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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von schneefloeckchen » Dienstag, 20.05.14, 11:13

Hallo Ataraxia!
Ich kann in allen Punkten Nospie zustimmen.
Du brauchst Zeit und viel Geduld.Es sind alles "normale" Symptome von zu schnellem ausschleichen.
Ich persönlich habe 60 mg Citalopr*** genommen,allerdings nicht freiwillig,man hat mir das Cita im Krankenhaus gegeben mit dem Kommentar,das hilft ihnen.
Das ging ein halbes Jahr so und deswegen habe ich viel zu schnell ausgeschlichen,aus Unwissenheit.
Ich habe heute noch,nach 2,5 Jahren schwer zu kämpfen mit den Symptomen.
Ich möchte dir keine Angst damit machen,sondern dich nur etwas beruhigen,daß das alles normal ist.
Liebe Grüße Schneeflöckchen
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Seit 1995 Bromazanil 6 mg täglich
Seit 2004 Tramadol 3 mal 40 Tropfen
Seit 2007 Fentanylpflaster 25 mg/h
Seit 2008 Bromazanil 12 mg täglich
November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
Blutdrucktbl. Carmen 10/10 1-0-0
Betablocker 1-0-0
Pantoprazol 20 mg 1-0-0
Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
18,10,2014 Promethazin 20 mg
27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
13.06.2016 Promethazin 9 mg
11.07.2016 Promethazin 8 mg
28.03.2017 Promethazin 7,5 mg
03.04.2017 Promethazin 8 mg

ataraxia
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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von ataraxia » Donnerstag, 12.06.14, 14:00

Liebe Nospie, Maya und Schneeflöckchen!

Ich danke euch für die lieben und tröstenden Worte. Ich logge mich nicht so oft ein, wie ich still mitlese, aber die tröstenden Zeilen an verzweifelten Tagen sind immer so schön zu lesen und helfen mir auch. :hug:

Ich habe diesmal Gutes zu berichten. Natürlich will ich mich auch nicht zu früh freuen, denn ich merke mittlerweile auch eindeutig, dass ich immer wieder Wellen habe.
Und während einer Welle vergesse ich alles was ich gelesen hab, all die symptomfreien Zeiten, all die Logik zum Thema SSRI- zu- schnell- abgesetzt.
Das ist eben ein Teil der Wellen. Das negative Denken, die Hoffnungslosigkeit.
März bis Mai waren keine guten Monate, ich glaube, ich hatte nur 1 richtig gute Woche, ein paar ok Tage und sonst wirklich viele Symptome :wacko:

Der Juni entwickelt sich dafür so richtig gut, ich habe eigentlich fast durchgehend ein "Fenster" und bin praktisch symptomfrei. Eigentlich kaum zu glauben.
Die Hitze macht mir nichts aus, das war vor 1 Jahr noch GANZ anders. Ich habe heute vor 1 Jahr 10kg mehr gewogen und das Gewicht ohne viel Sport oder Diät abgenommen. Morgenübelkeit habe ich noch manchmal, aber sie verschwindet nach 1 Stunde wie von selbst.

Ich muss aber sehr streng auf meine Ernährung achten, vertrage vieles nicht.
Auch Medikamente (zB früher Ibuprofen gegen Kopfschmerzen) nehme ich auch gar keine, weil ich die auch nicht mehr vertragen habe.
Sogar meine Gesichtscreme habe ich auf eine natürliche gewechselt und mache "Ölziehen" zur Zahnreinigung.

Beruflich hat sich bisher nichts ergeben, es aufzuschieben ist finanziell sehr schwierig, habe zumindest nach Teilzeit geschaut, aber bisher keinen Job gefunden.
Der ganze (bisher) einjährige Entzugswahnsinn hat auch ordentlich an meinem Selbstbewusstseins geknabbert... also Selbstbewusstsein im Sinne von Vertrauen darauf, dass man arbeiten kann, dass man Freunde treffen kann oder auf Veranstaltungen gehen ohne dass Symptome auftauchen.
Da bin ich nach wie vor sehr verunsichert, zögerlich und traue mir nicht viel zu. Aber das ist sicher normal...

Ich war am Montag alleine an einem See schwimmen/liegen, an dem ich letzten Sommer auch war.
Ich kann mich erinnern, dass ich letzten Sommer dort unruhig war, alles war irreal, Schwindel, Anspannung usw. und dieses Jahr war es schön, eben vollkommen normal.

