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Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Paraxotin nach ein paar Wochen abgesetzt

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Alexander
Beiträge: 2
Registriert: 28.07.2005 07:29
Wohnort: NRW

Paraxotin nach ein paar Wochen abgesetzt

Beitrag von Alexander »

Hi,
ich bin zufällig auf dieses Forum gestossen und habe mir ein paar beiträge zum absetzen von paraxotin durchgelesen. Die Folge war, das ich aus angst vor einer abhängigkeit das medikament vor drei tagen abgesetzt habe und seit dem hab ich ein gefühl von übelkeit und schwindegefühlen.
Außerdem kommen die ersten zwangsgedanken wieder, dass sind vor allem gedanken wo ich menschen am liebsten extreme Schmerzen zufügen möchte. weiterhin hab ich das gefühl das auch die zwangshandlungen wieder geginnen. zwar ohne die dazu gehörigen ängste bis jetzt, aber der gang nach draußen fängt wieder an unsicherer zu werden.
Die Folge davon ist, dass meine konzentration nachgelassen hat und ich mich wieder schlechter konzentrieren kann und nicht mehr effektiv für mein studium lernen kann. in der zeit wo ich 40 mg paraxotin genommen habe war ich viel entspannter und ruhiger, allerdings konnte ich mit dieser hohen dosis auch nicht besonders gut lernen, aber trotzdem etwas besser als noch die angstzustände und die zwangsgedanken herrschten.
meine zwangsgedanken waren fast weg und meine zwangshandlungen traten kaum noch auf und die panikattacken waren auch fast weg.
Das komische war nur, als ich das erste mal wieder alkohol getrunken habe, trotz paraxotin das meine ängste am nächsten tag weg waren. dies war auch ebenfalls ein grund dafür, das medikamente nicht mehr zu nehmen.
weiss jemand von euch, welche wirkung alkohol und paraxotin auf den körper haben?
meine thera meinte ich muss ca. 1 jahr paraxotin nehmen und es würde etwa ein halbes jahr dauern bis ich wieder einsatzfähig bin. ich hab schon über ein urlaubssemester nachgedacht um mich vielleicht richtig zu erholen, da ich es meistens bevorzuge vor allem den ängsten auszuweichen. dies habe ich vor allem in den letzten monaten gemacht um überhaupt meine scheine bestehen zu können, da ich überhaupt keine ahnung hatte was mir los ist. ich dachte die ganze zeit nur das ich verrückt werde und ein fall für eine geschlossene anstalt werde. das war mit einer der schlimmsten gefühle die ich in meinem leben bis jetzt hatte.
ich muss auch gestehen, dass ich paraxotin auch nur etwa 2 monate genommen habe.
mücke
Beiträge: 2922
Registriert: 30.12.2004 09:24
Hat sich bedankt: 156 Mal
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Beitrag von mücke »

Hallo Alexander

Bei SSRI ist es wichtig langsam zu reduzieren. Wenn abrupt abgesetzt wird, können starke Absetzprobleme auftreten. Diese können ähnlich sein wie die ursprüngliche Erkrankung, können sich aber auch total anders äußern. Lies unter:
www.antidepressiva-absetzen.de
www.kompendium.ch/Search.aspx?lang=de

Ich habe auch ein SSRI eingenommen u. es abrupt abgesetzt, habe es bitter bereut.

Was machst du außer der med. Therapie?

Gruss
Annette
Alexander
Beiträge: 2
Registriert: 28.07.2005 07:29
Wohnort: NRW

Beitrag von Alexander »

ich mache zusätzlich eine verhaltenstherapie. die ärztin meinte ich musste paraxotin so etwa ein jahr nehmen, damit der stoffwechsel wieder in ordnung ist und ich nicht rückfällig werde.
aber durch das medikament sind meine zwangsgedanken und handlungen zurückgegangen und vor allem die ängste.
das ist auch der grund wieso ich es ohne sie zu fragen abgesetzt habe, weil ich meine ängste und zwänge weg sind und sie zu mir meinte ich muss lernen die angst auszuhalten, sonst wird es nicht besser und ich will ehrlich nicht das es irgendwann mal wieder kommt.
außerdem muss ich sagen das man mit 40 mg paraxotin am tag sich auch nicht viel besser auf das examen vorbereiten kann. ich glaub ich sollte wirklich ein urlaubssemester nehmen. das ist auch nicht so ein guter zustand.
ich denke ich werde ab heute auch wieder paraxotin nehmen und mal die thera fragen, ob das normal ist, dass durch paraxotin die ängste verschwinden und das mein so ne gleichgültige einstellung bekommt und dann werde ich mich auch um ein urlaubssemester bemühen. sie meinte zu mir ich mußte schon mit 6 monaten rechnen bis ich halbwegs wieder einsatzfähig bin und die weiteren 4 monate werde ich schon überstehen.
Gesperrt