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hope89
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Re: Besteht Interesse, wie eine Apo Kapseln für euch herstellt?

Beitrag von hope89 »

und verschreibt das nur der Psychiater oder auch Hausarzt und unter welchen Vorraussetzungen??

Ohhh man:-(( ich will doch nur diese Tabletten absetzen, wenn ich gewusst hätte, dass des soo schwer wird....
Nehme schon immer 10MG Citalopram und es ist echt traurig, dass es diese Tabletten net mal in 5MG gibt.. Wie soll man denn da absetzen ich bin echt ein bisschen verzweifelt.
2011 - 2015 März Citalopram Hersteller: Dura 5MG
2015 März Dura nicht mehr vertragen
2015 März abdosiert auf 2,5MG (Anweisung Arzt)
2015 April auf Null MG
sehr schlimme Enzugssymptome
2015 Mai neues Medikament Sertralin
absolut nicht vertragen und wieder umgestigen auf Citalopram
2015 Mai - 2016 aktuell: 10 MG Citalopram Hersteller: Aliud Pharma
2017 Mai: 5 MG abdosiert
2017 Juni: 3 MG
2017 Juli: 1MG
2017 August: 0 MG
2017 September: erste Woche 5MG Citalopram
aktuell: zweite Woche 10 MG Citalopram
Jamie
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Re: Besteht Interesse, wie eine Apo Kapseln für euch herstellt?

Beitrag von Jamie »

Hallo hope,

Citalopram kann man in Wasser auflösen!
Das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit vom Citalopram kloszukommen.

Aber zu deiner Frage: Sowohl Hausarzt als auch Psychiater / Neurologe dürfen dir das verschreiben, aber ich tippe mal, dass der Hausarzt das wohl ablehnen wird, weil es vielleicht zu sehr sein Budget belastet und außerdem sind AD Verordnungen eigentlich Sache des Facharztes.
Kommt aber auch auf deine Beziehung zum Arzt an.
Dein behandlender Arzt muss es einfach wollen bzw. du musst Überzeugungsarbeit leisten.

Ein Rezept kann ganz einfach so ausgestellt werden:

zB.
"Individualrezeptur: Citalopram 9mg Kapseln, 30 Stück"
plus Dosierung: "S: 1 mal tägl. morgens eine Kapsel"

oder:
"Citalopram 9mg Kapseln, 30 Stück; misce fiat capsulae"
plus Dosierung "S: 1 mal tägl. morgens eine Kapsel"

siehe auch hier noch mal: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=1030


ja, es gab schon ein paar adfd´ler, die das von ihrem Arzt verordnet bekommen haben. Es ist aber eher selten, da einige Ärzte nicht kooperieren / es nicht einsehen.
Gerade erst letzte Woche hat carmen allegra solche Kapseln bekommen; sie kommt allerdings aus Österreich.

Grüße
Jamie
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padma
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Re: Besteht Interesse, wie eine Apo Kapseln für euch herstellt?

Beitrag von padma »

hallo Hope, :)

du kannst auch in Apotheken nachfragen, ob sie dir aus von dir mitgebrachten Tabletten, Kapseln in der gewünschten Dosierung herstellen. Das müsstest du dann selber bezahlen.

Das machen nicht alle Apotheken und evtl. wollen sie eine Bestätigung deines Arztes, dass du diese Dosierung brauchst.

liebe Grüsse,
padma
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JayBlue
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Re: Besteht Interesse, wie eine Apo Kapseln für euch herstellt?

Beitrag von JayBlue »

Jamie hat geschrieben: vielleicht sowas in der Art? (keine Werbung! Nur als Beispiel): ... p_s_a_1_10
Ich habe genau die Waage. Ich muss sagen sie wiegt recht zuverlässig. Ab und zu habe ich Sprünge von 3-4 mg (Nur der Kapselinhalt, nicht der Wirkstoff). Das relativiert sich dann wieder wenn ich die Waage aus und wieder einschalte. Ich weiß nicht wie das zustande kommt. Wenn ich dann z.B. einen Tag später die Kapseln nochmals wiege dann passt es auch wieder.

