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Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Miena
Beiträge: 13
Registriert: Montag, 24.09.12, 16:14

Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Miena » Montag, 24.09.12, 17:19

Hallo in die Runde,

aus aktullem Anlass bin ich auf dieses Forum gestoßen und so froh, es gefunden zu haben! :-) Ich hoffe, dass ihr mir vielleicht mit euren Erfahrungen weiterhelfen könnt, da ich mich im Moment ziemlich verzweifelt und allein gelassen fühle bei dem Versuch, mein AD abzusetzen.

Ich habe vor etwas mehr als 3 Jahren Sertralin verschrieben bekommen wegen Depressionen. Einige Monate lang ging es mir damit besser. Dann kam der erste Rückfall. Daraufhin erhöhte ich auf Anraten meines Psychiaters das AD - es ging eine zeitlang besser - dann kam die nächste depressive Phase, worauf das Spiel wieder von vorne begann. So ging es drei Jahre lang.
Als es mir Anfang dieses Jahres auch körperlich immer schlechter ging, wurde durch Zufall eine chronische Schilddrüsenerkrankung festgestellt. Seit diese behandelt wird, habe ich keine Depressionen mehr. Also beschloss ich in Absprache mit meinem Hausarzt, Sertralin abzusetzen. Bei diesem Arzt fühle ich mich gut aufgehoben, aber er kennt sich mit der Materie AD nicht wirklich aus. Mein Psychiater ist dabei leider kein Ansprechpartner, denn er glaubt mir nicht, dass ich unter dem Schilddrüsenmedikament keine depressiven Beschwerden mehr habe :frust:

Ich bin es dann mit dem Ausschleichen langsam angegangen. Pro Monat habe ich um 25 mg reduziert (angefangen bei 100), zuletzt dann noch langsamer. Das hat sehr gut geklappt. Bis auf ein bisschen Schwindel jeweils die ersten Tage nach der Dosisreduzierung habe ich nichts gemerkt.

Vor vier Tagen habe ich dann endgültig aufgehört (so war zumindest der Plan .... Nach dem ersten Tag "ohne" fühlte ich mich weinerlich, hatte das aber erwartet und ansonsten ging es mir gut, von daher war es ok.
Am zweiten Tag kam Schwindel hinzu. Am dritten Tag fühlte ich mich, als würden Stromschläge durch meinen Kopf zucken, vor allem immer dann, wenn ich den Kopf bewege. Dazu bekam ich Bauchschmerzen. Das war nicht schön, aber noch auszuhalten.
In der Nacht zum vierten Tag wachte ich auf mit Schwitzen, verstärktem Herzrasen (damit habe ich durch die Schilddrüsensache leider sowieso schon Probleme), Übelkeit, Kopfdruck, Bauchkrämpfen und Durchfall. Dazu hatten sich noch der Schwindel und dieses "Blitzgefühl" im Kopf verstärkt. Ich wollte das eigentlich aushalten, habe mich aber so erbärmlich gefühlt, dass ich dachte, dass schaffe ich so nicht. Ich konnte weder etwas essen noch das Haus verlassen.
Aus Verzweiflung habe ich dann wieder Sertralin in der zuletzt genommenen Dosis genommen, weil ich gelesen hatte, man solle wieder mit der letzten Dosis, mit der es einem gut ging, anfangen und dann langsamer reduzieren, wenn die Absetzerscheinungen zu stark sind. Kurz darauf ließen die Beschwerden in ihrer Stärke nach.
Jetzt sitze ich hier, frage mich, wie es am besten weiter gehen soll und habe ehrlich gesagt schon Angst, dass es beim nächsten Versuch wieder so ablaufen könnte :(

Ist es normal, dass der letzte Schritt solche Probleme machen kann? Bisher hatte das Ausschleichen so gut geklappt; ich war total erschrocken über das, was dann folgte. Ich dachte, ich reiße mich einfach irgendwie zusammen und halte es aus, aber das ging einfach nicht.
Wie gehe ich es nun am besten an, wenn ich Sertralin endgültig absetzen möchte? Sind vielleich noch kleinere Zwischenschritte als bisher nötig? Ich bin jetzt wieder bei ca. 12,5 mg, was schon eine ziemliche Bröselei mit den Tabletten ist.

Alles Liebe,
Miena
Diagnose: wiederkehrende depressive Episoden von 2009 bis 2/2012
Medikation: Sertralin, 3 Jahre (im Zeitraum von 2009-2/2012 wechselnde Dosierungen von 75-150 mg)
Zusätzlich: L-Thyroxin seit 2/2012 wegen festgestellter autoimmuner Schilddrüsenerkrankung -> seitdem keine Depression mehr
Absetzverlauf (ab 3/2012, 100 mg Sertralin): alle 4-8 Wochen Dosisreduzierung um 25 mg, zuletzt knapp 4 Wochen mit 12,5 mg -> ichts bemerkt außer für wenige Tage leichter Schwindel
1. Absetzversuch (9/2012 mit 12,5 mg): nach vier Tagen starke Übelkeit & Bauchschmerzen, brain zaps, Schwindel,Wechsel von Schwitzen & Schüttelfrost, Kopfdruck, Benommenheitsgefühl, Weinerlichkeit -> abgebrochen
Aktuell: wieder zurück auf 20 mg

Das-kleine-Runde

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Das-kleine-Runde » Dienstag, 25.09.12, 10:12

Liebe Miena :) ,

herzlich willkommen :) .

