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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 28.12.16, 19:02

Liebe Kimeta,
Kimeta hat geschrieben: weil ich immer wieder Phasen habe, in denen ich mich frage, ob das alles wirklich sein kann?? Ein TZA in so niedriger Dosierung, und dann solche Probleme beim Ausschleichen?
Ja, das kann durchaus sein, ich nehme mittlerweile noch viel weniger (1,79 mg) und kann aktuell nur in Schritten von 0,04 mg abdosieren. :schnecke: Bei höheren Dosierungen ging es noch mit größeren Schritten. Meine Startdosis war 12,5 mg, anfangs konnte ich noch um 1 bis 2 mg reduzieren, dann irgendwann nur noch um 0,5 mg, später dann um 0,33 mg, dann 0,25 mg usw. Ich gehe auch noch arbeiten und möchte möglichst arbeitsfähig bleiben, das muss ich auch berücksichtigen. Aber dennoch - selbst bei ganz kleinen Reduktionsschritten - habe ich i. d. R. mit Symptomen zu kämpfen, allerdings sind die bei vorsichtigeren Schritten viel schwächer und halten nicht so lange an.

Vermutlich habe ich auch solch starke Probleme beim Reduzieren, weil ich ja noch den vorherigen Entzug vom Duloxetin (SNRI) mit mir rumschleppe. Erst dadurch habe ich ja mit TZA überhaupt begonnen, weil die Symptome über Monate so unaushaltbar waren. Es fällt auf, dass Betroffene häufig stärker mit dem Abdosieren kämpfen müssen, wenn das ZNS zuvor schon stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ich fürchte, das ist bei Dir durch vorherige Entzugsversuche in gewisser Weise auch so - stärkere Dosis-Auf-und-Abs sind da immer sehr kontraproduktiv.
Kimeta hat geschrieben:Ich habe keinen Thread von Dir gefunden, hast Du einen?
Ich habe einen, den ich aber schon lange nicht mehr pflege. Er heißt "Weg von Cymbalta". Irgendwann hat sich dort alles irgendwie wiederholt, zudem hatte ich eine längere Forumspause. Zu gegebener Zeit werde ich ihn mal wieder auffrischen, kann aber noch etwas dauern. Über die Suche solltest Du ihn eigentlich finden können.

Kimeta, auch ich musste leider die Erfahrung machen, dass auch TZA enorme Schwierigkeiten beim Ausschleichen bereiten können (darüber schreibt übrigens auch Dr. Breggin in seinen Büchern, er macht da keinen nennenswerten Unterschied beim Absetzen zwischen den diversen Substanzklassen). Aber man kommt sicher davon weg, wenn man entsprechend vorsichtig vorgeht. :schnecke: Das sollte man schon seinem Körper zuliebe machen. :)

Liebe Grüße :group:
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 28.12.16, 20:06

falls Interesse besteht, hier ist carlottas Thread: viewtopic.php?f=18&t=7056

Gruß
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von carlotta » Dienstag, 03.01.17, 16:42

Liebe Kimeta,

aus persönlichen Gründen mag ich aktuell meinen Thread nicht pflegen - irgendwann wieder, aber nicht momentan. Ich hoffe, Du verstehst das.

Zu Deiner Frage zu meinem Verlauf hatte ich Dir ja im letzten Post hier schon geschrieben. Wie gesagt kann ich momentan nur in 0,04-mg-Schritten abdosieren (zur Vorgeschichte siehe vorheriger Post), bin allerdings schon ganz weit unten mit der Dosis (bei 1,79 mg). Häufige Symptome bei Reduktionen (mehr oder weniger ausgeprägt, mal kürzer, mal länger) sind Unruhezustände, Magen-Darm-Probleme (mit Krämpfen, Übelkeit, Schwäche, Durchfall), starke Schmerzen im Lendenwirbelbereich (manchmal auch im Schulterbereich), Schlafprobleme etc. Dazu habe ich noch mit diversen Nebenwirkungen zu tun, die mir das Leben schwer machen.

