31

Off Topic
Liebe Franka :-)

du wurdest schonmal darum gebeten, stelle dich doch einfach kurz im Bereich "hier bist du richtig" vor indem du ein eigenes Thema eröffnest.

Auch wenn du dort nicht häufiger schreibst, ist es für andere Mitglieder und uns wichtig, dass du dich wenigstens kurz vorstellst und deine Situation und dein Anliegen dort schilderst.

Eine Signatur wäre auch super, damit die Mitglieder denen du schreibst sehen können was du derzeit absetzt und welche Erkrankungen/Erfahrungen du selbst hast.

Danke Dir

Liebe Grüße
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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Leni » Dienstag, 03.07.18, 9:36

Hallo Taramtatam,

ich habe genau dieselbe Erfahrung gemacht, dass mir das Weglassen der SD-Hormone eine enorme Erleichterung verschafft hat und kenne auch andere Personen, denen das so ging. Das liegt m.E. hauptsächlich daran, dass dadurch Cortisol "frei" wird, das aber anderer Stelle im Körper dringend gebraucht und verbraucht wird, weshalb es nach einiger Zeit wieder zu einer Verschlechterung kommt. Dazu passt dann die NNS.

Das mit den furchtbaren Kopfsymptomen kenne ich nicht, aber ev. passt es zu Neuroborreliose? Das klingt zwar furchtbar, aber auch das ist heilbar. Einen mutmachenden Bericht findet ihr ggf. unter www.natuerliche-Therapie.de.

Mit Therapie-Empfehlungen ist das in einem Forum immer so eine Sache, aber ich denke, dass es im Fall deiner Freundin dringend notwendig ist, den Darm bereits jetzt ganz vorsichtig zu entgiften und aufzubauen, gerade weil du schreibst, sie sei immer dünner geworden. Mittel wie Bentonit und Flohsamenschalen und ein reines Probiotikum (ohne Zusatzstoffe) machen das ganz sanft und ohne zu mobilisieren. Und die Ernährung umstellen. Das wiederum entlastet die Nebennieren. Ich weiß, wovon ich da schreibe.

Habt ihr mal auf Lebensmittel geachtet? Häufig werden Milchprodukte nicht vertragen. Dummerweise äußert sich die Unverträglichkeit nur durch Erschöpfung, Schlaflosigkeit und körperlichen Stress wie Unruhe, Ängste usw. Gerne auch erst 24 h oder 48 h später, so dass man das gar nicht in Verbindung bringt.

Ich bin gespannt, was der Arzt sagt.

LG Leni
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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Katharina » Dienstag, 03.07.18, 13:13

Hallo, guten Tag !

Liebe Franca, Rat zu geben würde ich nicht tun.
Das empfinde ich wie Ferndiagnose.

Es wird hier glaube ich denken Herzen und ist nicht erwünscht.

Bei T.d
Freundin ich habe ihren Namen vergessen
ist jede Umstellung zumindest für mein Denken mit Kontrolle und Rücksprache vor Ort vonnöten.

Entschuldige T. und liebe Freundin,

Ich wünsche euch von Herzen Besserung und die einfühlsamsten Spezialisten
wer auch immer vllt
ab und an gibt es noch Ärzte der 'alten Klasse'.

(Meine Mutter ist einem 'alten' Kardiologen begegnet, ein Segen.)

Ich drücke immer einen Daumen
Katharina
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Franka

Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Franka » Dienstag, 03.07.18, 14:27

Liebe Katharina,

Ich finde nicht,dass ich irgendeinen Behandlungvorschlag gemacht habe. Ich sage nur, dass falls die SD Hormone (natürlich vom Arzt angeordnet) viel Geduld brauchen. Sarah hatte eine 125er Dosierung auf einen Schlag abgesetzt. Das dies keine gute Idee ist ist klar. Und ich persönlich habe schon erlebt, dass ein Endokrinologe mich um 37.5 reduziert hat und auch das war eine grenzwertige Entscheidungen. Ist halt nicht leicht einen guten Arzt zu finden.

