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Schildkroete: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

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Jamie
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Jamie » Sonntag, 12.07.15, 15:14

Hallo Schildkröte,

wenn es dir anhaltend so schlecht geht, dann gehe auf 18 oder 20 oder 25mg hoch.
Wir im ADFD sind ja nicht daran interessiert, die Mitglieder möglichst niedrig zu halten - sondern einzig und alleine daran, dass es euch / dir besser geht und du dich stabilisierst - egal auf welcher Dosis. Und sollten das 37,5mg sein - dann auch gut :group: .

Tue das, was sich gut für dich anfühlt. Wir versuchen dich bestmöglich zu unterstützen.
Nur gehe nicht gleich auf die 37,5mg hoch - das könnte dein ZNS enorm reizen. Lege wenigstens einen Zwischenschritt bei 25mg ein.

Was deinen Arzttermin betrifft. Je mehr man dem Arzt etwas vorjammert, desto größer wird sein innerlicher Druck dir etwas anzubieten, was "hilft". (?) :?
Das ist eine ganz neutrale Beobachtung und soll nicht heißen, dass du jämmerlich bist.
Deine Verzweiflung wird sich übertragen und dann wird ein Arzt reagieren müssen. So ist die Interaktion.
Wenn du am Dienstag aber sachlich sagst, dass es eben nicht so optimal läuft, du dir aber noch Zeit nehmen willst, um kleinere Schritte aufzudosieren und zu schauen, dann klingt das gleich völlig anders! Sage doch auch, dass es momentan kein guter Zeitpunkt ist auszuschleichen und dass du eben auf der Suche nach deiner Wohlfühldosis bist - und dann wird jeder Arzt sich auch kooperativ zeigen und dich nicht zu etwas nötigen.
Du alleine bestimmst über dich und deinen Körper und was du einnimmst - nicht der Arzt. :hug:

Ich drücke ganz feste die Daumen und hoffe auf stetige Besserung
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Schildkroete » Freitag, 17.07.15, 0:36

Kurzes Update von mir: Ich nehme jetzt seit Montag 17,5 mg und werde das 14 Tage lang ausprobieren. Wenn es mir dann nicht besser geht, werde ich höher gehen, vielleicht auf 25 mg.

So habe ich das auch meinem Arzt gesagt (danke, Jamie, für den Tipp, nicht zu sehr zu jammern). Er legt mir keine Steine in den Weg, aber überzeugt ist er auch nicht (er hätte es noch nie erlebt, dass jemand so lange unter Absetzerscheinungen leidet).

Ich wünsche dem Team gute Erholung und danke für die engagierte Arbeit hier!

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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 17.07.15, 8:08

Hallo Schildkrödkrote, danke für das Lob ans Team, auch für uns kommen wieder bessere Zeiten. So zumindest die Hoffnung. :D

Das ist doch erfreulich gelaufen mit deinem Arzt :) klar hören die das mit den Absetzproblemen zum ersten Mal, weil ansonsten bei Absetzproblemen gesagt wird Tata die Grunderkrankung ist wieder da und Sie müssen ihr Medikament lebenslang nehmen :x

Vielleicht gibst du deinem Arzt damit mal einen Andenkstoss wenn er den nächsten Patienten vor sich hat mit Absetzbeschwerden.

Ich hoffe das die 17,5 mg jetzt ausreichen dich zu stabilisieren.
Lg Petra
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Schildkroete » Montag, 03.08.15, 0:03

Kurzes Update von mir: da es mir mit den 17,5 mg nicht besser ging, habe ich Anfang der Woche auf 22 mg erhöht. (Warum gerade 22? Ich weiß auch nicht so genau. Wahrscheinlich, weil ich hoffe, doch noch unter 25 mg bleiben zu können.)