Meine Methode ist die Folgende:
Ich schütte den Inhalt der Kapsel auf das mitgelieferte Plastikdings. Dann bekomme ich meist 0,163mg heraus. Dann schütte ich den Inhalt in ein Gefäß und wiege nur die Kapsel (die wiegt ca. 0,050mg). Dann (bei 15mg Dosis) rechne ich 0,163 / 2 + Kapsel-Gewicht. Dann habe ich meine Dosis und muss nur noch die Kapsel füllen. Das mache ich in dem ich den Inhalt auf meine Handinnenfläche schütte und in die Kapsel einfülle. Das funktioniert recht gut, weil die Kapseln statisch aufgeladen sind und meist da liegen bleiben wo sie sind ;-). Ich habe auch hier irgendwo mal gelesen, dass man seine Hände vorher mit Seife waschen soll, damit die Schutzschicht nicht angegriffen wird - stimmt das?? Gibt es da eigentlich irgendwelche Probleme wenn man so vorgeht? Also dass z.B. die Kapsel angegeriffen wird durch den Schweiß der Hand oder die Kügelchen? Würde mich mal interessieren :roll: .

Danke und viele Grüße

Jay
Mein Absetzthread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=11981
In der Vergangenheit viele unterschiedliche AD's und NL genommen (kann leider nicht mehr alle aufzählen).
Derzeit (2016):
* Vor 16.07.16: Cymbalta 30mg (ca. 6 Jahre). Diagnose war damals Zwangsstörung/Angststörung, Depression.
* Seit 16.07.16 Cymbalta (30mg) -> alternierend alle 2 Tage auf Anraten des Arztes.
* In der Zwischenzeit mehrere Versuche. War auf bis zu 15mg runter und hatte heftige Symptome während des Urlaubs. Wieder hoch dosiert auf 30mg 1x täglich. Gewechselt auf Duloxetin von ALUID Pharma.
* 22.11.16: 18mg.
* 17.12.16: 15mg.
* 10.02.17: 13mg.
* 13.03.17: 12mg.
* 14.03.17: Wieder hoch auf 13mg da zu starke Symptome. Umstellung auf Kügelchenmethode da Feinwaage zu ungenau.
* 14.03.17: 13mg (52 K.)
* 22.03.17: 12,5mg (50 K.)
* 15.05.17: 12mg (48 K.)
* 11.06.17: 11,5mg (46 K.)
* 26.07.17: 11,0mg (44 K.)
* 07.10.17: 10,5mg (42 K.)
* 25.11.17: 10,4mg (42 K.) <- Neue Packung Duloxetin.
* 01.02.18: 10,15mg (41K.)
* 04.03.18: 9,90mg (40K.)
* 20.03.18: 20mg <- Absetzstop!
* Seit ca. Mai 2018: 30mg
* 01.07.19: 27mg (97 K.)
* 02.07.2019: ~28,6 (103 K.)
* 04.07.2019: 30mg
* 05.07.2019: ~28,6 (103 K.) <- Neuer Versuch 8-)
* 08.07.2019: ~29,44mg (~106 K.)
* seit ca. August 2019 30mg
padma
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Re: Exakte Dosierung dank Apotheke

Beitrag von padma »

hier ein weiterer thread zum Thema http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 73#p177573

lg padma
lakeSonne1
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Re: Besteht Interesse, wie eine Apo Kapseln für euch herstellt?

Beitrag von lakeSonne1 »

halihalo,

ich werf mal meine Erfahrung mit dem 'Apotheken-Kapseln machen lassen' in die Runde:

Für Eilige: Es funktioniert prima.

