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Buetzfeld: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
lakeSonne1
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von lakeSonne1 » Montag, 04.06.18, 17:30

hi,

ich gehöre ja auch zu den hypochondrisch Veranlagten.
Es ist wie es ist, ich hab das für mich akzeptiert, arbeite aber daran es zu verbessern.

Um dem Ganzen ( Entzug/Hypochondrie/Absetzsymptome ) was positives abzugewinnen, sehe ich es inzwischen so:

Es ist für mich wie ein Trainingslager.
Ich weiß daß die Wellen kommen, und ich weiß daß Symtome kommen und ich darauf mit Ängsten reagiere.
Früher wäre ich dauernd zu Arzt geflitzt um dies und das Symptom abchecken zu lassen; das habe ich komplett gestrichen für mich.
Ich mach einmal im Jahr ne RoutineUntersuchung bei Hausarzt und gut.
Ich stelle mich konsequent in den "Ängste"-Wind und lasse in durchrauschen.

Viel gebracht hat mir in der Beziehung ein Buch über Akzeptanz : "Das Leben annehmen. So hilft die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT)", ISBN-10: 345684512X

Ich bin noch lange nicht "geheilt", aber durch das permanente Surfen auf den verfixten Wellen konnte ich mir doch so langsam ne dickere Haut zulegen.

/lake
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BritschcarlottaBuetzfeldGuglhupfpadma
Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE: 3.9.2016 - 2.3.2017: 15mg
2017:
► Text zeigen
2018:
2.1.18: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.18: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
.....Tag 10-16: heiße, dicke und rote Hände beim einschlafen und aufwachen, Migräne, Übelkeit, Matschbirne, Bodyzaps, Übelkeit, Nadelstiche auf Haut, Sehstörungen
.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
.....Tag 22-23: Angstzustände, leichte Depri
2.6.18: 8,8mg Cita
9.6.18: 8,7mg Cita
15.6.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 25 (von ehemals 50)
20.6.18: 8,6mg Cita
16.7.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 0
17.7.18: 8,5mg Cita: wegen Thyronajod absetzten nur langsames, vorsichtiges Absetzten des Cita. Will Körper nicht überfordern
23.7.18 8,4mg Cita
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14.8.18: 8,2mg Cita
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Buetzfeld
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Buetzfeld » Dienstag, 05.06.18, 10:07

Li-la022 hat geschrieben:
Montag, 04.06.18, 16:30

Ich weiß genau was du meinst... ich hatte 3 gute Wochen und dann kam bei mir wieder ein Einbruch. Man überlegt dann immer ob es wirklich entzug ist oder man eine Krankheit hat... und klar man steigert sich rein... was immer mehr Angst macht. Und man sagt immer man muss es gelassen nehmen usw... aber ich weiß das funktioniert nur schwer... aber hier sind soviele tolle Menschen die einen immer wieder Mut machen und aufbauen. Das ist sehr viel wert!
Hallo Lila,
ich bin auch so unendlich dankbar dafür, dass ich dieses Forum gefunden habe. Hier finde ich Menschen, die ähnliche Angst machende Symptome haben und die einen verstehen. Im normalen alltäglichen Umfeld findet man eher weniger Verständnis. Da heißt es, dass man sich nicht so anstellen solle und gegenan gehen soll. Doch ihr alles wisst, dass das unmöglich ist. Wer noch nie psychosomatische Probleme hatte, wird das nie verstehen können.
Von Herzen
Buetze
► Text zeigen
02.04.2018
Reduzierung von 10-5mg Citalopram.
Nach wenigen Tagen Symptome: Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Füssen. Hypochondrische Befürchtungen und Grübeleien über mögliche andere Ursachen.
Am 17.05.2018
Symptome werden immer schlimmer, deshalb wieder auf 6 mg hochdosiert. Seitdem sind die Missempfindungen mit Brennen in den Füssen extrem verstärkt. Außerdem Antriebslosigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit. Ich schleppe mich durch den Tag und bin extrem unglücklich und hypochondrisch.
24.05.18
plötzlich einsetzende Besserung. Ängste und Panik sind verschwunden, die Dosierung mit 6 mg scheint gegriffen zu haben.
30.05.18
Das Fenster ist leider vorbei, die Missempfindungen in den Zehen, Füßen und Beinen werden wieder schlimmer. Die Ängste und Panik sind wieder da. Ich bin weinerlich und antriebslos.
Juni 2018
So ganz langsam wechseln sich leichte Fenster mit zum Teil noch heftigen Wellen ab. Geht es mir zum Teil tagelang ganz mies, ändert sich das Befinden dann plötzlich innerhalb einer Stunde. Ich hoffe auf zunehmende Stabilisierung. Die Fenster machen mir Mut, dass es tatsächlich nur Absetzsymptome sind und keine ernsthafte Krankheit.
Juli 2018
Ich schleppe mich mehr oder weniger nur dahin. Die Grübeleien werden immer schlimmer. Die Fenster sind sehr rar.
25.07.2918
Mit Beginn der extremen Hitzewelle wird alles schlimmer. Auf der Arbeit wird mir plötzlich ganz komisch. Habe das Gefühl umzukippen und Herzrasen. Urplötzlich sind alle Ängste von früher wieder da , da ich damals im Zuge der Depressionen diese Gefühle auch schon hatte.
Ich bekomme immer mehr Panik und Schwindelanfälle.
Die Fenster sind nur noch vereinzelnd da.
06.8.2018
Mir gehts so schlecht wie noch nie, obwohl ich vorgestern noch ein super Fenster hatte.
Erstmals zum Hausarzt, der mich 3 Tage krank schreibt.
Ich habe das Gefühl, dass mich jetzt erst, fast 4 Monate nach der Reduzierung von 10 auf 5mg die volle Breitseite des Entzuges erfasst. Wahrscheinlich so zeitverzögert, weil ich zwischendurch auf 6mg hochdosiert habe. Ich beschließe nochmal um 1mg auf 7mg hoch zu dosieren, um das schlimmste abfangen zu können.

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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Li-la022 » Dienstag, 05.06.18, 10:43

[/quote] Im normalen alltäglichen Umfeld findet man eher weniger Verständnis. Da heißt es, dass man sich nicht so anstellen solle und gegenan gehen soll. Doch ihr alles wisst, dass das unmöglich ist. Wer noch nie psychosomatische Probleme hatte, wird das nie verstehen können.
Von Herzen
Buetze
[/quote]

Du hast recht wer keine Ängste hat kann nicht verstehen was bei Angst kranken Menschen los ist... ich kenne auch diese Sprüche, Reiß dich zusammen, hör auf zu spinnen ect... die leiten verstehen nicht das sie uns kein Stück mit sowas helfen...

Wir müssen einen weg finden und jeden Tag kämpfen. Aber wir werden es schaffen!

Alles Liebe
Lila
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Buetzfeld
Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!


Heute : 35 Wochen opipramol 0 , 32Wochen ohne Escitalopram


22.09.18 Aktuelle Symptome :
Wieder stärkere angst... Unruhe ab und an

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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 05.06.18, 10:46

Hallo Buetze :)

ich kann so gut nachvollziehen wie verzweifelt du bist. So ging/geht es mir auch immer in starken Wellen. Ich sehe das bei dir eher als starke Neuroemotionen. Das wovor man am meisten Angst hat brennt sich unauslöschlich ins Hirn und man steckt fest im Gedankenkarussell.

