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Nillo: Mianserin absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Sonntag, 26.11.17, 18:01

Kurzes Update:

Zustand immer katastrophaler. Vertrage keinerlei Tageslicht mehr. Kenne mich bei Licht überhaupt nicht mehr aus und falle bei Tageslicht einfach um.
Essen vertrage ich null komma null. Nach jedem Essen brennt der Körper wie Feuer und ist von oben bis unten angespannt.
Schlaf Max 2h pro Nacht.
Angst und Panik in Massen.
Wahrnehmungsstörungen in noch nie dagewesener Dimension
Kopfkrämpfe massiv bei Bewegung und nach essen. Es zieht sich der ganze Kopf zusammen. Schmerzen ohne Ende und Druck wie wenn er gleich platzt.
Grelles sehen und Augenschmerzen extrem. Sonnenbrille hilft nicht mehr.
Hungergefühl weg
Friere ständig und schwitze dabei patschnass

Die frühe Dunkelheit kommt mir zu gute. Da ist minimal Besserung drin Abends.

Besser wird nichts mehr. Im Gegenteil. Ich werde behindert bleiben. Und nicht mal halbwegs lebensfähig.
Werde jetzt einen Pflegegrad beantragen. So geht es nicht mehr weiter.
Ich halte es bald nicht mehr aus. Mir fällt die Decke auf den Kopf in meiner Wohnung in ständiger Dunkelheit.
Man muss mir ständig einkaufen und Kochen.
Ablenkung gleich null.

Werde täglich depressiver. Alles nur wegen dieser Scheiße. Ich mach mir so unglaubliche Vorwürfe.
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18.07.2015: Abschluss, Ende, Aus, Vorbei! Geschafft!
10.01.2017: Einnahme von einer Tablette Levofloxacin, alles wieder von vorne!
21.03.2017: nach mehreren Zahnbehandlungen weitere Verschlechterung aller Symptome
31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
15.06.2018: Körperlich leichte Besserung. Hülle über ganzem Körper und Augen. Keine Gefühle. Wahrnehmungsstörungen, komischer Kopf, kein Schlaf

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 26.11.17, 21:47

Hallo Nillo,

oh mein Gott, das klingt ja schrecklich, das tut mir so furchtbar leid.
:hug:
Ich weiß gar nicht so recht, was ich schreiben soll, Angesicht deines Zustandes klingen Durchhalteparolen eher hohl. :cry:
Aber es gibt ja einige Berichte von wirklich Schwerstbetroffenen, bei denen auch nach längerer Zeit wieder Verbesserungen eingetreten sind und die wieder ein weitestgehend "normales" Leben führen können.
Unser Gehirn kann vieles wieder heilen, leider braucht es oft viel Zeit.
Ich denke, dass es unabhängig davon auf jeden Fall Sinn macht eine Pflegestufe zu beantragen, dir steht jede Hilfe zu, die du kriegen kannst. Hast du denn jemanden, der dir bei diesen Dingen zur Seite stehen kann ?

Auch wenn dir das nicht hilft, aber Vorwürfe musst du dir keine machen. Du hast nichts falsch gemacht.

Ganz liebe Grüße Ute
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 27.11.17, 9:56

Hallo Nillo,

ich bin sehr betroffen das zu lesen :(.
Das ist furchtbar.
Ich wünschte ich hätte einen Rat oder Tipp für dich, hab ich aber leider nicht. :(

Es klingt nach einer völligen ZNS-Amokfahrt, das keinerlei Reize oder Stimuli mehr verarbeiten kann.
Möglicherweise ist auch ein Anteil MCS dabei (Multiple Chemical Sensitivity)? Kann ich schwer einschätzen.

Es ist ganz schlimm, was dir mit dieser Chemie angetan wurde.
Bitte gib nicht auf. Ich weiß, das klingt hohl, aber gerade bei ZNS Schädigungen ist auch viel Potential nach oben drin (Verbesserung), weil das Gehirn neuroplastisch ist.

