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Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Mockingjay » Sonntag, 14.08.16, 12:43

Murmeline hat geschrieben:
VIDEO
danke für diesen Beitrag! Es ist, als ob ich meine eigene Geschichte höre. :shock: :cry: :evil:

Ein Beispiel aus dem Video (food sensitives): Ich habe das nicht bei meinen Diagnosen aufgelistet, aber seit einigen Jahren hatte ich zunehmend Magendarmprobleme, nun wurden nach langer Abklärung verschiedene Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen festgestellt. Wer weiss, vielleicht verschwinden diese wieder, wenn ich dann irgendwann mal weg bin von diesem Teufelszeug.
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Fluoxetin ab 2002, 2004 kaltes Absetzen ohne Probleme. Ab 2006 Wiederbeginn, Absetzversuche 2008/2010/2014 ohne Erfolg. Juni 2016 direkt von 20 auf 15mg -> schwere Probleme nach 2-3 Monaten, wieder aufdosiert.
Neuer Versuch ab Januar 2017 mit 1mg Schritten bis auf 10mg ab September 2017. 6 Monate Absetzpause.
Ab 18.04.2018 wieder rauf auf 15mg wegen akuter Krise. Vermehrte Angstzustände und Grübeln.
Seit 6.5.2018 Extremer Tinnitus und Übelkeit nach Kortisondepotspritze wegen Pollenallergie.
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 14.08.16, 13:10

Hallo Mockingjay,

bitte nimm das doch noch in Deine Signatur auf, ich finde sowas wichtig für den Kurzüberblick.
Und cih würde Dir wünschen, dass es auch wieder besser wird - wahrscheinlich nicht kurz nach dem absetzen, aber langfristig.

Ich finde das Video auch sehr beeindruckend - ich versende es immer, wenn ich jemandem schnell und eindrücklich deutlich machen will, was ein schwerwiegendes Entzugssyndrom ist und was für den den Betroffenen für Auswirkungen hat.

Paul hat übrigens auch hier berichtet, bei einem Meeting im UK-Parlament, Thema: Zusammenhang zwischen Anstieg von Antidepressiva-Verschreibungen und Anstieg der Langzeitkranken gleichzeitig. Hier stellt sich die Frage, ob die angeblich so effektiven Medikamente nicht eher zu schlechteren Behandlungsfolgen führen langfristig, z.B. durch Chronifizierung von Depressionen.
viewtopic.php?p=141284#p141284

Grüße, Murmeline
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Mockingjay » Sonntag, 14.08.16, 17:09

OK ich habs aufgenommen, ... ich will ja nicht mit meinen Diagnosen um mich werfen. Aber ja, vielleicht sind sie eben auch relevant, gerade wenn man sich dieses Video anschaut. Besonders auffällig sind auch Schilddrüsenkrankheiten in Kombination mit psychischen Erkrankungen.
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Jamie » Montag, 05.09.16, 12:00

Hallo, auch Mauseputz :) hat Positives zu berichten. Danke. Hier ihr Thread: viewtopic.php?f=35&t=11257&p=155849#p155849
Mauseputz hat geschrieben:Ihr Lieben,

ich möchte mich nochmal bei euch melden. Mir ist bewusst, dass viele von euch nicht nachvollziehen konnten, warum ich am Ende so schnell/ zu schnell mein Antidepressivum ausgeschlichen habe. Allerdings war es einfach überhaupt nicht mehr erträglich nur noch einkaufen gehen zu können, wenn ich vorher 3 Immodium geschluckt hatte, Sport oder ein Treffen mit Freunden in einem Kaffee oder Restaurant waren nicht mehr möglich usw.

Dennoch möchte ich euch nochmals sehr für euer tolles Forum danken. Die Hinweise und Tips, die ich hier bekommen habe, waren unendlich wichtig und gut für mich. So konnte ich zuordnen, dass nicht meine ursprüngliche Erkrankung wieder da war, sondern ich an Absetzsymptomen litt. Es hat mir großen Mut gemacht, dass ich das Zeug irgendwann wieder loswerden kann!

