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MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
MaschaV
Beiträge: 17
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MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von MaschaV » Mittwoch, 27.06.18, 23:05

Hallo liebe Forum Mitglieder,

ich bin 28, weiblich und habe sehr lange mit schweren Panikstörungen zu kämpfen gehabt, bevor ich sie vor einer Weile endlich fast gänzlich losgeworden bin.

Ich habe mich hier angemeldet, um mich Menschen mitzuteilen, die verstehen, was gerade bei mir los ist.
Denn ich fühle mich gerade etwas verloren und überfordert.
Und vielleicht habt ihr ja auch den ein oder anderen Rat für mich.

Ich habe meinen "Werdegang" in der Signatur verewigt und hoffe, ich habe das soweit richtig gemacht.

Ich habe vor 2 Wochen mein Citalopram abgesetzt, weil ich dachte, ich bin nun wieder stabil und komme ohne Tabletten aus. Ich bin nun schon seit einer guten Weile fast Angst- und Panikfrei.
Leider habe ich das in einer Phase meines Lebens gemacht, die rückblickend nicht ganz so gut gewählt war (was ein bisschen typisch für mich ist, "Zähne zusammenbeißen und durch"): Abschluss meines Studiums, mein Lebensgefährte ist für mehrere Monate ins Ausland gefahren, ich habe gerade eine neue Therapie angefangen, die alte Wunden aufreißt, etc....
Außerdem hatte ich sehr starken Bruxismus und habe gehofft, dass er vielleicht durch die Tabletten ausgelöst worden war. Mir ging es also ohnehin schon ziemlich schlecht, eventuell auch durch die chaotische Einnahme des Citalopram (mal 2,5 mg, mal 5 mg am Tag, mal vergessen und mit Tablettenschneider auch nicht genau) und ich dachte ich hätte schon extrem langsam ausgeschlichen. (Mein Psychiater hatte mir 10 mg alle 2 Wochen empfohlen, ich hatte eher 2,5 mg alle 2 Monate reduziert und manchmal lange pausiert).
Und bei der homöopathischen Dosis kann ja eigentlich nichts schief gehen, dachte ich.

Leider ging es mir anschließend immer schlechter. Ich hatte jeden Tag sehr starke Schmerzen im Kiefer und Rückenbereich. Nicht so ein bisschen Verspannung und Zwicken, sonder wirklich nicht auszuhalten, sodass ich schier durchgedreht bin. Ich habe nachts geknirscht, wie ein Weltmeister und hatte jeden Tag Kopfschmerzen. Hinzu kamen Weinkrämpfe, Gefühle von Hoffnungslosigkeit, andauerndes Grübeln, was ich tun könnte um meiner Schmerzen Herr zu werden. Ständig Kopfkino.

Ich habe also ganz neue Symptome "geschenkt" bekommen, die paradoxerweise gar nicht in mein Angst-Muster passen.
Irgendwann fühlte ich mich richtig depressiv und erschöpft, hatte Gedanken wie: "ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr", wollte nur noch, dass alles aufhört, dachte wenn mich ein Auto trifft, habe ich wenigstens andere Sorgen und kriege Schmerzmittel etc. Also echt blöde Gedanken.

So etwas kenne ich von mir eigentlich gar nicht.
So schlecht ging es mir das letzte Mal, vor und etwas nach meinem Klinikaufenthalt.
Und die Klinik war fast schon ein traumatisches Erlebnis für mich (eine Mitpatientin hat sich das Leben dort genommen). Deshalb habe ich große Angst, dass ich wieder in eine Klinik muss, dabei waren meine Symptome schon ganz verschwunden und es ging mir gut.

Irgendwann bin ich auf dieses Forum gestoßen und mir ist wirklich erst dann der Gedanke gekommen, dass die Symptome ja auch vom Absetzen kommen oder verschlimmert werden könnten.

Also habe ich nach Anweisung einiger Forumseinträge 2 Wochen nach dem Absetzen wieder 2 mg mit der Wasserlösmethode eingenommen. Um mich wieder zu stabilisieren.
Ich fühlte mich seit dem kurz etwas stabiler, soll heißen: die Symptome waren noch da, vor Allem die starken körperlichen Schmerzen und Verspannungen, aber es gab auch immer Phasen in denen es mir mal für 3 Stunden richtig gut ging.

Und heute sieht alles wieder sehr trist aus und ich fühle mich sehr hoffnungslos und habe solche Angst, dass ich irgendwas falsch gemacht habe. Heute muss ich ganz klar einsehen, dass die körperlichen Symptome wahrscheinlich durch die Psyche bedingt sind, denn ich habe nicht nur Schmerzen sondern fühle mich sehr depressiv.

Ich weiß, dass ich mir gemeinhin ziemlich viel zumute und immer von mir verlange "normal" zu sein, also belastbar und funktionierend.
Gerade bin ich im Urlaub mit meinen Eltern und mache mir Vorwürfe, dass es mir so miserabel geht, wo es mir doch gut gehen sollte, weil ich doch mal entspannen kann.
Ich kann Gefühle wie Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit auch sehr schwer zulassen, sie machen mir eine Heiden Angst (ein Freund von mir hat sich auch das Leben genommen danach musste ich auch in die Klinik und ich bekomme immer gleich Panik, dass ich quasi im "Schnellschuss" dasselbe tun könnte, das war auch immer Teil meiner Angst- bzw. Zwangsgedanken. Ich war aber nie suizidal).

Nun also meine Frage: War der Wiedereinstieg mit 2 mg richtig?
Meine Psychiater ist mehr so der Typ: das kann man auch das Leben lang nehmen, von dem brauche ich keinen Rat erwarten in der Richtung. Also wende ich mich an euch.

Ich hoffe, der Text ist nicht allzu lang und der ein oder andere kann mir Rat geben. Mein Kopf dreht sich nämlich nur im Kreis.

Ich danke euch,

Mascha
Zuletzt geändert von Gwen am Donnerstag, 28.06.18, 22:20, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
-August 2012: 6-wöchiger Klinik Aufenthalt in psychosomatischer Klinik wegen Angst- und Panikstörung und Belastungsstörung
-November 2012: Einnahme von Citalopram 20 mg nachdem die Angststörung mich zusätzlich in eine mittelschwere Depression geführt hat
-Sommer 2015, sehr schneller Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten gescheitert, wieder auf 20 mg
-seit Mai 2016: Reduzierung von 20 mg auf 10 mg in 2,5 mg Schritten
-seit Januar 2018: Reduzierung auf 5 mg
-seit März 2018: Jeweils abwechseln 2,5 mg und 5 mg am Tag
-2.06.18: Abrupter Abbruch der Einnahme von einem Tag auf den Anderen, zunächst keine Nebenwirkungen
-seit 6.06.18: extreme Muskelverspannungen, Bruxismus, depressive Verstimmung, Stimmungsschwankung, Weinkrämpfe, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
-16.06.18: Beginn der Einnahme von 2 mg Citalopram mit der Wasserlösmethode nachdem ich mich durch Foreneinträge hier gelesen habe, dennoch oben beschriebe Symptome, wenn nun auch mit guten Episoden zwischendurch
-23.07.: Erhöhung auf 3 mg Citalopram, nach Schlafstörungen und Angstzuständen, keine Besserung
-02.08.: Erhöhung auf 5 mg Citalopram, immer noch Herzrasen, Angstzustände, Kribbeln auf der Haut, Schlafstörungen = alles sehr permanent den gesamten Tag über, manchmal gute Nächte dazwischen und Fenster von guten Stunden
-11.08.: Besserung der Symptome, immer noch strake Schlafstörungen und Unruhe, Herzklopfen. Aber wenig Angstzustände und Stimmung viel besser.

