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Padma: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Kevin05

Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 24.12.15, 21:42

Liebe Padma,

ich wünsche dir viel Kraft und dass dich rasch wieder fängst. Die Ruhe wird dir gut tun, da bin ich sicher, wobei ich auch immer in Sorge bin, wenn du schreibst, es geht nicht gut, weil du selten über dich schreibst und wenn dann bist du wirklich sehr geschwächt, wobei ich überzeugt bin grad jemand wie du hat die Kraft und das Wissen sich zu helfen.

Du kennst auch deine Grenzen und wenn du Stopp sagst, dann ist das richtig, wobei wie du selbst sagst anhand deiner Lebensgeschichte musst du einfach Geduld haben und wenn die jemand hat, dann hast du sie, es wird wieder besser glaub mir, wobei wem sag ich das. Wir sind alle mit dir und schätzen dich als Mensch sehr und an dieser Stelle ein Riesendanke für deine Hilfe im speziellen gerade für mich und stellvertretend auch für alle anderen, denen du trotzdem es dir oft nicht gut ging geholfen hast.

Ich habe wenige Menschen kennengelernt, die mit wenigen Worten so viel positives sagen können wie du.
"Was ich denke ist, dass erfahrenes Leid Mitgefühl lehren kann". Und da wir nun mal Leid erfahren, ob wir es wollen oder nicht, ist das wenigstens ein positiver Aspekt. Mir gibt das Kraft."
Ich bin überzeugt aufgrund deiner starken Persönlichkeit, dass du nicht nur gestärkt zurückkommen wirst sondern auch dass es mit der Zeit dir auch deutlich besser gehen wird, alles, alles Liebe nochmals - pass mir gut auf dich auf, Kevin PS: Möge das Jahr 2016 dir und uns allen Gutes bringen.

Nora
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Nora » Samstag, 26.12.15, 15:35

Liebe Padma!

Erhol dich richtig viel und hoffentlich verschwinden die unangenehmsten Symptome bald!
Du bist ein echt toller Mensch!
Danke, dass du mir schon so oft geholfen hast, obwohl es dir wahrscheinlich immer schlechter gegangen ist, als mir!

Noch ruhige Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!

Alles Liebe und Gute
Nora
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1.7.2013 Knieverletzung
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Okt 2013 - Jän 2015
50 mg Sertr-abrupt abges.-keine Entzugsersch.

20.-24.8.2015
50mg Sertr.-ab 2. Tag Weinkrämpfe, Unruhe, Durchfall, Durchschlafprobleme, Herzklopfen-Einn. beendet-es wurde schlimmer-zu Ärzten

28.8.-15.9. 5mg Olanzapin Symptome klingen schnell ab-doch Verstopfung, Mundtrockenheit, abgestumpfte Gefühle
16./17.9. 2,5mg Olanz
18.9. Olanz abges.
18.-24.9. keine Entzugsersch.
25.9.-1.10. Entzugsersch. beginnen-tgl. schlimmer: nervöser Darm, kein Schlaf, Weinkrämpfe, innere Unruhe, Zittern, Tinnitus, "Nerven"-Schmerzen im Knie

Ab 3.10. tgl 2,5mg Olanz
4.10-6.11. guter Schlaf, in der ersten Woche: vm. weinerlich, geringer Appetit, Mundtrockenheit, stärkere Knieschm, Tinnitus, Unruhe, Zittern, Schwächegefühl, Brustkorb und Rücken schmerzhaft verspannt; ab der 2. Woche Weinkrämpfe nm/abends, alle Symptome wurden ständig besser

Ab 6.11. tgl 1,9mg Olanz
7.-13.11. selten Watte, verspannte Muskeln-leichte Rückenschm, am 12./13. starke Nervosität, Knie gleich
14.-30.11. sehr selten Watte, manchmal Unruhe, häufig nm/abends Weinkrämpfe; Knie gebessert
1.12. Verzweiflung wegen Knie und vor allem wegen Olanzapineinn. wächst tgl, daher -->

Ab 1.12. tgl 1,25mg Olanz
2.-8.12. etwas schlechter eingeschl., mehr Rücken.- und Knieschm., dafür keine Weinkrämpfe mehr, Seele fühlt sich wohl
-15.12. gut eingeschl., Rücken.- und Knieschm. bessern sich langsam, Seele zufrieden
-22.12. guter Schlaf, Rücken-Knieschm. besser, Seele zufrieden

