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Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
endelee
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von endelee » Dienstag, 08.10.13, 17:06

ja, habe ich doch geschrieben. nehme noch 3 x täglich 50.

oder warum fragst du?

LG endelee
Nehme wegen Nervenschmerzen seit 16.8.2010 Lyrica Es wurde ab und an weiter gesteigert. Bis 5.3.12 nahm ich 100 - 100 - 75.
Dann hab ich reduziert wie folgt:
5.3.12 -25 mg mittags
20.3.12 - 25 mg morgens
30.4.12 - 25 mg mittags
14.5.2 - 25 mg mittags
21.5.2 -25 mg mittags
Bis auf den letzten Schritt, der war nach einer Woche definitiv zu schnell, ging alles ziemlich problemlos.
Bei der letzten Reduktion 3 - 4 Tage Durchfall, Mattigkeit, etwas grippeartiges Gefühl, aber dann wieder gut.
Seit 21.5.12 75 - 0 - 75 Seit 10.12.12. 75 - 25 - 75
Habe im März 2013 25 abgesetzt und umgestellt auf 3 x täglich 50

Seit März 2013 Lyrica 50-50-50
Weitere Versuche abzusetzen stelle ich zurück, bis das mit dem Doxepin endgültig vorbei ist und der Körper etwas Ruhe hatte.

Zwischenzeitlich habe ich 10 mg Doxepin abgesetzt, wie ich jetzt weiß, zu schnell
15.09.12 - 2,5 mg
23.09.12 -2,5 mg
01.10.12 -2,5 mg
15.10.12 -2,5 mg

carriecat
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von carriecat » Dienstag, 08.10.13, 20:28

Habs echt überlesen, sorry :) War wohl schon zu spät auf der Arbeit eben, nicht mehr besonders aufnahmefähig :whistle:
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Liebe Grüße,
Anja
____________________________________________________________________
Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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sollte aus ihrer Moderatorenfunktion keine spezielle fachliche Kompetenz abgeleitet werden.


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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von padma » Dienstag, 08.10.13, 20:36

Hallo Endelee, :)

herzlichen Glückwunsch, :party: :party: :party:
das freut mich sehr. :D , war ja echt ein harter Kampf bei dir. :sports:
Danke für die Rückmeldung.

Viel Erfolg mit deiner Schulter.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Inga13 » Mittwoch, 09.10.13, 11:57

Hallo liebe Forummitglieder, ich habe hier im Forum vor einiger Zeit über meinen Entzug von Tetrazepam berichtet (Inga65). Nun hab ich ein weiteres Medikament (hoffentlich) erfolgreich abgesetzt: und zwar Mirtazapin. Ich habe über 4 Monate alle drei Wochen 1,5 mg runterdosiert. Zu Anfang hab ich mit dem Tablettenzerteiler geteilt und mir dann die Dosis in der Apotheke mischen lassen (ca. 30 Euro je Schritt). Ausgangsdosis waren 15 mg, die ich für ca. zwei Jahre genommen hatte. Ich hatte mäßige Absetzsymptome, anfänglich deutlich stärker als bei den letzten Schritten. Momentan nies ich sehr häufig und hatte auch stark juckende Augen, was allerdings schon besser geworden ist. Meine Schlafstörungen halten sich in Grenzen. Ich befürchte allerdings, dass das Mirtazapin bestimmte Schmerzen gedämpft hat, die jetzt wieder stärker auftreten: Rückenschmerzen und empfindliche Zähne z.B. Trotzdem fühl ich mich insgesamt gut, bin froh, dass ich nicht schneller runterdosiert hab und hoffe mal, dass nichts Schlimmeres mehr an Absetzbeschwerden kommt. Ich würd gern eine Signatur anhängen, aber ich find sie im persönlichen Bereich nicht. Viele Grüße
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Jamie
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 09.10.13, 12:55

Hallo Inga,

die Signatur kann erst angehängt werden, wenn man als Benutzer freigegeben wurde, was eben erfolgt ist.
Sollte es nicht klappen, logge dich aus, erneut ein und probiere es dann noch mal :)

Generell ist es nicht günstig, wenn man sich unter zwei verschiedenen Nicknamen hier anmeldet; das führt zu Verwirrung bzw. ist eigentlich nicht gestattet.
Du brauchst dir jetzt keine Gedanken machen, aber sowas bitte vermeiden. Danke.

Grüße und toll, dass du es vom Mirtazapin weggeschafft hast

Jamie
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Jamie
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 09.10.13, 13:02

Inga,

kann es sein, dass du unter inga74 registriert warst?
Wenn ja, würde ich den alten account deaktivieren.

