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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Remergil abgesetzt und nun?????

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
greek
Beiträge: 33
Registriert: 07.09.2005 13:44

Remergil abgesetzt und nun?????

Beitrag von greek »

Hallo zusammen,

da ich diese Seite schon verfolge seitdem ich erkrankt bin...dachte ich mir das es jetzt an der Zeit is auch mal zu Posten.

Am Anfang der Erkrankung ist es nur leider so das man sich über etwaige Absetzprobleme mit Antidepressiva keine Gedanken macht(machen kann).

Wie ihr in der zusammenfassung sehen könnt hab ich diese Medikamente für ne ganze Zeit auch in hohen Dosen eingenommen.
Auch haben die Medikamente mich wieder einigermassen ins Leben zurückgeholt,wenn auch mit gewissen einschnitten(Gedämpft,Unwohl,Ängstlich)also nicht wirklich ich.

So aber nun zu meinem eigentlichen Problem weshalb ich hier auch Poste:

Die Remergil nehme ich nun seit gut 8 Wochen nicht mehr, am anfang keinerlei Probleme, im gegenteil is schien immer besser zu werden.dann vor ca 4 Wochen oder nach 4 Wochen ging es allmählich los...Symptome:

Morgens im Bett Schweissgebadet

Im Laufe des Tages kommt dann noch ein ziehen im Rachenraum hinzu der unerträglich wird.

Kopfdruck wie wenn man nen Helm aufhat.

Schlechte Stimmung....gute Laune wechseln sich Stündlich ab.

Denke mir das es sich hierbei um Absetzerscheinungen handelt auch wenn mein Neurologe dies nicht wahrhaben will.
Kann es mir nicht vorstellen da die Symptome meiner Depression ganz anders waren...da ging nix mehr.

Da ich hier schon einiges mitverfolgen konnte und sich mehrere genau so fühlen, ist es echt schwer durchzuhalten.

Dennoch möchte ich einigen sagen das sie die einzelnen Symptome genauer beobachten sollten...und wirklich abgrenzen müssen ob es sich um einen Rückfall oder ENTZUG handelt.Den nur selbst kann man dies beurteilen..auch wenn es schwer fällt.

Ich für mich selbst habe entschieden nicht mehr mit Antidepressiva anzufangen....man vergisst dabei wirklich sehr schnell wie man eigentlich wirklich ist....ich habe das gefühl wenn auch nur für 4 wochen erleben dürfen(nach absetzen)...und hoffe das sich dies auch wieder so einpendelt.

Möchte hier auch nochmal auf das Thema Dysthymie kommen

http://www.1-depression.de/dysthymie/

Das meiner Meinung nach viel zu wenig diskutiert wird.

Doch wer mal da hin Linkt wird sich vielleicht auch wiederfinden können, und sollte sich nicht fragen warum die Depression nicht vergehen will.

Ciao

Greek
Symptome: (Angst,Panik,Depression); Diagnose: (Depression mit Angstzuständen)
Medikation:
(Gladem,50mg,4 Monate) >>
(Gladem 100mg zusätzlich Remergil 15 mg,4 Wochen) >>
(Gladem 100mg zusätzlich Remergil 45 mg,3 Monate) >>
(Gladem 50mg zusätzlich Remergil30 mg,11 Monate) >>
(Gladem 50mg im März 2005 Abgesetzt bis auf Zaps für 4 Wochen keine weiteren Absetzerscheinungen) >>
(Remergil 15 mg,2 Monate) >>
(Remergil 7,5 mg,2 Monate) >>
(Remergil seit Juli 2005 abgesetzt) >>
Hannes Wien
Gründer
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Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Greek, willkommen im Forum!
Morgens im Bett Schweissgebadet

Im Laufe des Tages kommt dann noch ein ziehen im Rachenraum hinzu der unerträglich wird.

Kopfdruck wie wenn man nen Helm aufhat.

Schlechte Stimmung....gute Laune wechseln sich Stündlich ab.

