Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

 ! Nachricht von: Oliver
Das Forum wurde aktualisiert aber leider sind Danksagungen für unbestimmte Zeit deaktiviert, da es Kompatibilitätsprobleme gibt. Die Daten sind nicht verloren und die Funktionalität wird wieder aktiviert, sobald es geht. Danke für Euer Verständnis!



Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Rezeptorenbelegung bei NL

Das Ausschleichen von Antidepressiva, Benzodiazepinen und anderen Psychopharmaka kann schwierig und langwierig sein. Hier findet ihr Artikel, die die jahrelange Erfahrung der Teilnehmer widerspiegeln.
Neverthelessw11
Beiträge: 157
Registriert: 04.11.2017 19:43

Rezeptorenbelegung bei NL

Beitrag von Neverthelessw11 »

Liebe Padma,


Ich fand unter https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articl ... po=50.6757 ein Diagramm wo Rezeptorbelegung gegen Quetapinkonzentration in Blut aufgetragen wurde. Das zeigt den typischen exponentiellen Verlauf. Aber leider ist mein Englisch zu schlecht um den Artikel zu verstehen und hilfreicher wäre natürlich ein Diagramm mit der oralen Dosis.

Glaubst du ich kann irgendwo im Forum ein Diskussionsthread speziell zu Quetiapin und solchen Diagramme aufmachen? Das gehört ja eher zu allen und nicht in meinen Thread. Vielleicht findet man zusammen eine Umrechnung oder Infos. Wo dürfte ich das reinschieben?

LG Never

Ps:

Fig. 4
D2 dopamine receptor occupancy (%) vs. quetiapine plasma concentration (IR and XR formulations).

The mean peak D2 receptor occupancy measured after treatment with 300 mg of the XR formulation was 32% (range 13–45%). As the relationship between dose and plasma concentration of quetiapine is linear (DeVane & Nemeroff, 2001), it is possible to use equation (2) (see Methods section) to predict the dose required to occupy 50% of the receptor. The calculated Ki,app value corresponded to a dose of 638 mg at steady state following once-daily dosing. For the IR formulation, the mean peak D2 receptor occupancy measured was 50%, thus corresponding to the administered dose of 300 mg at steady state following once-daily dosing
Von oben zitiert. Wenn mir das dann wer übersetzt, könnte ich es vllt ausrechnen, da steht ja linear... also kann man aus einem Fixpunkt die Proportionalitätskonstante berechnen.... verstehe ich richtig 300mg Retard = 32% ? Und 638 mg Retard = 50%???
Medikamente zu Beginn: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
[spoil]2010-2012: Zwei lange + mehrere sehr kurze Aufenthalte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (absolute Katastrophe: Mit Medikamenten zugeballert und so entlassen worden, kaum Therapie, Entwicklung von vielen anderen Problemen, die ich vorher nie hatte - einfach weil die Zeit dort kaum aushaltbar war.)
2014: Sechs wöchiger Aufenthalt in der Erwachsenenpsychiatrie nach Wiederkehr der Panikattacken (Aufenthalt war ok.)
Medikamente in der Psychiatrie: Einnahme von Tavor (bis 12,5 mg täglich - in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrmonatiger Einnahme), Fluoxetin (in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrwöchiger Einnahme wegen plötzlich einsetzender, extremer Schlafstörung) und Dipiperon (kalt abgesetzt, wegen Neuro-Aggressionen)[/spoil]
Absetzgründe:
[spoil]Geistige Verlangsamung, Tagesmüdigkeit, Beinschwellung, extreme Gewichtszunahme ~35 kg, starker Durst + ständiger Harndrang, emotionale Verflachung, Visual Snow.[/spoil]
Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
[spoil] Seit ca. 09/2011: 150 mg Retardiertes Quetiapin
24.11.-03.12.2017: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 12.5-0-25 (- 8,3%) - Verbesserung des Schlafbedarfs
04.12.-04.01.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 6-0-25 (- 4,3%) - Für drei Tage Herzklopfen
05.01.-16.02.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-25 (- 4,8%) - 2× "Narkolepsie" & Verzweiflung
17.02.-23.03.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-19 (- 5,0%) - leichte Hautrötung + Juckreiz
24.03.-01.05.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-12.5 (- 5,3%) - alles super
02.05.-13.06.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-6 (- 5,6%) - alles super
14.06.-xx.xx.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-0 (- 5,9%) - Unwirklichkeitsgefühl.

