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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Katharina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Katharina » Freitag, 02.02.18, 14:29

Liebe Poti !

Es tut mir sehr leid
wie lange
du wie viele Jahre schon so tapfer durchhalten musst

hast du jemanden der dich begleitet ?
im Sinne nicht einer Therapie

ich sehe es oft vielleicht gar nicht notwendig
dass man unbedingt immer einen Psychotherapeuten an der Seite haben sollte

aber ich finde es gut eine Art Lebens unterstützende Lebensberatung zu haben

mich erleichtert es immer immens wenn ich mich an neutraler Stelle ausgesprochen habe

ich brauche keinerlei Therapie
aber ich braucheIch brauche diese neutrale Person,die weiß die mich kennt
und wo ich abladen kann

ich frage mich manchmal selber da es mich sehr anstrengt, dorthin zu gehen auch wenn es nicht weit ist
was machst du dort überhaupt noch ?

und dennoch bin ich jedes Mal um Kilo erleichtert
weil ich dort einfach sein kann wie ich bin

das geht bei keinem Freund
bei keinem Familien Mitglied

mir gibt es kraft
es ist für mich eine Begleitung durch diese Zeit

ich weiß nicht ob eventuell es bei dir die Reizüberflutung ist
welche dich nicht aus dem Haus gehen lässt

ich ertrage das, was im Supermarkt ist, überhaupt nicht,
und werde aggressiv die vielen Lichter Musik
die Luft, Kassenschlangen,klebrige Einkaufswagen
ich könnte ausflippen
die vielen Objekte
die ganzen Joghurtbecher und so weiter

da geh ich nicht hin
ich bin fertig frustriert erschöpft und kann dann das eingekaufte nicht auspacken, ins Bett, am nächsten Tag

und wenn es besonders schlimm ist
ist das unter anderem mein Grund
weswegen ich schlicht zu Hause bleibe

wenn ich am Meer wäre wie es oft im Winter der Fall war
während meiner Medikamenten Zeiten
hab ich nicht immer wohl gefühlt

aber wenn ich in irgendwelche Zentren vor Ort
Menschenansammlungen
Flughafen war für mich der Horror

es ist dort einfach von allem zu viel
zu viel Architektur
zu viel Farbe
zu viel Bewegung
zu viele Geräusche

ich ertrage das nicht

ich würde noch einmal darüber nachdenken über jemanden mit dem du einfach sprichst
einfach unterstützt
ich fühle mich dann weniger allein in dieser Symptomatik

ich sende dir herzliche Grüße
Katharina
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Poti
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Poti » Samstag, 03.02.18, 10:01

Liebe Fibie, Padma, Katharina, lieber Stefan,

vielen Dank für eure lieben Antworten, das weiß ich sehr zu schätzen! <3

Ich wollte nur kurz schreiben, dass ich mich wirklich sehr über jede einzelne Nachricht freue und sie mir auch sehr viel helfen.
Leider kann ich grad nicht lange am PC sitzen, mein Kopf ist wieder total drüber, aber ich werde noch im Detail auf alles antworten sobald ich wieder etwas klarer denken und das Licht besser ertragen kann.

liebe Grüße und ein symptomarmes Wochenende,
Poti
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07.-09.2013: Einschleichen auf 10 mg
09.-11.2013: 10 mg (Effekt: Keine Besserung der Ängste, leichte Besserung der Depressionen)
11.-12.2013: 20 mg (Nebenwirkungen: starke Müdikeit und Nachtschwitzen, Verlust von Emotionen)
12.2013: 30 mg (Beginn von Brain-Zaps, zusätzlich zu den andren Nebenwirkungen)
Entschluss abzusetzen
01.-02.2014: "Ausschleichen" von 30mg auf 0 mg; alle 1-2 Tage um 1-2 mg runtergegangen --> quasi Kaltentzug!!
Seit Anfang März 2014 auf 0 mg.

Die ersten zwei Wochen massive Absetzerscheinungen in der vollen Bandbreite.
Dann 4 Wochen extreme Hochphase, teilweise richtige Euphorie.
im April 2014, 6 Wochen nach Null, kam der große Knall und nichts ging mehr,
seit dem im protrahierten Entzug mit Wellen und Fenstern.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Poti » Freitag, 02.03.18, 20:35

So ihr Lieben,
ich versuch mich mal mit einer Antwort ;)

