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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von padma » Mittwoch, 13.12.17, 13:55

liebe Langzeitbetroffene, :)

hier zum Mut machen ein Bericht von Drops :) , zu ihrer Heilung nach einem protahierten Entzugssyndrom
viewtopic.php?p=221119#p221119

lg padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von jojo71 » Mittwoch, 13.12.17, 14:39

Hallo Padma,
genau solch einen Bericht kann ich gerade gut gebrauchen, danke!!! :hug:

Gruß
jojo
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Mein persönlicher Alptraum begann mit einer Fehldiagnose und der Einnahme von SSRI!

Meine Story!

Seroxat ab ca. 2000
Wechsel zu Paroxat ca. 2006
Paroxat bis November 2014 (kalter Entzug)
Omeprazol sporadisch ab ca. 2010
Omeprazol dauerhaft seit ca. Anfang 2014
Omeprazol von 20mg auf 0 seit 26.09.2016
Omeprazol 20-40mg wieder seit ca. 16.11.2017

Meine Symptome, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben:
- diverse Probleme mit dem vegetativen Nervensystem (z.B. Kreislaufprobleme, Schwindel, starke Missempfindungen)
- diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Fast ständig Druck im Oberbauch
- im Liegen steigender Druck Magen/Darmtrakt bis hin zu dem Gefühl das der Bereich von Hals bis Unterbauch abgestorben ist, sehr flache Atmung, Besserung nur im Sitzen wenn die Beine tiefer gelagert sind (Kutscherstellung)
- Herzstolpern, Herzrhythmusstörungen, Ruhepuls 90-100
- Muskelschmerzen (Hals, Nacken, Rücken)
- Intercostalneuralgie mehr linksseitig
- immer wieder Blockaden der HWS (Atlas), BWS und Beckenschiefstand
- Tinnitus
- Attacken (extremer Druck Oberbauch, weiß wie die Wand, höherer Ruhepuls, zittern, Polyurie usw. Dauer ca. 2-3 Stunden)
- Hypoglykämie
- Schmerzen nach jeder körperlichen Anstrengung über mehrere Tage
- Einschlafstörungen (Atemaussetzer, aufschrecken mit Missempfindungen und Herzstolpern)
- kein erholsamer Schlaf mehr möglich (An guten Tagen fühle ich mich morgens wie ein 80 Jähriger!)
- heftige Kopfschmerzen
- Extreme Stimmungsschwankungen
- absolut keine Stressverträglichkeit

Diagnosen bisher:
- Laktoseintoleranz (Fehldiagnose, liegt wohl an der DDF)
- Dünndarmfehlbesiedlung
- Herzrhythmusstörungen/hoher Ruhepuls
- Magenschleimhautentzündung/Hiatushernie
- Ständig Intercostalneuralgie
- Immer wieder Blockaden HWS (Atlas)/BWS und Beckenschiefstand
- Allergien: Gräser-, Roggen-, Birken-, Haselnusspollenallergie, Weizenmehl, Roggenmehl, Sellerie usw.
- Mangel an diversen Vitaminen

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von sybsilon » Dienstag, 26.12.17, 10:17

Hallo,

auch nach fast 3 Jahren auf "0" ist mein Zustand meistens eine Katastrophe.
Vertrage keinen Stress, egal ob positiv oder negativ.
Bin ständig erschöpft und habe keine Freude an Nichts.

LG sybsilon
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Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.

Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 26.12.17, 10:41

Hallo sybsilon.

Nicht die Hoffnung aufgeben!

Ich bin etwa ein Jahr länger als Du auf Null und mein Zustand ist endlich NICHT mehr durchgängig eine Katastrophe.

Stress vertrage ich ebenfalls schlecht und erschöpft bin ich weiter schnell. Freude aber kann ich wieder mehr empfinden und haben.

Langsam scheint es aufwärts zu gehen.

Verlieren wir also die Hoffnung nicht.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von sybsilon » Dienstag, 26.12.17, 10:54

Liebe Clarissa,

na das gibt mir Hoffnung, denn Medikamente möchte ich nie mehr nehmen.