Ich wünsche euch allen, dass euch das auch bald passiert!!!!!!!!
Und ich hoffe mein Fenster hält länger an...

Es sind jetzt 13 1/2 Monate auf 0 und das alles "nur" von einem einzigen SSRI
Ursprüngliche Diagnose 2009/10: Angst- und Panikstörung.
Medikation: Citalopram 20-30mg. 3 Jahre genommen.

3 Monate lang ausgeschlichen (zu schnell!), seit Ende April 2013 medikamentenfrei und im protrahierten Entzug

Nach 6 Monaten kleine Besserung, nach 18 Monaten große Besserung! Nach 2 Jahren gesund.

Maya
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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von Maya » Donnerstag, 12.06.14, 17:03

Hallo Ataraxia :hug:

Das sind doch richtig gute Nachrichten, koste es richtig aus und erlaube es dir dich zu freuen.
Auch wenns mal wieder zwischendurch schlechter geht, du weißt jetzt wieder wie es ist dich gut zu fühlen und das wird jetzt bestimmt immer öfter und länger sein.

Liebe Grüße von Maya
:group:
2007- 2013 (Juli) Trimipramin 2-5 Tropfen abends (zwischendurch ca. 12 Monat Sertralin, kein Ausschleichen, auch keine Symptome)
2008-2009 Citalopram 20 mg (Kurzfristig 40 mg) wegen sehr schwieriger persönlicher Situation,
2009-2013 Citalopram 10 mg, 2010 kurzfristig zusätzlich Johnniskraut hochdosiert, bei "Bedarf" zwischendurch 20 mg Citalopram,
zwei gescheiterte Absetzversuche da direkt auf 5 mg

22.07.2013 Citalopram 9,5 mg am dritten Tag Kopfdruck, dumpfes Gefühl, unruhige Beine, innere Leere, Ängstlichkeit
15.08.2013: 9,0 mg, Symptome wie oben
06.09.2013: 8,5 mg, keine Symptome
06.10.2013: 8,0 mg,
03.12.2013: 7,5 mg,
18.02.2014: 7,0 mg,
18.03.2014: 6,5 mg,
02.04.2014: 6,0 mg,
21.04.2014: 5,5 mg.
03.05.2014: 5,0 mg, Kopfschmerzen, fiebrig, Muskel- und Gelenkschmerzen, starkes Krankheitsgefühl,
Übelkeit für zwei Wochen
10.08.2014: 4,5 mg, keine Symptome
26.08.2014: 4,0 mg,
09.09.2014: 3,75 mg,
20.10.2014: 3,25 mg, Unruhe, Mutlosigkeit
26.10.2014: 3,0 mg, Frust, Hoffnungslosigkeit, nach ca. 3 Wochen langsam Besserung, eine Woche darauf sehr depressives Gefühl,
hält noch an :-(, Kopf- und Gelenkschmerzen für weitere 2 Wochen
02.01.2015: 2,5 mg, Eisenmangelanämie, Eisentabletten, B12, Vit D zusätzlich, keine Absetzsymptome
30.01.2015: 2,0 mg, nach 13 Tagen zunehmend depressives Gefühl
nach 4 Wochen langsam Besserung, extreme Nervosität wegen beruflicher Gespräche, Kortisonspritzen, langsame Besserung

15.04.2015: 1,75 mg keine Symptome
12.05.2015: 1,5 mg, nach 7 Tagen depressives Gefühl, "Ziehen" im Kopf, als wenn wirklich ein Stoff fehlt
zwischendurch oft depressives Gefühl, ab Ende Juni besser
11.07.2015: 1,25 mg, keine Symptome
14.08.2015: 1,00 mg, am 6. Tag Beinschmerzen, nach 10 Tagen fiebrig, nach 3 Wochen depressiv, hoffnungslos, Gefühl der Einsamkeit, auch Ende September noch sehr depressives Gefühl, sehr nervös

14.10.2015: 0,9 mg, keine Symptome
12.11.2015: 0,8 mg, nach 5 Tagen minimale Symptome für 3 Tage, nach drei Wochen "Ziehen und Watte im Kopf, depressives Gefühl für 2 Tage
10.12.2015: 0,7 mg, keine Symptome
06.01.2016: 0,6 mg, keine Symptome
04.02.2016: 0,5 mg, zwei grippale Infekte innerhalb 5 Wochen, oft erhöhte Temperatur, körperlich sehr schwach
03.03.2016: 0,4 mg, keine Symptome

