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Alter Schwede stellt sich vor - Cymbalta

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Alter Schwede
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Alter Schwede stellt sich vor - Cymbalta

Beitrag von Alter Schwede » Dienstag, 18.09.12, 9:38

Hallo an euch alle !

Als erstes bitte ich um entschuldigung für mein etwas seltsammes Deutsch.
Ich bin geburtiger Schwede und habe noch mit die feinheiten der Deutsche sprache zu kämpfen.

Ich bin Männlich, geboren 1964 in Schweden. Seit 1993 hier in Deutschland.
Hauptsächlich als Selbstständiger tätig.

Ein teil meiner "geschichte"...

2009 – 07.2011 anschleichender Burnout mit „kleinere“ Zusammenbrüchen
07.2011 Nervenzusammenbruch, Depression, Panikattacken
09.2011 Suizidversuch
09.2011 – 04.2012 Stationäre und TK Theraphie
04.2012 Als Arbeitsunfähig entlassen
04.2012 – Heute Warte auf Aufnahme für weitere Stationäre Behandlung

Medikamente :

Am anfang (Juli - September 2011 ) habe ich Citalopram 40mg 8 Wochen genommen.
Ich war zu der Zeit zuhause und es ging mir nur schlechter und schlechter.

Nach mein Suizid versuch habe ich vieles ausprobiert.
Unter anderem : Dipiperon, Valdoxan, Mirtazapin, Lorazepam / Tavor, Seroquel, Atosil, Cymbalta und jetzt Elontril
Oft auch als kombination von den oben genannten.

Habe bis jetzt fast nur nebenwirkungen zu spüren bekommen. Und die waren zum teil stark.

Die letzten 5 Monaten habe ich Cymbalta 90mg + Mirtazapin 30mg zum Schlafen genommen und da waren die nebenwirkungen am wenigsten.
Eine deutliche "wirkung" habe ich bis heute nicht gespürt. Wenn überhaupt bin ich jetzt etwas stabiler als vorher.


Jetzt versuche ich ein wechsel von Cymbalta 90mg (+ Mirtazapin 30mg zum Schlafen ) auf Elontril 150mg + Mirtazapin 30mg zum Schlafen

Von mein Artzt bekam ich folgender Plan :
ab 03.09.2012 150mg Elontril
03 - 08.09.2012 60mg Cymbalta
09 - 14.09.2012 30mg Cymbalta
ab 15.09.2012 0mg Cymbalta

Ich bin jetzt seit 3 Tagen jetzt ohne Cymbalta.

Da es mir sehr schlecht geht habe ich im internet gesucht, und euch hier gefunden.
Von das was unter Absetzsyndrom hier beschrieben wird habe ich sehr viele von den gelisteten punkte.

Es ist schön zu wissen das ich nicht alleine bin.

Ich freue mich sehr auf ein austausch mit euch.

Beste Grüsse

Der Alte Schwede
Symptome: (Burnout, Suizidversuch); Diagnose: (Mittelgradige bis Leichte depressive Episode)
Medikation: (Citalopram 40mg, 2 Monate) (>>) (Dipiperon, Valdoxan, Mirtazapin, Lorazepam / Tavor, Seroquel, Atosil) >> (Cymbalta 90mg, 8 Monate)
Zusätzlich: (Mirtazapin 30mg, Start Juli 2012 (Einschlafhilfe)); ( Ramipril 2,5mg, Start März 2012 ( Gegen hohes Blutdruck )); ( Lorazepam 2-4mg, Start 09.2011 ( Bedarfsmedikament, Einschlafhilfe ))

Absetzverlauf wegen umstellung auf Elontril (03.09.2012, Cymbalta 90mg): (5 Tage 60mg) (>>) (5 Tage 30mg) (>>) ( Danach 0mg)
Ab 19.09.2012 wieder auf 30mg wegen starkes absetzsyndrom.