Aber das ist schon ein Verbrechen das die uns angetan haben.
Wenn mich Jemand ohrfeigt, kann ich ihn anzeigen.
Was die uns angetan haben ist um ein vielfaches schlimmer und wir können keinen zur Rechenschaft ziehen. :evil:
Das verstehe wer will, aber ich nicht.
In meinen Augen ist das genauso Körperverletzung. :evil:

LG sybsilon
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von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
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Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
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Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
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16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 26.12.17, 11:10

Ach, sybsilon,

gerade las ich: Du bist voll berufstätig! Undenkbar für mich. Trotzdem bin ich froh, daß es mir inzwischen besser geht. Ich kann, da nicht berufstätig, viel mehr auf meine Bedürfnisse achten, das ist mal klar. Insofern habe ich es leichter als andere.

Bitte vergib Deinen Behandlern und versuche, nicht verbittert zu werden. Diese negativen Gefühle bringen uns nicht weiter. Ausserdem: wir haben sie um Hilfe angefleht und sie haben uns nach ihrem besten Wissen behandelt. Sie wissen wirklich nicht, was sie tun. Leider sind sie meist nicht zum Dazulernen bereit, das werfe ich ihnen vor.
Na, egal, ich geh nicht mehr hin.

Und: geschluckt haben wir es selbst, in blindem Vertrauen.

Weiter machen :wink: .

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde » Dienstag, 26.12.17, 13:04

Hallo Clarissa,

Ich empfinde es auch ähnlich wie du mit den Behandlern. Wie sind hingegangen und haben um Hilfe gebeten. Wir haben auf die Medikamente vertraut, Aufklärung darüber gab es allerdings keine.

Sie wissen es nicht anders. Oder vielleicht doch! Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es sich noch in keiner Arztpraxis herumgesprochen haben sollte, dass es auch zu Entzugserscheinungen kommen kann. Und trotzdem scheint munter drauf los weiter verordnet zu werden. Das ist das, was ich nicht verstehen kann. Es scheint immer noch um Profitdenken, das Prestige, vielleicht auch pure Gedankenlosig- oder auch Hilflosigkeit zu gehen. Das ist das, was ich anprangere in Anbetracht der Folgewirkungen, natürlich auch meiner.
Ich will nicht abstreiten, dass der Einsatz der Psychopharmaka auch in ganz schweren Fällen von Nutzen sein kann, aber auch nur dann!

Ich gratuliere zu deinem besseren Schlaf, das ist ermutigend, und ich kann mir vorstellen, dass du mehr als froh darüber bist. Du hast wieder eine Hürde genommen bzw dein Körper.

Bei mir geht es in dieser Hinsicht auch voran, zwei schlechten Nächten mit Früherwachen folgt dann immer eine ganz normale Nacht, ohne wirre Träume, so wie früher eben. Der Tinnitus macht es ebenso

Und so hoffe ich, dass es auch bei uns Lang-langzeitentzüglern immer noch Verbesserungen gibt,

und dass das Jahr 2018 ein gutes werde.

Mona
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2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis

Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.

Zahlreiche körperliche Symptome:
(Tinnitus , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals, saures Aufstoßen, Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen, Hautausschläge, Angstzustände, Gelenkschmerzen, Schwindel))


2016: Nebenhöhlenentzündung, Schleim im Hals, Stimmungsschwankungen bzw. Neuroemotionen, Tinnitus, noch
leichte Schlafstörungen, lebhafte Träume, die wahrscheinlich meinen Tinnitus triggern, aber keine Albträume
mehr, Schüttelfrost

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 26.12.17, 14:55

Hallo Mona,

so machen und halten wir das alles, jawohl! Wir hoffen und machen weiter, was sonst?

Was unsere Behandler angeht: ich fürchte, wir sind denen WURSCHT. Sie tun es nicht mit dem Vorsatz, uns zu schaden, es sind die gängigen Behandlungsleitlinien und mehr interessiert sie nicht.
Sie wollen auch ihren Feierabend und ein schönes Leben und sich nicht noch ausserdienstlich in die unerfreulichen Probleme einer Randgruppierung einarbeiten.