Grüße
Jamie
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Eulensohn
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Eulensohn » Sonntag, 15.12.13, 0:07

Hallo Leute,


ich melde mich mal wieder. Schon vorab: mir gehts bestens. hier meine Geschichte, wer sie wissen will:

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 065#p55065 (kleines rundes kannst sie in den ersten beitrag setzen ;) )


Habe 4 Jahre Mirta genommen, erst lange 15 mg, dann 30 auf 45 mg, um dann mit 10 mg Cipralex ( von dem ich übrigens NICHT impotent wurde) nochmal nachzuhelfen. Das alles habe ich dann innerhalb eines guten halben Jahres abgesetzt. Bei Cipralex war es mir nach dem Absetzen ab und an mal übel, aber das verging recht schnell. Beim Mirta hatte ich am Anfang Schlafprobleme, die sich dann auch verflüchtigen. Mit verschiedenen Maßnahmen (z.B. Fleiß im Beruf, neue Hobbys, Sport, Frauen) habe ich bis heute meine Depressionen auf Abstand gehalten. Dennoch merke ich, dass ich an schlechten Tagen melancholischer sein kann als andere. Aber das ist halt unser Los, einfach damit abfinden, so sind wir nun mal :group:

Also es ist definitiv möglich.

LG und viel Glück und Freude an alle anderen!
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Jamie
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Jamie » Sonntag, 15.12.13, 0:28

Hallo Eulensohn,

Glückwunsch zu einem Leben ohne AD!
Ich hoffe, dass es dir weiterhin gut gehen wird. Kleine Durchhänger sind bei jedem Menschen normal. :roll:

Das Kleine Runde hat zum Jahreswechsel 2012/2013 aufgehört in diesem Forum mitzuwirken. Hier ist mittlerweile eine neue Crew am Start. Nur als Info.

Grüße und Danke für die Rückmeldung.
Jamie
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Genumat
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Genumat » Samstag, 21.12.13, 13:34

Ich bin voll begeistert von diesem Forum. Ich möchte auch jedem gratulieren der es geschafft hat und alles gute.

petra1111
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von petra1111 » Freitag, 10.01.14, 17:31

Reihe mich hier ein :-):

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=7850

Euch alles Liebe :-)
- postraumatische Angsterkrankung mit Vermeidungsverhalten (über Jahrzente trotzdem gut damit gelebt)
- auf eigenem Wunsch amb. Psychotherapie von 1997-2000 (ohne Medis)

- 2008 urplötzlich nach einer ruckhaften Bewegung anhaltende masssive Herzrhytmusstörungen. Es folgten mehrere Krankhenhausaufenthalte. Ursache 3 Jahre nicht entdeckt (Zwerchfellbruch wobei der Magen gegen das Herz drückte). Schlußfolgerung der Ärzte in dieser Zeit: Psyche und mehrere Versuche mit Psychopharmaka vergeblich dagegen zu steuern!

2011 Tranxilium vom Hausarzt (8 Monate), Imap, Anafranil, irgend ein Neuroleptikum,Tavor, Betablocker... ich wurde immer "unruhiger, ängstlicher, verpeilt... das volle Programm. Es folgten Magen-Darm-Probleme, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und ständig andere Symptome.

- 2013 immer mehr Angstverstärkung, deshalb im Juli 2013 Psychosomatische Klinik. Dort Fluoxetin bekommen, auf welche sich schlimmste NW einstellten (nach 1 Woche abgebrochen, wegen Druck seitens der Klinik Medikamente trotzdem weiterzunehmen)

- August 2013 für 8 Wochen stationärer Aufenthalt in einer anderen Psychosomatischen Klinik, Serotoninsyndrom auf Fluoxetin diagnostiziert. Hier Tavor, Seroquel (nicht vertragen) danach zum wieder Runterdosieren des Benzos Opipramol aufdosiert bis 150 mg. Zwar absolute Besserung, dennoch ständig im Nebel, ab und an Zwangsgedanken/Gefühle, deshalb nach der Entlassung Opipramol wieder ausgeschlichen.

- Dez. 2013 keinerlei Psychopharmaka mehr, ich hatte das Gefühl langsam wieder normal zu werden.

- Anf. 2014 nach OP mit Vollnarkose, Kopfschmerzen begann langsam erneute Verschlechterung. Im Mai 2014 dann irgendwas im MRT gesehen - daraufhin Totalabsturz

- Juni 2014 wieder stationärer Aufenthalt, Tavor zum Einschleichen von Saroten. 150 mg sollte ich nehmen, habe mich aber nur auf 75 mg eingelassen. Tavor nach 6 Wochen wieder raus.

-Juli 2014 9 Wochen Tagesklinik, ab hier ging es bergauf, allerdings massive Schweißausbrüche und permanente Schlafstörungen. Am Entlassungstag!!!!: Sie müssen sofort mit dem Saroten raus, ihre Blutwerte passen nicht.

