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 ! Nachricht von: Oliver

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mein erster beitrag hoffe es liest ihn jemand

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
francisco
Beiträge: 48
Registriert: 12.06.2004 00:27

mein erster beitrag hoffe es liest ihn jemand

Beitrag von francisco »

also wo soll ich anfangen,

ich habe am ostern eine sehr schwere migräne gehabt, und seither stimmt nichts mehr, ich bin nun sehr oft auf einmal sehr nervös,traurig , das hält dann so 1std an und schleicht dann aus.
seit 5 tagen sind neue symptome da, ich bin auf einmal wärend dem tag urplötzlich totmüde kann mich nur noch schwer konzentrieren und habe gedächtnislücken im sinne dass ich z.b. oft 2mal nachschauen muss ob ich im zimmer das licht ausgemacht habe, das geht dann nach so 2-3 std wieder vorbei. ein anderes symptom was auch neu ist ist dies das ich wärend des tages auf einmal wie sauer bin und würd am liebsten etwas umschmeisen oder jemand eine watschen, die gedanken gehen aber gottseidank gleich wieder weg , aber ich hab dann schon angst weil ich sowas noch nie erlebt habe, und ich ein absolut friedlicher mensch bin.
kurios ist dass es mir vorallem in den frühen morgenstunden gut geht da kann ich auch dann ein buch lesen.
war dann beim arzt, der hat gesagt ich hab eine art krise/depression und hat mir seit letzten dienstag 8/6/04 seroxat verschrieben 20 mg und 1,5 lexatin morgens und abends, ich bin aber kein freund von medikamenten, und hab zuerts mal nur 10 mg seroxat /tag eingenommen und nur 1,5 lexatin abends. vor allem vor lexatin hab ich angst weil überall gewarnt wird das es abhängig macht. deshalb hier einige fragen:

1) nach wieviel tagen ungefähr zeigt seroxat wirkung? wenn ich so bisher nur 10 mg/tage einnehme?

2) will noch ca. 5 tage lexatin einnehmen und dann weglassen, das macht doch noch nicht abhängig?

3) ist seroxat wirklich so ein teufelszeug wenn man es ausschleichen möchte? hab angst das ich seroxat mein lebenlang einnehmen muss

4) gibts eigentlich schon studien über leute die dieses produkt über jahre schon einnehmen, geht da irgendwannmal die leber drauf?

5) !!!für mich wichtig!!! hat jemand mal so änliche symptome gehabt wie ich oder steh ich hier alleine da?

--ich bitte sehr um eine antwort und sei es das jemand mein posting nurmal durchgelesen hat---

gruss
f
Adri
Beiträge: 20
Registriert: 11.01.2004 20:35

Beitrag von Adri »

Guten Morgen!

1) nach wieviel tagen ungefähr zeigt seroxat wirkung? wenn ich so bisher nur 10 mg/tage einnehme?
Wenn das Medikament bei dir anschlägt dauert es in der Regel 2-4 Wochen bis eine Wirkung spürbar ist, bei manchen kann es schneller oder auch länger gehen 6 Wochen ist keine Ausnahme.
2) will noch ca. 5 tage lexatin einnehmen und dann weglassen, das macht doch noch nicht abhängig?
Also Körperlich bist du nach 5 Tagen nicht Abhängig, eine Psychische Abhängigkeit von Benzodiazepine (dein Medikament) kann ziemlich schnell gehen da reichen sicherlich 5 Einahmen aus.

3) ist seroxat wirklich so ein teufelszeug wenn man es ausschleichen möchte? hab angst das ich seroxat mein lebenlang einnehmen muss
Es haben sicherlich viele schlechte Erfahrungen gemacht mit Paroxetin/Seroxat die davon nur sehr schwer los kommen, ich Persönlich kann dazu nicht viel sagen weil ich eher nur Positive Erfahrungen gemacht habe mit Seroxat, ich habe 60 mg über 8 Monate lang eingenommen und habe es ohne Probleme Abrupt abgesetzt (bitte nicht nachmachen) man sollte es auf jeden fall langsam wieder Ausschleichen und nicht sofort Absetzten wie ich es gemacht habe. Aber ich wollte einfach so schnell wie es geht von den ganzen Medikamente weg. ( leider nur 1 Jahr war ich Medikamenten frei bis zum nächsten Krankheits- Schub )

5) !!!für mich wichtig!!! hat jemand mal so änliche symptome gehabt wie ich oder steh ich hier alleine da
?