Das-kleine-Runde

Re: Alter Schwede stellt sich vor

Beitrag von Das-kleine-Runde » Dienstag, 18.09.12, 10:07

Hallo Alter Schwede :) ,

herzlich willkommen und danke für Deine freundlichen Worte :)

Puh, das sind ja wirklich viele Mittel, die Du schon probiert hast.
Von mein Artzt bekam ich folgender Plan :
ab 03.09.2012 150mg Elontril
03 - 08.09.2012 60mg Cymbalta
09 - 14.09.2012 30mg Cymbalta
ab 15.09.2012 0mg Cymbalta

Das hätte ich so nicht gemacht.
Es ist sinnvoller, erst mal ein Mittel auszuschleichen und dann das nächste zu beginnen.
Erstens weiß man dann sicher, ob man Absetzbeschwerden vom alten oder NW vom neuen Präparat hat und
zweitens klappt das Umsteigen auf die Schnelle längst nicht bei jedem Betroffenen.

Elontril wird ziemlich wahrscheinlich Absetzbeschwerden von Cymbalta nicht abfangen.
Ist Elontril ein verzweifelter Versuch, den Dein Arzt gerade unternimmt? Wogegen soll es helfen?
Es ist ein fragwürdiges Präparat.

Ich würde an Deiner Stelle versuchen, Cymbalta auszuschleichen und das Elontril erst mal zur Seite legen.
Richtwert sind 10%-Schritte monatlich, aber erst mal mußt Du Dich stabilisieren.
Habe bis jetzt fast nur nebenwirkungen zu spüren bekommen. Und die waren zum teil stark.
AD werden überschätzt. Der Vorsprung vor Placebo liegt nur bei 20% und das nur bei schwerer Depression.
Davon abgesehen, gibt es Menschen, die auf Psychopharmaka nicht ansprechen.

Machst Du Psychotherapie? Das wäre ein erfolgversprechender Weg, um langfrsitig ohne Medikamente wieder Lebensqualität zu finden.
Auffällig an den verordeneten Mitteln ist, daß kein einziges der alten AD (Trizyklika) versucht wurde, das wäre noch ein Ansatzpunkt, falls Du es ohen Medikamente nicht schaffst.

Geh doch mal zu einem anderen Arzt, wer bereits mit Valdoxan/Agomelatin und Elontril (Wllbutrin/Buprpion) experimentiert, bevor die wenigstens halbwegs verläßlichen TZA probiert wurden, macht auf mich nicht den kompetentesten Eindruck.

Hier ist mein Info-Thread zum Thema: http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?f=18&t=6456

Hier habe ich ein paar Links über die unschönen Seiten von Elontril:

http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?p=22052#22052
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... ril#p24603
http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php ... trin#p9472

Ansonste einfach stöbern. :)

Alles Liebe
Rundi :hug:

Alter Schwede
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Registriert: Dienstag, 18.09.12, 8:28

Re: Alter Schwede stellt sich vor

Beitrag von Alter Schwede » Dienstag, 18.09.12, 11:19

Hallo Rundi !

Das letzte Jahr war ein Odysee für mich....
So vieles ist passiert, so vieles neu erfahren, und sehr viele enttäuschungen.

Bis jetzt waren alle meine umstellungen ähnlich.
Neues Präparat einnehmen und das alte in 1-2 wochen ausschleichen. Die umstellungen wurden, bis auf die letzte, in eine TK gemacht.

Was ich bei mir feststellen könnte war, fast immer, eine extreme müdigkeit während die umstellungen.

Der grund für der jetztige versuch mit Elontril ist das ich sehr Antriebslos bin und dazu 25kg zugenommen habe.
Sexuelle dysfunktion kommt als kleines übel dazu.
Ob Zymbalta bei mir eine Aufhellende wirkung hatte weiss ich nicht. Eher das ich stabiler / gedämpfter geworden bin.

Das AD's bei vielen menschen nicht wirken ist mir auch klar geworden. Deswegen habe ich gesucht um was zu finden was für mich funktioniert.