Anfang Juli habe ich es dann tatsächlich geschafft und habe die restlichen 0,3mg Escitalopram abgesetzt- ohne Folgen. Mir geht es gut. Ich weiß, ich muss gut auf mich aufpassen, um mich nicht mit einer erneuten Überforderung wieder in eine Depression zu bringen. Im Augenblick bin ich aber guter Dinge. Seit meiner letzten Einnahme habe ich mittlerweile 6kg Gewicht verloren- einfach so. :party2:

Ich möchte allen, die hier weiterkämpfen Mut machen- Murmeline hat recht. Zitat: "haltet es langsam und stabil." Irgendwann schafft der Körper es auch wieder ohne Chemie ins Lot zu kommen. Euch allen alles Gute.

Mauseputz
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Mockingjay » Mittwoch, 21.09.16, 11:59

Ist zwar nicht von mir aber sehr empfehlenswert zu lesen, mir macht seine Geschichte Mut, zumal ich auch eine generalisierte Angststörung habe.

http://www.adios-angst.de/antidepressiva-absetzen/
er gibt bald ein Buch heraus -> http://antidepressiva-absetzen.com/

LG
MJ
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Neuer Versuch ab Januar 2017 mit 1mg Schritten bis auf 10mg ab September 2017. 6 Monate Absetzpause.
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Simmi18 » Mittwoch, 21.09.16, 12:54

Hallo,

hatte mit Mischa auch gerade Kontakt. Wieder eine Erfolgsgeschichte, die zeigt, dass es möglich ist.

Davon kann man nicht genug lesen zur Motivation.

LG
Simone
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Burnout 2011 behandelt mit Citalipram und Opipramol
2011 Rehaaufenthalt Citalopram 20 mg
Januar 2012 Wiedereingliederung, die ich nach 4 Tagen abbrechen musste wegen Verschlechterung
Von da an 75 mg Venlafaxin
Job gekündigt und selbständig gemacht 2013
Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
Von Ärztin telefonisch auf 150 mg gesetzt
Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
Nach Reha noch Symptome und vom Arzt auf 225 mg rauf
Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
Alternative Behandlung mit Infusionen, Vit. b Mangel und D Mangel aufgefüllt
Leaky gut diagnostiziert, Ernährung umgestellt
Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
01.07. 0 mg :party2:

Seit Oktober Utrogest 200 mg wegen WJ

Weiterhin Vitamin B und D und Akupunktur

Jamie
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Jamie » Freitag, 23.09.16, 19:46

Hallo,

hier auch ein sehr ermutigendes Feedback von potatoiv :). Sie hat zwar noch eine Sache abzusetzen, aber verzeichnet sehr gute Heilungsschritte.

hier nachzulesen: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 7&start=20

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Hallo ihr Lieben,

also das Update :D : mir geht es schon viel viel besser....und es geht täglich weiter bergauf....insgesamt schwankt alles noch stark, aber gegen die totale Hölle von davor, bin ich sehr sehr glücklich....ich kann nur jedem sagen, einfach durchhalten, es ist erstaunlich was der Körper und auch das Gehirn an Regenerationsfähigkeit besitzen:
bei mir wurde es ja durch das AB Levoflox ausgelöst....damals vor 5 Jahren fand man noch weniger Aussagen dazu...heute kenne ich viele Artikel, die meine Hölle bestätigen...es wurde natürlich alles auf die Psychoschiene geschoben, weil ich auch eine harte Kindheit hatte, wobei ich bis zum AB nie Depressionen oder Ängste hatte, oder sonstige gröbere psy. Probleme....ich bekam dann Unmengen an Psychopharmaka wie jeder der Signatur entnehmen kann und dann wurde alles nur noch schlimmer als besser zu der Vergiftung durch das AB kamen Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen vom feinsten....
irgendwann verweigerte ich alle Medikamente und begann eigenständig langsam Auszuschleichen....ich nehme derzeit noch immer die 2,5 Zyprexa, weil ich erst möchte, dass sich mein Körper wirklich schön von allem Erholen Kann... 20 Entzüge viele davon kalt sind keine Kleinigkeit....das tut der Körper aber auch ganz brav, seit ich Ruhe gebe....
ich hatte damals extreme Angstzustände wirklich auf Panikattackenniveau aber 24 Stunden/ 7 Tage für ca. 2,5 Jahre....mit allem was dazugehört, schwerste Depressionen, Lähmungen, Schmerzen von KOpf bis Fuss, extremen brain fog, extreme Demenz ( wusste nicht mal mehr die Vornamen meiner Eltern oder wie man sich die Schuhe bindet) und und und....alles was man sich nur vorstellen kann....ich habe das alles wirklich nur knapp überlebt....
heute ist meine Depression stark schwankend...mal ein Tag mittel, mal leicht, dann wieder ganze Tag bin ich völlig frei davon :D :D :D und die Abstände werden immer größer...die freien Tage immer mehr...jede Woche wird es mittlerweile besser und das obwohl so viele Jahre kaum etwas besser wurde, Ängste sind überhaupt gar keine Vergleich mehr...nur mehr situationsbezogen und viel milder....wird auch jede Woche besser, Schmerzen nur mehr ganz selten, brain fog fast ganz weg, nur mehr bei Anstrengung, Demenz sogut wie weg ( nur mein Orientierungssinn ist noch schlechter wie zuvor), keine Unruhe mehr :D :D :D :D - die war am schlimmsten, kein Elendsgefühl mehr, was auch ganz furchtbar war...oder nur noch ganz selten usw. usf....
Ich bin trotzdem noch immer nicht arbeitsfähig, weil ich sehr schnell erschöpfe und kaum belastbar bin....aber kein Wunder nach diesen Strapazen... :o
Ich bin der festen Überzeugung, dass ich in einem Jahr oder 1,5 Jahren wieder ganz hergestellt bin! Ich spüre richtig wie sich mein Körper schritt für schritt endlich erholt.
Im Frühjahr werde ich noch ganz vorsichtig und langsam das Zyprexa ausschleichen....dann ist mein Körper wirklich gut genug erholt dafür.
Ich hoffe Ende nächsten Jahres wieder arbeitsfähig zu sein.