Auf 50mg runter, 2 Wochen später auf 25 mg, 6 Wochen später auf 12,5 mg

Ab 21.10.2014 insgesamt 4 Monate auf NULL

- 23.02.2015 leider erneuter AD Einstieg von 3,125 mg, auf 5 mg/ 10 mg/20 mg/ 25 mg
Seit März 2015 bis heute 25 mg Anafranil

- 25.07.2015 20 mg Anafranil
- 02.11.2015 15 mg Anafranil
- 15.03.2016 12,5 mg Anafranil
- 15.04.2016 10 mg Anafranil

Rik
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Rik » Dienstag, 14.01.14, 20:58

Hallo,

da immer hunderte von Problemen im Netz schreiben und die die keine hatten still schweigen und sich
nicht mit der Sache beschäftigen trage ich meinen Senf mal bei.

Habe

in Kombi 30mg Mirta am Abend auch 20mg Citalopram nehmen müssen.

Das Citalopram konnte ich ohne ausschleichen von jetzt auf heute weg lassen.
Ich hatte zum schlafen noch das Mirta und ich habe bis auf eine Woche leichte Reizbarkeit
nichts gemerkt.

Ich hatte auch nie wieder verlangen dannach es nehmen zu wollen.....

Wie gesagt so kam ich von dem einem Zeug weg, Mirta bleibt mir noch
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petra1111
03-2012 Mirtazapin
- jetzt aber nur noch 4mg da es mir eigentlich gut geht

wegen einer Lebenskrise ( dep. Verstimmung )

hat mir geholfen etwas ruhiger zu werden und schlaf zu finden ...

easygoing
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von easygoing » Mittwoch, 19.02.14, 17:25

Hallo Community,

dann reihe ich mich mal hier ein.
Nach 4 Monaten auf NULL ist es, denke ich, auch Zeit.

Wünsche allen, die noch dabei sind auszuschleichen viel viel Geduld und Erfolg

Viele Grüße
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nur aus dem Gedächtnis ;) Keine Gewähr auf Genauigkeit:

ca. 2005 Venlafaxin 75mg Diagnose Depression
seitdem genommen, und erster Versuch des Absetzens ca. 2008. Von 75mg auf 37,5mg
Nach 3-4 Tagen Absetzsymptome: Schwindel, depressive Verstimmung, sehr hohe Wetterfühligkeit. Wieder 75mg genommen und immer mal wieder versucht auf 37,5 zu reduziere. Immer wieder die gleichen Symptome beim Reduzieren.
Bis ca. Nov 2011 bei 75mg geblieben, weil ich dachte meine Depression wäre noch da. Dann stieß ich auf dieses Forum und setzte langsam ab.
- Bis juli 2012 langsam bis auf 12,5mg ohne Probleme reduziert.
- Dezember 2012 Blut im Urin. Verdacht auf Blasenentzündung. Gabe von Ofloxocin (Antibiotika). Dadurch starke Depressionen. Bis Ende Januar Schmerzen und mehrere KKH-Aufenthalte mit Diagnose Harnleitersteine. Ende Januar Entfernung der Steine
- Februar etwas Besserung auch durch Psychtherapie
- Mitte März Reduktion auf 6,5mg. Besserung
- Mitte April Reduktion auf 5mg. besserung ca. 6 Wochen stabil
- 3. Juni 10 Kügelchen ^= ca. 3,3mg Venlafaxin
- 2. Juli 7 Kügelchen ^= ca 2,3mg Venlafaxin
- 1. August 2013 4 Kügelchen ^= ca. 1,2mg Venlafaxin
Venlafaxin Winthrop 75mg)
- 05. September 2013 > 1 Kügelchen ^= ca. 0,3mg Venlafaxin
- 07. Oktober 2013 NULL

pina
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von pina » Mittwoch, 12.03.14, 19:31

Schade, das hier so wenige Beiträge sind.
Falls jemand Seiten mit ähnlichen Inhalt kennt,
würd ich mich über die Links freuen.

Immer auf der Suche nach Menschen die die Depression hinter
hinter sich gelassen habe.

LG
Pina
7 Jahre Cymbalta seit Juli 2011
:schnecke: 5 Jahre Cymbalta am Reduzieren seit 2013 :schnecke:

Fast ist das Licht am Tunnel erreicht... die letzten Stücke so schwer, aber das Licht ist stärker als die Angst abzustürzen. Der letzte Schrit ist da, Cymbalta wird verbannt in dem Feuer des Schicksalbergs...

