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Maja_83: Vorstellung & Paroxetin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Montag, 26.03.18, 12:14

Hello ihr Lieben!

Ich war gerade bei meiner Psychiaterin, weil ich gerne eine Reha machen möchte. Und dann kam der übliche Mist. „Wieviel nehmen Sie denn zurzeit? Aha, die paar Tropfen. Dann könnte man ja noch ein anderes Medikament dazu geben.“ Habe ihr erzählt, wie schwer das Absetzen für mich ist. Und das ich jetzt ungern noch ein anderes Medikament nehmen würde. „Ja, das wäre bei Paroxetin so.“ :frust:

Ich bin einfach so enttäuscht. Sie schickt mir das Gutachten für die Reha mit Rechnung zwar, aber ich hätte schon mehr Hilfe erwartet. :cry:

Liebe Grüße!
Diagnose: Burnout/ Depression, Ängste
Paroxetin, Einnahmedauer: 12 Jahre, Dosierung: 10-20 mg
Wechsel zu Escitalopram fehlgeschlagen > Zwangsgedanken und Wahrnehmungsstörungen
Absetzversuche regelmäßig gescheitert, 20 - 10 - 5 - 0 mg

Oktober 2017: Paroxetin Suspension, 1 Tropfen = 1 mg
alle 2-3 Wochen um 1 mg reduziert
März 2018: 4 mg
Weinerlichkeit, Morgentiefs, Schlafstörung, Unsicherheit, Ängstlichkeit, Muskelkrämpfe > krank geschrieben
08.03.18: 5 mg > es hat sich nichts verändert
13.03.18: 6 mg > kurze Zeit nach der Einnahme erste Besserung
09.04.18: Vollnarkose > Unruhe, Ängste, Übelkeit, Schlaf gestört, Panik, kein Appetit, Gewicht: 49 kg, Suizidgedanken
27.04.18: 7 mg > zum Glück schnelle Stabilisierung

10.05.18: 6,67 mg
20.05.18: 6,34 mg
30.05.18: 6,01 mg
10.06.18: 5,68 mg
25.06.18: 5,35 mg
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aktuelle Symptome: minimal Übelkeit, Schwindel, Nachtschweiß, Kopfschmerzen, selten Durchfall, RLLS, Gelenkschmerzen, Gewicht: ca. 52 kg

Ululu 69
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 26.03.18, 19:51

Hallo Maja,

tut mir leid für dich, dass dein Arztbesuch so ernüchternd war.
Leider ist diese Reaktion sehr typisch.
Maja_83 hat geschrieben:
Montag, 26.03.18, 12:14
„Ja, das wäre bei Paroxetin so.“
Das ist immerhin schon mehr, als viele Ärzte anerkennen.

Mit der Absetzproblematik stehen wir leider alle ziemlich alleine da.

:hug:

Lass dich davon nicht entmutigen, du wirst es auch ohne ärztliche Unterstützung schaffen.

:hug:

LG Ute
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Donnerstag, 29.03.18, 11:19

Hallo alle zusammen,

Ich habe mal eine Frage. Ich würde ja gerne eine neue Psychotherapie mit anschließender Reha machen. Es wäre natürlich gut zu wissen, welche Ärzte/ Therapeuten sich mit Absetzsymptomen auskennen. Ich glaube, dass hier im Forum keine empfohlen werden dürfen, oder? Ansonsten hätte ich mal einfach nachgefragt. Oder darf man per PN fragen? Wohne in einer größeren Stadt. Vielleicht hat da schon jemand gute oder besonders schlechte Erfahrungen gemacht.

Ich hoffe, dass die Frage so okay ist.

Schöne Grüße
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 29.03.18, 13:23

Hallo Maja,

wir haben eine sehr kurze Ärzteliste. Es handelt sich dabei um Empfehlungen anderer Teilnehmer.
Wenn du mir eine PN mit deiner PLZ schickst, sehe ich nach, ob etwas in deiner Nähe dabei ist und schicke dir den Namen dann per PN.

LG Ute
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Samstag, 14.04.18, 17:25

Hello!

Ich befinde mich gerade in so einer richtigen Welle. Es ist einfach so ermüdend. Ständig diese Zweifel, ob es überhaupt realistisch ist, dass es mir irgendwann besser geht. Diese Ängste, ob es überhaupt Absetzsymptome sind oder ob ich das bin.