Zwischenfazit nach 50 von 150 mg: Anfangs holprig, aber gut erträglich. Am Ende besser als man es sich wünschen kann. Weniger Schlafbedürfnis als vor dem Absetzen und etwas mehr Energie im Allgemeinen. Sehr zufrieden! [highlight=yellow]Aktuell Absetzpause wegen Stress in der Uni.[/highlight]

Weitere Pläne:
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-6-25 (-6,3%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-0-25 (-6,7%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 6-0-25 (-7,1%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 0-0-25 (-7,7%)

[/spoil]

Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
[spoil]Seit dem 21.03.2018: Experiment mit Vitamin D, 1000 IE am Tag. Keine Triggerwirkung, gefühlsmäßiges Fazit: Verbesserung von Antrieb, Kraft und Energie. Experiment unterbrochen während der Sommermonate.

Seit dem 01.05.2018: Experiment mit einem Mutivitamin-/Mineralpräparat. Ziel: Testen, ob die Sehstörung sich dadurch beeinflussen lässt. Wenn ja, Suche nach dem relevanten Mangel. Experiment vorerst beendet, da kein Einfluss auf den Visual Snow.[/spoil]

Flummi

Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi »

Hallo,
Ich habe eine Grafik zur Rezeptorbelegung von aripiprazol gefunden. Was haltet Ihr davon?



Quelle: https://www.medscape.org/viewarticle/506680
Liebe Grüsse,
Claudia
Dateianhänge
slide008.gif

Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 6038
Registriert: 04.05.2017 17:43

Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Ululu »

Hallo Claudia,

kannst du bitte noch die Quelle angeben ?
Sonst müssen wir es leider löschen.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Flummi

Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi »

Hallo Ute ,
Sehr gern.

https://www.medscape.org/viewarticle/506680

Liebe Grüsse,
Claudia

Flummi

Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi »

Hallo,
Mich würde immer noch interessieren, was ich von der Grafik halten soll. Das hiesse ja, ich hätte bei 2,2 ml immer noch enorm viel Rezeptorbelegung und noch gar nichts geschafft?

Es gibt auch etwas Positives zu berichten: meine EPMS (Kauen auf den Wangen ) sind grösstenteils zurückgegangen. Der Schlaf hat sich wieder normalisiert, bis auf einen Alptraum heute Nacht, den ich aber von Abilify her kenne. Alpträume sind sehr selten geworden.

Herzliche Grüsse,
Claudia

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6844
Registriert: 14.09.2015 16:20

Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von LinLina »

Hallo Claudia :-)

ich weiß gerade nicht wieviel mg 2,2 ml sind, kannst du das noch schreiben? Oder meinst du vielleicht sogar mg?

Liebe Grüße
Lina

edit: leider funktionieren durch unser Forenupdate im Moment die Dateianhänge nicht, und über den Link habe ich keinen Zugriff zu der Grafik.
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Flummi

Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi »

Hallo Lina,
Die 2,2 ml entsprechen 2,2 mg . Ich versuche den Link noch mal zu posten:
https://www.medscape.org/viewarticle/506680

Bitte scrollen bis Grafik mit "aripiprazole receptor occupancy".
Vielen Dank,
Claudia

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6844
Registriert: 14.09.2015 16:20

Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von LinLina »

Hallo Claudia :-)

bei mir kommt immer nur ein Bildschirm wo ich mich einloggen soll :-( aber vielleicht bekommt unser Admin Oliver das bald hin dass die Dateianhänge wieder da sind, ansonsten müsstest du die Grafik nochmal versuchen zu posten.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Flummi

Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi »

Ich versuche noch mal die Grafik dieser Seite zu posten:

Quelle: https://www.medscape.org/viewarticle/506680
Dateianhänge
slide008.gif
Zuletzt geändert von Ululu am 14.01.2018 13:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Quellenangabe eingefügt

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6844
Registriert: 14.09.2015 16:20

Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von LinLina »

Liebe Claudia :-)

also, erstmal, es ist wichtig zu wissen dass in der Grafik sicher Durchschnittswerte angegeben sind.