Reduzierung CYMBAL*TA

0 - 0 - 0 seit dem 08.07.2018

1 - 0 - 0 = 0,11 mg seit 21.05.2018

2 - 0 - 0 = 0,22 mg seit 01.05.2018

3 - 0 - 0 = 0,33 mg seit 09.04.2018

3 - 1 - 0 = 0,45 mg seit 04.03.2018

3 - 2 - 0 = 0,56mg seit 30.01.2018

3 - 3 - 0 = 0,6666mg seit 29.12.2017

4 - 3 - 0 = 0,777mg seit 18.09.2017

4 - 4 - 0 = 0,8888 mg seit 02.09.2017

5 - 5 - 0 = 1,1 mg seit 13.08.2017

6- 6- 0 = 1,3 mg 08.08.17

7- 7-0 = 1,5 mg 25.07.2017

8- 8- 0 = 1,7777... mg seit 08.07.2017

9 - 9- 0 = 2 mg seit 01.07.17

10 - 10 - 0 seit 04.06.2017 = 2,22 mg

13 - 13 - 0 Kügelchen = 2,89 mg seit 30.04.2017

Es geht weiter - diesmal wieder normal und kein MT
Von 21 - 21 - 0 bin ich auf 17 - 17 - 0 Kügelchen = 3,78 mg seit 06.03.2017

von 25 auf 2x 21 Kügelchen, das entspricht 2,3 mg - 2,3 mg = 4,6mg aktuell seit November...

27.10.2016 25 Kügelchen - 25 Kügelchen -0

3,3mg - 3,3mg - 0 seit 27.07.2016 (30 Kügelchen -30Kügelchen - 0)

4,5 mg - 4,5 mg - 0 seit 04.06.2016 genaue Dosis Berechnung ab dem 30.06.2016( 41 Kügelchen - 41 Kügelchen -0)

---------- Werte nicht genau, da Kapsel immer mitberechnet wurde:

8,01mg - 8,01 mg - 0 seit 30.06.2016

8,91 mg - 8,91mg - 0 seit 04.06.2016
9,91 mg - 9,91 mg - 0 seit 02.05.2016
11,6638mg - 11,6638mg - 0 seit 09.04.2016
13,867mg - 13,867mg - 0 seit 05.03.2016
17,35mg - 17, 35 mg - 0 mg seit 15.01.2016
18,86mg - 18,86 mg - 0 seit 19.09.2015
20,5 mg - 20,5 mg seit 14.08.2015
22,32 mg - 22,32 mg 24.07.2015
24mg - 24mg- 0 19.06.15
27mg - 27 mg - 0 24.05.2015

12.11. 2014 bis 23.05.2015 erhöht auf 30mg - 30mg - 0
13,68 mg - 13,68mg - 0 seit 04.11.2014
15,2 mg - 15,2mg - 0 seit 11.10.2014
18, 05mg - 18, 05mg- 0 seit 11.09.2014
19,22mg - 19,22mg - 0 seit 30.08.2014
25, 7mg - 25, 7 mg - 0 seit 14.08.2014
30mg - 30mg - 21.05.2014
4,45gn - 4,45gn - 0 gn seit 29.04.2014
4,98gn - 4, 98 gn - O seit 09.02.2014
5, 24gn - 5, 24 gn-O seit 28.12.2013
4, 82gn - 4, 82gn - 0 seit 26.12. 2013
5.24 gn - 5.24gn - 0 seit 01.12.2013

Hier hab ich mit Waage angefangen,
bitte andere Maßeinheit beachten.
Muss noch irgendwie umrechnen.
52 - 52 - 0 Cymbalta seit 01.11.2013
54 - 54 - 0 Cymbalta seit 29.09.2013
60 - 60 - 0 Cymbalta seit Juli 2011
50 mg Thyronajod seit Mai 2013
(10 Tage im Monat 100 mg Uterogest vor Periode) seit Mai 2013

Valporinsäure 600 mg - Jan bis Juli 2013

Es wurde noch versucht mir im Herbst 2012 Lamotregin als Stabilisator einzuschleichen, aber ich hab es nach 2 Wochen selbst langsam reduziert und nicht mehr genommen.

Danach Seroquel Retard - hab ich bereits nach 2 bis 3 Tage nicht mehr genommen, weil es mich total sedierte und ich auch nicht eingesehen habe, warum noch mehr Tabletten.

Sommer 2011 schwere depressive Episode

Dauer Symptome unter Cy-m-balta:
Gewichtsprobleme
Hyperpigmentierung im Gesicht
Trockene Haut
Verstärkter Bartwuchs (unnatürlich für Frau)

ataraxia
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von ataraxia » Montag, 17.03.14, 15:56

Hallo Pina,
mich hat das aufgemuntert, hier findet man einige Videos von recovery stories nach dem Absetzten von SSRI/Benzos (es wird aber irgendwo auch erwähnt, dass es bei vielen Menschen einige Jahre dauern kann, sei es 1 Jahr bis zu 4 Jahren; mich hats trotzdem motiviert hoffnungsvoll zu bleiben):
http://cepuk.org/recovery-stories/
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carlotta
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Medikation: Citalopram 20-30mg. 3 Jahre genommen.

3 Monate lang ausgeschlichen (zu schnell!), seit Ende April 2013 medikamentenfrei und im protrahierten Entzug

Nach 6 Monaten kleine Besserung, nach 18 Monaten große Besserung! Nach 2 Jahren gesund.

Nin
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Nin » Dienstag, 13.05.14, 20:44

Hallo ihr Lieben!