Dein Psychiater ist ja ein erstaunliches Exemplar... :roll:
Daß SD und Psyche zusammenhängen und SD-Erkrankungen wie andere mögliche organische Ursachen vor der Diagnose "Depression" ausgeschlossen werden müssen, ist eigentlich medizinisches Basiswissen. Hier ein bißchen dazu: http://www.adfd.org/wissen/Differenzial ... Depression

Gut, daß Dein HA mehr Überblick hat. :)
Ich bin es dann mit dem Ausschleichen langsam angegangen. Pro Monat habe ich um 25 mg reduziert (angefangen bei 100), zuletzt dann noch langsamer. Das hat sehr gut geklappt. Bis auf ein bisschen Schwindel jeweils die ersten Tage nach der Dosisreduzierung habe ich nichts gemerkt.
Das sind schon recht große Schritte und klappt bei manchen, bei sensiblen Betroffenen oft nicht.
Hier habe ich Handwerkszeug zusammengestellt: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=6456
zuletzt dann noch langsamer.
Wie konkret?
...zweiten Tag kam Schwindel hinzu. Am dritten Tag fühlte ich mich, als würden Stromschläge durch meinen Kopf zucken, vor allem immer dann, wenn ich den Kopf bewege. Dazu bekam ich Bauchschmerzen. Das war nicht schön, aber noch auszuhalten.
In der Nacht zum vierten Tag wachte ich auf mit Schwitzen, verstärktem Herzrasen (damit habe ich durch die Schilddrüsensache leider sowieso schon Probleme), Übelkeit, Kopfdruck, Bauchkrämpfen und Durchfall. Dazu hatten sich noch der Schwindel und dieses "Blitzgefühl" im Kopf verstärkt.
Typische Absetzsymptome und Hinweis, daß der letzte Schritt zuviel für Deinen Körper war.
Ich wollte das eigentlich aushalten
Das ist keine gute Idee, denn dadurch wird das ZNS noch stärker irritiert, als es bereits ist. Wenn man Pech hat, handelt man sich langanhaltende Beschwerden ein, die man nicht in den Griff bekommt.
Ist es normal, dass der letzte Schritt solche Probleme machen kann?
Ja, das kommt häufig vor.

Du hast intuitiv das richtige getan, indem Du mit der Einnahme weitergemacht hast.
Bleib bei der Dosis, mit der Du beschwerdefrei bist, erst mal 4 bis 6 Wochen.
Sind vielleich noch kleinere Zwischenschritte als bisher nötig? Ich bin jetzt wieder bei ca. 12,5 mg, was schon eine ziemliche Bröselei mit den Tabletten ist.
Ja, kleine Zwischneschritte sind die LÖsung. :) Dazu kannst Du entweder Zoloft-Lösung benutzen, um fein zu dosieren oder Du läßt Dir entsprechend fein dosierte Kapseln verschreiben, die Deinen individuellen Bedürfnissen entsprechen. http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=1030

Mach Dir keine Sorgen, Du bekommst das schon hin :D

Alles Liebe
Rundi :hug:

Miena
Beiträge: 13
Registriert: Montag, 24.09.12, 16:14

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Miena » Dienstag, 25.09.12, 12:42

Vielen lieben Dank für die Antwort, Rundi :hug: Ich bin so froh, mit diesem Forum Leute gefunden zu haben, die das alles verstehen und Mut machen!
Dein Psychiater ist ja ein erstaunliches Exemplar... :roll:
Daß SD und Psyche zusammenhängen und SD-Erkrankungen wie andere mögliche organische Ursachen vor der Diagnose "Depression" ausgeschlossen werden müssen, ist eigentlich medizinisches Basiswissen.
Genau das ist der Grund, warum ich auf diesen Arzt nicht mehr gut zu sprechen bin.
Ich wusste damals leider nicht, dass auch die Schilddrüse Verursacher von Depressionen sein kann. Erst viel später, als die Schilddrüsenerkranung festgestellt wurde und ich mich schlau zu machen begann, habe ich erfahren, dass manche Psychiater vorm Verschreiben von ADs erst organische Ursachen ausschließen wollen ... Dann stieß ich auch auf einige Berichte von Betroffenen, die Ähnliches erlebt hatten wie ich.
Habe damals voll auf meinen Arzt und Verwandte, die selbst ein AD nehmen und meine Zweifel mit den Worten, das wäre alles nicht so schlimm, beschwichtigten, vertraut. Ehrlich gesagt war ich zu dem Zeitpunkt aber auch zu fertig, um großartig irgendetwas zu hinterfragen. Ich wollte einfach, dass diese quälenden Panikgefühle und Co. aufhören. Zumal es immer hieß, ich hätte wohl eine genetische Veranlagung wegen nahen Verwandten, die seit Jahrzehnten unter Depressionen leiden.
Nach 3 Jahren mit depressiven Rückfällen testete mein Psychiater dann zum ersten Mal einen Schilddrüsenwert (TSH). Nachdem er diesen unauffällig fand, war das Thema dann abgehakt. Um die Schilddrüsenerkrankung feststellen zu können, die ich habe (Hashimoto), reicht dieser Wert allein jedoch nicht aus. Da sollte dann auf jeden Fall auch mal ein Blick auf die freien Werte, die Antikörper und das Ultraschallbild geworfen werden. Zudem ist noch das Problem, das wohl manche Labore in Deutschland mit einem älteren TSH-Grenzwert um die 4 herum arbeiten und sagen, erst ab da habe man eine Schilddrüsenunterfunktion, die behandelt werden muss, während andere Labore schon ab 2,5 Behandlungsbedarf sehen. Ich geriet zum Glück an einen Schilddrüsenfacharzt, der bei meinem Wert einen klaren Behandlungsbedarf gesehen hat ...
Hätte mein Hausarzt nicht alle Beschwerden zusammengezählt und die richtige Verbindung gezogen und ich dann danach Glück mit einem guten Schilddrüsenarzt gehabt, würde ich wohl immer noch mit Depressionen leben ...
Mein Psychiater hat sich im Nachhinein entschuldigt, als ich ihm von der Schilddrüsendiagnose erzählte, aber einen Grund, darum mit dem AD aufzuhören, sieht er nicht :frust: :frust:

