Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->

Achtung: In der nächsten Zeit kann es zu unangekündigten und längeren Ausfällen des Forums kommen. Mehr infos in der Ankündigung.
Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
carlotta
Beiträge: 2782
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 6203 Mal
Danksagung erhalten: 6053 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carlotta » Freitag, 18.08.17, 16:06

Hallo Gouvion,

ein Entzugszeitraum, wie Du ihn erlebst, ist überhaupt nicht ungewöhnlich bei einem protrahierten Entzugssyndrom - leider. Auch die Symptome, die Du schilderst, sind typisch.

Hier ein Link zu einer Übersicht von Langzeitentzügigen auf survivingantidepressants.org:
viewtopic.php?f=18&t=8872&start=500#p195577

Wie Du siehst, kommen längere Verläufe immer wieder vor. Bei surviving findest Du auch eine Rubrik mit Betroffenen, die genesen sind.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaMurmeline
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

gouvion
Beiträge: 95
Registriert: Mittwoch, 20.05.15, 20:04
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 113 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von gouvion » Freitag, 18.08.17, 17:49

Danke Carlotta für die Antwort. Ich hoffe schwer, es ist der Entzug. Ich möchte daran glauben und nicht an eine chronische Somatisierungs-Störung. Es gibt mir hoffnung, dass es anscheinend wirklich viele viele gibt, die mehrere Jahre litten.
Eine Frage an die Erfahrenen hier:

Ich habe das typische Wellen-'Erlebnis' auch festgestellt. Zwei Wochen gut, dann zwei Wochen schlecht. Einfach so, plötzlich. Was ich auch festgestellt habe ist, dass die Wellen immer in ihrer Dauer länger werden. Die ersten 7 Monate waren durchgehend schlecht, dann kamen die Wellen: ein paar Tage gut, paar Tage schlecht, ein paar Wochen gut, ein paar Wochen schlecht. Letzten Herbst eben 3.5 Monate gut, und jetzt 7 Monate schlecht. Könnte es sein, dass jetzt dann wieder eine gute Zeit kommt und lange, lange halten wird'? Vielleicht war es die letzte intensive schlechte Periode? Irgendwo hier habe ich gelesen, dass vor der Heilung bei ein paar Mitgliedern hier die schlimmste Phase war. Wer war das?
Kann meine Theorie jemand verifizieren? Werden dei Phasen länger, die Guten sowie die Schlechten? Das würde mich echt interessieren. Danke!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor gouvion für den Beitrag:
carlotta
15.03.14 - 15.01.15: 10 mg Cipralex
15.01.15 - 20.02.15: 5 mg Cipralex
20.02.15 - 31.03.15: 2.5 mg Ciprlaex
seit 01.04.2015 auf 0mg

Absetzsymptome: Schlaflosigkeit, extremes Gähnen, teilweise starke Nervosität, generalisierte Ängste

carlotta
Beiträge: 2782
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 6203 Mal
Danksagung erhalten: 6053 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carlotta » Samstag, 19.08.17, 12:11

Hallo Gouvion,

auch Dein Erleben von Wellen und Fenstern spricht sehr für Entzug.

Wie lange Wellen anhalten, ist total individuell, auch wie sich Verläufe entwickeln. Es gibt auch Betroffene, die haben die ersten ein, zwei Jahre überhaupt keine Fenster, nur Wellen. Aber Du gehst nur auf die verlängerten Wellen ein, zugleich wurden auch die Fenster um einiges länger, übersieh das nicht.

Ich erinnere mich, auch schon gelesen zu haben, dass nach heftigen längeren Wellen dann Schluss mit Entzug war, leider hab ich die Fundstelle nicht mehr präsent. Aber das ist durchaus möglich.