Ich versuche, die Reduktionsschritte so anzupassen, dass ich größtenteils arbeitsfähig bleibe, aber es ist eine Gratwanderung, muss ich sagen.

Was genau möchtest Du noch wissen?

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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Dienstag, 03.01.17, 20:53

carlotta hat geschrieben:aus persönlichen Gründen mag ich aktuell meinen Thread nicht pflegen - irgendwann wieder, aber nicht momentan. Ich hoffe, Du verstehst das.
Liebe Carlotta,

aber natürlich :) . Verstehen zwar nicht, weil ich ja die Hintergründe nicht kenne :wink: , aber das ist egal, ich akzeptiere das selbstverständlich! Du wirst sicher gute Gründe haben.

Viele Grüße
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 04.01.17, 12:56

Hi Kimeta,

aber wie gesagt, Du kannst gerne fragen, wenn Du etwas Bestimmtes wissen möchtest. :)

Liebe Grüße :group:
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Freitag, 13.01.17, 17:21

Hallo Ihr Lieben,

es scheint jetzt langsam aufwärts zu gehen, ich fühle mich etwas besser. Ich bin froh, dass ich die Lösung gefunden habe, nur einen ganz kleinen Teil der Tropfen mit der Spritzenmethode abzumessen und einzunehmen. Vielleicht ist es ja Einbildung, aber ich habe einfach das Gefühl, dass wenn ich meine gesamte Dosis ins Wasser gebe und einen Teil wieder rausziehe, sich meine Tropfen im Wasser nicht verlässlich gleichmäßig genug verteilt haben. Jetzt nehme ich wieder eine relativ gleichbleibende Dosis und die Schwankungen können nur minimal sein. Der Dezember war wirklich ziemlich heftig und ich war sehr verzweifelt, trotz Adventszeit, die ich besonders gern mag. Das war nicht einfach nur eine schlechte Phase, wie ich sie immer mal wieder habe, deshalb dieser Erklärungsansatz.

Ich mache also relativ optimistisch weiter, mit endlich wieder mehr Energie. Mit dem nächsten Absetzschritt warte ich natürlich noch.

Ein schönes Wochenende und viele Grüße
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Donnerstag, 09.02.17, 20:53

Guten Abend an alle,

ich habe mich gut stabilisiert und bin darüber außerordentlich froh. Der Dezember und der Anfang vom Januar waren wirklich gruselig. Nun habe ich am eigenen Leib erlebt, was einige hier so beschreiben - meine Hochachtung für Euer Durchhaltevermögen!

Den nächsten Reduktionsschritt plane ich für Ende Februar.

Viele Grüße
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Sonntag, 14.05.17, 8:37

Einen schönen Sonntagmorgen an alle!

Ich habe soeben folgendes Interview angesehen:

"Migräne und Energiekrisen im Gehirn: So hilft Dir die Ketogene Ernährung - Interview mit Elena Gross": http://www.evolutionradioshow.de/109.

Wer nicht auf unbekannte Seiten klicken will, kann sich das Interview auf Youtube angucken: https://www.youtube.com/watch?v=ch7tl47PnOM.

Elena Gross ist Wissenschaftlerin und selbst von Migräne betroffen. Sie startet diesen Monat eine Studie an der Uniklinik Basel, die den Einfluss von Ketonkörpern auf Migräne untersucht. Dabei erfolgt keine Ernährungsumstellung, sondern es werden Ketone als Nahrungsergänzungsmittel verwendet.

Ich möchte das Interview allen von Migräne geplagten ans Herz legen, es dauert knapp 40 min. Elena Gross erklärt verständlich, aber nicht vereinfacht einen Lösungsansatz bei der Behandlung der Migräne.