Liebe Fibie :)
manchmal merke ich,dass mein Gehirn einfach nicht mehr kann und ich es dann runterfahren muss.
Oftmals denke ich dann so bei mir,jetzt macht es bestimmt gleich einen Schlag im Kopf und die Lichter sind aus. :cry: :o
Ganz genau SO geht es mir auch! Man hat wirklich das Gefühl, dass wirklich überhaupt nichts mehr in den Kopf gehn kann, weil der Trichter durch den die Reize müssen so eng ist, dass sich alles aufstaut und sich gegenseitig blockiert. Dann geht wirklich nix mehr, als Augen und Ohren zu und von allem weg und abschotten..
Hast du wegen der Angst schon mal an eine Psychotherapie gedacht?
Ich war in der Zeit vor meinem AD schonmal 3 Jahre in Verhaltenstherapie wegen meiner Angststörung einer Phobie (Emetophobie). Da hab ich auch das Handwerk beigebracht bekommen, wie ich mit der Angst im Alltag umgehe und es hat auch meist ganz gut funktioniert. Allerdings bringen mir die Techniken momentan in diesem starken Erregungszustand leider nur sehr wenig. Ich hab auch wirklich das Gefühl, dass mir diese Ängste irgendwie "aufgedrängt" werden, dass sie mehr körperlich sind als seelisch. Jedenfalls hatte ich in meinem Leben vorm AD noch keine Probleme mit Platzangst und es kommt mir alles so fremd vor. Ich hoffe echt soooo arg, dass es ein Symptom wie jedes andere auch ist, dass so plötzlich gehn kann, wie es gekommen ist. Nur ob das bei so psychischen Dingen genauso "leicht" ist, wie bei körperlichen, bezweifel ich leider irgendwie..

Liebe Padma :)
Ich vermute, dass das eine Folge davon ist, dass du Reize nicht wirklich verarbeiten kannst. Wenn das ZNS mit der Reizverarbeitung derart überfordert ist, ist es naheliegend, dass man in Panik gerät.
Die Theorie klingt auf jeden Fall sinnvoll. Ich glaube mein Körper ist mitlerweile so ultra genervt von mir, weil ich mich in den letzten Jahren wirklich alles andere als geschont hab und mich ständig trotz meiner starken Beschwerden in die reale Welt gestürtzt hab. Natürlich haben mich die Situationen immer massivst überreizt und getriggert und es könnte sein, dass mein Körper jetzt einfach mal sagt: "So, mir wirds langsam schon wieder zu viel, ich mach dir jetzt besser mal Panik, damit du dich aus der Situation wieder verziehst. Bevor dus wieder mit Reizen, Eindrücken und Informationen, die mir in der Menge alle nur wehtun, übertreibst."
Sollte sich die Angstproblematik tatsächlich verfestigt haben, kannst du sie dann mit Psychotherapie in Griff bekommen.
Aktuell ist es dafür meinem Gefühl nach zu früh.
Ja, ich bin in Psychotherapie (tiefenpsychologisch) und wir kommen bei dem Thema Angst kein Stück voran. Auch die eigentlichen Themen, wie Traumata, stressen mich momentan viel zu arg, sodass ich sowieso kaum Fortschritte machen kann. Ich hab die Therapie auch jetzt erstmal auf Eis gelegt.

Liebe Katharina :)
hast du jemanden der dich begleitet ?

Ehrlich gesagt, nicht wirklich :/ Bei meinem Therapeuten brauch ich mit dem Thema Entzug nicht anzufangen, das gibt nur Streit jedes mal :x
Mein Freund weiß über alles Bescheid, aber der kann das Thema schon lange nicht mehr hörn (bisschen verständlich nach 4 Jahren..).
Also bin ich die meiste Zeit allein damit. Ich kann mich ja die meiste Zeit nicht einmal mit dem Forum austauschen :(
Das was du beschreibst, einfach bei jemanden alles abladen, und wenns vielleicht zum hundertsten Mal das gleiche sein sollte, hört sich wirklich schön an..


Tut mir Leid, dass es jetzt tatsächlich wieder einen Monat gedauert hat, bis ich geantwortet habe. Mir ging es die letzten Wochen eher noch schlechter.
Zu allem Übel, hat sich jetzt auch noch eine ganz fiese Appetitlosigkeit dazugesellt, die jetzt schon über drei Wochen anhält.. Ich weiß nicht, was ich dagegen tun soll. Mit Ingwer hab ichs schon versucht, das hat keinen Unterschied gemacht. Ich hab wieder 2 kg abgenommen, was bei meinem starken Untergewicht wirklich langsam gefährlich wird. Mein Psychologe hat mir schon gedroht, dass er mich einweist, wenn ich weiter abnehme :cry: Mit Fresurbin versuche ich es schon, aber ich komm lange nicht auf 1000 kcal am Tag. Ich hab momentan echt Angst um mein Leben.. Und wieder bekomm ich unterstellt, dass es nur die Essstörung wäre und ich muss mich halt mal aufraffen, das ist so unfair :(

Habt ihr vielleicht irgendwelche Erfahrung mit langer Appetitlosigkeit und was man da evtl tun kann?

Liebe Grüße an alle, ich hoffe ehrlich euch gehts besser,
Poti
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12.2013: 30 mg (Beginn von Brain-Zaps, zusätzlich zu den andren Nebenwirkungen)
Entschluss abzusetzen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Katharina » Samstag, 03.03.18, 6:47

Hallo Poti !