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23.-29.12. ersten Tage schlecht eingeschl., stärkerer Tinnitus, etwas Übelkeit und Unruhe, Grübeln und Angst vor eventuellen Absetzerscheinungen, Knie gleich
-5.1.16 besserer Schlaf, Übelkeit, Unruhe und Grübeln weniger, kurzzeitig stärkere Rückenschm. und Tinnitus, Knie gleich

Ab 6.1.2016 KEIN Olanzapin mehr!!!
-9.1. merk noch nix Negatives, kann gut schl., bin innerlich relativ ruhig
-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

16.3.2016 - 10 Wochen auf Null die Absetzsymptome sind kaum zu spüren, leider ist das Knieproblem (Ursache der Psychopharmakaeinn.) noch nicht gelöst, aber es bessert sich ganz langsam
ab 4.4. versuche nun, komplett ohne die Baldrian-Einschlafhilfe zu schl., damit bin ich "clean", Knie wird nur mehr vorm. mit Voltadol eingeschmiert
ab 6.4. Zeckenstich und "Überbein" regen mich sehr auf, bald auch Tinnitus und daher wenig Schlaf; Weinen, Watte, Angst, auch Aggressionen; also wieder Baldriantabletten vorm Schlafengehen

Kevin05

Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Kevin05 » Samstag, 02.01.16, 21:07

Liebe Padma, hoffe du konntest wieder ein wenig Energie tanken und dass es dir den Umständen entsprechend gut geht, das wünsch ich dir auf jeden Fall und hoffe du kommst gestärkt wieder, das Wissen, was zu tun ist, um wieder zu Kräften zu kommen hast du ja und deine innere Stärke wird dir auch entgegenkommen.

Auf jeden Fall egal, wann du wieder da bist, schon vorab ein herzliches Willkommen im Jahr 2016 und möge es nicht schlechter werden als 2015, das mag zwar eine seltsame Ansage sein, aber so wie es immer bergauf gehen kann für uns, so unberechenbar ist das Leben leider und ich habe aufgehört mich an der Normalität zu orientieren, ich habe das Leben verstanden und versuche für alles bereit zu sein, und ich denke, du bist das auch immer. "Wir" gehören sich nicht zu denen, die irgendwas als selbstverständlich hinnehmen, schon gar nicht, dass es uns gut geht und das Leben ausschließlich schön ist, das hat nichts mit negativen Denken zu tun sondern einer gesunden Portion Realismus und Demut bzw. Respekt dem Leben gegenüber.

Gut, wie gesagt, schön, wenn du wieder zurückkommen wirst, vorab wie oben erwähnt schon ein Willkommen mit der Hoffnung, dass du dich wieder fangen konntest und es dir besser geht, als vor den Feiertagen, alles Liebe und Gute Kevin

Nora
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Nora » Sonntag, 03.01.16, 23:01

Liebe Padma!

Es hat mich sehr gefreut, wieder von dir hier zu lesen!
Wie geht es dir? Hast du dich gündlich erholen können?

Ich hoffe sehr, dass es dir besser geht!
Alles Liebe und Gute
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-22.12. guter Schlaf, Rücken-Knieschm. besser, Seele zufrieden

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-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 09.01.16, 22:41

hallo ihr Lieben, :)

sorry, dass ich mich so spät zurückmelde.

Nora :) und Kevin :) , vielen Dank für eure lieben Worte.

Die ruhige Zeit hat mir gut getan. Wirklich erholen konnte ich mich leider nicht. Die Erschöpfung ist mein Hauptproblem und die ist einfach zu tief.

Ich habe gelesen, dass auch Vit D Mangel diese Erschöpfung machen kann und ständige Blasenentzündungen sind wohl auch ein mögliches Symptom dabei. Daher hoffe ich, dass die Einnahme von Vit D diesbezüglich etwas bringen wird.

Es fällt mir schwer zu aktzeptieren, dass ich so eingeschränkt bin. Aber Aktzeptanz ist der Weg.
Ich versuche die kleinen schönen Momente bewusst wahrzunehmen und zu geniessen, eine schnurrende Katze auf meinem Bauch, ein Sonnenstrahl im Gesicht, ein freundliches Lächeln.

Wenn ich weniger schreibe, liegt es daran, dass ich es nicht schaffe.