Seit dem ich aus der TK in April 2012 als nicht Arbeitsfähig entlassen wurde habe ich keine Psychotherapien mehr. Auch keine gespräche mit Psychologen.
In der entlassungsbericht steht das ich "dringend" welche benötige.

Ich habe mich in Dez 2011 auf diverse wartelisten eintragen lassen und auch regelmäßig nachgehakt aber habe bis heute kein Psychologen zu den ich gehen kann.
Jan 2012 auf warteliste für Behandlung in einer Klinik gemeldet. Nach das erste gespräch in Februar stand fest das ich in Stationäre Behandlung gehen sollte.
Es hies das ich im Mai-Juni aufgenommen werden könnte. In April nachgefragt und Dez. 2012 als neues Ziel bekommen.

Habe ein Psychiater seit Juli dieses Jahr der mir meine Rezepte ausstellt da mein Hausartzt sich in Mai weigerte weitere Auszustellen. Er hat auf sein "Budget" hingewiesen....
Meine TK hat mich geholfen die Zeit zwischen Mai - Juli mit medikamente zu überbrücken.
Mit meine heutige Psychiater komme ich gut klar und kann gute gespräche mit Ihn führen. Es ist naturlich nicht PT aber immer hin gespräche mit eine Kompetenz....

Mein verständniss und respekt für das Psychische gesundheitssystem in Deutschland ist etwas "angeschlagen".
Auch mein vertrauen in die Medikamente die angeboten werden hat sich "relativiert".

Ich habe aber noch nicht Aufgegeben sondern suche weiter nach Hilfen, in welcher form auch immer.

Beste Grüsse

Der Alte Schwede
Symptome: (Burnout, Suizidversuch); Diagnose: (Mittelgradige bis Leichte depressive Episode)
Medikation: (Citalopram 40mg, 2 Monate) (>>) (Dipiperon, Valdoxan, Mirtazapin, Lorazepam / Tavor, Seroquel, Atosil) >> (Cymbalta 90mg, 8 Monate)
Zusätzlich: (Mirtazapin 30mg, Start Juli 2012 (Einschlafhilfe)); ( Ramipril 2,5mg, Start März 2012 ( Gegen hohes Blutdruck )); ( Lorazepam 2-4mg, Start 09.2011 ( Bedarfsmedikament, Einschlafhilfe ))

Absetzverlauf wegen umstellung auf Elontril (03.09.2012, Cymbalta 90mg): (5 Tage 60mg) (>>) (5 Tage 30mg) (>>) ( Danach 0mg)
Ab 19.09.2012 wieder auf 30mg wegen starkes absetzsyndrom.

Das-kleine-Runde

Re: Alter Schwede stellt sich vor

Beitrag von Das-kleine-Runde » Dienstag, 18.09.12, 11:33

Hallo Alter Schwede :) ,
Seit dem ich aus der TK in April 2012 als nicht Arbeitsfähig entlassen wurde habe ich keine Psychotherapien mehr. Auch keine gespräche mit Psychologen.
In der entlassungsbericht steht das ich "dringend" welche benötige.
Uff, das ist heftig... :?

Erkundige Dich doch mal, ob Du evtl. eine stationäre PT bewilligt bekommen würdest.
Zum Überbrücken wäre eine Selbsthilfegruppe vielleicht ein Notnagel.

Jedenfalls würde ich an Deiner Stelle das Cymbalta ausschleichen, bevor Du üble Absetzbeschwerden bekommst.
Für die Gewichtszunahme kommt wohl zuerst Mirtazapin in Frage.
Mein verständniss und respekt für das Psychische gesundheitssystem in Deutschland ist etwas "angeschlagen".
Auch mein vertrauen in die Medikamente die angeboten werden hat sich "relativiert".
Das kann ich gut verstehen.
Du darfst nicht vergessen, daß man selber entscheidet, wer einen wie behandelt, man wählt selber aus, ob man Psychopharmaka nimmt oder nicht, welches, zu welchem Arzt man geht.
Dabei ist es Vorraussetzung, selber gut informiert zu sein, sonst sind Kollateralschäden meistens nicht zu vermeiden.