31.03.2016: 0,3 mg, nach 5 Tagen Beinschmerzen, Nackenschmerzen, sehr erschöpft, leichtes Fieber für einen Tag. Nach 14 Tagen depressives Gefühl

29.04.2016: 0,2 mg, nach 7 Tagen Unwohlsein ( Wetterumschwung? ), gereizt, überempfindlich, etwas benommen, leicht fiebrig, Muskelschmerzen, starker Durst, traurig, sehr müde, nach 5 Wochen etwas Besserung

15.06.2016: 0,15 mg, nach 5 Tagen leichter Kopfdruck, "Ziehen" im Kopf für zwei Tage, danach besser

20.07.2016: 0, 1 mg, nach 5 Tagen leichter Kopfdruck und leichtes Ziehen im Kopf, etwas matschig, komisches Gefühl im Mund, nach 3 Wochen Kopfschmerzen, leichter Vit.-D-Mangel (23): ab 08.09.16 für zwei Tage 100000 Einheiten, danach wöchentlich 20000 Einheiten Vit. D
14.10.2016: 0, 05 mg Citalopram, drei Wochen Antibiotika wegen starker Blasenentzündung, insgesamt sehr schwach
02.11.2016: 0 mg, Schluss aus vorbei mit AD, bisher keine Symptome :D

4 Monate auf Null, keine Symptome

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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von padma » Freitag, 13.06.14, 12:55

Liebe Ataraxia, :)

das freut mich sehr zu hören. :D

Dass du durch all das verunsichert bist und dir nicht viel zutraust ist sehr verständlich. :( Das legt sich bestimmt wieder, je mehr die Symptome sich verabschieden.
Wenn du das alles einmal durchgestanden hast, hast du bestimmt viel an Stärke und an Vertrauen in dich selbst dazu gewonnen.
Und ich hoffe mein Fenster hält länger an...
Ich drücke dir die Daumen. :hug:

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Ich bin vorübergehend nicht im Forum aktiv und habe daher meine PN Funktion abgeschaltet. Bitte wendet euch aktuell bei Moderationsangelegenheiten an Murmeline oder Ululu 69

ataraxia
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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von ataraxia » Samstag, 21.06.14, 23:30

Liebe Maya! Liebe padma!
Danke für eure lieben Worte. Wenn dieser Spuk einmal komplett vorbei ist, werden wir alle sehr glückliche und dankbare Menschen werden vermute ich.. Ich wünschte, man könnte vorspulen

Ich hatte zwei gute Wochen. Manchmal komplett symptomfrei, manchmal sehr müde.

Heute Nacht hatte ich aber so einen "Zustand" und bin jetzt ziemlich verängstigt.
Kennt jemand so etwas?
Es hat damit begonnen, dass ich gestern Abend über meine finanzielle Situation nachgedacht habe.
Das ist sowieso ein heikler Punkt, aber diesmal hat es sich hochgeschaukelt mit schlimmen Sorgen (Was, wenn ich nie wieder voll funktionsfähig bin und keinen Job finde?) bis hin zu irrationalen Gedanken (Ich werde obdachlos auf der Straße leben und verhungern).
Habe viel geweint und mein Mann hat versucht mich zu trösten, ich bin aber innerlich irrational und aggressiv gewesen (Gedanken: Er versteht mich sowieso nicht, er hat ja einen Job, er wird mich verlassen, er spart sich Geld an, während ich verhungere --> Was irrational ist, denn mein Mann unterstützt mich finanziell momentan sehr!), bin dann aus dem Schlafzimmer gelaufen und war total angespannt, wie geladen.
So saß ich stundenlang da und war auch noch wütend, dass mein Mann nicht aufwacht und "mir hilft".Ihn um Hilfe bitten war aber in dem Moment nicht möglich.
Die Nacht hat mir dann 4 Stunden Schlaf gebracht (ich hatte sonst nie Schlafprobleme) und aufgewacht bin ich wieder in diesem Zustand: Total angespannt,innerlich wie geladen, wütend, irrationale Gedanken, Gefühl als würde ich ertrinken...
Ich habe mich angeblich auch fiebrig angefühlt. Konnte kaum auf meinen Mann reagieren, kaum ein Wort rausbringen und nur mit Mühe den Tee trinken, den er mir ans Bett brachte.
Das ganze war dann nach weiteren 4 Stunden "vorbei". Danach war ich wieder entspannt und klar im Kopf.
Aber auch erschrocken :( Und natürlich den ganzen Tag leicht übel, sehr erschöpft und meine Umgebung war wieder irreal....
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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von padma » Montag, 23.06.14, 13:16

