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Venlafaxin abgesetzt...

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Luna
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Venlafaxin abgesetzt...

Beitrag von Luna » Samstag, 17.05.14, 3:14

Hallo alle zusammen
Ich bin neu hier.Kenne mich somit hier nicht gut aus.
Ich habe mich hier angemeldet,weil ich Venlafaxin abgesetzt habe und dazu Fragen habe.
Venlafaxin habe ich über mehrere Jahre genommen 37,5mg. Irgendwie half es mir....zumindest dachte ich das aber eigentlich hätte ich das so lange nicht nehmen dürfen.In der Zeit war meine Verdauung eingeschränkt.Hatte immer harten Stuhlgang.
Vor kurzem war ich 3 Wochen in der Klinik,weil es mir nicht gut ging.Man hat dort das Venla abgesetzt und mir Cymbalta gegeben.Davon war mir allerdings jeden Tag übel und schlafen konnte ich kaum noch.Ich habe dann irgendwann gesagt,dass ich die nicht mehr will und lieber wieder das Venla.3 Tage hab ich dann das Venla wieder genommen und es ging mir nicht gut damit.Ich habe es dann langsaaaam abgesetzt.In der Klinik sagte mir man,dass man keine Entzugserscheinungen von bekommt und das es sehr gute Medis sind.
Ich wusste,dass ich davon einen Entzug bekomme und somit ging ich aus der Klinik.Hatte angst,dass die mich da mit neuen Medis vollstopfen.Zuhause setzte ich die Venla nu langsam ab.
Seid ich Venla nicht mehr nehme,habe ich breiigen Stuhl und ich muss häufig auf Klo. Ist das normal? Wie lange geht das bis sich Darm wieder erholt oder liegt es nicht am Entzug?
Die kurze Zeit wo ich Cymbalta genommen habe,da fing das an mit den vielen Stuhlgang.
Ich habe mittlerweile Bauchschmerzen :(
Zudem habe ich Entzugserscheinungen wie Zittern,viel weinen,Ängste. Mein Magen scheint auch schon länger angeschlagen zu sein.Hatte das nicht so gemerkt als ich Venla genommen hab.
In den nächsten Tagen hab ich einen Termin zum Vorgespräch in einer Psychosomatik.Ich hab so angst,dass die mich da wieder mit Medis vollstopfen.Versuche von dem ganzen loszukommen.Muss noch von Schlafmedis loskommen aber das schaffe ich nicht alleine.Nehme Zolpidem.
Kann mir irgendwer helfen?
LG Splitter

Nospie

Re: Venlafaxin abgesetzt...

Beitrag von Nospie » Samstag, 17.05.14, 11:58

Hallo Splitter :) ,
Willkommen erst mal,hier bist du richtig.
Splitter hat geschrieben:Ich habe es dann langsaaaam abgesetzt
Was heißt das genau :?:
Es war garantiert zu schnell :!:
Splitter hat geschrieben:In der Klinik sagte mir man,dass man keine Entzugserscheinungen von bekommt und das es sehr gute Medikamente sind.
Diesen Quark (entschuldigung :oops: ) bekommt man von Medizinern immer wieder erzählt.
Nimmst du gerade noch/wieder Venla? Mir geht es gerade selber nicht so toll,aber du bekommst noch kompetente Antworten :wink: :!:
LG
Nospie
:group:

Klausi
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Re: Venlafaxin abgesetzt...

Beitrag von Klausi » Samstag, 17.05.14, 16:49

Hi,

Schön das du dich hier meldest und Willkommen.

Ich hab auch Jahre Schlafmittel und venlafaxin genommen, und bin gerade am absetzen von venlafaxin.

Ich kann dir nur eins sagen:
Höre auf deinen Körper, und nicht auf die Mediziner. De stecken nicht in deinem Körper drin, und die meisten wollen nur Rezepte verteilen und kennen sich mit den absetz Symptomen gar nicht aus.

Fakt ist, was ich anfangs nicht geglaubt habe, LANGSAM absetzen. Wie langsam musst du selbst entscheiden.
Da ist jeder Körper anders. Ich bin jetzt auf 10 mg, welche ich noch 2 Wochen halte, und dann weiter runter gehe.
Bei mir ist es nicht so schlimm wie bei vielen anderen ihr, da bin ich sehr froh.

Was den Stuhlgang angeht, kann ich das nur bestätigen. Seit dem reduzieren ist es genauso. Da müssen wir durch.
Aber es geht vorbei, da bin ich sicher. Wichtig ist, das du an dich glaubst.

Lass dich nicht wieder vollstopfen mit dem Gift. Außer du bist psychisch instabil.
Ich bin mittlerweile der Meinung, das die ganzen AD uns auf Dauer nur Schaden, aber das ist MEINE Meinung.
Ich und will dir hier keinen Rat geben, aber meine MEINUNG kund tun.

Was die Schlafmittel anbelangt. Ich habe nach 2 Jahren Einnahme festgestellt, das diese den Schlaf nicht verbessern, sondern uns nur Dämmen lassen. Albträume usw waren noch genauso da. Hab dann einfach abgesetzt, und es war auch nicht schlechter als vorher.

Bitte Leg noch eine Signatur an, die ist sehr hilfreich.