Selbst für mich, die ich seit bald 5 Jahren mit dem Thema "kohlenhydratarme Ernährung und Migräne" befasst bin, gab es noch eine wichtige neue Information zum Einfluß der Ketosestärke auf die Migräne. Leider ist der Studienzeitraum sehr kurz, ich denke, dass es mehr Zeit braucht, aber das ist wohl so bei Studien und auch eine Frage des Geldes. Dennoch bin ich sehr froh, dass jemand das Thema angeht, vielleicht kommt es endlich aus der Außenseiter-Ecke raus.

Viele Grüße
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Emilia » Freitag, 01.09.17, 11:20

Liebe Kimeta, :)
Dankeschön für den sehr interessanten Link! Ist ja ziemlich verspätet mit meinem Dankeschön, das so späte Antworten tut mir Leid, ich wollte mich schon längst bei dir bedankt haben.
Es ist so schön, doch immer wieder neue Hoffnung haben zu können bei dieser fiesen Migräne. Jede Attacke ist zu viel und schränkt das Leben ein. Ich hänge gerade in einer heftigen Attacke, ausgelöst durch zwei Nächte hintereinander mit Schlafmangel.
Leider hatte ich Elena Gross nicht ganz verstanden, als es um die Keto- Fettsäuren ging - welche empfielt sie für die Nahrungsaufnahme?

Wie geht es dir jetzt? Ich freue mich, dass du das Doxepin wieder etwas runterdosieren konntest und drücke dir fest alle Daumen, dass du diesen Reduktionsschritt gut verträgst. Ich bewundere deine unendliche Geduld und auch die der vielen anderen hier im Forum.
Ich bin so froh, dass ich vom Doxepin weg bin! Du schaffst das auch. Vor einiger Zeit hatte mir ein Neurologe als Migräneprophylaxe 3 Tropfen Amitriptylin abends empfohlen. Das habe ich sofort abgelehnt. Mir hilft weiterhin die Traditionell Chinesische Medizin, wobei diese wie eine medikamentöse Prophylaxe auch regelmäßig weiter geht und trotzdem Attacken durchkommen aber die Migränefrequenz insgesamt deutlich gesenkt wird.
Herzliche Grüße :hug:
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Juni 2010 Beginn mit Doxepin 25mg 4 Monate >> kurzfristig auf maximal Doxepin 50mg erhöht (wegen fehlender Wirksamkeit) >> ab März 2011 Doxepin 35mg 8 Monate >> ab November 2011 langsames Absetzen wegen fehlender Wirksamkeit geplant:
Doxepin 30mg 3 Wochen >> Doxepin 25mg 6 Wochen >> Doxepin 20mg 4 Wochen >> Doxepin 15mg 16 Tage >> Doxepin 10mg 12 Tage, dann Doxepin 10mg ganz abgesetzt, um eine neue Migräneprophylaxe mit anderem Prärarat zu beginnen, einige Tage nachdem Absetzen traten zunehmend ausgeprägte körperliche und psychische Absetzsymptome auf. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich die Absetzproblematik bei mir. 13 Tage war ich insgesamt ohne Doxepin, habe es dann wieder langsam eindosiert ab Mitte März 2012:
Doxepin 5mg 1Tag >>Doxepin 7,5mg 7 Tage >> Doxepin 9mg 7 Wochen >> Doxepin 8mg 4 Wochen >> Doxepin 7,5mg 5 Wochen >> Doxepin 7mg 6 Wochen >> Doxepin 6mg 5 Wochen >> Doxepin 5mg 4 Wochen >> 4mg 4 Wochen >> 3,5mg 2 Wochen >> 3mg 4 Wochen >> 2mg für 6 Wochen >> 1mg für 2 Monate >> 0,5mg ab Mitte April 2013>> ganz abgesetzt Ende Mai 2013 - juhu ich bin bei 0 !

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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Freitag, 24.11.17, 11:59

Hallo allerseits,

mich beutelt es momentan heftig.