Ich bin da wie du - hat jmd in meiner Nähe Krebs habe ich es am nächsten Tag auch. Und die Gedanken können da sehr überzeugend sein. Mein Opa hatte Darmkrebs - wenn ich nun also Durchfall habe kann sich das schnell bis zu einer intensiven Panikattacke hochschaukeln und egal wie sehr ich mir Einrede, dass das ein Blödsinn ist komme ich da nur sehr schwer wieder raus. Ich versuche inzwischen gar nicht mehr dagegen anzukämpfen sondern sitze es einfach aus. Das ist eben der Entzug.

Wünsche dir viel Kraft,

viele Grüße
Anna :)
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- Mönchspfeffer
- reines Lavendelöl

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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Buetzfeld » Dienstag, 05.06.18, 12:13

carlotta hat geschrieben:
Montag, 04.06.18, 16:44

ich habe das Nervenziehen in den Beinen, wie Du es weiter oben beschreibst, seit dem Entzug seit Jahren phasenweise immer wieder - bis in die Füße, mal stärker, mal schwächer; in letzter Zeit interessanterweise meist nur einseitig. :o

Dabei handelt es sich um ein typisches Entzugssymptom; es hängt auch gerne mal mit quälender Unruhe/Akathisie zusammen. Bei Dir gehe ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch von einer Entzugssymptomatik aus, alles andere würde mich wundern.

Solche heftigen, hartnäckigen Symptome machen deutlich, wie potent diese Mittel ins Nervensystem bzw. insgesamt körperliche Prozesse eingreifen. Viel stärker, als man vermutet hätte.

Auch bei mir verstärkt sich dieses Symptom häufig stressbedingt, d. h. in Deinem Fall u. a., wenn Du ihm zu viel gedanklichen Raum gibst. Ich weiß, nicht unbedingt leicht, das zu ändern. Geht auch sicher nicht von heute auf morgen, daran kann man nur beharrlich arbeiten.
Hallo Carlotta,
ja...Nervenziehen ist der richtige Ausdruck dafür. mal stärker, mal weniger, mal dicht an den Füßen, mal höher zu den Oberschenkeln.....hatte ich früher nie. Es muss von der Reduzierung kommen, weil es kurz danach verstärkt aufgetreten ist. Es beruhigt schon, dass vielen hier dieses Symptom bekannt ist, doch wenn man es dann am eigenen Leib spürt, ängstigt es schon.
Ich merke auch, dass es sehr stimmungsabhängig ist und das es richtig schlimm ist wenn ich psychisch völlig down bin. Die Missempfindungen in den Füssen sollen laut Hausarzt und Neurologe davon kommen, dass ich ein Fehlstellung habe. Außerdem wurden am Arbeitsplatz durch eine falsche Sitzhaltung vor 6 Jahren oft die Zehen hoch geknickt, wahrscheinlich rührt daher eine leichte Taubheit in den Zehen, dazu die psychische Komponente und das Absetzen oder überhaupt die Einnahme von Citalopram.
LG von Herzen
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Nach wenigen Tagen Symptome: Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Füssen. Hypochondrische Befürchtungen und Grübeleien über mögliche andere Ursachen.
Am 17.05.2018
Symptome werden immer schlimmer, deshalb wieder auf 6 mg hochdosiert. Seitdem sind die Missempfindungen mit Brennen in den Füssen extrem verstärkt. Außerdem Antriebslosigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit. Ich schleppe mich durch den Tag und bin extrem unglücklich und hypochondrisch.
24.05.18
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Juli 2018
Ich schleppe mich mehr oder weniger nur dahin. Die Grübeleien werden immer schlimmer. Die Fenster sind sehr rar.
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Mit Beginn der extremen Hitzewelle wird alles schlimmer. Auf der Arbeit wird mir plötzlich ganz komisch. Habe das Gefühl umzukippen und Herzrasen. Urplötzlich sind alle Ängste von früher wieder da , da ich damals im Zuge der Depressionen diese Gefühle auch schon hatte.
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Clown » Dienstag, 05.06.18, 14:41

Hallo Buetze,

als ich das Citalopram abgesetzt habe, hatte ich Stromschläge im Kopf und konnte auf einem
Auge schlecht sehen. Habe mir dann eingeredet, ich hätte einen Gehirntumor. Da ich nicht aus dem
Quark gekommen bin, habe ich keinen Termin beim Arzt gemacht. Als ich mich dann endlich dazu
durch gerungen hatte, ließen die Symtome nach.

Jetzt beim Absetzen des Mirtazapin habe ich sehr starke Schmerzen im Bein. Da ich ein Bandscheibenvorfall im
LW-Bereich habe, kenne ich die Beschwerden und kann sie als Absetzsymtome zu ordnen.
Die Absetzsymtome sind schon eine Wundertüte.

Ich kann deine Sorgen gut nachvollziehen. Wenn die Fenster größer werden, wirst du auch die Angst in den
Griff bekommen. Es wird besser, bestimmt

Wichtig ist das du beim nächsten Reduzieren schön langsam vorgehst und nicht übermütig wirst.
LG
Achim
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lakeSonne1Buetzfeld
2008/2009 Tagesklinik und Reha
Verordnung Pipamperon und Mirtazapin 45mg
1 Q 2013 Tagesklinik
Verordnung Citalopram 30 mg
1 Q 2014. Reha
Kaltenzug Zopiclon
3 Q 2014 Kaltenzug Pipamperon
1Q 2015 Absetzen Citalopram 30-15-7,5-0
Bei 7,5 auf 0 sehr starke Absetzsymtome
1.1.2016 Mirtazapin von 45 auf 30 reduziert
Übelkeit,Kopfschmerzen, Tinitus verstärkt,
kein Selbstwert, Blutdruckschwankungen,
Magenschmerzen, Darmprobleme nach dem Mittagessen
1.2.2016 Reduziert auf 29, 13.2. auf 28, 22.2. auf 27, 7.3. auf 25
28.32016 Reduziert auf 23, 15.4 auf 22, 30.4 auf 21, 8.5 auf 20
1.6.2016. Reduziert auf 19, 26.6 auf 18, 23.7. auf 17, 21.8. auf 16
25.9.2016 Reduziert auf 15 Mg
Omeprazol 20 Mg ab ca. 2007, Omeprazol 40 Mg ab 2012
14.10.2016 Omeprazol wöchentlich um ca. 5% reduziert
20.12.2016 Omeprazol 20 Mg
16.01.2017 Omeprazol wöchentlich um ca. 10% reduziert
13.02.2017 Omeprazol 10 Mg
22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
12.06.2017 Omeprazol wöchentlich um 0,5 Mg reduziert
31.07.2017 Omeprazol abgesetzt
01.01.2018 Mirtazapin reduziert auf 14 Mg, 24.1. auf 13 Mg, 16.2. auf 12 Mg,
09.03.2018 Umstieg auf Wasserlösmethode reduziert auf 11 Mg, 1.4. auf 10 Mg, 30.4. auf 9,5
12.5 auf 9 Mg, 26.5 auf 8,5 Mg, 2.6. auf 8,25 Mg, 10.6. auf 8 Mg, 17.6. auf 7,75 Mg
24.6 auf 7,5 Mg Etappenziel erreicht, Absetzpause

Buetzfeld
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Buetzfeld » Dienstag, 05.06.18, 14:49

lakeSonne1 hat geschrieben:
Montag, 04.06.18, 17:30

Es ist für mich wie ein Trainingslager.
Ich weiß daß die Wellen kommen, und ich weiß daß Symtome kommen und ich darauf mit Ängsten reagiere.
Früher wäre ich dauernd zu Arzt geflitzt um dies und das Symptom abchecken zu lassen; das habe ich komplett gestrichen für mich.
Ich mach einmal im Jahr ne RoutineUntersuchung bei Hausarzt und gut.