Liebe Grüsse Klaus
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JamiecarlottapadmaschneefloeckchenDia_HBedgar
Okt 2010: Depression und sozialphobie ( antriebslos, sehr müde, Suizid Gedanken und Versuch....)
Medikation:
Zopiclon div. Schlafmittel - 24 Monate ab 02.2011
Irgendwann einfach weggelassen, mit und ohne Schlafmittel Morgens fertig. Teilweise schlimmere Albträume mit den Schlafmitteln gehabt.
Mirtazapin - 19 Monate (10.2010 - 07.2012)
Opipramol - 2 Monate (07.2012 - 09.2012)
Trimipramin - 4 Monate (09.2012 - 01.2013)
Keine verbesserung
Fluoxetion - 4 Monate (Extreme Geschmacks- und Geruchsstörungen, keine Besserung)
Escitalopram(Cipr*lex) - 7 Monate (keine Besserung der Symptome)
Venlafaxin - 09.2011 bis jetzt Dosis zu Beginn 225 mg
Keine Nebenwirkungen bei Beginn, aber auch keine Besserung. Langsam mehr Antrieb, Extreme Müdigkeit. Schlafbedarf mehr als 12 Stunden. Therapeutin müssen 7 Stunden reichen.
03.2012 7 wöchiger Klinik Aufenthalt. Herumprobieren. 07/2012 auf 150 mg. Winter rauf auf 225mg. Frühling 2013 150 mg. Sommer 2012 75 mg. 2 Tage Einnahme vergessen - Extreme Kreislaufprobleme, Stimmung im a....
02.2014 - Wirkung völlig nachgelassen.
16. April 2014
Bupropion (Elont*il) - 150 mg
Venlafaxin - 37,5 mg
Schlafstörungen verstärken sich, aber Stimmung tagsüber besser.
02. Mai 2014
Venlafaxin - 37,5 mg schlafen ist seit 2 Tagen besser. Stimmung geht so. will aber nur noch alleine sein. Geh runter auf 25 mg
06. Mai 2014
Seit 3 Tagen 25mg. Durchfall extremer Blähbauch. Schlafstörungen extrem. Ich seh beim aufwachen immer noch den Panzer, der gerade weg fährt. Tagsüber müde, antriebslos, abends und nachts fit. Körperlich ausgelaugt völlig schwach.
17. Mai 2014
10 mg --> Durchfall, Müdigkeit und schlapp --> rosarote Brille verliert langsam ihre Wirkung
Rauf auf 300 mg bupropion
01.06.2014 5mg: Durchfall. Extremer Druck gleich nach dem aufstehen
15.06.2014 2mg: keine Verändrung
20.06.2014 0: keine Veränderung
26.06.2014 0mg venlafaxin, 0 mg bupropion, kein Durchfalldruck mehr. Keine Veränderung der Stimmung.

Luna
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Re: Venlafaxin abgesetzt...

Beitrag von Luna » Samstag, 17.05.14, 21:33

Vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe nur 37,5mg Venla genommen und darin waren so Minitabletten drin.Ich hab alle 2 Tage eine raus genommen. Vielleicht hätte ich noch langsamer absetzten sollen aber es ist nunmal so,dass ich sie nicht mehr nehme.Ich will da jetzt nicht wieder zurück und wieder welche nehmen.
In der Klinik haben sie einfach das eine abgesetzt und Cymbalta eingesetzt von einem Tag auf den anderen.Da fing es an,dass mein Magen-Darm spinnte.Da hatte ich mir nix bei gedacht.Habe ja noch Morbus Basedow und dachte,dass ich vielleicht deswegen mehr Verdauung hab.
In der Klinik waren sie so überzeugt von den ganzen Medis.Das hat mich sehr geschockt.Man bekam Psychopharmaka als wären es Bonbons.Es war echt schlimm :(
Ich hab das alles nicht vertragen und es wurde abgesetzt außer eben das Antidepressiva,weil ich es ja schon vorher nahm.
Ich bin mittlerweile der Meinung, das die ganzen AD uns auf Dauer nur Schaden, aber das ist MEINE Meinung.
Da bin ich mittlerweile auch der Meinung.Mich hat so viele so erschrocken in der Klinik.Ich musste da nur Akut hin,weil es nicht mehr anders ging.Eigentlich sollte ich in keine Akutklinik,weil ich schnell getriggert werden kann und genau das ist auch passiert.Naja bin da weg.Ich würd gern in die Psychosomatik wo ich mal war.Da sind Medis nicht so im Vordergrund sondern Therapie.
Ich hoffe,dass es mir mit dem Darm bald besser geht.Das andere halte ich schon irgendwie durch.Mein Freund unterstützt mich da sehr auch wenns schwierig ist für ihn.
Wie lange geht das mit dem Stuhlgang? Mir tut der Bauch voll weh :(
Habt ihr eine Idee wie ich das mit der Psychosomatik mache? Ich muss dahin,weil ich instabil bin derzeit und Körperlich Probs hab.Leider geh ich nicht dahin wo ich schonmal war,weil zu lange Wartezeit. Kann ich den in der Klinik sagen,dass ich von den Medis runter kommen will und keine mehr nehmen will? Bin ich dann schlechter Patient und die nehmen mich da erst gar nicht?

Was ist diese Signatur? Was mach ich da rein?

LG Splitter
LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Luna
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Re: Venlafaxin abgesetzt...