Zu den Auswirkungen kann ich noch nicht viel sagen. Hatte in der letzten Woche Urlaub und trotzdem viel mit Ängsten, unter anderem in Bezug auf die Arbeit, zu tun. Auch mein Privatleben ist im Umbruch, gerade ist mein Freund bei mir eingezogen, was einerseits schön ist, andererseits eine große Herausforderung. Immerhin war heute der erste Tag seit Monaten, wo ich ohne Bauchkrämpfe auf die Toilette gehen konnte. Ob wenigstens in meinem Darm Serotoninrezeptoren und -angebot wieder im Ausgleich sind?

Gruß
Schildkröte
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Lisamarie » Montag, 03.08.15, 11:53

Hallo Schildkröte, ich denke mit den 22 mg hast du auf dein Bauchgefühl gehört hast. Und ich hoffe das du dich jetzt stabilisieren kannst. Und sicher ist es eine aufregende Zeit mit dem Freund zusammen gezogen zu sein. Plötzlich ist da ein Mensch auf den man noch Rücksicht nehmen muss. Auch wenn man sich noch so liebt es ist eine Umstellung. Aber die Liebe wird das tragen.
Ich drück die Daumen für die Stabilisätion lg Petra
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Schildkroete » Donnerstag, 20.08.15, 23:37

Hallo allerseits,

ich möchte meinen Thread auf den aktuellen Stand bringen, und zwar mit der erfreulichen Nachricht, dass es mir besser geht.

Schon kurz nach meinem letzten Post, als ich nach meiner Urlaubswoche wieder angefangen habe zu arbeiten, habe ich gemerkt, dass die Anspannung verschwindet (obwohl mich die Arbeitssituation gerade sehr herausfordert und, wie ihr wisst, auch mein Privatleben aufregend ist). Ich wagte zunächst nicht, dem Frieden zu trauen, aber nachdem inzwischen zwei weitere Wochen ins Land gegangen sind, kann ich sagen: ich fühle mich wieder normal!
Ja, mein Leben strengt mich an und nimmt mich mit, aber das war auch vor dem Beginn des Absetzens so, und dafür gibt es Gründe. Und das eine oder andere Morgentief macht sich auch noch bemerkbar. Aber die quälende, alles überlagernde Anspannung ist weg, mein Darm ist nicht mehr ständig in Aufruhr, und schlafen tue ich wieder so, wie ich es gewohnt bin. Offensichtlich haben wirklich die 4,5 mg, die ich zuletzt draufgepackt habe, gefehlt. Ich bin so erleichtert!
(Aber auch erstaunt, wie schnell ich mich wieder an den Normalzustand gewöhne und ihn als normal hinnehme. Inzwischen muss ich mir schon wieder in Erinnerung rufen, wie schrecklich die letzten Monate waren, damit ich es zu schätzen weiß, wie es jetzt ist. Dabei ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht!)

Bei den 22 mg werde ich jetzt erstmal eine Weile bleiben.

Allen, die sich noch quälen, wünsche ich, dass sie auch bald ihre "Stabilisierungsdosis" finden!

Gruß
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

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2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 20.08.15, 23:57

Hallo Schildkröte, ich freu mich das du dich stabilisieren konntest und es dir wieder gut geht. Genieß die Normalität und erhol dich von der anstrengenden Zeit.
Alles Liebe wünscht dir Petra
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Dosierung mit der Kügelchen-Methode

Beitrag von Schildkroete » Sonntag, 11.10.15, 20:23

Ihr Lieben,

ich möchte euch auf den neuesten Stand von mir bringen und zugleich meine Methode mit euch teilen, die Venlafaxin-Kügelchen für die tägliche Dosis abzuzählen. Für mich war das Abzählen und Hantieren mit den kleinen, doofen Kügelchen nämlich eine Qual (so dass ich, allein schon deshalb, fast nicht auf meine Wohlfühldosis hochdosiert hätte). Bis ich mir die folgende "Konstruktion" habe einfallen lassen:

Ich habe einen transparenten Plastik-Strohhalm oben "aufgeschlitzt", so dass ich die Kügelchen direkt aus der Kapsel hineinschütten kann (vorsichtig). Da der Strohhalm durchsichtig ist, sieht man, wieviele Kügelchen drin sind. Überzählige kann man vorsichtig hinausrutschen lassen oder mit Hilfe eines Zahnstochers hinausschieben.