Ich schicke dir virtuell einen dicken Knuddler :hug:
Mach dir bitte kein Vorwürfe! Du bist nicht schuld!
Schuld sind skrupellose Pharmafirmen, die solche Wirkstoffe auf den Markt schmeißen, die das Potential haben das Leben der Menschen zu zerstören! Du konntest das nicht wissen! :evil: :sad-angel:

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von carlotta » Montag, 27.11.17, 12:59

Hallo Nillo,

bin erschüttert, das zu lesen. :cry: Es gibt kaum adäquate Worte auf dieses Unrecht, das Dir widerfahren ist. Wir haben ein in weiten Teilen ziemlich wirkungsloses "Kontrollsystem" für Medikamente (Herstellung, Vertrieb und Abgabe), was nutzt es, wenn es Patienten in vielen Fällen kaum schützt? Und dass es sich auch bei extremeren Reaktionen um bloße "Einzelfälle" handelt, da bin ich schon lange skeptisch, wo man weiß, dass bei so vielen Patienten Zusammenhänge (sprich iatrogene Ursachen) gar nicht erkannt werden (wollen). Ich bin da ganz bei Gøtzsche, wenn fast niemand von den "Profis" in der Lage ist, mit gefährlichen Substanzen angemessen umzugehen, dann gehören die vom Markt. (Wobei bspw. SSRI ja sowieso in D ursprünglich nicht zugelassen werden sollten.)

Dieses System versagt total in vielerlei Hinsicht - nicht Du! - und die Geschädigten müssen es ausbaden, was ein Riesenskandal ist!

Ich kann verstehen, dass Du Deine Situation als endlos ansiehst und Deine Gesundheit als unwiederbringlich geschädigt. Wenn man so tief drinsteckt in dieser Symptomflut, bleibt auch erst mal so gut wie kein Raum für eine andere Sichtweise. Und die Verzweiflung darüber ist natürlich riesig. Es ist mit Sicherheit auch ein längerer Weg, den Du vor Dir hast. Dennoch strebt der Körper immer nach einem natürlichen Gleichgewicht, ist alles auf Heilung "programmiert". Allerdings hat der momentan so viele Riesenbaustellen bei Dir, dass er wohl erst mal ziemlich überfordert ist. Aber mit der Zeit bringt er da Ordnung rein. Ich kann mir schon vorstellen, dass sich da perspektivisch in den nächsten zwei Jahren einiges tut, und zwar zum Besseren, vermutlich anfangs so kleinteilig, dass Du kaum was davon merkst, aber später dann schon etwas mehr usw. Es ist nicht der Endstand gerade, es ist total mies, keine Frage, aber ein Zwischenstand in einem extrem komplizierten Heilungsprozess.

Du solltest Dir wirklich alle Unterstützung holen, die Du kriegen kannst, um Dir den Alltag zu erleichtern. Nur bitte lass Dir keinerlei Medikamente mehr aufdrücken. Die könnten das ZNS zurückwerfen (und Du würdest sie höchstwahrscheinlich auch nicht vertragen).

Ich weiß, es ist für Dich aktuell kaum möglich, daran zu glauben, aber Dein Körper erkämpft sich stückweise seine Gesundheit zurück. :hug:

Liebe Grüße :group:
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Donnerstag, 21.12.17, 15:19

Hallo.

Ich wollte kurz einen aktuellen Stand schreiben.
Ich bin froh, dass grad dunkles Wetter ist. Da geht es mir zumindest minimal besser.
Ich habe den Eindruck, dass es körperlich etwas aufwärts geht. Das hilft mir aber nicht weiter.
Mein Kopf fühlt sich an wie Matsch. Ich bin völlig depersonalisiert. Habe den Eindruck meine Beine gehören nicht zu mir und ich habe null Gefühle. Und ich bin richtig schlimm derealisiert. Ich stehe nur noch unter Stress vor lauter Angst und Panik. Ich halte das bald nicht mehr aus und weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll.

Mein Hirn packt nix mehr. Keine Reize. Nix.
Was mich wundert: Spreche ich zu Hause mit meiner Partnerin dann fühlt es sich relativ normal an. Besucht mich jemand habe ich völlige Benommenheit und sehe alles verschwommen. Das muss doch psychisch sein?

Ich rutsche immer tiefer in die Depression und Steiger mich täglich mehr rein. Vorgestern hätte ich es fast nicht mehr ausgehalten.
Je mehr ich mich rein steigere um so schlimmer werden die Symptome und der ganze Körper brennt.