Beitrag von Luna » Samstag, 17.05.14, 21:55

Hoffe,dass es erstmal ok mit der Signatur.

P.S: Ich bin derzeit instabil aber ich möchte diese Medis nicht mehr nehmen.Ich hätte damals nie mit anfangen sollen:( Man gab sie mir nur,weil ich ängstlich war und traurig.Ich hab damals Täter angezeigt,die mir in der Kindheit was getan haben. Eigentlich normal,dass es da einem nicht gut geht.Naja mit Medis war ich für alle besser drauf:(
Zudem hat man mir gesagt,dass die gut sind gegen meine Rückenschmerzen.Ich hab 3 Bandscheibenvorfälle.Ja da hat Venla geholfen aber hätte da nicht auch was anderes geholfen? Nun Wundermittel Venla ist ja so gut und kann jeder nehmen...wurde mir gesagt.Jetzt hab ich den Salat:(
LG Luna

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Nospie

Re: Venlafaxin abgesetzt...

Beitrag von Nospie » Samstag, 17.05.14, 21:59

Hallo Splitter :) ,
Wie lange hast du Venla und/oder anderes genommen?
Wie lange ist deine letzte Einnahme her :?:
Du hast ein Zeitfenster von ca 6 Wochen,in dieser Zeit kannst du noch relativ gefahrlos nochmal zurück und langsamer ausschleichen.
Splitter hat geschrieben:Das andere halte ich schon irgendwie durch.
Das habe ich auch mal gedacht(habe über 3 Monate abgesetzt...viel zu schnell),ich bin jetzt seit 20 Monaten im Entzug und es ist
bis jetzt die schlimmste Zeit meines Lebens.Ich weiß nicht ,wie lange es noch dauert.
Überlege dir sehr gut was du tust :!:
Splitter hat geschrieben:Was ist diese Signatur?
Länge der Medikamenteneinnahme,welche Medikamente,Grund der Einnahme
LG
Nospie

Luna
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Re: Venlafaxin abgesetzt...

Beitrag von Luna » Sonntag, 18.05.14, 3:52

Ich hab Venla ca 8-9 Jahre genommen immer 37,5mg.Einmal Täglich. Grund hab ich geschrieben und mag den nicht in der Signatur haben.Hier ist eh alles offen und für alle lesbar und da muss ich auf mich achten.
Ich möchte nicht mehr zurück. Will sie nicht mehr einnehmen.Habe auch nur eine kleine Dosis genommen die ganze Zeit über.In der Klinik haben sie Venla einfach so abgesetzt und mir Cymbalta gegeben.Hab da über 2 Wochen Cymbalta genommen und mir war ständig übel und ich konnt nicht mehr schlafen.Dann gaben sie mir wieder Venla und als ich damit mehr zurecht kam,setzten die das Medi einfach ganz ab mit der Aussage,dass es KEINEN Entzug und einem fetten Grinsen.So nach dem Motto....bist du blöd oder so! Als wäre meine Aussage völlig DUMM,dass es Entzugserscheinungen gibt.Ich wusste,dass es sie gibt und bin dann nach Hause und hab Zuhause abgesetzt auf meine Art und nicht von 37,5 auf 0 wie es die Ärztin wollte.
Hab im mom noch andere Probs mit dem Körper und ich muss rausfinden was los ist.Mit den Medis fühle ich mich weniger.Außerdem will ich meine Schilddrüse nicht schaden.Hab das für mich entschieden,dass ich die nicht mehr nehmen möchte.Ich wusste nur nicht ob gewisse Symptome normal sind und ich hab Austausch gesucht,weil mich das in der Klinik so getriggert hat.
Wie kann man mit solchen Medis nur so umgehen als währen es Smarties? Ich hab das alles nicht verstanden.Es fing an in meinem Kopf zu arbeiten.

Außerdem würde mich interessieren ob es geht,dass man in eine Klinik geht und dort sagt,dass man keine Medis nehmen will außer die,die man nehmen muss wie zb meine Schilddrüsenmedis?
LG Splitter
LG Luna

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Luna
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Zolpidem absetzen

