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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


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Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Das Ausschleichen von Antidepressiva, Benzodiazepinen und anderen Psychopharmaka kann schwierig und langwierig sein. Hier findet ihr Artikel, die die jahrelange Erfahrung der Teilnehmer widerspiegeln.
Ululu
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Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Ululu »

Hallo Kleiner, :)

wenn du dein Medikament in Wasser löst, nimmst du eigentlich nur den ersten Schritt der Absorbierung vorweg.
Es würde sich sonst im Magen auflösen.

Deshalb wirkt es genauso wie vorher, nur eventuell etwas schneller .
Die allermeisten hier kommen damit gut zurecht, ich selbst übrigens auch.

LG Ute
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fabsen

Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von fabsen »

Moin

Kleine frage/
:

Ich weiss absetzten ist geduldsache etc, alles kapiert und gelesen, ich wollte nur fragen ob ich die in wasser gelöste dosis in der spritze über nacht im kühlschrank lassen kann? Lg
Ululu
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Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Ululu »

Hallo fabsen,

nach den hier gemachten Erfahrungen sind bis zu 24 Stunden im Kühlschrank okay.

Länger aber nicht, auch wegen der eventuellen Verkeimung.

LG Ute
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fabsen

Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von fabsen »

Hallo ute

Vielen dank, es sind nur etwa 10 stunden, vor dem ins bett gehen aufziehen, kühlschrank und am morgen dann nehmen. Lg
Levande
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Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Levande »

Hallo liebe Foris,
nach einem halben Jahr Absetzpause möchte ich Mitte September mich in ganz kleinen Schritten wieder heranwagen und mit der Wasserlösemethode absetzen. Ich nehme momentan Opipramol 50m -25mg -50mg.

Vor 10 Tagen habe ich die 25mg begonnen in Wasser zu lösen. Etwa eine halbe Stunde nach der Einahme wird mir schwindelig und meind Puls fühlt sich hart an, zwischenzeitlich kribbelt es in der Zunge, nach 4h-5h beginnt sich das wieder zu legen.

Bedeutet das, dass ich die Wasseelösemethode nicht vertrage, oder brauche ich noch Zeit für die Umstellung.

LG Levande
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-27.11.2019 Agomelatin 0 mg
Levande
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Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Levande »

Hallo nochmal,

meine Frage vom vorigem Post hat sich erledigt. Ich habe inzwischen die 25 mg auf die Wasserlösemethode umgestellt. Ich habe, wie bei Schwierigkeiten bei der Umstellung auf Tropfen empfohlen, mich wenige-mg -Weise an die 25 mg herangetastet. Seit zwei Tagen nehme ich die kompletten 25mg in 200ml Wasser gelöst und es klappt jetzt problemlos. :)

LG Levande
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Brombeerkuechlein
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Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Brombeerkuechlein »

Hallöchen,

ich hab auch mal eine Frage zur Verträglichkeit.
Ich löse morgens eine 50 mg Pregabalin Kapsel in 100 ml Wasser und trinke 50 ml - also 25 mg.
45 min später beginnt ein wahnsinniges Brennen im Hals und das Gefühl von schwerer Luft zu bekommen. Nach 5 bis 6 Stunden lässt es nach.
Wenn ich es normal als Kapsel nehme habe ich die Beschwerden nicht.

Nehme ich zu wenig Wasser oder vertrage ich die Wasserlösmethode nicht?

Liebe Grüße vom Brombeerküchlein
Hauptdiagnose: Agoraphobie mit Panikstörung


Juli 2016 Erstkontakt Pregabalin

Juli 2016 Klinik - einstellen auf Pregabalin beginnend mit 25 mg
NW ohne ende die nie weg waren aber besser wurden - Benommenheit, Schläfrig, Sediert, Schwindel,Gangunsicherheit

Zitat Arzt: "Entweder Nebenwirkung ertragen oder Panik".
Nach 10 Jahren Panik wollte ich natürlich endlich mal keine haben ;)
Seltene NW - Regelblutung blieb komplett aus ( 43 Jahre)
---> Prolaktintest
Aussage Arzt: wenn der positiv ist muss Pregabalin sofort abgesetzt werden
War negativ
Aussage Arzt: das pendelt sich in ein paar Monaten wieder ein
Habe meine Periode bis heute nicht wieder bekommen