Denke mir das es sich hierbei um Absetzerscheinungen handelt auch wenn mein Neurologe dies nicht wahrhaben will.
Kann es mir nicht vorstellen da die Symptome meiner Depression ganz anders waren...da ging nix mehr.
Ich kann dich beruhigen das sind eindeutig Absetzsymptome und es ist eine Eigenart von Remergil das Entzugserscheinungen erst nach Wochen raus kommen.

Du kannst Dich trotzdem glücklich schätzen, dass Du nicht mehr hast, als die Oben genannten!

Die Ärzte wollen es noch immer nicht glauben, aber Absetzsymptome sind auch bei Remergil möglich wenn gleich auch nicht so häufig.

Wenn Remergil Probleme macht beim Absetzen, sind die meist recht heftig, mir geht es nach 9 Monaten noch nicht so, dass ich arbeiten könnte.

Falls es zu heftig wird könntest Du nach eine Zeit auf 3mg Remergil gehen!

Liebe Grüße

Hannes
greek
Beiträge: 33
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Remergil abgesetzt und nun?????

Beitrag von greek »

Hallo Hannes,

Danke Dir für Deine Antwort.

Ich habe Deine postings gelesen und kann einigermassen nachvollziehen(wenn auch nicht so stark) wie es Dir geht.
Ist doch aber wirklich so das man sich in der Zeit der Krankheitsphase keinen Kopf macht ob man es später wieder absetzen kann.

Ist echt schlimm und schwierig Absetzerscheinungen und Rückfall zu unterscheiden...denn die Syptome ähneln sich wirklich sehr.

Ich bin froh, so wie wahrscheinlich viele andere auch, das es dieses Forum gibt.
Denn nur so kann man sich in Ruhe mit anderen Betroffenen austauschen und erfahrungen sammeln.

Ich selbst habe in der Zeit meiner Krankheit viel unter Kompetenznetz-Depression gepostet.Da habe ich auch viel erfahrungen sammeln können, die mir sehr geholfen haben.

Zum Remergil kann ich nur sagen das Sie in gegensatz zu Gladem recht heftig sind.Nicht nur in der Wirkung auch nach dem Absetzen.
Kein Wunder wenn die Absetzerscheinungen erst nach einigen Wochen kommen.Es wäre bei mir auch zu erwähnen das ich durch Remergil 12 Kilos zugenommen habe.Und wenn ich mich richtig entsinne lagert sich das Zeug auch in den Fettzellen ab.Also auch nicht verwunderlich das es sich Zeit lässt zum Abbauen.

Der Kampf geht weiter, aber er lohnt sich...........ein leben ohne Medikamente.

Bis denne

Greek
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greek
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Remergil abgesetzt und nun?????

Beitrag von greek »

P.S.

Wer interesse hat kann ja mal meine Homepage besuchen die ich in meiner Krankheitsphase erstellt habe.

http://www.beepworld.de/members65/greekeye/index.htm


Da werden sich einige bestimmt wieder finden.


Ciao

Greek
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greek
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Lagebericht und Danke

Beitrag von greek »

Hallo zusammen,

da ich vor ein paar tagen gepostet habe hier nun ein weiterer Lagebericht.

Merke das ich ab und zu keinerlei Syptome mehr verspüre.

Doch dann von einer auf die andere Minute richtig schleichend fetzt es dann wieder......Rachenreissen,Kopfdruck,Übelkeit,Traurige Verstimmung.

Ist echt zum Kotzen.

Bin gespannt wie lange das noch gehen soll........??????????

Da es hier einige Remergilgeschädigte gibt und ich weiss das ich nicht allein damit kämpfen muss,ist es(es sei nochmals erwähnt) sehr gut das es eine solche Seite gibt.Denn die Ärzte sagen einem nicht was nach der einnahme alles auftauchen kann.

Ciao

Greek
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Hannes Wien
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Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Greek!

Was Du hier schilderst, ist unter anderem sensorische Überempfindlichkeit das kann lange dauern!

Das verdammte kribbeln am Kopf bin ich auch nach 9 Monaten nicht losgeworden :evil:.

Es wird halt mit der Zeit immer weniger.

Liebe Grüße

Hannes
Gesperrt