Bitte gebt alle niemals auf....wenn ich mich erholen kann, dann könnt ihr das auch....ich war wirklich ein ganz hoffnungsloser Fall!!!! Es kann wirklich Jahre dauern, aber es wird wieder!!!

Ich wünsche jedem von euch, dass ihr das gut durchsteht und bald wieder richtig leben könnt!!!!!!!!
Und danke an alle, die hier in diesem Forum so toll begleiten!!! :party2:

eine potatoiv die wieder Lebensqualität hat :o
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 25.09.16, 12:24

 ! Nachricht von: Murmeline
Sonne :) gibt ab hier Updates nach Null
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Emilia » Samstag, 15.10.16, 15:21

Liebe alle hier im Forum,

schon lange habe ich das AD Doxepin abgesetzt, in meiner Signatur steht die dazu gehörige Geschichte und mein ganzer Verlauf. Lange habe ich damit gewartet, hier zu schreiben, weil ich zwar das AD erfolgreich abgesetzt hatte, aber ich mich von „gesund sein“ ziemlich weit entfernt fühlte. Leider war die Grundkrankheit, weswegen ich das Doxepin eingenommen hatte, durch das Absetzen nicht besser, vielmehr viel schlimmer geworden und direkt in der Zeit des Absetzens war die Migräne bei mir sehr stark ausgeufert und alles insgesamt +Absetzen ungeheuer einschränkend. Ich bin jetzt auf einem guten Weg mit der Migräne.

So möchte ich anderen Mut machen, dass das Absetzen zu schaffen ist, dass es auch zu schaffen ist, mit einer anderen chronischen Krankheit zu leben, dass sich doch immer wieder Wege und Möglichkeiten auftun können, und vor allem: es ist soooo wichtig, nicht aufzugeben!

An dieser Stelle möchte ich mich sehr bedanken hier beim Forum für die gute Unterstützung und liebe Begleitung in der Zeit des Absetzens, hoffentlich liest Rundi das jetzt auch!