Das heißt, man kann daran nicht 1:1 ablesen, wie das bei dir genau ist mit der Rezeptorenbelegung bei 2.2 mg. Dass du weniger Nebenwirkungen hast, zeigt ja deutlich dass deine bisherige Reduktion physiologisch einen deutlichen Unterschied gemacht hat, deine Reduktion also nicht "nichts geschafft" ist.

Ich würde aber gleichzeitig tatsächlich davon ausgehen, dass immer noch ein großer Teil der Rezeptoren belegt ist, und es ganz wichtig ist, dass du weiterhin langsam reduzierst.

Es ist bei Antidepressiva genauso, leider kann man ja aktuell die Grafiken nicht sehen. Aber das ist genau der Punkt, warum wir raten im unteren Dosisbereich vorsichtig vorzugehen. Auch wenn man schon deutlich weniger Nebenwirkungen hat, gibt es eine nicht zu vernachlässigende Rezeptorenbelegung, die beim zu schnellen weglassen zu Rebound und Entzug führen kann.

Das mag erstmal entmutigend klingen, aber letztlich ist genau dieses Wissen oft der Schlüssel zum Erfolg bzw. macht oft den Unterschied aus zwischen einer nachhaltigen und einer nicht nachhaltigen Reduktion.

Du hast dieses Wissen, und somit hast du gute Chancen diesen Prozess weiter nachhaltig und für dich passend zu gestalten, diese Chance haben viele nicht die nicht wissen, wie stark die Medikamente auch im unteren Dosisbereich noch die Rezeptoren beeinflussen können.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Flummi

Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi »

Hallo Lina,

Vielen Dank für Deine Einschätzung. Von meinem Gefühl her würde ich auch sagen, dass die Nebenwirkungen, die weggegangen sind, auch anzeigen, dass schon etwas geschafft ist.
Da werde ich mit mal überlegen bei den nächsten Reduktionen, welche Menge sinnvoll ist bzw. Genau hingucken, ob ein Rebound-Effekt nun auftreten könnte. Scheint ja so eine Kurve zu sein wie bei den Antidepressiva.

Dankeschön!!!
Herzlichst,
Claudia

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21724
Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: Rezeptorenbelegung bei NL

Beitrag von padma »

liebe Never, :)
Glaubst du ich kann irgendwo im Forum ein Diskussionsthread speziell zu Quetiapin und solchen Diagramme aufmachen?
ich habe hier im NL Bereich einen thread dafür erstellt.
Ich finde es sehr gut, dazu Informationen zusammen zu tragen.

Mein Englisch reicht dafür leider auch nicht, vielleicht findet sich jemand, der eine Zusammenfassung/Übersetzung erstellt, "hoff".

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Murmeline
Moderatorenteam
Beiträge: 15824
Registriert: 11.01.2015 13:50

Re: Rezeptorenbelegung bei NL

Beitrag von Murmeline »

Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6844
Registriert: 14.09.2015 16:20

Re: Rezeptorenbelegung bei NL

Beitrag von LinLina »

Hallo :-)
Murmeline hat geschrieben:
15.01.2018 14:16
hier gibt es auch "Kurven": https://ajp.psychiatryonline.org/na101/ ... q93f1.jpeg

Quelle: https://ajp.psychiatryonline.org/doi/fu ... .158.3.360

Grüße, Murmeline
im Prinzip sind das glaube ich die gleichen Diagramme die wir für SNRi/SSRI schon haben.

Man sieht die Dopamin (D2) Rezeptorbelegung der 3 verschiedenen NL, bei Olanzapin und Risperidon auch die Serotonin-Rezeptorbelegung (5HT2)

Etwas verwirrend ist, die untere Achse mit den Dosisangaben ist nicht linear gestaltet, deswegen sehen die Kurven anders aus.

Ansonsten würde man das gleiche sehen wie bei den AD's: Im unteren Bereich sind immer noch hohe Anteile an Rezeptoren belegt. Hier z.b. bei Olanzapin, die Grafik in der Mitte: Bei 40 mg sind 80% der Rezeptoren belegt, bei 5 mg immer noch über 50 %.

was noch eingezeichnet ist, ist die Grenze ab welcher Rezeptorbelegung eine Antipsychotische Wirkung erzielt wird (ca. 65%) und ab welcher Belegung Extrapyramidale Symptome entstehen (80%).