Seit acht Monaten nun bin ich Medikamentenfrei. Zeitweise war es schwierig und ich zweifelte häufig, ob ich das alles so durchhalten möge...aber ich habe bekommen wonach ich mich unter Medikamenten so lange gesehnt hatte: ich kann wieder fühlen - lachen, Lust empfinden, weinen, traurig sein. Sogar mein Ursprungsgewicht habe ich langsam aber sicher wieder erreicht :). Zwar konnten traurige Phasen auch mal heftig werden und mir Angst vor einer erneuten Depression einjagen, jedoch war die Angst vor einer erneuten Medikamenten Einnahme stärker und so erarbeitete ich mir unter fortlaufender therapeutischer Hilfe alternative Strategien und begann zudem wieder regelmäßig Sport zu treiben. Nach acht Monaten kann ich mit Gewissheit sagen, das Thema ist jetzt Geschichte, ich werde ein Leben ohne Medikamente führen. Ich schließe mich allerdings den Vorrednern an und sage auch, dass die gelegentliche Melancholie uns weiterhin stärker trifft als andere Menschen. Wir müssen dies einfach akzeptieren, uns annehmen und lieben wie wir sind. Wir müssen stets wachsam sein, für uns sorgen und auf sensible und reflektierte Weise in uns und unsere Bedürfnisse hineinhorchen. Ich für meinen Teil habe gelernt für mich zu sorgen und auf mich aufzupassen...das schafft ihr auch! Und auch wenn der Weg steinig und hart erscheint, es lohnt sich durchzuhalten und zu hoffen. Ich wünsche allen, die auf diesem Weg sind viel Kraft und Erfolg!

Nin
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Diagnose: Schwere Depression, Angststörung
Venlafaxin: 150 mg
Seit ca. März 2013 - September 2013 schrittweise abgesetzt
Von 150 mg auf 112,5 mg, ca. 6 - 7 Wochen lang
weiter abdosiert in 37,5 mg Schritten, gehalten über die gleiche Dauer
37,5 mg abdosiert durch Entnahme der einzelnen Tabletten in der Kapsel (jeweils ca. 3 Wochen bis Null)

Signatur von Lucky:

Diagnose: Depressionen, Stimmungsschwankungen (Aggressionen)
Anfang Dezember 2013: Valproat 2 x 300 mg
Ende Dezember 2013: Valproat 4 x 300 mg + Paroxat 2 x 20 mg

Mitte April Nebenwirkungen: juckender Ausschlag am Handgelenk
eine Woche später: Absetzen der Medikamente ohne Ausschleichen (Dauer: 2 Wochen), Verbreitung des Ausschlags über den gesamten Körper, nach 2 Wochen Wiedereinnahme der Medikamente nach gewohnter Dosis

Kassiopeia
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Kassiopeia » Dienstag, 22.07.14, 20:37

Danke Nin für diesen Mut machenden Post!

Jetzt habe ich ein Vorbild für meinen Weg!

Alles Liebe
Kassiopeia
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ichgebenichtauf
Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

Sheldon
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Sheldon » Sonntag, 02.11.14, 15:33

So, dann will ich mich auch mal hier einreihen...

Ich habe erfolgreich Trimipramin abgesetzt. Wie aus meiner Signatur ersichtlich, hatte ich eine Dosis von 75 mg/d über einige Jahre und dann ca. ein Jahr lang schrittweise reduziert.

Seit 01.07.2014 bin ich nun auf Null, und ich kann nur sagen, dass es mir bislang gut geht. Keine Anzeichen einer wiederkehrenden Depression, keine über das Normalmaß hinausgehenden Schlafstörungen - dafür aber viel mehr Energie, weniger Tagesmüdigkeit... (Und ich hatte immer behauptet, keine NW gehabt zu haben!)

Was mir dabei sicherlich auch geholfen hat und noch immer hilft, ist die Tatsache, dass ich bei einem Therapeuten in Behandlung bin, der für mich ein absoluter Glücksgriff ist und mir sehr, sehr hilft. Ob ich es ohne ihn so reibungslos hinbekommen hätte, weiß ich nicht. Doch für den Moment freue ich mich einfach, nun schon ganze vier Monate "clean" zu sein und auch eine schwere Belastungssituation so durchgestanden zu haben. Sicher gab es Momente, in denen es mir gar nicht gut ging, weil einfach die Situation zuviel war. Doch dann sagte ich mir immer wieder, dass kein Medikament der Welt etwas an den Umständen ändern kann, die mir aktuell zu schaffen machten (was auch mit meiner anderen Grundproblematik zusammenhängt, so dass ich da weniger belastbar bin). Und mit vielen Gesprächen mit meinem Therapeuten, aber auch mit meinem Chef (!) habe ich es letztlich geschafft, auch da durchzukommen.

Ich vermisse Trimipramin überhaupt nicht. Sollte ich noch einmal das Gefühl haben, etwas zu brauchen... Ich denke, ich würde es zunächst mit Homöopathie versuchen, wo ich Ungläubige nun doch überzeugt wurde, dass es wirkt.