Ich bin auch appetitlos und esse viele Nüsse
alle Nüsse die ich mir vorstellen kann

zwischendurch dann ess ich gern Parmesankäse

kleine Salzstangen
Laugenbrezeln gibt es auch ganz kleine von Alnatura

ich schaue das kein Weizen dabei ist

kleine Snacks

kleine Naschereien

ich will kein Gewicht verlieren auf gar keinen Fall das schwächt mich extra

ich verstehe diesen Psychologen nicht wenn man mit ihm über Entzug nicht sprechen kann würde ich dies lassen

alles tiefenpsychologische unterlassen das ist zu viel zur selben Zeit mit einem Entzug

es müsste ihm doch aber möglich sein den Alltag mitzubegleiten das meinte ich
ich möchte nur meinen Alltag mit den Alltags Gedanken durch den Entzug vergrößert oder geschmälert belastend auf alle Fälle so oder so
das muss ihm doch möglich sein sonst ist es ein Versager
ganz kalt gesagt

ich würde versuchen nach wie vor in das Essen
das hat bei mir bei Kartoffelbrei geholfen Hühnerbrühe und Sahne darunter zu mischen

oder Eis zu essen mit Sahne etwas in dieser Art

nur kalorienreiches
alles andere sättigt unnütz und bringt nichts

wenn du Angst um dein Leben hast notiere dir die hochkalorischen Substanzen

die leckeren Sachen
eine Tüte Chips
etwas was auch Freude macht Schokolade nicht vergessen

Ingwer könnte den Magen der vielleicht zuwenig erhält, reizen

vielleicht Fructose Traubenzucker in jedem Tee hinein oder ein Glas Wasser mit Fructose
das hebt auch etwas den Kreislauf nicht nur den Zucker wie bei mir mit Diabetes Erkrankung

ich würde mich konzentriert hinsetzen niederschreiben wo viele Kalorien enthalten sind wo nicht

und das würde ich mir dann lecker bereiten
eine kleine Tüte Nüsse

nicht eine Riesenmenge das macht den Magen zu den Kopf macht es zu bei mir

ein kleines Stückchen harte MettWurst ein bisschen Schinken
ein bisschen Parmesankäse

Entschuldige ich kann nicht übersehen ob der Text zum Teil doppelt hier ist ich verstehe nicht wieso das bei der Diktierfunktion geschieht alles alles Gute für dich

mit dem Therapeuten würde ich neu ansprechen ob du nicht einfach über das Reden kannst mit ihm was ist ohne dass er mit großen Lösungen auf kommt das ist nichts zu lösen während man unter Entzug Symptomatik leidet sprich mit ihm nie wieder über Entzug Symptome sondern über die Alltags Belastung das kann ja die Unsicherheit sein die schaffe ich dies wie schaffe ich das und wenn er sagt dass er darüber nicht sprechen möchte weil der Sinn Symptome die es für ihn nicht gibt denn das muss ja der Grund für Streitigkeiten über Entzug sein dann würde ich diesen Therapeuten wechseln

es ist ja ein Zusatz Frust für dich der dir vielleicht den Magen verschließt

ich rede überhaupt nicht über Entzug Symptome ich spreche darüber über das was mir Schwierigkeiten macht

das wird ja wohl möglich sein sonst könnte man sich über diesen Therapeuten auch beschweren ein Unverschämtheit
so empfinde ich dies
finde dich damit nicht ab ich würde vielleicht noch einmal schauen einen neuen Ernährungsberater zu finden der einem auf freundliche lockere Art hilft durch naschen unter anderem

lass es dir gut gehen liebe Grüße Katharina
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Luna
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Samstag, 03.03.18, 9:21

Hallo Katharina und Poti

Was wenn man die ganzen Sachen nicht verträgt, weil der Körper sensibel ist?
Wenn gerade deswegen der körper leidet...

Wenn man unverträgliches isst dann kann es auch passieren, dass es einem noch schlechter geht. Durch Medikamente kann ein Stoffwechsel so geschwächt sein,dass Nahrung zum Problem wird und Symptome stark werden wie Schmerzen usw und sogar Jahre nach 0. Kennen hier ja einige.

Wenn ich Nüsse essen würde dann würde ich massiv dünn werden davon. Nicht nur davon. Fett macht auch eher schlank außer wenn man dazu viel Kohlenhydrate isst.

Ja es gibt so Grund Lebensmittel, die der Körper brauch zum leben und meistens auch verträgt.
Dies muss aber jeder für sich raus finden.
Bei gesunden kann man zig Ratschläge geben was der oder die essen soll oder welche Diät möglich wäre aber bei kranken ist das anders. Da spielt so viel rein wie Histamin usw und da Nüsse,Käse und Wurst...ui.
Das meine ich eher allgemein.

Appetitlosigkeit kann auch ein Zeichen eines gestörten Stoffwechsels oder gereizter Magen-Darmschleimhaut sein. Da wäre schonende und reizarme Kost sinnvoller. Ich musste auch mal viel Reis mit Öl essen um nicht weiter abzunehmen. Damit ging das recht gut. Um Nährstoffe zu bekommen aß ich noch wenig Gemüse und etwas Hähnchen oder Pute. Appetit hatte ich auch nicht viel. Kenne solch Phasen.