Nach dem letzten Absetzschritt kam wieder das extrem frühe Aufwachen. Ich schlafe ganz normal ein und war dann anfangs nach 2-3, jetzt nach 4-5 Stunden wach und kann nicht mehr einschlafen. Ich höre Podcasts und ab 5 Uhr stehe ich einfach auf. Es ist anstrengend. Weil ich auch mal wieder mit Problemen in meinem Umfeld zu tun habe, die mich sehr beschäftigen, nervös machen und zu Gedankenkreisen führen, habe ich vor ein paar Tagen zu den hier empfohlenen Mitteln Neurexan, Passionsblume etc. gegriffen. Ob es was bringt, kann ich noch nicht sagen, aber ich habe das Gefühl, was zu tun.

Weiterhin hatte ich bei den letzten 4 Absetzschritten 3 mal einen heftigen Infekt mit Krankschreibung, so auch diesmal. Das hatte ich vorher fast jahrzehntelang nicht.

Glücklicherweise habe ich dieses Mal überhaupt nicht unter Kopf- und Augenschmerzen zu leiden, im Gegenteil, die bisherige Woche war komplett schmerzfrei trotz des Herbstwetters. Dafür kam aber mal was Neues: ein nervöser Darm. Es tut nicht direkt weh, ist aber unangenehm, und ich habe manchmal Durchfall. Nicht schlimm, aber neu. Dagegen liege ich mit der Wärmflasche auf dem Sofa und löse Sudokus, das beschäftigt gleich auch meine Gedanken.

Allen ein schönes Wochenende und viele Grüße
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von carlotta » Freitag, 24.11.17, 15:12

Hallo Kimeta,

setzt Du denn immer erst weiter ab, wenn Du Dich ausreichend stabilisieren konntest?

Im unteren Dosisbereich wird das Ausschleichen erfahrungsgemäß um einiges härter. Sämtliche Symptome, die Du schilderst, sind ganz typische Entzugssymptome. Auch die Symptomwechsel sind typisch. Ich würde an Deiner Stelle die Schritte verkleinern (auf 0,33 mg oder 0,25 mg), damit Du auch nachhaltig reduzierst und das ZNS nicht die ganze Zeit so arg angegriffen wird. Gerade die Absetzgrippen zwischendurch (ich schätze mal, dass es sich höchstwahrscheinlich um solche handelt) zeigen, dass das ZNS völlig überfordert ist mit den Schritten.

Bei Problemen im persönlichen Umfeld solltest Du u. U. etwas pausieren, damit nicht noch äußere Trigger alles anheizen.

Ich wünsche Dir, dass es bald wieder aufwärts geht. :)

Liebe Grüße :group:
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Samstag, 25.11.17, 6:01

Liebe Carlotta,

danke für Deinen Beitrag!

Ja, ich setze nur ab, wenn es passt. Der vorletzte Absetzschritt war vor gut 4 Monaten.

Kleinere Schritte wurden mir bereits empfohlen und Empfehlungen, die ich hier erhalte bzw. auch in anderen Threads lese, spielen bei meinen Entscheidungen eine große Rolle. Ich muss allerdings ehrlich sagen, dass ich mit der Wassermethode nicht klarkomme. Zum einen ist mir das zu fummelig, besonders wenn ich unterwegs bin. Zum anderen habe ich kein Vertrauen darin, dass sich meine Tropfen so gleichmäßig auflösen, dass ich eine gleichbleibende Dosis erhalte. Deshalb versuche ich es lieber mit größeren Abständen, solange es noch auszuhalten ist und sich auch wieder einpendelt.

Zwar geht es mir für meine Verhältnisse schlecht, aber ich möchte auch mal relativieren, dass das im Vergleich zu vielen hier Jammern auf hohem Niveau ist. Ich kann meinen Alltag noch relativ normal gestalten und die Symptome sind zu ertragen. Zum Thema Schlafstörungen habe ich hier inzwischen so viel gelernt, dass ich einen Plan hatte, wie ich damit umgehen kann.