Im dunkleren Blauton unterlegt ist der Dosisbereich dazwischen, also wo eine Antipsychotische Wirkung bestehen soll aber noch keine Extrapyramidale Symptome.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6844
Registriert: 14.09.2015 16:20

Re: Rezeptorenbelegung bei NL

Beitrag von LinLina »

Neverthelessw11 hat geschrieben:
11.01.2018 21:10
Fig. 4
D2 dopamine receptor occupancy (%) vs. quetiapine plasma concentration (IR and XR formulations).

The mean peak D2 receptor occupancy measured after treatment with 300 mg of the XR formulation was 32% (range 13–45%). As the relationship between dose and plasma concentration of quetiapine is linear (DeVane & Nemeroff, 2001), it is possible to use equation (2) (see Methods section) to predict the dose required to occupy 50% of the receptor. The calculated Ki,app value corresponded to a dose of 638 mg at steady state following once-daily dosing. For the IR formulation, the mean peak D2 receptor occupancy measured was 50%, thus corresponding to the administered dose of 300 mg at steady state following once-daily dosing
Von oben zitiert. Wenn mir das dann wer übersetzt, könnte ich es vllt ausrechnen, da steht ja linear... also kann man aus einem Fixpunkt die Proportionalitätskonstante berechnen.... verstehe ich richtig 300mg Retard = 32% ? Und 638 mg Retard = 50%???
Hallo Never :-)

ich schau später mal ob ichs hinbekomme :-)

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Neverthelessw11
Beiträge: 157
Registriert: 04.11.2017 19:43

Re: Rezeptorenbelegung bei NL

Beitrag von Neverthelessw11 »

Liebe Lina,

Das wäre total genial, vielen lieben Dank schonmal für den Versuch. Das mathematisch umzurechnen und hübsch zu plotten trau ich mir zu, aber will nicht was falsch übersetzen und dann Fehlinfos streuen, weil mein englisch so schlecht ist.

Liebe Grüße,
Never :)
Medikamente zu Beginn: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
[spoil]2010-2012: Zwei lange + mehrere sehr kurze Aufenthalte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (absolute Katastrophe: Mit Medikamenten zugeballert und so entlassen worden, kaum Therapie, Entwicklung von vielen anderen Problemen, die ich vorher nie hatte - einfach weil die Zeit dort kaum aushaltbar war.)
2014: Sechs wöchiger Aufenthalt in der Erwachsenenpsychiatrie nach Wiederkehr der Panikattacken (Aufenthalt war ok.)
Medikamente in der Psychiatrie: Einnahme von Tavor (bis 12,5 mg täglich - in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrmonatiger Einnahme), Fluoxetin (in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrwöchiger Einnahme wegen plötzlich einsetzender, extremer Schlafstörung) und Dipiperon (kalt abgesetzt, wegen Neuro-Aggressionen)[/spoil]
Absetzgründe:
[spoil]Geistige Verlangsamung, Tagesmüdigkeit, Beinschwellung, extreme Gewichtszunahme ~35 kg, starker Durst + ständiger Harndrang, emotionale Verflachung, Visual Snow.[/spoil]
Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
[spoil] Seit ca. 09/2011: 150 mg Retardiertes Quetiapin
24.11.-03.12.2017: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 12.5-0-25 (- 8,3%) - Verbesserung des Schlafbedarfs
04.12.-04.01.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 6-0-25 (- 4,3%) - Für drei Tage Herzklopfen
05.01.-16.02.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-25 (- 4,8%) - 2× "Narkolepsie" & Verzweiflung
17.02.-23.03.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-19 (- 5,0%) - leichte Hautrötung + Juckreiz
24.03.-01.05.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-12.5 (- 5,3%) - alles super
02.05.-13.06.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-6 (- 5,6%) - alles super
14.06.-xx.xx.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-0 (- 5,9%) - Unwirklichkeitsgefühl.