Ich bin noch lange nicht "geheilt", aber durch das permanente Surfen auf den verfixten Wellen konnte ich mir doch so langsam ne dickere Haut zulegen.
Hallo lake,
trotz meiner sehr stark ausgeprägten hypochondrischen Ängste, gehe ich nur sehr selten zum Arzt. Erst wenn es gar nicht mehr geht, dann suche ich einen Arzt auf. Durch diverse Erfahrungen habe ich festgestellt, das gerade im Gesundheitswesen oftmals gar nicht mehr das Wohl des Patienten im Vordergrund steht, sondern in erster Linie die Wirtschaftlichkeit. Da werden blind Medikamente verschrieben, ohne zu prüfen ob es sich mit anderen Medikamenten verträgt, da wird sofort hoch eindosiert, Nebenwirkungen gibt es laut den meisten Ärzten nie, da werden die Patienten wegen Zeitmangel am Fließband unpersönlich abgefertigt. Mein Vertrauen in die meisten Ärzte ist erloschen. Wenn ich einen Verwandten höre, für den sind Ärzte Heilige."Es sind doch studierte Professoren" sagt der immer. Nein, arrogant und einfühllos, so habe ich sehr viele kennengelernt.
Genau wie du lake, gehe ich auch 1x im Jahr zur Routineuntersuchung. Auch wenn mein Hausarzt jetzt sehr nett ist und mir versichert hat, dass meine Fußprobleme harmlos sind, so richtig glauben kann ich das irgendwo nicht.
Ich hoffe sehr, dass ich mit der Zeit auch etwas abgestumpfter werden und somit den heftigen Wellen besser trotzen kann.

Von Herzen
Buetze
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02.04.2018
Reduzierung von 10-5mg Citalopram.
Nach wenigen Tagen Symptome: Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Füssen. Hypochondrische Befürchtungen und Grübeleien über mögliche andere Ursachen.
Am 17.05.2018
Symptome werden immer schlimmer, deshalb wieder auf 6 mg hochdosiert. Seitdem sind die Missempfindungen mit Brennen in den Füssen extrem verstärkt. Außerdem Antriebslosigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit. Ich schleppe mich durch den Tag und bin extrem unglücklich und hypochondrisch.
24.05.18
plötzlich einsetzende Besserung. Ängste und Panik sind verschwunden, die Dosierung mit 6 mg scheint gegriffen zu haben.
30.05.18
Das Fenster ist leider vorbei, die Missempfindungen in den Zehen, Füßen und Beinen werden wieder schlimmer. Die Ängste und Panik sind wieder da. Ich bin weinerlich und antriebslos.
Juni 2018
So ganz langsam wechseln sich leichte Fenster mit zum Teil noch heftigen Wellen ab. Geht es mir zum Teil tagelang ganz mies, ändert sich das Befinden dann plötzlich innerhalb einer Stunde. Ich hoffe auf zunehmende Stabilisierung. Die Fenster machen mir Mut, dass es tatsächlich nur Absetzsymptome sind und keine ernsthafte Krankheit.
Juli 2018
Ich schleppe mich mehr oder weniger nur dahin. Die Grübeleien werden immer schlimmer. Die Fenster sind sehr rar.
25.07.2918
Mit Beginn der extremen Hitzewelle wird alles schlimmer. Auf der Arbeit wird mir plötzlich ganz komisch. Habe das Gefühl umzukippen und Herzrasen. Urplötzlich sind alle Ängste von früher wieder da , da ich damals im Zuge der Depressionen diese Gefühle auch schon hatte.
Ich bekomme immer mehr Panik und Schwindelanfälle.
Die Fenster sind nur noch vereinzelnd da.
06.8.2018
Mir gehts so schlecht wie noch nie, obwohl ich vorgestern noch ein super Fenster hatte.
Erstmals zum Hausarzt, der mich 3 Tage krank schreibt.
Ich habe das Gefühl, dass mich jetzt erst, fast 4 Monate nach der Reduzierung von 10 auf 5mg die volle Breitseite des Entzuges erfasst. Wahrscheinlich so zeitverzögert, weil ich zwischendurch auf 6mg hochdosiert habe. Ich beschließe nochmal um 1mg auf 7mg hoch zu dosieren, um das schlimmste abfangen zu können.

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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Buetzfeld » Dienstag, 05.06.18, 15:18

Guglhupf hat geschrieben:
Dienstag, 05.06.18, 10:46

Ich bin da wie du - hat jmd in meiner Nähe Krebs habe ich es am nächsten Tag auch. Und die Gedanken können da sehr überzeugend sein. Mein Opa hatte Darmkrebs - wenn ich nun also Durchfall habe kann sich das schnell bis zu einer intensiven Panikattacke hochschaukeln und egal wie sehr ich mir Einrede, dass das ein Blödsinn ist komme ich da nur sehr schwer wieder raus. Ich versuche inzwischen gar nicht mehr dagegen anzukämpfen sondern sitze es einfach aus. Das ist eben der Entzug.
Hallo liebe Anna,
ja wir sind da sehr ähnlich. In meinem Umfeld kamen viele Hirntumore und auch MS vor. Das hat sich in mir eingebrannt und komischerweise bringe ich jede körperliche Auffälligkeit gleich mit diesen schlimmen Krankheiten in Verbindung.
Als Kind hörte ich von meinem Vater, dass die Frau seines Arbeitskollegen eine neue Herzklappe bekommen hatte. Ein paar Wochen später entwickelte sich durch Selbstbeobachtung bei mir eine Herzneurose, die jahrelang anhielt.
Ich hatte ständig Herzrasen und Herzstolpern, bezog alles aufs Herz. Kontrollierte alle paar Augenblicke Blutdruck und Puls. Das ging bis dahin, dass ich nach extremen Stresssituationen dreimal auf die Intensivstation wegen Vorhofflimmern kam, mit dem Ergebnis, dass organisch alles in Ordnung war.
Herzprobleme habe ich heutzutage fast gar nicht mehr, danach hatte ich jahrelang Schwindelanfälle, die habe ich dieses Mal komischwerweise gar nicht, dafür eben die Nervenschmerzen.
Ich denke die Psyche sucht sich immer wieder ein neues Ventil, wenn man sich an das alte gewöhnt hat.
Von Herzen
Buetze
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Reduzierung von 10-5mg Citalopram.
Nach wenigen Tagen Symptome: Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Füssen. Hypochondrische Befürchtungen und Grübeleien über mögliche andere Ursachen.
Am 17.05.2018
Symptome werden immer schlimmer, deshalb wieder auf 6 mg hochdosiert. Seitdem sind die Missempfindungen mit Brennen in den Füssen extrem verstärkt. Außerdem Antriebslosigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit. Ich schleppe mich durch den Tag und bin extrem unglücklich und hypochondrisch.
24.05.18
plötzlich einsetzende Besserung. Ängste und Panik sind verschwunden, die Dosierung mit 6 mg scheint gegriffen zu haben.
30.05.18
Das Fenster ist leider vorbei, die Missempfindungen in den Zehen, Füßen und Beinen werden wieder schlimmer. Die Ängste und Panik sind wieder da. Ich bin weinerlich und antriebslos.
Juni 2018
So ganz langsam wechseln sich leichte Fenster mit zum Teil noch heftigen Wellen ab. Geht es mir zum Teil tagelang ganz mies, ändert sich das Befinden dann plötzlich innerhalb einer Stunde. Ich hoffe auf zunehmende Stabilisierung. Die Fenster machen mir Mut, dass es tatsächlich nur Absetzsymptome sind und keine ernsthafte Krankheit.
Juli 2018
Ich schleppe mich mehr oder weniger nur dahin. Die Grübeleien werden immer schlimmer. Die Fenster sind sehr rar.
25.07.2918
Mit Beginn der extremen Hitzewelle wird alles schlimmer. Auf der Arbeit wird mir plötzlich ganz komisch. Habe das Gefühl umzukippen und Herzrasen. Urplötzlich sind alle Ängste von früher wieder da , da ich damals im Zuge der Depressionen diese Gefühle auch schon hatte.
Ich bekomme immer mehr Panik und Schwindelanfälle.
Die Fenster sind nur noch vereinzelnd da.
06.8.2018
Mir gehts so schlecht wie noch nie, obwohl ich vorgestern noch ein super Fenster hatte.
Erstmals zum Hausarzt, der mich 3 Tage krank schreibt.
Ich habe das Gefühl, dass mich jetzt erst, fast 4 Monate nach der Reduzierung von 10 auf 5mg die volle Breitseite des Entzuges erfasst. Wahrscheinlich so zeitverzögert, weil ich zwischendurch auf 6mg hochdosiert habe. Ich beschließe nochmal um 1mg auf 7mg hoch zu dosieren, um das schlimmste abfangen zu können.