Das sind schon recht große Schritte und klappt bei manchen, bei sensiblen Betroffenen oft nicht.
Das ist gut zu wissen, danke für die Info! Nachdem ich im Netz ein bisschen recherchiert hatte und von einigen Leuten gelesen hatte, die beim selben Medikament die Dosis im Wochentakt verändert haben oder gleich auf null gegangen sind und damit angeblich keine/kaum Probleme hatten (hatte so einen Fall auch im Bekanntenkreis(, dachte ich schon, ich stelle mich vielleicht einfach nur an. Es tut gut zu lesen, dass dem nicht so ist :)

Wie konkret?
Die 25 mg habe ich ca. 2 Monate gehalten, bevor ich dann auf 12,5 runtergangen bin.

Das ist keine gute Idee, denn dadurch wird das ZNS noch stärker irritiert, als es bereits ist. Wenn man Pech hat, handelt man sich langanhaltende Beschwerden ein, die man nicht in den Griff bekommt.
Das will ich natürlich auf jeden Fall vermeiden!! Danke für den Hinweis :hug: Ich dachte, der Zeitpunkt ganz auf null zu gehen, wäre jetzt gerade günstig, da zur Zeit keine Prüfungen anstehen & ich im Moment auch nicht arbeiten muss (bin Studentin) und ich dadurch gerade einige Wochen frei hätte, um mich in Ruhe an die neue Situation zu gewöhnen. Aber da meinem Körper das jetzt eindeutig zu schnell war, muss ich wohl doch noch langsamer angehen.

Dazu kannst Du entweder Zoloft-Lösung benutzen, um fein zu dosieren
Das ist eine sehr gute Idee! :-) Jetzt hoffe ich nur noch, dass mein Psychiater da mitmacht (der HA mag ADs nur im Notfall verschreiben).

Mach Dir keine Sorgen, Du bekommst das schon hin
Das ist lieb, danke! Ich hoffe das wirklich sehr. Ich sehe nicht ein, warum ich den Rest meines Lebens ein Medikament nehmen soll, das mir nicht hilft, mir Nebenwirkungen verursacht und zudem noch die Aufnahme meine Schilddrüsenmedikaments negativ beeinflussen kann.

Liebe Grüße,
Miena
Diagnose: wiederkehrende depressive Episoden von 2009 bis 2/2012
Medikation: Sertralin, 3 Jahre (im Zeitraum von 2009-2/2012 wechselnde Dosierungen von 75-150 mg)
Zusätzlich: L-Thyroxin seit 2/2012 wegen festgestellter autoimmuner Schilddrüsenerkrankung -> seitdem keine Depression mehr
Absetzverlauf (ab 3/2012, 100 mg Sertralin): alle 4-8 Wochen Dosisreduzierung um 25 mg, zuletzt knapp 4 Wochen mit 12,5 mg -> ichts bemerkt außer für wenige Tage leichter Schwindel
1. Absetzversuch (9/2012 mit 12,5 mg): nach vier Tagen starke Übelkeit & Bauchschmerzen, brain zaps, Schwindel,Wechsel von Schwitzen & Schüttelfrost, Kopfdruck, Benommenheitsgefühl, Weinerlichkeit -> abgebrochen
Aktuell: wieder zurück auf 20 mg

Das-kleine-Runde

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Das-kleine-Runde » Dienstag, 25.09.12, 13:25

Liebe Miena :hug: ,

danke für Deine lieben Worte. :)
Mein Psychiater hat sich im Nachhinein entschuldigt, als ich ihm von der Schilddrüsendiagnose erzählte, aber einen Grund, darum mit dem AD aufzuhören, sieht er nicht
Die Logik versteht wohl nur er selber... :?
Das ist gut zu wissen, danke für die Info! Nachdem ich im Netz ein bisschen recherchiert hatte und von einigen Leuten gelesen hatte, die beim selben Medikament die Dosis im Wochentakt verändert haben oder gleich auf null gegangen sind und damit angeblich keine/kaum Probleme hatten (hatte so einen Fall auch im Bekanntenkreis(, dachte ich schon, ich stelle mich vielleicht einfach nur an.
Es gibt beim Absetzen Extreme in beide Richtungen. Manche Betroffene können ihr AD einfach entsorgen. Ich hab es aus Unwissenheit füher selber so gemacht, :oops: und hatte Glück, würde es mit meinem heutigen Wissen aber tunlichst nicht nochmal riskieren. Andere plagen sich über Monate oder länger in kleinsten Schritten auf Null.
Jetzt hoffe ich nur noch, dass mein Psychiater da mitmacht (der HA mag ADs nur im Notfall verschreiben).
Ich drück Dir die Daumen dafür :)
Wenn´s nicht klappt, hat Dein HA vermutlich Mitleid :)

An sich war die Idee, eine sterßfreie Zeit zum Absetzen auf Null zu wählen, schon gut, nur leider kann man den Organismus nicht zwingen.
Laß Dir Zeit mit dem letzten Schritt, es eilt bei der geringen Dosis nicht so sehr, denke ich.
Das will ich natürlich auf jeden Fall vermeiden!!