Nochmal meine Geschichte, falls ich die Signatur mal lösche:
Diagnose: Migräne, Doxepin als Migräneprophylaxe
Juni 2010 Beginn mit Doxepin 25mg 4 Monate >> kurzfristig auf maximal Doxepin 50mg erhöht (wegen fehlender Wirksamkeit) >> ab März 2011 Doxepin 35mg 8 Monate >> ab November 2011 langsames Absetzen wegen fehlender Wirksamkeit geplant:
Doxepin 30mg 3 Wochen >> Doxepin 25mg 6 Wochen >> Doxepin 20mg 4 Wochen >> Doxepin 15mg 16 Tage >> Doxepin 10mg 12 Tage, dann Doxepin 10mg ganz abgesetzt, um eine neue Migräneprophylaxe mit anderem Prärarat zu beginnen, einige Tage nach dem Absetzen traten zunehmend ausgeprägte körperliche und psychische Absetzsymptome auf. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich die Absetzproblematik bei mir. 13 Tage war ich insgesamt ohne Doxepin, habe es dann wieder langsam eindosiert ab Mitte März 2012:
Doxepin 5mg 1Tag >>Doxepin 7,5mg 7 Tage >> Doxepin 9mg 7 Wochen >> Doxepin 8mg 4 Wochen >> Doxepin 7,5mg 5 Wochen >> Doxepin 7mg 6 Wochen >> Doxepin 6mg 5 Wochen >> Doxepin 5mg 4 Wochen >> 4mg 4 Wochen >> 3,5mg 2 Wochen >> 3mg 4 Wochen >> 2mg für 6 Wochen >> 1mg für 2 Monate >> 0,5mg ab Mitte April 2013>> ganz abgesetzt Ende Mai 2013 - juhu ich bin bei 0 !

An alle herzliche Grüße von Emilia

Edit: Emilias thread ist hier zu finden http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=6904
Zuletzt geändert von padma am Sonntag, 16.10.16, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit eingefügt
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Diagnose: Migräne, Doxepin als Migräneprophylaxe
Juni 2010 Beginn mit Doxepin 25mg 4 Monate >> kurzfristig auf maximal Doxepin 50mg erhöht (wegen fehlender Wirksamkeit) >> ab März 2011 Doxepin 35mg 8 Monate >> ab November 2011 langsames Absetzen wegen fehlender Wirksamkeit geplant:
Doxepin 30mg 3 Wochen >> Doxepin 25mg 6 Wochen >> Doxepin 20mg 4 Wochen >> Doxepin 15mg 16 Tage >> Doxepin 10mg 12 Tage, dann Doxepin 10mg ganz abgesetzt, um eine neue Migräneprophylaxe mit anderem Prärarat zu beginnen, einige Tage nachdem Absetzen traten zunehmend ausgeprägte körperliche und psychische Absetzsymptome auf. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich die Absetzproblematik bei mir. 13 Tage war ich insgesamt ohne Doxepin, habe es dann wieder langsam eindosiert ab Mitte März 2012:
Doxepin 5mg 1Tag >>Doxepin 7,5mg 7 Tage >> Doxepin 9mg 7 Wochen >> Doxepin 8mg 4 Wochen >> Doxepin 7,5mg 5 Wochen >> Doxepin 7mg 6 Wochen >> Doxepin 6mg 5 Wochen >> Doxepin 5mg 4 Wochen >> 4mg 4 Wochen >> 3,5mg 2 Wochen >> 3mg 4 Wochen >> 2mg für 6 Wochen >> 1mg für 2 Monate >> 0,5mg ab Mitte April 2013>> ganz abgesetzt Ende Mai 2013 - juhu ich bin bei 0 !

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von padma » Sonntag, 16.10.16, 19:27

liebe Emilia, :)

danke dir fürs berichten und fürs Mut machen. :D
Ich habe deinen Bericht um den link zu deinem thread ergänzt, damit er leichter gefunden werden kann. Ich hoffe, das ist okay.

Es freut mich sehr zu hören,dass du mit der Migräne auf einem guten Weg bist.
Es ist schön, dass du immer mal wieder vorbei schaust und unterstützt, danke dir.

alles Gute weiterhin, :hug:
padma

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Mockingjay » Montag, 17.10.16, 16:09

Emilia hat geschrieben:Liebe alle hier im Forum,
leben, dass sich doch immer wieder Wege und Möglichkeiten auftun können, und vor allem: es ist soooo wichtig, nicht aufzugeben!
die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt...
Medikamente: Levothyroxin, Triiodthyronin, Fluoxetin (am ausschleichen), Relaxan, Symbicort.
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Neuer Versuch ab Januar 2017 mit 1mg Schritten bis auf 10mg ab September 2017. 6 Monate Absetzpause.
Ab 18.04.2018 wieder rauf auf 15mg wegen akuter Krise. Vermehrte Angstzustände und Grübeln.
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von padma » Freitag, 21.10.16, 17:58