Ganz viele liebe grüße
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LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie » Samstag, 03.03.18, 11:33

Hallo,
Poti hat geschrieben:
Freitag, 02.03.18, 20:35
Ich war in der Zeit vor meinem AD schonmal 3 Jahre in Verhaltenstherapie wegen meiner Angststörung einer Phobie (Emetophobie). Da hab ich auch das Handwerk beigebracht bekommen, wie ich mit der Angst im Alltag umgehe und es hat auch meist ganz gut funktioniert. Allerdings bringen mir die Techniken momentan in diesem starken Erregungszustand leider nur sehr wenig.
Mal zu dieser Angst im Entzug
(aus surviving antidepressants, ich weiß nicht mehr,wo es genau steht,sonst hätte ich es verlinkt):


Angst im Entzug ist ANDERS !



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Posted 24 March 2011 – 04:30 PM

´Solida`, am 24 März 2011 – 11:08 AM, sagte:++
...Ich verstehe nicht, warum alle Techniken, die ich in der Therapie erfahren habe, nicht greifen, wenn dies geschieht. Unterscheidet sich der Entzug so sehr von einem natürlichen Angstzustand ??…

Solida, das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Diejenigen unter uns mit einem Langzeitentzugssymptom haben festgestellt, daß Anspannung und Angst viel intensiver und andersartig sind als diejenige Anspannung und Ängst, die mit Therapietechniken in den Griff zu kriegen sind.

Die Schädigung des Nervensystems bewirkt, daß Hormone erzeugt werden, die Furcht, Angst und Anspannung eigenständig verursachen, OHNE jeglichen emotionalen Auslöser. Dein Nervensystem wird in „höchste Alarmstufe“ ver-
setzt.

Emotionen, die auf der Sorge um deinen Zustand beruhen, können zu der tiefer liegenden biochemisch verursachten Angst hinzutreten.

Die Sorge kann zwar ein übers andere mit den Techniken, die du in der Therapie gelernt hast, bewäl-
tigt werden, aber die Biochemie ist viel zu stark für dich, als daß du die Symptome mit „Positivem Denken“ ausschalten könntest.


Es ist sehr wichtig, Verantwortung für die Kontrolle der Sorge zu übernehmen, der Einzige, der das tun kann, bist du selbst.
Doch gib dir nicht selbst die Schuld dafür oder glaube, „Negatives Denken“ sei die Ursache für die Symptome deines Entzugssyndroms.
Es ist einzig und allein dein geschädigtes Nervensystem, nicht du selbst.

:group:

Katharina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Katharina » Samstag, 03.03.18, 12:38

Hallo!

Nein AD Entzug war das deutlich für mich
bei jedem Schritt dasselbe :
"künstliches" zusammen ziehen und somit Verspannungen der Muskulatur, eine besonders schwierige schwere Depression /Aggression.

Da kann man nur Stumpf weiter geben und so lange und immer wieder lesen :

Es geht vorbei.

Den das künstliche Gefühl im Entzug sagt :

Es geht nie vorbei.

In der normalen Depression ist es für mich anders.

In meinem gesamten Leben noch mal als Kind, habe ich inmitten eine normalen Situation, Urlaub mittags draußen essen im Winter im Süden einen Weinanfall bekommen, bin in die Richtung gegangen wo ich die wenigsten Menschen erhoffe, ins Zimmer :Weltuntergangsgefűhl.

Schmerzen ja, das erinnere ich, über Interferon /Ribavirin ca. 2-4 Stunden bekommt man künstliche Schmerzen Fieber Grippe Symptome Übelkeit uvm
alles künstlich
ebenso eine schwere künstliche Niedergeschlagenheit.

Von innen,

hier der Entzug
2tes Beispiel schwere Nebenwirkungen einer Medikamententherapie

nicht von außen, außen im Sinne Umwelt Schicksalsschläge etc.

Jemand der zunehmen möchte braucht Beratung.
Ich habe geschrieben was ich ausschließlich von mir berichten kann, ich bin Laie, wäre ich keiner
sondern Experte
wie ich es mir nicht anmaßen
per Text etwas zu solchen Situationen zu schreiben, da gehören Internisten uvm dazu.

Ich schreibe im forum
grundsätzlich über mich
und
in der Möglichkeitsform,
als andere wäre unmöglich,
absolut unangebracht und vermessen.

Ich merke in Diazepam - Entzug eine Schwäche die ich nicht hatte, als ich
aus dem Beruf heraus, 2 - 3 Wochen über 40Fieber hatte, kein Blutwert war in der Norm, da war ich schlapp, lag im Bett aber konnte auch noch zum Arzt

Unter Interferon bin ich in Winter mit dem Rad zum Arzt gefahren
mager, aber auf den Füßen.