Gut, daß Du so sorgsam mit Dir umgehst. :hug:
Wir haben leider immer wieder Mitglieder, die sich zwingen wollen und dann zusätzlich leiden.

Daumen feste drücke für gutes Gelingen. :)

Alles Liebe
Rund :hug:

Miena
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Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Miena » Dienstag, 25.09.12, 13:46

Liebe Rundi,

vielen, vielen Dank für deine Mühe :hug:

Eine Frage hätte ich (erstmal? :-)) noch, die mir auf dem Herzen liegt: Nachdem ich wieder notgedrungen mit Sertralin angefangen habe, haben sich die Symptome gebessert, aber mir ist z.B. noch den Großteil des Tages ziemlich übel, schwindlig und mein Kopf fühlt sich an wie Matsche.
Wie lange braucht der Körper ungefähr, um sich von dem Versuch zu erholen? Mir fällt es in diesem Zustand im Moment sehr schwer, länger außer Haus zu gehen, um Alltagssachen zu erledigen, was wiederum ein Problem ist, da ich alleine wohne und doch irgendwie zum Einkaufen und Co. kommen muss :(
Könnten Tropfen gegen Übelkeit erstmal übergangsweise helfen (ich hätte noch MCP da, das ich bei Migräne nehme)? Kann ich meinen Körper irgendwie unterstützen, dass es bald besser wird (z.B. viel trinken, Obst) oder würde das nichts helfen?
Diagnose: wiederkehrende depressive Episoden von 2009 bis 2/2012
Medikation: Sertralin, 3 Jahre (im Zeitraum von 2009-2/2012 wechselnde Dosierungen von 75-150 mg)
Zusätzlich: L-Thyroxin seit 2/2012 wegen festgestellter autoimmuner Schilddrüsenerkrankung -> seitdem keine Depression mehr
Absetzverlauf (ab 3/2012, 100 mg Sertralin): alle 4-8 Wochen Dosisreduzierung um 25 mg, zuletzt knapp 4 Wochen mit 12,5 mg -> ichts bemerkt außer für wenige Tage leichter Schwindel
1. Absetzversuch (9/2012 mit 12,5 mg): nach vier Tagen starke Übelkeit & Bauchschmerzen, brain zaps, Schwindel,Wechsel von Schwitzen & Schüttelfrost, Kopfdruck, Benommenheitsgefühl, Weinerlichkeit -> abgebrochen
Aktuell: wieder zurück auf 20 mg

Das-kleine-Runde

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Das-kleine-Runde » Dienstag, 25.09.12, 14:15

Liebe Miena :hug: ,

danke für Deine lieben Worte. :)
Wie lange braucht der Körper ungefähr, um sich von dem Versuch zu erholen?
Das ist individuell unterschiedlich. Manche erholen sich umgehend, bei anderen dauert es U.U. auch Wochen. Aber Du hast ja nicht lange Pause gemacht, da bin ich optimistisch. :)

Hmm, was mir auffällt, Du bist auf 25 mg zurückgegangen, warst Du bei 12,5 mg nicht beschwerdefrei?
Dann hätte ich es mit 12,5 mg versucht.
Könnten Tropfen gegen Übelkeit erstmal übergangsweise helfen (ich hätte noch MCP da, das ich bei Migräne nehme)?
Nein, bitte nimm sie nicht, sie verursachen gerne zusätzliche Symptome.
Andere entsprechende Mittel ebenfalls. Über die Suche findest Du einige Erfahrungen zu Mitteln gegen Übelkeit, Tienchen und Carriecat haben damit experiementiert, wenn ich mich richtig erinnere.
Das beste ist, Du schonst Dich ein wenig und läßt die Zeit ihren Dienst tun, Medikamente wären eine zusätzliche Last, die das irritierte ZNS schlecht bewältigen kann.

Schau mal, hier habe ich eine Liste zusammengestellt, was man lieber in der Absetzphase mit Vorsicht genießt:
Einfach Geduld haben, akzeptieren, daß ein paar Symptome da sind, Streß vermeiden und ein wenig ablenken, so kommst Du wieder ins Lot :D

Alles Liebe
Rundi :hug:

Miena
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Registriert: Montag, 24.09.12, 16:14

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Miena » Mittwoch, 26.09.12, 13:51