Was mich auch in der Richtigkeit meines Entschlusses bestärkt hat, war das Buch "Die sedierte Gesellschaft" von Lena Kornyeyeva, das mir in der Bibliothek zufällig in die Hände fiel. Inzwischen habe ich es mir selbst gekauft, weil ich das sicher noch mehr als einmal wiederlesen werde.

Und ich möchte an dieser Stelle allen Mut machen, die sich auch gerade am Absetzen versuchen und immer mal wieder meinen, verzweifeln zu müssen: Es geht immer weiter, und ich wünsche euch alle Kraft, die ihr für euren Weg braucht! :)
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Aktuelle Symptome: psychosomatische Reaktionen (Rücken, Kopf); extreme Erschöpfung mit Depressionsneigung

bisherige Medikation(en)
03/2007-04/2007: Aponal/Doxepin (Dosis unbekannt) [gut vertragen, von Arzt ohne vorherige Rücksprache abgesetzt]
03/2007-05/2007: Tavor (Dosis unbekannt)
04/2007-12/2007: Remergil 30 mg/d [heftigste, z.T. paradoxe Nebenwirkungen; wurde zur Einnahme "erpresst"]
06/2007-07/2008 (geschätzt): Valproinsäure 1100 mg/d [heftige Nebenwirkungen, problemlos abgesetzt]
10/2007-12/2007: Risperdal 2 mg/d [heftige Nebenwirkungen; wurde zur Einnahme "erpresst"]
10/2007-12/2007: Seroquel 100 mg auf Bedarf / Atosil (Dosis unbekannt) auf Bedarf [keine Wirkung]; zum Schlafen auf Bedarf Sonata, Ximovan (?)
seit 12/2007: Trimipramin 75 mg/d

außerdem seit 2009: 100 µg/d L-Thyroxin (SD-Unterfunktion)
plus Allergiemittel (seit 2006) plus Pille (seit 1993)

ein gescheiterter Absetzversuch mit Trimipramin ca. 2010/2011: stufenweise über mehrere Wochen runter von 75 mg --> 50 mg --> 25 mg, dann wegen heftiger Symptome wieder hochdosiert; das alles im Alleingang, ohne Arzt wegen fehlender Vertrauensbasis

________________________________________________________________________
Pille abgesetzt 06/2013 (problemlos)
Beginn Hyposensibilisierung wg. Allergie 09/2013

Trimipramin - Anfangsdosis: 75 mg/d (seit 12/2007)
Verlauf Reduktion
25.08.2013 - 50 mg/d
01.10.2013 - 45 mg/d (25 mg Tablette + 20 mg Tropfen)
01.11.2013 - 40 mg/d (25 mg Tablette + 15 mg Tropfen)
01.12.2013 - 35 mg/d (25 mg Tablette + 10 mg Tropfen)
01.01.2014 - 30 mg/d (25 mg Tablette + 5 mg Tropfen)
01.02.2014 - 25 mg/d (25 mg Tablette)
01.03.2014 - 20 mg/d (20 mg Tropfen)
01.04.2014 - 15 mg/d (15 mg Tropfen)
01.05.2014 - 10 mg/d (10 mg Tropfen)
01.06.2014 - 5 mg/d (5 mg Tropfen)
01.07.2014 - 0!!!

drehwurm
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von drehwurm » Sonntag, 02.11.14, 17:41

Hab ganz lieben Dank, sheldon!
Das mach tmir, die ich es noch vor mir habe, wirklich ganz viel Mut, dass man es schaffen kann und auch diese Zeit schafft!

Alles Gute für Dich auch weiterhin!
Aufstehen, Krone richten, weitermachen!!!