Leider kann bei Dir die aktuelle Welle auch noch etwas dauern (muss nicht). Aber wie die Erfahrung (auch Deine) zeigt, wird es dann wieder bergauf gehen. :) Und irgendwann bleibt dann das Fenster für immer offen. :D

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinapadma
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

gouvion
Beiträge: 95
Registriert: Mittwoch, 20.05.15, 20:04
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 113 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von gouvion » Sonntag, 10.09.17, 0:12

Hallo zusammen

Ich habe hier die letzten Beiträge gelesen und bin fast sicher, dass ich nun wieder eine Welle durchmache. Ich dachte, ich sei letzten Herbst nach 18 Monaten durch. Hatte 3 Monate ein Fenster. Dann plötzlich Nasendruck und seit April Muskelschmerzen und Müdigkeit. Sind neue Symptome. Hatte ich nie, vor und während der Depression nicht. Musste im März eine Woche lang Kortison nehmen und dann einen Monat lang Betahistin, Medikament gegen Innenohrdruck. Haben diese Medikamente wohl die neuerlichen Muskelschmerzen ausgelöst? Ich hoffe es sehr. Anders kann ich sie mir nicht erklären.
Gehe jetzt wohl wieder zum Arzt, um alles zu checken. Kostet mich wieder eine Stange Geld. Sollte es lieber sein lassen und auf den Entzug hoffen.
Echt, das alles ist so anstrengend. Von wo kommt meine Kraft. Wenn ich das überstanden habe, haut mich nichts mehr um.
Bin so verzweifelt..
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor gouvion für den Beitrag:
Katharina
15.03.14 - 15.01.15: 10 mg Cipralex
15.01.15 - 20.02.15: 5 mg Cipralex
20.02.15 - 31.03.15: 2.5 mg Ciprlaex
seit 01.04.2015 auf 0mg

Absetzsymptome: Schlaflosigkeit, extremes Gähnen, teilweise starke Nervosität, generalisierte Ängste

Luna
Beiträge: 1063
Registriert: Samstag, 17.05.14, 2:57
Hat sich bedankt: 507 Mal
Danksagung erhalten: 1205 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Sonntag, 10.09.17, 8:44

Hallo. Ich bin recht sicher, dass die Pillen da was ausgelöst haben.
Wie du hier schon gelesen hast, vertragen manche noch nicht mal nem in micromengen. Selbst die lösen Symptome aus und Kortison ist schon Hammer.
Ich selbst vertrage auch keine Pillen und nehme auch gar nichts. Hatte vor paar Monaten mal eine halbe ibu also 200 genommen,weil ich im Urlaub starke Regelschmerzen hatte...Regelschmerzen gingen weg aber dafür kamen später Kopfschmerzen und Durchfall so wie Schwindel und Schwäche.
Es macht nicht wirklich Sinn immer zu Ärzten zu rennen wegen allen Symptomen, die meistens Folgeschäden der Pillen sind.
Der kann dir dann auch nur wieder was verschreiben,was dann wieder triggern kann. Medikamente sind ein Trigger.
Auch nem können triggern. Ich hatte mich mal vor längerer Zeit an omega 3 Pillen versucht und mir ging es damit nicht gut. 2 mal die Woche Wildlachs hingegen vertrage ich und da ist genug omega 3 drin.
Du kannst natürlich immer wieder alles kontrollieren lassen bei Ärzten aber ob es hilft?...mir hat es nicht mehr geholfen und deswegen gehe ich zu keinen Arzt mehr. Es sind eh Folgeschäden durch die Pillen. Hormone im ungleichgewicht usw.

Muskelschmerzen und Schwäche kenne ich sehr gut. Zum Glück hab ich das nicht mehr so oft..eher selten. Hatte das mal sehr schlimm. Konnte mich teils nur mit Schmerzen bewegen. Inzwischen ist es selten und wenn dann nur in den Beinen. Teils habe ich das in Griff bekommen aber es ist auch so besser geworden. Meistens habe ich keine Schmerzen mehr und wenn sie mal doch da sind dann heißt es für mich aushalten. Bei mir verschwinden sie meist nach paar Tagen.