Vielleicht kann mir jemand sagen wie ich aus diesem Forum wieder rauskomme. Da ich kein Anliegen habe und "nur" mit den Hormonen kämpfe, will ich jetzt hier keinen eigenen Beitrag starten.

Taramtamtam, was hat der Arzt gesagt?

Liebe Grüße,
Franka

Franka

Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Franka » Dienstag, 03.07.18, 14:48

Naja und die TSH Empfehlung ist die allgemeine ärztliche Empfehlung. Wollte mit meinem Beispiel nur sagen, dass nicht jeder in "allgemeine" Empfehlungen passt. Hoffe damit ist jetzt deutlich, dass ich mir keine Ferndignose noch Behandlungsvorschläge anmaße.
LG
Franka

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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von padma » Dienstag, 03.07.18, 18:51

Off Topic
hallo Franka, :)

wenn dein einziges Anliegen ist, dich mit Taramtatam :) auszutauschen, ist das wirklich besser per mail.
Es ist sehr freundlich von dir, dass du Taramtatam unterstützt. Hormone auch ein wichtiges Thema, aber das ADFD kann nicht alles abdecken.

Der Zweck des ADFD ist eben, der Austausch von Psychopharmakabetroffenen untereinander.
Hormone sind bei uns ein Thema, wenn sie im Zusammenhang mit dem Absetzen Probleme machen

Wenn du deine Mitgliedschaft beenden möchtest, dann schreibe mir das nochmal als PN, dann kann ich deinen account löschen.

Dies soll kein Rausschmiss sein, aber wir haben halt unsere Regeln.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Franka

Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Franka » Dienstag, 03.07.18, 22:15

Hallo Padma,

Ich kann ja keine PN schicken ;)

Bitte lösche meinen Account. Ich fühle mich nicht rausgeschmissen und verstehe, dass euch die Regeleinhaltung wichtig ist.

Ihr habt hier ein gutes Forum und ich wünsche allen alles Gute!

LG
Franka

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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Katharina » Dienstag, 03.07.18, 23:35

Liebe Franka,

In Deinem Satz

Copy and Paste, (Handy zitiert nicht):
".....
Wenn kein Hashi vorliegt, ist die Empfehlung den TSH um 1 einzustellen....."

empfand ich eine Empfehlung.
Ich.-

Ich schreibe von mir so wie ich es verstehe.

(Das Forum kann man verlassen in den man es verlässt.
Ich habe einige Jahre hier nicht geschrieben.)

Gruß
Katharina
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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Mittwoch, 04.07.18, 10:22

Hallo ihr Lieben,

Tja, was sagt der Arzt... Viel :-)

Ich glaube Sarah, hat eher ein komisches Gefühl, bei mir ist es eher positiv. Er glaubt - und will es jetzt im Labor untersuchen -, dass bei so Problemen eher ein Stoffwechselproblem vorliegt und durch das ganze Kortison wegen der Neurodermitis, der Schwangerschaft/ Geburt, die Röntgenkontrastmittel, den Antidepressiva und den Schilddrüsenhormonen alles durcheinander geraten ist.

Die Schilddrüse sieht auf jeden Fall im Sono sehr gut aus (kein Hashimoto) ist aber deutlich zu klein (<6ml)!!

Er will jetzt am 21. Zyklustag Blut abnehmen und folgendes testen:
Progesteron, Testosteron, Östrogene, Pregnenolon
und weiter: TSH, fT3, fT4, Reverse T3, Cortisol, Q10, Vitamin D, Coeruloplasmin, Kupfer, Homocystein, Ferritin, DHEA-S und Selen

Er sieht auch ein, dass Sie wieder Schilddrüsenhormone braucht (weil zu klein), aber die genaue Dosis und welches Präparat will er erst sagen, wenn er die Werte hat. Er sagt, dass oftmals alleine Thyroxin falsch ist und man auch in manchen Fällen, einen gewissen Anteil an T3 mitgeben muss. Es wäre ein Glücksgriff, so lange keine Hormone genommen zu haben, denn jetzt kann man sehen, was die Schilddrüse überhaupt noch von alleine schafft (Zitat: „So eine Chance bekommen Sie nicht wieder.“)

Er sagt, dass oftmals die Leber das Problem ist (Entgiften) und so auch z.B. der Körper versucht bei Neurodermitis über die Haut zu entgiften, wenn die Leber es alleine nicht packt... Und wenn sie es nicht mehr packt, dann packt sie es auch nicht, die Medikamente und den anderen Mist, der in sie reingepumpt wurde, loszuwerden...