Danke für die Tipps und Ratschläge, damit hilft mir wirklich sehr weiter! :group:
Hmm, was mir auffällt, Du bist auf 25 mg zurückgegangen, warst Du bei 12,5 mg nicht beschwerdefrei?
Dann hätte ich es mit 12,5 mg versucht.
Das war ehrlich gesagt eine reine Angst-Reaktion :( Ich habe mich so schlecht gefühlt wie selten zuvor und hatte so Angst, dass es nicht besser wird ... Darum bin ich dann nicht wie geplant auf die 12,5 zurück (mit denen ich schon stärker Schwindelprobleme hatte), sondern jetzt bei um die 20 mg, weil ich damit zuletzt gar keine Probleme hatte.
Diagnose: wiederkehrende depressive Episoden von 2009 bis 2/2012
Medikation: Sertralin, 3 Jahre (im Zeitraum von 2009-2/2012 wechselnde Dosierungen von 75-150 mg)
Zusätzlich: L-Thyroxin seit 2/2012 wegen festgestellter autoimmuner Schilddrüsenerkrankung -> seitdem keine Depression mehr
Absetzverlauf (ab 3/2012, 100 mg Sertralin): alle 4-8 Wochen Dosisreduzierung um 25 mg, zuletzt knapp 4 Wochen mit 12,5 mg -> ichts bemerkt außer für wenige Tage leichter Schwindel
1. Absetzversuch (9/2012 mit 12,5 mg): nach vier Tagen starke Übelkeit & Bauchschmerzen, brain zaps, Schwindel,Wechsel von Schwitzen & Schüttelfrost, Kopfdruck, Benommenheitsgefühl, Weinerlichkeit -> abgebrochen
Aktuell: wieder zurück auf 20 mg

Das-kleine-Runde

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Das-kleine-Runde » Mittwoch, 26.09.12, 14:29

Liebe Miena :) ,

danke für Deine lieben Worte. :)
Das war ehrlich gesagt eine reine Angst-Reaktion Ich habe mich so schlecht gefühlt wie selten zuvor und hatte so Angst, dass es nicht besser wird ... Darum bin ich dann nicht wie geplant auf die 12,5 zurück (mit denen ich schon stärker Schwindelprobleme hatte), sondern jetzt bei um die 20 mg, weil ich damit zuletzt gar keine Probleme hatte.
Gut, wenn Du mit 12,5 mg schon Probleme hattest, könnte das zu niedrig sein.
Sonst wäre es en unnötiger Schritt zurück gewesen.

Aus Angst zu hoch dosieren, wäre auch nicht ratsam, man kann auch das ZNS irritieren, indem man übermäßig aufdosiert.

Nicht verrückt machen lassen :wink: :) , ich weiß, das ist manchmal nicht leicht. :hug:

Alles Liebe
Rundi :hug:

Honeyspice14
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Registriert: Freitag, 28.09.12, 8:27

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Honeyspice14 » Donnerstag, 04.10.12, 12:19

Liebe Miena, dass dein behandelnder Arzt nie auf den Zusammenhang mit der Schilddrüse geachtet hat ist wirklich alles andere als ein gutes Zeichen. Ich selbst habe zwar keine Schilddrüsenerkrankung aber mir war der Zusammenhang durchaus bekannt und alle meine behandelnden Ärzte haben immer erst mal sofort ein Blutbild der Schilddrüsenwerte erstellt bevor ich überhaupt mit irgendetwas behandelt wurde.
Davon unabhängig aber wiegesagt, hat mir auch der letzte Schritt beim Absetzen von Sertralin die meisten Schwierigkeiten bereitet und von dem was ich hier im Forum so gelesen habe scheint das auch die Regel zu sein. Die Tips von das-kleine-runde sind super und ich denke wenn du ganz langsam und schonend reduzierst, also über mehrere wochen und in kleinen schritten, dann brauchst du auch keine Angst haben dass es beim zweiten Versuch wieder so schlimm wird. Ich kann noch nicht aus Erfahrung berichten weil ich immer noch auf meiner letzten Krümelstufe bin aber ich bin sehr zuversichtlich und optimistisch und deshalb hoffe ich, dass ich dich damit anstecken und dir ein bißchen Mut abgeben kann ;-)
Seit 2009 Panikstörung
Seit Sept. 2011 Sertralin 25mg
6. Sept. 2012 mit dem Ausschleichen begonnen
23. Sept. 2012 bei 0mg angekommen
27. Sept. 2012 1.Versuch Fehlgeschlagen, wieder mit ca. 2mg begonnen
28. Okt 2012 2. Versuch mit 0mg, bis jetzt problemlos

Das-kleine-Runde

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Das-kleine-Runde » Donnerstag, 04.10.12, 12:57

Danke für Deine lieben Worte, Honeyspice :hug:

Miena
Beiträge: 13
Registriert: Montag, 24.09.12, 16:14

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Miena » Donnerstag, 11.10.12, 16:10

Ganz lieben Dank fürs Mutmachen, Honeyspice! :-) Ich werde jetzt einfach meine Ungeduld zurückhalten und das Absetzen noch langsamer angehen, in der Hoffnung, dass es dann besser klappt.

Entschuldigt, ich muss mich einfach mal ausjammern:
Im Moment schaut es so aus, dass mir weiterhin schwindlig ist, vor allem, wenn ich den Kopf bewege. Ich kann aber nicht genau sagen, inwiefern da vielleicht noch die Schilddrüsenerkrankung mitreinspielt, die mir gerne mal Probleme in Form von Herzrasen und Schwindel macht ...
Die Übelkeit ist noch da und mal mehr, mal weniger stark. Phasenweise ist mir richtig übel, einige Minuten später geht es wieder besser und schließlich dann wieder gut.
Außerdem habe ich das verhasste Gefühl, neben mir zu stehen ... Das hat mich 3 Jahre fast durchgehend begleitet, bis es dann unter dem Schilddrüsenmedi verschwand. Ich hoffe sehr, es verschwindet bald wieder, denn das habe ich so gar nicht vermisst :vomit:
Meint ihr, es wird bald noch besser? Ich weiß, ich sollte froh sein, dass es nicht mehr so schlimm ist wie zuerst, aber der Absetzversuch ist jetzt ca. 2 Wochen her und ich habe so Angst, dass es nicht besser wird.