Also ich kann dich auf jeden fall mal beruhigen du stehst sicherlich nicht alleine da, ich selber hatte auch solche ähnlichen Symptome ständige Müdigkeit Konzentrationsschwäche und auch noch diese Verfluchten Zwangsgedanken die mich heute noch plagen wie z.B durchzudrehen und Verrückt zu werden jemanden schlagen und auch noch schlimmer…. Wenn Paroxetin bei dir anschlägt werden die Symptome auf jeden fall besser, heute hab ich gelernt damit umzugehen und lebe „fast“ Symptom frei und bin gerade wieder dabei meine Medikamente Abzusetzen (diesmal langsam *g*).

Dein Arzt hat zu dir gesagt du sollst 20 mg sofort einnehmen das ist auch für den Anfang ziemlich viel da hast du gut reagiert und mit 10 mg angefangen man sollte jedes Antidepressiva langsam einschleichen und erst Wöchentlich langsam hoch gehen auf die Behandlungs-Dosis wegen den ganzen Nebenwirkungen das sich dein Körper langsam an das Medikament gewöhnt.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen, ich geh jetzt schlafen ich bin ziemlich müde :-)



Ps. Rechtsschreibfehler & Grammatik bitte überlesen :-)


Grüße

Adrian
CloneX
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Beitrag von CloneX »

hi francisco, willkommen im forum.

ich bin mal wieder überrascht wie schnell die ärzte medikamente verschreiben, und dann auch noch gleich zwei nicht unbedingt harmlose. hat er irgendwie versucht der ursache mal auf den grund zu gehen ?

vor allem, hat man dich auf körperliche ursachen hin untersucht ? da gibt es ja wirklich ne menge möglichkeiten. schilddrüse, medikamenteneinwirkung, usw. finde es schon etwas seltsam, dass es plötzlich mit einer migräne anfängt. bist du irgendwie in kontakt mit etwas giftigem gekommen ?

ich will und kann jetzt nicht sagen "mach dies, mach das". aber ich würde an deiner stelle mich erstmal durchchecken lassen und evtl. einen spezialisten aufsuchen, der nicht gleich haufenweise medikamente verschreibt ohne zu gucken was eigentlich mit dir los ist.

dieses forum befasst sich ja vor allem mit den negativen auswirkungen dieser medikamente - was das angeht wirst du auch auf der hauptseite genug infos finden. deswegen kurz zu deinen fragen:

3) paroxetine KANN abhänig machen, MUSS aber nicht. die gefahr besteht, deswegen mein rat, erstmal andere ursachen deiner krankheit auszuschließen

4) ich glaube, dass die leber drauf geht kann eher die geringste sorge sein, aber ab und an ein blutcheck sollte drin sein.
Oliver
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Beitrag von Oliver »

Hallo Francisco

Ich kann mich CloneX nur anschliessen - ich bin sehr erstaunt, dass Dir bei diesen Symptomen Paroxetin verschrieben wurde. Das plötzliche Auftreten der Symptome kann einiges Bedeuten, dass solltest Du erstmal abklären. Lass Dich erstmal körperlich richtig durchchecken und frag Deinen Arzt warum er Dir so schnell solche Hämmer verschreibt. SSRIs (Paroxetin z.B.) sind keine Smarties, und Benzodiazepine ebensowenig. Wie gut kennt Dein Arzt Dich? Wie lange hat er mit Dir gesprochen, bevor er Dir das verschrieben hat?

Alles Gute
Oliver
francisco
Beiträge: 48
Registriert: 12.06.2004 00:27

zuerst mein dank für die schnelle reaktion, hier noch ein pa

Beitrag von francisco »

zuerst einmal ein grosses dank an euch, ich habe zur zeit sehr viel angst und bin froh wenn sich jemand mal 1 minute zeit nimmt um zu meinem fall was zu sagen, nochmals danke.

ich sollte noch paar infos zu meinem fall geben:

1) nach der schweren migräneatacke an ostern hatte ich 2
Kernspin-Tomographie (Magnet-Resonanz-Tomographie) gemacht ,die erste um zu schauen ob das gehirn organisch ok ist und die 2e ob die durchblutung in ordnung ist.
resultat alles ok, auch ein EEG war OK.