September 2016 mit 2x75 mg Pregabalin entlassen
von September 2016 bis August 2020 als Nebenwirkung 30 kg Gewichtszunahme


März 2020 --- minus 25 mg abends
April 2020 --- minus 25 mg früh
Mai 2020 --- minus 25 mg abends
Juni 2020 --- minus 25 mg früh
Juli 2020 --- minus 25 mg abends

wenig bis keine Beschwerden - manchmal leichte Übelkeit, etwas Benommenheitsschwindel
war meist nach 3 bis 4 Tagen weg


1. August 2020 --- Tag 1 auf 0 mg Pregabalin

Entzugssymptome:
starke Übelkeit ( lies an Tag 14 nach - jetzt fast weg)
Schwäche vor allem in den Beinen - kann manchmal vor gewackel kaum laufen - Puddingbeine
starkes körperliches Krankheitsgefühl
Muskelschmerzen
Muskelzucken
Brennen in den Fußsohlen (lies nach 7 Tagen deutlich nach - jetzt weg)
die erste Woche laufende Nase - Schnupfensymptome
Schwindel
Wortfindungsstörung bei schnellem Sprechen
kaum Konzentration
null belastbar
wöchentliche Migräne mit Aura ( bin seit 20 Jahren Migränikerin aber nie in der Häufigkeit wie jetzt )
Augendruck - verschwommenes sehen
Gangunsicher wie auf Watte
Hitzewallungen (was bei 36° Außentemperatur sehr toll ist )

21. August 2020 --- Tag 21 auf 0 mg Pregabalin

immer noch sehr wenig belastbar
Schwäche
Puddingbeine
ab und zu Schwindel/Benommen
Migräne mit Aura
Gangunsicher
körperliches Krankheitsgefühl
Hitzewallungen (was bei 36° Außentemperatur sehr toll ist )
alles andere ist weg oder hat stark nachgelassen


ab und an macht sich mal ein Fensterchen auf :party:

27.8.20 --- Tag 27 auf 0 mg Pregabalin

nicht hochdosiert da Entzugssymptome deutlich besser wurden

Tag 34 auf 0 mg Pregabalin ---> ungeplante OP
wurde unwissentlich wieder auf Pregabalin eingestellt wegen Nervenverletzung an der Achillessehne
Abends die ersten 25 mg Pregabalin :frust:

4.9.20 --- Tag 35
2x25 mg Pregabalin
5.9.20 --- Tag 36
2x25 mg Pregabalin
Pregabalin ganz weglassen schlug völlig fehl - heftigste Absetzsymptome - nicht aushaltbar
Pregabalin wieder genommen - nach 2h über die hälfte der Symptome wieder weg - bekannte NW aber auch wieder da

6.9.20 --- 2x25 mg Pregabalin
bis
11.10.20 --- 2x25 mg Pregabalin

------------------------

12.10.20 --- 2x22,5 mg Pregabalin
padma
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Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von padma »

hallo Brombeerküchlein, :)

das sollte so natürlich nicht sein. Ich würde es mal mit Nachtrinken von viel klarem Wasser versuchen.
Es hört sich so an, als ob es die Speiseröhre reizen würde. Empfindest du das so?

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
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Brombeerkuechlein
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Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Brombeerkuechlein »

Liebe Padma,

danke für deine Rückmeldung.
Ja - es fühlt sich an, als ob der hintere Rachenbereich bis etwa mitte Brustkorb die Speiseröhre entlang extrem brennen würde.
Ähnlich wie starkes Sodbrennen.
Habe heute mal probiert 200 ml Waser zum auflösen zu nehmen und viel nach zu trinken.
Hatte den Eindruck, das es etwas besser war.

