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Nillo: Mianserin absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Nillo
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Samstag, 02.09.17, 16:26

Hallo.

Mittlerweile schlafe ich gar nicht mehr. Ich bin nur noch müde und kurz vor dem zusammenbrechen. Fast schon schlafentzugspsychotisch. Sehe alles doppelt und schwummrig vor müdigkeit. Lege ich mich hin fühle ich mich fit und der körper wehrt sich gegen schlaf. Lange geht das nicht mehr gut.

Habe hier sauerkirschsirup. Also natürliches melatonin. Gibt's da Erfahrungen? Triggergefahr?
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18.07.2015: Abschluss, Ende, Aus, Vorbei! Geschafft!
10.01.2017: Einnahme von einer Tablette Levofloxacin, alles wieder von vorne!
21.03.2017: nach mehreren Zahnbehandlungen weitere Verschlechterung aller Symptome
31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
15.06.2018: Körperlich leichte Besserung. Hülle über ganzem Körper und Augen. Keine Gefühle. Wahrnehmungsstörungen, komischer Kopf, kein Schlaf

Kessi
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Kessi » Samstag, 02.09.17, 17:07

Hallo Nillo, ich habe auch gelesen, dass man vor dem Schlafengehen 2 Gläser Sauerkirschsaft trinken soll, damit man besser schlafen kann. Aber ob es triggert weiß ich leider nicht, kann es mir aber nicht wirklich vorstellen....Denke nur, dass man davon dann evtl. nachts aufwachen könnte, weil die Blase drückt.
Ein Versuch ist es aber bestimmt wert.

Viel Erfolg und bald bessere Nächte wünscht Dir Kessi
AUGUST 13
Einnahme Medi "Esmya" zur Red. Myome Gebärmutter.
Absetzten n. 5 Wo. wg. mass. NW (Dauerschwindel, extr. Erschöpfung, )
Schwindel bleibt aber dauerhaft!
NOVEMBER 13
Tinnitus, Sehstärke und Allgemeinzustand verschl. sich
DEZEMBER 13
Wg. v.g. körperl. Probl.: Angstzustände. Blut, MRT Kopf, Internist, HNO, Orthopäde, Zahnarzt, Gyn = alle o. B.
FEBRUAR 14
1 Woche Psychiatrie
Promethazin b. Bedarf: Keine Besserung/Schlafprobleme
Medi. bei Entlassung Mirtazapin 7,5 mg/ Nacht
Nach Entlassung kein Mirta mehr
MÄRZ 14
Tinnitus chronisch.
3 Monate Versuch mit HET = Keine Besserung.
MAI 14
Diagnose von Psychodoc: Depression! Sertralin 50 mg. Nach 5 Tagen abgesetzt, da NW starke Angstzustände und Suizidgedanken
Dann Opipramol 75 mg +
Mirtazapin 30 mg
Zustand immer schlimmer: KRANKSCHREIBUNG
JULI-AUGUST 14
Psychosom. Tagesklinik
Keine Besserung: Verzweiflung, weitere Verschl. des Zustandes
SEPTEMBER 14
Zusätzlich Risperidon 2 mg und Pipamperon 40 mg
OKTOBER 14
Psychiatrie
Sofortiges Absetzen Risperidon und Pipamperon
Eindosierung Venlafaxin 37,5 mg
Zolpidem 10 mg / Nacht
Tavor 1 mg
Ausschleichen Opipramol
Erhöhung Venlafaxin auf 75 mg. Nach 1 Wo. 112,5 mg aber wg. starker NW (Unruhe, Angst, Hitzegefühle) runter auf 75 mg
Tavor erhöht auf 1,5 mg
Starke Depression, Suizidgedanken,
Eindosierung Lyrica 50 mg bei gleichzeitiger Reduzierung Tavor
Stressbedingt Herpes Zoster im Gesicht:
Brivudin, Polidocanol, Erhöh. Lyrica auf 75 mg, Ibuprofen b. Bedarf, 20 mg Pantoprazol
Nach 10 Tagen Besserung = Ende der Herpes Medi
Lyrica 300 mg
Absetzen Tavor
05. DEZEMBER 14: Plötzliche komplette Besserung des Zustandes
16. DEZEMBER 14: Entlassung nach 9 Wochen Psychiatrie mit Diagnose mittelgradig depressive Episode und generalisierte Angststörung
Entlassungsmedi:
Mirtazapin 30 mg/ Nacht
Venlafaxin ret. 75 mg
Lyrica 300 mg
JANUAR 2015
Wieder arbeitsfähig (nach 7 Monaten)
Abs. Mirtazapin u. Lyrica ohne Probleme. KEINE BESCHWERDEN MEHR - FÜHLE MICH KOMPLETT GUT !
JANUAR 2016
Ausschl. Venla n. Rücksprache mit Psychodoc (deren "Absetzplan": Für 20 Tage noch 37,5 mg dann gleich 0 mg-ohne Worte!!!)
Mein Plan:
14.01.16 = 62,5 mg
28.01.16 = 50 mg
11.02.16 = 37,5 mg
07.03.16 = 25 mg
21.03.16 = 12,5 mg
15.04.16 = 0 mg
Bei keiner Red. Probleme!!!
Nach 2 Wo auf 0: mäßige Brainzaps , Schwitzen, starke Schmerzen in den Füßen
Ging alles wieder weg.
01. JUNI 2016:
Nach 6 Wochen auf 0 mg plötzl. Schwindel, Gangunsicherheit, extrem schwere Beine und Arme, starke Unruhe / Angst, "dass alles wieder los geht", innerliches Zittern, innerliche Stromschläge, plötzliches starkes Herzklopfen, Hitzewellen+Schweißausbrüche, Schlafprobleme, Erschöpfung, extrem niedriger Blutdruck aber hoher Puls, Probleme mit Augen/Sehstärke.