Ich wünsche euch allen, dass ihr 2016 weiter kommt auf eurem Weg und dass immer eine helfende Hand für euch da ist, wenn ihr eine braucht.

liebe Grüsse, :hug:
padma
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Nora » Montag, 11.01.16, 18:00

Hallo, liebe Padma!

Ich hoffe sehr, dass dir das Vit. D hilft. Ich nehme es seit Oktober auch, in eher niedrigerer Dosis, und ich merke immer recht schnell eine anregende Wirkung am Einnahmetag und stetige Besserung der anfänglichen Erschöpfung seit dem Einnahmebeginn.

Ja, das mit der Akzeptanz kenne ich sehr gut und mir gelingt es ja überhaupt nicht.

Du bist für mich immer die Inspiration, nicht ganz so ungeduldig und selbstbemitleidend zu sein.

Danke für deine Hilfe und
alles Liebe und Gute für dich!!!

GlG Nora
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Freudentraenchen » Samstag, 16.01.16, 12:53

Liebe padma,

ich will dir auch mal einen Gruß dalassen. Du hast immer so tolle Ratschläge! Mit besseren Ratschlägen kann ich definitiv nicht dienen :-D ; aber diesen Ansatz der Akzeptanz finde ich ganz sicher lohnenswert. Manchmal sind Sprichwörter so bescheuert, aber ich mag sie, weil auch immer ein klein wenig Wahrheit drin steckt. Gut Ding will Weile haben, Geduld bringt Rosen - ich versuch mir immer so zu sagen, wegen der Risperdal-Antriebslosigkeit, nun kannst du dich ausruhen... ja, diese Begrenztheit. Im Grunde genommen wird das doch immer ausgeklammert, Krankheiten Tod. Ich glaube, wenn man einen Entzug durchmacht, dann lernt man was fürs Leben. :-)

Außerdem scheinst du mir wirklich eine sehr engagierte und einfühlsame Frau zu sein. Dafür Hut ab!

Ich wünsche dir alles Gute
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Diagnose: emotional-instabile Persönlichkeitsstörung und/oder paranoide Schizophrenie
Neuroleptika nehme ich wegen Wahnzuständen.

2010: hohe Dosen von unterschiedlichen Neuroleptika (Zeldox, Risperdal, Clozapin), zum Schluss 30 mg Abilify + 300 mg Amisulprid.
Anfängliche Wahnvorstellungen (vor Einnahme von Neuroleptika) steigerten sich nach plötzlichem Absetzen dieser und ließen sich lange Zeit nicht bessern. Es dauerte über 2,5 Jahre um wieder stabil zu werden.
2014: Nach Stabilisierung alles abgesetzt, falls ich Absetzerscheinungen hatte, habe ich diese nicht als solche eingeordnet
April 2015: Rückfall der Psychose, 8 mg Risperdal
ca. Mitte Juli: Reduktion von 8 mg auf 6 mg.
24.07.15: 3 mg Risperdal, Absetzerscheinungen: Kribbeln im Kopf, Herzklopfen, Kopfweh, Zittern, Dröhnen im Ohr, dass Tage später anhält
28.07.15: Dosis wieder auf 4 erhöht. Nehme kognitive Einbußen wahr, die sich bessern umso länger die Einnahme her ist.
02.08.15: Die starken Nebenwirkungen nicht länger ausgehalten. Reduktion auf 3 mg. Nach zwei Tagen Lichtempfindlichkeit, sich von Reizen (akustisch) schnell gestresst fühlen. Ansonsten alles o.k. Nach ca. einer Woche mäßige psychotische Symptome.
15.08.15: Aufgrund der psychotischen Symptome Erhöhung auf 3,5
(in der Zwischenzeit schwankte die Dosis leicht. Dummerweise habe ich experimentiert... aus Ungeduld. Ich weiß, nicht, überhaupt nicht gut.)
15.11.15: Runterdosiert auf 3,0
7.12.15: Erhöhung auf 3,25
12.12.15: Erhöhung auf 3,5

Meine AD-Geschichte bekomme ich nicht mehr ganz auf die Reihe. Hatte teilweise öfter ausgesetzt (bevor ich wusste wie gefährlich das werden kann).
2007: Fluoxetin (kalt abgesetzt)
Ab 2010: Citalopram (kalt abgesetzt)
Ab März 2015: 50 mg Sertralin

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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Annanas » Dienstag, 07.06.16, 16:03

Hallo liebe Padma :hug: - seit ich hier im Forum bin, schwirrte
mir ab und an mal dein nickname im Kopf herum - jetzt weiß ich warum.
Habe heute mein Bücherregal aufgeräumt u. habe dabei das Buch von Gabriele Feyerer
"Padma 28" wiederentdeckt.
Die naheliegende Frage: Hast du schon Erfahrungen mit dieser Kräutermischung sammeln
können? Sind die evtl z.Zt auch hilfreich?