MaschaV
Beiträge: 17
Registriert: Mittwoch, 27.06.18, 22:09

Re: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von MaschaV » Donnerstag, 28.06.18, 10:56

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
-August 2012: 6-wöchiger Klinik Aufenthalt in psychosomatischer Klinik wegen Angst- und Panikstörung und Belastungsstörung
-November 2012: Einnahme von Citalopram 20 mg nachdem die Angststörung mich zusätzlich in eine mittelschwere Depression geführt hat
-Sommer 2015, sehr schneller Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten gescheitert, wieder auf 20 mg
-seit Mai 2016: Reduzierung von 20 mg auf 10 mg in 2,5 mg Schritten
-seit Januar 2018: Reduzierung auf 5 mg
-seit März 2018: Jeweils abwechseln 2,5 mg und 5 mg am Tag
-2.06.18: Abrupter Abbruch der Einnahme von einem Tag auf den Anderen, zunächst keine Nebenwirkungen
-seit 6.06.18: extreme Muskelverspannungen, Bruxismus, depressive Verstimmung, Stimmungsschwankung, Weinkrämpfe, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
-16.06.18: Beginn der Einnahme von 2 mg Citalopram mit der Wasserlösmethode nachdem ich mich durch Foreneinträge hier gelesen habe, dennoch oben beschriebe Symptome, wenn nun auch mit guten Episoden zwischendurch
-23.07.: Erhöhung auf 3 mg Citalopram, nach Schlafstörungen und Angstzuständen, keine Besserung
-02.08.: Erhöhung auf 5 mg Citalopram, immer noch Herzrasen, Angstzustände, Kribbeln auf der Haut, Schlafstörungen = alles sehr permanent den gesamten Tag über, manchmal gute Nächte dazwischen und Fenster von guten Stunden
-11.08.: Besserung der Symptome, immer noch strake Schlafstörungen und Unruhe, Herzklopfen. Aber wenig Angstzustände und Stimmung viel besser.

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Re: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von Li-la022 » Donnerstag, 28.06.18, 11:15

Hallo Mascha,

Herzlich willkommen im Forum.
Ich wünsche dir einen guten Austausch.

Wie du hier sicher bereits gelesen hast empfehlen wir eine Reduktion von 5-10% alle 4-6wochen.
Du hast zu schnell reduziert und Absetzsymptome entwickelt. Auch deine wechselnde Dosierung hat dein Nervensystem zusätzlich gereizt.
Das du wieder eindosiert hast war daher schon mal ganz gut. Ich empfehle dir die Dosis nun erstmal regelmäßig zu nehmen und dich zu stabilisieren. Das geht meist leider nicht von jetzt auf gleich. Du musst dich also etwas gedulden. Das es dir zwischenzeitlich schon wieder besser geht ist ein gutes zeichen.

Ich wünsche dir alles Gute
Liebe Grüße
Lila
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Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!

Meine
Heute : 27 Wochen opipramol 0 , 26 Wochen ohne Escitalopram


09.05.18 3. Therapiestunde (Verhaltenstherapie)

07.08.18 Aktuelle Symptome :
Ab und an innerliches Zittern ( am schlimmsten ein paar Tage vor der periode)
Ab und an Angst vor der Angst

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Re: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 28.06.18, 11:54

Hallo und willkommen bei uns!

Wie schon von Lila gesagt, hast du viel zu schnell abgesetzt. Die Ärzte wissen es nicht besser und sind leider immer noch der Überzeugung dass man PP in wenigen Wochen absetzen kann:(

Ganz schlecht ist es für das ZNS, wenn man unrgelemäßge Einnahmen mit wechselnden Dosen hat, da beginnt meistens schon eine Reizung,
Und dann von 2,5 auf Null war viel zu schnell.

Du hast es schon richtig gemacht, dass du wieder eindosiert hast - prinzipiell sollte man mit dieser Dosis wieder einsteigen, bei der man zuletzt noch stabil war. Meistens reicht aber schon eine kleinere Dosis.

2 Wochen sind noch zuwenig für eine Stabilsierung, denn wenn das ZNS erstmal gereizt und beleidigt ist, kann es wochen- manchmal auch monatelang dauern bis sich wieder alles eingependelt hat.

Versuch noch ein wenig geduldig durchzuhalten, zumindest noch 2 Wochen, wenn dann noch keine Besserung da ist, dann kann man noch ein wenig nachbessern und entweder etwas höher gehen, oder auch minimal runter.

Bekommst du die 2mg täglich gleich hin? Das wäre am wichtgsten!

GLG
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Re: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von padma » Donnerstag, 28.06.18, 13:27

hallo Mascha, :)

auch von mir willkommen.
Heute muss ich ganz klar einsehen, dass die körperlichen Symptome wahrscheinlich durch die Psyche bedingt sind, denn ich habe nicht nur Schmerzen sondern fühle mich sehr depressiv.
Alles was du beschreibst sind typische Absetzsymptome. Diese drücken sich zumeist nicht nur körperlich aus, sondern oft auch auch psychisch. Sie können sich wie eine Depression anfühlen.
Ich habe also ganz neue Symptome "geschenkt" bekommen, die paradoxerweise gar nicht in mein Angst-Muster passen.
Auch das ist ein deutlicher Hinweis auf eine Absetzsymptomatik.
ich fühlte mich seit dem kurz etwas stabiler, soll heißen: die Symptome waren noch da, vor Allem die starken körperlichen Schmerzen und Verspannungen, aber es gab auch immer Phasen in denen es mir mal für 3 Stunden richtig gut ging.
Das zeigt, dass die Wiedereindosierung greift.
Und heute sieht alles wieder sehr trist aus und ich fühle mich sehr hoffnungslos und habe solche Angst, dass ich irgendwas falsch gemacht habe.
Diese Schwankungen sind normal, sogar typisch. Du hast nichts falsch gemacht.
Gerade bin ich im Urlaub mit meinen Eltern und mache mir Vorwürfe, dass es mir so miserabel geht, wo es mir doch gut gehen sollte, weil ich doch mal entspannen kann.
Das ist natürlich ein weiterer Stressfaktor. Versuche dir keine Vorwürfe zu machen. Es ist schade, dass du nun nicht soviel von dem Urlaub hast, aber das ist ja nicht deine Schuld. Seh es doch so, es ist wie wenn dich im Urlaub eine schwere Grippe erwisch hätte, dann könntest du ihn auch nicht wirklich geniessen.