Es kann gut sein, dass es noch Jahre dauert bis dein Körper sich von den Giften erholt und regeneriert. Ist bei jedem verschieden.
Das ganze ist mühsam aber wichtig ist...nicht die Hoffnung zu verlieren.

Alles Gute wünsche ich dir.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luna für den Beitrag (Insgesamt 3):
Clarissacarlottapadma
LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

► Text zeigen

carlotta
Beiträge: 2782
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 6203 Mal
Danksagung erhalten: 6053 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carlotta » Sonntag, 10.09.17, 16:06

Hallo Gouvion,

ich sehe es ähnlich wie Luna :). Gerade Unverträglichkeiten gegenüber Medikamenten können Menschen im protrahierten AD-Entzug noch sehr lange nachhängen, selbst dann wenn man glaubt, im Grunde alles überstanden zu haben. Man tut gut daran, noch einige Jahre nach null diesbezüglich äußerst vorsichtig zu sein und sich auf Medikamente möglichst nur dann einzulassen, wenn es wirklich gar nicht anders geht.

Manchmal gibt es auch pflanzliche oder homöopathische Alternativen, die nicht ganz so "reinhauen", aber selbst dabei kann es zu Unverträglichkeiten kommen. Man kann nur immer äußerste Vorsicht walten lassen.

Auf Behandler kann man sich diesbezüglich leider überhaupt nicht verlassen, im Gegenteil. Denn die verstehen i. d. R. absolut nichts vom Entzug, erst recht was Langzeitfolgen anbelangt und können durch ihr Tun vieles noch enorm verschlimmern. Man kann da langfristig nur anstreben, sein eigener Experte zu werden.

Ich kann verstehen, wenn man ob des einen oder anderen Symptoms verunsichert ist und auch mal etwas abklären lassen will, zur Beruhigung quasi. Nur sollte man aus mehreren Gründen selbst das sehr gut abwägen, denn
  • Untersuchungen können invasiv sein und triggern,
  • sie können Ergebnisse liefern, die auf den ersten Blick, zumindest für Unkundige, nicht mit dem Entzug in Zusammenhang stehen, es aber durchaus dennoch tun können (z. B. in puncto SD) und damit Behandlungen einleiten, die den Entzug wieder anheizen können,
  • sie können bei negativen Ergebnissen Behandler dazu verleiten, auf die Psychoschiene abzuheben und damit Patienten bezüglich einer dazugehörigen medikamentösen Behandlung unter Druck zu setzen. Und nicht jeder ist dem gewachsen, sich dagegen zu wehren.
Das sollte man zumindest alles im Hinterkopf haben, wenn man als Entzügiger Beschwerden abklären lässt und stets mit der nötigen Distanz die Dinge betrachten und entsprechend reagieren. Einfach aus Selbstschutz.

Was die aktuelle Welle angeht, denke ich, dass es u. U. noch eine Weile dauern kann, aber sicher wieder abklingt. Hast Du denn genug Möglichkeiten im Alltag, Dich auch mal zurückzuziehen und Dich auszuruhen, wenn die Symptome schlimmer sind - oder überhaupt? Das wäre wichtig.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 4):
ClarissaLunapadmaLinLina
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

HOPE85
Beiträge: 148
Registriert: Dienstag, 13.10.15, 18:36

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Mittwoch, 27.09.17, 13:50

Hallo an alle. :group:

Bin jetzt zu dem entschluss gekommen wieder etwas einzuwerfen um vl wieder die chance zu bekommen am leben teil zu haben.

Gibt es vl erfahrungen hier im forum von wiedereindosierung nach langer Zeit Monate / Jahre auf 0 ?

Bei surviving antidepressants hab ich einige berichte gelesen wollte nur nochmal fragen ob jemand hier erfahrungen damit hat.
Und wenn ja , ob es das vorherige Medikament war oder ein neues.

Wäre gut paar antworten darüber zu erhalten.