Später, nach einigen misslungen Therapien da war das Escitalopram und Lorazepam Zolpidem uva mit im System kam ich nur Nachmittags hoch, aber ich war dann draußen.

Ich habe auch Urlaub gemacht, schwach, ok.

Das jetzt, plus all der Jahre logisch, ist differenzierbar deutlich anders.

Ich versuche immer aufs Neue Stumpf durch.
Ich habe keine andere Möglichkeit,

Ich weiß nicht ob ich heute später duschen kann,
wie sollte ich mich anderweitig verabreden?
Ein neuer Absetzschritte gerade also wieder etwas anderes mehr Müdigkeit Niedergeschlsgenheit
weil nicht reden
wenn mir das auch bekannt inzwischen.

Es gibt für mich nichts anderes zu tun als einen Schritt vor den anderen zu setzen.
Es ist wie es ist.

Viele andere haben vieles aufgelistet was ihnen gut tut, dort kann man schauen und versuchen.

Einen trotz allem oder gerade deswegen schönen Sonntag,

Katharina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Oliver » Dienstag, 06.03.18, 16:23

 ! Nachricht von: Oliver
Hallo,

wie besprochen, habe ich den Teil des Threads, der dazu geführt hat, dass der Zweck dieses Threads geklärt wird, abgetrennt.

Wer daran interessiert ist diese Diskussion weiterzuverfolgen kann das im neuen Thread mit dem Namen "Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen" im Unterforum "Diskussion" tun. Ich habe das extra nicht verlinkt, da gewisse Teile der Diskussion die dort stattfindet für einige Langzeitbetroffene nach eigener Aussage nicht zu ertragen sind und ihrer Genesung nicht weiterhilft.

Um es noch einmal klarzustellen: dieser Thread ist gedacht als Rückzugsbereich für diejenigen, die schon lange leiden, um hier Kraft, Hoffnung und auch persönliches Leid zu teilen. Dieser Thread ist nicht dazu gedacht, um Diskussionen um allgemeine Heilungsaussichten zu führen.

Danke für Euer Verständnis
Oliver
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von LinLina » Montag, 19.03.18, 12:10

Wöchentlicher Ermutigungstext von Baylissa :-) Übersetzung von mir.
https://baylissa.com/encouragement/

"Es mag etwas dauern, bis du dorthin kommst, wo du sein möchtest, aber wenn du einen Moment innehältst und nachdenkst, wirst du bemerken dass du dich nicht mehr dort befindest wo du mal warst. Halte nicht an - geh weiter. - Rodolfo Costa

Auch wenn du noch beim reduzieren bist, oder wenn du Medikamentenfrei bist aber im akuten Entzug, oder wenn du dich später im Prozess befindest aber keine Fenster hast oder keine merkliche Besserung verspürst, bitte verzweifle nicht. Ich kann mir vorstellen, dass du, als du das Zitat oben gelesen hast, sagtest "Ja, ich bin nicht mehr dort wo ich mal war. Mir geht es schlechter!" Ich kann hören wie du das sagst :-)

Aber schau mal ob du es so sehen kannst: Du hast Fortschritte gemacht weil Zeit vergangen ist. Rufe dir in Erinnerung, dass dieser Prozess nicht linear verläuft. Da es bei der Heilung um die Regulierung deiner Rezeptoren geht, und das Zeit braucht, ist die Genesung im Gange. Schau wie du am besten durchhalten kannst und was du tun kannst um jeden einzelnen Tag zu überstehen.

Ich habe immer gesagt, der Entzug ist eine der größten Lektionen in Geduld. Er kann nicht beschleunigt werden. Egal wie sehr jemand gegen das kämpft, was passiert, es wird so lange dauern wie das Nervensystem braucht um es in Ordnung zu bringen. So wie Prof. Ashton mich einige Zeit, nachdem ich weitestgehend geheilt war, aber immer noch schwere dystonische Episoden und ein paar andere Symptome hatte, immer wieder daran erinnerte: "Das Nervensystem ist ein komplexes und verschachteltes Netzwerk. Diese Medikamente sind potent. Du musst dir mehr Zeit geben, Baylissa". Ich gebe diese Worte an euch weiter.

Halte heute für einen Moment inne. Nimm einen tiefen Atemzug und wiederhole dies... dann nimm einen weiteren tiefen Atemzug und wiederhole es... Ziehe in Betracht dem Prozess mehr Zeit zu geben. Gib dir selbst mehr Zeit. Eines Tages, eines glücklichen Tages wird der Prozess abgeschlossen sein und du wirst die Bestätigung dafür haben, dass deine Heilung in der Tat die ganze Zeit über stattgefunden hat. Halte die Hoffnung nahe an deinem Herzen und vertraue immer darauf, dass du heilst.