Naja, von mir aus und mit mir nicht mehr.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 26.12.17, 15:37

Hallo ihr lieben Langzeit-Entzügler,

ihr seid toll, dass ihr das durchhaltet, das muss mal gesagt sein! Ehrlich.

Ich bin erst seit 5 Monaten im Entzug und kann mir kaum vorstellen, wie man das so lange schafft, und wie krass eure Wut auf dieses Krankensystem (denn Gesundheitssystem kann man das nicht nennen) und auf die Behandler und ihre oftige Ignoranz sein muss... ich platze ja fast schon! :evil:
Ich stimme zu, dass das Körperverletzung ist, was mit uns gemacht wurde.
Und wenn man die wohlmeindenden Ärzte aus dem Schneider ziehen möchte (ich denke ehrlich gesagt, dass jeder Arzt, der ja auf der Uni (!!) war, gelernt haben muss, seine Informationen auch außerhalb des Pharmapools einzuholen, zu recherchieren, zu vergleichen - das ist seine Verantwortung!), dann muss die Pharmaindustrie beschuldigt werden.

Auch wenn wir das Zeug geschluckt haben - wir hatten ja keine Wahl, da uns gesagt wurde, unsere "Erkrankung" sei so schlimm, dass sie Medikamente erfordert. Hätte ich nur einmal gehört, dass das auch ohne Medikamente schaffbar ist, hätte ich das probiert!

Ich wünsche euch alles Gute weiterhin, auf dass es aufwärts gehe :)

LG Lena
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Protrahierter Entzug nach zu raschem Reduzieren

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Mein Thread: viewtopic.php?t=14041

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von sybsilon » Sonntag, 28.01.18, 11:08

Hallo Zusammen,

kurzes Feedback von mir.

Nach wie vor brauche ich sehr viel Ruhe und vertrage absolut keinen Stress mehr.

Da ich voll arbeite (Roesenprojekt im Moment), meine Mutter sehr abbaut (88), und ich ohne Partnerschaft bin, und dazu noch in den Wechseljahren mit sämtlichen S mptomen, könnt ihr Euch vorstellen dass es mir nicht so toll geht.

Klar es War schon sehr viel schlimmer, das sehe ich und bin auch sehr dankbar.

Mein größters Problem ist meine Hws. Habe Mitte Februar nun einen Termin in München zum Upright Mrt und hoffe dass nach 5 Jahren endlich ein deutlicher Befund rauskommt mit dem man gezielt arbeiten kann.
Nachteil die Kosten. Für 2 Bereiche ca. 1400€.

Aber es muss jetzt was passieren. So kann ich nicht weitermachen für die nächsten 20 Jahre. Es wird ja nicht besser, im Gegenteil.

So, jetzt seid ihr auf dem Laufenden.

Schreibe weiter in meinem Thread.

LG sybsilon
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08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von StefanKremer377 » Montag, 29.01.18, 12:11

Drops68,
als ich deinen letzten Bericht las bekam ich Gänsehaut.... Gerade das mit m Bürgersteig und dem allgemeinen Schwindel. Das habe ich den lieben langen Tag über. Komisch finde ich es nur, dass es jetzt im dritten Monat zunimmt. Kein Wundetr das ich da wieder in die Hypochondrie reinrutsche.
Das das mit dem Schlaf zusammenhängt kann ich auch bestätigen.
Derealisation und Depersonalisation sind meine Wörter. Ganz toll wenn man die Umwelt und sich selbst so dumpf und verändert wahrnimmt.
Mal sehen wie lange so ein Langzeit-Entzug gehen kann. Hoffe jeden Tag auf Besserung...DANKE DAS ES EUCH GIBT

LG Stefan Kremer
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2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Dan :whistle: ach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Fibie77 » Montag, 29.01.18, 12:50

Hallo ihr lieben, :D
dass mit der Derealisation kenne ich auch nur zu gut und es ist einfach ein blödes und sehr unangenehmes Gefühl. :o :shock:
Gerade heute habe ich das auch wieder und sehr stark brennende Augen. :shock:

Wenn man dann noch Arbeiten geht und funktionieren muss,ist das oft sehr schwer auszuhalten.