Hallo Ataraxia, :)

Das war bestimmt scheusslich :(

ich glaube aber nicht, dass du dir wegen diesem Zustand Sorgen machen musst. Ich vermute, dass deine finanzielle Ängste Absetzsymptome getriggert haben. Du bist wahrscheinlich emotional noch nicht stabil, und da gerät man sehr viel schneller aus dem Gleichgewicht.

Gedankenkreisen, Ängste, Weinen, Gereiztheit sind ja alles typische Absetzsymptome. :evil: Dass du nach so einer Nacht völlig erschöpft bist, ist nur natürlich. :(

Ich kenne das von mir zwar nicht so "anfallsartig", aber irrationale Ängste, Gedankenkreisen etc. hatte ich auch absetzbedingt .
Das ganze war dann nach weiteren 4 Stunden "vorbei". Danach war ich wieder entspannt und klar im Kopf.
Das spricht auch dafür, dass es absetzbedingt war.

Ruh dich gut aus,
liebe Grüsse,
padma
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von ataraxia » Freitag, 29.08.14, 18:17

Liebes Forum!

Ich denke oft an euch und habe positive Neuigkeiten, die ich teilen möchte!

Schaut mal, das war meine letzte Signatur (im Juni): "aktuelle Symptome bei einer Welle (sonst habe ich viele symptomfreie Zeiten!): [/b] Übelkeit am Morgen, Kreislaufschwäche - Gefühl, als würde man gleich umfallen und keine Balance beim Gehen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Kurzatmigkeit, verkrampfter Magen, innerlich angespannt/unruhig, inneres Zittern, starke Lebensmittelunverträglichkeiten (Milch, Weizen), sehr viele Ängste in Richtung Sozialphobie oder Agoraphobie, große Zukunftssorgen samt negativem Denken."

Aktuell geblieben ist nur mehr das: Naja.. es ist irgendwie alles anders. In Hinblick auf Lebensmittel scheine ich doch eher (auch) ein Histaminproblem zu haben, denn ich reagiere auf Tomaten, Avocados, Soja. WENN ich viel davon esse, habe ich innere Unruhe, Übelkeit, Kreislaufprobleme, Kopfweh und Durchfall.
Und sonst.. ja vor diversen Hürden in meinem Leben habe ich aufgrund von meinem Grundproblem (Angst/Panik) noch Morgenübelkeit, weiche Knie und erhöhte Körpertemperatur plus Erschöpfung, aber ich schaffe es mittlerweile im Kopf ruhig zu bleiben und mich immer mehr Situationen zu stellen. Die beschriebenen Symptome sind schwer auszuhalten, halten aber nicht länger als 1-2 Stunden an bzw. sind nur vor einer Situation vorhanden, nicht währenddessen.

Ich bin ja kein Fan vom Begriff "Grunderkrankung", aber ich sehe das so: Ich habe vor vielen Jahren einige Panikattacken gehabt und wusste nicht, was da mit mir passiert. Damals hatte ich aber einige persönliche Probleme und starken Eisenmangel, den ich mit Koffeintabletten selbst behandelt hab :frust: . Ich hab gelernt, meinen Angstsituationen auszuweichen/sie zu vermeiden. Und durch die Tabletten erst recht! Es ist hart, aber eigentlich so schön, diese "Heilung" jetzt zu erleben. Mich Dinge zu trauen und zu sehen, dass ich beim zweiten Versuch keine Symptome mehr habe. Immer nur beim ersten Mal. Und kein Wunder, nach vielen Jahren Vermeidung (gedämpft sein durch Psychopharmaka ist ja auch Vermeidung, dazu ein Artikel, der mir gefallen hat, auf englisch, Klinik für Ängste in Oslo, die OHNE Psychopharmaka arbeitet: http://www.madinamerica.com/2014/08/pos ... -problems/)

Ich bin jetzt (16 Monate auf 0) doch noch viele hartnäckige Symptome losgeworden: kein innerliches Zittern, keine Balanceprobleme, keine depressiven Attacken, keine Atemprobleme....