Weil einfach so warten und auf glück hoffen das wunder passieren nach 36 Monaten ohne Paroxetin und ca. 12- 16 Monaten ohne Johanniskraut ist auch nicht die Lösung.
Ich will keinem Angst machen oder sonst was aber es gibt auch fälle bei denen es nach über 10 Jahren noch nicht gut ist. Jeder ist anderst und individuell. Und ich denke lieber mit einer Droge leben anstatt ohne sterben oder so gut wie( fals es funktioniert).
Bei SA auch gelesen das einige erfolgreich nach jahren wieder eindosiert haben.

Freu mich auf eure Antworten.

LG HOPE85

Eva
Beiträge: 1949
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 13:47

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Eva » Mittwoch, 27.09.17, 14:00

- Beitrag gelöscht -
Zuletzt geändert von Eva am Mittwoch, 27.09.17, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Clarissa
Beiträge: 1646
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37
Hat sich bedankt: 1800 Mal
Danksagung erhalten: 3604 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 27.09.17, 14:14

Hallo HOPE,

bei mir hat Wiedereindosieren nie Erfolg gehabt. Ich hatte tatsächlich nach meiner allerersten AD-Einnahme einen (scheinbaren?) Benefit davon und konnte auch gut absetzen. Nach einigen medikamentenfreien Jahren und bei einem Rückfall wurde dasselbe AD wieder eindosiert: NULL Wirkung, nur NW.

Auch Wechsel des AD brachte nichts als heftige NW. Die nur mit Benzos auszuhalten waren, die in die Abhängigkeit führten.

Ich musste meine Probleme anders lösen als mit Medikamenten.

VG von sleepless
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag:
carlotta
bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
► Text zeigen

HOPE85
Beiträge: 148
Registriert: Dienstag, 13.10.15, 18:36

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Mittwoch, 27.09.17, 14:27

Hallo Pons.

Leider ist es nicht so wie du es sagst : ,, ohne Leben zu können".

Im bett liegen 24/7 und zu schwach sein um aufs klo zu gehen hat mit leben nichts zu tun.

Da stellt sich die frage was es einem bringt in diesem Zustand.
Wer mal bei SA querließt merkt schnell das einige vergeblich auf Besserung warten manche sogar 15 Jahre.
Ja richtig gehört 15 jahre!!!!
Es geht hier nicht darum das man auf biegen und brechen medikamentenfrei ist sondern das man lebt so gut wie es geht !
Ich würde mit vielen tauschen , medis nehmen und am leben teilhaben oder frei und allein im bett zu sein.

Fakt ist diese medis richten Schaden an und verändern unser gehirn. Bei manchen erholt es sich bei manchen nicht oder nur teilweise.
Alles hat seine grenzen auch die neuroplastizität. Wenn es nicht so wäre würde jeder behinderte mensch (gehirnschäden) sich vollständig erholen.
Ich denke hier nicht negativ oder sonst was doch man sollte auch realistisch denken auch wenn man die medis hasst ( wie ich auch ).
Wir müssen halt alle versuchen das beste zu machen.

Deshalb habe ich die frage gestellt ob hier vl jemand die erfahrungen gemacht hat mit der eindosierung nach der zeit.

GRUß HOPE

HOPE85
Beiträge: 148
Registriert: Dienstag, 13.10.15, 18:36

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Mittwoch, 27.09.17, 14:31

Ich weiß von SA das da einige mit nem anderen Präparat auch nach jahren auf 0 aus der schlinge gekommen sind.

Auf der anderen Seite ist es so das manche sich auch nach mehreren Jahren erholen.
Es ist einfach ein Glücksspiel.

Gruß

Murmeline
Team
Beiträge: 12608
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14216 Mal
Danksagung erhalten: 12662 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 27.09.17, 14:54

Hallo Hope,

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass dich diese Frage umtreibt und du entsprechend Erfahrungswerte recherchierst. Du bist jetzt zwei Jahre hier im Forum und berichtest seither von der Hölle nach dem direkten Abstzen wegen unerwünschter Arzneimittelauswirkungen. Das ist eine lange lange Zeit und das schlaucht natürlich massiv. :hug:

Mir fällt spontan kein ADFDler ein, der nach so langer Zeit wieder eindosierst hat, vielleicht den anderen oder es meldet sich jemand direkt.