Letzte Woche hatte ich ein Erstgespräch bei einer Psychologin. Mit ihr wollte ich natürlich offen sprechen. Ihr habe ich meine Situation geschildert. Ganz ruhig ohne zuviel Gewicht auf das Absetzen zu legen. Das war so anstrengend, weil sie anscheinend noch nie was davon gehört hat. Und ich dann wieder das Gefühl hatte, als wenn ich mir das Ganze nur ausdenke.

Man muss sich selber ja ständig erzählen, dass man das richtige macht, obwohl man das selbst ja garnicht so genau weiß. Wisst ihr was ich meine?

Vor ein paar Tagen hab ich tatsächlich drüber nachgedacht, weiter zu reduzieren. Das kommt mir jetzt sowas von bekloppt vor.

Mir ist letztens wieder eingefallen, dass es eine Kurze Zeit gab, in der ich Zwangsgedanken hatte. Und dann fiel mir wieder ein, dass es die Zeit war, in der ich Paroxetin abgesetzt hatte und meine Psychiaterin mir Escitalopram verschrieben hatte. Ich hatte Zwangsgedanken und Wahrnehmungsstörungen. Dann hat sie mir wieder Paroxetin gegeben, höher dosiert. Mit Paroxetin war wieder alles fein.

Puh, ich krieg viele Sachen auch einfach nicht mehr zusammen. Aber das ist mir wieder eingefallen. Ich werde es auch in meiner Signatur vermerken.

Ah, manchmal könnte ich einfach durchdrehen (finde keinen durchdreh-smiley :D )

Viel Kraft an Alle, die mit im Boot sitzen :group:

Liebe GRüße von der Maja
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 15.04.18, 13:41

Hallo Maja,

Was du beschreibst, kennen sicher Viele hier.
Wenn man sich ständig erklären muss und alle einen nur verständnislos oder ungläubig anschauen, fängt man selbst an zu zweifeln.
Deshalb finde ich das Forum wichtig. Hier sind gleichgesinnte Menschen und viele seriöse Informationen.
Nein, wir sind keine durchgedrehten :wacko: :wirbel: :D
Verschwörungstheoretiker und das was du im Moment bist, bist zum Teil eben nicht du, sondern das, was das Medikament aus dir gemacht hat.

LG Ute
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Mittwoch, 18.04.18, 9:52

Hallo ihr Lieben,

Es tut mir wirklich leid, aber ich brauche mal eure Hilfe. Zurzeit geht es mir wirklich sehr schlecht. Ich kann weiterhin nicht arbeiten gehen und werde auch nicht wieder in meinen Betrieb zurückgehen, da ich dort auf Dauer nicht glücklich bin und mich häufig überfordert gefühlt habe. Aber eine neue Stelle kann ich mir zurzeit auch nicht suchen.

Meine Gedanken kreisen unentwegt, 24 h den Tag über meine Arbeitssituation. Hilflosigkeit macht sich breit und ich denke oft, dass das Leben so keinen Sinn macht. Mit dem Paroxetin war mir ein „normales“ Leben möglich. Nicht falsch verstehen, Paroxetin ist ein Teufelszeug. Aber jeder hat doch den Wunsch „normal“ zu leben. Ohne diese Ängste, die mich täglich begleiten, ohne dieser Grübelzwang und ständige Sorgen. Mir wird das alles zuviel und ich will auch nicht meine Familie so belasten. Jeden Tag Sitz ich hier und heule, dabei mag ich das Leben.

Ich will nicht wieder höher dosieren, weil wir uns eigentlich Kinder wünschen. Und jetzt das alles. Ich habe das Gefühl, dass mein Leben zurzeit ein Scherbenhaufen ist.

Sorry, dass ich Euch so zutexte, aber ich verliere den Mut. :cry:

Liebe Grüße,

Eure Maja
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 18.04.18, 14:48

Hallo Maja, :)

diese unklaren und ungeklärten Situationen und wie es weitergehen soll sind wirklich schrecklich.
Habe da viele Jahre mit herumgehadert.
Ich konnte einfach nicht so wie ich wollte. Beim besten Willen nicht.
Ich verstehe es so gut, wie mies du dich fühlst :hug:

Mittlerweile, nach Jahren gedanklicher Selbstzerfleischung, versuche ich die Dinge so pragmatisch wie möglich anzugehen.

Welche Optionen bestehen?
Kündigen oder kündigen lassen? Gekündigt werden?
Aktiv die Langzeitkrankmeldung anstreben?
Sich einen neuen Teilzeitjob suchen, wo man sich wohler fühlt?
Eine befristete EM-Rente für 2 Jahre anstreben, um mal komplett auszusteigen?