Grüßle Brombeere
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Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von padma »

hallo Brombeere, :)

das ist schon mal gut, schau mal ob es sich weiter bessert. Wenn das Brennen anhält, denke ich, ist die Wasserlösemethode nicht für dich geeignet.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Brombeerkuechlein »

padma hat geschrieben: 03.10.2020 17:43 hallo Brombeere, :)

das ist schon mal gut, schau mal ob es sich weiter bessert. Wenn das Brennen anhält, denke ich, ist die Wasserlösemethode nicht für dich geeignet.

liebe Grüsse,
padma
Huhu Padma,
ich hoffe sehr. Sonst bekomme ich Probleme mit dem runter dosieren. Ich habe Kapseln mit Pulver und mit Feinwaage komm ich null zurecht. :D

LG Brombeere
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April 2020 --- minus 25 mg früh
Mai 2020 --- minus 25 mg abends
Juni 2020 --- minus 25 mg früh
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wenig bis keine Beschwerden - manchmal leichte Übelkeit, etwas Benommenheitsschwindel
war meist nach 3 bis 4 Tagen weg


1. August 2020 --- Tag 1 auf 0 mg Pregabalin

Entzugssymptome:
starke Übelkeit ( lies an Tag 14 nach - jetzt fast weg)
Schwäche vor allem in den Beinen - kann manchmal vor gewackel kaum laufen - Puddingbeine
starkes körperliches Krankheitsgefühl
Muskelschmerzen
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Hitzewallungen (was bei 36° Außentemperatur sehr toll ist )

21. August 2020 --- Tag 21 auf 0 mg Pregabalin

immer noch sehr wenig belastbar
Schwäche
Puddingbeine
ab und zu Schwindel/Benommen
Migräne mit Aura
Gangunsicher
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5.9.20 --- Tag 36
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Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von san4ik25 »

Woher weiß ich dass sich der Wirkstoff beim umrühren gleichmäßig im Wasser verteilt ? Kann jemand das chemisch/physikalisch erklären ?
Wenn der Wirkstoff sich nicht gleichmässig verteilen würde, macht die ganze Methode ja wenig Sinn, reine Verständnis frage, hatte ich zwar schon mal gestellt, aber es wurde nicht drauf eingegangen, bzw nur gesagt dass es sich verteilt, was meine Frage leider nicht beantwortet. Wäre jemand so lieb mir das zu erklären
Straycat
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Re: Fragen und Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Straycat »

Hallo San4ik25,

eine physikalische Erklärung kann ich dir leider nicht geben, da ich keine Naturwissenschaftlerin bin ;-)
Aber hier findest du eine Beschreibung zur Herstellung von Suspensionen: https://flexikon.doccheck.com/de/Suspension
Ich muss gestehen, dass ich bei der Beschreibung "aussteige", denn dazu reichen meine Chemie-/Physik-Kenntnisse nicht aus, dass ich alles davon genau verstehe. Aber vielleicht hilft dir das ja weiter, wenn du nach einer Erklärung suchst.
Auch hier findest du einige Erklärungen zur Suspension: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... h-komplex/

Wenn du in Google "Suspension Medizin" eingibst, findest du sicherlich noch viele weitere Texte.

Suspensionen werden auch in der Pädiatrie häufig eingesetzt, wenn eine niedrigere Dosis für einen Patienten mit weniger Körpergewicht hergestellt wird.

Eine 100% gleichmäßige Verteilung des Wirkstoffs im Wasser ist vielleicht nicht möglich, denke ich, da sich sogenannte "Sedimente" bilden. Aber wenn die Lösung, die hergestellt wird, ausreichend aufgerührt/geschüttelt wird, dürfte das wohl in den meisten Fällen dazu führen, dass der Wirkstoff möglichst homogen in der Lösung verteilt ist.

Wenn man sich ansieht, wie viele Betroffene mit dieser Methode die Herstellung von kleineren Dosierungen, als sie vom Hersteller verfügbar sind, praktiziert und gut damit zurecht kommt, kann man wohl davon ausgehen, dass es klappt. Denn nicht nur in diesem Forum, sondern auch in anderen Betroffenenforen wird schon seit langer Zeit mit dieser Methode gearbeitet (z.B. SurvivingAntidepressants in den USA).

Klar wäre es am besten, die Pharmaunternehmen, die die PP auf den Markt bringen, bieten es auch in so kleinen Dosierungen an, dass eine schrittweise Reduktion möglich ist. Leider ist das aber ein Wunschtraum, denn die meisten PP gibt es nur in wenigen Abstufungen was die Dosierung betrifft.
Da muss man dann zu solchen Methoden greifen, um kleinere Dosierungen herzustellen.

Ein Bitte noch: Könntest du unsere Netiquette beachten und deine Posts mit einem Gruß beginnen und beenden. Das liest sich gleich viel freundlicher :) Danke!

Liebe Grüße,
Cat
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