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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

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StefanKremer377
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von StefanKremer377 » Mittwoch, 18.04.18, 17:18

Danke Katharina!

Sehr interessant wie gebunden die Ärzte doch sind. Las auch irgendwo, dass sie eine bestimmte Anzahl an AD im Monat/Jahr verschreiben müssen. Habe jetzt das 5. Rezept daheim. Daran sehe ich aber wie sinnlos die verschrieben werden.
Lythium bot er mir auch an. Verneinte ich aber da es extrem auf die SD geht.

Die Tagesklinik hat einen Ruheraum. Das ist nice. Ob es mit was bringt. Mal sehen.

So wie du habe ich auch eine extrem Geräuscheempfindlichkeit entwickelt. War schon immer heftig, aber im Entzug ist das übel.

Merke auch das ich wirklich nirgends zur Ruhe komme.

Werde mich mal in deine Absetz-Geschichte einlesen. Vllt finde ich ja parallelen. Die bauen mich immer auf, wenn ich lese das es anderen auch so ergeht. Gerade im Langzeit....

Finde es aber klasse, dass du solch Verhältnis zum Doc hast. Scheint dich ein wenig zu verstehen. Das ist wichtig.

Lg Stefan
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KatharinaBittchen
2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Dan :whistle: ach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Lahmeschnecke » Freitag, 01.06.18, 12:18

Ich bin jetzt fast ein Jahr nach 0. Zählt das schon als Langzeitbetroffene? Es gibt Tage und Wochen da geht es mir ganz gut und es gibt Zeiten da geht nicht viel mehr als arbeiten und dann Zuhause nur noch auf die Couch. Heute hat mich wieder die Migräne erwischt und ich bin total erschöpft. Ich hab nachher noch einen Frisör Termin. Ich hoffe den schaffe ich (dauert 2 Stunden mit färben). Es nervt mich so sehr dass ich so wenig mit meinen Kinder machen kann und auch der Haushalt oft brach liegt. Ich hoffe es wird bald besser werden. Vor allem die Erschöpfung und die unbestimmten Ängste sind beunruhigend. Und der Schwindel und die Schlaflosigkeit. Mein Mann versteht mich zum Glück ist aber auch oft an seinen Grenzen und hoft dass es aufwärts geht. Aber auch er findet es eine lange Zeit. Er war derjenige der mich warnte, ich solle das AD nicht nehmen...

Liebe Grüße Lahmeschnecke
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10 mg Escitalopram 03/2016 bis 03/2017 wegen Erschöpfungsdepression
12.03.17 7,5 mg Escitalopram
09.04.17 5 mg Escitalopram
11.05.17 2,5 mg Escitalopram
12.06.17 0 mg Escitalopram
29.06.17 starke Erschöpfung, starkes schwitzen bei Anstrengung
Seit September neue Arbeit, viele Wellen, wenige Fenster
Hauptsymptome: Müdigkeit, Erschöpfung, Angst, Schwäche, keine Belastbarkeit, Schlaflosigkeit
Dezember 2017 war ein Recht guter Monat im Januar 2018 kam wieder der Absturz: Durchschlafstörungen, Erschöpfung, Übelkeit sind die Hauptsymptome
Nach einer Grippe im Mai mit heftiger Erschöpfung geht es langsam wieder besser. Durchschlafen ist nach wie vor schwierig, auch die Ängste sind immer Mal stärker.

November 2018: Es gibt nur noch wenige Wellen, es geht mir meistens wieder gut! :party2:

Weitere Medikamente: 137 Microgramm L-THYROXIN, (Hashimoto) seit 2010, 400 Microgramm Novopulmon (Koritson wg. Asthma),

Meinleben
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Meinleben » Mittwoch, 06.06.18, 1:41

Nospie hat geschrieben:
Mittwoch, 03.09.14, 18:41
Hallo :group: ,
Monalinde hat geschrieben: Schwindel, Albträume, Schlafstörungen, Grübelzwang, Endlosschleifen bei Ohrwürmern, Angstszustände haben sich gebessert, Ohnmachtsanfälle, Nasenbluten, Histaminunverträglichkeit weitgehendst
Na,das klingt doch schon mal gut!
Monalinde hat geschrieben:Ich bin Stammkundin beim Urologen wegen immer wieder kehrender Blasenentzündungen
Auszug aus einer umfangreichen Symptomliste AD/Benzoentzug:
Blasenprobleme: Frequenz, Infektionen der Harnwege, teilweise oder vollständige Inkontinenz, Blasenüberempfindlichkeit, Dysurie
Da haben noch mehr mit zu kämpfen (ich auch :x ),ich knabber schon den ganzen Tag Petersilie,soll vorbeugend wirken.Komme mir schon vor wie ein Hase :wink: .
Merrettich (jeden Tag eine fingerdicke Scheibe) soll auch vorbeugend sein,wirkt antibakteriell.
Was gibt dir der Urologe denn?
Ich denke mal,dass unser Imunsystem angeschlagen ist.Ich frag`mich manchmal:Was ist da eigentlich nicht angeschlagen?
Man neigt auch vermehrt zu Entzündungen,zB Zahnfleischentzündung.......
Unverträglichkeiten werden wir wohl noch ne Weile mit uns rumschleppen,aber ich bin da zuversichtlich,dass es sich wieder einpendelt :!:
drops68 hat geschrieben:Aber wahrscheinlich muss ich denken: "Juhu, schon 1 Jahr ohne den ganzen Mist - den Rest schaffe ich auch noch!!!"
So sollte man das sehen,das ist schon mal geschafft ! :hug:

Ich bin irre geräuschempfindlich geworden und werde richtig agressiv,kennt ihr das auch?
LG
Nospie
Ohhh jaa.. Das mit der Geräuschempfindlichkeit kenne ich nur zu gut!! In der Stadt es war furchtbar anfangs, bin da ohnehin sehr empfindlich.. Hab die Autos sogar angeschauzt :D.. Eine Zeit lang nur mit Kopfhörer herum gelaufen.. Nun geht es irgendwie besser. Mache viel Sport, versuche mich zu konzentrieren und ruhig zu werden innerlich.. Dann empfindet man es nicht so sehr arg.. Wenn innerlich Unruhe oder auch Leere, dann nimmst du das noch intensiver auf :/..
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Monalinde » Mittwoch, 06.06.18, 13:33

Hallo Meinleben,

du hast mich irgendwie ausgegraben im Langzeitthread. Ich möchte ich mich noch einmal kurz melden und berichten, dass meine Blasengeschichten, einschließlich Inkontinenz nun offenbar endgültig der Vergangenheit angehören. Ich hatte lange geglaubt, dass die Inkontinenz und die dauernden Entzündungen mit meinem Alter in einem Zusammenhang stehen können, aber Gott sei Dank wurde ich eines besseren belehrt. Aber nicht alles ist gut.
Mir geht es zur Zeit aber ohnehin psychisch nicht besonders, mein Sohn musste in die Klinik wegen Psychosegefahr und ich stehe, seit dem Tod meines Mannes nun völlig allein da. Das ist nicht so ganz einfach zu verkraften.

Der Schleim im Rachen und die Nebenhöhlenentzündung bleibt ominös. Ab und zu unternehme ich etwas um die Sache aufzuklären, das einzige was ich in Erfahrung bringen konnte ist, dass es weder eine Infektion ist noch Viren sind, noch eine Hausstaubmilbenallergie, die früher einmal diagnostiziert worden ist. Das klingt irgendwie noch immer nach Absetzerscheinung , ich frage mich aber, ob das nach über fünf Jahren noch möglich ist.

Aufstoßen und Reflux sind noch da, auch Tinnitus. Das merkwürdige daran ist, dieses Kommen und Gehen, mal da, mal nicht. Das gibt einerseits Hoffnung andererseits ist es nervtötend, weil so unberechenbar.

Der Schlaf ist eindeutig besser geworden, wenn auch nicht perfekt. So, das wärs, ich wünsche jedem aus ganzem Herzen, dass er diese fürchterlichr Zeit einigermaßen übersteht, so lange wie ich schon damit herumtue, ist aussergewöhnlich, aber auch da gibt es Lichtblicke.

Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Bittchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen » Montag, 08.10.18, 10:44

Lieber Stefan,

zufällig habe ich gelesen,dass auch du in Schlüchtern in Behandlung bist.
Mein Behandler in der Instituts Ambulanz ist Hr.Lehnhardt.
Ich gehe da nur sehr selten hin,da ich ja da immer wieder nur neue Medikamente verschrieben bekam.
Trotzdem hatte ich noch Glück,weil ich ,außer ADs,alles andere verweigert habe .
Hr.Lehnhardt selbst, ist ein sehr guter Gesprächspartner für mich,aber die Rezepte werfe ich seit ich auf 0 bin gleich in den Müll.

Du hast sehr viel Stress,Baby usw,als Betroffener will man ja wieder gleich funktionieren und für seine Lieben da sein.
Das geht leider nur begrenzt,was ich auch bei mir wieder fest stellen muss.
Ich bin jetzt 16 Monate auf null und wieder in einer sehr belastenden Welle.
Zwischendurch ging es mir,trotz vieler stressiger Begebenheiten, auch besser.
Aber jetzt geht es mir wieder sehr schlecht.
Immer wieder neue Hiobsbotschaften haben mich ruhig gestellt.

Ich kann es mir leisten, kürzer zu treten ich bin schon in Rente und doch ist es sehr belastend.
Bei mir bleibt viel liegen,weil mein Antrieb geht gegen null.
Vielleicht bin ich auch durch das Leben und den vielen Medikamenten ausgelaugt.
Aber ich will noch einen schönen Lebensabend genießen können,ohne Chemie.
Du scheinst viel jünger zu sein und hast noch mehr Kraft.
Darum gehe deinen Weg weiter,es geht vorbei,glaube auch fest daran.
Auch wenn die Behandler in Schlüchtern dir was ganz anderes einreden wollen.
Bleibe stark,Medikamente heilen nicht!!!

Liebe Grüße
Brigitte
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StefanKremer377padmaSunyatastubi
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

StefanKremer377
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von StefanKremer377 » Montag, 08.10.18, 11:58

Hallo Brigitte.
Das ist ja mal ein Zufall. Krass. Getroffen im ADFD Forum :-)
Herr Lehnhardt kenne ich, als ich mal auf die P1 musste. Empfand ihn auch als sehr angenehm. Besonders sein Bart. Hehe

Du hast schon 16 Monate. Heftig. Respekt das du es soweit geschafft hast. Ich bin erst bei Woche 48. Aber bald habe ich ein Jahr. Das Befinden ist aber alles andere als gut.
Bezweifel immer mehr ob es wirklich noch der Entzug ist. Zumal ja bei mir noch der Nikotinentzug drauf kam. Mir geht es eigentlich von Tag zu Tag schlechter
Komme aus Gelnhausen. Deshalb gehe ich auch hier in die PIA. Aber Hilfe bekomme ich hier auch nicht wirklich. Schmeiße wie du die Rezepte gleich weg.

Heute wieder Schwindel und Herzrasen bze Stolpern. Was ein Leben, ey. Früher war ich so ein cooller Typ. Bin.übrigens 40

Lg Stefan
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2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
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Seid 30.05. In der Tagesklinik

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