Vieles klang sehr logisch und gut überlegt, naja und Sarah ist vollkommen verwirrt und verzweifelt, weil es wieder ein Arzt ist, der wieder was ganz anderes sagt… :-(
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Mai 2016 - Februar 2017: (125-L-Thyroxin Escitalopram 20mg): Escitalopram ausgeschlichen in mehreren Monaten, Symptome: Drehschwindel, Brain-Zaps, "Wie Grippe", Sehr starke und häufig Migräne, Durchfall, Gewichtsverlust, "Drücken, Reissen, Brennen im Hinterkopf", bei Kopfbewegungen: als ob das Bild erst nachkommt etc.

- Alle hier aufgelisteten Symptome treten willkürlich auf, wechseln sich ab, ergänzen sich, sind fast immer sehr stark, seltenst weniger ausgeprägt -


Mitte Februar - Mai 2018: Weglassen 125-L-Thyroxin: Fast vollständiger Rückgang aller Symptome, Leben fast wieder "normal"


Mai 2018: Symptome kehren alle zurück: Schwindel, Migräne, Schwipp-Schwapp im Kopf, Blitze, Drücken und Reißen im Kopf :-(

Juni 2018: Symptome ändern sich in starkes Kopfgewitter mit heftigen Blitzen, Drücken, Reißen, Stechen, Kribbeln, Gefühl wie "Würmer im Kopf"

Juli 2018: neue Therapie bei neuem Arzt. Gesicherte Diagnosen: Schilddrüse zu klein, Nebennierenerschöpfung, HPU, Ferritin-, Vitamin-D-, und andere Nährstoffmängel
Wiedereindosiern von L-Thyroxin 75

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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Leni » Mittwoch, 04.07.18, 11:28

Hallo Taramtamtam,

ich nehme an, ihr seid bei Dr. P. gewesen?

Dass deine Freundin sich erstmal überfahren fühlt, weil er etwas ganz anderes als die anderen sagt, glaube ich sofort. Mir ging das genauso. Aber im Gegensatz zu all den anderen Kapazitäten orientiert er (sofern er es ist) sich nicht nur an den Werten, sondern auch am Befinden des Patienten. Und er setzt viel engere Referenzwerte als das Labor ein. Zu Blutwerten, die im unteren Drittel des Referenzrahmen liegen, sagen die meisten Ärzte: "Ihre Werte sind super". Er sagt: "Eigentlich müssten Sie tot sein." Lach! Denn genauso fühlt man sich fast.

Das Thema "Entgiften" (Darm oder Blut oder Gehirn) darf nicht unterschätzt werden, ich hab das am eigenen Leib erfahren. Man schätzt, dass die Hälfte der Bevölkerung eine reduzierte Entgiftungskapazität hat. Und er ist einer der wenigen Schulmediziner, die das sehr ernst nehmen.

Bitte seid trotzdem vorsichtig mit dem Therapievorschlag, lest euch ein und hört auf das Bauchgefühl. Das ist ihm auch wichtig.

LG Leni
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Taramtamtam
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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Mittwoch, 04.07.18, 15:39

Wenn ich Dr. P. richtig verstanden habe, läuft alles darauf hinaus zu wenig Cytochrom P450 im Körper zu haben, um diese Chemiekeulen in der Leber abbauen zu können. Dafür ist zwangsweise nicht die HPU nötig, dafür reicht auch ein angeborener/ erworbener Gendefekt.