Schwindelgeplagte seit Oktober 2013, bis Ende Januar keine passsende Diagnose, dann wenigstens Verdachtsdiagnose mit entsprechender Therapie, die dann auch weiterhalf;
Ab 29.1.14 Venlafaxin eingeschlichen, 14 Tage 37,5 mg, dann auf 75 mg,
dabei geblieben bis Ende Juni 14, danach "Ausschleichen" ab 24.6.14 (ohne genaue Infos) über 5 Wochen mit täglich gleicher Dosisverringerung nach der Kügelchenmethode.
Ab 29.7.14 ohne Venlafaxin, jetzt Absetzsymptome... vermutlich aber noch vergleichsweise "mild", jedoch schließlich deutlich Schlafstörungen und Schwindel, nicht mehr alltagskompatibel >>nach 4 Wochen Entscheidung zum Wiedereindosieren:
27.8.14 mit 12,5 mg (=40 Kügelchen), am
2.9.14 dann Erhöhung auf 50 Kügelchen (ca. 15,6 mg) bei abnehmenden Entzugssymptomen, massive Schlafstörung
08.09.2014 Besserung spürbar,aber weiterhin sehr einschränkende Schlafstörungen mit viel, viel zu frühem Aufwachen, sonst keine Symptome mehr...
ab 21.9.2014nochmal kleine Erhöhung auf 60 Kügelchen (= ca. 18,5 mg) --- Beruhigung der Lage, Wohlfühlen, gut nach ca. 3 - 4 Wochen;
29.11.2014 erste Reduzierung um 10%, d.h. 54 Kügelchen (=ca. 16,65 mg): die ersten beiden Wochen gut vertragen, dann Absetzsymptome, jedoch auszuhalten
04.01.2015 nächster Schritt um 10%, jetzt noch 48 Kügelchen (=14,8mg); recht bald Absetzsymptome für ca. 12 Tage, erträglich;
08.02.2015 wieder 10%, jetzt 42 Kügelchen (=12,95), soweit gut vertragen;
08.03.2015 erneut 10 % weniger, noch 36 Kügelchen (=11,1mg);
05.04.2015 weitere 10% runter - ich bin bei 30 Kügelchen (9,25 mg), und das sind 50% der Dosis bei der ich das erneute Absetzen begonnen habe! Strike!!! :D
01.05.2015 die nächsten 10% - es sind noch 24 Kügelchen (7,4 mg) - es geht gut soweit
29.05.2015 und nochmal 10% - entspricht 18 Kügelchen = 5,55mg, weiterhin läuft es gut, nur ganz wenig zu spüren, das halte ich durch!
26.06.2015 es geht "rauswärts" auf 20% der Dosis 12 Kügelchen = 3,7mg , anfangs wieder wahrnehmbare Symptome wie Schwindel, Benommenheit, Abgeschlagenheit, nach einer Woche wieder besser
23.7.2015 der nächste Schritt, runter auf 10% =6 Kügelchen=ca. 1,85 mg - es geht gut!
21.8.2015 es ist geschafft - 0 mg Venlafaxin! Keine Folgen des Absetzens - genial!!!

Begleitend: Vit. D (1x/Wo), Vitamin-B-Komplex (tägl), Omega3-Fettsäuren

auftrebe
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von auftrebe » Montag, 15.12.14, 8:57

Liebe Foris

ich geselle mich auch zur Rude derjenigen, die abgesetzt und nicht vorhaben, wieder zu den Medis zurückzugehen.
Ich habe nach zwei gescheiterten Absetzversuchen (der zweite grandios gescheitert mit dem Resultat, dass ich mich in der schlimmsten Krise meines Lebens befand mit zahlreichen Symptomen, die ich vorher nie hatte) Cipralex abgesetzt, das ich seit Anfang 2009 genommen habe.

Seit dreieinhalb Monaten bin ich frei von Medikamenten. Ich habe sehr langsam abgesetzt - von Cipralex 10mg und 5mg Mirtazapin Anfang 2012 habe ich zuerst Mirta abgesetzt und dann Cirpalex. Hat quasi insgesamt 2.5 Jahre gedauert. Wie zu erwarten, waren die kleinen Schritte am Ende - besonders von 5mg auf 0mg - die schwersten... Da sieht man man wieder, dass die Wirkung/Nebenwirkungen nicht proportional zur Medikamentenmenge sind...

Nun, ohne Medikamente, mir geht es ganz okay - beschwerdefrei von Absetzsymptomen bin ich zumindest.
Ich lerne, besser mit schlechten Tagen umzugehen und nicht in Panik zu verfallen, wenn ich mal nicht schlafen kann. Zur Not helfen dann auch mal Baldriantropfen - die nehme ich dann lieber ab und zu mal als Antidepressiva.

Vor zweieinhalb Jahren war ich so verzweifelt, dass ich niemals gedacht hätte, ich könnte das schaffen. Immerhin hatte ich da schon zwei Absetzversuche hinter mir! Daher bin ich jetzt sehr stolz, endlich ohne Medikamente zu sein, das erste Mal seit fast 6 Jahren.
Der Weg war nicht einfach, aber das wichtigste ist Geduld... Zwei Jahre habe ich mir Zeit genommen, die 10 mg abzusetzen. Ja, und es brauchte wirklich so lang! Dazu habe ich begleitend eine Therapie gemacht, die mir sehr geholfen hat.

Insgesamt ist es wichtig, die Erwartungen gering zu halten, das habe ich gelernt. Mir geht es nicht perfekt, ich hatte schon viel bessere Zeiten, aber auch schon schlimmere! Die schlechten Zeiten im Leben zu akzeptieren lernen ist meine wichtigste Lessen learnt...

Good days come, good days go. Bad days come, bad days go! Mein neues Mantra... Ich kann lernen, anders mit depressiven Phasen oder Panik umzugehen - Medikamente sind nur ein Weg, und den möchte ich nicht mehr einschlagen.