Viele liebe Grüße
Miena
Diagnose: wiederkehrende depressive Episoden von 2009 bis 2/2012
Medikation: Sertralin, 3 Jahre (im Zeitraum von 2009-2/2012 wechselnde Dosierungen von 75-150 mg)
Zusätzlich: L-Thyroxin seit 2/2012 wegen festgestellter autoimmuner Schilddrüsenerkrankung -> seitdem keine Depression mehr
Absetzverlauf (ab 3/2012, 100 mg Sertralin): alle 4-8 Wochen Dosisreduzierung um 25 mg, zuletzt knapp 4 Wochen mit 12,5 mg -> ichts bemerkt außer für wenige Tage leichter Schwindel
1. Absetzversuch (9/2012 mit 12,5 mg): nach vier Tagen starke Übelkeit & Bauchschmerzen, brain zaps, Schwindel,Wechsel von Schwitzen & Schüttelfrost, Kopfdruck, Benommenheitsgefühl, Weinerlichkeit -> abgebrochen
Aktuell: wieder zurück auf 20 mg

Cat
Beiträge: 352
Registriert: Freitag, 02.12.11, 10:58

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Cat » Sonntag, 14.10.12, 16:21

Hi Miena :) ,

hab grad etwas in Deinem Thread quergelesen und kann Dir aus Erfahrung schreiben, dass es besser wird. Bin selber grad erstmal seit ca. 2 Monaten Benzo-frei. Und die Angst, dass es nicht besser wird, ist mir sehr vertraut. Wenn Du schön langsam und stetig runtergehst, ist 0 mg nicht das Problem.
Da brauchst Du nur noch mal viel Geduld mit Dir selbst, um Dich und Dein ZNS an 0 zu gewöhnen. Und danach wirst Du vielleicht feststellen, dass Du wieder an dem Punkt gelandet bist, wo Du mit dem Benzo angefangen hast. Und dann wirst Du Deine Probleme erneut anschauen und einen anderen neuen Weg finden, um mit diesen Problemen fertig zu werden :roll: .

Das Benzo hat nur eine Decke zum Abschirmen über Dich geworfen - aber geholfen hat es nicht.

Alles Liebe
Cat :group:
Signatur
20 mg Fluctin: seit 11.1996 + 2 mg Alprazolam
75 mg Venlafaxin: seit 4/2004 + 2 mg Alpazolam
1 mg Alprazolam: Seit 16.11.2011
0,5 mg Alprazolam + 10 mg Diazepam: Seit 6.1.2012 abends.
20 mg Diazepam: seit 12.1.2012
17,5 mg Diaz: seit 20.1.2012 und weiterhin Venlafaxin
18,25mg: am 24..1.12. Gut geschlafen, Kaum Schwindel
17,5 mg Diaz.: seit 25.1.12. Schlafe bestens
15 mg seit 30.1.12
12,5 mg seit 6.2.12
10 mg seit 10.2.12 (keine gute Idee) 14.2. Es geht mir wieder gut.
7,5 mg seit 17.2.12
5,0 mg seit 25.2.12 (mal sehen wies wird) (26.2.12 Nacht war ungut)
6,25 mg seit 26.2.12
7,5 mg seit 29.2.12
7,0 mg seit 9.3.12 Tag und Nacht waren ungut. 1ste Mal gut geschlafen vom 12. auf 13. 3.12
6.0 mg seit 15.3.12 weil ich nicht stationär behandelt werden will. Wg. all der anderen Probleme, die auch noch anstehen. Also: LANGSAM UND STETIG
20.3. immer noch auf 6.0 mg. Schlafe schlecht. Wetteränderungen machen mir sehr zu schaffen.
28.3. Alles beim Alten

30.3. immer noch auf 6 mg Diaz. Gottseidank. Menier ist weg. Ich spüre neue Kräfte, werde stärker psych. und körperlich. Bin sehr Hoffnungsvoll !!!

9./10.4. Diazepam-Tropfen von AbZ, 11 Tropfen sind 5,5 mg Diaz. Kaum geschlafen, tags nur Durchfall.
11.4. 0 mg Diaz. Nicht geschlafen. Muskelkrämpfe
12.4. wieder umsteigen auf 6 mg Diaz Tbl. Ratiopharm = 3 Tbl. a´2 mg Diaz
15.4. abend 5,5 mg Diaz. Schlaf ging so einigermassen
21.4. 5.0 mg Diaz
12.5. 4.0 Diaz

26.5. 3.0 Diaz

09.6. 2,5 Diaz
19.6 2,0 Diaz
01.7 1,5 Diaz
07.7 2,0 Diaz
14.7. 1,5 Diaz
24.7 1,25 mg morgens statt abends
24.8. 0,00 mg

seit Januar 2013 37,5 mg Venlafaxin. Keine Absetzsymptome. Werde die 37,5 mg bald auch absetzen.

Im Februar 2014 37,5 mg Venlafaxin kalt abgesetzt. BITTE NICHT NACHMACHEN!

Das-kleine-Runde

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Das-kleine-Runde » Montag, 15.10.12, 9:18

Liebe Miena :) ,
aber der Absetzversuch ist jetzt ca. 2 Wochen her und ich habe so Angst, dass es nicht besser wird.
2 Wochen sind nicht viel. Hab mehr Geduld und mach Dir nicht so arge Sorgen. :)

Es kann auch 2 Monate dauern, bs Du stabil bist, ohne daß es ungewöhnlich wäre.