Es ist erstaunlich. Manchmal jogge ich durch den Park und bin überwältigt von Glücksgefühlen und könnte vor Freude weinen und ihr versteht sicher wieso... Es verändert einen so etwas durchgemacht zu haben.
Und vielleicht kann ich euch Hoffnung geben? Immerhin habe ich zu schnell abgesetzt und es wird wirklich stetig besser. Es gab Zeiten, da habe ich nicht mehr daran geglaubt und jetzt hat sich sogar in drei Monaten noch so viel getan!

Haltet durch! :hug: :group:

Ps. Ich musste auch ein Jahr lang eine strikte Diät halten, weil ich SO vieles nicht vertragen hab. Aber diese Dinge funktionieren wieder und ich hatte meine erste Pizza und meinen ersten Schokokuchen seit über einem Jahr - ohne Beschwerden :party: (ich bleibe aber trotzdem weiterhin bei einer gesunden Ernährung, sigli, das erinnert mich an dich, ich hoffe, es geht dir gut?)
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padma
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Monalinde
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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von Monalinde » Freitag, 29.08.14, 20:08

Hallo Attaraxia,

ich habe mich riesig gefreut , von Deinen positiven Veränderungen zu lesen. Danke, dass Du das mitgeteilt hast. Es war bestimmt kein leichter Weg für Dich, aber er macht einfach sehr viel Hoffnung, auch für andere. Ich glaube, Du siehst das meiner Meinung nach ganz richtig, mit den Ängsten auf der einen Seite und den Absetzerscheinungen auf der anderen.
Du hast nun so viel schon überstanden, so dass ich fest daran glaube, dass Du auch die Ängste noch Schritt für Schritt überwinden kannst. Den Weg gibst Du Dir ja selbst vor, und wenn es einmal nicht klappt, dann wird es aller Erfahrung nach beim nächsten Versuch besser.
Bei mir ist es auch ein sehr langer Weg zurück, weil ich noch mit sehr viel wechselnden körperlichen Symptomen, wie einer verstopften Nase, Atemschwierigkeiten, saurem Aufstoßen, seit neuestem einer Hausstaubmilbenallergie und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie Blasenentzündungen zu kämpfen habe, wobei die Unverträglichkeiten sich zu bessern scheinen. Ich muss halt akzeptieren, dass in meinem Alter, alles etwas länger dauert, aber dafür habe ich den überwiegenden Teil meines Lebens ja auch schon hinter mir.

Ich wünsche Dir weiterhin alles, alles Gute, Erfolg, vielleicht beim beruflichen Wiedereinstieg und last not least, kannst Du Dir auch noch Deinen Herzenswunsch erfüllen. Ich drücke die Daumen!

Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

ataraxia
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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von ataraxia » Samstag, 06.09.14, 10:42

Liebe Mona! Danke für deine Worte! Dass bei dir wieder Unverträglichkeiten dazugekommen sind bzw. die Symptome nicht locker lassen ist hart nach so einer langen Zeit. Ich bewundere dich fürs Weiterkämpfen! :hug:

Ich hatte mit meinem letzten Beitrag extra länger gewartet, weil ich befürchtet habe, dass es vielleicht wieder nur ein Fenster war und leider hat es mich vor 3 Tagen wirklich wieder erwischt.
Ich habe meine Periode bekommen und es ging los: Erster Tag Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Energielosigkeit.
Zweiter Tag Bauchstechen, wenig schlafen können.
Dritter Tag totale Verzweiflung, Depression, Weinerlichkeit und leichte Derealisation, wenig schlafen können.
Heute: Gefühl nicht gut atmen zu können, Erschöpfung, leichte Derealisation.
Da wären wir wieder. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht immer Probleme habe, wenn ich meine Periode bekomme und schon gar nicht so extreme!

Dieses Gefühl nicht gut atmen zu können macht mich immer mega nervös.
Gegessen hatte ich nur Verträgliches bis auf eine Eispackung Schoko (ohne Milch, Soja und Co) mit dunkler Kakaobohne und Nüssen (Cashew). Also wohl Histamin?

Im Oktober ist ein Urlaub gebucht und ich bin nervös, wie ich das schaffen soll, falls es mir so geht wie momentan.
Angst, wie ich jemals einen Job annehmen soll. Jung, arbeitslos und komplett pleite momentan.
Angst, nie wieder normal essen zu können.

