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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Remergil und »Restless Legs«

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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mücke
Beiträge: 2922
Registriert: 30.12.2004 09:24
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Beitrag von mücke »

Hallo Souste

Restless legs kenne ich im Zusammenhang mit Zoloft, während der Einnahme, als auch nach dem Absetzen. Bei mir verschwand es nach einigen Mon.

Gruss Annette
Tep
Beiträge: 124
Registriert: 04.01.2005 12:34

Beitrag von Tep »

Hallo,

wieder zurück aus der Heimat! 8-)

Oh ja, das kenne ich nur zu gut! Die Beine lassen einfach nicht nach, zucken unkontrollierbar.
Meine Neurologin hatte mir damals "RESTEX" verschrieben und das ging dann besser.
JEDOCH, die Nebenwirkung von Restex: Depression!

Also, ich habe die Tabeletten immer nur genommen, wenn es garnicht mehr auszuhalten war. Das ging dann.

Es gibt ja ein "Restless Legs Syndrom" Google mal danach... dort findest Du wichtige Infos darüber.

Allerdings müsstest Du Dich auf jeden Fall erst einmal untersuchen lassen, ob es wirklich dieses Sysndrom ist - kann nämlich auch andere Ursachen haben.

Herzlichst
Tep
Bild

Symptome/Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung, Depression
Medikation: ab 1999: (Nacheinander Novaprotect, Doxepin, Carbamazepin, Trevilor, Remergil) und als Benzos dazu (1 1/2 Jahre Lorazepam & fast 4 Jahre Diazepam) sowie (Betadorm, Dalmadorn=Schlafmittel)
Bisherige Absetzversuche: (2001: Lorazepam: 2 Wochen versucht, konnte aber die Absetzungssymtome nicht ertragen, dann halbes Jahr später auf Diazepam umgepolt. 2 Absetzungsversuche Juni/2003 und erfolgreich in Mai/2004)
Absetzverlauf: (Mai/2004, 6 Wochen hatte ich starke Absetzungssymtome, dann ging es immer besser - von 30-50 tropfen Diazepam täglich auf 0 tropfen radikal(!) und ohne ärztliche Unterstützung, wozu ich nicht rate!!!)
seit 2002 Mirtazapin 30mg täglich
Absetzungsversuch:
25.06.05 -02.07.05=15mg (geht!), 03.07.05-07.07.05=7,5mg (geht!)
seit 14.07. 2005 = !!! 0,0mg !!! (ich versuche es jedenfalls)
12.09.05 = geht mir zusehends besser!
-------------------
10.11.2005 = bin seit 12 Wochen befreit.. es geht... es geht...

...................................................................
27.05.2019:
Seit 2005 hat sich einiges geändert. Ich bin aufgrund meiner Krankheit wieder auf Diazepam.
Mal mehr mal weniger. Aber jeden Tag 2-3 Tropfen um die Unruhe und Instabilität zu bewältigen - aber die Tropfen wurden immer mehr. Um die Situation zu bewältigen habe ich heimlich genommen - immer bei Bedarf.
Ich habe gestern angefangen mich zu kontrollieren.
Heute morgen 2 Tropfen. Heute mittag 2 und heute Abend 2-4 Tropfen.
Und dann nach Ashton Manual.

24.5.19 - 31.05.19: 2 Tropfen morgens und Abends
Zustand: die ersten Tage waren gut und gut Durchhaltbar. Letzten zwei Tage holt es mich ein. Zurück auf 2-2-2 Tropfen/Tag
01.06.19 - 07.05.19: ca 2 Tropfen morgens und ab und an mittags/nachmittags 1-2 tropfen, Abends 2 Tropfen
... 04.07.2049: die gleiche Dosis wie in den letzten Wochen. Ich habe meine emotionale Stabilität nicht (wie denn auch) - aber ich versuche durchzuhalten
Dival
Beiträge: 63
Registriert: 10.08.2005 14:01

Beitrag von Dival »

Hallo Souste!

Ich kenne das Restless-Legs-Symdrom auch, explizit im Zusammenhang mit Mirtazapin (Remergil).
Ich habe meinen ersten Absetzversuch (nach ca. 3 ½ Wo. ganz ohne) abgebrochen und gleich wieder meine „Normal-Dosis“ von 30 mg genommen. Und während der ersten Woche der Wiedereinnahme hatte ich auch diese ruhelosen Beine, war zum Verrücktwerden! Ist dann aber wieder verschwunden. Während der ersten Phase des Einschleichens (Nov. 2004) hatte ich diese Nebenwirkungen nicht.

Mein Lebensgefährte hat seit mehreren Jahren das Restlegs-Legs-Syndrom und nimmt bei Bedarf ebenfalls „Restex“; die Liste der möglichen Nebenwirkungen ist allerdings erschreckend.