Halte nicht an. Gib nicht klein bei. Gib nicht auf. Du magst dich gegen die stürmischen Winde verbiegen und die herabstürzenden Wellen mögen dich aus dem Gleichweicht bringen, aber du bist stark genug und der Entzug wird dich nicht zerbrechen. Steh wieder auf und geh weiter.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa"
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von StefanKremer377 » Freitag, 23.03.18, 9:31

Guten Morgen.
Wollte mich auch mal wieder kurz melden. Auch wenn es eben nicht so gut ist. Habe nochmal alles nachgerechnet im Kalender.
Komme jetzt wohl in die 20. Woche😥
Heute hatte ich auch eine Horror Nacht. Schreckte gegen 00.30 Uhr nach einem komischen Traum hoch. Extremes Herzrasen, Stolpern, Angst.
Schlief dann nach 2 Std wieder ein, erwachte aber mit der gleichen Symptomatik heute früh.
Jetzt hat die Angst wieder gewonnen. Arbeit abgesagt. Um 11.40 Uhr mal wieder ein EKG beim Arzt. Obwohl ich erst vor 10 Tagen eins hatte.
Heute kommen die großen Kinder für eine Woche zu mir. Kann keine Freude empfinden. Im Gegenteil. Weiß nicht wie ich es schaffen soll.

Vorgestern ab Mittag schien die Sonne und ich war fast so drauf wie früher. Gestern dann wieder extreme Benommenheit. Derealisation vom allerfeinsten.

Lena schrieb mal das der fünfte Monat bei ihr der Schlimmste war. Hoffe so sehr das ich auch mal längere Fenster habe.
8 Wochen Horror für einen Nachmittag Sonne? Das kann es doch auch nicht sein. Weiß echt nicht mehr weiter. Könnte nur heulen

LG Stefan
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2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Dan :whistle: ach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 23.03.18, 9:48

Hallo Stefan

auch wenn die Momente noch so kurz sind, so zeigen sie doch, wie es wieder sei kann.
Sie sind ein Zeichen dafür, dass nichts endgültig kaputt gegangen bist und du dich erholen wirst.
Die Momente werden häufiger werden und länger dauern.
Vielleicht hilft dir das Frühjahr, wenn es sich dann doch irgendwann die Ehre gibt, hier Mal vorbei zu schauen. 8-)

LG Ute
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von StefanKremer377 » Freitag, 23.03.18, 10:23

Danke, Ute.
Verstehe es leider immer mehr wenn die Menschen hier langsam den Mut verlieren. Ich bin auch so weit.
Gerade diese körperlichen Symptome. Wenn die nur nicht wären.
Meine Freundin bekommt auch immer sie neuroemotionen ab. Die Psyche ist bis auf die Angst recht gut finde ich.
Naja. Muss ja weitergehen. Hoffe auf Lena s Monat 6-8

LG Stefan
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2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

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Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
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April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
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Seid Mitte November ohne AD.
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Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
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Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von evelinchen » Freitag, 23.03.18, 13:55

Hallo Stefan ,

diese Benommenheit begleitet mich täglich , immer so ein Gefühl nicht richtig da zu sein.
Dazu auch Krankheitsängste und die Befürchtung , es könnten nicht nur Absetzsymptome sein.

Leider hat man oftmals nicht die Geduld , das alles durchzustehen.
Es ist ja ein langer und weiter Weg , aber wir werden es schaffen.

Alles Gute für dich.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von StefanKremer377 » Freitag, 23.03.18, 16:46

Danke Evelinchen!

Solche Worte gehen immer runter wie Öl. Diese Ungeduld ist echt ein mieser Begleiter. Muss mich dann mal ein wenig bei dir einlesen. Was du so alles erlebt hast.

Habe jetzt mal eine Neurexan versucht. Macht mich wirklich ein wenig ruhiger. Mal sehen.

Dir auch alles Gute
Lg
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von sybsilon » Montag, 26.03.18, 22:33

Hallo Zusammen,

ich glaube ich habe nach 4 Jahren das Ganze endlich durch.
Im Moment muss ich sehr auf mich aufpassen.

Beruflich sehr viel noch bis Juli. (arbeite Vollzeit).
Seit 4 Wochen Pflege ich meine Mutter, mit füttern und waschen und Windeln wechseln.

Hätte nie gedacht, dass ich das kann, aber es geht sehr viel und es kommt Viel zurück.

Verliert nicht den Mut, man braucht viel Geduld.

Symptome habe ich im Moment keine, nur bin ich extrem kaputt.

Gute Nacht :bettzeit:
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Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.