Kittycat :) hat Mirtazapin erfolgreich abgesetzt.
Hier Auszüge aus ihrem Bericht:
Hallo zusammen!
Mein letzter Post ist ja fast ein Jahr her! Seit gestern bin ich mit Mirta auf null - so ging es weiter, nachdem ich mich auf 15 mg ca ein halbes Jahr ausgeruht hatte. Ich muss dazu sagen, dass ich absetzen musste, weil mein Natriumspiegel abgesunken war. Das ist gefährlich und mein Neurologe hat es auf das Mirta geschoben, das er für mich eh für "Nervengift" hält, was es schnell auszuschleichen galt: :evil:
18.5 2016: 15 mg auf 11,25 mg
14.6. 2016: 11,25 mg auf 9,375 mg
29.6. 2016; 9,375 mg auf 7,5 mg
4.8. 2016: 7,5 mg auf 5,6 mg
17.8. 2016 5,6 mg auf 3,5 mg
6.8. 2016: 3,5 mg auf 1,75 mg
Seitdem habe ich den Krümel immer kleiner werden lassen
18.10.2016: raus....
Ich bin immer erst weiter runter gegangen, als ich keinerlei Symptome mehr hatte. Manchmal habe ich mir auch eine Pause gegönnt...Jetzt zum Schluss hätte ich vielleicht noch tapering machen können, aber dazu war ich nun zu ungeduldig, zumal ich bis dato nicht so viel gemerkt hatte...
Heute geht es mir nicht sehr gut. Schlafprobleme hatte ich bisher nur mal eine Woche lang. Dafür habe ich Melatonin hier liegen. Im Grunde war das aber nur mal kurz ein Problem..Ich bin gespannt, was jetzt passiert. Ich bin also raus...
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 13#p162013

herzlichen Glückwunsch, Kitty :party2: :party2: :party2:

lg padma
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Freitag, 11.11.16, 23:44

Tipps, Hoffnung und Erfahrungswerte von Laura Delano zum Entzug.

Sie bekam Psychopharmaka schon in einem sehr jungen Alter (14 Jahre) mit der Diagnose einer Bipolaren Störung (und mit Hinweis darauf, diese Medikamente ein Leben lang nehmen zu müssen). Erst mit 27 Jahren (und nach 19 verschiedenen Medikamenten) setzte sie diese langsam wieder ab. Sie fühlt sich, nach einem langen Entzugs- und Recoveryprozess, gut. Sie ist aktiv in der Selbsthilfe und spricht in der Öffentlichkeit für Betroffene.

Video auf englisch, über die Einstellungen kann man zumindest englische Untertitel anwählen (im zweiten Schritt kann man diese automatisch ins Deutsche übersetzen lassen, ist aber teilweise nur holprig zu verstehen)
https://youtu.be/yG_tA52D-rE

Hier ihre Website: http://recoveringfrompsychiatry.com
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von padma » Donnerstag, 15.12.16, 13:28

 ! Nachricht von: padma
Diskussionsbeiträge abgetrennt und nach hier verschoben http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 18&t=12527
lg

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 28.12.16, 20:04

Mrs. Columbo :) berichtet:

Liebes Forum und an alle Langzeitbetroffenen,

entschuldigt, dass ich nicht auf den aktuellen Inhalt des threads eingehe, ich denke aber, dass es hierhin gehört und wichtig für Viele ist, denn:
Ich möchte Euch heute mitteilen, dass ich seit über einem Jahr SYMPTOMFREI bin!

Ich hoffe hoffe hoffe, ich kann Euch Mut machen damit!! Ich schicke jede Menge davon hierher und zu Euch. Kraft, Zuversicht, Halt... Der protrahierte Entzug hat ziemlich genau 3 Jahre bei mir gedauert. Und es gab unzählige Wochen, wo ich sicher war, ich überlebe das nicht. Die einsame Hölle in Kopf und Körper, Suizidgedanken, nicht mehr ich selbst - wer meinen thread kennt, weiss, was los war.
Und dann - Das letzte Fenster hörte nicht auf. TROTZ Stress, TROTZ schlimmster Schmerzzustände und auch in erhöhten Krisenphasen KEINE Angstattacken mehr, KEINE Depersonalisation, KEINE irrealen Zustände, etc.!

Ich denke an alle Mit-Betroffenen und über die Hilfe, die ich hier erhalten habe mit Liebe, Respekt und absoluter Hochachtung. DANKE AN ALLE, die mich unterstützt, mir geschrieben haben. Mit einigen habe ich noch Kontakt. DANKE an die Moderatoren. Mir fehlen die Worte.