Mit den äußerlichen Triggern ist es auch nicht so einfach. Es ist einfach immer irgendwas. Aber auch da helfen mir die Tipps zum Umgang mit belastenden Situationen, die ich im ADFD beim Mitlesen erhalten habe.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende!

Viele Grüße
Kimeta
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Bartschi » Sonntag, 26.11.17, 8:40

Hallo liebe Kimeta,

Ich wollte dir gerne mal von mir als doxepin-mitleidende einen lieben Gruß dalassen. Ja, ich hätte auch nie gedacht, dass ein so altes doxepin einem in den niedrigen Dosen so das Genick brechen kann. Hatte ja auch gedacht, dass ich mein letztes mg einfach weglassen kann.und jetzt muss ich mich in 0,1mg schritten runter kämpfen. Bin jetzt bei 0,65mg und hoffe bzw. gebe alles dafür in ausreichendem Abstand zur Geburt meines Kindes auf null zu sein. Das schlimmste ist wirklich die Schlaflosigkeit. Als ich noch nicht schwanger war hat mir Melatonin wirklich gut geholfen. Jetzt in der Schwangerschaft geht das ja nicht und ich quäle mich mit mehr oder weniger durchwachten Nächten rum. Ist halt schwierig, wenn man auch noch arbeiten geht. Fühle mich durch den Schlafmangel früh dann oft wie besoffen. wie ist denn dein Plan betreffend der Schlaflosigkeit??

Zum Thema gereizter Darm kann ich dir einen Tipp geben. Von Wala gibt es ein Mittel, dass man schon Babys und Kleinkindern geben kann. Es heißt Bolus alba comp., ist ein anthroposophisches Arzneimittel , also naturmedizin und hilft auf sanfte Weise bei Magen Darm Probleme. Funktioniert ähnlich wie heilerde. Das hat meinen genervten Darm immer sehr gut beruhigt.

Da ich die Tropfen von doxepin nicht vertragen habe, gehe ich seit gestern auch mit der Wasserlösemethode vor. Ich muss halt einfach drauf vertrauen, dass ich es richtig mache. Meine feinwaage funktioniert in diesem unteren Bereich nicht mehr zuverlässig.

Ich wünsche dir auch weiterhin viel Kraft.

Viele Grüße
Steffi
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LinLinacarlottapadma
Wegen wiederkehrenden Magenschleimhautentzündungen, seit Nov. 2015 80 mg Pantoprazol (Fehlbehandlung vom Arzt)
Nebenwirkungen: Schlaflosigkeit, Unruhe, Herzrasen, Abgeschlagenheit
Anfang 2016 ZUsammenbruch, da Arzt meinte, das Pantoprazol solle sofort abgesetzt werden->schlimmer Rebound
Wieder einschleichen von 20 mg Pantoprazol Februar 2016
Durch massive Schlafstörungen und Unruhe schießlich seit März 2016 50 mg Doxeopin
April Umstellung auf Esomeprazol und kügelschenweise runter auf 10 mg, anhaltendes Sodbrennen und Magendruck
Seit Mai 2016 langsam runter gegangen mit Doxepin auf 37,5 mg
Erneuter Versuch Doxepin auf knapp 30 mg runter zu bringen fehgeschlagen, sofort Absetzsymptome
Versuch Esomperazol ganz weg zu lassen, endete zweimal in heftiger Magenschleimhautentzündung
Versuch Doxepin auf Tropfen umzustellen, bekommt mir nicht.

Aktuell 23.07. zurück auf 37,5 mg Doxepin in Tablettenform und erstmal wieder stabil werden
Versuch 10 mg Esomeprazol ganz langsam kügelchenweise runter zu kriegen