Ich bin nun am 6.Februar 2 Jahre auf null mg Sertralin. :)

Meine Entzugsbeschwerden sind nun zwar schon langsam besser geworden,jedoch leider noch nicht weg.
Mal geht es einige Tage besser und dann wieder einige Tage schlechter.

Symptome kommen und gehen und es wechselt sich immer irgendwie ab.

Mal hab ich Schwindel <3 ,dann wieder brennende Augen :shock: oder einen brennenden Magen. :x
Dann merke ich wieder mein Genick und dann hab ich wieder Gangunsicherheit oder meine Ohren sind irgendwie zu.
Im Moment ist auch wieder mein Ruhepuls höher und es ist wie ein Ü-Ei.
Jeder Tag bringt was neues und es wechselt sich ab.

Das einzige,....meine Psyche ist stabil und ich bin innerlich sehr ausgeglichen. :wink:

Mein Traum wäre jetzt einfach noch,dass sich meine Symptome immer mehr verabschieden.
Ich will einfach nur wieder Leben und sagen können es geht mir gut. :)

Ich hoffe das Jahr 2018 bringt für uns alle hier eine Verbesserung,dass wir alle in eine positive Richtung gehen. :sports:

Ich wünsche uns ganz viele >Fenster und wenige Wellen.

Liebe Grüße sendet Fibie

Ps.Und weiter gehts,.....immer in die richtige Richtung :sports:
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- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von StefanKremer377 » Montag, 29.01.18, 14:58

Fibie77, 2 Jahre auf Null :-) Puh, da kann man sich ja als Langzeitbetroffener ein wenig auf die Dauer vorbereiten. Zumal das Vorbereiten wohl nicht wirklich funktioniert.
Bin immer wieder überrascht das es uns allen irgendwie ähnlich geht, mit ähnlicher bis gleicher Symptomatik. Macht aber auch Angst. Zumal wie du geschrieben hast, die Psyche eigentlich stabil ist. Das habe ich auch. Wenn ich früher diesen Schwindel oder DR hatte, kam ich sofort wieder in die Angst bzw. Depression rein. Daran merke ich, das es das Absetzen sein muss und nicht die Grunderkrankung...

Ruhepuls.... Du weißt nicht wie oft ich am Tag messe. Überall. Denke dann immer, dass es wieder die SD sein muss. Wenn dann noch das fiese Herzstolpern hinzukommt ist es rum :-(

Es ist aber schön zu lesen das es echt wieder besser werden kann. Zur Zeit unvorstellbar.
Gangunsicherheit, eiskalte Hände, Schwindel bei Körperveränderung, DP, DR., unregelmäßiger Herzschlag/Puls. Das sind zur Zeit meine täglichen Übeltätiger. Die morgendliche Wut auf alles und jeden mal nicht erwähnt...

Freue mich auf ganz weit geöffnete Fenster und weniger meterhohe Wellen
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Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Fibie77 » Montag, 29.01.18, 19:45

Hallo Stefan,
es kann sehr gut sein,dass bei Dir die Symptome nicht so lange anhalten und du event. Glück hast das es Dir schnell besser geht.
Jeder Körper ist ja anders und vielleicht hast du ja Glück.
Deine Symptome kann ich so nur auch bestätigen und es wirklich immer überraschend wie ähnlich es bei den meisten ist.
Den hohen Ruhepuls,habe ich erst die letzten Tage und das Herzstolbern auch.
Ich denke es ist mal wieder ein neues Symptom,dass eine Zeit bleibt und dann so wie es gekommen ist,einfach wieder verschwindet.
Heute habe ich ganz extrem brenennde Augen,dass ist mal wieder ein oder zwei Tage und dann geht es wieder weg.
Immer was anderes.
Mein Gehirn ist immer noch sehr schnell Reizüberflutet und gerade bei der Arbeit ist das oft schrecklich.
Aber ich versuche mir dann immer wieder vorzusagen,es heilt und mein Kopf ist irgendwann wieder >Ok.
Liebe Grüße sendet Fibie
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ich blieb bei 50 mg.
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Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
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Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
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Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
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-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
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-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 30.01.18, 13:16

Lieber Stefan,
StefanKremer377 hat geschrieben:
Montag, 29.01.18, 14:58
Es ist aber schön zu lesen das es echt wieder besser werden kann. Zur Zeit unvorstellbar.
Du bist ja erst seit November ohne AD, wenn ich das richtig sehe? Da würde ich an deiner Stelle guter Hoffnung sein, auch wenn du momentan im Sumpf steckst und nicht über den Rand hinaus siehst :) Das ist total verständlich, aber man muss sich ja eine Hoffnung erhalten.