Alles Liebe
Rundi :hug:

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Re: Alter Schwede stellt sich vor

Beitrag von Alter Schwede » Dienstag, 18.09.12, 12:31

Hi Rundi !

Danke für Deine worte.

Ich möchte ja Stationär gehen. Stehe auch auf wartelisten, die aber sehr lang sind....

Das mit die Selbsthilfegruppe ist eine gute Idee, da werde ich nachhaken.

Da ich jetzt schon das gefühl habe Absetzbeschwerden in voller entfaltung zu haben :cry: werde ich mit der Kügelchen Methode anfangen.
15mg als erster Versuch.

Damals, als es bei mir richtig losging mit mein Suizid versuch usw. hatte ich wenig wahl....
Zuerst ein paar Tage Intensiv, danach richtung Psychiatrie.
Dort angekommen habe ich erst 4 Tage auf die Geschlossene verbracht, und danach 2 Wochen auf die Offene.
Während der gesamte Zeit hatte ich um Gespräche gebeten, keines bekommen. Aus frust habe ich mich selbst entlassen.
Ich bekam dann sofort ein Entlassungsgespräch...... :shock:
Und ich hab es fast vergessen, da war ja auch das Aufnahmegespräch... Leider erfolgte die auf Russisch was ich nicht beherrsche.... :evil:

Das meine AD während die ersten 2 wochen komplett, ohne ausschleichen, abgesetzt wurde versteht sich ja auch von selbst.

Direkt bei der Entlassung habe ich mich bei eine TK beworben und kam auch schnell ( 3 Wochen später ) rein.
Das war gut.

Ich habe mich seit dem auf diverse wartelisten bei Therapeuten und Kliniken setzen lassen, habe aber bis jetzt nur erfolg gehabt mit meine Psychiater.
Ich könnte Akut gehen, lande dann aber zuerst auf die Geschlossene, was ich nach meine erfahrungen dort, nicht wirklich nocheinmal machen möchte.

Um fehler zu vermeiden, erfahrungen von andere zu bekommen, und "Kollateralschäden" zu vermindern habe ich ja euch gefunden ! :hug:

Das tut Gut !

Beste Grüsse !

Der Alte Schwede
Symptome: (Burnout, Suizidversuch); Diagnose: (Mittelgradige bis Leichte depressive Episode)
Medikation: (Citalopram 40mg, 2 Monate) (>>) (Dipiperon, Valdoxan, Mirtazapin, Lorazepam / Tavor, Seroquel, Atosil) >> (Cymbalta 90mg, 8 Monate)
Zusätzlich: (Mirtazapin 30mg, Start Juli 2012 (Einschlafhilfe)); ( Ramipril 2,5mg, Start März 2012 ( Gegen hohes Blutdruck )); ( Lorazepam 2-4mg, Start 09.2011 ( Bedarfsmedikament, Einschlafhilfe ))

Absetzverlauf wegen umstellung auf Elontril (03.09.2012, Cymbalta 90mg): (5 Tage 60mg) (>>) (5 Tage 30mg) (>>) ( Danach 0mg)
Ab 19.09.2012 wieder auf 30mg wegen starkes absetzsyndrom.

