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Absetzsyndrome mit Lorazepam lindern?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Stereotyp
Beiträge: 1
Registriert: 17.11.2005 13:31

Absetzsyndrome mit Lorazepam lindern?

Beitrag von Stereotyp »

Hallo,

habe seit 9 Tagen cipramil vollständig abgesetzt.
Bin dabei von 60 langsam auf 10 mg mit der Dosis runtergegangen (über ca 3 Monate). Zusätzlich habe ich ebenfalls Trazodon vor 9 Tagen abgesetzt (zuletzt 50 mg), und vor ca 6 Wochen Besitran.
Das Absetzten von Besitran machte mir wenig Probleme da ich nebenbei ja
noch Cipramil, Trazodon und Lithium(->immer noch) einnahm.

Seit Dienstag Abend haben mich die Absetzsyndrome voll erwischt.
Zittern, Drehschwindel, Weinerlichkeit, Kraftlosigkeit, Panik, Herzrasen,
völlige Überreiztheit, Gewaltphantasien...

Für mich war bis jetzt, wo ich mich im internet informierte, nicht klar
dass es sich dabei um Absetzsyndrome handeln könnte.
Meine Angst besteht immer noch, dass "das mein wirkliches Ich seien könnte - ohne auf AD".

Abgesetzt habe ich die ADs, weil ich den Arzt gewechselt habe, und dieser
mich auf Remergil umstellen will. Zusätzlich hat er mir 1mg/Tag Lorazepan
verschrieben.

Habe beides aber nur die ersten drei tage (als vor bis vor 6 tagen) genommen.
Ich will es auch nicht mehr nehmen.
Meinem Arzt/Angehörigen habe ich davon nichts gesagt..
Warum? Ich möchte einfach wieder wissen wer ich bin.
Die ADs von damals haben zwar mehr oder weniger gewirkt, aber leider auch negativ.

Ich glaube mein Arzt hat mir Lorazepam verschrieben, um die Absetzsyndrome zu lindern.
Nun zu meiner Frage: Wenn ich jetzt einige Wochen 1mg/Tag Lorazepam nehme, um nicht unter den Abs.-syndromen von Cipramil + Trazodon zu leiden, muss ich dann mit wiederrum mit Abs-syndromen bei Lorazepam rechnen?
Oder ist dieses Medikament weniger problematisch?

Wäre für eine Antwort sehr dankbar.
Ich hoffe ich konnte meine Situation verständlich machen..

Gruß,
Stereotyp
(ist doch okay wenn ich anonym bleiben möchte?)
mücke
Beiträge: 2922
Registriert: 30.12.2004 09:24
Hat sich bedankt: 156 Mal
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Re: Absetzsyndrome mit Lorazepam lindern?

Beitrag von mücke »

Stereotyp hat geschrieben: Nun zu meiner Frage: Wenn ich jetzt einige Wochen 1mg/Tag Lorazepam nehme, um nicht unter den Abs.-syndromen von Cipramil + Trazodon zu leiden, muss ich dann mit wiederrum mit Abs-syndromen bei Lorazepam rechnen?
Oder ist dieses Medikament weniger problematisch?
Hallo Stereotyp
Kurze Antwort: Ja
Lorazepam ist eines der Benzos, die am schnellsten abhängig machen. Auch eine Toleranzentwicklung ist möglich. Wenn du es nach längerer Einnahme absetzt, kann es zu einem Entzug kommen. Wie heftig der sein wird hängt von der Dauer der Einahme u. der Dosierung ab.

Du könntest wenn du magst eine Signatur erstellen, deine Medikamente eintragen mit der Dauer u. Dosierung. (gehe über Profil)

Lies bitte auch: www.antidepressiva-absetzen.de
Vielleicht hast du nur zu schnell reduziert.

Gruss Annette
Gesperrt