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Vanlafaxin absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Miriam1110
Beiträge: 5
Registriert: Montag, 27.08.12, 8:32

Vanlafaxin absetzen

Beitrag von Miriam1110 » Montag, 27.08.12, 11:39

Hallo!

Mein Name ist Miriam, ich bin 32 Jahre alt, 2 Kinder.
Aufgrund einer mittelschweren Depression habe ich 2008 ein paar Wochen Citalopram bekommen, aber dann wieder abgesetzt, da ich keine Wirkung feststellen konnte. Da es mir dann Anfang 2009 immer schlechter ging, hat mein Arzt mir seinerzeit nochmal Citalopram gegeben in höherer Dosis. Damit ging es mir dann tatsächlich besser, allerdings hat es mich sehr müde gemacht. In Konsequenz bekam ich dann Venflaxin 150 mg Kapseln und damit ging es mir dann nochmal besser.
In letzter Zeit hat mein Hausarzt daher ein wenig darauf gedrängt das Mittel jetzt auch mal abzusetzen. Ich habe das eine Weile aufgeschoben, da ich es schon eher unangenehm fand Citalopram abzusetzen damals und ich ein vergleichsweise ausgeplantes Leben führe und mir Fehlzeiten nicht erlauben kann. Nun habe ich aber schon vor ein paar Monaten begonnen das Venflaxin immer weiter zu reduzieren und das klappte eigentlich sehr gut anfangs (150mg-dann 115mg-75mg-37,5mg....je nach Befinden habe ich das gemächlich runterdosiert).

Jetzt hänge ich aber fest, denn ich nehme jeden Tag 1/4 Tablette der 75mg= in etwa also 20mg, was relativ unexakt ist, da es dafür keine Bruchpforte gibt. Ich bekomm die Tablette also nicht kleiner geschnitten. Wenn ich diese Dosis aber weglasse, geht es mir RuckZuck schlecht. Am gleichen Tag geht es noch, aber schon am 2.Tag fühle ich mich total benebelt, dann kommt Schwindel hinzu, Sehstörungen (als wenn man Probleme beim scharf stellen hat).
Andererseits bin ich abeer auch genervt, da ich seitdem ich die Tablette habe, anstatt der Dauerkapsel, an Gewicht zulege. Ich versuche jetzt seit einem Monat das konventionell zu stoppen (moderat essen, jeden Tag eine halbe Stunde Sport), aber ich nehme dabei sogar noch weiter zu. Ich vermute, dass es da einen Zusammenhang gibt und würde die Venflaxin daher jetzt wirklich gerne mal los.

Ich erhoffe mir vom Forum, dass ich in den alten Threads/Erfahrungen oder auch von jetzigen Usern Hinweise bekomme, wie ich am Besten weiter vorgehe....

MFG Miriam
Neigung zu Depressionen schon seit Kindheit an

Febr. 2008: Citalopram 20 mg, keine ausreichende Wirkung
Juli 2008: Citalopram plötzlich abgesetzt auf Anraten einer Ärztin: heftige Absetzerscheinungen
August 2008: Citalopram schleichend abgesetzt, das ging recht gut
Oktober 2008: Beginn der Gesprächstherapie (bis heute)

Dezember 2008: zunehmende Verschlechterung der Depressionen
Januar 2009: Citalopram 60 mg, gute Wirkung, aber starke Müdigkeit, Einschlafattacken
Frühling 2009: Venflaxin 120 mg, gute Wirkung, keine Nebenwirkungen

Frühling 2012: langsames Absetzen des Venflaxin, gemächlich bis Anfang November 2012

Januar 2013: erneut mittelstarke depressive Episode, aber mit leicht bessernder Tendenz (sehr wahrscheinlich Reaktion auf traumatisches Erlebnis Sept.2012- darauf kann halt auch die Gesprächstherapie nicht vorbereiten)

Das-kleine-Runde

Re: Vanlafaxin absetzen

Beitrag von Das-kleine-Runde » Montag, 27.08.12, 12:02

Liebe Miriam :) ,

herzlich willkommen. :)
Nun habe ich aber schon vor ein paar Monaten begonnen das Venflaxin immer weiter zu reduzieren und das klappte eigentlich sehr gut anfangs (150mg-dann 115mg-75mg-37,5mg....je nach Befinden habe ich das gemächlich runterdosiert).
Bist Du mit diesen Schritten problemlos zurecht gekommen?
Jetzt hänge ich aber fest, denn ich nehme jeden Tag 1/4 Tablette der 75mg= in etwa also 20mg, was relativ unexakt ist, da es dafür keine Bruchpforte gibt. Ich bekomm die Tablette also nicht kleiner geschnitten. Wenn ich diese Dosis aber weglasse, geht es mir RuckZuck schlecht. Am gleichen Tag geht es noch, aber schon am 2.Tag fühle ich mich total benebelt, dann kommt Schwindel hinzu, Sehstörungen (als wenn man Probleme beim scharf stellen hat).
Hmmm, von 20 mg auf Null vertragen eher Roßnaturen... :lol:
Laß Dir statt Tabletten Retardkapseln in 37,5 mg-Dosierung verschreiben, die viele Kügelchen enthalten, das Original-Trevilor ist gut geeigent, denn es enthält viele Kügelchen, keine Mini-Pillen wie manche Generika.