Die pharmazeutische Zeitung schreibt dazu:
Die variable Funktionsfähigkeit der CYP450-Enzyme ist eine mögliche Ursache dafür, dass bei gleicher Dosierung eines Medikaments Intensität und Dauer von Wirkungen und Nebenwirkungen je nach Patient sehr unter­schied­lich sein können. Wenn eine entsprechen­de medikamentöse Behandlung nicht anspricht oder schlecht vertragen wird...
Medizinische Genetik:
Veränderungen der enzymatischen Aktivität von Phase I- oder Phase II-Enzymen können erworben (z.B. Leberinsuffizienz) oder angeboren sein. Angeborene Veränderungen beruhen auf genetischen Varianten, die zu einer herabgesetzten oder fehlenden Enzymaktivität führen, wodurch Substrate langsamer metabolisiert werden
CYP2D6 metabolisiert ca. 20 - 30% der gebräuchlichsten Arzneistoffe, darunter einen großen Teil der Psychopharmaka und Neuroleptika sowie verschiedene Kardiaka oder Tamoxifen. Für das Enzym ist sowohl der "langsame Metabolisierertyp" als auch der "ultraschnelle Metabolisierertyp" beschrieben.
CYP2C19 metabolisiert Wirkstoffe wie Protonenpumpenhemmer, verschiedene Psychopharmaka oder Clopidogrel. Darüber hinaus stellt CYP2C19 einen alternativen Stoffwechselweg für CYP2D6-Substrate dar. Für CYP2C19 ist sowohl der "langsame" als auch der "ultraschnelle Metabolisierertyp" beschrieben.
Spektrum.de:
Das Enzymsystem ist an der Synthese verschiedener endogener Moleküle beteiligt, in den Mitochondrien der Nebennierenrinde von Säugetieren z. B. an den Hydroxylierungen im Verlauf der Biosynthese der Corticosteroide, in den Mitochondrien steroider Gewebe, wie Nieren, Placenta und Gehirn, an der Spaltung der Cholesterinseitenkette (Cholesterin). Die Säugetierleber enthält eine Superfamilie an Cytochrom-P450 mit überlappenden Substratspezifitäten, die für die oxidative Umwandlung von verschiedenen endogenen Metaboliten (z. B. Biosynthese der Gallensäuren) und von Xenobiotika, vor allem lipophilen Chemikalien, in polarere Verbindungen verantwortlich sind ( vgl. Tab. ). Polare Verbindungen werden leichter ausgeschieden als unpolare, und zwar entweder allein oder in weiteren Schritten konjugiert mit Sulfat oder Glucuronat. Bei Pflanzen dagegen werden die Endprodukte der durch das Cytochrom-P450-System katalysierten Reaktionen in den Vakuolen oder Zellwänden (Zellwand) abgelagert. Bei Tieren spielt das Cytochrom-P450-System eine entscheidende Rolle bei der Eliminierung schädlicher nichtbiologischer Verbindungen, z. B. von Arzneimitteln und Umwelt-Schadstoffen (Biotransformation, Entgiftung).
Ich bin gespannt...
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Ende 2014 - März 2016: (125-L-Thyroxin, 20mg Citalopram): Citalopram ausgeschlichen in 4 Wochen, Symptome: Drehschwindel, Zittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, Durchfall, Migräne mit Aura, Schweißausbrüche, Fieberschübe

Mai 2016 - Februar 2017: (125-L-Thyroxin Escitalopram 20mg): Escitalopram ausgeschlichen in mehreren Monaten, Symptome: Drehschwindel, Brain-Zaps, "Wie Grippe", Sehr starke und häufig Migräne, Durchfall, Gewichtsverlust, "Drücken, Reissen, Brennen im Hinterkopf", bei Kopfbewegungen: als ob das Bild erst nachkommt etc.

- Alle hier aufgelisteten Symptome treten willkürlich auf, wechseln sich ab, ergänzen sich, sind fast immer sehr stark, seltenst weniger ausgeprägt -


Mitte Februar - Mai 2018: Weglassen 125-L-Thyroxin: Fast vollständiger Rückgang aller Symptome, Leben fast wieder "normal"


Mai 2018: Symptome kehren alle zurück: Schwindel, Migräne, Schwipp-Schwapp im Kopf, Blitze, Drücken und Reißen im Kopf :-(

Juni 2018: Symptome ändern sich in starkes Kopfgewitter mit heftigen Blitzen, Drücken, Reißen, Stechen, Kribbeln, Gefühl wie "Würmer im Kopf"