Beitrag von Luna » Sonntag, 18.05.14, 4:18

Hallo
Ich hab vor ca 4 Wochen noch 30mg Zolpidem genommen,weil mein Körper nicht mehr schlafen wollte und im mom auch krank ist (durch was auch immer).Verdacht ist ne Allergie aber ich weis es noch nicht.War so schlapp durch die Angst,dass ich hochgegangen bin auf 25-30mg Zolpidem.Mein Arzt machte da mit. Ich wollte in eine Klinik aber mit PTBS wird man Akut nicht aufgenommen,da große Triggergefahr besteht.Nur unsere Akutklinik nahm mich auf aber so dolle waren die nicht und ich hab gelernt,dass die Triggergefahr echt groß ist.Mehr dazu kann ich offen nicht schreiben.
Ich sagte in der Klinik,dass ich soviel Zolpidem nehme und die meinte,dass wir das runtersetzten mussten.
Nach 2 Wochen war ich bei 5mg. Ich bettelte,dass die nicht so schnell runter setzten aber die meinte,dass wäre schon ok so und Zolpidem mache nicht ganz so doll abhängig.Ich quälte mich von Nacht zu Nacht,weinte immer wieder und wenn ich bisschen schlief dann hatte ich übelste Albträume.Ich leide eh schon unter Albträmen aber so schlimm waren sie noch nie.
Sie gaben mir in der Klinik Psychopharmaka um mich ruhig zu stellen (damit ich schlafen konnte :wacko: ) und von den hatte ich heftige Nebenwirkungen.Nix von den hab ich vertragen.Sie probierten so einiges aus aber ich hatte Nebenwirkungen und sagte,dass ich die Medis nicht will.Zwingen konnten sie mich ja nicht.
Zolpidem wurde weiter abgesetzt und ich quälte mich weiterhin und stand total neben mir.In 2 Wochen von 30mg auf 5mg.Ich weinte dort und sagte,dass es mir zu schnell geht aber naja kurz vor meiner Entlassung gingen sie dann wieder auf 10mg hoch und endlich konnt ich nach 2 Tagen bisschen schlafen.
Dennoch fühlte ich mich grauenvoll.Zuhause angekommen,schaffte ich es grad mal 2 Tage bei 10mg zu bleiben.Nu bin ich bei 15mg und kann immerhin wieder schlafen.
Ich will allerdings da ganz von runter aber irgendwie schaffe ich es nicht alleine.Ich würde es gerne in einer Psychosomatik machen.Am besten in meiner Lieblingsklinik aber da komm ich nicht so schnell rein.Lange Wartezeiten.In einer anderen Psychosomatik hab ich bald einen Termin aber da weis ich noch nicht wie die Ticken.Muss das erst rausfinden.Hab am Dienstag ein Vorgespräch.
Ist das normal,dass Zolpidem so schnell abgesetzt wird?
Kann ich in der Klinik sagen,dass ich nicht möchte,dass die so schnell absetzten?
Hab ich ein Fehler gemacht,dass ich auf 15mg wieder hoch bin? Ich konnte nicht anders.Bin schonmal froh,dass ich von 30mg auf 15mg runter bin.
LG Splitter
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15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
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Re: Zolpidem absetzen

Beitrag von Dia_HB » Sonntag, 18.05.14, 11:12

Hallo Splitter,

der Fehler fing schon im Krankenhaus an, da sie die Dosis schon zu schnell runter gefahren haben und dein ZNS durcheinander gebracht haben , dieses rauf und runter macht alles viel schlimmer.
Du schreibst ja auch das es im Krankenhaus schon begonnen hat, aber das ist typisch für die :frust: .
Versuch auf eine Dosis zukommen wobei du stabil bist und halte sie, dami sich das ZNS beruhigen kann, dann würde ich auf Diazepam umzustellen und damit ausschleichen.
Es ist immer unglaublich was die im Krankenhaus machen , oh man .


Liebe Grüße Heike
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19 Mai 2014 erneutes ausschleichen Diazepam, Dezember 2014 bei 10,5 mg Diazepam und doxepin 35 mg, Januar 2015 Erhöhung Doxepin 45 mg plus 9,5 mg Diazepam begleitet mit schmerzen Muskeln, Kopf zucken, Verwirrtheit, Koordination weg , Februar ging nichts mehr, zurück auf 37,5mg Doxepin und 7,5 mg Diazepam keine Besserung, versucht durchzuhalten mit 9 mg Diazepam, Arzt besucht Vermutung Krampfschwelle durch Doxepin runter gesetzt, Doxepin auf 0 mg Anweisung vom Arzt, nicht aushaltbar, eindosiert 12,5mg bis hoch auf 30 mg ,erste Krampfanfälle Kopf ,dann richige epileptische Anfälle.
Krankenhaus Diagnose Krampfschwelle unten durch Doxepin.
9 Mai, Doxepin runter, Diazepam hoch ,keine anfälle mehr. Dritter Anlauf des ausschleichens ohne zweites Medikament in kürze.
Nach 14 Monaten wieder stabil ,seit 7 Wochen Dia am ausschleichen. 16.03.2016

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Re: Zolpidem absetzen

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 18.05.14, 11:26

Willkommen im ADFD. Kein Wunder das du völlig fertig bist. Leider stellen wir es immer wieder fest das Kliniken viel zu schnell entziehen und dann alles mögliche verordnen Antidepressiva bis hin zu Neuroleprika. Gut das du das alles nicht vertragen hast . So wie ich das jetzt verstanden hab. Oder nimmst du noch was anderes außer Zopi*dem ? Es wäre schön wenn du eine Signarur anlegen könntest und dort alles aufführen kannst was und wie lange du was genommen hast. Auf persönlichen Bereich gehen auf Profil und dann auf Profil ändern. So das die Profis hier sich ein umfangreiches Bild machen können.

Auf jeden Fall hast du dein ZNS gehörig durcheinander gebracht und viel zu schnell entzogen. Wie ich gelesen hab hat Zolp*idem eine geringe Halbwertzeit, wir hier im Forum setzen mit Diazepam ab. Da es eine lange Halbwertzeit hat und du so nicht in Minientzüge geraten kannst.

Du schreibst du bist jetzt auf 15 mg. Fühlst du dich mit dieser Dosis stabil ? Oder geht es dir immer noch schlecht ?