Also: Habt Geduld und Mut auf Eurem Weg!! :group:

Und vielen Dank für all die Unterstützung aus diesem Forum. Die guten Tipps, geduldige Antworten auf Fragen und die Ermutigung! :hug: DANKE!
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padmapetra1111Kassiopeia
Symptome: Schlafprobleme, Angst, Traurigkeit, Verzweiflung. Diagnose: rezidivierende Depression, generalisierte Angststörung
Medikation: Escitalopram 10 mg, 4 Jahre (seit 2009)
Zusätzlich: Mirtazapin 6 Monate (Februar - Juli 2012)
1. Absetzversuch: 2010 in 6 Monaten auf 0, wieder hochdosiert wegen Depression
2. Absetzversuch: 2011/2012 in 6 Monaten auf 0, wieder hochdosiert wegen Tinnitus, Schlaflosigkeit, Zwangsgedanken, Panik, Depressivität
derzeitiger Absetzverlauf:
Februar '12: 10 mg
August '12 >> Oktober '12: 7.5 mg
Oktober '12 >> Februar '13: 5mg
seit Dezember '13: 4mg (nun in Tropfenform)
3mg seit ca. dem 24.02.2014
2mg seit 10.05.2014
1mg seit 10.07.2014
0 mg seit 06.09.2014

petra1111
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Registriert: Samstag, 27.07.13, 17:31

Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von petra1111 » Dienstag, 16.12.14, 20:06

Hallo auftrebe,

das klingt so gut und ich wünsche Dir, dass Du Dein neues Leben ohne Medis vollauf geniessen kannst. Mit klarem Blick auf alles, was das Leben so bietet.

Solche Beiträge geben wahnsinnig viel Hoffnung für alle, die den Weg noch vor sich haben :)

GlG und DANKE Petra :)
- postraumatische Angsterkrankung mit Vermeidungsverhalten (über Jahrzente trotzdem gut damit gelebt)
- auf eigenem Wunsch amb. Psychotherapie von 1997-2000 (ohne Medis)

- 2008 urplötzlich nach einer ruckhaften Bewegung anhaltende masssive Herzrhytmusstörungen. Es folgten mehrere Krankhenhausaufenthalte. Ursache 3 Jahre nicht entdeckt (Zwerchfellbruch wobei der Magen gegen das Herz drückte). Schlußfolgerung der Ärzte in dieser Zeit: Psyche und mehrere Versuche mit Psychopharmaka vergeblich dagegen zu steuern!

2011 Tranxilium vom Hausarzt (8 Monate), Imap, Anafranil, irgend ein Neuroleptikum,Tavor, Betablocker... ich wurde immer "unruhiger, ängstlicher, verpeilt... das volle Programm. Es folgten Magen-Darm-Probleme, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und ständig andere Symptome.

- 2013 immer mehr Angstverstärkung, deshalb im Juli 2013 Psychosomatische Klinik. Dort Fluoxetin bekommen, auf welche sich schlimmste NW einstellten (nach 1 Woche abgebrochen, wegen Druck seitens der Klinik Medikamente trotzdem weiterzunehmen)

- August 2013 für 8 Wochen stationärer Aufenthalt in einer anderen Psychosomatischen Klinik, Serotoninsyndrom auf Fluoxetin diagnostiziert. Hier Tavor, Seroquel (nicht vertragen) danach zum wieder Runterdosieren des Benzos Opipramol aufdosiert bis 150 mg. Zwar absolute Besserung, dennoch ständig im Nebel, ab und an Zwangsgedanken/Gefühle, deshalb nach der Entlassung Opipramol wieder ausgeschlichen.

- Dez. 2013 keinerlei Psychopharmaka mehr, ich hatte das Gefühl langsam wieder normal zu werden.

- Anf. 2014 nach OP mit Vollnarkose, Kopfschmerzen begann langsam erneute Verschlechterung. Im Mai 2014 dann irgendwas im MRT gesehen - daraufhin Totalabsturz

- Juni 2014 wieder stationärer Aufenthalt, Tavor zum Einschleichen von Saroten. 150 mg sollte ich nehmen, habe mich aber nur auf 75 mg eingelassen. Tavor nach 6 Wochen wieder raus.

-Juli 2014 9 Wochen Tagesklinik, ab hier ging es bergauf, allerdings massive Schweißausbrüche und permanente Schlafstörungen. Am Entlassungstag!!!!: Sie müssen sofort mit dem Saroten raus, ihre Blutwerte passen nicht.

Auf 50mg runter, 2 Wochen später auf 25 mg, 6 Wochen später auf 12,5 mg

Ab 21.10.2014 insgesamt 4 Monate auf NULL

- 23.02.2015 leider erneuter AD Einstieg von 3,125 mg, auf 5 mg/ 10 mg/20 mg/ 25 mg
Seit März 2015 bis heute 25 mg Anafranil

- 25.07.2015 20 mg Anafranil
- 02.11.2015 15 mg Anafranil
- 15.03.2016 12,5 mg Anafranil
- 15.04.2016 10 mg Anafranil

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