Ich muß das Buch erstmal erneut lesen - geht nur momentan nicht - mal wieder Kopfschmerzen :vomit: !

LG von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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z.Zt. Absetzpause (seit April 2018) bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Dienstag, 07.06.16, 23:01

liebe Anna :) , liebe Mitlesenden, :)

padma bedeutet Lotusblume, und ist im Buddhismus ein sehr vielschichtiges Symbol. Es steht für Entwicklung und Transformation. Die Lotusblume wurzelt im Schlamm, wächst an die Wasseroberfläche und entfaltet da ihre wunderschöne Blüte. Ich finde das ein sehr schönes Symbol.

Padma28 ist soviel ich weiss eine Heilkräutermischung aus der tibetischen Medizin. Ich habe damit keine Erfahrung.

Gut, dass du meinen thread rausgekramt hast, ein update ist ja längst überfällig.

Ich hatte im Dezember/Januar ja eine Absetzpause gemacht, was die Symptome auch etwas beruhigt hat. Ich bin nun dazu übergegangen in grösseren Abständen zu reduzieren, frühestens alle 8 Wochen, und dafür etwas grössere Schritte. Der letzte war 0,04 ml/ 0, 12 mg weniger, was ja immer noch :schnecke: Tempo ist.

Allerdings schafft mich diese Reduktion ziemlich, wobei teilweise auch das warme Wetter mit daran schuld sein dürfte. Vielleicht nehme ich als nächsten Schritt wieder nur 0,03 ml weniger, mal sehen. Irgendwann möchte ich halt auch damit durch sein, seufz.

Symptome sind weiterhin starke Erschöpfung, phasenweise Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, mittlerweile chronische Blasenentzündung, zunehmende Hautprobleme, Schwindel.

Dazu diese Neuroemotionen, im Wechsel Ängste, depressive Stimmung, Gereiztheit, Ärger. Das führt immer wieder zu Konflikten, da die meisten in meiner Umgebung damit nicht umgehen können. Deswegen ziehe ich mich zunehmend zurück, bzw. spreche nicht mehr darüber, wie es mir geht. Für dieses Problem finde ich einfach keine gute Lösung.

Ich bin so froh, dass es da Forum gibt und wir uns hier austauschen können.

liebe Grüsse,
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Nela » Dienstag, 07.06.16, 23:08

Liebe padma,
ich wollte dir nur schreiben, dass es es toll finde was du schon geschafft hast. "Viel" ist ja wirklich nicht mehr übrig.
Das Fluoxetin ist auch ein blödes Zeug, ich hab das auch mal einige Jahre lang genommen (wie viel zu viele verschiedene Medikamente :? ), verschrieben bekommen als ich noch minderjährig war und nie richtig über das Absetzen informiert worden. Ich habe jetzt nur in deine letzten Beiträge reingeguckt, aber ich finde du bist auf einem tollen weg :schnecke:
Ich wusste garnicht, dass padma Lotusblume bedeutet.. ein toller Nick-Name :)
Grüße von Nela :hug:
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Sunnyrose » Mittwoch, 08.06.16, 7:33

Liebe Padma <3

Was für ein wunderbarer Mensch musst du sein, dass du trotz all deinem eigenen Leid uns auf so eine angenehme, liebevolle und mitfühlende Weise unterstützt :group:

Du bist wahrlich eine Padma, die bereits an der Oberfläche angefangen hat zu blühen. <3

Ich habe Respekt vor dir
und grüsse dich ganz herzlich.
Deria
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2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 08.06.16, 10:13