Buetzfeld
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Buetzfeld » Dienstag, 05.06.18, 15:56

Clown hat geschrieben:
Dienstag, 05.06.18, 14:41
als ich das Citalopram abgesetzt habe, hatte ich Stromschläge im Kopf und konnte auf einem
Auge schlecht sehen. Habe mir dann eingeredet, ich hätte einen Gehirntumor. Da ich nicht aus dem
Quark gekommen bin, habe ich keinen Termin beim Arzt gemacht. Als ich mich dann endlich dazu
durch gerungen hatte, ließen die Symtome nach.


Ich kann deine Sorgen gut nachvollziehen. Wenn die Fenster größer werden, wirst du auch die Angst in den
Griff bekommen. Es wird besser, bestimmt

Wichtig ist das du beim nächsten Reduzieren schön langsam vorgehst und nicht übermütig wirst.
Hallo Achim,
danke, dass du mir Mut machst, danke an alle dafür.
Nein, weiter reduzieren werde ich zum jetzigen Zeitpunkt erstmal auf gar keinen Fall.
ich hoffe auf häufigere Fenster. Im August wollen wir einen schönen Urlaub machen, den ich im Januar ausgearbeitet und gebucht habe.
Ich habe mich da wochenlang unendlich drauf gefreut. Jetzt weiß ich im Moment gar nicht ob ich den durchhalten kann.
Hätte ich doch bloß mit der Reduzierung gewartet. Allerdings sind es noch 9 Wochen hin und ich hoffe mal auf Besserung.
Es ist so schade, ich hätte so gerne diese Freude zurück und natürlich weniger Symptome.
Die nächsten Reduzierungsschritte werde ich definitiv erst nach Stabilisierung und nach dem Urlaub machen.
Wenn ich allerdings bei jedem mg oder halben mg Reduzierung solche Erscheinungen habe, dann graust es mich davor, ob ich es überhaupt jemals auf 0 schaffen werde.
Was für ein harter Weg mir da noch bevorsteht, ich mag gar nicht dran denken.
Von Herzen
Buetze
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02.04.2018
Reduzierung von 10-5mg Citalopram.
Nach wenigen Tagen Symptome: Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Füssen. Hypochondrische Befürchtungen und Grübeleien über mögliche andere Ursachen.
Am 17.05.2018
Symptome werden immer schlimmer, deshalb wieder auf 6 mg hochdosiert. Seitdem sind die Missempfindungen mit Brennen in den Füssen extrem verstärkt. Außerdem Antriebslosigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit. Ich schleppe mich durch den Tag und bin extrem unglücklich und hypochondrisch.
24.05.18
plötzlich einsetzende Besserung. Ängste und Panik sind verschwunden, die Dosierung mit 6 mg scheint gegriffen zu haben.
30.05.18
Das Fenster ist leider vorbei, die Missempfindungen in den Zehen, Füßen und Beinen werden wieder schlimmer. Die Ängste und Panik sind wieder da. Ich bin weinerlich und antriebslos.
Juni 2018
So ganz langsam wechseln sich leichte Fenster mit zum Teil noch heftigen Wellen ab. Geht es mir zum Teil tagelang ganz mies, ändert sich das Befinden dann plötzlich innerhalb einer Stunde. Ich hoffe auf zunehmende Stabilisierung. Die Fenster machen mir Mut, dass es tatsächlich nur Absetzsymptome sind und keine ernsthafte Krankheit.
Juli 2018
Ich schleppe mich mehr oder weniger nur dahin. Die Grübeleien werden immer schlimmer. Die Fenster sind sehr rar.
25.07.2918
Mit Beginn der extremen Hitzewelle wird alles schlimmer. Auf der Arbeit wird mir plötzlich ganz komisch. Habe das Gefühl umzukippen und Herzrasen. Urplötzlich sind alle Ängste von früher wieder da , da ich damals im Zuge der Depressionen diese Gefühle auch schon hatte.
Ich bekomme immer mehr Panik und Schwindelanfälle.
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Clown » Dienstag, 05.06.18, 19:20

Hallo Buetze,

also in 9 Wochen wird sich noch viel zum guten verbessern.

Wenn du beim nächsten Absetzen schön langsam machst, brauchst
du auch keine Angst vor den Absetzsymtomen haben.
Du wirst wie wir alle, auch auf 0 kommen.
Lg
Achim
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2008/2009 Tagesklinik und Reha
Verordnung Pipamperon und Mirtazapin 45mg
1 Q 2013 Tagesklinik
Verordnung Citalopram 30 mg
1 Q 2014. Reha
Kaltenzug Zopiclon
3 Q 2014 Kaltenzug Pipamperon
1Q 2015 Absetzen Citalopram 30-15-7,5-0
Bei 7,5 auf 0 sehr starke Absetzsymtome
1.1.2016 Mirtazapin von 45 auf 30 reduziert
Übelkeit,Kopfschmerzen, Tinitus verstärkt,
kein Selbstwert, Blutdruckschwankungen,
Magenschmerzen, Darmprobleme nach dem Mittagessen
1.2.2016 Reduziert auf 29, 13.2. auf 28, 22.2. auf 27, 7.3. auf 25
28.32016 Reduziert auf 23, 15.4 auf 22, 30.4 auf 21, 8.5 auf 20
1.6.2016. Reduziert auf 19, 26.6 auf 18, 23.7. auf 17, 21.8. auf 16
25.9.2016 Reduziert auf 15 Mg
Omeprazol 20 Mg ab ca. 2007, Omeprazol 40 Mg ab 2012
14.10.2016 Omeprazol wöchentlich um ca. 5% reduziert
20.12.2016 Omeprazol 20 Mg
16.01.2017 Omeprazol wöchentlich um ca. 10% reduziert
13.02.2017 Omeprazol 10 Mg
22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
12.06.2017 Omeprazol wöchentlich um 0,5 Mg reduziert
31.07.2017 Omeprazol abgesetzt
01.01.2018 Mirtazapin reduziert auf 14 Mg, 24.1. auf 13 Mg, 16.2. auf 12 Mg,
09.03.2018 Umstieg auf Wasserlösmethode reduziert auf 11 Mg, 1.4. auf 10 Mg, 30.4. auf 9,5
12.5 auf 9 Mg, 26.5 auf 8,5 Mg, 2.6. auf 8,25 Mg, 10.6. auf 8 Mg, 17.6. auf 7,75 Mg
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 06.06.18, 0:34