Finanzen klären. Knapp wird es vermutlich so oder so.
Mit Partner und Familie zusammensetzen, alle ins Boot holen, von denen du meinst, sie könnten unterstützen und helfen, und sei es emotional und nicht-monetär.
Kassensturz machen.
Infos einholen, welche Hilfen stehen mir zu, mit welchem Geld kann ich rechnen und womit nicht?
Welche Fristen müssen eingehalten werden etc.

Und dann zur Ruhe kommen und eine Entscheidung treffen.

Als ich endlich mal am letzten Punkt angekommen war, wurde es leichter.
Da wusste ich, was ich will und was nicht und was ich auf mich nehmen muss um die Maschinerie in Gang zu schmeißen.

Ich war erleichtert, als ich das endlich alles innerlich für mich geklärt hatte.

Das wünsche ich dir auch :group:

Grüße
Jamie
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 18.04.18, 15:34

Hallo liebe Maja,

du hast über viele Jahre ein Medikament eingenommen, das quasi einen Schutzwall zwischen dir und deinen Emotionen errichtet hat.
Denn genau das tun Antidepressiva, ohne dass ich sie übrigens generell als Teufelszeug bezeichnen will. :)
Durch das Abdosieren Gerät diese Mauer ins Bröckeln und jetzt stürzt alles immer weniger gefiltert auf dich ein.

Die Konsequenz ist ein Gefühlschaos, wie du es gerade beschreibst.
Du kommst und Grübeln und findest nicht mehr hinaus. Du musst erst wieder erlernen, mit Emotionen, positiv wie negativ, umzugehen.
Das kann natürlich etwas dauern, immerhin bist du lange aus der Übung. :wink:

Ich weiß, es sagt sich viel leichter als es ist, aber zusätzlich Druck aufzubauen mit Zukunftsplänen, die du bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllen möchtest, ist wohl eher kontraproduktiv.
Du würdest dir selbst einen Gefallen tun, wenn du es aushalten könntest, einen Tag nach dem anderen zu leben und alles weitere auf dich zukommen lässt.
Das ist schwer, das ist mir klar aber ich denke bei den wenigsten Menschen, jetzt Mal ganz unabhängig von den Medikamenten, verläuft das Leben exakt nach Plan.
Trotzdem wird es am Ende oft gut.
:hug:

LG Ute
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Mittwoch, 18.04.18, 16:12

Liebe Jamie, liebe Ute,

Danke für die aufmunternden Worten und konkreten Tipps. Ich lass die Worte jetzt erstmal auf mich wirken. In dieser Stunde (ich lebe jetzt wohl von Stunde zu Stunde) ist es grad erträglich.

Ich danke Euch von ganzem Herzen <3
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Dienstag, 24.04.18, 11:58

Hallo,

ich habe nochmal ein paar Fragen bzgl. des Absetzens.

Zurzeit geht es mir ja richtig mies. Ich bin sehr depressiv, habe kein Appetit, wiege zurzeit 49 kg und habe Suizidgedanken. Ich bin einfach verzweifelt. :zombie:

Das ich viel zu schnell reduziert habe, ist mir ja klar. Jetzt bin ich in der 6. Woche auf 6 mg. Der Knall kam ja bei 4 mg. Ich habe Angst etwas falsch zu machen.

Ging es Anderen denn auch so. Wurde es irgendwann besser? Sollte man lieber noch etwas hochdosieren, um stabil zu werden? Oder jetzt Augen zu und durch, weil man jetzt ja schon viel geschafft hat.

Ich weiß, dass das keiner so genau sagen kann. Aber was sagt denn die Erfahrung? Habe das Gefühl, als ginge es um Leben und Tod. :cry:

:group:
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10.05.18: 6,67 mg
20.05.18: 6,34 mg
30.05.18: 6,01 mg
10.06.18: 5,68 mg
25.06.18: 5,35 mg
09.07.18: 5,02 mg
23.07.18: 4,69 mg
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 24.04.18, 17:00

Hallo Maja,

von der letzten Aufdosierung konntest du ja zumindest zuerst etwas profitieren.
Ich denke, du könntest versuchen, ob sich dein Zustand mit 7mg noch etwas verbessert.

Damit hättest du in Sachen Absetzen auch nicht sooo viel verloren.