27.07.16: 3,0 mg Venlafaxin retard 1APharma (10 Kügelchen): katastroph. schlaflose Nacht: Angst, Zittern, brennendes Hautgefühl, extreme Mundtrockenheit
28.07. 1,0 mg (3 Kügelchen)
29.07. 3,0 mg
04.08. 5,0 mg
13.08. 6,0 mg
18.08. 5,0 mg
20.08. 8,0 mg
24.08. 12,5 mg
29.08. 25,0 mg
31.08. 12,5 mg
08.10. 10,0 mg
05.11. 9,0 mg
Pascoflair 1-1-1
04.12. 8,0 mg
2017:
06.01. 7,0 mg
30.01. 6,6 mg
20.02. 5,4 mg
09.03. 4,2 mg
23.03. 3,6 mg
12.04. 3,0 mg
04.05. 3,3 mg
26.05. 3,0 mg
17.06. 2, 4 mg
29.06. 2,1 mg
24.07. 1,9 mg
09.08. 1,6 mg
18.08. 1,3 mg
03.09. 1,0 mg
10.09. 0, 66 mg
30.09. 0,33 mg -1 Kügelchen ENDSPURT
07.10. 0, 00 mg!!! :party2:

Nillo
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Samstag, 02.09.17, 17:57

Hallo.

Habe mir vor einiger Zeit schon einen speziellen Montmorency sauerkirschsirup besorgt. Ich versuche heute eine geringe Dosis. Ich bin ohne Schlaf nicht lebensfähig im Moment.

Ich hoffe immer noch auf Medikamente verzichten zu können.

Schönen Abend.
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Nillo
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Montag, 04.09.17, 14:10

Hallo.

Manchmal glaube ich dass es nicht mehr schlimmer kommen kann und werde eines besseren belehrt.

Einerseits bin ich völlig fertig. Kurz vor dem körperlichen Erschöpfungszusammenbruch. Ich will einfach nur ruhen und schlafen was nicht möglich ist.
Andererseits fühle ich mich high wie auf Drogen. Kurz vor dem durchdrehen. Ich nehme nix ich mache nix. Ich habe so eine Angst dass ich in dem Zustand völlig ausflippe. Es ist grausam.
Ich hab wirklich Angst zu Hause.
Der ganze Körper steht nur noch unter Spannung.