Buetzfeld hat geschrieben:
Dienstag, 05.06.18, 15:18
Guglhupf hat geschrieben:
Dienstag, 05.06.18, 10:46

Ich bin da wie du - hat jmd in meiner Nähe Krebs habe ich es am nächsten Tag auch. Und die Gedanken können da sehr überzeugend sein. Mein Opa hatte Darmkrebs - wenn ich nun also Durchfall habe kann sich das schnell bis zu einer intensiven Panikattacke hochschaukeln und egal wie sehr ich mir Einrede, dass das ein Blödsinn ist komme ich da nur sehr schwer wieder raus. Ich versuche inzwischen gar nicht mehr dagegen anzukämpfen sondern sitze es einfach aus. Das ist eben der Entzug.
Hallo liebe Anna,
ja wir sind da sehr ähnlich. In meinem Umfeld kamen viele Hirntumore und auch MS vor. Das hat sich in mir eingebrannt und komischerweise bringe ich jede körperliche Auffälligkeit gleich mit diesen schlimmen Krankheiten in Verbindung.
Als Kind hörte ich von meinem Vater, dass die Frau seines Arbeitskollegen eine neue Herzklappe bekommen hatte. Ein paar Wochen später entwickelte sich durch Selbstbeobachtung bei mir eine Herzneurose, die jahrelang anhielt.
Ich hatte ständig Herzrasen und Herzstolpern, bezog alles aufs Herz. Kontrollierte alle paar Augenblicke Blutdruck und Puls. Das ging bis dahin, dass ich nach extremen Stresssituationen dreimal auf die Intensivstation wegen Vorhofflimmern kam, mit dem Ergebnis, dass organisch alles in Ordnung war.
Herzprobleme habe ich heutzutage fast gar nicht mehr, danach hatte ich jahrelang Schwindelanfälle, die habe ich dieses Mal komischwerweise gar nicht, dafür eben die Nervenschmerzen.
Ich denke die Psyche sucht sich immer wieder ein neues Ventil, wenn man sich an das alte gewöhnt hat.
Von Herzen
Buetze
Hallo Buetze :)

genau so ist es bei mir auch. In der Grundschule müsste ich das Klassenzimmer verlassen und mich übergeben, wenn wir das Herz durchmachen. Habe mich derart reingesteigert. Daraus ergab sich auch bei mir eine schlimme Herzneurose mit den ersten Panikattacken. Irgendwann hat das Herzrasen seinen Schreck verloren, dann kam das nächste Problem.

Selbst tägliche Untersuchungen werden mir keine Linderung bringen, solange ich mein Gedankenkarussell nicht unter Kontrolle habe. Deshalb mache ich nur noch normale Routinechecks.

Liebe Grüße
Anna
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Buetzfeld » Mittwoch, 06.06.18, 9:03

Liebes Forum,
ich bin heute so verzweifelt, mir geht es so schlecht. Seitdem ich heute morgen um 4.45 aufgewacht bin. Gestern ging es mir viel besser, heute wieder so. Ich merke meine Taubheitsgefühle in den Füssen extrem, mir ist übel, schwindelig, meine Gedanken kreisen. Ich bin auf der Arbeit und weiß nicht wie ich den Tag überstehen soll. Ihr helft mir hier so sehr, beruhigt mich, gebt mir Tipps....aber heuten greift das alles nicht, ich bin so verzweifelt. Ich habe Angst, Panik, Nervenziehen in den Beinen....kann es nicht KLICK machen und mir geht's besser, bitte. Was macht ihr in solchen Situationen ? Seit ihr auch noch auf der Arbeit, teilt ihr euch jemanden mit ? Habt ihr mentale Hilfe ? Meine Kollegen arbeiten alle, es ist der normale Arbeitsablauf. Nur ich sitze hier am PC, schiebe Angst und habe nur Gedanken, das ich hier gleich liege und der Krankenwagen geholt wird etc.. Ich habe 2-3 Kollegen denen kann ich mich mitteilen, die machen mir Mut. Ich möchte wieder der Alte sein. Wird das irgendwann wieder ? Habe Todesangst !
LG Buetze
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02.04.2018
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Nach wenigen Tagen Symptome: Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Füssen. Hypochondrische Befürchtungen und Grübeleien über mögliche andere Ursachen.
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24.05.18
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30.05.18
Das Fenster ist leider vorbei, die Missempfindungen in den Zehen, Füßen und Beinen werden wieder schlimmer. Die Ängste und Panik sind wieder da. Ich bin weinerlich und antriebslos.
Juni 2018
So ganz langsam wechseln sich leichte Fenster mit zum Teil noch heftigen Wellen ab. Geht es mir zum Teil tagelang ganz mies, ändert sich das Befinden dann plötzlich innerhalb einer Stunde. Ich hoffe auf zunehmende Stabilisierung. Die Fenster machen mir Mut, dass es tatsächlich nur Absetzsymptome sind und keine ernsthafte Krankheit.
Juli 2018
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25.07.2918
Mit Beginn der extremen Hitzewelle wird alles schlimmer. Auf der Arbeit wird mir plötzlich ganz komisch. Habe das Gefühl umzukippen und Herzrasen. Urplötzlich sind alle Ängste von früher wieder da , da ich damals im Zuge der Depressionen diese Gefühle auch schon hatte.
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06.8.2018
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 06.06.18, 9:45

Hallo lieber Buetze, :)

tut mir leid zu lesen was für einen schlechten Tag du heute erwischt hast. :(

Gegen deine permanente Angst an MS erkrankt zu sein oder Ähnlichem hilft es nur in die Aktivität zu kommen. Wenn deine Ärzte nicht darauf eingehen und dich nicht ins CT / MRT schicken wollen, musst du auf Arztsuche gehen. Neurologen und Psychiater könnten sich da als kooperativer erweisen eine Überweisung auszustellen, wobei die dich natürlich erst recht mit Medikamenten volldröhnen werden wollen, wenn sie deine Geschichte erfahren.

Dieses Katastrophendenken und diese abgrundtiefe Hoffnungslosigkeit sind leider typische und sehr eigenständige Facetten eines Entzugs. Sie treffen bei dir ganz sicher auf deine auch nicht richtig bearbeitete Grunderkrankung, wie es mir scheint.
Hast du einen Therapeuten, der dich unterstützen kann? Du bräuchtest dringend einen.
Kann deine Familie, Freunde dich etwas auffangen? Schön, dass wenigstens ein paar Kollegen anscheinend auch eingebunden werden können.

