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natur18: Escitalopram absetzen/Brainzaps/Tauchen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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natur18
Beiträge: 1
Registriert: Freitag, 04.05.18, 14:55

natur18: Escitalopram absetzen/Brainzaps/Tauchen

Beitrag von natur18 » Freitag, 04.05.18, 15:15

Hallo, ich (22) bin neu hier in diesem Forum.

Ich nehme jetzt seit einem Jahr Escitalopram, gegen meine Zwangsneurose.

Mein Psychiater empfahl mir vor ca. drei Wochen folgende Absetzphasen:

alle 3 Tage 2 Tropfen weniger. Ich nahm ursprünglich 16mg.

Ich war aber immer irgendwie müde, kaputt, als hätte man einen Kater. Nun bin ich bei 2mg angelangt.

Natürlich sind damit "Brain Zaps" verbunden und habe auch kurze Phasen von "heulen müssen" hinnehmen müssen.

Zusätzlich habe ich Herzstolpern.

Frage: Gehen die Brainzaps bei der konstanten Milligramm-Anzahl (2mg) von selbst weg oder sollte ich besser nocheinmal aufdosieren?

Ich "schleiche" so schnell aus, da ich wieder zum Tauchen gehen will. Leider gibt zum Verhalten von Escitalopram unter Druck, leider keine Studien bzw. keine handfesten Verlautbarungen. Daher ist es laut GTÜM verboten.
Zuletzt geändert von padma am Dienstag, 07.08.18, 22:30, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzername ergänzt
Vor ca. einem Jahr: Escitalopram 16mg
Aktuell: 2mg mit Absetzproblemen (SSRI-Absetzssyndrom) -> Brain Zaps :roll:

Li-la022
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Re: Escitalopram absetzen/Brainzaps/Tauchen

Beitrag von Li-la022 » Montag, 06.08.18, 13:55

Hallo Natur,

Herzlich willkommen hier im Forum,

Ich empfehle dir nicht so ein großschrittige Absetzen von escitalopram. Schon gar nicht imehr unteren Dosisbereich.

Es wäre noch wichtig zu wissen wie lange du escitalopram genommen hast.

Ich würde dir umbedingt raten dich jetzt auf den 2mg zu stabilisieren und dann kurzschrittiger abzudosieren. BRAIN ZAPS sind nicht die einzigen Absetzsymptome. Wenn du zu schnell absetzt reizt du dein Nervensystem. Das kann noch zu sehr vielen anderen und vor allem schlimmeren Symptomen kommen. Daher rate ich dir alle 4-6 wochen 5-10% zu redunseren um diese Symptome soweit es geht abzufangen. Auch wenn du noch etwas mit dem tauchen warten musst. Aber glaub mir ein entzug kann lange dauern wenn man falsch abdosiert... dann hast du auch nichts gekonnt... undas würdest gar nicht in der lange sein tauchen zu gehen.

Gibt dir und vorallem dein Körper die zeit es langsam zu machen.

Liebe Grüße Lila
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Li-la022 für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinapadma
Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!


Heute : 40 Wochen opipramol 0 , 39 Wochen ohne Escitalopram


03.11.18 Aktuelle Symptome :
Wieder stärkere angst... Unruhe, inneres zittern

Tapira
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Re: Escitalopram absetzen/Brainzaps/Tauchen

Beitrag von Tapira » Montag, 06.08.18, 16:31

Hi Natur,
schön, dass du hier her gefunden hast!
Du bist ja echt fix unterwegs-war ich anfangs auch und das hat mir leider nicht gut getan.
Ich würde dir auch raten, dich zu stabilisieren auf den 2mg-was bringt es dir, wenn du jetzt in dem Tempo weitermachst und am Ende komplett in den Seilen hängst und womöglich wieder eindosieren musst...
Lass dir lieber jetzt Zeit, dosiere nachhaltig ab, das wird die auf Dauer besser bekommen :)
Aber das musst du im Endeffekt selbst entscheiden!
Ich wünsche dir alles Gute!
Liebe Grüße
Tapira
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padma
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Re: natur18: Escitalopram absetzen/Brainzaps/Tauchen

Beitrag von padma » Dienstag, 07.08.18, 22:39

hallo Nature, :)

auch von mir willkommen.

Hier zunächst ein paar Infos zum Austausch im Forum:


Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein. Du findest sie hier: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 46&t=15035


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Zu deinem Anliegen:

Ich verstehe, dass du wegen des Tauchens schnell absetzen möchtest. Doch der Körper gibt das Tempo vor, es ist dir nicht geholfen, wenn du zwar schnell auf 0 bist, dafür aber langanhaltende Absetzsymptome hast.
Frage: Gehen die Brainzaps bei der konstanten Milligramm-Anzahl (2mg) von selbst weg oder sollte ich besser nocheinmal aufdosieren?
Du hast wirklich sehr schnell reduziert. Wenn du erst ein paar Tagen auf den 2 mg bist, würde ich nochmals 1 Tropfen hoch gehen und schauen, ob du dich damit stabilisieren kannst.

Wenn du auf ein zu niedrigen Dosis ausharrst, kann es u.U. lange dauern, bis die Absetzsymptome weg gehen.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag:
Tapira
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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