Mittlerweile wenn ich dann mal vor die Türe geh hab ich das Gefühl dass ich mich gar nicht mehr auskenne. :(

Wie soll das bitte besser werden. Ich mag und kann einfach nicht mehr. Mit jeder Tätigkeit komme ich noch mehr in den Zustand halb durchzudrehen.
Ich Weine nur noch. Ich hab Angst. Ich wünsche mir einfach einen Zustand um halbwegs Leben zu können. Ich kann nicht mehr.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 04.09.17, 19:15

Hallo Nillo,

es tut mir so leid, dass es dir so schlecht geht. Wenn ich ehrlich bin, weiß ich auch gar nicht so richtig, was ich dir sagen könnte.
Hast du vielleicht ein Notfall Benzo da, um vielleicht mal runter zu kommen und vor allem auch mal wieder zu schlafen?
Ich schicke dir viele gute Gedanken und Kraft.

LG Ute
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Montag, 04.09.17, 19:58

Hallo Ululu

Danke für deine Antwort. Ich hab eine Dose Tavor da. Die letzte habe ich vor 4 Wochen genommen und vermute dass es die Schmerzen verstärkt hat.
Hätte noch diazepam Tropfen da aber noch nie genommen. Traue mich nicht ran.
Mein ganzes zns spielt verrückt. Kann Grad nur liegen. Bei der kleinsten Anstrengung Druck auf der Brust und das Gefühl das Herz springt raus. Grausam.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 04.09.17, 21:08

Hallo Nillo,

Diazepam wirkt ja eigentlich auch leicht schmerzlösend und Tropfen hätten den Vorteil, dass du eine ganz kleine Dosis ausprobieren könntest.
So wie du dich gerade anhörst, kann es ja eigentlich nicht viel schlimmer werden.
Ich will dich jetzt auch nicht in ein Benzo reinquatschen, wenn dein Bauchgefühl dazu nicht gut ist, dann ist es ja vielleicht auch besser, wenn du darauf hörst.
Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du heute Nacht etwas Ruhe findest.
GLG Ute
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Dienstag, 05.09.17, 11:29

Hallo.

Ich konnte heute Nacht zumindest etwas schlafen.
Was aber täglich schlimmer wird ist diese völlige hochstimmung und aufgedrehtheit die mich immer am Vormittag überfällt und dann anhält.
Sind das absetzsymptome oder schon ein Zeichen einer psychose?
Meine Partnerin sagt auch schon, dass sie mich so wie ich jetzt bin nie kennen gelernt hat.
Wann geht das endlich vorbei?
Ich bin so verzweifelt. Jeder Tag ist nur noch ein Kampf.

Ich hab schon Angst vor mir selber.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.09.17, 13:19

Hallo Nillo,

ich bin leider ratlos :(.
Diese Hochstimmung finde ich gelinde gesagt aberwitzig, weil es dir ja untergrottig geht.
Möglicherweise ist der Schlafmangel mit schuld, aber geheuer ist mir das nicht.
Dein ganzes ZNS scheint außer Rand und Band zu sein.
Also natürlich kann krankhafte Hochstimmung ein Psychoseanzeichen sein, aber wenn du ansonsten klar bist und nix Verrücktes machst, dann würde ich das eher als schwere ZNS Entgleisung im Rahmen eines schweren Absetzsyndroms und einem Gefloxedsein durch das Levofloxacin zuordnen.

Ich würde gerne was Hilfreiches schreiben, aber mir gehen die Ideen aus.
Wenn du dir selber nicht mehr über den Weg traust, dann geh bitte noch mal zu diesem Doc, bei dem du letztens warst und der dich wenigstens etwas ernst genommen hat. Vielleicht hat er noch ne Idee (?)

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Dienstag, 05.09.17, 14:15

Hallo.

Ich glaube auch dass es am Schlaf liegt.
Das Problem selbst wenn ich glaube zu schlafen hab ich nicht den Eindruck dass ich richtig schlafe.
Dagegen hilft aber auch kein Lorazepam zb.
Ich bin dann zwar ruhig aber auch irgendwie wach.