Jetzt die Langversion:
Bin zum Hausarzt, hab ihm das (Absetz-)Problem geschildert. Er fand, daß ich sehr verantwortungsbewußt handeln würde, und hat mit dann ein Rezept ausgestellt:

'30 stück, Citalopram 13mg, misce fiat capulae'

Ein paar Apotheken abtelefoniert; Eine gefunden, die Kapseln macht.
Diese macht mir nun die Kapseln seit 7 Reduktionsschritten, ohne Probleme.
Falls ich mal länger brauche als 30 Tage für einen Reduktionschritt (kam 1 mal vor), hole ich mir kein neues Rezept, sondern benutze die Wiegemethode und mach mir die Dosis selbst.

Grüßle,
lake
Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: ab 20.3.16: 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE auf 15mg: 3.9.2016 - 2.3.2017
2017: 15mg auf 10,3mg
2018: 10,0mg auf 7,7mg
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11.1.19: 7,5mg: massives Herzstolpern, Angst, Schlafstörungen, Brustraumbeschwerden
29.1.19: Herzstolpern weg. immer noch Brustraumbeschwerden, Atemnot, Kurzatmig, hohe Grundanspannung (8/10), Panikattacken. Neu: Schultern/Arme Nervenschmerzen beidseitig , Bodyzaps Körpermitte,
31.1.19: fast alle Symtome weg, niedrige Grundanspannung (3/10)
3.2.-20.2 : Übelkeit, Panik, Brustraumbeschwerden, Atemnot, Hypersensibilität(Haut, Geruchssinn, Schmerzempfinden), Schulterverspannungen, Zaps, Nervenschmerzen, Magen/Darm, Migräne, Schlapp
18.2.-19.2.: Zusätzlich teilweise Depri.
21.2. -: Es wird insgesamt besser; PAs und Nervenschmerzen noch da, Depri weg.
22.2-25.2: PAs mit Atemnot, Brustschmerzen
25.2. - 10.3: es stabilisiert sich langsam: körperliche Symtome gehen zurück, dafür vermehrt PAs
10.3.- 25.3: Massive PAs, teilweise über Stunden
1.4.: seit 4 Tagen keine Symptome mehr. ich fühle mich gut.
14.4.: es wird immer besser; fühle mich gut. Ab und zu kleine Einbrüche, nicht der Rede wert
1.8.: zurück auf 10mg. 2019 keine weiter Reduktion
20.12.2020: zurück auf 14mg wg starken Ängsten/Panik. Stimmungsschwankungen
14.6.2021: Reduktion um 5% auf 13,3mg
Jamie
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Re: Besteht Interesse, wie eine Apo Kapseln für euch herstellt?

Beitrag von Jamie »

Hallo,

ich reaktiviere diesen Thread, denn ab dem 15.5.2017 gilt in Deutschland eine neue Gebührenordnung für Rezepturen.
Individual-Rezepturen werden teurer!
Das heißt, es kann auch euch treffen, wobei diejenigen, die ihre Individualrezeptur eh auf Kassenrezept bekommen, davon kaum etwas spüren dürften, höchstens eine Maximal-Zuzahlung von 10€.

Ich verlinke euch einen Blog-Beitrag, den ich für gelungen halte.
Nicht falsch verstehen, mit Blick auf unser Portemonnaie ist das nicht schön, aber als "Rezeptur-Häschen" (habe immer gerne in der Rezeptur in der Apotheke gestanden und Cremes gerührt etc.) kann ich das nur begrüßen, denn es ist manchmal eine Heiden Arbeit!
Der Bundespräsident hat bereits unterschrieben: Heute, am 12. Mai, wird die neue Gebührenordnung verkündet. Ab Montag dürfen Apotheker sich dann über eine deutliche Preiserhöhung freuen. (Spoiler: Wir werden trotzdem nicht reich.)