Dann das nächste. Meine Ärztin besteht darauf dass ich im Januar in eine psychosomatische Klinik soll. Weil es is ja alles psychisch.
Ich war da im Juni schon und es hat mir wirklich geholfen und mir Kraft gegeben. Nur in dem Zustand aktuell geht es nicht bzw es würde alles verschlimmern.

Ich brauch endlich wieder einen aushaltbaren Zustand. Die Kräfte gehen aus und ich setze mich immer mehr unter Druck und hab kein gegenmittel und keine Ablenkung.
Und ich kann einfach nicht mehr ruhig liegen und warten. :(

Hab einfach wahnsinnige Angst dass es nicht mehr wird...
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07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
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29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 21.12.17, 19:18

hallo Nillo, :)

es tut mir so leid, zu hören, wie schlecht es dir geht.

Dass es dir körperlich etwas besser geht, ist zumindest ein Lichtblick. Auch wenn es dir noch nicht wirklich Erleichterung verschafft, so zeigt es doch, dass sich auch mal was in eine positive Richtung bewegt. Und wenn es nur minimal ist, so ist es immerhin eine Bewegung.
Spreche ich zu Hause mit meiner Partnerin dann fühlt es sich relativ normal an. Besucht mich jemand habe ich völlige Benommenheit und sehe alles verschwommen. Das muss doch psychisch sein?
Das muss nicht psychisch sein. Besuch ist eine andere Situation, als wenn du mit deiner Partnerin alleine bist. Für ein so gestresstes ZNS kann Besuch zuviel sein und es reagiert überfordert mit Symptomen.
Je mehr ich mich rein steigere um so schlimmer werden die Symptome und der ganze Körper brennt.
Ja, das ist ein Teufelskreislauf, der schwer zu durchbrechen ist.
Meine Ärztin besteht darauf dass ich im Januar in eine psychosomatische Klinik soll. Weil es is ja alles psychisch.
Ich war da im Juni schon und es hat mir wirklich geholfen und mir Kraft gegeben. Nur in dem Zustand aktuell geht es nicht bzw es würde alles verschlimmern.
Eine psychosomatische Klinik kann ich mir für dich in deinem aktuellen Zustand auch nicht als hilfreich vorstellen. Du bräuchtest Schonung und absolute Ruhe und kein Therapieprogramm.
Hab einfach wahnsinnige Angst dass es nicht mehr wird...
Doch, es wird. Aber solche Verläufe sind leider sehr langwierig und brauchen fast übermenschliche Kraft.
Irgendwann wird es besser und es geht dann deutlich aufwärts.
Bis dahin bleibt leider nur Tag für Tag zu durchstehen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Montag, 08.01.18, 17:06

Hallo,

mal wieder ein kurzes Update:
Depersonalisation bis auf kleine Minischübe (30 Minuten) überwiegend vorbei, Derealisation ist deutlich besser.
Bin nach wie vor Hundemüde, renne rum wie ein Zombie weil mein Schlaf einfach kein Schlaf ist. Ich bin zwar oft 3 Stunden weg, es fühlt sich aber nicht wie Schlaf an, es ist so grausam... :(

Trotzdem körperlich etwas fitter, vor lauter Euphorie bin ich heute in den Supermarkt gerannt (3 Minuten zu Fuß weg von zu Hause).
War aber nur beim Bäcker im Vorraum, das ging schon irgendwie. Nur zurück gekommen bin ich mit massiven Knieschmerzen, so dass ich jetzt fast gar nicht mehr gehen kann. Schlimm. Probiere ich lieber nicht mehr aus, aber es war so toll einfach mal selber raus zu kommen - auch völlig benommen. :)
Lichtempfindlichkeit massiv und grelles Sehen auch, kommt meiner Meinung nach von der extremen Müdigkeit im ZNS.

Habe noch das wahnsinnige Temperaturproblem. Mein Körper fühlt sich ständig überhitzt und fiebrig an. Meine Kopfmuskulatur ist entweder matsch oder völlig angespannt. Heute draußen bei der Kälte habe ich gedacht, er platzt gleich - so hart wurde er. Das macht Angst, mein Kopf fühlt sich schon Wochen so komisch an un des geht einfach nicht mehr weg ... :(

Vormittags ist es am grausamsten, so ab 15 Uhr Nachmittag wird es meistens etwas besser.