Wäre es ok, wenn wir die letzen Beiträge in deinen Thread verschieben? Es geht ja um deinen Verlauf: viewtopic.php?t=10492

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 4):
padmaOlivercarlottaHOPE85
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Eva
Beiträge: 1949
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 13:47

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Eva » Mittwoch, 27.09.17, 14:55

- Beitrag gelöscht -
Zuletzt geändert von Eva am Mittwoch, 27.09.17, 19:45, insgesamt 5-mal geändert.
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie » Mittwoch, 27.09.17, 14:59

Hallo,
eigentlich hab ich ja Forenpause :roll: ........aber egal :
HOPE85 hat geschrieben:Wer mal bei SA querließt merkt schnell das einige vergeblich auf Besserung warten manche sogar 15 Jahre.
Ja richtig gehört 15 jahre!!!!
Wo hast du das genau bei SA her ?

Stell doch mal einen Link rein.Das wäre hilfreich.
HOPE85 hat geschrieben: Fakt ist diese medis richten Schaden an und verändern unser gehirn. Bei manchen erholt es sich bei manchen nicht oder nur teilweise.
Alles hat seine grenzen auch die neuroplastizität. Wenn es nicht so wäre würde jeder behinderte mensch (gehirnschäden) sich vollständig erholen.
Ich glaube nicht,dass man das so ohne weiteres vergleichen kann.
HOPE85 hat geschrieben: Deshalb habe ich die frage gestellt ob hier vl jemand die erfahrungen gemacht hat mit der eindosierung nach der zeit.
Goldfisch hat (nach einem Jahr auf Null ,glaube ich ) nochmal ihr Ursprungs - AD eingenommen,das ging gut,Glück gehabt.
Kannst sie ja mal anschreiben.....

Sowas nochmal einnehmen hat was von russischem Roulette......du weißt nicht,was kommt......für mich keine Option...viel zu
riskant.Aber ich kann dich ein Stück weit auch verstehen,man sucht halt auch teilweise verzweifelt nach Linderung.......
Aber Hope,Menschenskinder...pass auf dich auf !!!!!!!
LG
Nospie

padma
Team
Beiträge: 14576
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 35720 Mal
Danksagung erhalten: 18911 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von padma » Mittwoch, 27.09.17, 18:16

Off Topic
hallo Pons,

dieser thread ist speziell für Langzeitbetroffene und das ist eine wirklich ganz andere Situation, als jetzt z.B. bei dir.

lg padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinaMurmeline

HOPE85
Beiträge: 148
Registriert: Dienstag, 13.10.15, 18:36

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Mittwoch, 27.09.17, 19:03

Hi .
Danke für die Antworten.
Hier mal paar links zum nachdenken:

http://survivingantidepressants.org/top ... ent-295586

Oder

http://survivingantidepressants.org/top ... ent-210931

Über euer Feedback würde ich mich freuen.

Gruß an alle

Eva
Beiträge: 1949
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 13:47
Hat sich bedankt: 1833 Mal
Danksagung erhalten: 2994 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Eva » Mittwoch, 27.09.17, 19:48

Off Topic
Hallo Padma,

danke für den Hinweis. Ich habe meine Beiträge hier gelöscht.

LG Pons
Zuletzt geändert von Eva am Mittwoch, 27.09.17, 20:34, insgesamt 1-mal geändert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Eva für den Beitrag (Insgesamt 2):
Oliverpadma
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Luna
Beiträge: 1063
Registriert: Samstag, 17.05.14, 2:57
Hat sich bedankt: 507 Mal
Danksagung erhalten: 1205 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Mittwoch, 27.09.17, 20:21

Ich weiß von SA das da einige mit nem anderen Präparat auch nach jahren auf 0 aus der schlinge gekommen sind.
Man kann mit Pillen so einiges dämmen,blockieren,hemmen usw aber eine dauerhafte Heilung findet damit niemand. Vielleicht gibt es die eine oder andere Pille, die für eine gewisse Zeit hilft aber man bleibt im Teufelskreis drin.