Ich würde, wie Lila :) und Lunetta :) bereits geschrieben haben, jetzt erstmal auf den 2 mg bleiben.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

MaschaV
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Re: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von MaschaV » Donnerstag, 28.06.18, 19:57

Vielen Dank ihr Lieben für die netten Antworten!

Das gibt mir wirklich Kraft.

Und zeigt mir auch, dass ich mich nicht anstelle.
Ich habe zur Zeit auch jede Nacht Alpträume und schlafe schlecht, aber ich habe das auch in den Absetz- bzw. Reduzierungs- Symptomen gelesen.

Ich fühle mich häufig von meiner Umwelt unverstanden. Ich weiß, dass die Menschen um mich es nur gut meinen, aber wenn mir jemand sagt: "Mach doch mehr Sport, dann gehts dir besser" oder "denk an was schönes" dann macht mich das richtig fertig...da tut es gut, wenn einem Verständnis entgegen kommt.

Heute hat es mir sehr gut getan (das habe ich auch hier in den Foren gelesen) etwas geduldiger mit mir umzugehen und die negativen Gefühle, wenn sie kommen, einfach zuzulassen, anstatt dagegen anzukämpfen, und mir sagen, dass es besser wird mit der Zeit. Ich muss das richtig üben, sonst sind das für mich immer nur unkontrollierbare Störfaktoren, die möglichst schnell und effizient beseitigt werden müssen. Komisch, was man sich so angewöhnt im Laufe des Lebens.....

Ich werde erstmal länger bei der Dosis von 2mg bleiben und dann schauen, wie es weiter geht. Die Wasserlösmethode scheint ja wirklich gut zu funktionieren.
Vielleicht darf ich dann ja noch mal um Rat fragen bezüglich hoch- oder runter dosieren. Ich bin mir nämlich ehrlich gesagt ziemlich sicher, dass mein Psychiater mich wieder auf 10 oder 20 mg regulieren würde. Der sagt alles unter 10 mg seien homöopathische Dosen. Ich habe ja jetzt die Erfahrung gemacht, dass dem nicht so ist.

Vielen Dank euch, ich fühle mich jetzt nicht mehr ganz so allein damit.

Liebe Grüße
Mascha
-August 2012: 6-wöchiger Klinik Aufenthalt in psychosomatischer Klinik wegen Angst- und Panikstörung und Belastungsstörung
-November 2012: Einnahme von Citalopram 20 mg nachdem die Angststörung mich zusätzlich in eine mittelschwere Depression geführt hat
-Sommer 2015, sehr schneller Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten gescheitert, wieder auf 20 mg
-seit Mai 2016: Reduzierung von 20 mg auf 10 mg in 2,5 mg Schritten
-seit Januar 2018: Reduzierung auf 5 mg
-seit März 2018: Jeweils abwechseln 2,5 mg und 5 mg am Tag
-2.06.18: Abrupter Abbruch der Einnahme von einem Tag auf den Anderen, zunächst keine Nebenwirkungen
-seit 6.06.18: extreme Muskelverspannungen, Bruxismus, depressive Verstimmung, Stimmungsschwankung, Weinkrämpfe, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
-16.06.18: Beginn der Einnahme von 2 mg Citalopram mit der Wasserlösmethode nachdem ich mich durch Foreneinträge hier gelesen habe, dennoch oben beschriebe Symptome, wenn nun auch mit guten Episoden zwischendurch
-23.07.: Erhöhung auf 3 mg Citalopram, nach Schlafstörungen und Angstzuständen, keine Besserung
-02.08.: Erhöhung auf 5 mg Citalopram, immer noch Herzrasen, Angstzustände, Kribbeln auf der Haut, Schlafstörungen = alles sehr permanent den gesamten Tag über, manchmal gute Nächte dazwischen und Fenster von guten Stunden
-11.08.: Besserung der Symptome, immer noch strake Schlafstörungen und Unruhe, Herzklopfen. Aber wenig Angstzustände und Stimmung viel besser.

MaschaV
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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von MaschaV » Donnerstag, 28.06.18, 22:32

Kurzes Update:

Nach den guten Stunden gehts mir wieder Hundeelend.
Ich habe schlimme Zwangsgedanken und Grübelzwang.
Am schlimmsten sind die aggressiven Zwangsgedanken.

Ich habe gelesen, das kann auch eine Nebenwirkung sein.
Denn das letzte Mal hatte ich das vor 8 Jahren! Danach immer nur sporadisch und es war schnell wieder weg. Ich dachte wirklich, ich wäre das für immer los.

Es ist schwer nicht in einen negativen Film zu verfallen à la "es kommt alles wieder, ich habe nichts gelernt".

Oh weh.

Liebe Grüße von einer verwirrten
Mascha
-August 2012: 6-wöchiger Klinik Aufenthalt in psychosomatischer Klinik wegen Angst- und Panikstörung und Belastungsstörung
-November 2012: Einnahme von Citalopram 20 mg nachdem die Angststörung mich zusätzlich in eine mittelschwere Depression geführt hat
-Sommer 2015, sehr schneller Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten gescheitert, wieder auf 20 mg
-seit Mai 2016: Reduzierung von 20 mg auf 10 mg in 2,5 mg Schritten
-seit Januar 2018: Reduzierung auf 5 mg
-seit März 2018: Jeweils abwechseln 2,5 mg und 5 mg am Tag
-2.06.18: Abrupter Abbruch der Einnahme von einem Tag auf den Anderen, zunächst keine Nebenwirkungen
-seit 6.06.18: extreme Muskelverspannungen, Bruxismus, depressive Verstimmung, Stimmungsschwankung, Weinkrämpfe, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
-16.06.18: Beginn der Einnahme von 2 mg Citalopram mit der Wasserlösmethode nachdem ich mich durch Foreneinträge hier gelesen habe, dennoch oben beschriebe Symptome, wenn nun auch mit guten Episoden zwischendurch
-23.07.: Erhöhung auf 3 mg Citalopram, nach Schlafstörungen und Angstzuständen, keine Besserung
-02.08.: Erhöhung auf 5 mg Citalopram, immer noch Herzrasen, Angstzustände, Kribbeln auf der Haut, Schlafstörungen = alles sehr permanent den gesamten Tag über, manchmal gute Nächte dazwischen und Fenster von guten Stunden
-11.08.: Besserung der Symptome, immer noch strake Schlafstörungen und Unruhe, Herzklopfen. Aber wenig Angstzustände und Stimmung viel besser.

