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Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Ernährung beim Absetzen

Das Ausschleichen von Antidepressiva, Benzodiazepinen und anderen Psychopharmaka kann schwierig und langwierig sein. Hier findet ihr Artikel, die die jahrelange Erfahrung der Teilnehmer widerspiegeln.
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Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK

Ernährung beim Absetzen

Beitrag von Linda »

[mod=team]Bitte beachten: Alle genannten Ernährungsempfehlungen und Informationen über Unverträglichkeiten sind individuell zu betrachten. Schon bei Gesunden gibt es nicht die eine, für jeden optimale Ernährung. Im Entzug ist meist das für dich richtig, womit du dich wohl fühlst und womit dein Körper möglichst viel Kraft für den anstrengenden Prozess tanken kann. [/mod]

Wichtig! Du solltest keine Grapefruit essen oder Grapefruitsaft trinken! Die Grapefruit enthält Enzyme, die den Abbau der SSRI verhindern. Am besten alle Zitrusfrüchte vermeiden.

Folgende Informationen stammen aus dem SSRI-Absetzprotokoll der Organisation CITA (Council for Involuntary Tranquiliser Addiction), die gegründet wurde, um Menschen beim Absetzen von Benzodiazepinen zu helfen. Die Organisation bietet inzwischen Menschen, die SSRI absetzen wollen, auch Unterstützung.
CITA hat geschrieben: Es ist besonders wichtig, während und nach dem Absetzen dieser Medikamente auf den Blutzuckerspiegel zu achten. Man hat herausgefunden, dass die SSRI (wie auch die Benzodiazepine und viele andere Antidepressiva) eine künstliche Erhöhung des Blutzuckerspiegels verursachen - dieser fällt dann zwischenzeitlich dramatisch ab und es scheint wahrscheinlich, dass viele der Absetzsymptome dadurch entweder verschlimmert oder gar ausgelöst werden. Dieser Effekt ist wie eine Art Diabetes, der sich ähnlich wie die Schwangerschaft auf den Körper auswirkt. Diese Erscheinung ist nur vorübergehend und verschwindet mit der Zeit. Es wird empfohlen, kleinere Mahlzeiten in kürzeren Abständen zu sich zu nehmen; versuche, stündlich etwas zu essen. Gut sind Brot, Reis, Nudeln und Kartoffeln mit Obst, Gemüse und Eiweiß. Der Zucker in Süßigkeiten, Kuchen und Schokolade verursachen einen plötzlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels, der anschließend aber schnell wieder abfällt. Man sollte nur morgens etwas Süßes essen - dies wird vielleicht die schlimmste Zeit des Tages für Dich sein, da der Blutzuckerspiegel über Nacht abfällt, da Du in der Nacht nichts isst. Manchen hilft es, gleich nach dem Aufstehen eine reife Banane zu essen. Auch Tee mit Honig kann helfen. Meide den Genuß von Zucker und industriell hergestellten Lebensmitteln und versuche, Nahrungsmittel aus biologischem Anbau zu verwenden, da Dein Körper möglicherweise jetzt überempfindlich gegen chemische Substanzen reagiert. Trinke regelmäßig und genügend Wasser.

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6844
Registriert: 14.09.2015 16:20

Re: Ernährung beim Absetzen

Beitrag von LinLina »

Weitere wichtige Infos und Hinweise zur Ernährung (Unverträglichkeiten kommen nicht selten im Entzug vor) findest du im Forenbereich Gesundheit

z.B. unter anderem in diesen Threads


Gewicht abnehmen

Gluten- und Getreideunverträglichkeit

Histaminintoleranz im Entzug

Verwende bitte auch die Suchfunktionen um Erfahrungen zu Ernährung oder spezifischen Unverträglichkeiten zu finden.
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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