Juli 2018: neue Therapie bei neuem Arzt. Gesicherte Diagnosen: Schilddrüse zu klein, Nebennierenerschöpfung, HPU, Ferritin-, Vitamin-D-, und andere Nährstoffmängel
Wiedereindosiern von L-Thyroxin 75

August 2018: Symptome bessern sich spürbar. Immer noch starke Unterfunktion der SD: langsames erhöhen auf 100 L-Thyroxin

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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Leni » Mittwoch, 04.07.18, 18:33

Hallo,

find ich super, dass der Arzt das bereits angesprochen hat. Hatte mich schon gefragt, ob er das Thema überhaupt erwähnt hat, wollte aber nicht den Besserwisser spielen.

Ich drück euch die Daumen. Alles, was ich mit Hilfe von Dr. P. heraus bekommen habe, ist inzwischen auch für mein Kind hilfreich.

LG Leni
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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Samstag, 07.07.18, 10:40

Dankeschön!!
Hinzu kommt ja aber leider noch, dass Citalopram und Escitalopram diese Enzyme zum Abbau sogar noch zusätzlich hemmen...
Wieso weiß sowas kein Arzt, der diese Medikamente verabreicht?!?!
Im Nachhinein würde es sogar noch erklären, warum Sarah paradox auf Propofol und Schmerzmittel (Tilidin und sogar Ibuprofen) reagiert...
Ich hoffe, dass wir mit diesem Ansatz endlich zum Erfolg kommen!!!
LG
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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Taramtamtam » Freitag, 10.08.18, 9:23

Hallo ihr lieben,

ich würde gerne mal neue Erkenntnisse aus dem Bereich der Pharmakogenetik einbringen. Dieses ist wahrscheinlich (mit-)verantwortlich für schwere Nebenwirkungen bzw. den schweren Entzug beim Ein oder Anderen.