Endlich ist es so weit. Nachdem wir nun lange genug darüber geschimpft haben, dass Rezepturen seit Jahren zu schlecht vergütet werden, kommt es zu einer Erneuerung des Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetzes (mit diesem Wort könnte man jedes Scrabblespiel gewinnen …).

Nicht nur die Arbeitspreise erhöhen sich zum ersten Mal seit 2004 um je 1 Euro (die Vergütung für die Herstellung einer Rezeptur lag bisher je nach Art und Menge zwischen 2,50 und 7 Euro), sondern es kommt endlich auch der Fixbetrag von 8,35 Euro dazu, wie er auch für verschreibungspflichtige Fertigarzneimittel gilt (hier eine Beispielrechnung der ABDA zum Vergleich).

Neue Regeln bei der Rezeptur

Das freut mich besonders, denn jetzt werden hoffentlich diese unsäglichen „Hydrocortison-in-irgendeiner-Grundlage- Cremes“ weniger werden. Versteht mich nicht falsch, ich habe grundsätzlich gar nichts gegen Rezepturen und halte sie für wichtig. Aber es heißt korrekterweise „Individualrezeptur“ aus folgendem Grund: Gibt es für einen Patienten KEIN zugelassenes Fertigarzneimittel, das seine speziellen Bedürfnisse erfüllt, so stellen wir ihm gerne eine „individuell“ auf ihn zugeschnittene Rezeptur her.

Keine selbstgerührten Cremes für Sparfüchse mehr

Verträgt er zum Beispiel irgendein Konservierungsmittel nicht, das sich in allen Fertigprodukten findet, so rühren wir ihm selbstverständlich den Wirkstoff in eine Grundlage ein, die ihm nicht schadet. Benötigt man eine Creme mit mehreren wirksamen Bestandteilen, die es in dieser Kombi nicht auf dem freien Markt gibt – die Apotheke macht’s! Geht es aber nur darum, 2 oder 3 Euro zu sparen, weil bisher Rezepturen billiger waren als Fertigarzneimittel – billig für die Kasse und teuer für die Apotheken – so sind diese Zeiten ab Montag nächster Woche vorbei.

Bearbeitung endlich besser entlohnt

Bis sich das bei den betreffenden Ärzten herumgesprochen hat, wird es vermutlich noch einige Wochen bis Monate dauern, aber bis dahin werden wir wenigstens besser dafür entlohnt. Ebenfalls angehoben wird nach 30 (!) Jahren der Bearbeitungspreis für dokumentationspflichtige Arzneimittel (T-Rezepte und BTM) und zwar von 0,26 auf 2,91 Euro. Auch schön, denn man hat erstens schon einen erhöhten Aufwand bei der Dokumentation, und zweitens verlangen einige Großhändler für die Dokumentation auch schon pauschal 1 Euro. Die 0,26 waren ja wirklich ein Witz.

Werden Apotheker jetzt reich?

Jedenfalls sind diese Neuerungen ein kleines Pflaster auf der Wunde der Apotheker. Was ich nun eher unpassend finde, ist, dass schon mit großen Zahlen um sich geworfen wird: 100 Millionen bekämen die Apotheker nun jährlich mehr Geld. Weiß man das denn jetzt schon so genau? Ich denke, dass die Anzahl der Rezepturen sinken wird (da jetzt unrentabel), und schon alleine dadurch diese Zahlen keinen Bestand haben werden. Außerdem: Selbst wenn diese hohe Zahl erreicht wird – das sind pro Apotheke 400 Euro monatlich mehr. Ich schätze mal, dass sich davon kein Apothekenleiter einen Porsche leisten kann … Was allerdings wieder durch die Presse gehen wird, ist der „gierige Apotheker“, der die Krankenkassen schröpft.
http://news.doccheck.com/de/blog/post/6 ... ezepturen/
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Re: Exakte Dosierung dank Apotheke

Beitrag von padma »

Bedenken bezüglich der exakten Herstellung:
Jamie schrieb
Ich selber würde nur im Notfall auf eine Kapsel-Individualrezeptur aus der Apotheke zurückgreifen [Ausnahme Salben, Cremes, Lösungen etc. die sind sehr sicher!], da ich in der Tat sämtliche Fallstricke kenne, wo man da beim Herstellen möglicherweise Probleme hat oder auch unsauber gearbeitet wird.
Ich nehme aber jeden verantwortungsvollen pharmazeutischen Mitarbeiter explizit von dieser Kritik aus, die wirklich bemüht sind, ein optimales Ergebnis zu bekommen.