Seit august 2016 esomeprazol auf 0
Seit Dezember 2017 doxepin nun schrittweise auf 25 mg reduziert
März 2017 Versuch auf 20mg zu gehen mißglückt wegen absetzsyptomen und Infekt
Zurück auf 25 mg
April 2017 Versuch auf 22,5 mg zu gehen, auch missglückt, weil doch noch nicht stabil und wieder Infekt
27.04. wieder zurück auf 25mg und hoffen auf Stabilisierung
15.05.Reduktion um 10% mit feinwaage auf 22,5mg ( ersten zwei Tage kaum Probleme, nun erkältungsähnliche Symptome)-Symptome durchgehalten, nach vier Tagen Besserung
Ende Mai 2017 Blutbild sehr schlecht, Leukozyten und granulozyten viel zu niedrig und dürfen nicht weiter sinken - doxepin der Auslöser dafür- Ärzte raten dringend zum absetzen von doxepin (5mg aller zwei Wochen).
01.06. 2017 erst nochmal kleiner Schritt auf 20mg, um wieder geraden Wert zu haben ( bis auf paar schlechte Nächte gut vertragen)
15.06.2017 runter auf 15mg (bisher ganz okay)
30.06. runter auf 10mg (Kopfschmerzen, leichtes kribbeln im Kopf)
16.07. runter auf 5mg ( bisher nur wieder schlechter Schlaf, ansonsten ganz okay)
Ende Juli auf 2,5mg (kaum absetzsymptome, außer weiterhin so gut wie kein Schlaf)
Anfang August auf 1,25 mg (schritt ganz gut verkraftet)
Anfang Sept. Positiver Schwangerschaftstest (wegen schwangerschaftsübelkeit erst einmal auf der Dosis geblieben)
Mitte Oktober 2017 schritt auf null( nach drei Tagen schlimme Kopfschmerzen und nackenverspannung)
26.10. Nach einer Woche wieder 0,75 mg eindosiert
30.10.2017 nach wie vor Kopfschmerzen trotz wieder eindosierung vor vier Tagen
25.11.2017 auf 0,65 mg ( weiter mit feinwaage, da Probleme mit Wasserlösemethode
Mitte Dezember 2017 auf 0,55 mg (auf doxepin Tropfen umgestiegen und diesen mit der Wasserlösemethode gestreckt)
Ende Dezember 2017 auf 0,45 mg
Anfang/Mitte Januar 2018 auf 0 mg ( ab und an Bissl Kopfweh, wieder schlechter Schlaf, sonst keine absetzerscheinungen)
März2018 weiterhin auf null (seit eiseninfusionen, Eisen war durch die Schwangerschaft total im Keller, Schlaf wieder besser/ ansonsten weiterhin keine absetzerscheinungen
Ende

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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von carlotta » Sonntag, 26.11.17, 16:13

Hallo Kimeta,

die Wasserlösemethode ist nach aller Erfahrung hier gut geeignet zum Anpassen der Dosis und liefert ausreichend genaue Ergebnisse, wenn man einiges dabei beachtet. Auch die Tropfengröße kann bei der Originalflasche mal leicht variieren, wenn man sie nicht immer exakt im selben Winkel hält oder auch wenn mehr Luft in der Flasche ist, weil sie nicht mehr ganz so voll ist. Mit diesen geringfügigen Schwankungen kommt man normalerweise klar, man verstoffwechselt ja auch nicht jeden Tag gleich und sie lassen sich nicht komplett vermeiden.

Ich habe mir übrigens bei dem TZA, was ich ausschleiche, diverse Verdünnungen in der Apotheke anfertigen lassen. Vielleicht wäre das noch eine Alternative?

Es ist schon mal gut, dass Du längere Pausen machst zwischen den Reduktionen. Dennoch bin ich etwas besorgt angesichts der niedrigen Gesamtdosis und der beschriebenen letzten jeweiligen Reaktionen und weiß zudem auch aus eigener Erfahrung, dass gerade in diesem Bereich häufig die wirklich harte Phase beginnt. Wenn Du beim nächsten Schritt direkt von 2,5 mg auf 2 mg gehst, wäre das eine 20-Prozent-Reduktion! Das ist speziell in diesem Bereich sehr sehr viel. Der Sinn des vorsichtigen Ausschleichens ist ja, das ZNS möglichst zu schonen. Damit zwingst Du es allerdings potenziell schon ziemlich in die Knie. Natürlich ist es Deine Entscheidung, aber ich würde darüber wirklich noch mal nachdenken.