Ich wiederhole mich. Euphorischer Post, kurz danach die Erkenntnis es noch nicht geschafft zu haben...
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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von ataraxia » Freitag, 05.12.14, 11:20

Ich wollte mich wieder melden.
Ich bin nun bei 19 Monaten ohne SSRI.

Mir geht es schon viel besser, oft beschwerdefrei, hatte einen Urlaub ohne Symptome, habe mich getraut, wieder unter Menschen zu gehen, vertrage mehr Lebensmittel, es geht voran.
Und doch erwischen mich manchmal noch kleine Wellen... Zuletzt ist mir aufgefallen, dass Muskelkater eine Welle auslöst, kennt ihr das?
Nicht Sport an sich, aber der Muskelkater am nächsten Tag ist kombiniert mit Übelkeit und Unruhe...
Meine Wellen dauern nur mehr 1-4 Tage und sind viel leichter ausgeprägt, ich habe dann eine depressive Stimmung, bin müde und schlapp oder unruhig mit leichter Übelkeit oder leichtem Schwindel.
Symptome wie Atemnot oder Derealisation hatte ich ewig nicht mehr, deswegen glaube ich jetzt wirklich auch daran, dass Heilung/Besserung nach dem Absetzen möglich ist! :)

Ich mache mir aktuell auch etwas Sorgen wegen meinen Blutwerten - mein Ferritin (Eisen) stürzt immer sofort in den Keller, wenn ich aufhöre mein (leichtes) Eisenpräparat zu nehmen, außerdem habe ich auch Magnesium und Vitamin D Mangel. Ich frage mich, wieso mein Körper das nicht selbst in den Griff bekommt? Denn nun nehme ich ja ständig Vitamintabletten....
Und ich habe eine chronisch erhöhte Blutsenkung schon sehr lange, leider kann mir absolut kein Arzt erklären, was das bedeutet... (der andere Entzündungswert CRP ist ok)

Was mich momentan noch negativ beschäftigt ist, dass viele Dinge, die auf mich zukommen eine Herausforderung sind und ich Angst davor habe, aber es ist absolut kein Vergleich zu der Zeit davor, denn da war mein Körper total in Alarm- und Panikstimmung. So richtig bergauf ging es bei mir wirklich erst nach 18 Monaten! Erst da konnte ich wieder "am sozialen Leben teilnehmen". Und ich hoffe natürlich auf noch weitere Besserung!
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Medikation: Citalopram 20-30mg. 3 Jahre genommen.

3 Monate lang ausgeschlichen (zu schnell!), seit Ende April 2013 medikamentenfrei und im protrahierten Entzug

Nach 6 Monaten kleine Besserung, nach 18 Monaten große Besserung! Nach 2 Jahren gesund.

padma
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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von padma » Samstag, 06.12.14, 10:51

Liebe Ataraxia, :)

ich freue mich sehr, dass es dir deutlich besser geht.
Danke dir für diesen mutmachenden Beitrag. :D
Ich mache mir aktuell auch etwas Sorgen wegen meinen Blutwerten - mein Ferritin (Eisen) stürzt immer sofort in den Keller, wenn ich aufhöre mein (leichtes) Eisenpräparat zu nehmen,
es kann normal sein, wenn du z.B. eine sehr starke Regelblutung hast. Sicherheitshalber sollten verdeckte innere Blutungen ausgeschlossen werden, also ein Stuhltest und eine Bauchraumultraschall.
außerdem habe ich auch Magnesium und Vitamin D Mangel. Ich frage mich, wieso mein Körper das nicht selbst in den Griff bekommt? Denn nun nehme ich ja ständig Vitamintabletten...
Solltest du früher diese Eisen- und Vitaminmangel nicht gehabt haben, würde ich auch nicht ausschliessen, dass es mit dem Absetzen zu tun hat. Möglicherweise kann dein Körper diese Stoffe derzeit nicht richtig aufnehmen oder verbraucht mehr, z.B. von Magnesium.. Das ist aber eine reine Spekulation. Wobei auffallend ist, dass viele speziell mit diesen Vitaminen Probleme haben.