Bitte gebt nicht auf. Bitte seit versichert: Selbst trotz allerschlimmster Zustände jenseits von allem, was ihr kennt, wie ihr Euch, die Welt, kennt, bei aller Bedrohung und Leiden und Nichtmehrkönnen mit dem Gedanken, dass es endlose Verdammnis ist: Es hat aufgehört, obwohl ich die Hoffnung aufgegeben hatte. Und es ist nachhaltig. Ich weiss, dass es manche gibt, die schon länger als 3 Jahre kämpfen. Und auch, dass jeder Verlauf anders sein kann. Trotzdem wünschte ich, diese Nachricht könnte etwas Gutes geben.

Ich vermeide seither alles, was in das ZNS eingreift, nicht einfach bei chronischen Schmerzen, aber ich habe eine Schmerztherapeutin gefunden, die es verstanden hat, als ich Lyrica ablehnte. Ich weiss nicht, was eine erneute OP auslösen könnte oder würde - aber ich fühle mich von Monat zu Monat sicherer.

Ich schicke das hier heute an Euch, ich wollte warten, denn ich war nicht sicher. Jetzt bin ich es. ES GEHT VORBEI.

Allen ein 2017 voller Zuversicht!
Denke an Euch.

Mrs Columbo
viewtopic.php?f=18&p=172381#p172381

Das ist ihr Thread: viewtopic.php?t=7247
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 05.01.17, 8:59

 ! Nachricht von: Murmeline
Charlymaus sucht jemandem, der mit seinem Erfahrungsbericht an die Öffentlichkeit gehen möchte. Mehr Informationen hier: viewtopic.php?f=15&t=12589
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Montag, 09.01.17, 11:29

Midlife :) (Wenn Du selbst noch etwas schreibst, lösche ich das hier. Aber dein Bericht soll nicht verloren gehen!)
Hallo Ihr Lieben!

Wow...2 Monate nicht mehr geschrieben!
Sicher ein gutes Zeichen...und ja, es geht mir wieder gut!
Ich habe wieder Lebensfreude, obwohl sich an miener Situation nichts geändrt hat.
Ausser eben...keine Tabletten mehr!!!
Es hat Monate gedauert bis alle Symptome weg waren...und das, obwohl ich nur so kurz die Tabletten genommen habe..
Ich mag mir gar nicht vorstellen, was es an Kraft kostet, diesen Schritt nach Jahren zu gehen.
Ich möchte Euch nur ermutigen...bleibt dabei...zieht es durch..am Ende habt Ihr Euer Leben zurück!

Auch nach dem letzten Tropfen hat es lange gedauert und ich war oft kurz davor, wieder irgendwas zu nehmen,
habe es aber immer geschafft, es zu vermeiden!

Haltet durch!

Liebe Grüße
Björn
Quelle: viewtopic.php?f=18&p=173797#p173797

Sein ganzer Thread: viewtopic.php?f=18&t=11424
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Montag, 09.01.17, 15:30

Dane :) hat sich vorgenommen, selbst noch einmal ein Update/einen Rückblick etwas zu schreiben, aber bis dahin muss dieser Verweis herhalten:

März 2016:
Fast ein Jahr bin ich jetzt auf 0 vom Paroxetin und ich denke, dass ich mich auf dem aufsteigenden Ast befinde! Das Promethazin nehme ich schon seit ende Oktober nicht mehr, da die Nebenwirkungen nicht zum aushalten waren. Es hat vielleicht eine Woche etwas geholfen, aber im Grunde genommen hat es mich nur abgelöscht; hatte 0 Konzentration, ständig nervös und angespannt, teilweise sogar Restless-legs, usw...habe es dann einfach weggelassen und die Nebenwirkungen ließen erst im neuen Jahr spürbar nach. Die Geräuschempfindlichkeit ist leider noch gleichgeblieben und nervt! War gestern mal seit langem wieder im Fußballstadion und mit Ohropax ging es dann auch gut :sports:

Wenn ich mir meinen Thread nochmal so durchlese, bleibt mir nur ein riesen Dankeschön an dieses Forum auszusprechen. Es hat mir den A**** gerettet und dass ich es nicht viel früher gefunden habe, ist wohl Schicksal...
Quelle