Zwischenfazit nach 50 von 150 mg: Anfangs holprig, aber gut erträglich. Am Ende besser als man es sich wünschen kann. Weniger Schlafbedürfnis als vor dem Absetzen und etwas mehr Energie im Allgemeinen. Sehr zufrieden! [highlight=yellow]Aktuell Absetzpause wegen Stress in der Uni.[/highlight]

Weitere Pläne:
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-6-25 (-6,3%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-0-25 (-6,7%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 6-0-25 (-7,1%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 0-0-25 (-7,7%)

[/spoil]

Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
[spoil]Seit dem 21.03.2018: Experiment mit Vitamin D, 1000 IE am Tag. Keine Triggerwirkung, gefühlsmäßiges Fazit: Verbesserung von Antrieb, Kraft und Energie. Experiment unterbrochen während der Sommermonate.

Seit dem 01.05.2018: Experiment mit einem Mutivitamin-/Mineralpräparat. Ziel: Testen, ob die Sehstörung sich dadurch beeinflussen lässt. Wenn ja, Suche nach dem relevanten Mangel. Experiment vorerst beendet, da kein Einfluss auf den Visual Snow.[/spoil]

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6844
Registriert: 14.09.2015 16:20

Re: Rezeptorenbelegung bei NL

Beitrag von LinLina »

Fig. 4
D2 dopamine receptor occupancy (%) vs. quetiapine plasma concentration (IR and XR formulations).

The mean peak D2 receptor occupancy measured after treatment with 300 mg of the XR formulation was 32% (range 13–45%). As the relationship between dose and plasma concentration of quetiapine is linear (DeVane & Nemeroff, 2001), it is possible to use equation (2) (see Methods section) to predict the dose required to occupy 50% of the receptor. The calculated Ki,app value corresponded to a dose of 638 mg at steady state following once-daily dosing. For the IR formulation, the mean peak D2 receptor occupancy measured was 50%, thus corresponding to the administered dose of 300 mg at steady state following once-daily dosing
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articl ... po=50.6757

Übersetzung:

Abb. 4
D2 Dopamin-Rezeptorbelegung (%) (aufgetragen) gegen die Quetiapin-Plasmakonzentratin (IR (nicht retardierte) und XR (retardierte) Arzneiform)

Die mittlere maximale D2 Rezeptorenbelegung, gemessen nach Behandlung mit 300 mg der retardierten (XR) Form, betrug 32 % (Spanne 13-45 %).
Da die Beziehung zwischen Dosis und Plasmakonzentration von Quetiapin linear ist (DeVane & Nemeroff, 2001) ist es möglich Gleichung (2) zu verwenden (siehe Abschnitt "Methoden") um die Dosis, die man für eine 50 %-Belegung des Rezeptors benötigt, vorauszusagen. Der berechnete "Ki,app" Wert entsprach einer Dosis von 638 mg im Steady State (Fließgleichgewicht) nach einer täglichen Einmalgabe.
Bei der nicht-retardierten Form betrug die gemessene mittlere maximale D2 Rezeptorenbelegung 50 % und entspricht damit einer verabreichten Dosis von 300 mg im Fließgleichgewicht nach täglicher Einmalgabe.


Liebe Never :-)

wenn du zusätzliche Textteile brauchst oder was unklar ist bei der Übersetzung, melde dich gerne.
Von oben zitiert. Wenn mir das dann wer übersetzt, könnte ich es vllt ausrechnen, da steht ja linear... also kann man aus einem Fixpunkt die Proportionalitätskonstante berechnen.... verstehe ich richtig 300mg Retard = 32% ? Und 638 mg Retard = 50%???
Aus dem Text geht hervor, dass die Beziehung zwischen Dosis und Plasmakonzentration linear ist (nicht die Beziehung zwischen Dosis und Rezeptorenbelegung). Die 32 % bei 300 mg Retard sind ein Mittelwert aus Messwerten die zwischen 13 und 45 % schwanken (interessant, wie unterschiedlich das ist) und die Dosis von 638 mg für 50 % wurde berechnet.
Ich denke es ist wichtig immer zu sehen dass das eben Mittelwerte sind, und man durch aus um relativ viel abweichen kann.