@ Cat: Sertralin ist ein SSRI, kein Benzo.
Im großen und ganzen ist das Konzept beim Absetzen zwar ähnlich, allerdings dauert es bei mißglückten AD-Absetzversuchen oft wesentlich länger, bis Aufdosieren zur Stabilisierung führt als beim Benzo.

Alles Liebe
Rundi :group:

Miena
Beiträge: 13
Registriert: Montag, 24.09.12, 16:14

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Miena » Freitag, 26.10.12, 15:30

Hallo,

entschuldigt bitte, dass ich mich jetzt erst melde, das neue Semester hat mich die letzten Tage auf Trap gehalten :)

Cat und Rundi, lieben Dank fürs Mutmachen :hug:

Dann will ich mal über die letzten Tage berichten: Schwindel und Übelkeit sind inzwischen viel besser geworden. Trotzdem will ich erstmal noch ein bisschen warten, bevor ich es mit einer weiteren Dosisreduzierung versuche.
Das Rezept für die flüssige Sertralin-Variante ahbe ich von meinem Psychiater anstandslos bekommen. Das Problem ist nur, dass die Zuzahlung dazu sehr hoch ist, das kann ich mir einfach nicht leisten. Ich fürchte, da führt für mich dann kein Weg an der Tabletten-Krümelei vorbei.

Liebe Grüße
Miena
Diagnose: wiederkehrende depressive Episoden von 2009 bis 2/2012
Medikation: Sertralin, 3 Jahre (im Zeitraum von 2009-2/2012 wechselnde Dosierungen von 75-150 mg)
Zusätzlich: L-Thyroxin seit 2/2012 wegen festgestellter autoimmuner Schilddrüsenerkrankung -> seitdem keine Depression mehr
Absetzverlauf (ab 3/2012, 100 mg Sertralin): alle 4-8 Wochen Dosisreduzierung um 25 mg, zuletzt knapp 4 Wochen mit 12,5 mg -> ichts bemerkt außer für wenige Tage leichter Schwindel
1. Absetzversuch (9/2012 mit 12,5 mg): nach vier Tagen starke Übelkeit & Bauchschmerzen, brain zaps, Schwindel,Wechsel von Schwitzen & Schüttelfrost, Kopfdruck, Benommenheitsgefühl, Weinerlichkeit -> abgebrochen
Aktuell: wieder zurück auf 20 mg

Das-kleine-Runde

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Das-kleine-Runde » Samstag, 27.10.12, 11:34

Hallo Miena :) ,

danke für Deine lieben Worte :) .
Schön, daß es Dir besser geht. :)

Wieviel müßtest Du denn für das Flüssigpräparat zuzahlen?

Alles Liebe
Rundi :hug:

Miena
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Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Miena » Sonntag, 28.10.12, 11:10

Guten Morgen ,

das wären so um die 50 Euro Zuzahlung :(

Liebe Grüße
Miena
Diagnose: wiederkehrende depressive Episoden von 2009 bis 2/2012
Medikation: Sertralin, 3 Jahre (im Zeitraum von 2009-2/2012 wechselnde Dosierungen von 75-150 mg)
Zusätzlich: L-Thyroxin seit 2/2012 wegen festgestellter autoimmuner Schilddrüsenerkrankung -> seitdem keine Depression mehr
Absetzverlauf (ab 3/2012, 100 mg Sertralin): alle 4-8 Wochen Dosisreduzierung um 25 mg, zuletzt knapp 4 Wochen mit 12,5 mg -> ichts bemerkt außer für wenige Tage leichter Schwindel
1. Absetzversuch (9/2012 mit 12,5 mg): nach vier Tagen starke Übelkeit & Bauchschmerzen, brain zaps, Schwindel,Wechsel von Schwitzen & Schüttelfrost, Kopfdruck, Benommenheitsgefühl, Weinerlichkeit -> abgebrochen
Aktuell: wieder zurück auf 20 mg

Das-kleine-Runde

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Das-kleine-Runde » Sonntag, 28.10.12, 12:36

Liebe Miena :) ,

danke. :)
Hmmm, wenig ist das nicht... :(

Alles Liebe
Rundi :hug:

Miena
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Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Miena » Mittwoch, 07.11.12, 14:08

Ja, das finde ich auch, Rundi :( Wenn ich das Geld hätte, würde ich es trotzdem machen, da der Zweck (einfacheres Ausschleichen) sich ja sehr lohnt, aber im Moment geht´s einfach nicht.