aerzteblatt.de (https://www.aerzteblatt.de/archiv/30549 ... dikamenten):
Pharmacogenetics of Cytochrome P450 Enzymes
The rate at which drugs are eliminated from the organism by metabolism is a major determinant of both the intensity and duration of drug action and side effects. Variability of drug metabolism is responsible for the pronounced interindividual differences in plasma concentration when patients receive the same dose of a drug. Among the drug metabolizing enzymes cytochrome P450 enzymes play a pivotal role in the elimination process. For several cytochrome P450s, namely cytochrome 2C9, cytochrome 2C19 and cytochrome 2D6, genetic polymorphisms have
been identified as the mechanism responsible for pronounced differences in plasma concentrations. As a consequence variability in drug action and side effects ensues. Thus selection of dose based on the patient’s genotype could improve the efficacy and safety of drug therapy.
Übersetzung:
Die Aktivität der Arzneimittel abbauenden Enzyme bestimmt die Geschwindigkeit, mit der Medikamente aus dem Körper eliminiert werden. Der Metabolismus der meisten Medikamente wird durch Enzyme des Zytochrom- (CYP-)P450-Systems katalysiert. Die Variabilität der Funktion dieser CYP450-Enzyme ist Ursache dafür, dass bei gleicher Dosierung eines Medikaments Intensität und Dauer von Wirkungen und Nebenwirkungen von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein können. Für mehrere dieser Enzyme sind pharmakogenetische Faktoren beschrieben worden, die zum völligen Funktionsverlust oder einer erheblich herabgesetzten Aktivität des Enzyms führen. Erhalten Patienten mit solchen Enzymdefekten die Standarddosis eines Medikaments, kommt es zur Kumulation im Organismus. Daraus resultieren verstärkte Wirkungen, Nebenwirkungen oder Toxizität. Für alle zwölf am menschlichen Arzneimittelstoffwechsel beteiligten CYP450-Enzyme liegen genetische Polymorphismen vor. Eingehendere Untersuchungen zur klinischen Relevanz liegen für die Enzyme CYP2C9, CYP2C19 und CYP2D6 vor. Durch Einsatz pharmakogenetischer Diagnostik kann eine an den Genotyp des Patienten angepasste Dosierung die Arzneimitteltherapie optimieren und Toxizität vermeiden.
Eine Fülle neuer Arzneistoffe ist in den vergangenen 30 bis 40 Jahren entwickelt worden, die erstmals die effektive medikamentöse Therapie einer Vielzahl von zuvor nicht behandelbaren Krankheiten ermöglichen. Trotz dieser großen Fortschritte sind mangelnde Wirksamkeit und/oder unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) ungelöste Probleme. So zeigen 20 bis 50 Prozent der Patienten, die mit Betablockern, Antidepressiva und Statinen behandelt werden, keine oder nur unzureichende therapeutische Effekte, oder die Therapie muss trotz guter Wirksamkeit wegen Nebenwirkungen abgebrochen werden. Sieht man von Über- und Unterdosierungen eines Medikaments als verantwortlichen Mechanismus ab, sind die Ursachen für mangelnde Wirksamkeit oder Nebenwirkungen bisher weitgehend unbekannt.
Mit der kürzlich abgeschlossenen Sequenzierung des menschlichen Genoms hofft man, diese Probleme der Arzneimitteltherapie lösen zu können. Mithilfe der im Humangenomprojekt generierten Daten wird man nicht nur krankheitsrelevante Gene identifizieren können, sondern diese Gene stellen darüber hinaus therapeutische Ziele für neue Arzneistoffe dar (17). Diese Daten werden es zudem erlauben, Genloci zu identifizieren, die für die interindividuellen Unterschiede von Arzneimittelwirkungen beziehungsweise -nebenwirkungen verantwortlich sind. Auf dieser Grundlage sollte es dann zukünftig möglich werden, das für den individuellen Patienten am besten geeignete Medikament und die für den optimalen Therapieeffekt erforderliche Dosis auswählen zu können. Im Fall schwerwiegender Arzneimittelnebenwirkung können Genkonstellationen identifiziert werden, die es erlauben, vor Beginn der Therapie Risikopatienten zu identifizieren. Dieses Wissenschaftsgebiet bezeichnet man als Pharmakogenetik, ein Begriff, der von dem Heidelberger Humangenetiker Vogel 1959 geprägt worden ist
Alle pharmakogenetischen Phänomene lassen sich auf gemeinsame Mechanismen zurückführen.
Medikamente werden durch Arzneimittel abbauende Enzyme chemisch so verändert, dass sie schneller aus dem Organismus ausgeschieden werden können. In der Regel besitzen diese Stoffwechselprodukte keine oder eine geringere Wirkung als das Medikament. In den vergangenen 20 Jahren sind eine Vielzahl von Mutationen in den Genen identifiziert worden, die die Synthese dieser Arzneimittel abbauenden Enzyme kontrollieren. Mutationen, die zum Funktionsverlust dieser Enzyme führen, haben zur Folge, dass Medikamente nur sehr langsam aus dem Organismus eliminiert werden können. Es kommt zur Akkumulation im Organismus und daraus resultierend zu Nebenwirkungen
Folgende Stoffe werden über das Cytochrom P450 3A4 verstoffwechselt:

Immunsuppressiva: Tacrolimus, Ciclosporin, Sirolimus
Chemotherapeutika: Cyclophosphamid, Erlotinib, Gefitinib, Doxorubicin, Etoposid, Vindesin, Vinblastin, Tamoxifen
Antimykotika: Clotrimazol, Ketoconazol, Itraconazol
Makrolide: Clarithromycin, Erythromycin
trizyklische Antidepressiva: Amitriptylin, Clomipramin, Imipramin
SSRIs: Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Norfluoxetin, Sertralin

Neuroleptika: Aripiprazol, Haloperidol, Risperidon, Ziprasidon
Opioide: Alfentanil, Codein, Fentanyl, Methadon, Tilidin
Benzodiazepine: Alprazolam, Clonazepam, Flunitrazepam, Midazolam, Triazolam, Pimozid
Statine: Atorvastatin, Lovastatin, Simvastatin
Calciumkanalblocker: Amlodipin, Diltiazem, Felodipin, Nifedipin, Verapamil
PDE-5-Hemmer: Sildenafil, Tadalafil
Sonstige: Buspiron, Venlafaxin, Amiodaron, Ivabradin
Interaktionen:
Da eine Vielzahl an Wirkstoffen über dieses System metabolisiert wird, muss bei einer Therapie immer auf die entsprechenden Interaktionen geachtet werden. Denn unterschiedliche Arzneimittel können die CYP3A4 nicht nur induzieren, sondern auch inhibieren.