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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Dienstag, 28.11.17, 15:47

Liebe Steffi, liebe Carlotta,

danke für Eure Antworten!!

Liebe Steffi,

das Mittel von Wala werde ich ausprobieren, denn die Darmbeschwerden nerven mich langsam.

Bezüglich der Schlafprobleme habe ich hier erlernte Tipps angewendet. Nicht aufregen, nicht aufstehen, sondern liegenbleiben. Falls ich zu unruhig bin, mit Podcasts ablenken. Ich versuche, das Licht nicht einzuschalten.

Weiterhin nehme ich Neurexan und Passionsblume, und obwohl ich eigentlich nicht dran glaube :wink:, scheint insbesondere letzteres zu helfen :D , aber kann natürlich auch Zufall sein. Außerdem trinke ich noch entsprechende Tees.

Dann habe ich mir vorgenommen, mich im Ernstfall, wenn ich zu kaputt bin, krankzumelden, einmal habe ich das auch gemacht. Ich denke, dass ich in Deiner Lage dem Kind höchste Prio geben und weniger/nicht mehr arbeiten würde. Es käme darauf an, welche Auswirkungen der Schlafmangel hat (werde am Wochenende mal Deinen Thread in Ruhe durchlesen). Bei mir geht es noch, ich bin zwar schlapp und müde, aber es wirkt sich z.B. nicht auf meine Stimmung aus.

Ich kam mit den Tropfen anfangs auch nicht zurecht. Dann habe ich es nochmal versucht und kam klar. Bei mir persönlich ist vielleicht vieles "Kopfsache", aber ich kann mir vorstellen, dass man sich auch erstmal an die Inhaltsstoffe gewöhnen muss.

Liebe Carlotta,
eine niedriger dosierte Lösung in der Apotheke anfertigen zu lassen ist eine super Idee, wieso bin ich da nicht selbst drauf gekommen :D , das werde ich in Angriff nehmen! Denn ich würde wirklich gern kleinere Schritte machen, wenn es dafür eine Lösung gibt, die mich überzeugt.

Viele Grüße
Kimeta
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Emilia
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Emilia » Montag, 04.12.17, 18:24

Liebe Kimeta, :)

es tut mir so leid, dass du so doofe und noch dazu andere neue Absetzsymptome hast. Nicht umsonst hatte ich mich damals in der Zeit des Absetzens für eine stationäre Behandlung in der Klinik durchgerungen, danach war ich noch zwei Wochen krank geschrieben. Und das alles hat mir damals ziemlich gut getan bei der vielen Migräne + Absetzsymptomen. Deswegen plädiere ich bei dir eindringlich dafür, dass du ganz ohne schlechtes Gewissen es dir zugestehst, mit einer AU für einen oder auch für einige Tage im Falle von heftigen Symptomen auch mal zu Hause bleiben solltest. Das ganze Absetzen bei dir über diesen langen Zeitraum geht eben nicht spurlos an einem vorbei und die Arbeit ist doch anstrengend und keine Therapie, auch wenn sie zum Teil ablenkt.
Ich hatte übrigens damals immer wieder beim Doxepin-Absetzen heftige Durchfälle, wobei ich auch schon vorher einen sensiblen Darm hatte und die Migräne sich bei mir häufig mit Durchfall bemerkbar macht. Mir hilft gut das Probiotikum Yakult aus dem Supermarkt, andere Probiotika helfen mir nicht, da reagiert wohl auch jeder anders drauf. Schlafprobleme hatte ich auch ganz oft!!! Das schlaucht sehr.
Und auf jeden Fall hilft mir für den Darm immer wieder die TCM-Behandlung bei dem chinesischen Arzt.
Glücklicherweise hatte ich beim Absetzen keinerlei Probleme beim Wechsel Tropfen auf Tabletten und umgekehrt und konnte je nach Situation das eine oder andere einnehmen. Vielleicht kannst du dir deine jeweilige Dosis in der Apotheke nicht nur als Lösung sondern auch als Kapsel herstellen lassen. Ich fand die Kapseln total praktisch, wenn ich unterwegs war.
Gute Besserung wünsche ich dir und all den anderen hier im Forum, die ihr euch noch umherplagen müsst !
Ihr schafft das auch! :hug: Alles alles Gute ! :group:

Herzliche Grüße von Emilia
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Doxepin 30mg 3 Wochen >> Doxepin 25mg 6 Wochen >> Doxepin 20mg 4 Wochen >> Doxepin 15mg 16 Tage >> Doxepin 10mg 12 Tage, dann Doxepin 10mg ganz abgesetzt, um eine neue Migräneprophylaxe mit anderem Prärarat zu beginnen, einige Tage nachdem Absetzen traten zunehmend ausgeprägte körperliche und psychische Absetzsymptome auf. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich die Absetzproblematik bei mir. 13 Tage war ich insgesamt ohne Doxepin, habe es dann wieder langsam eindosiert ab Mitte März 2012:
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Donnerstag, 07.12.17, 18:08

Liebe Emilia, Du treue Seele :hug: ,

so lieb, dass Du mich immer wieder aufmunterst!

Zwischenzeitlich schlafe ich schon wieder 6 bis 6,5 Stunden, bin aber immer noch erschöpft. Ich habe trotz Erschöpfung den Eindruck, dass es von den Absetzsymptomen her besser wird.

Allerdings ist beruflich momentan mal wieder eine Megastress-Phase, das scheint im Advent irgendwie immer so zu sein. Dazu weitere Belastungen - es ist derzeit nicht leicht. Ich versuche, mir ruhige und schöne Momente zu verschaffen und liegen zu lassen, was nicht unbedingt sein muss.

Viele Grüße
Kimeta
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Emilia » Freitag, 08.12.17, 11:09

Liebe Kimeta,
Danke für deine lieben Worte! :hug:
Wie schön, dass du schon mal besser schläfst. Hoffentlich geht's jetzt auch weiterhin bergauf bei dir. Schlaf ist so wichtig gerade bei der Migräneerkrankung. Durch Schlafmangel wird diese bei mir schneller getriggert.
Diese Mega-Erschöpfung kenne ich sehr gut, kommt bei mir durch die Migräne und durch die Wechseljahre. Durch letztere hatte ich auch heftige Schlafprobleme. Mir hilft jetzt insgesamt die Hormonersatztherapie.

Dann halte weiter gut durch bei dem Stress und mach gute möglichst lange Pausen der Entspannung zwischendurch!
Alles Gute und liebe Grüße :group:
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Sonntag, 17.12.17, 8:47

Guten Morgen!

Ich möchte (auch für mich) festhalten, dass ich inzwischen wieder fast normal schlafe und die Darmprobleme fast vollständig aufgehört haben. Dafür sind Migräne und Kopfschmerzen in der üblichen Frequenz zurückgekommen. Ich bin weiterhin erschöpft und die Probleme im privaten Umfeld halten an. Leider haben wir zwischen den Jahren Besuch, auf den ich mich eigentlich sehr gefreut habe, jetzt ist es mir eher zu viel. Ich würde lieber zur Ruhe kommen und ein bisschen nachdenken, aber ich hoffe auch auf Ablenkung und positive Erlebnisse.

Ich wünsche allen einen schönen 3. Advent!

Viele Grüße
Kimeta
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Emilia » Donnerstag, 08.03.18, 17:01

Liebe Kimeta, :hug:

wie geht es dir? Wie läuft inzwischen aktkuell das Absetzen bei dir? Und hoffentlich klappt der Alltag in "Pflichtprogramm + Kür" bei dir so wie du es dir wünschtst!?
Alles Gute und herzliche Grüße :hug:
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