Das Problem ist, dass einige die Symptome nicht lange aushalten, dem Körper nicht helfen mit zb Ernährung,meiden von triggern usw und dann suchen sie wieder ein Weg über Pillen oder sonstigen angeblichen Wundermittel, die auch wieder triggern. Ein Teufelskreis.

Ich habe 15 Jahre Pillen genommen und verdammt ungesund gelebt...rauchen,schlechte Ernährung,Pillen usw und ich bin knapp über 2 Jahre auf 0. Nachdem ich durch die Hölle bin und ich meine richtig schei... Hölle dank Pillen...bettlägerig,Schmerzen am ganzen Körper, Parkinsonähnliche Symptome und vieles vieles mehr, bin ich heute dank Pillenfreiheit und Umstellung der Lebensumstände soweit lebensfähig. Ich habe noch Symptome aber alles auszuhalten. Ich lebe und kann vieles machen. Ich rauche längst nicht mehr,Ernähre mich verträglich und gesund..hiarm usw..und versuche Freude am leben zu haben. Von Jahr zu Jahr wird es leicht besser mit der Sensibilität...das merk ich wenn ich zb Triggern ausgesetzt bin.
Ich versuche meinem Körper so gut es geht zu schonen und helfen.

Ich glaube nicht an sowas wie...das heilt nie...der Körper ist extrem regenerierungsfähig...es wird alles erneuert im Körper aber es brauch Zeit. Nur genetische Erkrankungen oder extreme Schäden bzw unheilbare Krankheiten wie aids kann der Körper nicht regenerieren.
Der Körper regeneriert sogar Organschäden bis zu einem gewissen grad. Sogar Hirnschäden regeneriert der Körper aber das haben wir hier nicht. Ich bin sogar klüger und freier im Kopf als mit Pillen :lol:
Je nach Lebensweise heilt es langsamer oder schneller. Mit Giften sehe ich allerdings keine Heilungsmöglichkeit.

Ältere und Kranke Menschen haben manchmal allerdings das Problem, dass hier der Körper nur sehr langsam heilt und für diese Menschen ist das teilweise dann noch schwieriger.

Es macht eh keinen Sinn sich darüber den Kopf zu zerbrechen ob es nun heilt oder nicht...ob man doch Pillen suchen kann oder nicht. Mehr Sinn macht es zu schauen wie man seinen Körper unterstützen kann ohne Chemie.
Das war immer mein Weg und der war für mich der Richtige und hilfreich.

Gut für sich sorgen musste ich auch lernen und die Verantwortung habe ich übernommen, weil für mich keine Pillen/Chemie mehr in Frage kommen die den Körper schädigen.

Alles gute und viel Kraft allen wünsche.
Zuletzt geändert von Luna am Donnerstag, 28.09.17, 12:03, insgesamt 1-mal geändert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luna für den Beitrag (Insgesamt 9):
EvaClarissaRaziacarlottaMurmelineHOPE85KatharinaAna19stubi
LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

► Text zeigen

LinLina
Team
Beiträge: 6186
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 20472 Mal
Danksagung erhalten: 9469 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 28.09.17, 11:38

Hallo ihr Lieben, Hallo Hope :-)

Ich habe mir die Links bei SA durchgelesen. Ich bin zwar mit dem Absetzen noch nicht durch, und kann daher nur erahnen wie es ist, wenn man trotz langer Zeit auf null noch keine oder kaum Besserung erlebt, aber ich kenne lange anstrengende Zustände und möchte gern daran erinnern, dass wir einfach nicht genau wissen was im Körper jedes einzelnen vorgeht, und es durchaus unterschiedliche Heilungswege geben könnte.