Das ist der ganze Thread: viewtopic.php?f=35&t=10239
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 11.01.17, 9:54

Eine Erfolgsgeschichte aus dem WWW von Marlene:

Ein Neuanfang in tiefster Finsternis
nachfolgende Ausschnitte, hier der ganze Artikel: http://kopfzirkus.at/home/2017/1/1/317r ... tfw7rg2028

(...)
Ich gehöre jedenfalls zu denjenigen, denen in jungen Jahren, aufgrund von leichten Panikattacken, nach einem zehnminütigen Gespräch von einem Hausarzt ein Rezept ausgestellt wurde. Und zwar mit den folgenden Worten: „Das nehmen Sie am besten ihr Leben lang.“

So habe ich die letzten 12 Jahre meines Lebens immer wieder Medikamente genommen – weil ich dachte, es ginge nicht anders. Weil mir von Ärzten anstatt von Therapieansätzen und alternativen Lösungen erklärt wurde, das ich eben an diesen und jenen psychischen Störungen leide. Was ist wahr an dem Ganzen? Das ich durch meinen Cocktail an charakterlichen Eigenschaften leicht eine Neigung zu psychischen Belastungen entwickle ganz bestimmt. Ich bin extrem sensibel, ich bin schnell gestresst, ich bin endlos harmoniebedürftig, ich denke viel nach, ich bin überperfektionistisch und selten zufrieden mit meinen Leistungen. Ich möchte es immer allen Recht machen und ich habe mich einige Male in meinem Leben bereits stark überarbeitet. Es fällt mir schwer, negative Emotionen zuzulassen. Ich strebe nach einer Balance, gleichzeitig habe ich mich jahrelang an einer eigenartigen Grenze zwischen Burnout und Boreout bewegt. Ohne strenge Selbstreflexion gerät dieses Konstrukt schnell aus den Fugen. Mir ist es allerdings niemals in meinem Leben zuvor so schlecht ergangen, wie beim Absetzen der Psychopharmaka. Und das hat mir eindeutig gezeigt, das diese nicht so ungefährlich sind wie gerne behauptet wird. Sie beeinflussen die chemische Prozesse im Gehirn, so wie das gesamte Nervensystem – und zwar nachhaltig.

(...)

Ich hatte bereits nach jeder Dosisreduktion in etwa 1-2 Monate lang heftige Reaktionen. Da sich die Symptome nach einigen Monaten wieder eingependelt haben wusste ich, das sie eine Folge dessen sein mussten, das sich mein System erst wieder an die neuen Gegebenheiten anzupassen bemüht. Ungefähr drei Monate nachdem die Einnahme endgültig ausgefallen ist, hat dann erst der richtig harte „Entzug“ (medizinisch korrekt darf nur von Entzugssymptomen die Rede sein) begonnen. Ich kann schwer in Worte fassen wie ich mich gefühlt habe. Es war, als würde jegliche Normalität meines Wesens verschwinden und nur noch finsteres Chaos herrschen. Ohne jegliche Kontrolle. Alle bekannten psychischen Phänomene haben sich am einem einzigen Tag mehrere Male abgewechselt. Dinge, die ich zuvor in abgeschwächter Form kannte, aber auch mir völlig neue Befinden, wie starke obsessive und paranoide Gedanken, soziale Ängste und eine Tiefe an Depression, von der ich nicht wusste, das sie existieren kann.

(...)

Ich war komplett am Ende. Ich wusste nicht, was mit mir passiert und ich war einige Male so verzweifelt, das ich mich einliefern lassen wollte. Ich habe das riesige Glück, großartige Hilfe, vor allem von meiner Mutter und meinem Freund, aber auch von meinen engsten Freunden bekommen zu haben. Ich möchte mir gar nicht beginnen auszumalen, was ohne all die Geduld und Liebe ihrerseits mit mir passiert wäre. Ich brauchte über mehrere Monate eine Art Dauerbetreuung, die es mir ermöglicht hat, diese intensive Zeit durchzustehen. Zusätzlich habe ich ganz großartige Hilfe auf diversen Websites und Foren erhalten, die ich anschließend auflisten möchte.

(...)