Kimeta
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Re: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von Kimeta » Freitag, 29.06.18, 6:15

Liebe Mascha,
MaschaV hat geschrieben: Und zeigt mir auch, dass ich mich nicht anstelle.
Sicher nicht!
MaschaV hat geschrieben:Ich habe zur Zeit auch jede Nacht Alpträume und schlafe schlecht, aber ich habe das auch in den Absetz- bzw. Reduzierungs- Symptomen gelesen.
Schön, dass Du Dich bereits eingelesen hast. Du hast sicher viele wichtige und hilfreiche Informationen gefunden. Ich habe hier sehr viel gelernt, auch indem ich in anderen Threads mitgelesen habe. Bei der Größe des Forums und der Fülle der Threads hat man eine unerschöpfliche Fundgrube an Anregungen und Hinweisen für fast jede Lebenslage.
MaschaV hat geschrieben:Heute hat es mir sehr gut getan (das habe ich auch hier in den Foren gelesen) etwas geduldiger mit mir umzugehen und die negativen Gefühle, wenn sie kommen, einfach zuzulassen, anstatt dagegen anzukämpfen, und mir sagen, dass es besser wird mit der Zeit. Ich muss das richtig üben, sonst sind das für mich immer nur unkontrollierbare Störfaktoren, die möglichst schnell und effizient beseitigt werden müssen. Komisch, was man sich so angewöhnt im Laufe des Lebens.....
Es stimmt mich sehr optimistisch, wenn ich diesen Absatz lese, und lässt mich vermuten, dass Du es schaffen und Deinen Weg finden wirst :wink: :) .
MaschaV hat geschrieben:Vielleicht darf ich dann ja noch mal um Rat fragen bezüglich hoch- oder runter dosieren.
Selbstverständlich! Das ist der Sinn dieses Forums!

Zu Deinem Update: Du weißt es sicher selbst, Du bist auf einem Weg, es gibt vermutlich keine Wunderheilung, sondern Aufs und Abs. Bitte bleib zuversichtlich und geduldig, falls das nicht gelingt, dann schreibe hier, damit wir Dich trösten und aufmuntern können :group: .

Viele Grüße und trotz allem noch einen schönen Urlaub
Kimeta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kimeta für den Beitrag (Insgesamt 2):
MaschaVpadma
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013. Aktuell seit 23.10.2017: 2,5 mg.
- 06/2018: Verdacht auf Histaminintoleranz nach Blutuntersuchung.
- Im Rahmen der Auslassdiät Verdacht auf Salicylatintoleranz (eigene Beobachtungen)

Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:

MaschaV
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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von MaschaV » Freitag, 29.06.18, 7:38

Vielen Dank Kimeta für die aufmunternden Worte!
-August 2012: 6-wöchiger Klinik Aufenthalt in psychosomatischer Klinik wegen Angst- und Panikstörung und Belastungsstörung
-November 2012: Einnahme von Citalopram 20 mg nachdem die Angststörung mich zusätzlich in eine mittelschwere Depression geführt hat
-Sommer 2015, sehr schneller Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten gescheitert, wieder auf 20 mg
-seit Mai 2016: Reduzierung von 20 mg auf 10 mg in 2,5 mg Schritten
-seit Januar 2018: Reduzierung auf 5 mg
-seit März 2018: Jeweils abwechseln 2,5 mg und 5 mg am Tag
-2.06.18: Abrupter Abbruch der Einnahme von einem Tag auf den Anderen, zunächst keine Nebenwirkungen
-seit 6.06.18: extreme Muskelverspannungen, Bruxismus, depressive Verstimmung, Stimmungsschwankung, Weinkrämpfe, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
-16.06.18: Beginn der Einnahme von 2 mg Citalopram mit der Wasserlösmethode nachdem ich mich durch Foreneinträge hier gelesen habe, dennoch oben beschriebe Symptome, wenn nun auch mit guten Episoden zwischendurch
-23.07.: Erhöhung auf 3 mg Citalopram, nach Schlafstörungen und Angstzuständen, keine Besserung
-02.08.: Erhöhung auf 5 mg Citalopram, immer noch Herzrasen, Angstzustände, Kribbeln auf der Haut, Schlafstörungen = alles sehr permanent den gesamten Tag über, manchmal gute Nächte dazwischen und Fenster von guten Stunden
-11.08.: Besserung der Symptome, immer noch strake Schlafstörungen und Unruhe, Herzklopfen. Aber wenig Angstzustände und Stimmung viel besser.

yberion45
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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von yberion45 » Freitag, 29.06.18, 8:26

Hey

Wollte dir auch aufmunternde Worte hinterlassen. Auch diese Phase wirst überstehen und das Gehirn wird sich regenerieren.
Was Leute sagen, ist doch egal. Nur mit dem Sport haben sie recht, Sport wie z. B joggen kann sehr helfen gegen Absetz Symptome und Pyschische Krankheiten. Leide auch an Absetz Symptome und mir geht es immer am besten nach dem Joggen. Die ersten 3 H nach dem Joggen sind die einfach weg.
Ich wünsche dir viel Kraft

LG yberion
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MaschaV
Februar 2017:Diagnose : zwangsgedanken (post thc und amphetamine Syndrom)

01.05.2017 20mg Fluoxetin Libido Verlust
05.07.2017 Fluoxetin 20 mg und Tolvon 10 mg kalt abgesetzt
20 mg Citalopram libido wieder da, dafür Kopfschmerzen Wahrnehmung beeinträchtigt, je mehr ich mich bewege um so schlimmer NW
20.12.2017 - 5mg:15 mg Citalopram Nw besser, zwei Tage müde
02.02.2018 -5mg: 10 mg keine Symptome kaum Nebenwirkungen keine Gedanken
06.02.2018 mir geht es Super keine Symptome fast keine NW Wohlfühldosis
07.02.2018 Nebenwirkungen wieder da aber abgeschwächt als bei 15 mg sonst ganz gut keine Gedanken

09.02.2018 Mir geht es super, keine Symptome und die Nebenwirkung sind noch da, aber sehr erträglich
17.02.2018 keine Absetz Symptome, Nebenwirkungen sehr schwach
20.02.2018 immer noch keine absetz Symptome, Nebenwirkungen da
01.03.2018 keine Absetz Symptome bekommen seid 3 Tagen sind die Nebenwirkungen gesunken. Ich vermute es liegt daran, dass ich jetzt jeden Tag jogge
05.03.2018 immer noch keine Probleme, aber Nebenwirkungen wieder etwas stärker. Keine Gedanken. Kann kaum abwarten bis zur nächsten Reduktion
23.03.2018 - 5mg: 5 mg mal sehen wie es wird bis jetzt ist nichts, aber auch zu früh
04.04.2018 Noch keine Symptome, mir geht es Super und die Nebenwirkung sind sehr gering. Von meiner Grunderkrankung keine Spur
10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
05.04.2018 seid heute 0 mg
28.04.2018 folgende Absetz Symptome sind verschwunden:
Übelkeit und Schwindel
Folgende Absetz Symptome habe ich noch:
Augen brennen, komische Wahrnehmung von mir selber und manchmal Kopfschmerzen und Matschig. Jedoch Wellen artig mal besser und mal schlechter.
26.06.2018 immer noch Absetz Symptome, die stündlich ihre Starke ändern aber Alltag tauglich bleibt. Wahrnehmung immer noch gestört. Seid 3 Tagen CBD seid 8 Tagen Mariendistelsamen und L-Tryptophan

MaschaV
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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von MaschaV » Freitag, 29.06.18, 9:27

Danke Yberion!