Mit dem Strohhalm befülle ich dann entweder eine Kapsel oder direkt mein Tablettendöschen (dann leere ich den Inhalt bei der Einnahme auf einen Löffel). Lange habe ich mir den Kopf zerbrochen, wie ich die geöffneten Kapseln (die zu befüllende und die, aus der ich die Kügelchen nehme) aufrecht abstellen kann. Erst hatte ich einen Fingerhut, aber das brachte nicht viel (zu wacklig, Kapseln schlecht zu greifen). Schließlich kam ich auf die Idee mit den Wäscheklammern, und die eignen sich perfekt! (Es sind extra große, für einen Wäscheständer mit dickeren Stäben. Bei Standard-Wäschklammern ist die Aussparung zu klein, und die Kapseln werden zerdrückt.)

Inzwischen habe ich schon den ersten Reduktionsschritt hinter mir, und morgen folgt der zweite (sind jetzt also weniger Kügelchen). Symptome habe ich keine bemerkt. Ich hoffe, das bleibt so.

Vielleicht ist das ja für den einen oder die andere hilfreich,
Gruß,
Schildkroete
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Cashi
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Cashi » Sonntag, 11.10.15, 21:09

Hallo Zusammen, also ich bau mir keine Konstruktionen. Ich hab mir ganz relaxt ne Feinwaage gekauft. Gibts im Netz unter 30 Euro. Fertig. Früher hab ich auch Kügelchen gezählt...jetzt nicht mehr. Dass ich da nicht früher drauf gekommen bin. Lg Cashi
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1996 erstmals wegen Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Massive Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb zwei Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg. Alles normal.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl doch zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
Januar 2011 Operation. .
März 2011 Panikattacken mit fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Wirre Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen Tags und nachts. Heulen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor wieder angefangen. Besserung. Beschwerden weg. Nur paar Nebenwirkungen
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Müdigkeit. Heulen. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme machnmal. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober ...5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken :shock: ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Wieder Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wochen Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16..wieder 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16 wieder 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig..wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla...Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016 reduziert auf 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 reduziert auf 48,6 mg Trevilor
15.01.17 reduziert auf 46,17 mg Trevilor
12.02.17 reduziert auf 43,50 mg Trevilor
28.02.17 wieder Erkältung mit Bronchitis trotz Einnahme von allem möglichen. .Zink vitamin C usw
13.03.17 reduziert auf 41,40 mg Trevilor
11.04.17 reduziert auf 39 mg Trevilor
01.05.17 reduziert auf 37,5 mg Trevilor. ...Halbzeit :party2:
20.06.17 Blasenentzündung
11.07.17 reduziert um 5 %.
28.08.17 reduziert auf 33.75 mg Trevilor
25.09.17 reduziert auf 31.25 mg Trevilor
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg Venlafaxin
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg Venlafaxin
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg Velafaxin
07.04.18 reduziert auf 30 mg Venlafaxin
20.05.18 reduziert auf 28 mg Venlafaxin

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Sommersprosse » Sonntag, 11.10.15, 21:40

Hallo Schildkröte,

finde ich gut, das hier so jeder seine EIGENE Strategie des Kügelchen zählens entwickelt.

Reduziere ebenfalls mein Trevilor mit Kügelchen zählen und wende folgende Methode an:
- Falte mir ein FARBIGES Din A4 Blatt längsseitig -
- die Ecken wie bei einer Papierschwalbe einknicken - damit die Kügelchen nicht entweichen können.
Mittlerweile weiß ich in etwa die Menge die ich aus der Kapsel entnehmen muß und
- gebe sie vorsichtig in die Papierfalte.
- Die Kapsel verschließe ich wieder.
- mit einer Messerspitze transportiere ich 2er Kügelchen von A nach B
- meist habe ich nur 3 oder 4 Kügelchen die in die Kapsel zurück müssen.
-Kapsel auf - rein geben,
- FERTIG !!