Hier sitze ich nun, ein Jahr später. Mein Leben ist in vieler Hinsicht wieder fast „normal“. Die letzten Monate habe ich größtenteils „überlebt“ und „ausgestanden“. Der Regenerationsprozess verläuft in sogenannten Fenstern und Wellen. Auch das beschreiben beinahe alle Betroffenen. Es gibt Tage, Wochen und beinahe schon Monate, in denen man sich ganz gesund fühlt, danach folgt wieder eine Phase die von einem oder mehreren Symptomen begleitet wird. Ich bin bei Weitem noch nicht „fertig“. Ich stoße noch sehr häufig auf die Spuren, die die Einnahme der Antidepressiva hinterlassen haben. Ich muss auch nach wie vor sehr stark darauf achten, wie ich mein Leben führe. Vor allem Stress vermeiden und mich immer wieder daran erinnern, das es noch einige Höhen und Tiefen geben kann. Glücklicherweise habe ich im Zuge meiner Auseinandersetzung mit dem Thema durchaus auch Ärzte gefunden, die mir meine Theorien bestätigt haben. Das Nervensystem kann durchschnittlich 1,5 Jahre brauchen, um seine natürliche Balance wieder herzustellen. Manche spüren diese Anstrengung des Körpers viel kürzer, kaum, oder gar nicht. Für sehr viele aber stellt es eine ganz ähnliche Situation dar wie für mich. Und diesen Menschen möchte ich gerne sagen: ES WIRD BESSER! Nicht heute, nicht morgen, auf gar keinen Fall so schnell wie man es sich wünscht. Aber es wird besser.
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anni1980
Beiträge: 588
Registriert: Mittwoch, 02.12.15, 18:58
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 151 Mal

Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von anni1980 » Donnerstag, 12.01.17, 12:16

Hallöchen Murmeline,

Danke für die aufbauenden threads von den anderen, das macht einem unheimlich viel MUT, das ganze Chaos im Körper durchzustehen.

Wir schaffen das :sports: :sports:

LG anni
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Oliver
Seid Juni 2014 Venlafaxin 112,5 mg
Seid Juli 2015 auf 150 mg hochgeschraubt
Am 20.10.15 auf 75 mg runter
Seit dem 27.10.15 auf 0. Kaltentzug
40 mg esomeprazol am morgen

06.12.15 venlafaxin 2 mg genommen
08.12.15 4 mg
21.12.15 6 mg Erkältung, Kopfschmerzen, derelisation ganz schlimm.
03.01.16 8 mg immer noch erkältet
07.01.16 12mg immer noch erkältet
11.01.16 20mg lichtempfindlich
13.03.16 23,5mg kieferschmerzen, leere im mund Gefühl ganz schlimm, Müdigkeit und Erkältung.
11.04.16 21,5mg Kopf und kieferschmerzen, Schwindel, leere im mund
06.07.16 19.5mg tschakka weiter geht es mit dem absetzen
18.09.16 19,5mg es geht weiter ich reduziere erst mal nicht weiter, weil ich wohl meine tage bekomme, danach geht es weiter
03.10.16 15,5 mg Kopfschmerzen, komische Gedanken, Wahrnehmungsstörungen, Angst verrückt zu werden, unteres Augenlid zuckt, nervöse zungen bewegung und leere im mund.
09.01.17 14,5 mg leere im mund, Druckgefühl im kopf, lichtempfindlich, Kopfschmerzen POSITIV: die komischen Gedanken sind sehr sehr abgeschwächt.
5 Wochen Erkältung, dazwischen 2 mal beim Zahnarzt mit Betäubung.
27.03.17 12,5 mg leere im mund, kieferschmerzen in der ersten Woche, heulkrämpfe
15.05.17 11,5 mg leere im mund, kieferschmerzen und Kopfschmerzen, aber auch mehrere Tage wo es mir richtig gut ging.
25.07.17 stand Symptome: leere im mund, seid 2 Monaten Verstopfung, ausser wenn ich meine Tage habe, merke verstärkt nw.
Werde weiter absetzen wenn Tage vorbei sind
31.07.17 11 mg
13.09.17 Stand symptome: Kopfschmerzen, Müdigkeit, leere im Mund,Derelisation, Panikattacken, körperliche Schwäche, morgends schlimme Depressionen.
Aufgrund der schlimmen psychischen Umstände, schleiche ich wieder ein.
21.09.17 11,5 mg

Diagnosen :
Angststörung
Borderline Persönlichkeitsstörung
Mittelschwere Depression

Antworten