Mir hilft Sport auch, aber ich beobachte, dass ich mich zu oft zwinge etwas Sportliches zu machen.
Oder wenn ich es nicht schaffe, mir Vorwürfe mache und denke: dann bin ich ja auch selbst Schuld, wenn es mir schlecht geht.

Ich muss auf so was, denke ich, wirklich Acht geben.
Mit hilft es dabei zu wissen, dass ich eben NICHT Schuld bin und es Absetzsymptome sind. Und es hauptsächlich Zeit braucht. Das hilft mir aus meinem perfektionistischen Teufelskreis auszubrechen.

Ich danke euch allen.

Ganz liebe Grüße
Mascha
-August 2012: 6-wöchiger Klinik Aufenthalt in psychosomatischer Klinik wegen Angst- und Panikstörung und Belastungsstörung
-November 2012: Einnahme von Citalopram 20 mg nachdem die Angststörung mich zusätzlich in eine mittelschwere Depression geführt hat
-Sommer 2015, sehr schneller Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten gescheitert, wieder auf 20 mg
-seit Mai 2016: Reduzierung von 20 mg auf 10 mg in 2,5 mg Schritten
-seit Januar 2018: Reduzierung auf 5 mg
-seit März 2018: Jeweils abwechseln 2,5 mg und 5 mg am Tag
-2.06.18: Abrupter Abbruch der Einnahme von einem Tag auf den Anderen, zunächst keine Nebenwirkungen
-seit 6.06.18: extreme Muskelverspannungen, Bruxismus, depressive Verstimmung, Stimmungsschwankung, Weinkrämpfe, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
-16.06.18: Beginn der Einnahme von 2 mg Citalopram mit der Wasserlösmethode nachdem ich mich durch Foreneinträge hier gelesen habe, dennoch oben beschriebe Symptome, wenn nun auch mit guten Episoden zwischendurch
-23.07.: Erhöhung auf 3 mg Citalopram, nach Schlafstörungen und Angstzuständen, keine Besserung
-02.08.: Erhöhung auf 5 mg Citalopram, immer noch Herzrasen, Angstzustände, Kribbeln auf der Haut, Schlafstörungen = alles sehr permanent den gesamten Tag über, manchmal gute Nächte dazwischen und Fenster von guten Stunden
-11.08.: Besserung der Symptome, immer noch strake Schlafstörungen und Unruhe, Herzklopfen. Aber wenig Angstzustände und Stimmung viel besser.

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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von yberion45 » Freitag, 29.06.18, 10:06

Hey Macha,

Natürlich soll Sport kein Zwang sein, Sondern Spaß machen und es gilt natürlich wenn man es nicht schafft an einem Tag ist es auch egal.

Für Zwangsstörung gibt's ein Spruch den kann man gut Übertragen :
Man darf den Zwang nicht mit einem anderen Zwang ersten. Also nur Sport wenn es dir Spaß macht, alles andere wäre Zwang und ineffective.

Ich wünsche dir viel Glück und du schaffst das ganz bestimmt
LG yberion
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20.12.2017 - 5mg:15 mg Citalopram Nw besser, zwei Tage müde
02.02.2018 -5mg: 10 mg keine Symptome kaum Nebenwirkungen keine Gedanken
06.02.2018 mir geht es Super keine Symptome fast keine NW Wohlfühldosis
07.02.2018 Nebenwirkungen wieder da aber abgeschwächt als bei 15 mg sonst ganz gut keine Gedanken

09.02.2018 Mir geht es super, keine Symptome und die Nebenwirkung sind noch da, aber sehr erträglich
17.02.2018 keine Absetz Symptome, Nebenwirkungen sehr schwach
20.02.2018 immer noch keine absetz Symptome, Nebenwirkungen da
01.03.2018 keine Absetz Symptome bekommen seid 3 Tagen sind die Nebenwirkungen gesunken. Ich vermute es liegt daran, dass ich jetzt jeden Tag jogge
05.03.2018 immer noch keine Probleme, aber Nebenwirkungen wieder etwas stärker. Keine Gedanken. Kann kaum abwarten bis zur nächsten Reduktion
23.03.2018 - 5mg: 5 mg mal sehen wie es wird bis jetzt ist nichts, aber auch zu früh
04.04.2018 Noch keine Symptome, mir geht es Super und die Nebenwirkung sind sehr gering. Von meiner Grunderkrankung keine Spur
10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
05.04.2018 seid heute 0 mg
28.04.2018 folgende Absetz Symptome sind verschwunden:
Übelkeit und Schwindel
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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von Lithium » Freitag, 29.06.18, 15:24

MaschaV hat geschrieben:
Freitag, 29.06.18, 9:27
Danke Yberion!

Mir hilft Sport auch, aber ich beobachte, dass ich mich zu oft zwinge etwas Sportliches zu machen.
Oder wenn ich es nicht schaffe, mir Vorwürfe mache und denke: dann bin ich ja auch selbst Schuld, wenn es mir schlecht geht.

Ich muss auf so was, denke ich, wirklich Acht geben.
Mit hilft es dabei zu wissen, dass ich eben NICHT Schuld bin und es Absetzsymptome sind. Und es hauptsächlich Zeit braucht. Das hilft mir aus meinem perfektionistischen Teufelskreis auszubrechen.

Ich danke euch allen.

Ganz liebe Grüße
Mascha
Hi Mascha,

bei mir wirkt Sport wirklich sehr gut. Ich hab bis jetzt gegen Depression Mirtazapin, 5-HTP und Johanniskraut ausprobiert. Aber nichts hat bei mir so gut funktioniert wie Sport. Aber ich glaube, dass ich den Vorteil habe dass mir mein Gehirn immer sofort ein sehr gutes Feedback auf den Sport gibt und mich Sport wirklich sehr entspannt. Außerdem wird sinnloses Grübeln eigentlich immer recht schnell gestoppt und man bekommt den Kopf frei. Aber ob jemand viel Sport machen will und kann ist natürlich eine sehr individuelle Sache.

Was mir für die Motivation immer sehr hilft ist wenn ich mir ein Ziel setze. Beispielsweise könntest du irgendwo in der Stadt/Dorf einen 10km Lauf mitmachen (glaub mir dass macht mehr Spaß als nach was es sich anhört :D )oder so. Dann überlegest du dir wie du darauf hin trainieren könntest und wieviel Zeit du für Sport investieren möchtest und dann kann man sich einen Trainingplan im Internet suchen. Es ist schön durch ein Ziel und ein Hobby abgelenkt zu werden und nebenbei auch noch was für die Gesundheit zu tun. Aber wenn du körperliche Absetzsymptome hast dann muss man das natürlich vorsichtig machen.