Bitte vergiss das mit der Klinik wieder ganz schnell, wenn ich dir was raten darf. Wir haben die Erfahrungen gemacht das dir keine Klinik helfen kann, ganz im Gegenteil eher schaden wie nutzen. Und du solltest dich erstmal bei einer Dosis stabilisieren und dir sollte es dabei gut gehen. Was aber wahrscheinlich mit deinem Medikament nicht möglich sein wird. Deshalb das Diazepam. Aber du wirst noch von den Profis hier Antwort erhalten die dir mit viel Wissen zur Seite stehen werden. Um etwas Geduld bitte ich dich weil nicht so viele am Wochenende hier drin sind und einige der Profis auch absatzbedingt nicht sofort antworten können.

Gib uns etwas Zeit dann können wir dir sicher helfen und dir einen vernünftigen und auch gangbaren Weg aufweisen, wie du es schaffen kannst. Und ein selbstbestimmtes absetzen ist immer besser als in einer Klinik. Wo auf dich wenig oder gar keine Rücksicht genommen wird.
Lg LisaMarie
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2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Lisamarie
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Re: Zolpidem absetzen

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 18.05.14, 12:05

Sorry Heike unsere Beiträge haben sich wohl überschnitten. Lg Lisamarie
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
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Re: Venlafaxin abgesetzt...

Beitrag von drops68 » Sonntag, 18.05.14, 12:45

Hallo splitter,

habe Dir gerade in Würfel´s thread geantwortet und jetzt erst gesehen, dass Du ja schon einen eigenen hast. Daher kopiere ich meine Antwort auch nochmal hierher:

Ich denke, wenn Du keine Medikamente nehmen willst (was ich absolut super finde), die Ärzte in der Klinik aber darauf drängen, dann wird es wohl nicht die richtige sein. Es gibt bestimmt auch welche, bei denen der Mensch noch zählt und die Medikamente ganz hinten anstehen. In Kassel-Wilhelmshöhe ist z. B. eine, die ganzheitlich orientiert ist, mit Naturheilkunde arbeitet und auch eine Psychosomatik hat. Habe sehr viel Gutes davon gehört. Hätte ich das vorher gewußt, hätte ich mir meine 4 Klinikaufenthalte in "normalen" psychosomatischen Fachliniken erspart (Fachkliniken - haha) . Vielleicht solltest Du mal in diese Richtung Dich umsehen.

Liebe Grüße

drops
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edgar
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03.13 stationär Umst. auf 125,5mg Venlafaxin, zusätzl. Zopiclon und ständig Atosil
05.13 Venlafaxin kalt zuhause abgesetzt
06.13 für 4 Wochen wieder stationär, AD Amitriptylin + Pipamperon, heftigste Nebenwirkungen, grauenhafte Klinik, zuhause kalt abgesetzt
07.13 wieder in die erste Klinik, Mirtazapin 45mg + 50 mg Atosil zur Nacht, weil ich unter Mirtazapin noch schlechter als vorher geschlafen habe, hatte aber auch keine Wirkung
+ Tavor bei Bedarf (in 8 Wochen ca. 6 Mal, jeweils 1mg)
ab 12.08. Mirtazapin 30mg, Atosil + Tavor komplett weg,
ab 19.08. alles auf 0
Okt. 13 für 4 Wochen unregelmäßig 1mg Tavor/tgl. (alle 2-3 Tage)

Dia_HB
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Re: Zolpidem absetzen

Beitrag von Dia_HB » Sonntag, 18.05.14, 12:56

Liebe Lisamarie,

hatte ich gemerkt :D konnte nicht absenden.

Lg Heike
Schmerzpatientin , behandelt mit Diazepam seit 1992 mit anfangs 60 mg Krankenhaus, über Jahre unbewusst bei 10 mg gelandet ,2013 Toleranz entwickelt, Juni 2013 über 10 Monate ausgeschichen mit Doxepin, Januar 2014 Krankenhaus schwere krämpfe Doxepin aprut abgesetzt 37,5mg, 21 Januar durch falsche Diagnose wieder Diazepam Einnahme 25mg Symptome keine Verbesserung, Mai Doxepin dazu 12,5mg und persönliche Veränderung, Euphorie, Vergesslichkeit selber nicht gemerkt.
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Krankenhaus Diagnose Krampfschwelle unten durch Doxepin.
9 Mai, Doxepin runter, Diazepam hoch ,keine anfälle mehr. Dritter Anlauf des ausschleichens ohne zweites Medikament in kürze.
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Re: Zolpidem absetzen

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 18.05.14, 14:05

Liebe(r) Splitter, vielleicht liest du mal die Geschichte von frühling in Neuroleptiker absetzen , Neuroleptika absetzen- Wesensveränderung. Nicht wegen den Neueoleprikern , die du ja nicht nimmst, sondern wie die Psyarhrie im Falle ihrer Mutter ganze Arbeit geleistet hat, im negativen Sinn.
Lg Lisamarie
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Jamie
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Re: Venlafaxin abgesetzt...

Beitrag von Jamie » Sonntag, 18.05.14, 16:19

Hallo splitter,

willkommen im adfd :)

Du bist erst seit 14.Mai auf 0mg, ich würde dir dringend empfehlen wieder einzudosieren und dann korrekt auszuschleichen.
Vielen Menschen ist die Tragweite der Entscheidung nicht bewusst, wenn sie das nicht tun, deswegen kläre ich mal auf, was beim abrupten Absetzen passiert und dann kannst du dich immer noch entscheiden.

