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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Citalopram und "schwarze Gedanken"

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Rieke
Beiträge: 227
Registriert: 10.01.2004 11:42

Citalopram und "schwarze Gedanken"

Beitrag von Rieke »

Hallo, durch Zufall bin ich auf Eure Seite gestoßen, weil ich überall Hilfe suche. Bin jenseits von 55 Jahren, leide seit ca. 3 Jahren an einer Depression und nehme seit Sommer 2002 Clopram, erst 20 mg, dann 40 mg und es ging mir nicht besser dabei. Durch die Einnahme des AD hat sich bei mir der Gedanke eingeschlichen, daß ich dadurch "schwarze Gedanken" sprich Gedanken an den Tod, an den Suizid und was noch schlimmer war, die Gedanken, einen anderen Menschen umzubringen. Aber wie gesagt, es waren nur Gedanken. Ich habe dann das Citalopram selber auf 20 mg reduziert. Gedanken blieben aber. WAr im vergangenen Jahr im OKtober 4 Wochen in der Klinik, auf meinen Wunsch wurde das AD ad hoc abgesetzt, nach 3 Wochen kam der totaler Zusammenbruch in Form von Weinkrämpfen. Bekamm dann Cipramil, habe mich aber innerlich gegen das Medikament gesträubt und nur 15 mg eingenommen, die schwarzen Gedanken wurden nicht weniger, konnte aber besser damit umgehen, habe dann wieder reduziert und Weihnachten kam wieder der totale Zusammenbruch. Habe dann aus lauter Verzweiflung wieder Citalopram genommen, obwohl mir die Ärztin Paroxetin verschrieb. Habe den Beipackzettel gelesen und für mich entschlossen, dieses Medikament nicht zu nehmen. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch weiterhin das Citalopram nehmen soll. Ich nehme nur 10 mg. WAs ist, wenn ich diese jetzt auch noch langsam ausschleiche? Werden die schwarzen Gedanken schlimmer, oder verschwinden sie langsam. Wer kann mir dieses beantworten, bzw. hat ähnliches mitgemacht. Meine Therapeutin meint, es sind Zwangsgedanken, die sich bei mir so festgesetzt haben. Aber sind ja nicht nur die Gedanken, es ist auch der Kopf, vor allen Dingen morgens. Es ist wie ein Schleier, der im KOpf sitzt und dahinter die Gedanken. Im Laufe des Tages wird es teilweise besser. Ich habe schon alles ausprobiert, Lichttherapie usw., ich werde diesen verdammten Spuk nicht los und manchmal habe ich Angst davor, langsam zu verblöden. Ich will es aber nicht, ich will leben, leben und zwar das letzte Drittel meines Lebens ohne diese schlimmen Gedanken und Gefühle.
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Hallo Rieke,

willkommen im Forum. Wenn Du auf der Hauptseite www.antidepressiva-forum.de auf der Seite Erfahrungsberichte schaust, kannst Du meinen Bericht und den meiner Tochter Jessica lesen. Sie hatte nach der Einnahme diverser SSRIs genau diese Symptomatik. Ich habe auf meinen Reisen durch die Selbsthilfegruppen in den USA und GB öfters über solche Symptome gelesen. Wenn Du Dir sicher bist, dass diese Gedanken erst nach der Einnahme der ADs anfingen, wäre es meiner Ansicht nach besser, das Medikament abzusetzen - aber richtig. Ein plötzliches Absetzen kann nämlich auch zu solchen Gedanken führen oder sie verstärken. Schaue bitte auf der Seite Medizinische Infos nach dem Infopaket, es enthält Absetzpläne.

Liebe Grüße

Linda
Gesperrt