Ich glaube in meinem zns ist alles kaputt. Und täglich ohne Schlaf wird's schlimmer.
Und mit Medikamenten auch.
Mittlerweile habe ich den Eindruck und die Angst dass ich deshalb bald sterben muss.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von carlotta » Dienstag, 05.09.17, 18:23

Hallo Nillo,

ich weiß, hier werden verzweifelt Möglichkeiten eruiert, aber von Arztpraxen würde ich mich in diesem Fall - soweit möglich - vorzugsweise fernhalten. Ich kann mir nicht vorstellen, was ein Behandler Dir aktuell Hilfreiches zu bieten hätte, außer Dein ZNS noch mehr zu reizen. Ein Benzo wäre da noch die harmlosere Variante. Aber das wirkt ja bei Dir auch nicht wie gewünscht. In meinen ersten Entzugsphasen konnte ich auch so gut wie gar nicht schlafen, auch ein Benzo hat da kaum was gebracht. Das ZNS war einfach zu stark angegriffen.

Deins ist jetzt am Anschlag, sicher auch durch den Schlafmangel. Der spezielle Kirschsaft hat gar nichts gebracht? Hast Du den nur einmal oder mehrmals versucht?

Es ist auch nicht untypisch, solche Quasi-Manien im Entzug zu entwickeln. Ein Fluorchinolon auf einen AD-Entzug draufzusetzen, ist einfach der Super-GAU fürs ZNS.

Du wirst nicht daran sterben, auch wenn viele Betroffene diese Todesangst zeitweise fühlen. Das Schlimme ist, dass das ZNS u. U. so unglaublich lange braucht, um sich neu zu justieren.

Meinst Du denn, dass Du Dich insgesamt noch so im Griff hast, dass Du nichts Unüberlegtes tust?

Diese furchtbare Phase wird auch vorübergehen, ganz bestimmt. :hug: Und dann geht es schrittweise aufwärts, auch wenn man das in solchen Situationen meilenweit davon entfernt ist, sich das vorzustellen.

Liebe Grüße und viel Kraft :group:
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 05.09.17, 21:08

Hallo Nillo,

Ich habe auch nochmal versucht in Sachen Floxen zu recherchieren.
Schließlich hat die Levifloxacin Dosis ja diese erneuten heftigen Symptome ausgelöst und leider gibt es offensichtlich noch mehr Betroffene, die gegen ganz ähnliche Symptome kämpfen.
Leider hab ich aber auch dabei nichts gefunden, was dagegen eine Hilfe ist.
Ich würde dir so gerne helfen und bleibe da auch noch dran.
Mit deinem Schlaf ist es wahrscheinlich so, dass du einfach nicht in die Schlafphasen findest, die Erholung bringen.
Schlafentzug ist Folter und da ist es absolut kein Wunder, dass es dir so schlecht geht.
Halte durch.

LG Ute
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Mittwoch, 06.09.17, 15:42

Hallo.

Der kirschsaft hat nichts geholfen. Eher getriggert.
Ich fühle mich hundeelend. Extrem müde und gar nicht mehr ganz da irgendwie.
Vorhin war ich richtig müde. Ich habe mir ein Kissen genommen und mich hin gelegt. Schon wehrt sich mein Körper und ich fühlte mich kurz wieder fit.

Gleichzeitig glaube ich dass meine Depression zurück kehrt und die Angst und Panik alles auch nicht unbedingt besser macht. Das allein sein ist furchtbar. Man denkt nur über das eine Thema nach. Ablenkung ist ja nicht mehr möglich. Mit nix. Heute habe ich es körperlich nicht mal geschafft mir was zu essen zu machen.

Ich hab mich im Moment noch im Griff. Überlege aber wirklich in einen geschützten Raum (Klinik) zu gehen und Medikamente abzulehnen. Vielleicht reichen 1-2 Wochen um etwas runter zu kommen.
Nur wenn die mich so sehen...
Ich hab Angst dann da drin durch zu drehen und sehe die neuroleptika spritzen schon vor mir.
Die Frage ist obs zu Hause besser ist.