Das-kleine-Runde

Re: Alter Schwede stellt sich vor

Beitrag von Das-kleine-Runde » Dienstag, 18.09.12, 13:08

Hallo Alter Schwede :) ,
Damals, als es bei mir richtig losging mit mein Suizid versuch usw. hatte ich wenig wahl....
Zuerst ein paar Tage Intensiv, danach richtung Psychiatrie.
Dort angekommen habe ich erst 4 Tage auf die Geschlossene verbracht, und danach 2 Wochen auf die Offene.
Während der gesamte Zeit hatte ich um Gespräche gebeten, keines bekommen. Aus frust habe ich mich selbst entlassen.
Ich bekam dann sofort ein Entlassungsgespräch......
Und ich hab es fast vergessen, da war ja auch das Aufnahmegespräch... Leider erfolgte die auf Russisch was ich nicht beherrsche....
Ohweh, das war sozusagen "das volle Programm"... :o :shock:
... russisch... :o wie das denn?
Da ich jetzt schon das gefühl habe Absetzbeschwerden in voller entfaltung zu haben werde ich mit der Kügelchen Methode anfangen.
15mg als erster Versuch.
ab 03.09.2012 150mg Elontril
03 - 08.09.2012 60mg Cymbalta
09 - 14.09.2012 30mg Cymbalta
ab 15.09.2012 0mg Cymbalta
Hmmm, dann die stabile Dosis anpeilen... :) Ich denke, Du kannst mit 30 mg einsteigen, das war ja so gut wie keine Pause.
Elontril würde ich aber jedenfalls weglassen.

Könntest Du evtl. selber die Kosten für einen Therapeuten übernehmen?
Dann wären die Wartezeiten wohl kürzer und auch die Auswahl weniger eingeschränkt.
Ich könnte Akut gehen, lande dann aber zuerst auf die Geschlossene, was ich nach meine erfahrungen dort, nicht wirklich nocheinmal machen möchte.
Das glaube ich gerne. :D
Da ist es dann auch oft nicht leicht, sich wegen Mediaktion zu einigen.
Na jedenfalls hast Du Deinen Humor nicht verloren :D

Alles Liebe
Rundi :hug:

Alter Schwede
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Re: Alter Schwede stellt sich vor - Cymbalta

Beitrag von Alter Schwede » Mittwoch, 19.09.12, 9:57

Hi Rundi !

Als erstes : Heute geht es mir sehr viel besser ! ( aber keine sorge...Dass geht gleich wieder vorbei.. :party: )

Was für ein unterschied es gemacht hat mit die 15mg Cymbalta gestern.
Der unterschied ist echt krass, was eigentlich nur zeigt wie abhängig das zeug machen kann.

Ich habe heute Morgen mit 30mg nachgefüttert und werde versuchen es in die nächsten 3 wochen, oder bis es mir wieder
schlecht geht, schrittweise auf null zu bringen.

Das mit dem Russich.... :?

Tja.... das viele Deutsche Ärtzte "fremd" gehen wegen die Arbeitssituation hier ist ja kein gehemniss.
Das führt dazu das es hier und da ein leichten mangel an fachkräften gibt.
Ich hatte wohl nur ein bisschen pech, und durfte aus erster reihe erleben wie mann diesen mangel versucht auszugleichen.
Die Ärtztin war neu / sich am einarbeiten auf diesen platz und hatte einfach sehr schlechte Deutsch kentnisse.
Meine kritik geht auf gar kein fall gegen Ihr, Sie hat mit sicherheit das beste gegeben, aber es ändert leider nichts an der tatsache
dass ich garnichts verstehen könnte.
Frage ist ob es was verändert hätte, hätte ich Ihr verstanden.... :shock:

Zum Kosten:
Leider bin ich völlig ohne geld. Ich war vorher selbsständig und hatte in meine Krankenversicherung kein Krankengeld.
Da ich in ein eigenes Haus wohne bekomme ich kein Harz4. Auch Arbeitslosengeld habe ich keins.
Ein mal die woche füllt meine liebe Freundin mein Kühlschrank. ( Ist ein kleiner Kühlschrank. )
Meine Firma ist von meine lieben Kollegen komplett ausgebeutet worden.
Das gute daran ist dass ich wegen meine Burnout mein Leben so oder so neu gestalten muss.
Und die jetztige situation macht es fast einfacher als wenn ich einfach zurückgehen könnte zu das was vorher war.