Deswegen kann meiner Meinung nach die Entscheidung was man probiert und riskiert, ob man nochmal ein Psychopharmakon vorsichtig antestet oder nicht, letztlich immer nur ganz aus einem selbst kommen, nach Abwägung aller bekannter Chancen und Risiken.

Viele erleben es so, dass sie ohne die Medikamente nach und nach Heilen, viele auch nach langer Zeit und schon fast unerwartet. Wenn das eintritt, ist man natürlich froh, nicht das Risiko einer erneuten Einnahme eingegangen zu sein.

Dann gibt es Betroffene, die nach langer Zeit zum Strohhalm einer erneuten Medikamenteneinnahme greifen. Manche merken keine Besserung, recht häufig gibt es die Erfahrung, dass es eher zusätzlich stresst oder nicht mehr vertragen wird. Aber offensichtlich gibt es auch Menschen, wo auch nach langer Zeit mit der erneuten Einnahme eine Besserung, zumindest teilweise eintritt.

Ob diese Besserung individuell anhält und wie lange, und wie dann ggf. ein erneutes Absetzen läuft, darüber wissen wir leider so gut wie gar nichts.

Hope :-) ich meine mich zu erinnern dass ich dir schon vor längerer Zeit geschrieben habe, dass auf SA teilweise empfohlen wird, auch nach längerer Zeit ein Wiedereindosieren zu testen, wenn auch mit Risiken verbunden.

Nun sind inzwischen noch einige Monate oder gar Jahre vergangen, und ich lese heraus dass du dich in der ganzen Zeit nicht dafür und nicht dagegen entscheiden konntest. Das ist natürlich auch zusätzlicher Stress :?

Ob du das jetzt noch probieren solltest, kann ich nicht beantworten. Nur falls du es probierst, denke daran es mir sehr viel Geduld und einer ganz winzigen Menge zu testen. Bei Verträglichkeit genauso langsam und vorsichtig zu steigern.

Wenn ich mich in deine Situation hineinversetze, würde ich gut abwägen und mir aufschreiben was die vor- und nachteile sind.

Wenn mich das ständig wieder beschäftigt, und ich das Gefühl hätte, ein Wiedereinnahmeversuch birgt für mich eine Chance und ich kann mich mit dem Gedanken, wieder etwas von dem Medikament, vielleicht auch auf lange Zeit, wieder einzunehmen grundsätzlich ok fühlen, dann würde ich es wahrscheinlich mit einer mini-Menge probieren.

Wenn ich allerdings schon beim Gedanken an das Medikament das Grausen bekomme und es sich einfach falsch anfühlt, den Körper, der jetzt schon so lange wieder daran arbeitet ohne die Substanz klar zu kommen, vielleicht damit zu verwirren und zusätzlich zu stressen würde ich es lassen und andere Wege suchen meinen Körper achtsam und liebevoll zu unterstützen.

Ich wünsche dir von Herzen dass du einen guten Weg für dich findest.

Liebe Grüße
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 6):
EvapadmacarlottaMurmelineMonalindeHOPE85

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,001 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Wertzu
Beiträge: 7
Registriert: Donnerstag, 14.10.10, 17:29
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Wertzu » Montag, 02.10.17, 12:37

Ich befürchte ehrlich gesagt auch, dass es für einige letztlich keinen anderen Weg mehr gibt, als zu den Pillen zurückzugehen.
Ich habe Paroxetin (bzw. später Trazodon) vergleichbar lange genommen wie HOPE85 und bin zwar funktionsfähig, aber auch durchgehend unglücklich, in einem Ausmaß, dass dazu führte, dass ein längerer Thread von mir zu der Thematik hier gelöscht wurde, weil (zum damaligen Zeitpunkt zu recht) eine Suizidimplikation darin gesehen wurde. Ich habe das Gefühl, dass in meinem Gehirn alles zerschossen ist, was in irgendeiner Form mit der Empfindung von Lebensglück zu tun hat.