Liebe Padma :hug:
padma hat geschrieben:padma bedeutet Lotusblume, und ist im Buddhismus ein sehr vielschichtiges Symbol. Es steht für Entwicklung und Transformation. Die Lotusblume wurzelt im Schlamm, wächst an die Wasseroberfläche und entfaltet da ihre wunderschöne Blüte. Ich finde das ein sehr schönes Symbol.
Oh ist das eine schöne Symbolik - die ist für uns hier tatsächlich wegweisend und hoffnungsspendend.
Da vergesse ich mal ganz schnell meine Kräutermischung..... :o !!
padma hat geschrieben:Gut, dass du meinen thread rausgekramt hast, ein update ist ja längst überfällig.
Ich gebs zu - ich habe lange gesucht.... :whistle:
padma hat geschrieben:Allerdings schafft mich diese Reduktion ziemlich, wobei teilweise auch das warme Wetter mit daran schuld sein dürfte.
Diese Wetterfühligkeit macht mir auch ganz arg zu schaffen - speziell, wenn es so schwül-warm ist oder eben Gewitter im Anmarsch sind -
das triggert dermaßen, hätte ich mir nie vorstellen können (wie so Vieles beim Absetzen nicht :vomit: ).
padma hat geschrieben:Dazu diese Neuroemotionen, im Wechsel Ängste, depressive Stimmung, Gereiztheit, Ärger. Das führt immer wieder zu Konflikten, da die meisten in meiner Umgebung damit nicht umgehen können. Deswegen ziehe ich mich zunehmend zurück, bzw. spreche nicht mehr darüber, wie es mir geht.
Das habe ich in dieser Absetzphase auch, wirklich ganz, ganz schlimm. Habe mich auch so ziemlich verkrochen - hatte nicht mal eine
Bekannte angerufen, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren - nicht schön, aber sie überschwemmt mich immer mit ihren
Ratschlägen, daß ich nach dem Telefonat wieder Tage brauche, um zu mir zu kommen. Der Versuch, das Thema zu wechseln, klappt
bei ihr auch nicht.
padma hat geschrieben:Für dieses Problem finde ich einfach keine gute Lösung.
Das macht mir auch sehr zu schaffen - aber da geht es uns wohl wie den meisten hier.
Deshalb tut es auch so gut, dieses Forum hier zu haben, wo man auf so viel Verständnis trifft. :group:

Liebe Padma, du bist so tapfer und hast schon so viel geschafft - vllt doch jetzt wieder "Miniminiminischritte" beim Absetzen??!!!
Ich überlege auch schon, vllt weniger als 10% diesmal runterzugehen. So eine Riesenwelle schlaucht ganz schön....!

Ganz herzliche Grüße von Anna - und schreib ruhig öfter (wenn es dir gut tut), wie dein Befinden ist....
dann brauchen wir deinen Thread auch nicht so lange zu suchen...... :haha:
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 08.06.16, 10:35

Ich muß noch schnell was ergänzen - das brennt mir auf der Seele:
Wirklich ganz große Hochachtung vor deiner Leistung hier, hinsichtlich der Beratung (das gilt für alle Moderatoren) !!!!!!!

Ihr hattet ja hin und wieder mal erwähnt, daß ihr euch auch im Entzug befindet - am Anfang dachte ich, ihr hättet das Gröbste
hinter euch.
Daß ihr auch mittendrin steckt, hätte ich, bei der Kompetenz u. Aktivität im Forum, nie gedacht und ich merke erst jetzt (wo
ich auch schreibe), wie anstrengend es doch sein kann - möglichst hilfreich zu antworten.
Ist mir da schon ein bißl peinlich, daß ich hin und wieder eine Pause brauche.

Ihr habt meinen größten Respekt -
und ich finde es super, daß ihr jetzt mehr über euer Befinden schreibt - für mich ist das wirklich Motivation u. Hoffnung
zugleich, daß selbst aus der miesesten Situation (wie jetzt das Absetzen) noch etwas Gutes erwächst.

Danke, Anna
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 10.06.16, 22:50

ihr Lieben, :group:

ganz herzlichen Dank für eure lieben Worte, die mich sehr gerührt haben, <3 "rot werd"

Ja, die Lotusblume hat eine wunderschöne Symbolik. Dazu kommt noch, dass eine Blüte sich in ihrer eigener Zeit von sich selbst heraus öffnet, das hat auch viel mit Vertrauen und Rezeptivität zu tun.

Ich werde versuchen öfters zu berichten, ansonsten müsst ihr mich zwischendurch mal schubsen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Montag, 24.10.16, 19:13

hallo zusammen, :)

ein update ist wieder mal längst überfällig und ich bräuchte auch mal euren Rat bzgl. meiner Schilddrüse.