Ich bin seit Anfang August ohne AD, und die ersten Monate war es schlimm und wurde immer schlimmer, wie ich fand. Monat 5 war tatsächlich der schlimmste... und seit Anfang Jänner gehen einige Symptome tatsächlich zurück.
Zwar bin ich momentan wieder in einer Welle, die recht heftig ist, aber selbst in der Welle gehts mir besser als in den Wellen davor. Ich habe seit Anfang Jänner endlich wieder einen klaren Kopf (diese Benommenheit, auch Derealisation ist fast weg), jedenfalls mehrheitlich. Auch in der Welle!!
Ich habe anfangs massenhaft Berichte von Betroffenen gelesen, und ein wirklich großer Teil sprach davon, dass die Symptome sich nach 6-8 Monaten sehr bessern. Halte daran fest :)

Allerdings muss ich sagen, dass ich jetzt mit 6 Monaten Entzugszeit (ist das schon Langzeit?) nicht daran denken könnte, voll oder Teilzeit zu arbeiten, wie das erfreulicherweise viele hier können.
Ich kann nicht mal sehr oft außer Haus gehen.

Aber das wird alles, denn eines ist sicher: Dass das ZNS heilt. Wie lange es auch dauern wird.

LG Lena
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von StefanKremer377 » Dienstag, 30.01.18, 13:56

Hallo Fibie und LenaLena,

danke für euer tolles Statement. Das mit den brennenden Augen kenne ich selbstverständlich auch. Hatte es auch schon das mein Auge über Nacht wie zugeklebt war. Das geringe Übel nehme ich aber gerne in Kauf. Diese Reizüberflutung.... Heftig. Ich schrecke sogar hoch, wenn ich eine kurze Zeit ein gleiches Geräusch höre, und dieses plötzlich unterbrochen wird/aufhört.
Ich mache zur Zeit eine berufliche REHA/LTA. Auf dem ersten Arbeitsmarkt würde ich garnicht zurechtkommen. Respekt an dich, Fibie!!

Lena, das ist das erste Mal das ich eine ungefähre Zeitangabe lese. Sechs Moante... Dann habe ich ja endlich einen kleinen Strohhalm gefunden an dem ich mich festklammern kann. Danke. Ja, seid November ohne AD.

Danke, danke, danke. Sagte ich schonmal danke :-) eure beiden Posts screenshote ich mir und lese es immer wenn die Umwelt abdriftet.

LG Stefan
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Poti
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Poti » Mittwoch, 31.01.18, 11:30

Hallo liebe Foris,

es ist schon wieder lange her, dass ich mich gemeldet hab, ich hatte leider nie die Kraft dazu..
Obwohl ich im Forum quasi unsichtbar bin, weil ich kaum in der Lage bin zu schreiben, bin ich trotzdem fast täglich hier am Lesen. Ich kann nie mehr als wenige Sätze auf einmal lesen, weil die Reizüberflutung mein Gehirn dann wieder komplett ausknockt. Aber ich versuche es trotzdem immer wieder, einfach um mich mit dem Dilemma nicht ganz so alleine zu fühlen.
Oder ich suche unterbewusst immernoch nach DER Lösung, wie ich aus der Sache wieder rauskommen kann, ohne noch Jahre abwarten zu müssen :(

Bei mir neigt sich Jahr 4 im protrahierten Entzug dem Ende zu und ich kann es nicht fassen, wie stark ich da noch drinhänge. Das vierte Jahr war für mich nochmal viel schlimmer als das dritte.. Ich hab meine Halbtagsstelle nach wenigen Monaten schon wieder aufgeben müssen. Der Job war nicht sehr anspruchsvoll, aber in dieser Situation im Entzug war er für mich ein enormer Stress, der alles noch viel schlimmer gemacht hat. Jetzt hock ich seit Monaten wieder da und tue nichts. Kurze Spaziergänge, sehr kurze Gespräche ab und zu (die mich auch schon überfordern), und sonst nur allein sein und mich von allen Reizen abschotten.