Und die Frage ist ob das zns sich in meinem psychischen Zustand überhaupt noch erholen kann.
Das bezweifle ich im Moment stark.
Ich stresse mich wahnsinnig in die Situation rein.
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18.07.2015: Abschluss, Ende, Aus, Vorbei! Geschafft!
10.01.2017: Einnahme von einer Tablette Levofloxacin, alles wieder von vorne!
21.03.2017: nach mehreren Zahnbehandlungen weitere Verschlechterung aller Symptome
31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
15.06.2018: Körperlich leichte Besserung. Hülle über ganzem Körper und Augen. Keine Gefühle. Wahrnehmungsstörungen, komischer Kopf, kein Schlaf

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 07.09.17, 13:29

Hallo Nillo,

es ist auch mehr als verständlich, sich in dieser Situation zu stressen. Auch wenn man weiß, es bringt einen nicht weiter, man kann das ja nicht einfach abstellen. Man kann nur schauen und diese Zeit irgendwie überstehen - und man MUSS und WIRD sie überstehen.

Ich schreibe Dir Baylissas Worte:
Dein Nervensystem braucht einfach noch mehr Zeit, um sich von dem vorübergehenden Schaden durch die Substanzen zu erholen. Ganz egal, wie lange Du wartest, vertraue darauf, dass Du heilen WIRST. Unabhängig davon, ob Du einen Kaltenzug hinter Dir hast, entgiftet ider schrittweise abgesetzt hast. Du bist so weit gekommen, und Du wirst den Rest des Weges auch gehen.
Es ist verständlich und normal, diese Gedanken zu haben ... Angst im Entzug zu haben. Es ist normal auszuflippen oder zusammenzubrechen. Wie man das bewältigt? Du machst Dir klar, dass all das ganz normal ist. Es ist menschlich und man muss diese Krisen akzeptieren. Falls Du es schaffst und Deine kognitiven Fähigkeiten es in diesem Moment erlauben, kannst Du Deine Gedanken vorsichtig neu strukturieren und eine Perspektive zurückgewinnen. "Ich bin im Entzug. Zehntausende Menschen sind vor mir dadurch gegenagen und es ging ihnen wieder besser. So wird es auch bei mir sein."
Meine lieben Freunde, es ist so. Die Erfahrungen können grausam sein und viel länger andauern, als Du glaubst, damit umgehen und sie bewältigen zu können, aber lass Dich davon nicht entmutigen. Du KANNST und Du WIRST es bewältigen. An Tagen, an denen Du glaubst, nicht mehr weitermachen zu können, atme einfach ... und mache weiter. Das ist alles, was Du machen kannst und solltest. Du lässt los ... ergibst Dich der Situation .. und wartest. Du wirst nicht sterben. Du wirs ok sein. Du wirst an frühere Tage denken, als Du Dich genauso gefühlt hast und Du wirst Dich daran erinnern, dass Du sie überstanden hast. Das wirst Du auch heute schaffen ... und morgen ... und übermorgen. Jetzt ist nur heute von Bedeutung, und Du wirst es schaffen.
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Liebe Grüße, Murmeline
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Freitag, 15.09.17, 17:12

Hallo.

Mein Leid wird immer größer.
Ich schlafe jetzt seit 6 Wochen kaum mehr. Seit 2 Wochen nicht mehr. Ich bin hellwach. Kein Ruhezustand. Kein Dämmerzustand. Kann kaum liegen.
Ich bin völlig übernächtigt. Schwindelig und ganz weit weg. Ich kann nix mehr tun. Alles stresst mich sogar das schreiben jetzt Grad.

Kann kaum mehr laufen vor Schwäche. Habe das Gefühl ich Falle immer um. Aus dem Haus kann ich nicht mehr.

Ich brauch endlich wieder schlaf.
Selbst wenn ich in der Wohnung mit jemand spreche ist es für mein zns zu viel. :(

Noch jemand einen Rat oder alles hoffnungslos?

Lange hält mein Körper das nicht mehr durch.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Jamie » Freitag, 15.09.17, 20:17

Hallo Nillo,

verträgst du Benzos?
Du brauchst unbedingt mal Schlaf, sonst wirst du irgendwann Richtung psychotische Wahrnehmung gehen. :(

Ich hab das damals, bevor ich abhängig wurde, so gehandhabt: eine Nacht Benzos und Schlaf und dann 3-4 Nächte wieder wach "durchlitten". War in einem ähnlichen Zustand wie du.

Ich wünschte ich könnte besser helfen, aber das ist wirklich sehr heikel bei dir.
Dass du völlig überreizt, fertig und verzweifelt bist, das kann ich dir intensiv nachempfinden :(.