Fertige mir immer für eine Woche die Kapseln.

Wünsche Dir weiterhin gutes gelingen und Erfolg beim Reduzieren.

Viele Grüße von der Sommersprosse
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Lisamarie » Montag, 12.10.15, 11:00

Hallo Sommersprosse und Schildkröte herzlichen Dank für eure Beiträge und dir Schildkröte für die aussagekräftigen Fotos. Viele Wege führen nach Rom und das sind zwei davon . Jeder sollte seinen persönlichen Weg finden wie er am besten zurecht kommt.
Lg Petra
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Jamie » Montag, 12.10.15, 11:38

Hallo,

ehrlich - und das geht schneller bei euch beiden? ?? *lach* :D
Ich zähle ja auch Kügelchen bei meinem Esomeprazol, und ich mache es auf die klassische Art, und ich kann sagen, dass ich pro Kapsel mittlerweile nur noch 45 sec brauche!
Aber wie Lisamarie schon schrieb: Viele Wege führen nach Rom.

Finde ich wirklich gut und kreativ, wie ihr vorgeht!

Grüße
Jamie
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Sommersprosse » Montag, 12.10.15, 16:51

....und dir Sommersprosse für die aussagekräftigen Fotos
nein...nein Lisamarie, möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken - das sind Schildkrötes Fotos.

Viele Grüße von der Sommersprosse
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Lisamarie » Montag, 12.10.15, 17:08

Hallo Sommersprosse, sorry hab mich verschrieben , sorry Schildkröte. Steht sogar bei das es Schildkrötes Fotos sind, bin ne bisschen neben der Spur. :o Aber genial eure Beiträge.
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Schildkroete » Montag, 12.10.15, 17:23

Doch, doch, das geht deutlich schneller - aber vielleicht weiß ich einfach nicht, wie die "klassische Art" funktioniert?

Wie machst du es denn, Jamie? Wenn ich die Kügelchen auf einen Teller, in ein Schälchen o. ä. schütte und dann mit bloßen Fingern abzähle oder gar noch versuche, sie in Kapseln zu bekommen, mache ich mich jedenfalls unglücklich.

Gruß
Schildkröte
Diagnose: Depression, in Remission seit 2014
Seit 2003 diverse Antidepressiva, zuletzt (seit 2007) Venlafaxin , wechselnde Dosierungen, zuletzt 75 mg
Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Jamie » Montag, 12.10.15, 19:32

Hallo,

wie ich das mache? Na ja, also ziemlich unkompliziert und schmerzlos. :wink:
Zur Zeit muss ich 35 Kügelchen entnehmen (es sind ca. 150 drin), also Kapsel auf, mit leichtem Schwung einige Kügelchen auf die Handinnenfläche kippen, zählen, wegschmeißen, wieder nachschütten etc. - bis ich bei 35 angekommen bin.
Man kriegt irgendwann ein Gefühl für die Menge, die man auf die Handinnenfläche kippen muss (nicht zuviel, nicht zuwenig) - also wie gesagt, ich brauche kaum länger als 45sec. pro Kapsel.
Wichtig ist nur, dass ich nicht abgelenkt bin, sonst verzählt man sich leicht.