LG Ute
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Samstag, 28.04.18, 9:55

Hello!

gestern habe ich das erste Mal 7 mg genommen. Habe mich kurz danach gefühlt, als hätte ich viel Kaffee getrunken. Habe etwas geschwitzt. Meine Angst war komplett weg und ich habe mich einfach gut gefühlt. Es war auch einfach mal Ruhe im Kopf und ich hatte zeitweilig sogar Hunger. Der Zustand hat natürlich nicht ewig gedauert. Genauso hatte ich das bei den 6 mg auch am Anfang. Ich finde es aber doch auch etwas komisch. Kennt das jemand?

Liebe Grüße!
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Jamie » Samstag, 28.04.18, 10:18

Hallo, :)

den Effekt gibt es häufig, dass sich bei einer Dosisänderung erst einmal primäre Verbesserungseffekte einstellen.
Deswegen schildern hier die Leute auch oft, wenn sie etwas verändert haben, dass es ihnen erst mal eins zwei Tage gut geht / ging.

Ich vermute das hängt damit zusammen, dass das Gehirn sozusagen überrascht ist durch das Mehr oder Weniger an Wirkstoff. Danach fängt es aber an sich auf das veränderte Wirkstoffangebot einzustellen und Gegenregulationsmechanismen einzuleiten und wenn die greifen, ist oft das Hoch auch wieder weg.

Dies gilt nicht für Menschen, die explizit entzügig sind. Die reagieren natürlich positiv aufs Aufdosieren und auch längerfristiger, weil das ZNS den Stoff stark benötigt, um sich zu stabilisieren.

Du solltest das jetzt mal beobachten und abwarten.

Grüße
Jamie
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Maja_83
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Samstag, 19.05.18, 22:36

Hello :)

ein kleines Update von mir:

Auf den 7 mg konnte ich mich sehr schnell stabilisieren. Suizidgedanken und die arge Verzweiflung waren weg. Zunächst noch starker Grübelzwang und Morgentiefs. Diese sind dann aber auch noch weggegangen.

Ich habe mich tatsächlich nach langer Zeit endlich wieder normal gefühlt. Auch der Appetit kam wieder. D.h. das Aufdosieren hat mir extrem geholfen. Sollte es mir nochmal so elend gehen, würde ich schneller hochdosieren. Vielleicht nicht direkt 1 mg...

Ich war ja auch auf 6 mg stabil. Allerdings hatte ich dann eine Vollnarkose. Die hat mich wohl extrem getriggert. Hätte ich echt nicht gedacht und jetzt am eigenen Leib erfahren. Nehme ich noch in meine Signatur auf.

Werde jetzt in 0,33 mg Schritten weiter reduzieren. Das geht mit einer Spritze und der Suspension (solange sie nicht vom Markt genommen wird :wink: ) Erste Reduktion hab ich schon hinter mir. Bin jetzt seit 10 Tagen auf 6,67 mg. Es geht mir gut. Ganz wenig Übelkeit, Beinschmerzen, etwas in der Nacht geschwitzt. Aber zum Glück keine Unruhe, Ängste und Gedankenkreisen.

Ach so. Ich bin weiterhin krank geschrieben. Bin jetzt viel ans Meer gefahren und bin generell sehr viel draußen. Joggen ist für mich suuuper!

Und ich habe noch einen anderen Psychiater ausprobiert. Er war sehr nett. Weiß, dass es Absetzsymptome gibt. Hat mir dennoch geraten, das Paroxetin komplett weg zulassen. Er meinte, dass in max. 6 Wochen die Symptome weg wären. ... Nee! Lass mal :o

Ich habe für mich beschlossen, nicht mehr zum Psychiater gehen. Außer ich benötige ein Rezept. Es bringt mir keine Unterstützung. Und letztendlich weiß ich es (für mich) auch besser :lol:

Ich wünsche Allen ganz viel Kraft, Hoffnung und v.a. Fenster!!! :group:

Liebe Grüße, Maja
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Diagnose: Burnout/ Depression, Ängste
Paroxetin, Einnahmedauer: 12 Jahre, Dosierung: 10-20 mg
Wechsel zu Escitalopram fehlgeschlagen > Zwangsgedanken und Wahrnehmungsstörungen
Absetzversuche regelmäßig gescheitert, 20 - 10 - 5 - 0 mg