Ich habe die Problematik auch schon vorwärts und rückwärts durchdacht und alles mögliche probiert; von therapeutischer Seite aus wurde mir gesagt, dass ich meine Lebenssituation komplett zutreffend analysieren würde und tatsächlich nur noch Medikamente in Frage kämen. Im Grunde würde eine Änderung einiger Lebensumstände wahrscheinlich auch ausreichen, aber in diesem Zusammenhang stoße ich immer wieder auf eine höchst entmutigende Erkenntnis:

Das innere Unglück, welches man aufgrund des Entzugs empfindet, führt dazu, dass genau diese Änderungen nicht eintreten. Dies findet auf zwei Ebenen statt: Erstens nimmt einem die Depressivität den notwendigen Elan und die Kreativität, um die notwendigen Schritte in der richtigen Weise zu gehen. Zweitens, und dies ist noch deutlich problematischer, wird man aufgrund des negativen inneren Zustandes von anderen Menschen als weniger souverän und weniger als potentiell wertvoller Arbeitnehmer, Freund, Partner usw. angesehen. Dies mag sich unter Umständen geringfügig anders verhalten, wenn man weiblich ist, aber die Erwartungen, welche in der heutigen Gesellschaft an den männlichen, dominanten Erfolgsmenschen gestellt werden, sind das exakte Gegenteil des Zustandes, welcher sich aus dem Entzug ergibt.
Man kann diesbezüglich auch nichts beschönigen und davon sprechen, dass es daneben auch Menschen gäbe, welche "unter die Oberfläche schauen" etc.

Ich habe in den letzten 16 Jahren, seit ich mit Medikamenten und deren Enzug zu tun habe, haargenau beobachtet, wie die Menschen auf mein inneres Befinden reagieren und das Ergebnis ist allzu eindeutig: Mit Paroxetin war ich in den ersten beiden Jahren regelrecht manisch und meine Umgebung wertschätzte mich plötzlich in einem nie dagewesenen Ausmaß. Dies ließ später exakt proportional zum Wirkungsverlust nach. In den weiteren Jahren, die mit Entzug und dann der vollkommenen Absetzung verbunden waren, war zumeist deutliche Interesselosigkeit oder sogar Geringschätzung spürbar. Dies wurde mir auch von mehreren Leuten offen zurückgemeldet, sodass ausgeschlossen werden kann, dass es sich um Einbildung handelte.

Ich habe nun bspw. meinen Job verloren, meinem Chef zufolge primär aus dem Grund, dass man mir trotz meiner Bemühungen zu sehr anmerken würde, dass es mir innerlich schlecht geht und ich dadurch die Gesamtatmosphäre negativ prägen würde. Partnerschaften sind aus dem gleichen Grund zerbrochen - ich würde mich zwar spürbar bemühen, immer so liebevoll und positiv wie möglich zu sein, aber da wäre etwas Bedrückendes und Depressives zu spüren, das schwer auszuhalten sei. Der Mensch scheint in regelrecht animalischer Weise auf das Ausmaß des neurophysiologischen Wohlbefindens zu reagieren, welches sein Gegenüber ausstrahlt und in der Hinsicht ist sein Instinkt bemerkenswert präzise. Dies hat sicherlich auch mit der unbewussten Wahrnehmung von bspw. Körpergerüchen zu tun - alleine der Schweißgeruch wird durch Stress ja bereits deutlich beeinflusst.

Nunja, dazu könnte man noch viel schreiben. Jedenfalls werde ich mittlefristig wohl auch wieder Pillen konsumieren. Das Dasein als depressiver Fußabtreter muss man doch nicht so dringend sein.
Zuletzt geändert von Murmeline am Montag, 02.10.17, 13:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Leerzeilen für Lesbarkeit eingefügt
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Wertzu für den Beitrag:
HOPE85

Antworten