Zunächst das erfreuliche:
Ich bin bei 1 mg angelangt. :party2:
Mittlerweile habe ich auf die Wasserlösemethode umgestellt, da meine Lösungsvorräte zu Ende waren. Die Umstellung klappte problemlos. :D

Was "lustiges"
Im neuen Beipackzettel fand ich "wildes Verhalten" :shock: als NW, also wundert euch nicht, falls ich plötzlich wild werden sollte. :sports: :sports: :sports:

Weniger schön ist, dass ich quasi durchgehend Symptome habe, :( trotz sehr langsamen Ausschleichen. :schnecke: Am schlimmsten ist die Erschöpfung, die immer schlimmert wird. Diese hat ein chronisches Überforderungsgefühl zur Folge, mit Verzweiflungs- und Weinattacken und zumeist gedrückter Stimmungslage und Ängsten.

Wenn ich es morgens gechafft habe aufzustehen, die Katzen <3 <3 zu versorgen und zu frühstücken, bin ich schon wieder erledigt. :zombie: Ich mache eigentlich nur noch das allernötigste.
Ich fühle mich oft wirklich krank vor Erschöpfung.

Natürlich versteht das kaum einer, :( man sieht es mir nicht wirklich an.

Neu hinzugekommen sind seltsame Hautveränderungen in Hautfalten (v.a. Leiste und Ellenbeuge), sowie eine schmerzhafte, bewegugseingeschränkte Schulter. Es wird die Sehne sein, die durchs Schultergelenk geht.
Nehme derzeit deswegen Ibuprofen mit allerdings nur begrenzter Wirkung.

Ich schnecke mich eben weiter voran, :schnecke: :schnecke: :schnecke: werde wohl noch bis Ende 2017 brauchen (wenn alles gut läuft).


Nun zur Schilddüse:
Ich habe schon sehr lange eine stark vergrösserte SD, seit einigen Jahren Verdacht auf Hashimoto. Es wurde immer nur der TSH sowie Ultraschall gemacht. Aufgrund meines schlechten Befindens und dem was ich hier im Forum über die SD gelernt habe, habe ich auf eine ausführlichere Untersuchung gedrängt.

Hier nun der Befund der Nuklearmedizin:
Struma nodosa II mit aktuell euthyreoter Stoffwechsellage
hochgradiger Verdacht auf TRACK negativer Morbus Basedow
grosser hypofunktioneller Knoten (inhomogener partiell zystischer Knoten 11,7 ml)
Lappenvolumen gesamt 35 ml (normal Frauen bis 18 ml)

fT3 : 3,59 ( 2,30 - 5,30)
fT4: 1,09 ( 0,70 - 1,80)
TSH basal 2,31

TPO- AK: 128 U/ml (0 - 60)
TRACK: < 1 (0 - 1)
(die weiteren Werte sind alle unauffällig)

Empfehlung: operative Sanierung der Schilddrüse. Falls nicht erwünscht, Feinnadelpunktion des grossen Knotens.

Sowie ich das verstehe, handelt es sich um einen sehr grossen kalten Knoten.
Die SD Werte sind in Ordnung, wobei der TSH eher etwas hoch ist, oder?

Ich glaube eher nicht, dass meine Symptomatik mit der SD zusammenhängt, oder?

Einer OP würde ich nur zustimmen, wenn diese zwingend erforderlich ist. Das sehe ich anhand des Befundes aber nicht.

Ich wäre dankbar über Einschätzungen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von LinLina » Montag, 24.10.16, 21:02

Liebe padma :-)

danke für das update und Glückwunsch zum Etappenziel 1 mg :party2: das hört sich ja zumindest schonmal schön wenig an, auch wenn es noch ganzes Stückchen Schneckenschleicharbeit :schnecke: bis auf null ist.

"wildes Verhalten" :rotfl: habe ich noch nie als NW gehört :P

Dass du so sehr unter der Erschöpfung zu leiden hast, tut mir sehr leid :hug: das hört sich wirklich heftig an, besonders wenn es durchgängig mehr oder weniger so anstrengend ist.

Vielleicht braucht es doch nochmal eine noch längere Stabilisierungsphase, bevor du dich an das letzte mg wagst?