Dann will ich auch mal üner meine "neuesten Abenteuer" berichten ;-)
Gestern habe ich die Ergebnisse meiner Schilddrüsenwertkontrolle bekommen und dachte, ich schaue nicht richtig. Vor dem AD-Absetzversuch sah die Hormoneinstellung schon recht gut aus. Ich sollte nur reduzieren, weil die LT (Schilddrüsenmedikament)-Dosis anscheinend etwas zu hoch war und ich deshalb Herzrasen hatte. Die neuen Werte nach dem Absetzversuch und der LT-Reduzierung schauen dagegen sogar schlimmer aus als die vor Beginn der Schilddrüsenbehandlung und dementsprechend ging es mir leider auch die letzten Tage ...
Im Beipackzettel von Sertralin steht, es kann die Aufnahme der Schilddrüsenhormone behindern. Könnte mir vorstellen, dass der Absetzversuch und das erneute Einnehmen da dann einiges durcheinander gebracht haben?
Ich fühle mich total ratlos und weiß nicht, wie ich am besten vorgehen soll wegen dieser Wechselwirkung. Schleiche ich das Sertralin weiter aus, kann es sein, dass die neue Schilddrüsenhormondosis, die ich jetzt wegen der schlechten Werte nehmen soll, zu hoch für mich wird, was wieder Herz-Beschwerden machen kann. Bei der jetzigen Dosis des Schilddrüsenmedikaments kann ich aber aus Rücksicht auf das Sertralin-Ausschleichen auch nicht bleiben, da ich gerade voll in der Unterfunktion bin.
Das ist alles zum :frust:
Diagnose: wiederkehrende depressive Episoden von 2009 bis 2/2012
Medikation: Sertralin, 3 Jahre (im Zeitraum von 2009-2/2012 wechselnde Dosierungen von 75-150 mg)
Zusätzlich: L-Thyroxin seit 2/2012 wegen festgestellter autoimmuner Schilddrüsenerkrankung -> seitdem keine Depression mehr
Absetzverlauf (ab 3/2012, 100 mg Sertralin): alle 4-8 Wochen Dosisreduzierung um 25 mg, zuletzt knapp 4 Wochen mit 12,5 mg -> ichts bemerkt außer für wenige Tage leichter Schwindel
1. Absetzversuch (9/2012 mit 12,5 mg): nach vier Tagen starke Übelkeit & Bauchschmerzen, brain zaps, Schwindel,Wechsel von Schwitzen & Schüttelfrost, Kopfdruck, Benommenheitsgefühl, Weinerlichkeit -> abgebrochen
Aktuell: wieder zurück auf 20 mg

Das-kleine-Runde

Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Das-kleine-Runde » Mittwoch, 07.11.12, 16:21

Liebe Miena :) ,
Beipackzettel von Sertralin steht, es kann die Aufnahme der Schilddrüsenhormone behindern. Könnte mir vorstellen, dass der Absetzversuch und das erneute Einnehmen da dann einiges durcheinander gebracht haben?
Ich fühle mich total ratlos und weiß nicht, wie ich am besten vorgehen soll wegen dieser Wechselwirkung.
Von WW abgesehen, kommt es in der Absetzphase auch öfters zu Hormonwerten außerhalb der Norm (SD, weibliche Hormone etc.)
Ohne Vorerkrankung ist es dann ratsam, nur bei akut gefährlichen Werten medikamentös einzugreifen, weil sich die Schwankungen mit der Zeit von selber legen.
Vor dem AD-Absetzversuch sah die Hormoneinstellung schon recht gut aus.
Wenn die neuen Werte nicht absolut nicht zu tolerieren sind, wäre es vielleicht nicht falsch, erst mal abzuwarten und nicht die SD-Hormondosis zu erhöhen, aber das mußt Du selber entscheiden.
Wenn Du aber gut eingestellt warst, handelt es sich wohl um ene absetzbedingte Schwankung, die sich evtl. wieder ausgleicht.

Alles Liebe
Rundi :hug:

Miena
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Re: Neu und auf der Suche nach Rat - Sertralin

Beitrag von Miena » Freitag, 09.11.12, 15:08

Liebe Rundi,

wieder einmal vielen lieben Dank! Ich finde es echt beeindruckend, mit welchem Engagement und welcher Hilfsbereitschaft du hier aktiv bist :hug:

Ich habe mich jetzt entschieden, mein Schilddrüsenmedi zu erhöhen und hoffe, es war die richtige Entscheidung. Die Unterfunktionssymptome wurden die letzten Tage immer stärker und ich habe Angst, dass es sich noch weiter verschlechtert, wenn ich nichts unternehme. Da mein Körper durch das Hashimoto ohnehin zu wenig Schilddrüsenhormone zur Verfügung hat und das Sertralin die Aufnahme der vorhandenen Hormone womöglich noch verrringert, hoffe ich, mit der Erhöhung wird es mir jetzt besser gehen.
Sollte sich die Schilddrüsenhormonlage dann ändern, wenn ich mit dem Sertralin wieder weiter runtergehe und es irgendwann ganz absetze, muss ich die Hormondosis wohl wieder anpassen, da scheint leider kein Weg dran vorbeizuführen ... :wink:

Liebe Grüße Miena
Diagnose: wiederkehrende depressive Episoden von 2009 bis 2/2012
Medikation: Sertralin, 3 Jahre (im Zeitraum von 2009-2/2012 wechselnde Dosierungen von 75-150 mg)
Zusätzlich: L-Thyroxin seit 2/2012 wegen festgestellter autoimmuner Schilddrüsenerkrankung -> seitdem keine Depression mehr
Absetzverlauf (ab 3/2012, 100 mg Sertralin): alle 4-8 Wochen Dosisreduzierung um 25 mg, zuletzt knapp 4 Wochen mit 12,5 mg -> ichts bemerkt außer für wenige Tage leichter Schwindel
1. Absetzversuch (9/2012 mit 12,5 mg): nach vier Tagen starke Übelkeit & Bauchschmerzen, brain zaps, Schwindel,Wechsel von Schwitzen & Schüttelfrost, Kopfdruck, Benommenheitsgefühl, Weinerlichkeit -> abgebrochen
Aktuell: wieder zurück auf 20 mg

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