Trotzdem kann ich mich mit nix ablenken. Lesen, TV, es ist einfach alles zu anstrengend und es macht mir Tag für Tag mehr Angst, zu sehen, was alles nicht geht. Zum Leben reicht es einfach nicht und die Angst wird täglich größer.

Allerdings mach ich jetzt eine Telefontherapie. 10 Stunden geht das, alle 2 Wochen. Es kostet mich auch nix, weil mein Arbeitgeber bei so einem Unternehmen dabei ist (wusste ich auch nicht) und für die Mitarbeiter zahlt. Es ist auch anonym. Dort habe ich auch die Levoflox Nebenwirkungen angegeben zwecks meines körperlichen Zustandes und man glaubt mir ausnahmsweise mal...


Habe wahnsinnigen Ärger mit der Krankenkasse, ohne Rechtsanwalt geht gar nix mehr. Bin jetzt im Widerspruchsverfahren und bekomme ab Ende Januar kein Geld mehr bis das alles entschieden ist. Noch schlimmer, ich muss auch noch etwa 180 Euro im Monat bezahlen, dass ich versichert bin.
Sie haben schon mehrmals versucht, mein Krankengeld einzustellen. Immer zu unrecht. Ich gebe nicht auf und ziehe bis vors Sozialgericht, wenn es sein muss. Auch wenn das erstmal Mittellosigkeit bedeutet. Ich bin heilfroh, dass meine Partnerin mich unterstützt. Leider habe ich aber das Gefühl, sie packt die Situation auch nicht mehr und wir rutschen beide in eine riesen Depression.
Bei mir merke ich das im Moment täglich... Ob ich das jemals wieder raus komme und meine Frage ist ob man mit einer Depression überhaupt gesund werden kann... Ich glaube es irgendwie nicht...


P.S. Ganz vergessen: Es wird besser, seitdem ich massiv Essen in mich rein stopfe. Ich esse mindestens 3 Hauptmahlzeiten und 6 Zwischenmahlzeiten am Tag. Ich esse nur noch. Ich meide nur noch Milchprodukte, alles andere stopfe ich wahllos in mich hinein. Habe 6kg zugenommen. Ich stopfe und stopfe, aber ich hab das Gefühl der Körper braucht das und seitdem bemerke ich zumindest kleine Schritte nach oben (hoffentlich nicht mehr nach unten).
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von padma » Montag, 08.01.18, 19:04

hallo Nillo, :)

auch wenn dein Zustand weiterhin sehr schlimm ist, so bin ich doch sehr froh über die kleinen Fortschritte, über die du berichtest.

Dass du auch noch Schwiergkeiten mit der KK hast, tut mir sehr leid. Es macht mich auch immer wieder fassungslos, wie sehr Menschen, denen es doch schon sehr schlecht geht, um ihre Rechte kämpfen müssen. :frust:
Ob ich das jemals wieder raus komme und meine Frage ist ob man mit einer Depression überhaupt gesund werden kann... Ich glaube es irgendwie nicht...
Depressionen sind normalerweise vorübergehend. Bei dir ist es zudem keine eigentliche Depression sondern ein schweres Entzugssyndrom. Und auch das heilt.

Schön, dass du in dieser Telefontherapie ernst genommen wirst.

Ich wünsche dir sehr, dass es jetzt stetig bergauf geht.

liebe Grüsse,
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Samstag, 13.01.18, 15:05

Hallo.

Heute ist der Tag an dem ich nicht mehr kann.
Es geht alles wieder von vorne los.

Ich halte diese Zustände nicht mehr aus. Ich stehe nur noch unter Druck Angst und Panik. So kann sich kein ZNS regenerieren. Und ich habe keine Kraft mehr.
Es muss jetzt was passieren. Ich halte es einfach nicht mehr aus.

Obwohl ich eigentlich nicht kann renne ich wie ein irrer stundenlang ohne Pause mit Heulen in der Wohnung auf und ab. Und Schlaf gibt es auch nicht mehr.