Helma
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Helma » Sonntag, 15.04.18, 9:14

Hallo sypsilon, 4 Jahre, was für eine lange schwere Zeit. Ich bin im 17 . Monat nach 0 vom citaprolam. Habe eigentlich keine Fenster. Eher das Gefühl immer mehr abzusacken. Die Verzweiflung ist gross, die Hoffnung schwach. Dieses unwirklichkeitsgefühl sich wie in einem Film zu befinden, macht einen fast wahnsinnig. Ich habe Angst. Jeden Tag, jede nacht. Jetzt diese unaufhaltbaren Träume. Real, belastend und Furchteinfössend. So war doch der Schlaf. Auch wenn er oft wenig war, immer das auf das ich mich freute. Jetzt mag ich nicht mehr schlafen. Hab Angst vor dem Traum der da kommen wird. So kann ich das letzte, die benzos noch immer nicht abdosieren ich halte das nicht aus. Helfen die benzos? Nicht wirklich um die ads Entzugssymptome zu deckeln. Aber der einsetzende benzo entzug nach ja 6 Std. Wird schon ein wenig abgefangen. Nein ich will nicht auf geben. Habe schon so viele Monate geschafft. Ich will leben. Und Suizid liegt mir Gott sei dank fern. Aber ich bete, bete jeden Tag und bitte auf ein wenig Besserung. LG helma
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seit 1993 auf 1,5 Alprazolam und einschleichen von anafranil
6 mon. anafranil. Gewichtsabnahme, schwindel. Umstellung auf citrapolam
ab 2002 immer mal bei Bedarf 0,5 mg alprazolam genommen
ab 15.12.2013 0,25 mg reduziert , citrapolam bei 20 mg
17.01.2014 von 1,25 mg auf 1,0 mg alprazolam. Citrapolam bei 20 mg
02.02.2014 von 1,0 mg auf 0,75 mg alprazolam, 20 mg citrapolam, mir geht es jetzt schlecht, beben im körper, zittrig, komisch im kopf, herzrytmzsstörungen. Eindosieren von betablocker metropolsuccinat anfangs 45 mg
14.04.2014, dosis gehalten, es scheint sich etwas zu regulieren, symptome lassen etwas nach,
22.05.2014 von 0,75 mg auf 0,5 mg alprazolam, citrapolam bei 20 mg, angst , unruhig, zittrig. ungemein schlapp und schwach.
September 2014 von 0,5 mg auf 0,25 mg alprazolam und 20 mg citraplam, 90 mg metropolsuccinat, klappt ganz gut. Entzugserscheinungen ja
02.11.2014 Rückfall nach Wirbelsäulen OP. Rauf durch Psychiaterin auf 2 mg alprazolam. Citrapolam bleibend auf 20 mg. Herzrytmzsstörungen, erhöhen von metropolsuccinat auf 190 mg.
16.04.2015 alprazolam 2 mg auf 1,75 mg, citrapolam 20 mg, metropolsuccinat 190 mg
19.08.2015 von 1,75 mg auf 1,5 mg alprazolam, citrapolam 20 mg, 190 mg metropolsuccinat
20.11.2015 von 1,5 mg auf 1,25 mg alprazolam. Citrapolam 20 mg, 190 mg metropolsuccinat.
26.02.2016 von 1,25 mg auf auf 1,75 mg alprazolam, 20 mg citrapolam, 190 mg metropolsuccinat. zusätzliche absetzsymptome durch umstellen des ADs mit zu schneller Absetzung durch den Arzt. Herzstolpern heftig, fast ständig, finde keine ruhe.
April 2016 1,5 mg alprazolam, 15 mg citrapolam. Ads reduzierung wegen herzrytmzsstörungen durch internisten.
Juli 2016 herzrytmzsstörungen nicht mehr ertragbar. Rechtschenkelblockbildung und verdacht auf Herzinfarkt. Herzinfarkt nicht bestätigt. Alprazolam 1.5 mg, citrapolam gesenkt auf 10 mg. 145 mg metropolsuccinat abgesenkt da Kreislauf stehts im keller.
Oktober 2016 alprazolam 1.75 mg, 10 mg citrapolam. 145 mg metropolsuccinat. Herzrytmzsstörungen bessern sich. Ekg rechtschenkelblock rückläufig. Laut psychaterin citrapolam sofort absetzen. Im 14 tage abstand erst auf 5 mg und dann auf null. Erst kaum Probleme. Nach tag 8 beginn von neuen herzrytmzsstörungen, starken ängsten, starke innere unruhe, antriebslos, Muskelschmerzen und gelenkschmerzen sowie stärkeren schmerzen der op stelle Wirbelsäule, kaum schlaf trotz starker Müdigkeit, Gedankenwirrwar, gangunsicherheit.
Derzeit 1.5 bis 2.o mg alprazolam. 0 citrapolam, 145 mg metropolsuccinat. 25. 11 langzeit ekg und am 15.11 Orthopäde. Planung röntgen der op stelle, sowie nacken und schulterbereich wegen schwindel.
12.11 2016 2mg alprazolam, kein citrapolopram.
19.11.2016 eindosieren von 2.5 mg citrapolam zum abfangen der entzugserscheinungen. 2 mg alprazolam. 145 mg metropolsuccinat.
27.11.2016 citrapolam wieder abdosiert wegen neuer herzrytmzsstörungen. 2,25 mg alprazolam, 145 mg metropolsuccinat
24.02.2017 citrapolam auf 0, 2, 25 mg alprazolam, 122.5 mg metropolsuccinat 17.07.2017, 95 mg metropolsuccinat
01.11.2017 citapolam 0 mg, alprazolam 2.0 mg, metropolsuccinat 95 mg
21.04.18 alprazolam 1, 875 mg, metropolsuccinat 95 mg
27.05.2018 alprazolam 1,75 mg, metropolsuccinat 95 mg
03.07.2018 alprazolam 1,625 mg, metropolsuccinat 95 mg
29.09.2018 alprazolam 1,5 mg, metropolsuccinat 95 mg

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von StefanKremer377 » Mittwoch, 18.04.18, 11:53

Hallo, Leidensgenossen!