So kannst Du mit der Kügelchen-Methode individuell dosieren - Kapsel auf, entsprechende Anzahl Kügelchen entnehmen, Kapsel wieder verschließen und einnehmen.
Retardkapseln haben auch den Vorteil, daß der Wirkspiegel konstanter bleibt.

Zum Thema Gewicht kann ich Dir wenig raten, Venlafaxin verursacht selten Gewichtszunahme.

Hier kannst Du Dich einlesen: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=6456

Alles Liebe
Rundi :hug:

Miriam1110
Beiträge: 5
Registriert: Montag, 27.08.12, 8:32

Re: Vanlafaxin absetzen

Beitrag von Miriam1110 » Montag, 27.08.12, 21:29

Danke für das Einstellen und deine Antwort!!!

Ich habe das mit den Kügelchen gestern Abend hier gelesen... sehr interessant! Da ärgere ich mich ja ein wenig über mich selbst, dass ich das Forum hier nicht früher gefunden habe, denn das ist sicherlich verträglicher für mich, wenn man das so machen kann.

Das runterdosieren ging eigentlich recht gut. Problematisch war eher überhaupt auf Tabletten umzusteigen. Die ersten Wochen hatte ich immer so ab 1 Stunde nach der Einnahme stärkeres Unwohlsein, schwer zu beschreiben. Mir kam das so vor, als wenn das Medikament so anflutet und mein Gehirn damit überfordert ist. Zum Mittag hin ging es dann aber wieder und war von daher zu vertreten. Jetzt in der relativ niedrigen Dosis habe ich keine Probleme mehr mit den Tabletten, ausser das die Dosis eben nicht so exakt ist (die Tablette lässt sich halt nicht so gut teilen). Daher habe ich manchmal leichte Absetzbeschwerden (Schwindel, Sehstörungen beim Fokussieren, Unwohlsein).

Ich werde mal meinen Hausarzt kontaktieren, ob er mir die Kapseln in 37,5 mg verschreiben würde... wird nicht ganz unkompliziert werden ihm das schmackhaft zu machen, glaub ich. Ich wusste auch gar nicht, dass es da in der Stärke auch Kapseln gibt. Vielleicht überzeugt ihn das, wenn ich ihm sage, dass ich die Kapseln schliesslich besser vertrage.

Mir leuchtet es nicht ganz ein, was sich die Pharmaunternehmen denn dabei denken.... denn irgendwie kann man die Tabletten doch kaum gescheit niedrig dosieren, wenn man es nicht so mit der Kapsel macht (was man doch eigentlich sonst nicht machen soll?)

Das mit dem Gewicht beobachte ich ja zwangsläufig weiter... ich bin mir aber fast schon sicher, dass es da einen Zusammenhang geben muss (aber nur mit den Tabletten, nicht mit der Kapsel), denn ich neige bislang in meinem Leben gar nicht zum zunehmen und konnte sonst sogar richtig viel Schokolade essen. Und jetzt lass ich das ganze Süsszeug schon seit Wochen weg, mache seit 3,5 Wochen jeden Tag intensiv Sport und nehme immer noch zu :censored: Das macht überhaupt keinen Sinn, denn ich habe schon lange nicht mehr so vorbildlich gelebt.

Danke auf jeden Fall schon einmal! Ich gewinne neue Zuversicht, dass es doch dieses Jahr noch klappen könnte das Venflaxin loszuwerden und vor allem wäre es nett, dass zu schaffen ohne am Stock zu gehen... beim Citalopram ging es ja schliesslich damals auch, als ich es ganz langsam ausgeschlichen habe.
Neigung zu Depressionen schon seit Kindheit an

Febr. 2008: Citalopram 20 mg, keine ausreichende Wirkung
Juli 2008: Citalopram plötzlich abgesetzt auf Anraten einer Ärztin: heftige Absetzerscheinungen
August 2008: Citalopram schleichend abgesetzt, das ging recht gut
Oktober 2008: Beginn der Gesprächstherapie (bis heute)