Es wechselt nur noch von sehr schlecht auf schlecht und wieder Rückwärts. Und das 1 Jahr nach dem Antibiotika. Das wird nie wieder ein Leben werden. Wofür halte ich das eigentlich aus...
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Fibie77 » Samstag, 13.01.18, 15:43

Hallo Nillo,
Es tut mir so leid,...
Ich würde dir so gerne helfen,.....
Schreibe dir noch persönlich,...
Lg.Fibie
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padma
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

Nillo
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Freitag, 19.01.18, 13:02

Hallo,

mittlerweile habe ich auch das Gefühl, dass meine ganzen psychischen Probleme vom zu Hause sitzen und warten wieder hoch kommen.
Die Abhängigkeit von der Partnerin, die Lustlosigkeit, dieses pessimistische Denken.

Wie soll mein ZNS heilen, wenn es den ganzen Tag auch noch unter Druck steht - unter psychischem Druck den ich mir selber mache.

An einem etwas besseren Tag versuche ich halbwegs einen Tag so zu gestalten, dass mir mal was Spaß machen könnten und WUMMS bekomme ich die Quittung und mir geht es noch schlechter. Und das schon nach minimalen Kleinigkeiten.
Ich habe wirklich das Gefühl, dass es einfach nicht mehr werden kann so.
Ich denke, bevor die Psyche sich nicht besser, wird sich auch mein körperlicher Zustand nicht bessern.
Aber bevor der körperliche Zustand sich nicht besser, hab ich auch keine Möglichkeit meine Psyche zu bearbeiten.
Ein Kreislauf der für immer so geht?

Ich weine nur noch den ganzen Tag. Ich habe Angst und Panik, nie wieder gesund werden zu können - Deswegen!


Mein Körper hat ständig einen Heißhunger auf alles und dann wieder überhaupt kein Hungergefühl. Dann diese Schmerzen in der Brust und schon fange ich an zu würgen. Meine Müdigkeit ist extrem, ich kann kaum laufen. Meine Depersonalisation ist wieder voll da ich lebe in einer Art Glaskugel. Seit 3 Monaten etwa. Ich halte das einfach nicht mehr aus...

P.S. und ich kann mir einfach keine Ruhe mehr geben. Ich halte Ruhe nach 1 Jahr einfach nicht mehr aus.
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31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 20.01.18, 18:38

hallo Nillo, :)
An einem etwas besseren Tag versuche ich halbwegs einen Tag so zu gestalten, dass mir mal was Spaß machen könnten und WUMMS bekomme ich die Quittung und mir geht es noch schlechter. Und das schon nach minimalen Kleinigkeiten.
Ja, das ist wirklich fatal, dass das , was einem eigentlich gut tut, selbst wieder Symptome triggert.
Ich denke, bevor die Psyche sich nicht besser, wird sich auch mein körperlicher Zustand nicht bessern.
Aber bevor der körperliche Zustand sich nicht besser, hab ich auch keine Möglichkeit meine Psyche zu bearbeiten.
Ein Kreislauf der für immer so geht?
Entzugsbedingte psychische Symptome sind ja neurophysiologische und damit körperlich bedingte Symptome, die sich psychisch ausdrücken. Daher muss sich zunächst die Entugssymptomatik bessern. Erst dann kannst du sehen, ob es auch noch tatsächlich psychisch bedingte Symptome gibt, die du ggfs dann angehen kannst. Und dann wirst du auch die Kraft dafür haben.

Aktuell macht eine Trennung in körperliche und psychische Symptome keinen Sinn. Es sind zwei Seiten einer Medaille.

Es wird nicht immer so weiter gehen.Auch bei Schwerstbetroffenen finden Heilungsprozesse statt. Es ist nur unendlich schwer, aus- und durchzuhalten.
P.S. und ich kann mir einfach keine Ruhe mehr geben. Ich halte Ruhe nach 1 Jahr einfach nicht mehr aus.
Ja, das verstehe ich. Aber was könnte dir gut tun?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von StefanKremer377 » Montag, 22.01.18, 16:43

Hallo Nillo,

genau das Gleiche mache ich eben auch wieder durch. Nach einem stressigen Wochenende heute wieder total müde und platt. Gerade diese Benommenheit, Derealisation und Depersonalisation macht mir schwer zu schaffen. Diese Art Schwindel ist auch nichr schön.
Bin aber echt froh hier nachlesen zu können das es anderen auch so geht. Das baut mich immer wieder auf...
Durchhalten.
Lg
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2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Dan :whistle: ach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Samstag, 27.01.18, 13:09

padma hat geschrieben:
Samstag, 20.01.18, 18:38
P.S. und ich kann mir einfach keine Ruhe mehr geben. Ich halte Ruhe nach 1 Jahr einfach nicht mehr aus.
Ja, das verstehe ich. Aber was könnte dir gut tun?