Du entreißt dem Körper einen Stoff, den er seit einiger Zeit kontinuierlich in seine Gehirnchemie eingebaut hat. Das Gehirn hat gelernt, in Anwesenheit der Substanz zu leben und es hat mannigfaltige Prozesse umgestellt, damit das funktioniert.
Wenn diese Substanz plötzlich fehlt, dann gerät dein ZNS in große Aufruhr. In Folge dessen entstehen Absetz- bzw. Entzugssymptome, die du auch bereits beschrieben hast.
Der Denkfehler bei vielen besteht darin, dass man glaubt, man könne das aussitzen. In ein paar Wochen sei das vorbei. Außerdem behaupten ja auch die Ärzte nichts anderes und ihre ´ Empfehlung´ "einfach weglassen" hört man leider viel zu oft
Hier muss ich warnen, unter Umständen dauert der Entzug nicht nur Wochen, sondern Monate oder Jahre. Wir haben User, die sind in einem sog. protrahierten Entzug; das heißt sie befinden sich im Jahr drei, vier, fünf, sechs oder länger nach 0mg! :!:

:arrow: Hier eine Erklärung, was im Gehirn / ZNS passiert: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 621#p77227

Das Wiedereindosieren soll helfen, dass das nicht passiert. Bei modernen SSRI wie Venlafaxin gibt es eine kritische Grenze von 6 Wochen; danach kann man in der Regel nicht mehr gut eindosieren, weil sich paradoxe Reaktionen und Unverträglichkeiten häufen.
Durch das Wiedereindosieren soll dem ZNS die Möglichkeit gegeben werden, sich wieder zu stabilisieren und wenn dies geschehen ist, dann fängt man an das AD korrekt auszuschleichen; wir empfehlen Reduktionen von 10% alle 4-6 Wochen (nach Dr. Peter Breggin).
Ich will auch nicht vorenthalten, dass es Menschen gibt, die recht problemlos absetzen oder ziemlich schnell absetzen können, aber leider weiß man nicht im Vornherein, ob man zu dieser Gruppe gehört und wenn nicht, dann sind Langzeitverläufe über Monate oder Jahre leider nicht auszuschließen.
Das Forum ist ja voll davon.

Und ganz konkret zu deiner Frage: Ja, es gibt Kliniken, die möglicherweise auch bereit sind zu helfen, wenn du weitere Medikamente ablehnst, aber leider sind die eher selten. Wir lesen hier häufiger, dass den Usern in so einem Fall mangelnder Therapiewillen bzw. mangelnder Kooperationswillen unterstellt wird, diese unter Druck gesetzt werden oder gar aus der Klinik verwiesen werden. :evil:
Du solltest bereits im Aufnahmegespräch (oder besser noch Vorgespräch) klären, dass du das nicht willst.

So, jetzt hast du alle wichtigen Infos. Bitte überlege dir das in Ruhe. Keiner will dir ein AD aufschwätzen, aber manchmal ist die Wiedereinnahme wirklich die einzige Möglichkeit, nicht noch mehr in das Ungemach zu schlittern.


Grüße
Jamie :group:
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...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Dia_HB
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Re: Venlafaxin abgesetzt...

Beitrag von Dia_HB » Sonntag, 18.05.14, 16:35

Hallo ihr lieben,

Splitter ist auch im Benzodiazepin Bereich, vielleicht sollte man das zusammen legen.

Liebe Grüße Heike
Schmerzpatientin , behandelt mit Diazepam seit 1992 mit anfangs 60 mg Krankenhaus, über Jahre unbewusst bei 10 mg gelandet ,2013 Toleranz entwickelt, Juni 2013 über 10 Monate ausgeschichen mit Doxepin, Januar 2014 Krankenhaus schwere krämpfe Doxepin aprut abgesetzt 37,5mg, 21 Januar durch falsche Diagnose wieder Diazepam Einnahme 25mg Symptome keine Verbesserung, Mai Doxepin dazu 12,5mg und persönliche Veränderung, Euphorie, Vergesslichkeit selber nicht gemerkt.
19 Mai 2014 erneutes ausschleichen Diazepam, Dezember 2014 bei 10,5 mg Diazepam und doxepin 35 mg, Januar 2015 Erhöhung Doxepin 45 mg plus 9,5 mg Diazepam begleitet mit schmerzen Muskeln, Kopf zucken, Verwirrtheit, Koordination weg , Februar ging nichts mehr, zurück auf 37,5mg Doxepin und 7,5 mg Diazepam keine Besserung, versucht durchzuhalten mit 9 mg Diazepam, Arzt besucht Vermutung Krampfschwelle durch Doxepin runter gesetzt, Doxepin auf 0 mg Anweisung vom Arzt, nicht aushaltbar, eindosiert 12,5mg bis hoch auf 30 mg ,erste Krampfanfälle Kopf ,dann richige epileptische Anfälle.
Krankenhaus Diagnose Krampfschwelle unten durch Doxepin.
9 Mai, Doxepin runter, Diazepam hoch ,keine anfälle mehr. Dritter Anlauf des ausschleichens ohne zweites Medikament in kürze.
Nach 14 Monaten wieder stabil ,seit 7 Wochen Dia am ausschleichen. 16.03.2016

Kevin05

Re: Zolpidem absetzen

Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 18.05.14, 17:08

Hallo, auch von mir ein Willkommen im Forum,

PTBS hab ich erst nachsehen müssen, was das ist, wenn ich ehrlich bin. Wobei du über das Thema nichts geschrieben hast, was vielleicht ja auch kein Zufall ist, weil traumatische Ereignisse sind ja oft so schlimm, dass man nicht drüber reden kann oder will und so wie ich das verstanden habe ist das die Vorgeschichte, dass du das Schlafmittel genommen hast, sorry falls ich was falsch verstanden haben sollte, aber so war meine Deutung.