Ich bin noch nicht soweit dass ich arbeiten kann, aber ich arbeite dran. :?
Mein grösster feind ist im moment die Antriebslosigkeit.

Zum Humor :
Der mensch ist ein wundervolles Kreatur.
Wir sind flexibel und dynamisch, und meistens kämpfen wir härter um unser Leben, als um unser Tod.
Ich habe selten so gute, mit schwarzen Humor durchsiebte, witze gehört wie von meine mitpatienten im Krankenhaus.
Ich glaube dass der Humor eine von den wenigen wegen sind um eine tiefe Depression den Stirn, oder vielleicht den Rücken, zu bieten.
So vieles haben die meisten von "uns" verloren, bevor wir im Krankenhaus landen. Die geschichten sind zum teil sehr krass.
Wenn wir ein guter "Augenblick" oder sogar ein Tag haben ist es echt schön wenn mann über dass ganze elend lachen kann.
Sonst bleibt uns meistens nur das weinen... und das kennen wir nur all zu gut.

Der Humor ist ein Ventil, die uns über die grausamkeit eine Depression lachen lässt.

Und das Lachen tut gut ! :group:

Beste Grüsse

Der Alte Schwede
Symptome: (Burnout, Suizidversuch); Diagnose: (Mittelgradige bis Leichte depressive Episode)
Medikation: (Citalopram 40mg, 2 Monate) (>>) (Dipiperon, Valdoxan, Mirtazapin, Lorazepam / Tavor, Seroquel, Atosil) >> (Cymbalta 90mg, 8 Monate)
Zusätzlich: (Mirtazapin 30mg, Start Juli 2012 (Einschlafhilfe)); ( Ramipril 2,5mg, Start März 2012 ( Gegen hohes Blutdruck )); ( Lorazepam 2-4mg, Start 09.2011 ( Bedarfsmedikament, Einschlafhilfe ))

Absetzverlauf wegen umstellung auf Elontril (03.09.2012, Cymbalta 90mg): (5 Tage 60mg) (>>) (5 Tage 30mg) (>>) ( Danach 0mg)
Ab 19.09.2012 wieder auf 30mg wegen starkes absetzsyndrom.

Das-kleine-Runde

Re: Alter Schwede stellt sich vor - Cymbalta

Beitrag von Das-kleine-Runde » Mittwoch, 19.09.12, 10:55

Hallo Alter Schwede :D ,

na, Du klingst heute wirklich gut :D

Du hast Recht, Humor ist ein gutes Heilmittel... :D

Die Seele hat ja an sich schon ein gewaltiges Selbstheilungspotential. :)
Ich persönlich denke, ein großes Hindernis ist dieser Krankheitsbegriff, der so gerne und oft voreilig für emotionale Ausnahmezustände verwendet wird, oft obwohl offensichtliche Gründe bestehen, daß es einem schlecht geht.
"Krankheit" läßt einen schnell fatalistsisch denken und Hilfe von anderen erwarten, man glaubt schon gar nicht mehr daran, daß man selber den Schlüssel zur Gesundung in der Hand hat.
Außerdem lenkt der Gedanke, krank zu sein, oft vom offensichtlichen ab, z.B. daß man nicht unbegrenzt belastbar ist, daß es weh tut, verlassen zu werden...
Ich rede lieber von psychischen Problemen, denn ein Problem kann man meistens lösen, wenn man sich darum kümmert und evtl. geeignete Hilfe sucht.
Ich habe heute Morgen mit 30mg nachgefüttert und werde versuchen es in die nächsten 3 wochen, oder bis es mir wieder
schlecht geht, schrittweise auf null zu bringen.
Uff, daß ist zu schnell.
Ich würde erst mal sehen, mit welcher Dosis Du stabil bist und dann in kleinen Schritten Schritten über Monate ausschleichen.
Alle 3 Wochen ein Reduktionsschritt wäre sinnvoll, nicht in drei Wochen auf Null.... :wink:
Und vor dem reduzieren lieber erst mal Kraft tanken und ein paar Wochen abwarten.