Kapseln, die man herstellen kann, indem man den Wirkstoff mikronisiert beim Hersteller bezieht, sind noch halbwegs sicher, wie ich finde. Da liegt nämlich das zu verarbeitende Pulver gleichförmig und sehr fein vor.
Kapseln, bei denen man erst die Tabletten mühsam zermörsern muss, sind schon viel heikler, denn das ist eine (Verzeihung :roll: ) Sau-Arbeit und manche Tabletten sind so hart, zäh und körnig, dass man es rein mit Handarbeit in der Reibschale oft gar nicht fein genug hinbekommt.
Heterogenes Pulver verändert seine Fließeigenschaft, trennt sich unter Umständen von den anderen Pulvern, die als Hilfsstoffe (sog.Kapselfüllstoff) dazu gemischt werden und lässt sich entsprechend ungleich nur auf die Kapseln verteilen.
Und das ist nur ein Aspekt von vielen vielen anderen.

In der Tat hat der Apotheker recht gehabt, dass Apotheken (vor allem große) zu bevorzugen sind, die in Kliniknähe sind - oder noch besser, selbst Kliniken und Einrichtungen wie Heimen teilweise beliefern. (Das muss dann aber nicht unbedingt Kliniknähe sein).
Die haben in der Regel ein sehr gut ausgestattetes Labor und Rezeptur, machen solche Sachen entsprechend oft und sind daher routiniert.

Ich kann dir deine Entscheidung nicht abnehmen.
Weißt du, ich denk mir das so. Wenn das immer die gleichen Leute in der Apotheke machen, wo du bislang hin gehst, und die immer ihr gleiches System haben, ist ihr Bezugspunkt sozusagen valide. Dann kannst du da bleiben und zumindest damit rechnen, dass pro Kapsel, wo immer weniger Wirkstoff verordnet wird, auch weniger drin ist.
Herstellungsmängel hin oder her, denn die ist dein Körper jetzt auch schon gewöhnt.
Damit bliebe zumindest der Bezugspunkt gleich.
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 77#p245877
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Re: Besteht Interesse, wie eine Apo Kapseln für euch herstellt?

Beitrag von padma »

hallo zusammen, :)

hier ein Beitrag von Escargot :)
Liebe Foris,

habe heute irgendwo gelesen davon und wollte die Erfahrung auch hier mitteilen (bitte ggf. verschieben)

Habe mir eine Zeitlang Hartkapseln Olanzapin anfertigen lassen (auf dem Rezept stand "Olanzapin 3,75 mg bitte anfertigen"). War noch ein Füllstoff mit drin und mir war es dann auf die Dauer auch zu umständlich.

50 Stück kosteten etwa 7,50 Euro

Aber mir persönlich gefällt die hier vorgestellte Wasserlösmethode auch besser!
viewtopic.php?p=256802#p256802

Liebe Grüße
escargot
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Re: Austausch- und Erfahrungsthread Individualrezeptur

Beitrag von kaykay777 »

hallo zusammen :)

dieser thread ist zwar schon seit 2018 nicht mehr aktiv, aber ich möchte hier trotzdem kurz etwas posten. natürlich in der hoffnung, es liest und antwortet jemand ;)

also: ich bin aktuell auf 9,5mg venlafaxin retard kügelchen. jetzt hat mir mein apotheker kapseln mit meinem produkt befüllt, mit einem pülverchen als träger.
habe nun 3 kapseln mal aus neugier und zur "kontrolle" durchgezählt. ergebnis: 33kg, 30kg, 19 kg...da ich schon viele kapseln berechnet habe weiss ich, dass 19 kg unmöglich stimmen kann...