Leider ist es beim Sport auch bei mir so dass ich manchmal meinen inneren Schweinehund überwinden muss. Das gehört irgendwie dazu.

Aber jeder Mensch ist anders. Bei mir funktioniert es wunderbar und ich hab auch genug Motivation und bei manchen ist es eben anders.

Liebe Grüße

Lithium :)
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2004 Frühjar: Absetzen Mirtazapin auf 0 innheralb von 2 Wochen. 4 Tage sehr starke Absetzsymptome danach alles bestens
2004 Winter: Mirtazapin 30mg
2007 Herbst: Mirtazapin 45mg
2008 Frühjahr: Mirtazapin 30mg
2012 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 1,5 Monaten auf 7,5mg. Sehr stakre Absetzsymptome bei 7,5mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 30mg
2012 Herbst: Mirtazapin 45mg
2013 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten auf 15mg. Sehr stakre Absetzsymptome bei 15mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 45mg
2014 Herbst: Zusätzlich phasenweise 5 HTP 50mg - 150mg bis zum heutigen Tag. Aber generell keine Probleme wenn auf 0mg reduziert wird.
2017 Sommer: Cannabidiol manchmal am Abend
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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von Lithium » Freitag, 29.06.18, 15:40

MaschaV hat geschrieben:
Mittwoch, 27.06.18, 23:05

Ich weiß, dass ich mir gemeinhin ziemlich viel zumute und immer von mir verlange "normal" zu sein, also belastbar und funktionierend.
Gerade bin ich im Urlaub mit meinen Eltern und mache mir Vorwürfe, dass es mir so miserabel geht, wo es mir doch gut gehen sollte, weil ich doch mal entspannen kann.

Mascha

Das kommt mir alles sehr bekannt vor. Auch mit dem Urlaub. Wir fahren einmal im Jahr zusammen mit der ganzen Familie in den Urlaub. Es kann super werden, es kann aber auch verdammt anstrengend werden. Und in was ich für einer Stimmung ich sein werde ist auch immer das große Fragezeichen 8-)
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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von Melli1989 » Freitag, 29.06.18, 17:26

Hallo Macha,

ich wollte dir auch noch einmal Mut aussprechen!

Ich kenne es, wenn nach einem Absetzversuch wieder depressive Symptome auftreten. Das Gleiche hatte ich nach meinem Absetzversuch mit Mirtazapin und musste auch wieder eindosieren. Zum Glück ging es danach wieder besser.

Ich kann auch genau nachvollziehen, dass Gespräche mit Leuten, die deine Situation nicht nachvollziehen können, einen zusätzlich runter ziehen. Das ging mir auch so. Ein bisschen getröstet haben mich dann Gespräche mit Verwandten, die auch schon Depressionen hatten und das alles auch verstehen können. Und wo man quasi selbst sieht, dass es irgendwann wieder besser wird.

Wie du deine Symptome beschreibst, klingt es schon sehr schlimm. In deiner Signatur sehe ich, dass du mit 5mg noch sehr stabil warst. Vielleicht wäre es eine Idee noch ein paar Tage zu warten und wenn es nicht besser wird, doch wieder auf 5mg hoch zu gehen?

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das keine einfache Entscheidung ist, wenn man eigentlich absetzen möchte. Aber ein Scheitern ist es auch nicht! Wenn es dir wieder besser geht, kannst du es gestärkt wieder versuchen. Ich bin kein Profi und will hier keine Empfehlung aussprechen. Aber zumindest darüber nachdenken könnte man.

Ganz liebe Grüße
Melli

PS: Wenn du ein gutes Verhältnis zu deinen Eltern hast und gerade mit ihnen im Urlaub bist, dann rede ruhig darüber. Mir haben Gespräche und tröstende Worte meiner Eltern auch geholfen.
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Sept. 2017: erneut depressive Symptome mit starken Schlafstörungen, 7,5mg Mirtazapin, zum Jahresende eigenständig versucht abzusetzen, danach schlimme depressive Symptome
Jan. 2018 - 08.05.2018: 30mg Citalopram, 15mg Mirtazapin
09.05.18 - 07.06.18: 30mg Citalopram, 7,5mg Mirtazapin, keine Probleme
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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von MaschaV » Freitag, 29.06.18, 22:07

Vielen Dank an euch yberion, Lithium und Melli

für die Ratschläge und aufmunternden Worte!
Und alle vorherigen Beiträge natürlich auch.

Dieses Forum ist für mich gerade ein wichtiger Anker und gibt mir Hoffnung und Kraft.

Wenn ich die negativen Gefühle einfach zulasse, auch wenn ich denke ich halte das nicht aus, geht es mir wirklich sehr viel besser.
Ich muss das aber üben wie ein neues Instrument erlernen, haha. Das ist wirklich neues Terrain, ich konnte noch nie gut mit meinen Gefühlen.

Eine Frage hätte ich an Melli (oder jemand anderen, wenn sich jemand berufen fühlt :))

Ich werde es noch mal etwa 2 Wochen bei der Dosis belassen von 2 mg mit der Wasserlösmethode, weil ich diesen Ratschlag hier gelesen habe.
Wenn ich danach hoch dosieren möchte, mache ich das auch in Schritten? Und wie sehen die dann aus? Jede Woche 1 mg oder wie macht man das? Ist das auch Stress für das Nervensystem?

Und eine Frage hätte ich noch zur Wasserlösmethode, vielleicht kennt sich ja jemand von euch damit aus:
Ich mache es genau nach der Anleitung, die ich hier gelesen habe und ich habe auch das tolle Video (Lob!) hier angeschaut. Ich rühre die Lösung auch immer fleißig, bevor ich die Spritze aufziehe. Aber ist damit eine exakte Dosis tatsächlich möglich? Ich kann mir mit bei diesen im Wasser schwebenden Partikelchen kaum vorstellen, dass sie komplett gleichmäßig im Wasser schwimmen. (Entschuldigt, da kommt die skeptische Perfektionistin in mir hoch ;))
Und ich muss ja darauf achten, dass die Dosis konstant bleibt. Kann man sich darauf wirklich zu 100 % verlassen?

----
Ich habe in den letzten 1,5 Jahren in gewissen Zeitabständen große gesundheitliche Probleme gehabt und immer gedacht, das kann doch nicht sein in meinem Alter. Ich dachte, mein Körper ist ein Wrack. Stärkste Beckenbodenverspannungen, die Blasenschmerzen verursacht haben, eine Gastritis, die einfach nicht ausheilen wollte, der starke Bruxismus. Ich hatte starke Beschwerdephasen immer mehrere Monate, bis sie genauso schnell gegangen sind, wie sie gekommen waren. Ich bin zu jedem Facharzt gerannt und keiner konnte mir helfen. Ich dachte ich habe halt ne psychosmatische Macke und habe die Schuld bei mir gesucht. Ich hätte nie meine Reduktion des Citalopram damit in Verbindung gebracht. Wahnsinn.
Toll, dass ich dieses Forum und euch gefunden habe.