Mir scheint, dir ist jegliches Vertrauen in deinen Körper abhanden gekommen. Wie alt bist du? 40? Hat er dich nicht schon 40 Jahre durchs Leben getragen und erhalten?
Du lebst.
Er ist immer noch da, trotz all des Hin und Hers und all dem, was du schon erlebt und erlitten hast. Er ist nicht so unzuverlässig wie du denkst. Mach dir das mal bewusst.
Fokus nicht auf die Symptome legen, sondern mal auf all das, was funktioniert und dein Körper für dich tut.

Es wäre wichtig diese negative Gedankenspirale, die dich immer weiter in den Abgrund zieht, zumindest mal phasenweise zu unterbrechen, denn du fütterst dich, deine Seele und deinen Körper in so einem Zustand natürlich pausenlos mit schwächenden und destruktiven Energien.
Ein Kind, dem die Eltern erzählen, es könne nichts, wird es irgendwann internalisieren und selbst denken, es sein ein Kannnichts und Taugenichts :(. Es wird immer schwächer und trauriger, selbst wenn es ein großartiges Wesen ist.

Mir hilft es bei Angstgefühlen zu lokalisieren, wo die Angst sitzt und dann dort hineinzuatmen, obwohl das sehr anstrengend ist. Aber nach eins zwei Minuten spüre ich dann eine langsame Entkrampfung in den Bereichen. Wenn ich voller Angst bin und den Kopf nicht mehr freikriege, dann schnappe ich mir mein Mala (kann man auch selbst basteln aus Wollfaden / Kordel und 21 Knoten rein machen) und mache die Langversion von 108mal ein heilendes Mantra hintereinander aufzusagen. Zumindest kann man dann nicht mehr negativ denken.
Ein Mantra, das mir hilft, geht diese Art "Ich bin unermesslich geliebt und beschützt. Alles geschieht zu meinem höchsten Wohl. Alles ist in kosmischer Ordnung. Meine Seele ist heil" -
so in der Art.
Das ist sehr lang, es geht auch kürzer, zB nur den ersten Satz.

Ich möchte dir auch empfehlen dich mit dem Sicheren Inneren Ort zu befassen:
Link: viewtopic.php?f=4&t=14902
Dahin kannst du dich innerlich zurückziehen und Frieden und Schutz finden.

Mitfühlende Grüße
Jamie
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Buetzfeld » Mittwoch, 06.06.18, 10:27

Danke liebe Jamie,
ich bin bereits jenseits der 50. Eine 3-jährige Psychotherapie habe ich bereits hinter mir.
Sie hat mir sehr geholfen die Zusammenhänge zwischen Psyche und somatischen Erscheinungen zu verstehen.
Ich dachte auch, dass ich schon weiter wäre. Es ging mir mit den 10mg Citalopram bis Anfang April ja noch richtig gut. Erst seit der Reduzierung auf 5 mg und dann wieder Hochdosierung auf 6 mg sind die Symptome so ca. 4-6 Wochen später immer schlimmer geworden.
Ich merke ja selber, dass es mit der Psyche zusammenhängt. Vor 1 Woche hatte ich ja ein 6-Tage-Fenster, wo es mir richtig gut ging..
Ich denke eher, dass es kontraproduktiv ist, wenn ich von Arzt zu Arzt renne. Ich habe sehr gut mit meinem Hausarzt über die Symptome und meine Ängste gesprochen, auch meine Angst vor MS und Hirntumor. Ich denke wenn der einen Verdacht gehabt hätte, dann hätte der mich schon längst ins MRT geschickt. Ich habe ja keine neurologischen Ausfälle. Wenn meine Stimmung gut ist, sind die Symptome auch weniger,
Du hast Recht, den Teufelskreis der Angst durchbrechen, habe ich alles in der Psychotherapie gelernt. Nur wenn es ganz extrem ist, nützen meist alles Gelernte und alle guten Vorsätze nichts.
Jedes Mal wenn es mir besser geht, habe ich gute Vorsätze alles lockerer zu sehen und die schlimmem Symptome auszuhalten, doch das ist leichter gesagt als getan wenn es dann soweit ist. Mir ist auch aufgefallen, dass die Entzugssymptome bei fast allen hier sehr zeitverzögert nach dem Reduzieren einsetzen. Ist bei mir ja auch so, da waren es einige Wochen, aber irgendwann muss der Höhepunkt doch mal überschritten sein und es besser werden, oder ???
LG
Euer Buetze
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02.04.2018
Reduzierung von 10-5mg Citalopram.
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Am 17.05.2018
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24.05.18
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30.05.18
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Juli 2018
Ich schleppe mich mehr oder weniger nur dahin. Die Grübeleien werden immer schlimmer. Die Fenster sind sehr rar.
25.07.2918
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Hasenfuss » Donnerstag, 07.06.18, 14:27

Ich habe auch 2 Jahre Citalopram genommen und bekam davon schlimme Apträume, was ich anfangs gar nicht auf dieses Mittel geschoben habe, ich dachte immer es wäre einfach eine lebhafte Phantasie, die sich im Schlaf auswirkt aber dann kam ich im Gespräch mit einer anderen Frau, die auch
länger Citalopram genommen hat drauf, daß sie wegen dieser Alpträume das Citalopram absetzte und weg waren die Alpträume, was bei mir genauso
war. Eine weitere Nebenwirkung war bei mir auch Herzstolpern, daß noch lange nachgewirkt hat.
Herzrasen und Stolpern habe ich jetzt nach 8 Jahren auch immer wieder aber das schiebe ich jetzt auf das Absetzen von Bromazepam.
Was mir bei meinen "Herzängsten" hilft, ist mich immer wieder daran zu erinnern, daß ich hin- und wieder bei großen körperlichen Anstrengungen
und Ablenkung mein Herz eigentlich nicht spüre, was ja bei einer Erkrankung dann schlimmer sein müßte! Neulich erzählte mir eine Bekannte vom plötzlichen Herztod einer 51jährigen Nachbarin, danach ging es mir tagelang schlecht! Herzstolpern, Rasen usw.! Das dauert dann immer bis ich
wieder von einer anderen Krankheit höre, das können sogar Zahnschmerzen sein, die ich dann auch prompt bekomme! :(
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Buetzfeld » Donnerstag, 07.06.18, 16:25

Hasenfuss hat geschrieben:
Donnerstag, 07.06.18, 14:27
Herzrasen und Stolpern habe ich jetzt nach 8 Jahren auch immer wieder aber das schiebe ich jetzt auf das Absetzen von Bromazepam.
Was mir bei meinen "Herzängsten" hilft, ist mich immer wieder daran zu erinnern, daß ich hin- und wieder bei großen körperlichen Anstrengungen
und Ablenkung mein Herz eigentlich nicht spüre, was ja bei einer Erkrankung dann schlimmer sein müßte! Neulich erzählte mir eine Bekannte vom plötzlichen Herztod einer 51jährigen Nachbarin, danach ging es mir tagelang schlecht! Herzstolpern, Rasen usw.! Das dauert dann immer bis ich
wieder von einer anderen Krankheit höre, das können sogar Zahnschmerzen sein, die ich dann auch prompt bekomme! :(
Hallo Hasenfuss,
ja, da kenne ich auch genügend von. Sobald ich von jemanden höre der eine schreckliche Krankheit hat, mache ich mir nur Gedanken darüber. Manchmal entwickel ich dann auch Symptome und es fühlt sich für mich unwiderruflich an. Herzstolpern und Rhythmusstörungen hatte ich auch jahrelang, bis es durch Schwindelattacken abgelöst wurde. Momentan sind die Missempfindungen an Füssen und Beinen aktuell und ich google solange über Hirntumore oder MS, dass ich mir unwiderruflich einbilde es auch zu haben. Dabei rate ich anderen immer wieder nicht nach Krankheiten zu googeln, klasse wenn ich es selber nicht einhalte. Aber ich bin froh durch Googeln dieses Forum gefunden zu haben.
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Buetzfeld » Sonntag, 10.06.18, 12:18