Wobei ich aber nicht umhinkomme auch zu sagen, dass da in deinem Fall so ziemlich alles falsch gelaufen ist, was nur falsch laufen kann. So wie ich sagte, ich kenne deine Lebensgeschichte nicht, aber ich kenne einige Menschen, die auch sehr traumatische Situationen hatten und das ist natürlich unglaublich schwer, das irgendwie zu verarbeiten. Deine Hoffnung dass eine Klinik dich auffängt oder auffangen kann teile ich nicht, sie machen es in der Regel schlechter, egal wo diese Klinik ist und welche Art von Klinik, es wird beinahe weltweit gleich gearbeitet nämlich mit diversen psychogenen Substanzen, die dein Leben dann endgültig so aus dem Lot bringen, dass es entweder Jahre dauert bis du wieder zurückfindest ins Leben oder im Worstcase nie, sorry für diese harten Worte, aber sie sind nicht gegen dich gerichtet sondern gegen Ärzte und Kliniken, ich schreibe das im Bewusstsein meiner eigenen Erfahrungen, die auch nicht wenige waren und die von vielen anderen hier.

Ich gehe sogar soweit, dass ich dir sage, es gibt Dinge, die dir helfen können, ein gutes Lebensumfeld, dann natürlich hauptsächlich du selbst und Mitglieder des Forums. Ich garantiere dir selbst wenn man dir hier nicht helfen könnte, dass zumindest dir kein Schaden erwächst, was man von Kliniken und Ärzten definitiv nicht behaupten kann. Ich sage auch nicht, dass man hier geheilt wird, aber immerhin gut beraten und begleitet und man wird dir keine neue Medikamente verschreiben, okay, das ginge natürlich auch nicht, aber zumindest Wege aufzeigen, die hilfreich sind.

Leider ist es wirklich tragisch, dass fast alle Menschen auf das selbe System reinfallen und wirklich den Glauben haben, dass man ihnen helfen will oder gar kann, dabei geben es gute Psychiater sogar zu, wir haben nichts was den Menschen wirklich helfen kann, auch so was hab ich schon gehört, wir warten drauf, aber es kommt nichts und sie selbst können eben nichts anderes als Medikamente verschreiben, die hochgradig mehr Schaden als Nutzen haben, was sie allerdings natürlich bestreiten, weil die bekommen ihre Gehirnwäsche ja von den fast täglichen Pharmavertretern und bei Fortbildungen präsentiert.

Okay, lange Rede kurzer Sinn - man hat Fehler gemacht bei dir und es wird an dir liegen, was du draus machst bzw. für welchen Weg du dich entscheidest, weil was nun für dich überzeugender ist, ein Forum oder ein Arzt bzw. Klinik ist deine Entscheidung und auch deine Verantwortung, da kann dir keiner helfen. Weißt du, ich bin mir auch nicht sicher, ob man mir hier irgendwann helfen kann, aber eins weiß ich sicher da draußen können sie mir nur schaden und um dem zu entgehen werde ich alles unternehmen. Das Forum schadet mir sicher nicht und ist ungefährlich. Da sind viele gute Menschen, die ihr Bestes geben, auch wenn sie selbst oft am Boden liegen, mal mehr, mal weniger, aber sie alle stehen immer wieder auf und stützen sich gegenseitig, also schon eine Form von Selbsthilfegruppe könnte man sagen.

Ich muss ja auch sagen, ich wäre ja wirklich glücklich einmal aus der Praxis etwas Gutes zu hören, wo man jemand wirklich dauerhaft helfen konnte, vielleicht auch ohne diverse Psychopharmaka. Aber abschließend möchte ich doch noch eine positive Variante einwerfen zur Praxis, es gibt doch vereinzelt Menschen, die in solchen Systemen arbeiten, die anders denken und wenn man Glück hat und auf so jemanden kommt, dann hilft das, frage ist nur ob dieser oder diese Person, auch in der Lage ist die nötige richtigen Entscheidungen zu treffen und genau das ist wohl das Problem, weil es immer ein System ist und das System arbeitet nach einem Muster und das ist wohl immer ähnlich, leider.