Viel Erfolg beim rechnen :-)

Liebe Grüße
Lina
Zuletzt geändert von LinLina am 16.01.2018 16:10, insgesamt 1-mal geändert.
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Neverthelessw11
Beiträge: 157
Registriert: 04.11.2017 19:43

Re: Rezeptorenbelegung bei NL

Beitrag von Neverthelessw11 »

Vielen lieben Dank für die Übersetzung!!! Das war genau das, was ich brauchte. <3 :hug:

Ich hab mich mal dran gesetzt direkt. Die folgenden Kurven hab ich selbst erstellt, also übernehme ich keine Gewähr, da ich die Daten von der o.g. Quelle übernommen habe. Die Fehlerbalken sind immens (ich hatte ja keine Wertetabelle, also musste ich alles von Hand ablesen), also bitte mehr als Orientierung sehen. Wie Lina schon sagte: Die individuellen Abweichungen sind immens, der Kurvenverlauf dürfte aber bei allen sehr ähnlich sein...

(Da die Anhänge momentan nicht funktionieren: https://picload.org/view/ddcdaigl/rezep ... s.png.html)

Interessant sind die geringen Maximalbelegungen :shock:

Liebe Grüße,
Never
Dateianhänge
Rezeptorbelegung Quetiapin (Dosis gegen Rezeptorbelegung).png
Medikamente zu Beginn: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
[spoil]2010-2012: Zwei lange + mehrere sehr kurze Aufenthalte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (absolute Katastrophe: Mit Medikamenten zugeballert und so entlassen worden, kaum Therapie, Entwicklung von vielen anderen Problemen, die ich vorher nie hatte - einfach weil die Zeit dort kaum aushaltbar war.)
2014: Sechs wöchiger Aufenthalt in der Erwachsenenpsychiatrie nach Wiederkehr der Panikattacken (Aufenthalt war ok.)
Medikamente in der Psychiatrie: Einnahme von Tavor (bis 12,5 mg täglich - in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrmonatiger Einnahme), Fluoxetin (in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrwöchiger Einnahme wegen plötzlich einsetzender, extremer Schlafstörung) und Dipiperon (kalt abgesetzt, wegen Neuro-Aggressionen)[/spoil]
Absetzgründe:
[spoil]Geistige Verlangsamung, Tagesmüdigkeit, Beinschwellung, extreme Gewichtszunahme ~35 kg, starker Durst + ständiger Harndrang, emotionale Verflachung, Visual Snow.[/spoil]
Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
[spoil] Seit ca. 09/2011: 150 mg Retardiertes Quetiapin
24.11.-03.12.2017: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 12.5-0-25 (- 8,3%) - Verbesserung des Schlafbedarfs
04.12.-04.01.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 6-0-25 (- 4,3%) - Für drei Tage Herzklopfen
05.01.-16.02.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-25 (- 4,8%) - 2× "Narkolepsie" & Verzweiflung
17.02.-23.03.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-19 (- 5,0%) - leichte Hautrötung + Juckreiz
24.03.-01.05.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-12.5 (- 5,3%) - alles super
02.05.-13.06.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-6 (- 5,6%) - alles super
14.06.-xx.xx.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-0 (- 5,9%) - Unwirklichkeitsgefühl.

Zwischenfazit nach 50 von 150 mg: Anfangs holprig, aber gut erträglich. Am Ende besser als man es sich wünschen kann. Weniger Schlafbedürfnis als vor dem Absetzen und etwas mehr Energie im Allgemeinen. Sehr zufrieden! [highlight=yellow]Aktuell Absetzpause wegen Stress in der Uni.[/highlight]

Weitere Pläne:
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-6-25 (-6,3%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-0-25 (-6,7%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 6-0-25 (-7,1%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 0-0-25 (-7,7%)

[/spoil]

Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
[spoil]Seit dem 21.03.2018: Experiment mit Vitamin D, 1000 IE am Tag. Keine Triggerwirkung, gefühlsmäßiges Fazit: Verbesserung von Antrieb, Kraft und Energie. Experiment unterbrochen während der Sommermonate.

Seit dem 01.05.2018: Experiment mit einem Mutivitamin-/Mineralpräparat. Ziel: Testen, ob die Sehstörung sich dadurch beeinflussen lässt. Wenn ja, Suche nach dem relevanten Mangel. Experiment vorerst beendet, da kein Einfluss auf den Visual Snow.[/spoil]

Neverthelessw11
Beiträge: 157
Registriert: 04.11.2017 19:43

Re: Rezeptorenbelegung bei NL

Beitrag von Neverthelessw11 »

Hallo ihr Lieben,

da ich den Beitrag nicht mehr bearbeiten kann: Ein kleiner Nachtrag.