Liebes Forum,
ich wollte mal eben einen Zwischenstand abgeben, wie es bei mir zur Zeit aussieht. Ich nehme ja zur Zeit weiterhin 6 mg Citalopram mit der Wasserlösemethode. Mein Körper hat sich noch nicht richtig darauf eingestellt. Freitag morgen ging es mir kurz nach dem Aufstehen richtig gut. Mich durchströmte kurzzeitig aus heiterem Himmel so was wie ein Glücksgefühl, sofort waren Zuversicht und Hoffnung voll da, meine Missempfindungen waren zwar noch da aber nebensächlich. Dieser Zustand hielt jedoch nicht lange an. 2 Stunden später bekam ich sehr starkes Fußbrennen und Nervenschmerzen. Dabei baute sich zunehmend wieder Angst und Hoffnungslosigkeit aus weil ich mich auch nur auf die Symptome konzentrieren konnte. Gestern war es sehr schlecht mit starken Nervenbrennen, mal auf den Füßen, mal unter den Füßen, mal bis in die Unter- bzw. Oberschenkel hoch. Dazu Kraft- und Antriebslosigkeit, Weinen, Jammern und Wehklagen. Trotzdem bin ich gestern alleine in die Stadt gefahren, mitten ins Getümmel, ich will nicht aufgeben, will mich meinen Ängsten stellen , will versuchen es hinzunehmen, dass es Absetzsymptome sind und sie irgendwann auch wieder besser werden. Manchmal geht's für einige Minuten besser, dann wieder schlechter. Abends im Bett wenn ich zur Ruhe komme und weiß dass ich einige Stunden schlafen kann, geht's etwas besser. Wenn ich dann mal wach bin und auf Toilette gehe, ist es auch besser, erst wenn ich aufstehen muss, spüre ich verstärkt die Missempfindungen. Ich versuche mich nicht mehr auf schlimme Krankheiten zu konzentrieren. Es ist so stark nach der letzten Reduktion geworden, also muss es damit zusammenhängen, basta. Ich lese hier viel, vielen geht es ja ähnlich, viele machen mir Mut dass ich es eben akzeptieren muss und das es vorbei gehen wird. Ich denke dass es Fenster sind auch wenn die manchmal nur ein paar Minuten dauern. Irgendwann werden sie stabiler und länger werden. LG Buetze
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Nach wenigen Tagen Symptome: Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Füssen. Hypochondrische Befürchtungen und Grübeleien über mögliche andere Ursachen.
Am 17.05.2018
Symptome werden immer schlimmer, deshalb wieder auf 6 mg hochdosiert. Seitdem sind die Missempfindungen mit Brennen in den Füssen extrem verstärkt. Außerdem Antriebslosigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit. Ich schleppe mich durch den Tag und bin extrem unglücklich und hypochondrisch.
24.05.18
plötzlich einsetzende Besserung. Ängste und Panik sind verschwunden, die Dosierung mit 6 mg scheint gegriffen zu haben.
30.05.18
Das Fenster ist leider vorbei, die Missempfindungen in den Zehen, Füßen und Beinen werden wieder schlimmer. Die Ängste und Panik sind wieder da. Ich bin weinerlich und antriebslos.
Juni 2018
So ganz langsam wechseln sich leichte Fenster mit zum Teil noch heftigen Wellen ab. Geht es mir zum Teil tagelang ganz mies, ändert sich das Befinden dann plötzlich innerhalb einer Stunde. Ich hoffe auf zunehmende Stabilisierung. Die Fenster machen mir Mut, dass es tatsächlich nur Absetzsymptome sind und keine ernsthafte Krankheit.
Juli 2018
Ich schleppe mich mehr oder weniger nur dahin. Die Grübeleien werden immer schlimmer. Die Fenster sind sehr rar.
25.07.2918
Mit Beginn der extremen Hitzewelle wird alles schlimmer. Auf der Arbeit wird mir plötzlich ganz komisch. Habe das Gefühl umzukippen und Herzrasen. Urplötzlich sind alle Ängste von früher wieder da , da ich damals im Zuge der Depressionen diese Gefühle auch schon hatte.
Ich bekomme immer mehr Panik und Schwindelanfälle.
Die Fenster sind nur noch vereinzelnd da.
06.8.2018
Mir gehts so schlecht wie noch nie, obwohl ich vorgestern noch ein super Fenster hatte.
Erstmals zum Hausarzt, der mich 3 Tage krank schreibt.
Ich habe das Gefühl, dass mich jetzt erst, fast 4 Monate nach der Reduzierung von 10 auf 5mg die volle Breitseite des Entzuges erfasst. Wahrscheinlich so zeitverzögert, weil ich zwischendurch auf 6mg hochdosiert habe. Ich beschließe nochmal um 1mg auf 7mg hoch zu dosieren, um das schlimmste abfangen zu können.

Nickname01
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Nickname01 » Montag, 11.06.18, 11:58

Hallo Buetze,

Du hattest mich angeschrieben. Ich kann leider nicht antworten, weil ich noch nicht freigeschaltet bin.
Aber: Was Anderes, was mir grad einfällt. Das mit den tauben Füßen hatte ich auch. Es wäre nicht auszuschließen, dass dieses Symptom eine eigene Ursache hat. Die Taubheit in den Füßen wurde mal mehr, mal weniger, breitete sich aber potentiell aus und war sehr unangenehm. Die in den Raum gestellten Diagnosen waren MS & Polyneuropathie und ich war deswegen schwer besorgt. Ich habe das dann mit einem guten Arzt in den Griff bekommen und das Gefühl war nach wenigen Monaten wieder fast normal. Hochdosiert B12, Selen & Omega3.