Hmmm, daß in manchen Regionen Ärztemangel herrscht, kenne ich ja, aber daß es an deutschen Sprachkenntnissen mangelt... :?
Leider bin ich völlig ohne geld. Ich war vorher selbsständig und hatte in meine Krankenversicherung kein Krankengeld.
Oh-oh, das ist nicht so toll... :(
Das gute daran ist dass ich wegen meine Burnout mein Leben so oder so neu gestalten muss.
Und die jetztige situation macht es fast einfacher als wenn ich einfach zurückgehen könnte zu das was vorher war.
Mit der Einstellung klappt es bestimmt. :)
Da hast Du den Weg schon ein ganzes Stück geschafft, wenn Du nach vorne siehst, anstatt zu schimpfen und zu hadern. :)

Gut, daß Du eine Partnerin hast, die Dich unterstützt, das ist viel wert :)
Feste Dauemn drücke, daß sich alles zum Guten entwickelt. :)

Alles Liebe
Rundi :hug:

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Re: Alter Schwede stellt sich vor - Cymbalta

Beitrag von Alter Schwede » Freitag, 21.09.12, 16:33

Hi an Alle !

Wollte nur eine kurze statusmeldung geben.
Seit dem ich wieder auf 30mg gegangen bin ist die welt wieder in ordnung.
( Relativ zumindest )

Enzugserscheinungen sind fast komplett weg.
Montag morgen habe ich Termin beim Psychiater und werde das Thema ansprechen.
Bin gespannt was Er dazu sagt.

Ich wünsche euch alle ein schönes wochenende !

Der Alte Schwede
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Absetzverlauf wegen umstellung auf Elontril (03.09.2012, Cymbalta 90mg): (5 Tage 60mg) (>>) (5 Tage 30mg) (>>) ( Danach 0mg)
Ab 19.09.2012 wieder auf 30mg wegen starkes absetzsyndrom.

Das-kleine-Runde

Re: Alter Schwede stellt sich vor - Cymbalta

Beitrag von Das-kleine-Runde » Samstag, 22.09.12, 10:26

Hallo Alter Schwede :) ,

schön, daß es Dir besser geht. :)
Montag morgen habe ich Termin beim Psychiater und werde das Thema ansprechen.
Bin gespannt was Er dazu sagt.
Ich auch... :D :wink: ...

Dir ebenfalls ein schönes WE :)

Alles Liebe
Rundi :hug:

Alter Schwede
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Re: Alter Schwede stellt sich vor - Cymbalta

Beitrag von Alter Schwede » Donnerstag, 27.09.12, 10:32

Hi !

Kurzer Statusbericht.

War am Montagmorgen beim Artzt und habe die Absetzproblematik geschildert.

Er sagte : Kann vorkommen aber ist selten....
Er hat sich erkundigt was bei mir alles los war und jetzt versuche ich mit die "Kügelchen" methode.

Abgesehen davon geht es mir jetzt wirklich viel besser.
Melde mich wieder wenn ich weiter reduziere.

Bis Denne !

Alter Schwede
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Absetzverlauf wegen umstellung auf Elontril (03.09.2012, Cymbalta 90mg): (5 Tage 60mg) (>>) (5 Tage 30mg) (>>) ( Danach 0mg)
Ab 19.09.2012 wieder auf 30mg wegen starkes absetzsyndrom.