Da man oben den "interessanten" Low Dose-Bereich nicht wirklich schön sieht, hab ich den nochmal rausgezoomt. Falls jemand weiß, wie man mit Excel diese Exponentialfunktion plotten kann, sagt Bescheid! Bis dahin die stückweise lineare Auftragung. Natürlich sind die einzelnen "Zwischenstücke" nicht linear und die Funktion müsste differenzierbar (knickfrei) sein - aber daran bin ich gerade gescheitert. Falls sich jemand mit Excel besser auskennt, sagt Bescheid - ich kann euch meine Excelsheet schicken mit allen Daten

LG Never
Dateianhänge
(Low Dose) Rezeptorbelegung Quetiapin (Dosis gegen Rezeptorbelegung).png
Medikamente zu Beginn: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
[spoil]2010-2012: Zwei lange + mehrere sehr kurze Aufenthalte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (absolute Katastrophe: Mit Medikamenten zugeballert und so entlassen worden, kaum Therapie, Entwicklung von vielen anderen Problemen, die ich vorher nie hatte - einfach weil die Zeit dort kaum aushaltbar war.)
2014: Sechs wöchiger Aufenthalt in der Erwachsenenpsychiatrie nach Wiederkehr der Panikattacken (Aufenthalt war ok.)
Medikamente in der Psychiatrie: Einnahme von Tavor (bis 12,5 mg täglich - in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrmonatiger Einnahme), Fluoxetin (in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrwöchiger Einnahme wegen plötzlich einsetzender, extremer Schlafstörung) und Dipiperon (kalt abgesetzt, wegen Neuro-Aggressionen)[/spoil]
Absetzgründe:
[spoil]Geistige Verlangsamung, Tagesmüdigkeit, Beinschwellung, extreme Gewichtszunahme ~35 kg, starker Durst + ständiger Harndrang, emotionale Verflachung, Visual Snow.[/spoil]
Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
[spoil] Seit ca. 09/2011: 150 mg Retardiertes Quetiapin
24.11.-03.12.2017: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 12.5-0-25 (- 8,3%) - Verbesserung des Schlafbedarfs
04.12.-04.01.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 6-0-25 (- 4,3%) - Für drei Tage Herzklopfen
05.01.-16.02.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-25 (- 4,8%) - 2× "Narkolepsie" & Verzweiflung
17.02.-23.03.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-19 (- 5,0%) - leichte Hautrötung + Juckreiz
24.03.-01.05.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-12.5 (- 5,3%) - alles super
02.05.-13.06.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-6 (- 5,6%) - alles super
14.06.-xx.xx.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-0 (- 5,9%) - Unwirklichkeitsgefühl.

Zwischenfazit nach 50 von 150 mg: Anfangs holprig, aber gut erträglich. Am Ende besser als man es sich wünschen kann. Weniger Schlafbedürfnis als vor dem Absetzen und etwas mehr Energie im Allgemeinen. Sehr zufrieden! [highlight=yellow]Aktuell Absetzpause wegen Stress in der Uni.[/highlight]

Weitere Pläne:
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-6-25 (-6,3%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-0-25 (-6,7%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 6-0-25 (-7,1%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 0-0-25 (-7,7%)

[/spoil]

Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
[spoil]Seit dem 21.03.2018: Experiment mit Vitamin D, 1000 IE am Tag. Keine Triggerwirkung, gefühlsmäßiges Fazit: Verbesserung von Antrieb, Kraft und Energie. Experiment unterbrochen während der Sommermonate.

Seit dem 01.05.2018: Experiment mit einem Mutivitamin-/Mineralpräparat. Ziel: Testen, ob die Sehstörung sich dadurch beeinflussen lässt. Wenn ja, Suche nach dem relevanten Mangel. Experiment vorerst beendet, da kein Einfluss auf den Visual Snow.[/spoil]

Flummi

Re: Rezeptorenbelegung bei NL

Beitrag von Flummi »

Hallo,
Wäre es eine Idee, diesen Beitrag anzupinnen, da er eher allgemein ist? Hier könnte man von anderen NL noch die Rezeptorenbelegung posten.

Liebe Grüsse,
Claudia

Antworten