jetzt getraue ich mich natürlich doch nicht, diese kapseln zu nehmen, da mir das risiko einer massiven abweichung zu gross ist.
oder was würdet ihr machen? jede vor gebrauch durchzählen?

lieben dank für eine antwort im voraus und liebe grüsse:
kaykay

ps. jamie, falls du das in einen anderen thread verschieben möchtest, bitte mach einfach :)
2004: erstmalige einnahme citalopram, nach burn out, ca. 20mg (unsicher,da zu lange her)
2006: fliegender wechsel auf cipralex, da es mir unter citalopram jede nacht extrem übel war
20mg

jetzt habe ich leider gedächtnislücken, das heisst ich kann den verlauf nicht mehr genau rekonstruieren:

ca. 2008/2009 setzte ich cipralex über ca. 2 wochen in den ferien ab, da ich mich stabil fühlte. natürlich wurde es nicht sauber ausgeschlichen, davon wusste ich nichts. daher schon bald ein rückfall (rebound, absetzsymptome?) mir ging es schrecklich, stimmumg rauf, runter...

2010 einnahme cymbalta, 30mg morgens, 60mg abends diagnose: gab es nicht wirklich eine. mein psychiater meinte,ich sei halt sehr sensibel und leide ev. an emotonie

2011 absetzversuch cymbalta, auf eigene faust, mit tagen auslassen der dosis. wieder kein ausschleichen...danach plötzlich auftretende,heftige geruchsstörung, nachdem ich eine nahrungsmittelergänzung hochdosiert genommen habe. alles roch nach alkohol, apfelsaft verdorben,wasser komisch etc. vom arzt wurde nichts gefunden...nach einigen monaten war der spuk Gott sei dank vorbei.dann ganz heftige stimmungsschwankungen, wechselt stdl. von freudig,ängstlich, panisch...es macht nur noch mit mir, ich kann das nicht steuern. es hat auch nichts situationsangemessenes.

in einer nacht nehme ich verzweifelt wieder cymbalta ein das ich noch zuhause habe: 30mg
das chaos geht weiter...
nach ca. 3 wochen einnahme gehts mir noch schlechter.
melde mich beim psychiater
absetzen cymbalta
einnahme solevita 1000, johanniskraut: innerliche starke unruhe
weglassen nach ca. 2 monaten
einnahme valdoxan: fühle mich furchtbar, absetzen nach 7 tagen
einnahme remeron 10mg , 3monate: stabiler, aber übler heisshunger, rasante gewichtszunahme
deswegen absetzen, d.h. ausschleichen über 2-3 wochen

2012 danach:venlafaxin retard 37,5mg : es dauert einige wochen,bis ich mich wieder normaler fühlte...arbeiten nur noch 40% möglich

danach gings mir ziemlich gut unter venla, ich war stabil, konnte normal arbeiten,hatte geringe nebenwirkungen.

habe im september 2015 begonnen, 30 kügelchen rauszuzählen und es nur noch jeden 2. tag genommen. ging erstaunlich gut- hatte zuerst angst,wegen absetzerscheinungen.
danach die dosis wieder auf täglich umgerechnet, 52 kügelchen in leerkapsel pro tag
langsam reduziert
seit februar 2019 nun auf 40 kügelchen pro tag
seit 15. juli 2019 auf 36 kügelchen, 10,8mg
seit ca. 13.januar 2020 9,5mg mir ist ein umrechnungsfehler passiert... danach grippeartige symptome, erschöpfung, verstärktes ohrrauschen, schwindel...
15.3.2020 leider immer noch keine stabilität erreicht. mache längere absetzpause in der hoffnung, ich kann mich stabilisieren
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Re: Austausch- und Erfahrungsthread Individualrezeptur