Das-kleine-Runde

Re: Alter Schwede stellt sich vor - Cymbalta

Beitrag von Das-kleine-Runde » Freitag, 28.09.12, 9:55

Hallo Alter Schwede :) ,
Abgesehen davon geht es mir jetzt wirklich viel besser
Schön. :)
War am Montagmorgen beim Artzt und habe die Absetzproblematik geschildert.
Er sagte : Kann vorkommen aber ist selten....
Er hat sich erkundigt was bei mir alles los war und jetzt versuche ich mit die "Kügelchen" methode.
Das ist gar nicht schlecht, dann hast Du ja Unterstützung. :)

Alles Liebe
Rundi :hug:

Das-kleine-Runde

Re: Alter Schwede stellt sich vor - Cymbalta

Beitrag von Das-kleine-Runde » Sonntag, 04.11.12, 8:29

Hallo Alter Schwede :) ,

laß wieder mal von Dir hören. :)
Wie geht´s Dir denn momentan?

Alles Liebe
Rundi :hug:

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Re: Alter Schwede stellt sich vor - Cymbalta

Beitrag von Alter Schwede » Sonntag, 06.01.13, 14:10

Hi !

Da mit meiner Rückmeldung hat ein wenig gedauert.... :whistle:

Also...
Ich bin von das Cymbalta endlich los. Es hat bis November gedauert aber jetzt bin ich frei davon.
Um es zu schaffen habe ich einfach es weggelassen bis es mir schlecht ging, dann eine Pille genommen usw.
Meine Entzugserscheinungen würden immer weniger und weniger und es war dann irgendwann vorbei.

Nach wie vor habe ich das Elontril und Mirtazapin, und es geht mir damit gut.
Bin zwar dick geworden, aber damit kann ich für eine weile leben. Die Kilos kriege ich wieder ab.

Ich möchte mich nochmals bedanke für die Unterstützung die ich hier bekommen habe, es hat mich sehr geholfen !
Das "nicht alleine zu sein" mit die Problemen ist echt wichtig. :hug:

Danke !!

Bin mal gespannt wie es wohl geht wenn ich den Rest auch absetzte..... aber so weit bin ich noch nicht.

Beste Grüsse an alle und ein frohes neues !

Erich
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Zusätzlich: (Mirtazapin 30mg, Start Juli 2012 (Einschlafhilfe)); ( Ramipril 2,5mg, Start März 2012 ( Gegen hohes Blutdruck )); ( Lorazepam 2-4mg, Start 09.2011 ( Bedarfsmedikament, Einschlafhilfe ))

Absetzverlauf wegen umstellung auf Elontril (03.09.2012, Cymbalta 90mg): (5 Tage 60mg) (>>) (5 Tage 30mg) (>>) ( Danach 0mg)
Ab 19.09.2012 wieder auf 30mg wegen starkes absetzsyndrom.

Goldfisch
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Re: Alter Schwede stellt sich vor - Cymbalta

Beitrag von Goldfisch » Dienstag, 08.01.13, 15:01

Alter Schwede:)), da hast du einiges durch. Wunderschön hier von jemand zu hören, der mit den Entzugserscheinungen durch ist. Das gibt denen Hoffnung die noch lange nicht so weit sind. Von mir auch ein frohes Neues!

Goldfisch
Symptome: (akute Suizidialität, Panikstörung, nicht mehr möglich aus dem Haus zu gehen, Dauerschwindel); Diagnose: (Depression, Panikstörung)
Medikation: (Cipramil 50mg, Dauer 2001-2004) (>>) (Zoloft 50 mg, Dauer2004-2006) >> (Sertralin 50 mg Dauer2006-2012)
Zusätzlich: (Wirkstoff Metroprolol 50mg, Start2001 (Herzstolpern)); (Wirkstoff L-Thyroxin 50 mg, Start 2011 (Müdigkeit, Blutwerte))
Bisherige Absetzversuche: 1 bin noch dabei ( Augenrucken, Herzunruhe, Tinnitus, Angst, Suizidgefühle, tiefe Traurigkeit, Schlafstörungen im Verlauf wechselnd)
Absetzverlauf (28.05.2012, Startdosierung50): (14 Tage 25mg) (>>) (14 Tage 12,5mg) (>>) (1 Woche jeden 2. Tag 6,25 mg)

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