liebe Grüsse,
padma
Hallo,

ich bräuchte endlich mal ein Erfolgserlebnis. Damit ich mir beweisen kann, dass ich doch noch etwas kann. Doch es geht alles nicht gut aus.
Ich lebe seit Monaten hinter einer Wolkenwand, abgeschottet von sämtlichen Gefühlen, es ist ein grausamer Zustand. Noch dazu schlafe ich mittlerweile kaum noch (liege im Bett wie ein Objekt) und habe Zwangsgedanken. Tagsüber hundemüde und Nachts topfit und federleicht. Das ist doch wahnsinn...
Auch komme ich tagsüber überhaupt nicht mehr in einen Entspannungszustand, da sind die Gefühle viel zu weit weg. Es ist schlimm...

Diesen Zustand - so wie er jetzt ist - den halte ich nächste Woche so nicht mehr durch. Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun soll außer nix tun.
Ich habe wirklich Angst, dass ich schreiend auf die Straße laufe, wie ein Verrückter, etc...
Ich kann nicht mal mehr laufen, ich komme wieder nicht mehr zum Supermarkt, ich kann mich wieder nicht durch Laufen etwas entspannen, ich stehe in meiner Wohnung nur noch unter Strom. Immer wenn ich in der Wohnung bin, drehe ich völlig ab und bin nur noch angespannt. Ich will da nicht mehr sein.

Mit dieser ewigen Anspannung kann kein ZNS der Welt heilen.

Noch dazu ist mein Kopf und meine Augen wie ein harter Stein und mein Kopf fühlt sich an, als wäre er ausgetrocknet. Besonders schlimm am Morgen.

Meine Partnerin gibt glaube ich mittlerweile auch auf. Sie glaubt ich bin völlig psychisch. Immer wenn ich ihr erkläre, dass es oft so ist, dass ich das gar nicht bin wie ich denke und reagiere - kommt irgend ein blöder Spruch und ich steiger mich noch viel mehr rein und die Angst wird noch stärker.

Ich weine durchgehend von Früh bis Abends, erst wenn es draußen dunkel wird dann geht es halbwegs.
Ich renne den ganzen Tag durch die Wohnung, obwohl ich eigentlich vor Müdigkeit umfalle und überall Schmerzen habe. Aber zur Ruhe komme ich nicht mehr. Ich hab wirklich nichts, mit was ich mich ablenken könnte.
Hören ginge, aber darauf habe ich absolut keinen Bock mehr...

Und ich würge den ganzen Tag. Es ist so grausam.

Ich sehe mein Leben einfach dahin gleiten, der Zustand wechselt nur aber er ändert sich nicht. Mal ganz schlecht, mal schlecht, dann wieder ganz schlecht. Wenn das mein Leben sein wird, herzlichen Dank auch.

Und wenn dann wirklich mal etwas weg ist - ZACK BUMM das nächste. Ich kann mich deshalb gar nicht mehr freuen, wenn was weg geht...
Auf diese Kleinigkeiten ist echt gesch*****.

Ich bin wirklich kurz vorm Aufgeben, diesen Zustand ertrage ich so nicht mehr!
Ich bin einfach nicht mehr ich!


P.S. Schlaf bräuchte ich dringend, aber ich trau mich einfach nix mehr nehmen. Ich vertrage Null, nicht mal Passionsblume oder sowas...
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21.03.2017: nach mehreren Zahnbehandlungen weitere Verschlechterung aller Symptome
31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Fibie77 » Samstag, 27.01.18, 16:53