Ich wünschte so sehr, es gäbe eine Hilfe für dich :hug:

Grüße
Jamie
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Freitag, 15.09.17, 20:45

Hallo Jamie.

Habe dieses Jahr insgesamt 4x Lorazepam genommen. 3x vertragen beim vierten mal die Vollkarastrophe. Überhaupt nicht mehr vertragen. Traue mich deshalb nicht mehr ran. Habe noch diazepam Tropfen aber die wirken ja ähnlich.
Komischerweise ist es Abends zumindest leicht besser. Trotz ohne Schlaf.
Irgendwann muss ich jetzt dagegen steuern. Nur wie und wie hoch ist das Risiko...
Ich hoffe ich erwische noch den richtigen Zeitpunkt.
Aber eigentlich hoffe ich täglich auf Besserung.

Schläfst du eigentlich mittlerweile?
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von carlotta » Samstag, 16.09.17, 22:26

Hallo Nillo,

bei Monica Cassani, Schwerstbetroffener aus USA, war es so, dass sie die ersten 2 Jahre des Entzugs 0 bis 2 Stunden geschlafen hat, dann wurde es peu à peu mehr.

Ich schreibe das nicht, um Dich zu schocken und Dir "vorherzusagen", dass es so extrem noch so lange dauert; nur um Dir zu zeigen, dass das ZNS sich tatsächlich auch nach längerer Zeit mit heftigen Entzugssymptomen wieder erholen kann und man Fortschritte macht.

Und ja, man glaubt, der Körper halte das nicht durch, aber die Erfahrung vieler Betroffener zeigt, dass er oft viel mehr aushält, als man sich vorstellen kann. Die Verzweiflung nimmt dann meist überhand, was auch verständlich ist und sehr viele hier kennen, ich auch.

Ich habe gerade nicht mehr in Erinnerung, ob Du es bereits mit alternativen Mitteln probiert hast bzw. diese überhaupt verträgst. Mir haben in den schlimmsten Phasen mit extrem wenig Schlaf v. a. Passionsblume und Neurexan (homöopathisch) geholfen. Auch nicht durchschlagend in Extremphasen, aber durchaus spürbar. Baldrian fand ich nicht so hilfreich; Benzos/Z-Drugs haben mir fast gar keinen Schlaf gebracht. Das sind natürlich individuelle Erfahrungen.

Es wird wieder besser, auch wenn es sich jetzt für Dich höchstwahrscheinlich nicht so anfühlen kann. Das ist eine sehr schlimme Zwischenstation auf dem Weg zur Gesundung, aber nicht das Ende. :hug:

Liebe Grüße :group:
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Sonntag, 17.09.17, 13:09

Hallo carlotta,

Ich vertrage mittlerweile gar nix mehr. Besonders auf passionsblume reagiere ich massiv.

Habe auch den Eindruck dass ich überhaupt kein essen mehr vertrage. Die ganze haut brennt danach sofort. Besonders in den Beinen. Fast egal was ich esse.

Ich habe mittlerweile solche dauerpanik, dass ich es zu Hause nicht mehr durchstehe - psychisch.
Wenn sich in den nächsten Tagen nix tut weiß ich nicht mehr wie ich es aushalten soll. Es wird zunehmend kritischer... :(
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von carlotta » Sonntag, 17.09.17, 14:10

Hallo Nillo,

das klingt sehr schlimm. :(

Du hast bestimmt massive Nahrungsmittelunverträglichkeiten entwickelt, vermutlich auch eine Histaminintoleranz. Von daher wäre Diazepam auch kontraindiziert.

Was isst Du überhaupt noch? Was trinkst Du? Achtest Du darauf, Dich histaminarm zu ernähren? Das wäre dann sehr wichtig, um den Darm zu schonen.

Eine massive HIT kann u. a. auch Schlaflosigkeit mit sich bringen. Ich habe derartige Unverträglichkeiten im Entzug auch entwickelt und bin nicht allein damit.

Mit der Zeit wird es bestimmt besser, aber wenn man ein wenig an der Schraube Ernährung drehen könnte, wäre das ein Anfang, um den Körper zu unterstützen.

Liebe Grüße und ganz viel Kraft :group:
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