Alles Gute, Kevin

Luna
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Re: Zolpidem absetzen

Beitrag von Luna » Montag, 19.05.14, 3:49

Hallo zusammen
Ihr habt ja so viel geschrieben.Vielen Dank.
Meine Geschichte möchte ich wirklich nicht hier schreiben.Ist mir zu offen hier. PTBS-Traumatisiert.
Ich hatte es mir schon gedacht,dass die in der Klinik voll Mist gebaut haben auch wenn sie gesagt haben,dass es gut ist.Es war eine Akutklinik und ich hätte da eh nicht hin gedürft wegen dem PTBS aber ich konnte nicht mehr anders.Im mom nehme ich nur das Zolpidem 15mg.Eigentlich habe ich das in meiner Signatur drin.Ich guck gleich mal.
Ich denke,dass ich mich im mom auf eine Dosis gebracht habe,die für mich ok ist und die lass ich erstmal.
Ich habe in Kliniken die Hoffnung noch nicht verloren.Gerade bei Traumapatienten schauen da einige anders hin.
Meine Thera findet es ok,dass ich die Medis absetze.Ok sie ist ja auch nicht in einer Klinik tätig.
Hmmm vielleicht seh ich das auch mal anders mit den Kliniken und verliere die Hoffnung.Noch hab ich Hoffnung.
Ich versuche mir wirklich ein bisschen Zeit zu geben mit dem absetzen.Es geht wohl nicht anders.
Was ist ZNS?
Ich möchte im mom keine anderen Medis wie Diazepam.Bin im mom Medistraumatisiert :( Hab schon angst wenn ich einen Namen höre von Medis.
Bin einfach nur durcheinander und ängstlich zur Zeit :( Will nicht noch mehr angst haben.Will Hoffnung haben.Hoffnung,dass ich das alles schaffe und das nicht alle Kliniken schlimm sind.Ich kann mir nicht vorstellen,dass Traumakliniken so krass sind.Hab zumindest da noch nix schlimmes gehört.In der Klinik wo ich mal war,da waren auch Patienten,die keine Medis genommen haben und nur Thera gemacht haben.Ich weis aber nicht warum die keine Medis nehmen mussten.
LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Luna
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Re: Venlafaxin abgesetzt...

Beitrag von Luna » Montag, 19.05.14, 4:17

Ich weis,dass ich sehr langsam hätte absetzen sollen aber jetzt geh ich nicht mehr zurück.Ich kann nicht.Mein Magen dreht dann vollkommen durch und meiner Schilddrüse tut das nicht gut.Ich will nicht wieder so Körperlich abstürzen wie vor einigen Wochen.Hab auch noch andere Körperliche Probs,die nix mit Psyche zu tun haben und abgeklärt werden müssen.

@drops das klingt nach Hoffnung wegen der Klinik.Vielen Dank

Ich hab Dienstag das Vorgespräch in der Psychosomatik und wenn die da sagen,dass ich wieder Medis nehmen muss dann geh ich da nicht hin.Ich such dann weiter und vielleicht bedenke ich alles nochmal wegen den Medis und dem Entzug.Ich überleg mir das alles nochmal aber ich will eigentlich keine Medis mehr :cry:
Meine Rückenschmerzen kommen wieder :( Sie waren kaum da mit Venlafaxin.Hab 3 Bandscheibenvorfälle.Ich muss für mich schauen was es da gibt,was mir noch helfen kann gegen die Schmerzen.Also keine AD.Habt ihr Erfahrungen gemacht was helfen könnte bei solchen Schmerzen? Also Sport vielleicht aber im mom bin ich zu schwach dazu also wäre es gut wenn es was anderes gäbe.Ich schaffe es im mom auch nicht zur Krankengymnastik zu gehen.Es hat nicht nur mit dem AD zu tun sondern wegen anderen Körperlichen Beschwerden von den ich schon schrieb.

Im mom hab ich angst vor Medis,vor Kliniken usw.Mich hat das alles so durcheinander gebracht in dieser Akutklinik.
Mein Körper spinnt im mom nicht nur wegen AD´s sondern wegen Schilddrüse und irgendwas,was ich noch nicht weis.Haben mein Freund und ich gemeinsam.Nur er leidet weniger drunter,weil es psychisch stabiler ist als ich.
LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Kevin05

Re: Zolpidem absetzen

Beitrag von Kevin05 » Montag, 19.05.14, 6:41

ZNS heißt Zentrales Nervensystem.

Hoffnung will dir hier niemand nehmen, es sind die Erfahrungen der Mitglieder, dass du über dein Trauma nicht sprechen willst ist dein Recht und tut auch nichts zur Sache.

Ich hab auch nie gesagt, dass dich das Forum retten kann oder wird, aber es wird dir keinen Schaden zufügen. Deine Meinung ist auch zu respektieren, ich hoffe, dass deine Erwartungen in Erfüllung gehen. Wie realistisch das ist kann dir vermutlich weder hier noch sonst jemand beantworten. Dazu kennen wir dich einfach zu wenig und selbst wenn man jemand besser kennt sind Prognosen schwer, weil oft erst mit der Zeit die Infos kommen, die wichtig sind.

Möglich ist viel, es mag auch mehrere Wege geben, es gibt ja auch Menschen, die mit Medikamenten gut leben können, besser als ohne, vielleicht nicht die Mehrzahl, aber ich will auch nicht leugnen, dass es welche gibt.

Ich kenne Zolpidem zu wenig, ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass ein Leben, wo man permanent in Angst leben muss bzw. Symptome hat das Leben sehr einschränken und dass das mit Leben aus meiner Sicht wenig zu tun hat. Auch wenn ich permanent müde und schlapp bin ist das nicht sehr aufbauend und permanent Medikamente zu nehmen verändert einerseits die Persönlichkeit, andererseits macht es irgendwann auch krank.

Informiere dich gut bevor du dich entscheidest, wenn du eine Klinik bevorzugst, dann ist das dein Weg, wenn du eine findest, die ohne Medikamente arbeitet noch besser, ich kenne nicht eine, alles Gute, LG Kevin

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