Ich drücke Dir die Daumen, dass das bald aufhört bzw. Du bald herausfindest, ob es wirklich vom Medi kommt oder es das von Tep ja auch beschriebene RLS ist.

Dival
-----------------------------------

Hallo Tep!
Wie geht es Dir?
Hasst Du meine Nachricht vom 13.08. gesehen (warum und wieso EMDR)? Nicht falsch verstehen, möchte nur vermeiden, dass Du denkst, dass ich nicht geantwortet habe!
Dival
01/05 Diagn.: Schwere depressive Episode, Panikstör., Agoraphobie, Subsyndromale posttraumat. Belastungsstör., Somatisierungsstör.
Vorlauf / Medikation
Medikation:
07/04: Klinik: Atosil 25 Trop., wg. massiver Schlafstör. durch Traumatis. bei Holotropem Atmen
08 - 11/04 tgl. Laif 900, Ivel Mono (Baldrian)
11/04: Panikatt., Notfallamb., Valium, IMAP
11/04: a) Tavor (Lorazepam), bis 12/04: 1,5 mg, dann 2 Wo. 1,0 mg, 1 Wo. 0,5 mg, 0, o.k.
01/05: 4 Wo. Klinik
11/04 – 06/05: Remergil / Mirtaz. 30 mg, Nebenw.: Gew. +6 kg, lebhafte Träume;
Absetzversuche:
01.07. - 21.07.: 15 mg; Absetzs.: Unruhe, Schlafstör., Gedankenkreisel, Unwohlsein, Kopfschm., Unsicherheitsgefühl
seit 22.07: 0 mg; Absetzs.: Verstärkte Symptome, Negativ-Gedanken, kleine Schläge durch ganzen Körper, leichte Angstgefphle
10.08.: Absetzvers. abgebrochen: wieder 30 mg
15.08.: 4 Nächte Restless-Legs-Symptom, Sprachschwierigkeiten
24.08.: okay, leichte Gewichtsabnahme
22.09.: Start 2. Absetzvers.: 25 mg, mind. 3 Wo.
31.10.: noch 25 mg, alles i. O.
02.12.: ca. 20 mg; 27.12.: ca. 15/16 mg, jetzt eher 15 (12.01.06)
01.02.06: 13,5 mg / Remeron flüssig = 0,9 ml, 23.02.: 12 mg (0,8 ml), 16.03.: 10,5 mg (0,7 ml)
06.04.06: 9 mg (0,6 ml); ab 27.04.: 7,5 mg (0,5 ml), läuft super.
14.07.06: ab morgen noch 0,1 ml / 1,5 mg. Dann ist es geschafft! Bin sehr zuversichtlich und dankbar für den Tipp mit dem flüssigen Remergil.
09.08.: 0,0
14.09.2006: 0,0 und alles in Ordnung! Jippieh!
Dival
Beiträge: 63
Registriert: 10.08.2005 14:01

Beitrag von Dival »

Gern geschehen!
Dann viel Glück bei der weiteren Recherche und bald wieder erholsamen Schlaf!
Ich wünsche Dir auch alles Gute für die Zeit des Ausschleichens, wenn es denn soweit ist! Meldest Du Dich dann noch mal und beschreibst, wie es Dir dabei geht? Will ja selber bald wieder mit dem Absetzen anfangen, schleunigst, aber in ganz kleinen Schritten und mit entsprechender Geduld mit mir selbst...
Bis denne,
Dival
Prenda

Beitrag von Prenda »

Hallo Souste,

ich weiß gar nicht, ob ich die Chose hier jetzt richtig angegangen bin , bin noch neu, lese aber seit einigen Tagen sehr interesssiert, teils schockiert, zutiefst erschreckt usw. :sick: . Z.Zt. nehme ich noch 15 mg MirtaLich (Wirkstoff Mirtazapin) abends, ca eine Stunde später gehts los mit dieser Unruhe, dem Gezappel und der gleichzeitigen Müdigkeit. Die Muskeln spannen an, als wollte sich ein Alien die Bahn brechen aus Armen und Beinen, ziemlich übel.
Auch bei Remergil lief es so. Erfahrungsgemäß (bei mir) verschwand dies auch nach dem Ausschleichen nicht mehr so ganz( die Pausen zw. den Einnahmen waren vielleicht zu kurz, also waren das evtl noch Entzugssymptome).
Nach all dem, was ich hier gelesen habe, denke ich, dass man sich den größsten Gefallen tut, nach Alternativen zu ADs Ausschau zu halten :?
Ich drück die Daumen, dass du was Gesundes gegen die Schlafstörungen findest

Liebe Grüße
Cintilar
Prenda

Zum Mäusemelken

Beitrag von Prenda »