Beitrag von Jamie »

Hallo kaykay,

nee, das passt schon :)

Tut mir leid, aber es ist mir völlig rätselhaft, wie dein Apotheker Kugeln und Pulver als Trägersubstanz vermischt hat und dadurch eine verlässliche Dosierung hinkriegen will.
Die Partikelgröße zwischen Kugeln und Pulver ist riesig verschieden und es entmischt sich bzw. nach physikalischen Gesetzmäßigkeiten liegen die größeren Partikeln immer auf den kleineren, sog. Paranuss-Effekt.

Wie man da eine gleichmäßige Verteilung auf die Kapselhälften hinkriegen will... (?)
Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie das klappen soll und wie er es gemacht hat.

Die Schwankungsbreite (du meinst keine kg, oder?) gibt dir mit deiner Unsicherheit auch recht; solche Wertschwankungen sind horrend und damit finde ich, dass diese Individualrezeptur nicht benutzbar ist.
Es tut mir leid, aber ich würde alles neu machen / zählen / selbst zählen.
Du bist weit unten in der Dosis, allzuviel Arbeit dürfte es nicht mehr machen.

Liebe Grüße
Jamie
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Re: Austausch- und Erfahrungsthread Individualrezeptur

Beitrag von padma »

hallo zusammen, :)

hier die Erfahrung von Blumenwiese, bzgl. Quetiapin Kapselherstellung:

Ich gebe nie die ganze Packung in der Apotheke ab, sondern rechne mir vorher aus, wieviele benötigt werden und gebe dann so 2-3 Tabletten mehr ab zur Sicherheit. Ich könnte aber auch die ganze Packung abgeben. Was nicht gebraucht wurde, bekomme ich bei Abholung der Kapseln zurück.

Ich bräuchte nur ein Rezept, wenn ich die Tabletten nicht schon hätte. Mit einem Rezept wäre es beispw. möglich, dass die Apotheke die Tabletten aus ihrem Bestand nimmt und ich nur so viel bekomme, wie auf dem Rezept verordnet worden ist.

Da ich schon durch ein Rezept die Tabletten erhalten habe, ist ein weiteres Rezept nicht mehr nötig, wenn ich für die Kapseln selbst zahle. Mit einem Rezept könnte ich auch mit eigens abgegebenen Tabletten, die Kapseln bekommen. Ich vermute, dass man evtl. eine Zuzahlung leisten muss, wenn man nicht befreit ist. Aber ich weiß es nicht wirklich.

Da ich kein Rezept habe, muss ich das leider selbst zahlen, was auf Dauer ganz schön teuer ist. Ich zahle inzwischen ca. 42 € für 50 Kapseln. 50 Kapseln ist die kleinste Menge, die sie herstellen können, weil ihre Geräte das nicht anders hergeben.

Ich kann mir fast jede Dosierung herstellen lassen. Sie sagten mir, dass sie unter 1 mg nicht mehr für eine gleichmäßige Wirkstoffverteilung in den Kapseln garantieren könnten. Das bezieht sich nur auf die 25 mg Tabletten Quetiapin. Bei anderen Stärken oder Medikamenten wäre das wieder anders.

Es geht zwar keine Dosierung unter 1 mg, aber es ist möglich 1,25 mg oder so zu bestellen.

Ich kann auch mehrere Kapselstärken auf einmal bestellen. Das habe ich auch schonmal gemacht. Da bestellte ich 4 mg und 4,5 mg auf einmal. Ich lasse mir alle meine Dosierungen aus den 25 mg Tabletten herstellen. Ich hatte auch noch nie andere Stärken beim unretardiertem Quetiapin zur Verfügung gehabt.
liebe Grüsse,
padma
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