Ganz liebe Grüße an euch
Mascha
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-August 2012: 6-wöchiger Klinik Aufenthalt in psychosomatischer Klinik wegen Angst- und Panikstörung und Belastungsstörung
-November 2012: Einnahme von Citalopram 20 mg nachdem die Angststörung mich zusätzlich in eine mittelschwere Depression geführt hat
-Sommer 2015, sehr schneller Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten gescheitert, wieder auf 20 mg
-seit Mai 2016: Reduzierung von 20 mg auf 10 mg in 2,5 mg Schritten
-seit Januar 2018: Reduzierung auf 5 mg
-seit März 2018: Jeweils abwechseln 2,5 mg und 5 mg am Tag
-2.06.18: Abrupter Abbruch der Einnahme von einem Tag auf den Anderen, zunächst keine Nebenwirkungen
-seit 6.06.18: extreme Muskelverspannungen, Bruxismus, depressive Verstimmung, Stimmungsschwankung, Weinkrämpfe, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
-16.06.18: Beginn der Einnahme von 2 mg Citalopram mit der Wasserlösmethode nachdem ich mich durch Foreneinträge hier gelesen habe, dennoch oben beschriebe Symptome, wenn nun auch mit guten Episoden zwischendurch
-23.07.: Erhöhung auf 3 mg Citalopram, nach Schlafstörungen und Angstzuständen, keine Besserung
-02.08.: Erhöhung auf 5 mg Citalopram, immer noch Herzrasen, Angstzustände, Kribbeln auf der Haut, Schlafstörungen = alles sehr permanent den gesamten Tag über, manchmal gute Nächte dazwischen und Fenster von guten Stunden
-11.08.: Besserung der Symptome, immer noch strake Schlafstörungen und Unruhe, Herzklopfen. Aber wenig Angstzustände und Stimmung viel besser.

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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von Kimeta » Samstag, 30.06.18, 7:46

Liebe Mascha,
MaschaV hat geschrieben: Wenn ich danach hoch dosieren möchte, mache ich das auch in Schritten? Und wie sehen die dann aus? Jede Woche 1 mg oder wie macht man das? Ist das auch Stress für das Nervensystem?
Ja, auch Hochdosieren ist Stress. Deshalb bitte in kleinen Schritten. Und vor allem keine Pläne machen :wink: , sondern immer nach der aktuellen Situation richten. Ich würde, wenn Du es aushalten kannst, nicht jede Woche höherdosieren, sondern Dir etwas mehr Zeit geben, wenn nicht, vorher hier Rat holen.
MaschaV hat geschrieben:Aber ist damit eine exakte Dosis tatsächlich möglich? Ich kann mir mit bei diesen im Wasser schwebenden Partikelchen kaum vorstellen, dass sie komplett gleichmäßig im Wasser schwimmen. (Entschuldigt, da kommt die skeptische Perfektionistin in mir hoch ;))
Ich bin auch "skeptische Perfektionistin" (schöne Definition, merke ich mir) und hatte dasselbe Problem. Offen gesagt, bin ich immer noch skeptisch, auch wenn Jamie, in deren Kompetenz ich vollstes Vertrauen habe, sich ihrer Sache sicher ist.

Den Zwiespalt habe ich für mich so gelöst: Ich nehme so viel wie möglich standardisiert ein (in meinem Fall Tropfen) und nur einen kleinen Teil per Wasserlöse-Methode. Ich weiß nicht, welches die kleinste Dosierung bei Deinen Medikamenten ist, aber vielleicht ist das so ähnlich auch bei Dir möglich. Und ich suche noch, ob ich eine andere Methode finde, z.B. mit Löschpapier einen halben Tropfen abnehmen (ja, echt, solche Gedanken mache ich mir....) oder, etwas einfacher, sich in der Apotheke die gewünschte Dosierung herstellen lassen.

Mental beruhige ich mich damit, dass es viele Leute schaffen, mit der Wasserlösemethode abzudosieren, es muss also funktionieren.
MaschaV hat geschrieben: Toll, dass ich dieses Forum und euch gefunden habe.
Das denke ich auch immer wieder :group: .

Viele Grüße
Kimeta
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- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013. Aktuell seit 23.10.2017: 2,5 mg.
- 06/2018: Verdacht auf Histaminintoleranz nach Blutuntersuchung.
- Im Rahmen der Auslassdiät Verdacht auf Salicylatintoleranz (eigene Beobachtungen)

Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:

Lithium
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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von Lithium » Samstag, 30.06.18, 10:43

MaschaV hat geschrieben:
Freitag, 29.06.18, 22:07
Ich kann mir mit bei diesen im Wasser schwebenden Partikelchen kaum vorstellen, dass sie komplett gleichmäßig im Wasser schwimmen. (Entschuldigt, da kommt die skeptische Perfektionistin in mir hoch ;))
Und ich muss ja darauf achten, dass die Dosis konstant bleibt. Kann man sich darauf wirklich zu 100 % verlassen?

Also zu 100% wird man sich nicht darauf verlassen können. Ich arbeite in einem Labor und hab auch in der pharmazeutischen Herstellung gearbeitet. Meine Sichweise darauf ist so:

Die Wasserlösemethode hat das große Problem dass sich der Wirkstoff nicht in Wasser löst im Sinne einer echten Lösung (wie eine Salz oder Zuckerlösung). Es handelt sich um eine Suspension (Feststoff/Wasser Gemisch) welches man eigentlich wenn man streng ist bei einer pharmazeutischen Herstellung nicht aliquotieren darf (aliquotieren bedeutet das Aufteilen eines Stoffes in mehrere kleinere Mengen mit der Annahme dass die kleineren Mengen exakt diesselbe Zusammensetzung wie die Ausgangsmenge hat). Aber ich glaube die Genauigkeit ist für uns völlig ausreichend wenn man gut genug rührt und nach dem Rühren schnell genug die Spritze benutzt.

Ich werde mir glaub ich eine Feinwaage (0.001g) kaufen und erst bei ganz kleinen Mengen (unter 5mg) die Wasserlösemethode.