Hallo Nillo,
Ich bin mir sicher es wird wieder,auch wenn du es nicht mehr hören kannst.
Ich glaube ganz fest an Dich.
Gib dich nicht auf.
Kämpfe für dich und deine Freundin.
Kämpfe für deine Zukunft.
Lass es nicht zu,dass Dir dein Leben geklaut wird.
Nimm es Dir zurück,.....und kämpfe.
Es wird wieder werden,sag Dir das jeden Tag vor.
Stell dich vor den Spiegel und schau Dich an,......sage es Dir immer laut vor,....Es wird wieder werden und ich werde wieder Gesund.
Versuche dich aus der Spirale zu ziehen.
Körper und Geist gehören zusammen und wenn du dich selbst noch mehr nieder machst,dann :cry: wird alles noch schlimmer.
Versuche deine Gedanken in eine andere Richtung zu bringen,....
Versuche es jeden verdammmmttteeennnn Tag und gib nicht auf.
Entschuldige für dieses Wort,aber du weist,....ich schreib Dir schon so lange und ich will einfach nur,dass du dich nicht aufgibst.
Kämpfe Nillo,Kämpfe,......
Du wirst der Sieger sein.
Lg.Fibie
Ps.Ich mach mir doch Sorgen um dich,....Mensch :cry:
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padmaStefanKremer377LinLinaJamieUlulu 69ivonneMonalinde
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 07.02.18, 18:31

hallo Nillo, :)

Wenn du etwas Kraft hast, könntest du vielleicht mal beim Teilnehmer Hallowas rein gucken?
Ich hab das Gefühl seine Schilderungen ähneln ein wenig deinen Erfahrungen (?)
Er sieht komisch und hat auch sehr überreizte Wahrnehmungen.
Vielleicht tröstet euch der gegenseitige Austausch etwas? :group:

Hier und ff.

viewtopic.php?f=18&t=13858&p=229885#p229344

Grüße
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Dienstag, 13.02.18, 19:08

Hallo.

Mir geht es nach wie vor hundeelend.
Ich bin den ganzen Tag so müde dass ich mich kaum wach halten kann und fast umfalle. Gleichzeitig drehe ich vor allem bei Sonne völlig ab. Das ist Wahnsinn.
Kaum ist es draußen dunkel werde ich fit und beruhige mich etwas. Später Abends werd ich etwas müde aber im Hirn vor allem hinter den Augen bin ich Top fit. Ich habe jetzt seit Wochen nicht mehr geschlafen. Ich liege einfach nur da. Letzte Woche war ich mal ne Stunde weg. Mehr aber auch nicht.

Jetzt wird es echt grenzwertig. Vor Müdigkeit krampfen mittlerweile meine Muskeln immer mehr.

Ich muss jetzt schlafen und es besteht folgende möglichkeit (einmalgabe):

Tavor, allerdings hat das die Depersonalisation + Schmerzen beim letzten mal vor 5 Monaten massiv getriggert

Mirtazapin

Doxepin

Melatonin (Circadin)

Das hätte ich alles da. Melatonin hab ich noch nie genommen.

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07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 13.02.18, 19:49

Hallo Nillo,

es ist sehr schwierig, dir da einen Rat geben zu wollen. Es kann natürlich alles triggern.
Ich persönlich würde das Tavor nehmen aber ich vertrage es auch gut.

Hast du mit Mirtazapin oder Doxepin schon Erfahrung ? Ich kann in deiner Signatur nichts dazu finden.
Das Doxepin kenne ich nicht. Das Mirtazapin nehme ich selbst, mich schießt es auch nach all den Jahren Einnahmezeit noch immer total ab.
Solltest du dich dafür entscheiden, würde ich dir zu einer wirklich kleinen Dosis raten.

Schlaflosigkeit ist pure Folter, ich drücke dir die Daumen, dass du in der nächsten Nacht etwas schlafen kannst.

LG Ute
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Dienstag, 13.02.18, 19:57

Hallo Ululu,

Danke für die Antwort.
Habe mal vor längerer Zeit um die 3mg mirtazapin einmalig genommen und nix gemerkt.
Doxepin habe ich noch nicht ausprobiert.
Mit Trigger rechne ich auf jeden Fall. :(
Aber so geht es nicht mehr. Mein Körper und mein zns ist am Ende.

Lg
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22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 13.02.18, 20:26

Hallo Nillo,

ich gebe dir da absolut recht. Du brauchst unbedingt Mal wieder Schlaf.
Wenn du vom Tavor starke Schmerzen bekommen hast und das Mirtazapin nicht geholfen hat, bliebe noch das Doxepin.
Das gehört ja zu den "alten" trizyklischen ADs, mit denen im großen und ganzen nicht ganz so viele schlechte Erfahrungen gemacht werden.
Vielleicht könntest du das versuchen. :?

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