Dezember 2008: zunehmende Verschlechterung der Depressionen
Januar 2009: Citalopram 60 mg, gute Wirkung, aber starke Müdigkeit, Einschlafattacken
Frühling 2009: Venflaxin 120 mg, gute Wirkung, keine Nebenwirkungen

Frühling 2012: langsames Absetzen des Venflaxin, gemächlich bis Anfang November 2012

Januar 2013: erneut mittelstarke depressive Episode, aber mit leicht bessernder Tendenz (sehr wahrscheinlich Reaktion auf traumatisches Erlebnis Sept.2012- darauf kann halt auch die Gesprächstherapie nicht vorbereiten)

bart123456
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Registriert: Sonntag, 11.12.11, 19:00

Re: Vanlafaxin absetzen

Beitrag von bart123456 » Dienstag, 28.08.12, 2:42

Hallo,
Gewichtszunahme unter Vlf. kann ich bestätigen, ca 10 kg und widererwarten nach dem Entzug noch ein paar kg, wohl durch die ganze Schockolade :) Ebenfalls kann ich die Fokussierstörungen (akkomodationsstörung) bestätigen, bei mir komplett reversibel nach etwa einem Jahr.

Grüße und viel Erfolg
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Das-kleine-Runde

Re: Vanlafaxin absetzen

Beitrag von Das-kleine-Runde » Dienstag, 28.08.12, 10:15

Liebe Miriam :) ,
Die ersten Wochen hatte ich immer so ab 1 Stunde nach der Einnahme stärkeres Unwohlsein, schwer zu beschreiben. Mir kam das so vor, als wenn das Medikament so anflutet und mein Gehirn damit überfordert ist. Zum Mittag hin ging es dann aber wieder und war von daher zu vertrete.
Das ist gut möglich. :) Das habe ich schon öfters gehört.

Hmmm, Du hättest gar nicht auf Tabletten umsteigen müssen. Die Kügelchen-Methode funktioniert erfahrungsgemäß :)
(was man doch eigentlich sonst nicht machen soll?)
Es kommt darauf an, welches Medikament man so handhabt, bei einigen geht tatsächliche die Wirkung verloren.
Allerdings haben es bei Venlafaxin genug Betroffene ausprobiert, um zu wissen, daß es klappt.

Daumen drücke. :)

Alles Liebe
Rundi :hug:

rosalienchen
Beiträge: 275
Registriert: Donnerstag, 31.05.12, 9:45

Re: Vanlafaxin absetzen

Beitrag von rosalienchen » Freitag, 31.08.12, 13:07

hallo auch ich hatte unter einnahme von venlafaxin 15 kg zugenommen, aber habe es im februar abgesetzt und mittlerweile 7 kilo wieder runter gott sei dank. :roll:
mittelschwere Depressionen, Angst und Panik, Sept-Nov. trimiparin, weiss aber nicht mehr genau wieviel, musste es dann absetzen weil ich nicht mit klar gekommen bin,
seit november 2010 venlafaxin 37,5mg
nach 2 wochen hoch auf 75 mg
september 2011 von 75mg runter auf 37,5mg
starke stromstösse, übelkeit, nervosität, traurig, unruhig
genau weiss ich es nicht mehr ich glaube im dezember runter auf 18 mg und im januar auf 12,5mg dann im februar ganz abgesetzt
seitdem alle symptome die es gibt in verschiedenen abständen jeden monat was anderes habe ich das gefühl, seit märz betablocker morgens 25mg abends 25mg, nur mit nebenwirkungen zu kämpfen, seit anfang september nur noch morgens 25 mg, nebenwirkungen lassen langsam nach, seit 3 wochen nur ne viertel metobeta, jetzt seit einer woche nur noch jeden zweiten tag eine viertel metobeta, dann tgl. eine viertel metobeta also12,5mg, jetzt seit weihnachten aufgrund von herzstolpern und einer panikattacke wieder auf 25mg, seit april 2013 nur noch ein krümel also 12 mg metobeta, und ich glaube ich habe das schlimmste überstanden, sicherlich gibt es noch tage wo stundenweise symptome auftreten, aber es ist auszuhalten, ich sage mir immer das geht vorbei und motiviere mich selbst. im juli eine op mit kurznarkose, 2 wochen später kommen alle absetzerscheinungen wieder zurück, jeden tag was anderes, schwindel, üelkeit, frieren, schwitzen, zittern, weinerlichkeit ect
seit 30.10.2013 letzten krümel betablocker abgesetzt, nun medikamentenfrei.. symptome weiterhin stundenweise am tag... frieren, schwindel, muskelzittern, nackenverspannungen und schmerzen, blutdruck sehr niedrig, müdigkeit, stimmungsschwankungen,
Im Februar 2015 werden es 3 Jahre ohne Ad und mein Zustand ist oft einfach katastrophal.

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