Viele Grüße

Lithium
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LinLinaOlli2018MaschaVpadma
2003 Herbst: Diagnose Saisonale Depression 30mg Mirtazapin
2004 Frühjar: Absetzen Mirtazapin auf 0 innheralb von 2 Wochen. 4 Tage sehr starke Absetzsymptome danach alles bestens
2004 Winter: Mirtazapin 30mg
2007 Herbst: Mirtazapin 45mg
2008 Frühjahr: Mirtazapin 30mg
2012 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 1,5 Monaten auf 7,5mg. Sehr stakre Absetzsymptome bei 7,5mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 30mg
2012 Herbst: Mirtazapin 45mg
2013 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten auf 15mg. Sehr stakre Absetzsymptome bei 15mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 45mg
2014 Herbst: Zusätzlich phasenweise 5 HTP 50mg - 150mg bis zum heutigen Tag. Aber generell keine Probleme wenn auf 0mg reduziert wird.
2017 Sommer: Cannabidiol manchmal am Abend
2018 Januar: 1. Absetzversuch von Mirtazapin mit sehr langsamen Reduktionsschritten.
05.02.18 44mg Mirtazapin
19.02.18 43mg Mirtazapin
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19.03.18 41mg Mirtazapin
02.04.18 40mg Mirtazapin
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30.04.18 38mg Mirtazapin
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28.05.18 35mg Mirtazapin
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25.06.18 33mg Mirtazapin
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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von Melli1989 » Sonntag, 01.07.18, 20:44

Hallo Macha,

wie gesagt, ich bin auch kein Experte was die beste Art und Weise ist auf- bzw. abzudosieren. Aber ich finde deinen Vorschlag um 1mg zu erhöhen gut. Und dann würde ich mindestens 2 Wochen abwarten, ob sich die Symptome bessern und danach evtl. weiter aufdosieren.

Vielleicht noch mal ein generelles Statement: Ich finde es bei dieser ganzen Geschichte auch sehr wichtig auf seinen eigenen Körper zu hören und gerade wenn man bereits einige Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht hat, kennt man den oft ziemlich gut. Ich weiß bei mir zum Beispiel aus der Vergangenheit, dass mein Körper nach der Einnahme eigentlich immer spätestens 4-5 danach darauf reagiert hat. Und bei einer Reduktion genauso. Natürlich muss das nicht bis an mein Lebensende so bleiben, aber aufgrund meiner Erfahrung vertraue ich natürlich darauf und kann auch etwas schneller als nach 2 Wochen bereits sagen, dass eine Aufdosierung eventuell noch nicht den erwünschten Effekt hat auch wenn das eigentlich eine zu geringe Wartezeit ist.

Was ich damit sagen will: Du kennst dich und deinen Körper am besten. Wir können dir hier Hinweise geben, aber höre vor allem auch dich und deinen Körper.

Ganz liebe Grüße und hoffentlich bald Besserung
Melli
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Sept. 2017: erneut depressive Symptome mit starken Schlafstörungen, 7,5mg Mirtazapin, zum Jahresende eigenständig versucht abzusetzen, danach schlimme depressive Symptome
Jan. 2018 - 08.05.2018: 30mg Citalopram, 15mg Mirtazapin
09.05.18 - 07.06.18: 30mg Citalopram, 7,5mg Mirtazapin, keine Probleme
07.06.18 - 20.06.18: 30mg Citalopram und 0mg Mirtazapin
21.06.19: 30mg Citalopram und 7,5mg Mirtazapin
Seit 22.06.19: 30mg Citalopram und 3,75mg Mirtazapin

MaschaV
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Re: MaschaV: Verzweiflung nach Absetzen von Citalopram

Beitrag von MaschaV » Donnerstag, 19.07.18, 13:02

Hallo ihr Lieben!

Ich muss mich kurz rückmelden und um Rat bitten:

Mir ging es die letzten Wochen etwas besser. Ich bin konstant auf 2 mg mit der Wasserlösmethode geblieben und habe auf mich geachtet (Stress und Überforderung im Rahmen halten) und es ging mir ganz okay. Nicht ganz stabil, aber mit guten Phasen.

Seit einigen Tagen geht es nun rapide bergab. Obwohl meine Stress Phase gerade überwunden ist, habe ich massive Schlafprobleme, soll heißen: Es gibt Nächte, in denen ich gar nicht schlafe. Ich bin so todmüde, aber ich habe so eine diffuse Angst im Bauch und Brustkorb und sobald ich einschlafen will, schrecke ich so auf. Sobald ich merke, dass ich in den Schlaf gleite, gibt es irgendeinen Alarm in mir.

Ich habe jetzt schon alles versucht von einfach Aufstehen, was anderes machen, sich ablenken, Progressive Muskelentspannung, Atemübungen, pflanzliche Präparate zum Schlafen, ich komme aus diesem Teufelskreis aber nicht raus.

Auch tagsüber habe ich jetzt diese Beklemmung und Unruhe im Brustkorb, dabei dachte ich meine Angst- und Panikstörung längst im Griff zu haben. Diese Schlafstörungen mit 0 h Schlaf kenne ich aus den schlimmsten Phasen von früher.

Das zermürbt mich wirklich sehr.


Nun zu meiner Frage:

Ich bin nun am überlegen das Citalopram mit der Wasserlösmethode etwas nach oben zu schrauben.
Was würdet ihr da empfehlen? Auf 3 mg hochgehen erstmal? Und wie lange soll ich dann warten, bis ich wieder hoch dosiere?

Ich danke euch für eure Empfehlungen.
Ganz liebe Grüße

Mascha
-August 2012: 6-wöchiger Klinik Aufenthalt in psychosomatischer Klinik wegen Angst- und Panikstörung und Belastungsstörung
-November 2012: Einnahme von Citalopram 20 mg nachdem die Angststörung mich zusätzlich in eine mittelschwere Depression geführt hat
-Sommer 2015, sehr schneller Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten gescheitert, wieder auf 20 mg
-seit Mai 2016: Reduzierung von 20 mg auf 10 mg in 2,5 mg Schritten
-seit Januar 2018: Reduzierung auf 5 mg
-seit März 2018: Jeweils abwechseln 2,5 mg und 5 mg am Tag
-2.06.18: Abrupter Abbruch der Einnahme von einem Tag auf den Anderen, zunächst keine Nebenwirkungen
-seit 6.06.18: extreme Muskelverspannungen, Bruxismus, depressive Verstimmung, Stimmungsschwankung, Weinkrämpfe, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
-16.06.18: Beginn der Einnahme von 2 mg Citalopram mit der Wasserlösmethode nachdem ich mich durch Foreneinträge hier gelesen habe, dennoch oben beschriebe Symptome, wenn nun auch mit guten Episoden zwischendurch
-23.07.: Erhöhung auf 3 mg Citalopram, nach Schlafstörungen und Angstzuständen, keine Besserung
-02.08.: Erhöhung auf 5 mg Citalopram, immer noch Herzrasen, Angstzustände, Kribbeln auf der Haut, Schlafstörungen = alles sehr permanent den gesamten Tag über, manchmal gute Nächte dazwischen und Fenster von guten Stunden
-11.08.: Besserung der Symptome, immer noch strake Schlafstörungen und Unruhe, Herzklopfen. Aber wenig Angstzustände und Stimmung viel besser.

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