Alles gute weiterhin
liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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drehwurm
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Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von drehwurm » Samstag, 06.12.14, 13:32

Liebe ataraxia,

es freut mich zu lesen, dass es Dir besser geht!
Ich finde es auch sehr mut machend!
Hofentlich bekommst Du die anderen Prbleme bald in den Griff. Ich weiß von mir, dass ich trotz Eisentabletten immer eher niedrige Werte habe. Das gehört wohl zu mir. Ist auch schon untersucht, denn bei mir schlägt die Eisenergänzung einfach nicht gut an.
Schlecht geht es mir damit nicht, aber ich sehe im Labor schon immer, dass der Hb eher am unteren Grenzwert ist oder knapp darunter. Dazu eine wirklich heftige Mens - da kommt dann mehr zusammen.

Dennoch, nach vorne schauen, es freut mich für Dich - auf weiterhin gutes Befinden!
Aufstehen, Krone richten, weitermachen!!!

Schwindelgeplagte seit Oktober 2013, bis Ende Januar keine passsende Diagnose, dann wenigstens Verdachtsdiagnose mit entsprechender Therapie, die dann auch weiterhalf;
Ab 29.1.14 Venlafaxin eingeschlichen, 14 Tage 37,5 mg, dann auf 75 mg,
dabei geblieben bis Ende Juni 14, danach "Ausschleichen" ab 24.6.14 (ohne genaue Infos) über 5 Wochen mit täglich gleicher Dosisverringerung nach der Kügelchenmethode.
Ab 29.7.14 ohne Venlafaxin, jetzt Absetzsymptome... vermutlich aber noch vergleichsweise "mild", jedoch schließlich deutlich Schlafstörungen und Schwindel, nicht mehr alltagskompatibel >>nach 4 Wochen Entscheidung zum Wiedereindosieren:
27.8.14 mit 12,5 mg (=40 Kügelchen), am
2.9.14 dann Erhöhung auf 50 Kügelchen (ca. 15,6 mg) bei abnehmenden Entzugssymptomen, massive Schlafstörung
08.09.2014 Besserung spürbar,aber weiterhin sehr einschränkende Schlafstörungen mit viel, viel zu frühem Aufwachen, sonst keine Symptome mehr...
ab 21.9.2014nochmal kleine Erhöhung auf 60 Kügelchen (= ca. 18,5 mg) --- Beruhigung der Lage, Wohlfühlen, gut nach ca. 3 - 4 Wochen;
29.11.2014 erste Reduzierung um 10%, d.h. 54 Kügelchen (=ca. 16,65 mg): die ersten beiden Wochen gut vertragen, dann Absetzsymptome, jedoch auszuhalten
04.01.2015 nächster Schritt um 10%, jetzt noch 48 Kügelchen (=14,8mg); recht bald Absetzsymptome für ca. 12 Tage, erträglich;
08.02.2015 wieder 10%, jetzt 42 Kügelchen (=12,95), soweit gut vertragen;
08.03.2015 erneut 10 % weniger, noch 36 Kügelchen (=11,1mg);
05.04.2015 weitere 10% runter - ich bin bei 30 Kügelchen (9,25 mg), und das sind 50% der Dosis bei der ich das erneute Absetzen begonnen habe! Strike!!! :D
01.05.2015 die nächsten 10% - es sind noch 24 Kügelchen (7,4 mg) - es geht gut soweit
29.05.2015 und nochmal 10% - entspricht 18 Kügelchen = 5,55mg, weiterhin läuft es gut, nur ganz wenig zu spüren, das halte ich durch!
26.06.2015 es geht "rauswärts" auf 20% der Dosis 12 Kügelchen = 3,7mg , anfangs wieder wahrnehmbare Symptome wie Schwindel, Benommenheit, Abgeschlagenheit, nach einer Woche wieder besser
23.7.2015 der nächste Schritt, runter auf 10% =6 Kügelchen=ca. 1,85 mg - es geht gut!
21.8.2015 es ist geschafft - 0 mg Venlafaxin! Keine Folgen des Absetzens - genial!!!

Begleitend: Vit. D (1x/Wo), Vitamin-B-Komplex (tägl), Omega3-Fettsäuren

Lisamarie
Beiträge: 9441
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Pram/Citalopram absetzten

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 06.12.14, 18:42

Hallo ataraxia, das gibt Mut das am Ende des Tunnels ein Lichtlein brennt , ich hoffe das du deine anderen Probleme auch noch in den Griff bekommst.
Alles Liebe wünscht dir Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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