Oktober 2017: Paroxetin Suspension, 1 Tropfen = 1 mg
alle 2-3 Wochen um 1 mg reduziert
März 2018: 4 mg
Weinerlichkeit, Morgentiefs, Schlafstörung, Unsicherheit, Ängstlichkeit, Muskelkrämpfe > krank geschrieben
08.03.18: 5 mg > es hat sich nichts verändert
13.03.18: 6 mg > kurze Zeit nach der Einnahme erste Besserung
09.04.18: Vollnarkose > Unruhe, Ängste, Übelkeit, Schlaf gestört, Panik, kein Appetit, Gewicht: 49 kg, Suizidgedanken
27.04.18: 7 mg > zum Glück schnelle Stabilisierung

10.05.18: 6,67 mg
20.05.18: 6,34 mg
30.05.18: 6,01 mg
10.06.18: 5,68 mg
25.06.18: 5,35 mg
09.07.18: 5,02 mg
23.07.18: 4,69 mg
07.08.18: 4,36 mg


aktuelle Symptome: minimal Übelkeit, Schwindel, Nachtschweiß, Kopfschmerzen, selten Durchfall, RLLS, Gelenkschmerzen, Gewicht: ca. 52 kg

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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 03.06.18, 18:24

 ! Nachricht von: Maja
Hallo, ich habe deinen Thread in die Rubrik "Antidepressiva absetzen " verschoben. LG Ute
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Donnerstag, 14.06.18, 17:54

Hallo ihr Lieben,

mir geht es zurzeit so gut wie schon lange nicht mehr in meinem Leben. Endlich fällt auch der Stress ab, den ich so lange mit mir rumgetragen habe. Das liegt vermutlich daran, dass ich zurzeit nicht arbeiten gehe. So kann ich Sachen machen, die mir gut tun. Z.B. habe ich Yoga für mich entdeckt.

Natürlich hoffe ich auch, dass es dem Absetzen zu Gute kommt. Zurzeit habe ich ein gutes Gefühl. Die Absetzsymptome sind minimal.

Ich kann nur bestätigen, dass der Sommer eine hervorragende Zeit ist, um abzusetzen. Die Stimmung ist einfach viel besser und das Absetzen fällt mir dadurch leichter.

Ich hoffe, dass diese gute Zeit lange anhält (und am besten garnicht aufhört :D ).

Alles Liebe! :hug:
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von padma » Freitag, 15.06.18, 13:21

liebe Maja, :)

das freut mich sehr zu hören. :D
Schön, dass du gut für dich sorgst.
Dem Absetzen kommt das sicherlich auch entgegen.

liebe Grüsse,
padma
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Re: Maja_83: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Dienstag, 14.08.18, 12:21

Huhu,

zurzeit reduziere ich das Paroxetin per Tuberkulinspritze. Diese umfasst 1 ml. Die kleinstmögliche Menge, die ich damit reduzieren kann, sind 0,01 ml. Das entspricht 0,33 mg. Im unteren Dosisbereich bemerke ich, dass diese Schritte zu groß werden. Bekomme Restless Legs (kenn ich schon von früher), Gelenkschmerzen und bin wohl etwas gereizter.

Werde jetzt wohl auf die Wasserlösemethode umsteigen.

Ansonsten geht es mir eigentlich ganz gut. Jedenfalls keine Ängste und Grübelzwänge. Da bin ich doch arg froh.

Meditation, Joggen, Yoga, Natur hilft mir weiterhin am meisten. Obwohl mein innerer Schweinehund doch auch sehr groß ist. Da bleibt auch mal was ausgelassen.

Ich frage mich, inwieweit mir die Verhaltenstherapie was bringt. Habe das Gefühl, als wenn meine Therapeutin von mir irgendwelche Ergebnisse erwartet. Und so nach dem Motto, wenn ich nur wollte, dann würde das schon gehen. Aber es ist doch nicht alles reine Willenskraft. Das wäre ja schön, denn ich möchte ja gerne Veränderung. Ach, da bin ich vielleicht auch einfach ein wenig enttäuscht. So eine richtig gute Basis ist das bei uns auch nicht. Da hätte ich vielleicht auf mein Gefühl hören sollen. Wollte ihr und mir aber auch eine Chance geben.

Hmm. Danke erstmal, dass ich mich hier kurz ausheulen durfte. Hilft ja auch manchmal. :lol:

Seid alle lieb gegrüßt. Ich hoffe, es geht Euch gut. :hug:

Maja
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25.06.18: 5,35 mg
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23.07.18: 4,69 mg
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