Ich weiß, es ist furchtbar frustrierend :-(

zur Schilddrüse weiß ich leider nicht genug, aber ich denke es ist sehr gut die OP nur zu machen, wenn sie wirklich akut notwendig ist, das würde ich auch so machen. Zum Glück sind ja wenigstens deine Werte im Normbereich, auch wenn das individuell nicht immer was aussagt.

Liebe Grüße :hug:
Lina
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Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Annanas » Dienstag, 25.10.16, 11:29

Hallo, liebe Padma :hug: ,
padma hat geschrieben:Ich bin bei 1 mg angelangt.
Das hört sich schon richtig gut an!!! :party2:
padma hat geschrieben:Im neuen Beipackzettel fand ich "wildes Verhalten" als NW, also wundert euch nicht, falls ich plötzlich wild werden sollte.
Hihi, wildes Verhalten - was soll man sich denn darunter vorstellen???
padma hat geschrieben:Weniger schön ist, dass ich quasi durchgehend Symptome habe, trotz sehr langsamen Ausschleichen. Am schlimmsten ist die Erschöpfung, die immer schlimmert wird. Diese hat ein chronisches Überforderungsgefühl zur Folge, mit Verzweiflungs- und Weinattacken und zumeist gedrückter Stimmungslage und Ängsten.
Laß dich mal drücken - ich weiß auch wie es ist, wenn man nicht mal ein paar Tage zum Verschnaufen hat - das tut mir so leid -
diese ewige Erschöpfung ist auch so quälend.
padma hat geschrieben:Nun zur Schilddüse:
Die SD-Werte sehen für mich eigentlich normal aus - auch in Prozenten ausgedrückt (ft4 43% u. ft3 32,5%).
Der TSH Wert - da scheiden sich ja immer noch die Geister bei den Referenzwerten - manche sagen bis 4,5 ist i.O. das ist wohl
der alte Wert - die neueren Referenzwerte lauten bis 2 oder 2,5!
Deinen TSH-Wert würde ich noch nicht als dramatisch betrachten.

Ist aber jetzt meine laienhafte Einschätzung.

Zu dem großen, kalten Knoten:
Erstmal sind kalte Knoten "nur" Gewebe, dh. sie sind inaktiv und produzieren keine Hormone.

So lange der Knoten dich nicht behindert - evtl bei der Atmung - würde ich keine OP vornehmen lassen.
Die Feinnadelpunktion schlagen sie vor, weil es sehr selten, aber möglich ist, daß das Gewebe
karzinogen entarten könnte.

Da mußt du jetzt entscheiden, ob du die Punktion machen lassen willst!
Schwere Entscheidung, aber ich würde es wahrscheinlich tun.

Liebe Grüße von Anna <3
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von zelda » Dienstag, 25.10.16, 16:47

Hallo padma,
1 mg ist wirklich wenig, klasse. Ich bin jetzt bei 11 :schnecke:
Der TSH Wert - da scheiden sich ja immer noch die Geister bei den Referenzwerten
Ist ja ein bekanntes Phänomen in der Medizin, dass die Referenzwerte immer schön gesenkt werden, um "Patienten" zu generieren.
Mir wurde gesagt, ein TSH bis 2,5 ist in Ordnung.
Andererseits ist Müdigkeit und Erschöpfung ja ein bekanntes Phänomen bei Schilddrüsen-Unterfunktion.
Eine OP mit all ihren Risiken würde ich auch vermeiden, solange ich keine Not habe. Vielleicht einfach mal die SD im Auge behalten und öfter mal Werte bestimmen. Die können nämlich auch ganz schön schwanken! Meiner Tochter, 25, hatte man schon einen Hashimoto übergebraten, in der nächsten Blutprobe waren die Werte ganz normal :o

Ich wünscht dir alles Gute und frohes weiterschleichen, liebe padma.

LG Z.
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August-September 6,5 Tbl. statt 7 über die Woche verteilt
Oktober bis Dezember 6 Tbl. über die Woche
Seit Januar 5,5 Tbl/Woche
Mitte Januar 2016 erste Probleme mit den Dosisschwankungen, Hinweis von padma. Symptome: Zaps, Konzentrationsschwierigkeiten, Fahrigkeit
Jahr 2016: von 16mg auf 10mg/Tag mit der Wasserlösemethode
Jahr 2017: von 10 mg/Tag auf 8 mg/Tag - lange Absetzpause drin, Symptome erforderten Schneckentempo
Jahr 2018: von 8mg/Tag auf 7mg/Tag im September, in 0,25mg-Schritten.
Restsymptom: Brainzaps beim Aufwachen. Tolerierbar.