Mein Hauptproblem ist immernoch an erster Stelle das nicht verarbeiten können von Reizen aller Art gefolgt von massiven Überforderungsgefühlen. Selbst ein Bild mit Farben ausmalen geht schon über meine Grenzen :cry:
Dazu hat sich im vierten Jahr eine schlimme Agoraphobie dazugesellt, sodass ich mich kaum in Gebäuden (außer meiner eigenen Wohnung) aufhalten kann ohne Panikattacken zu bekommen. Und Auto fahrn geht sowieso garnicht mehr. Weder wenn jemand andres fährt, noch wenn ich am Steuer sitzen würde. Ich konnte ja schon vorher nicht viel unternehmen, aber dass ich jetzt nichtmal mehr irgendwo hinfahren, jemanden besuchen, oder mal woanders spazieren gehn kann, schränkt mich ja nochmal viel mehr ein und macht mich noch unglücklicher..
Ich hab so Angst, dass sich diese Agoraphobie so tief verfestigen könnte, dass sie auch wenn mein Körper sich vom Entzug erholt immernoch da sein wird..

Es fällt mir auch zudem immer schwerer noch zu hoffen, dass ich da in den nächsten Jahren wieder rauskommen kann und irgendwann wieder ein normales Leben als die quirlige junge Frau führen kann, die tief in mir noch steckt. Dass sie noch da ist fühle ich.

Tut mir Leid, dass ich einen solch negativen Bericht abgeliefert hab :(

Liebe Grüße an alle,
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Grundproblematik: Angst-/Panik-Störung, Essstörung, phasenweise Depressionen

Medikation: Paroxetin Suspension
07.-09.2013: Einschleichen auf 10 mg
09.-11.2013: 10 mg (Effekt: Keine Besserung der Ängste, leichte Besserung der Depressionen)
11.-12.2013: 20 mg (Nebenwirkungen: starke Müdikeit und Nachtschwitzen, Verlust von Emotionen)
12.2013: 30 mg (Beginn von Brain-Zaps, zusätzlich zu den andren Nebenwirkungen)
Entschluss abzusetzen
01.-02.2014: "Ausschleichen" von 30mg auf 0 mg; alle 1-2 Tage um 1-2 mg runtergegangen --> quasi Kaltentzug!!
Seit Anfang März 2014 auf 0 mg.

Die ersten zwei Wochen massive Absetzerscheinungen in der vollen Bandbreite.
Dann 4 Wochen extreme Hochphase, teilweise richtige Euphorie.
im April 2014, 6 Wochen nach Null, kam der große Knall und nichts ging mehr,
seit dem im protrahierten Entzug mit Wellen und Fenstern.

Von Jahr zu Jahr bemerk ich leichte Verbesserungen, es geht flach bergauf!

Fibie77
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Fibie77 » Mittwoch, 31.01.18, 13:38

Hallo Poti,
das mit der starken Reizüberflutung kenne ich auch sehr gut und manchmal merke ich,dass mein Gehirn einfach nicht mehr kann und ich es dann runterfahren muss.

Ich mache dann die Augen zu und versuche alles zu Entspannen. :shock:

Ich bin nun fast 2 Jahre auf null mg und kann es so auch bestätigen was du durch machst.
Ich habe nach einem Jahr auf null, meinen Job gekündigt weil ich nicht mehr konnte und war dann ein ganzes Jahr zu Hause.
Arbeite nun seit einem Monat und es ist an manchen Tagen nicht einfach,da ich mit Kindern arbeite.
Sehr starke Lautstärke usw.

Oftmals denke ich dann so bei mir,jetzt macht es bestimmt gleich einen Schlag im Kopf und die Lichter sind aus. :cry: :o

Mein Kopf ist dann ganz extrem Reizüberflutet. :party:

Es ist mit Worten manchmal schwer zu beschreiben.