Induktion:
Im Falle der Induktion durch ein Medikament baut das Enzym den Wirkstoff so rasch ab, dass ein für die Behandlung nötiger Blutplasmaspiegel nicht erreicht werden kann. Eine Wirkung setzt somit nicht ein. Folgende Wirkstoffe führen zu einem solchen Effekt:
Rifampicin
Chinolone
Antikonvulsiva: Phenytoin, Carbamazepin, Oxcarbazepin
Phenobarbital
Modafinil
Dexamethason (nicht Prednison)
Auch Lebensmittel bzw. Kräuter können Cytochrome induzieren:
Johanniskraut
Ingwer
Knoblauch
Lakritz

Inhibition:
Eine Inhibition hat zur Folge, dass bestimmte andere Medikamente, die über dieses Enzym metabolisiert werden, nicht mehr abgebaut werden können. Dadurch kommt es im Körper zu einer Kumulation und den damit einhergehenden Nebenwirkungen bis hin zur Intoxikation. Zu den Inhibitoren gehören folgende Stoffe:

diverse Antibiotika: Makrolide (Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin), Chloramphenicol
Antimykotika: Fluconazol, Ketoconazol, Itraconazol
Proteaseinhibitoren: Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir
Verapamil
Aprepitant
Nefazodon
Amiodaron
Cimetidin

Auch Pflanzen bzw. Obst können zu einer Inhibition führen:
Grapefruitsaft
Baldrian
Gelbwurzel
Ginseng
Grapfruitsaft hemmt CYP3A4 in der Darmschleimhaut, was die Bioverfügbarkeit vieler oral verabreichter Arzneistoffe beeinflusst.

Ergänzend dazu (das Internet ist voll von Informationen darüber!!!):

Grundlegender Baustein dieser Cytochrome P450 ist Häm. Sollte Häm selbst zu gering oder Fehlerhaft vorliegen (Porphyrie, HPU etc.), werden auch zu wenig Cytochrome P450 gebildet.

Liegen Genmutationen oder -Defekte vor, können einzelne oder auch mehrere dieser Cytochrom-P450-Varianten nur unzureichend oder gar nicht vorliegen.

Liegen Stoffwechselstörungen innerhalb der Leber vor (Phasen der Biotransformation) bilden sich nicht einfach nur Abbauprodukte, sondern toxische Zwischenprodukte, welche der Körper nicht loswerden kann.

Werden nun solche Menschen mit diesen Medikamenten behandelt kommt es neben der erwünschten Wirkung ab einer (nur) geringen Dosierung zur Intoxikation im eigenen Körper. Dies bringt fatale Folgen für den Organismus mit sich!! Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, neurologische Symptome etc. sind bzw. können folgen der Vergiftung (sein). Werden mehrere Medikamente im Unwissen der Ärzte kombiniert, erreicht die Intoxikation ein evtl. lebensgefährliches Ausmaß. Diese unumstrittende Tatsache hat leider nichts mehr mit "zu wenig Serotonin" zu tun. Es ist die folge einer für viele Menschen hochtoxischen Substanz, die der Körper nicht adequat verstoffwechseln bzw. ausscheiden kann.
Selbst Coffein wird in der Leber durch Cytochrome verstoffwechselt und zwar zu Theobromin (auch in Kakao enthalten). Theobromin ist ebenfalls ein Gift. Hunden z.B. fehlen Cytochrome P450 gänzlich, deswegen ist für so ein kleines Schoßhündchen eine halbe Tafel Bitterschokolade (hoher Kakaoanteil=hoher Theobrominanteil) bereits tödlich!! (https://de.wikipedia.org/wiki/Theobromin)