2) zu meiner migräneatacke am ostern, ich habe seit meinem 12. lebensjahr migräne ( es ist eine migräne ohne kopfschmerzen) normalerweise seh ich halt für ca 1std nichts mehr weil das sehzentrum betroffen ist, das war ich auch gewohnt, am ostern hatte ich dann aber eine schwerere migräne , da war das sprachzentrum betroffen, heisst man kann für einige std nichts mehr klar sagen. ein furchtbares erlebnis!
man weiss dass bei mir migräne stress bedingt ist.

3) seit ostern hab ich nun sowas wie angstatacken, heisst auf einmal werd ich nervös, unruhig, hab so ein mix zwischen traurigkeit und angst im magen, auf einmal strömt ein meer von gedanken auf mich ein wie als hätte man ein filter weggetan, man wird noch nervöser und läuft hin und her, man weiss ja nicht was man machen soll, nach ca. 1std geht der spuk wieder vorbei ,
seit nun ca 9 tage hat sich die symptomatik nun etwas geändert, wie schon beschrieben, hab ich nun folgende 3 symptome:

a) ich kann in nur 2-3 minuten totmüde werden wie als hätte ich seit langem nicht mehr geschlafen. geht nach ca. 2std wieder weg.

b) änlich wie a) kann meine konzentrationskapazität auch für ca. 30 min. in den keller gehen. einfach so.

c) macht mir momentan am meisten angst weil ich sowas noch nie hatte, ich hab ab und zu gedanken wie etwa dem papierkorb ein tritt zu versetzen oder jemand einfach eine zu watschen, die gedanken gehen aber sofort wieder.

mein arzt meint dass dies alles ein mix aus stress, angst, und eine art depression ist, seine idee:
seroxat zur langzeit dämpfung der angst und normalisierung der situation.
da seroxat aber erst nach einiger zeit wirkt und um momentan die angst, nervosität zu lindern, soll ich für insgesamt 14 tage mal bromazepan 3mg einnehmen, also 1,5 mg morgens 1,5 mg abends, lass aber zur zeit die morgens weg weil ich vor bromazepam einen riesen respekt habe, mein arzt meint aber dass 3 mg / tag die unterste verschriebene dosis ist.

da ich aber nun die erfahrung von einigen mit seroxat und bromazepam durchgelesen habe, hab ich nun neue angst, das ich von dem zeug abhängig werde, ich hab in meinem leben noch nie geraucht, getrunken, und auch noch nie irgend welche drogen zu mir genommen, der gedanke dass ich ausgerechnet nun von medikamenten abhängig werden könnte macht mir schon angst.

ich weiss dass ich hier am anfang stehe und möchte die richtige entscheidung treffen, denn ich will nur eins so wieder zu sein wie vor ostern.

lg

f
CloneX
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Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

hi f,

gut dass du dich hast durchchecken lassen. das mit den migräneattacken klingt ziemlich unangenehm - möglichweise war ja auch dieses letzte erlebnis irgendwie traumatisch für dich und du hast jetzt deswegen diese symptome ? oder aber es besteht irgendwie ein anderer zusammenhang zwischen migräne und den symptomen.

die symptome die du beschreibst sind jetzt für mich _persönlich_ nicht eindeutig depressionen, vor allem so schnelle wechsel kamen bei mir nicht vor - außer jetzt bei den absetzerscheinungen vielleicht.

die ssri wie paroxetine können bei migräne helfen glaube ich - zumindest habe ich davon schon was gelesen.

ich weiß nicht was man dir raten sollte, würde auf jedenfall noch andere experten zu rate ziehen. machst du therapie ? sowas sollte ja immer zuerst kommen bevor man sich mit medikamenten beschäftigt.

auf dieser seite findest du hauptsächlich negative erfahrungen - nicht alle haben probleme mit den medikamenten. ist halt nur eine gewisse gefahr, und deswegen solltest du dir alle schritte gut überlegen und wirklich vorher alle anderen sachen ausschließen/ausnutzen, die helfen könnten.

ich persönlich würde wohl entweder auf das traumatische erlebnis tippen oder aber deine krankheit (migräne) hat sich irgendwie ausgeweitet ? kenne mich da aber nicht aus.

informier dich deshalb nicht nur über deine medikamente sondern auch über deine krankheit an sich und alternative behandlungen. würde wirklich darauf bestehe, dass sie bei dir eine genauere diagnose stellen und nicht sowas wie "ein mix aus dies und das".

viel erfolg.
Gesperrt