Ich kenne das auch mit der Angst :cry: ,da ich auch eins Angststörung habe.

Auf der einen Seite ist es gut,dass ich wieder arbeiten gehe,....weil ich muss und nicht vermeiden kann und auf der anderen Seite ist es sehr anstrengend.
An manchen Tagen geht es gut und an anderen Tagen kämpfe ich.

Hast du wegen der Angst schon mal an eine Psychotherapie gedacht?

Ich habe vor 3 Jahren unter dem Medikament eine Konfrontationstherapie gemacht, leider unter Medikamenten,....so das ich die Angst nicht wirklich bearbeiten konnte.
Es war halt alles gedeckelt.

Ich habe nun vor einem halben Jahr nochmals eine Verhaltenstherapie begonnen und muss sagen,dass ich jetzt ohne Medikamente noch einmal ganz anders an die Angst heran gehen kann.

Es ist kein einfacher Weg,aber ich merke,dass sich gewisse Muster die ich mir angeeignet haben, verändern.
Ich lerne Übungen in Gedanken,dass ich die Angst anders Bewerte.
Für mich ist es ganz schlimm Einkaufen zu gehen :cry: :o oder je nach Befinden auch spazieren zu gehen.
Bin manchmal so komisch schwindelig im Kopf oder merke der Kopf ist so überreizt,dann mache ich die Augen zu und versuche eine Übung anzuwenden die ich gelernt habe.

Autofahren geht bei mir,mal mehr und dann wieder weniger,....
Je nachdem wie es meinem Kopf geht.

Gehe nicht gerne zum Bäcker oder sonst wo rein,....alles meist immer zu viel.
Kenne es zu gut,.....

Aber an manchen Tagen,geht es dann auch wieder besser und ich merke es tut sich etwas. :party2:

Poti,....ich glaube feste daran,dass es wieder wird und wie gesagt,eine Verhaltenstherapie ist wirklich gut.

Man lernt gewisse Sachen einfach aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Liebe Grüße Fibie :)
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- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Fibie77 » Mittwoch, 31.01.18, 13:42

Hallo ich bin es nochmal,
Stefan,wollte Dir noch schreiben,....mach immer weiter,...es geht bestimmt in die richtige Richtung.
So wie es auch Lena geschrieben hat.
Es wird mit der Zeit besser,....
Lg.Fibie
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Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
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Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
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Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
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Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
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Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von padma » Freitag, 02.02.18, 14:04

liebe Poti, :)

danke dir für dein update.
Es tut mir sehr leid, dass du einen so langwierigen Verlauf hast. :hug:
Es fällt mir auch zudem immer schwerer noch zu hoffen, dass ich da in den nächsten Jahren wieder rauskommen kann und irgendwann wieder ein normales Leben als die quirlige junge Frau führen kann, die tief in mir noch steckt. Dass sie noch da ist fühle ich.
Ich freue mich sehr, dass du diese quirlige junge Frau in dir noch spüren kannst. Sie ist in dir und eines Tages wird sie auch wieder hervor treten.
Dazu hat sich im vierten Jahr eine schlimme Agoraphobie dazugesellt, sodass ich mich kaum in Gebäuden (außer meiner eigenen Wohnung) aufhalten kann ohne Panikattacken zu bekommen
Ich vermute, dass das eine Folge davon ist, dass du Reize nicht wirklich verarbeiten kannst. Wenn das ZNS mit der Reizverarbeitung derart überfordert ist, ist es naheliegend, dass man in Panik gerät.
Ich hab so Angst, dass sich diese Agoraphobie so tief verfestigen könnte, dass sie auch wenn mein Körper sich vom Entzug erholt immernoch da sein wird..
Du wirst, wenn du dich vom Entzug erholt hast, dich vielleicht erst vorsichtig an ein normales Leben wieder heran tasten müssen. Dein ZNS wird die Umwelt dann nicht mehr als so bedrohlich wahrnehmen.
Sollte sich die Angstproblematik tatsächlich verfestigt haben, kannst du sie dann mit Psychotherapie in Griff bekommen.
Aktuell ist es dafür meinem Gefühl nach zu früh.

liebe Grüsse,
padma
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