LG
Für meine Frau:
Seit 2/17: 20mg Citalopram
Seit 5/18: Falsches angegangenes Ausschleichen :frust:

Buetzfeld
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Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Buetzfeld » Montag, 11.06.18, 12:38

Nickname01 hat geschrieben:
Montag, 11.06.18, 11:58

Aber: Was Anderes, was mir grad einfällt. Das mit den tauben Füßen hatte ich auch. Es wäre nicht auszuschließen, dass dieses Symptom eine eigene Ursache hat. Die Taubheit in den Füßen wurde mal mehr, mal weniger, breitete sich aber potentiell aus und war sehr unangenehm. Die in den Raum gestellten Diagnosen waren MS & Polyneuropathie und ich war deswegen schwer besorgt. Ich habe das dann mit einem guten Arzt in den Griff bekommen und das Gefühl war nach wenigen Monaten wieder fast normal. Hochdosiert B12, Selen & Omega3.
Hallo Nickname,
vor 1 Jahr wurden bei mir mittels Strom die Nervenleitbahnen gemessen mit dem Ergebnis, dass keine Polyneuropathie vorliegt. Der Neurologe meinte, dass es wohl was mit einer Fehlstellung der Füße zu tun haben könnte. Auffällig ist, dass es sich erst seit kurzem mir der Reduzierung des Citalopram in ein Brennen der Nerven verschlechtert hat. Ich war daraufhin beim Hausarzt, der mir bestätigt hat, dass bei mir mehrere Komponenten zusammen kommen sollen. Die Fehlstellung, das Citalopram und der Hang alles genau zu beobachten. Habe jetzt in einigen Wochen einen Termin beim Orthopäden. Ich habe hier auch von vielen Betroffenen gelesen, die seit dem Absetzen ein massives Brennen der Nerven haben.
LG
Buetze
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02.04.2018
Reduzierung von 10-5mg Citalopram.
Nach wenigen Tagen Symptome: Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Füssen. Hypochondrische Befürchtungen und Grübeleien über mögliche andere Ursachen.
Am 17.05.2018
Symptome werden immer schlimmer, deshalb wieder auf 6 mg hochdosiert. Seitdem sind die Missempfindungen mit Brennen in den Füssen extrem verstärkt. Außerdem Antriebslosigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit. Ich schleppe mich durch den Tag und bin extrem unglücklich und hypochondrisch.
24.05.18
plötzlich einsetzende Besserung. Ängste und Panik sind verschwunden, die Dosierung mit 6 mg scheint gegriffen zu haben.
30.05.18
Das Fenster ist leider vorbei, die Missempfindungen in den Zehen, Füßen und Beinen werden wieder schlimmer. Die Ängste und Panik sind wieder da. Ich bin weinerlich und antriebslos.
Juni 2018
So ganz langsam wechseln sich leichte Fenster mit zum Teil noch heftigen Wellen ab. Geht es mir zum Teil tagelang ganz mies, ändert sich das Befinden dann plötzlich innerhalb einer Stunde. Ich hoffe auf zunehmende Stabilisierung. Die Fenster machen mir Mut, dass es tatsächlich nur Absetzsymptome sind und keine ernsthafte Krankheit.
Juli 2018
Ich schleppe mich mehr oder weniger nur dahin. Die Grübeleien werden immer schlimmer. Die Fenster sind sehr rar.
25.07.2918
Mit Beginn der extremen Hitzewelle wird alles schlimmer. Auf der Arbeit wird mir plötzlich ganz komisch. Habe das Gefühl umzukippen und Herzrasen. Urplötzlich sind alle Ängste von früher wieder da , da ich damals im Zuge der Depressionen diese Gefühle auch schon hatte.
Ich bekomme immer mehr Panik und Schwindelanfälle.
Die Fenster sind nur noch vereinzelnd da.
06.8.2018
Mir gehts so schlecht wie noch nie, obwohl ich vorgestern noch ein super Fenster hatte.
Erstmals zum Hausarzt, der mich 3 Tage krank schreibt.
Ich habe das Gefühl, dass mich jetzt erst, fast 4 Monate nach der Reduzierung von 10 auf 5mg die volle Breitseite des Entzuges erfasst. Wahrscheinlich so zeitverzögert, weil ich zwischendurch auf 6mg hochdosiert habe. Ich beschließe nochmal um 1mg auf 7mg hoch zu dosieren, um das schlimmste abfangen zu können.

Buetzfeld
Beiträge: 105
Registriert: Mittwoch, 25.04.18, 9:30

Re: Ich möchte gerne weg vom Citalopram

Beitrag von Buetzfeld » Dienstag, 12.06.18, 8:38

Liebes Forum,
es ist mit meinen Füßen ganz merkwürdig. Nachts ist es viel besser, erst morgens mit der Konzentration darauf geht es wieder los. Mal ist es ein Nervenbrennen, mal ein Jucken....ich bin echt verzweifelt.
Jetzt habe ich mal eine Frage, ich weiß gar nicht ob es in meinen Thread gehört, aber vielleicht kann mir das ja jemand beantworten.
Ich habe den tollen Bericht von LinLina vom 7.05.2016 gelesen "Entzugssymptome sind Symptome der Heilung".
Ich stelle mir vor, dass das gleiche gerade mit mir passiert und dass sich mein Gehirn gerade wieder regeneriert und umbaut und ich deshalb diese Symptome habe.
Aber-----ich habe ja erst bis auf 6 mg reduziert. Was ist denn wenn ich weiter reduziere ? Ist es jedesmal wieder ein ganz neues Umbauen und Regenerieren ? Dann würden ja wieder unendliche Symptome hinzukommen, wenn bei jeder weiteren Reduzierung das gleiche Prozedere ablaufen würde. Das hört sich sehr frustrierend an und zieht mich gerade sehr runter. Kann mir jemand das beantworten und Mut machen. ich brauche das gerade sehr !
LG
Buetze
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02.04.2018
Reduzierung von 10-5mg Citalopram.
Nach wenigen Tagen Symptome: Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Füssen. Hypochondrische Befürchtungen und Grübeleien über mögliche andere Ursachen.
Am 17.05.2018
Symptome werden immer schlimmer, deshalb wieder auf 6 mg hochdosiert. Seitdem sind die Missempfindungen mit Brennen in den Füssen extrem verstärkt. Außerdem Antriebslosigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit. Ich schleppe mich durch den Tag und bin extrem unglücklich und hypochondrisch.
24.05.18
plötzlich einsetzende Besserung. Ängste und Panik sind verschwunden, die Dosierung mit 6 mg scheint gegriffen zu haben.
30.05.18
Das Fenster ist leider vorbei, die Missempfindungen in den Zehen, Füßen und Beinen werden wieder schlimmer. Die Ängste und Panik sind wieder da. Ich bin weinerlich und antriebslos.
Juni 2018
So ganz langsam wechseln sich leichte Fenster mit zum Teil noch heftigen Wellen ab. Geht es mir zum Teil tagelang ganz mies, ändert sich das Befinden dann plötzlich innerhalb einer Stunde. Ich hoffe auf zunehmende Stabilisierung. Die Fenster machen mir Mut, dass es tatsächlich nur Absetzsymptome sind und keine ernsthafte Krankheit.
Juli 2018
Ich schleppe mich mehr oder weniger nur dahin. Die Grübeleien werden immer schlimmer. Die Fenster sind sehr rar.
25.07.2918
Mit Beginn der extremen Hitzewelle wird alles schlimmer. Auf der Arbeit wird mir plötzlich ganz komisch. Habe das Gefühl umzukippen und Herzrasen. Urplötzlich sind alle Ängste von früher wieder da , da ich damals im Zuge der Depressionen diese Gefühle auch schon hatte.
Ich bekomme immer mehr Panik und Schwindelanfälle.
Die Fenster sind nur noch vereinzelnd da.
06.8.2018
Mir gehts so schlecht wie noch nie, obwohl ich vorgestern noch ein super Fenster hatte.
Erstmals zum Hausarzt, der mich 3 Tage krank schreibt.
Ich habe das Gefühl, dass mich jetzt erst, fast 4 Monate nach der Reduzierung von 10 auf 5mg die volle Breitseite des Entzuges erfasst. Wahrscheinlich so zeitverzögert, weil ich zwischendurch auf 6mg hochdosiert habe. Ich beschließe nochmal um 1mg auf 7mg hoch zu dosieren, um das schlimmste abfangen zu können.

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