Meinen Erfahrungen nach berichten Menschen nach Absetzen von z.B. SSRI's von wenigen Tagen bis zu wenigen Wochen von wenigen Symptomen. Das scheinen die Menschen zu sein, bei denen alles "normal" funktioniert bzw. es zu keiner Vergiftung kam bzw. es bei einem Medikament blieb.
Personen, die nach Absetzen bis wenige Monate Probleme hatten findet man selten.
Menschen, die viele Monate oder viele Jahre leiden, machen den nächstgrößeren Anteil aus, bei diesen ist davon auszugehen, dass das Medikament/die Medikamente selbst das Problem sind und durch eine lange Anhäufung von giftigen Substanzen im Körper diese weitreichenden Beschwerden verursacht.

Nun kommt das perverse daran:
Viele Medikamente selbst und vorallem SSRI's wie Escitalopram inhibieren den Abbau im Körper durch die Cytochrome P450 selbst, um gewisse Wirkspiegel aufbauen zu können.
Es sind zahlreiche Wirkstoffe bekannt, die Cytochrome P450 hemmen können. Zu den wirksamsten Inhibitoren von CYP3A4 gehören beispielsweise Azol-Antimykotika wie Ketoconazol, HIV-Proteasehemmer, etwa Indinavir oder Nelfinavir, und Makrolidantibio­tika wie Clarithromycin. Aber auch Nahrungsmittel wie Grapefruitsaft können die Enzymaktivität beeinträchtigen. CYP2D6 wird beispielsweise durch die Antidepressiva Paroxetin, Fluoxetin und Bupropion gehemmt.
Der Körper reagiert beim Absetzen bzw. beim Ausschleichen der Medikamente mit einem Entgiftungsprozess, ausgelöst durch die fehlende Hemmung bzw. die gewonnen Kapazität zur Entgiftung. Ein sehr langsames Ausschleichen ist also gleichzusetzen mit einer langsamen, sehr kontrollierten Entgiftung. Werden die Schritte zu groß, versucht der Körper auch wieder größere Mengen auszuscheiden, was ihm nicht gelingt. Denn sind die Enzyme erst mal gehemmt, dauert es (viele) Wochen, bis sie vom Körper neu gebildet werden um wieder aktiv abbauen zu können.
Über das Cytochrom-P450-System werden zahlreiche Medikamente metabolisiert (siehe Tabelle). Wenn eines dieser Enzyme gehemmt wird, handelt es sich meist um eine schnell einsetzende, kompetitive Hemmung: Das abzubauende Substrat wird durch einen anderen Stoff, zum Beispiel ein anderes Substrat, von der Bindungsstelle des Enzyms verdrängt – ein reversibler Vorgang. Daneben kommen bei CYP auch irreversible Formen der Inhibition vor, beispielsweise durch Zerstörung des Enzyms.
(Zitat: Pharmazeutische Zeitung https://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=40909)


Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Cytochrom_P450_3A4):
Einige Stoffe induzieren das Enzym, andere hemmen es. Durch eine Enzymhemmung können die von ihm abgebauten Stoffe kumulieren, das kann so weit gehen, dass dadurch die toxische Schwelle überschritten wird. Bei einer Enzyminduktion kann ein Substrat soweit abgebaut werden, dass der Blutplasma-Wirkspiegel nicht mehr erreicht wird.
Zuletzt geändert von Taramtamtam am Freitag, 10.08.18, 10:37, insgesamt 2-mal geändert.
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Mai 2016 - Februar 2017: (125-L-Thyroxin Escitalopram 20mg): Escitalopram ausgeschlichen in mehreren Monaten, Symptome: Drehschwindel, Brain-Zaps, "Wie Grippe", Sehr starke und häufig Migräne, Durchfall, Gewichtsverlust, "Drücken, Reissen, Brennen im Hinterkopf", bei Kopfbewegungen: als ob das Bild erst nachkommt etc.

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Re: Taramtamtam: Vorstellung/ Angehöriger / Citalopram / Escitalopram / Hilfe!!!

Beitrag von Murmeline » Freitag, 10.08.18, 9:48

Hallo!

Passt das in diesem Thread? Dann kopiere es doch bitte rüber.

https://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=7754

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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