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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Wogegen nehmt ihr Antidppressivas?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Tinchen
Beiträge: 3
Registriert: 21.04.2004 20:33

Wogegen nehmt ihr Antidppressivas?

Beitrag von Tinchen »

Hallo!

Ich bin ganz neu hier und sollte mich ev. eigentlich zuerst vorstellen bevor ich mit Fragen rein platze, aber ich hoffe ich darf trotzdem fragen. :?:

Wogegen nehmt ihr genau Antidepressivas? Ok, gegen Depressionen, dass ist klar, aber scheinbar werden Antidepr. ja auch schon bei depressiven Verstimmungen etc. gegeben und die Nebenwirkungen sind ja doch nicht sooo gering.
Bzw. wie erlebt ihr die Nebenwirkungen?

Ich selbst nehme keine Antidepressiva, bin aber ebenfalls in Therapie, auch wenn ich DEN GRUND schlechthin gar nicht so richtig kenne, da es einfach zuviel des "Schlechten" ist. Aber letztens hat mich meine Therapeutin auf AD angesprochen und seit dem suche ich bisschen im INternet rum und bin auf euch gestossen.
Denn süchtig machen AD angeblich nicht, woher also die "Absetzschwierigkeiten"?

Ab wann haben die AD denn bei euch angeschlagen und wie lang nehmt ihr sie schon?

Ich hoffe ich schieße mit meinen Fragen nicht grad über's Ziel hinaus, aber ich wäre echt dankbar, wenn ihr mir bei meinen Fragen helfen würdet.

LG
Hippo
Beiträge: 95
Registriert: 21.10.2003 17:16
Danksagung erhalten: 3 Mal

Beitrag von Hippo »

Hallo Tinchen,

wenn Du unter "Erfahrungsberichte" liest, werden einige Deiner Fragen schon beantwortet sein.
Nur so viel:
Wenn es mir jeh wieder so schlecht gehen würde, wie es mir damals ging, würde ich es jederzeit wieder nehmen - aber auch nur dann !
Meine Meinung: Bevor man AD nimmt, sollten alle möglichen Alternativen schon (erfolglos) ausprobiert worden sein. Es darf ausschließlich dazu dienen, einen Teufelskreis zu durchbrechen, also nur, wenn man so weit unten ist, daß man für andere Therapiemöglichkeiten gar nicht mehr erreichbar wäre. Alles andere ist unverantwortlich, Wirkung und Nebenwirkung stehen sonst in keinem Verhältnis.
AliBaba
Beiträge: 107
Registriert: 08.03.2004 15:50
Wohnort: Freiburg

Beitrag von AliBaba »

Hallo Tinchen,

bevor ich zu ADs greife würde ich auch erstmal überlegen, ob es nicht auch weniger starke Medikamente wie z.B. Johanniskraut bringen. Die ADs sind meiner Meinung sowas wie der letzte Strohhalm.

Ich selber nehme zur Zeit Citalopram und das etwa seit 2-3 Wochen. Zu den Nebenwirkungen, die waren anfangs ganz schön heftig, haben sich aber nun auf einen erträgliches Mas reduziert. Anfangs sind die Nebenwirkungen immer heftig, was sich aber mit der Zeit gibt. Nach einer längeren Dauer sollen sie sogar ganz verschwinden. Die positive Wirkung setzt sich bei schleichend ein. Es wird von Tag zu Tag ein Stück besser, aber am Ziel bin ich noch nicht.

Jetzt noch kurz eine Bemerkung zu deiner Aussage, dass es keine Absetzprobleme geben darf. Da kann ich dir nur drauf antworten, stöber mal ein bisschen in den Berichten aus diesem Forum und du wirst ganz schnell einer anderen Meinung sein.

Gruss
Alex
dez 2002 Citalopram (20mg), okt-dez 2003 Paroxetin (20mg), feb-mär 2004 Paroxetin (20mg), mai 2004 20mg Citalopram, jun 2004 50mg Thombran. jul 04 Clean
karin
Beiträge: 98
Registriert: 12.02.2004 14:38

Beitrag von karin »

hallo,

ich würde auch sagen - AD nur als letzter Strohhalm und um wieder "anzuspringen".

wenn ich vorher gewusst hätte, wie gut ein hochdosiertes johanniskraut-präparat bei mir wirkt, hätte ich mir die versch. ADs sicherlich nicht angetan.

genommen habe ich ADs gegen schlafstörungen, müdigkeit, grübeln, angst, nervosität und angespanntheit. konnte mich absolut nicht mehr entspannen und konzentrieren. wirklich geholfen hat kein AD, würde sogar sagen, dass die ADs meinen organismus noch mehr durcheinandergebracht haben.

für besseres wohlbefinden kann ich harta yoga, pilates und ausdauertraining empfehlen.

lg,
karin
mitte 05/2003 10mg zoldem->anfang 06-09/2003 0,75mg xanor, 150mg trittico->10/03 30mg remeron->anfang 12/2003 bis mitte 01/2004 50mg gladem->mitte 01/2004 50mg gladem, 75mg trittico->ende 02/2004 50mg gladem->mitte 03/2004 25mg gladem-> ausgeschlichen
Gesperrt