Ich sitze jetzt in der Psychiatrischen Institutsambulanz und weine so vor mich hin. Brauchte nur mal einen ruhigeren Platz als daheim. Oder vielmehr die Sicherheit das schnell Hilfe da wäre, wenn ich was körperliches hätte.
Heute früh ging es noch ganz gut. Dann schrie das Baby durchgehend, die Freundin machte wieder unbewusst Druck und wir waren beim Aldi einkaufen.
Beim Einkaufen merkte ich wie der Herzschlag immer schneller wurde. Eigentlich ging es vorher bereits los, weil ich mich körperlich anstrengte. Bekam da natürlich wieder total Panik. Weil es diesmal intensiver und krasser war.

Weiß durch einige nette Menschen hier, dass es im 6. Monat nochmal schlimmer werden bzw die Symptime sich verändern können. Habe so eine schreckliche Unruhe in mir.
Da halt wieder die Frage ist es der Entzug oder doch die Grunderkrankung. Diese Fragen fressen mich echt auf.
Bin auch schon so weit, dass ich einen Termin am 7.5. in der Tagesklinik ausmachte. Weiß halt noch nicht ob ich da ohne AD Einnahme durchkomme. Versuche das einfach weiterhin zu verneinen....

Danke für euer Ohr.
Lg Stefan
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Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 18.04.18, 16:07

Hallo Stefan,

das klingt gar nicht gut bei dir, das tut mir leid.

Mit einem schreienden Kleinkind im Supermarkt zu sein ist allerdings auch Stress in Reinkultur. Dass du das in deiner momentanen Verfassung noch aushalten könntest, bedeutet nicht, dass es nicht insgesamt besser werden kann. So sehe ich das zumindest.
Das Leben mit einem Kleinkind kann anstrengend sein, vielleicht hilft dir jetzt wirklich die Ruhe im Krankenhaus, um dich etwas zu erholen.

Tagesklinik an sich kann vielleicht hilfreich sein, vielleicht auch um Strategien zur Stressbewältigung zu erlernen. Was neue Medikamente betrifft, sehe ich das allerdings skeptisch aber das weißt du sicher selbst am besten.

Übrigen weiß ich aus eigener Erfahrung, dass ein Tag ausheulen, wenn man das denn kann, durchaus auch etwas Erleichterung bringen kann.
F
LG Ute
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von StefanKremer377 » Mittwoch, 18.04.18, 16:18

Danke Ululu.

In der Ambulanz hörte mir der Arzt kurz zu,.und schickte mich mit Seroquel 50 retard nach Hause. Werde das nach 6 Monaten bestimmt nicht mehr nehmen. Egal was es ist. Auch in der TK dann nicht. Half mir ja nie wirklich.

Ich hoffe nur sehr, dass es wirklich noch der Entzug ist. Verliere langsam die Kraft und Geduld
Gerade die körperl Symptome machen mich echt fertig.

Lg Stefan
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2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Dan :whistle: ach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
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Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 18.04.18, 16:59

Hallo Stefan,

letztes Frühjahr das ich mit meiner Symtomatik matt beim Psychologen:
Er riet:
Seroquel gegen die Absetzsymptome, sagte aber - zu meinem Trost:

" Da Sie aber in einer schon schwierigen Situation durch diese Medikamente sind, möchte ich es Ihnen doch nicht raten - ".


was er ausdrückte, war
"- hoffendlich kommen sie alternativ zurecht - ".

Ich habe bemerkt, er konnte/durfte nicht / und wollte auch nicht ...,

zumal wir uns auch privat
unumgehbar, wenn auch mit Distanz,
sehen und er weiß, womit ich hier seit Monaten kämpfe,
oder aushalte.

Inwieweit sind ihnen, den Docs die Hände gebunden -

Vielleicht kannst Du irgendwie Ruhe finden, ich weiss mit Familie, Einkaufen, Wetter den ganzen Reizen ist das extrem schwierig.

Die Instituts Ambulanz, wenn die mir Wunsch Ruheräume hätten -

( Ich ertrage keine Töne /Handy/ Telefon/ Haustür nix,
garnichts mehr zur Zeit,
Gardinen zu, und bin frei von Verpflichtungen, im Gegensatz zu Dir.

Schreib' - vielleicht hilft es Dir, etwas durch zu atmen :Hughes:

Alles Gute, Katharina
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