Hallo Souste,

versteh ick bei derart langen Schlafstörungen. Es war mir in den letzten beiden Jahren auch besonders wichtig zu schlafen, um lernen zu können. Allerdings habe ich mir mit der langen Einnahme wohl eine Abhängigkeit eingehandelt, mit der ich keineswegs gerechnet hatte, ging doch vorher, sprich bei der ersten Einnahme, "alles gut". Eine Freundin lässt sich akupunktieren, um besser einzuschlafen und DURCHzuschlafen, die werde ich noch mal genauer interviewen. (Viele Alternativen werden in diesem Forum genannt, muss mich selbst noch durchlesen) Es stinkt mir inzwischen gewaltig, so ein :censored: - Zeug zu brauchen. Und geschlafen hab ich zwar wie ein besoffener Bär, aber zum Lernen war dieses Schweizer- Käse -Gedächtnis eine Katastrophe :evil: , so what?
Ich wünsch dir alles Gute und Spaß in deinem neuen Job!
Noch schönen Sonntag
Cintilar :whistle:
Tep
Beiträge: 124
Registriert: 04.01.2005 12:34

Beitrag von Tep »

Liebe Leute,

ich habe in der Zeit der Einnahme von Mirtazapin erst diese Restless Legs bekommen - mal heftiger, mal weniger heftig.
Wie gesagt, ich habe, wenn es garnicht mehr ging "Restex" eingenommen, aber die Nebenwirkungen von Restex sind heftig: Depression - hatte am Tag danach oft Heulkrämpfe und eine noch tiefere Depri.
Während des Absetzens von Mirtazapin waren diese Syptome des Restless Legs unerträglich - das ging jeden Abend los und raubte mir den Schlaf für ca 1-2 Stunden.
Ich habe meine Beine eingerieben (kühlende Salben) das half nur ein wenig, daher half nur aufstehen und die Beine auskicken und spazieren gehen, durchs Haus, nach draußen etc.
Jetzt, 12 Wochen nach der letzten Mirtazapin-Einnahme, habe ich dieses Restless Legs Syndrom nur noch selten.

Ich bringe es in Zusammenhang mit Mirtazapin, ich lese viel darüber, dass Menschen durch die Einnahme dieses ADs die unruhigen beine bekommen.

Auf der einen Seite ist ja Mirtazapin sedierend, auf der anderen Seite anregend - das verträgt unser Körper wohl nicht.

http://www.restless-legs.org Eine interessante Seite über das Restless Legs Syndrom

Herzlichst euer
Tep
Bild

Symptome/Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung, Depression
Medikation: ab 1999: (Nacheinander Novaprotect, Doxepin, Carbamazepin, Trevilor, Remergil) und als Benzos dazu (1 1/2 Jahre Lorazepam & fast 4 Jahre Diazepam) sowie (Betadorm, Dalmadorn=Schlafmittel)
Bisherige Absetzversuche: (2001: Lorazepam: 2 Wochen versucht, konnte aber die Absetzungssymtome nicht ertragen, dann halbes Jahr später auf Diazepam umgepolt. 2 Absetzungsversuche Juni/2003 und erfolgreich in Mai/2004)
Absetzverlauf: (Mai/2004, 6 Wochen hatte ich starke Absetzungssymtome, dann ging es immer besser - von 30-50 tropfen Diazepam täglich auf 0 tropfen radikal(!) und ohne ärztliche Unterstützung, wozu ich nicht rate!!!)
seit 2002 Mirtazapin 30mg täglich
Absetzungsversuch:
25.06.05 -02.07.05=15mg (geht!), 03.07.05-07.07.05=7,5mg (geht!)
seit 14.07. 2005 = !!! 0,0mg !!! (ich versuche es jedenfalls)
12.09.05 = geht mir zusehends besser!
-------------------
10.11.2005 = bin seit 12 Wochen befreit.. es geht... es geht...

...................................................................
27.05.2019:
Seit 2005 hat sich einiges geändert. Ich bin aufgrund meiner Krankheit wieder auf Diazepam.
Mal mehr mal weniger. Aber jeden Tag 2-3 Tropfen um die Unruhe und Instabilität zu bewältigen - aber die Tropfen wurden immer mehr. Um die Situation zu bewältigen habe ich heimlich genommen - immer bei Bedarf.
Ich habe gestern angefangen mich zu kontrollieren.
Heute morgen 2 Tropfen. Heute mittag 2 und heute Abend 2-4 Tropfen.
Und dann nach Ashton Manual.

24.5.19 - 31.05.19: 2 Tropfen morgens und Abends
Zustand: die ersten Tage waren gut und gut Durchhaltbar. Letzten zwei Tage holt es mich ein. Zurück auf 2-2-2 Tropfen/Tag
01.06.19 - 07.05.19: ca 2 Tropfen morgens und ab und an mittags/nachmittags 1-2 tropfen, Abends 2 Tropfen
... 04.07.2049: die gleiche Dosis wie in den letzten Wochen. Ich habe meine emotionale Stabilität nicht (wie denn auch) - aber ich versuche durchzuhalten
Gesperrt