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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von carlotta » Dienstag, 25.10.16, 18:01

Liebe Padma, :hug:
nach langer Zeit mal wieder ein paar Grüße von mir. :) Toll, wie weit Du mit dem Abdosieren gekommen bist! :party2: Auch wenn es dauert, die Hauptsache ist doch, das Ganze ist nachhaltig! :schnecke: :) Ich selbst bin in ähnlichem "Tempo" unterwegs, eben das Tempo, was mein Körper mir vorgibt. Den Rest kriegen wir auch noch weg. :D (Unter Umständen solltest Du auf den letzten Metern noch ein wenig langsamer vorgehen, muss man sehen.)

Deine anhaltende Erschöpfung ist schlimm, wundert mich aber ehrlich gesagt auch angesichts Deiner vom Entzug unabhängigen Erkrankung nicht. Das ist einfach doppelter Stress für den Körper und häufige Erschöpfungszustände kenne ich (ohne sonstige Erkrankung) auch, seit ich entziehe. Der Körper muss alles mobilisieren, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, und das bei jedem Schritt wieder neu! Und auch wenn Du längere Pausen machst zwischen den Schritten, bekommst Du doch wegen der langen Halbwertszeit kaum Ruhepausen. Das ist einfach Dauerstress. :(

Mit Eingriffen an der SD wäre ich vorsichtig, solange nicht mehrere unabhängige Experten eindeutig sagen, dass akuter Handlungsbedarf besteht. SSRI haben enormen Einfluss auf die SD (weißt Du ja selbst), die "kalten Knoten" sind - soweit ich weiß - ein Phänomen, das häufiger auftritt. Eine Freundin von mir hat das auch, bekam von verschiedenen Ärzten verschiedene (widersprüchliche) Hinweise, was OP, Medikation etc. anbelangt. Sie unternimmt jetzt gar nichts. Bei regelmäßigen Kontrollen haben sich in ihrem Fall keine Verschlechterungen gezeigt.

Ein Eingriff wäre ein großes Wagnis, vor allem angesichts Deiner Gesamtsituation, die ja auch deutlich durch den Entzug geprägt ist. Mir sind aus dem Bekanntenkreis auch einige Fälle bekannt (ohne Enzugshintergrund), wo dringend zu SD-Eingriffen geraten wurde und es diesen Menschen hinterher viel schlechter ging als vorher und auch die Hormonsubstitution nicht gut funktioniert. Die Symptome ähneln sogar in einem Fall zum Teil unseren Entzugssymptomen! Nur leider ist die SD nun größtenteils weg, da gibt es kein Zurück mehr und man muss sehen, wie man damit klarkommt. Die Unterstützung durch Ärzte hält sich in diesem beschriebenen Fall in Grenzen, um es vorsichtig zu sagen.

Padma, danke für Dein großartiges Engagement hier! :hug: Ich wünsche Dir, dass Du möglichst gut durch den weiteren Entzug kommst und die Symptome endlich erträglicher werden. <3

Liebe Grüße :group:
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Siggi » Dienstag, 25.10.16, 20:07

Liebe Padma, :hug:

es tut mir sehr leid,dass ich dir zu deinen S.D.Problemen so gar nicht raten kann.
Deine Schilddrüse ist vergrößert, und damit kenne ich mich leider nicht aus.

Auch gehe ich mit den Vorschreiberinnen konform, nur bei lebensnotwenigen Situationen zu operieren.
Ich glaube es war Petra (Borusse), die es bereute, dass man ihr SD. Gewebe entfernte.

Möchtest du dich mit diesen Problem an das S.D. Forum wenden?
Dort sind Super Spezialisten, die auch einen guten Überblick haben.
http://www.ht-mb.de forum http://www.ht-mb.de/forum/forumdisplay. ... yreoiditis
Ich hoffe der Link klappt. :?
Übrigens finde ich auch, dass deine S.D. Werte recht gut aussehen.... die neuzeitliche TSH Wert Grenze liegt
bei 2,5 , auch sind deine freien Werte recht gut.
Liebe Padma ,
ich wünsche dir ganz viel Erfolg beid er Findung
und grüße dich ganz herzlich
Siggi
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