Grüße
Jamie
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Cashi » Montag, 12.10.15, 20:47

:o also...ja ja ich weiß meine Methode zu wiegen is net so spektakulär wie eure :shock: ich wünsche euch was :D :bettzeit:
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1996 erstmals wegen Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Massive Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb zwei Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg. Alles normal.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl doch zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
Januar 2011 Operation. .
März 2011 Panikattacken mit fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Wirre Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen Tags und nachts. Heulen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor wieder angefangen. Besserung. Beschwerden weg. Nur paar Nebenwirkungen
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Müdigkeit. Heulen. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme machnmal. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober ...5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken :shock: ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Wieder Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wochen Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16..wieder 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16 wieder 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig..wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla...Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016 reduziert auf 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 reduziert auf 48,6 mg Trevilor
15.01.17 reduziert auf 46,17 mg Trevilor
12.02.17 reduziert auf 43,50 mg Trevilor
28.02.17 wieder Erkältung mit Bronchitis trotz Einnahme von allem möglichen. .Zink vitamin C usw
13.03.17 reduziert auf 41,40 mg Trevilor
11.04.17 reduziert auf 39 mg Trevilor
01.05.17 reduziert auf 37,5 mg Trevilor. ...Halbzeit :party2:
20.06.17 Blasenentzündung
11.07.17 reduziert um 5 %.
28.08.17 reduziert auf 33.75 mg Trevilor
25.09.17 reduziert auf 31.25 mg Trevilor
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg Venlafaxin
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg Venlafaxin
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg Velafaxin
07.04.18 reduziert auf 30 mg Venlafaxin
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Schildkroete » Mittwoch, 14.10.15, 18:26

Also darauf, die Kügelchen in der Handfläche abzuzählen, bin ich einfach nicht gekommen. Weil ich dachte, dass sie an meinen schwitzigen Händen fürchterlich festkleben - was sie auch tun. Aber für das Abzählen ist das sogar günstig, weil sie dadurch nicht hin- und herrollen. Vielleicht versuche ich es bei der nächsten Tranche (bereite auch immer einen Wochenvorrat vor) mal so.

Genau genommen gab es noch einen anderen Grund, warum ich die Kügelchen von Anfang an nicht auf die Handfläche nehmen und auch nicht zu viel anfassen wollte: Weil ich nicht sicher war, ob der Retardeffekt verloren geht, wenn ich sie zu viel Feuchtigkeit aussetze (schwitze, wie gesagt, recht stark an den Händen).
Jamie, du bist ja vom Fach, weißt du, wie "robust" die Kügelchen sind?

Gruß
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 14.10.15, 18:41

Hallo Schildkröte,

Juhuu.. etwas Galenik... Frau S**m****-*e*l wäre stolz auf mich :party2: .

Deine Überlegungen gehen in die richtige Richtung.
Ich gebe jetzt mal mein KnowHow dazu, wobei ich nicht versprechen kann, dass ich völlig richtig liege.
Die Retardierung ist in der Regel als Film auf die Kügelchen draufgesprüht - deswegen sind schwitzige Hände in der Tat nicht so optimal.
Allerdings ist zu beachten, dass die Retardierung vermutlich darauf ausgelegt ist, sich in einem leicht basischen Milieu zu lösen; das ist nämlich das Milieu des Darmes.
Schweiß jedoch ist sauer (saurer pH-Wert); das heißt, deinen Kügelchen würde vermutlich nicht viel passieren.
Also könnte die Methode klappen und eine Rutschhemmung hättest du wegen der Schwitzhände auch noch :o :D .

Wenn du das machst, wasch dir bitte vorher die Hände, aber ohne Seife (das macht die Haut basisch), sondern nur mit purem Wasser und dann gut abtrocknen und dann sollte dem Projekt "Schildkrötes-Schwitzhand-Kügelchen-Methode" nichts im Weg stehen :P .

Grüße
Jamie
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin - jetzt wieder eindosiert

Beitrag von Schildkroete » Mittwoch, 14.10.15, 18:52

Hallo Jamie,

vielen Dank für dieses "Insiderwissen"! Darauf, dass "Seife weglassen" wichtig sein könnte, wäre ich natürlich im Leben nicht gekommen.

Ich werde es ausprobieren (und gucken, welche Methode schneller geht :wink:).

Gruß
Schildkröte
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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