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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
tesa
Beiträge: 5
Registriert: 26.06.2009 11:43

Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille

Beitrag von tesa »

Hallo,
danke Mücke, irgendwie war mir der Umgang in diesem Forum nicht ganz klar. Wie gesagt nehme nun, nachdem ich gerade 6 Wochen Trevilor abgesetzt hatte, erneut Trevilor retard 75mg täglich. Ich bin mit dieser Tatsache sehr unzufrieden. Möchte daher von euch wissen. Kann es sein, dass ich lediglich an Absetzsymptomen litt. Auf Anordnung meines Arztes habe ich das Medikament um es abzusetzten, zwei Wochen lang, jeden zweiten Tag eingenommen, anschließend ganz weggelassen. Meine Stimmungen schienen mir irgendwie unkontrollierbar, später wurde sie zunehmend schlechter, allerdings ging es mir noch nie so schlecht, nicht einmal vor meiner Behandlung, es war seltsam fremdbestimmt, ich konnte es nicht erklären. Habe ich zu schnell wieder mich auf das AD eingelassen? Kann ich wagen es wieder abzusetzen? Und wenn dann wie?

Noch etwas, gibt es eine generelle Unverträglichkeit der Antibabypille oder kommt es nur auf die jeweilige Pille an, Und gibt es eventluell Erfahung mit Wechselwirkungen?

Ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr mir eure Erfahrungen schildern könntet. Danke!
Diagnose: Generalisierte Angsstörung, Medikament: Trevilor Retard 75mg; Absetzversuche:2; Zeitraum der Einnahme etwa 2 Jahre
mücke
Beiträge: 2922
Registriert: 30.12.2004 09:24
Hat sich bedankt: 156 Mal
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Re: Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille

Beitrag von mücke »

Hallo tesa
Kann es sein, dass ich lediglich an Absetzsymptomen litt. Auf Anordnung meines Arztes habe ich das Medikament um es abzusetzten, zwei Wochen lang, jeden zweiten Tag eingenommen, anschließend ganz weggelassen. Meine Stimmungen schienen mir irgendwie unkontrollierbar, später wurde sie zunehmend schlechter, allerdings ging es mir noch nie so schlecht
Ja, das kann gut sein, vor allem dann wenn du Beschwerden bekommen hast, die vorm Absetzen nicht da waren.
Ein paar link dazu:
http://www.adfd.org/wissen/SSRI-Absetzsyndrom
http://www.antidepressiva-absetzen.de/
http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html
http://www.adfd.org/wissen/Checkliste:_ ... ymptome%3F

Was mich immer wieder wundert ist die Art und Weise wie manche Ärtze absetzen.
Das Medikament nur jeden 2. Tg. zu nehmen ist falsch.
Es sollte schon tgl. eingenommen werden und langsam in der Dosis reduziert werden.
Wenn du dich jetzt fragst wie man das denn macht, so sage dir, nach der Kügelchenmethode.
Man öffnet die Kps. und entfernt einige Kügelchen und dosiert so langsam ab.
Du hattest doch Trevilor retard, oder?
Kann ich wagen es wieder abzusetzen? Und wenn dann wie?
Werde erst wieder stabil. Dann kannst du erneut versuchen abzusetzen.

Gruss Mücke
tesa
Beiträge: 5
Registriert: 26.06.2009 11:43

Re: Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille

Beitrag von tesa »

Vielen Dank, für die Antwort.
Ja, ich neheme die trevilor retard Kapseln.
Diagnose: Generalisierte Angsstörung, Medikament: Trevilor Retard 75mg; Absetzversuche:2; Zeitraum der Einnahme etwa 2 Jahre
antianti
Beiträge: 217
Registriert: 06.03.2009 08:43

Re: Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille

Beitrag von antianti »

Jep, das mit dem abwechselnden Einnehmen (bei mir: 1x150mg, 1x75mg usw.) hatte mir mein Arzt anfangs auch geraten, geht gar nicht!!! Führt nur dazu, dass man jeden zweiten Tag Absetzerscheinungen hat, also völlig bescheuert.

Ich schließe mich den Ratschlägen von Mücke an: erst wieder stabil werden und dann ganz langsam und gleichmäßig, mit der Kügelchenmethode oder durch sorgfältiges Teilen (bei normalen Filmtabletten), alle 2-3 Wochen oder noch langsamer, je nach Befinden reduzieren. Wenn Du auf Null bist, kann es trotzdem noch zu Entzugsproblemen kommen, aber bei mir waren die nach wenigen Tagen erträglich, und auch ein anderer Teilnehmer hier sprach von 5 Tagen akuter Probleme.
tesa hat geschrieben:Noch etwas, gibt es eine generelle Unverträglichkeit der Antibabypille oder kommt es nur auf die jeweilige Pille an, Und gibt es eventluell Erfahung mit Wechselwirkungen?


Was meinst Du damit? Unverträglichkeit bei der Einnahme oder Wechselwirkungen mit dem Trevilor?
Seit März 2009: Trevilor/Venlafaxin abgesetzt! (Akuter Entzug: 3 Tage, danach schrittweise Besserung. Bis zwei Monate später noch selten leichte Stromschläge.)
26.05.09: 25µg L-Thyrox
20.07.09: 50µg L-Thyrox
09.09.09: 75µg L-Thyrox
13.01.10: 75µg L-Thyrox + 150µg Jodid
21.01.10: 100µg L-Thyrox + 150µg Jodid

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"Ein Antidepressivum runterzudosieren ist wie mit einem 500PS starken Sportwagen durch eine verkehrsberuhigte Zone zu fahren."
tesa
Beiträge: 5
Registriert: 26.06.2009 11:43

Re: Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille

Beitrag von tesa »

Danke. Was die Pille angeht. Einige führen eher dazu, dass eine vorhandene Depression gesteigert wird. Kann das jemand bestätigen?.
WEgen des Absetzens von Trevilor. WIe ist es wenn man zunächst auf 37,5 retard kapseln wechselt. Das in Trevilor enthaltene Venylfaxin gibt es auch als retard-Kapsel. kann man auch so reduzieren? Ich meine einige Kügelchen entnehmen, woher weiß ich wieviele? die Hälfte?.
Noch warte ich ab, mit dem Absetzen, das ist mir klar. Ich will nur wissen, ob ich mich erneut diesen hässlichen Absetzsyptomen aussetzen muss. Das war wirklich nicht angenehm.
danke für eure Beiträge, dass ist sehr hilfreich.
Diagnose: Generalisierte Angsstörung, Medikament: Trevilor Retard 75mg; Absetzversuche:2; Zeitraum der Einnahme etwa 2 Jahre
antianti
Beiträge: 217
Registriert: 06.03.2009 08:43

Re: Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille

Beitrag von antianti »

Ich würde sagen, dass Tabletten, die die Hormone steuern, auch immer die Psyche beeinflussen können. Ich habe mich irgendwann gegen weitere Pillenversuche entschieden, weil ich von den künstlichen Hormonen nicht mehr beeinflusst werden wollte, und fühle mich seitdem viel besser. Z.B. unter der Cerazette, einer östrogenfreien Pille, war ich die ganze Zeit unglaublich gereizt, zickig und mürrisch. Permanentes PMS. Andererseits gilt auch hier: Ausprobieren macht schlau! Es gibt genug Frauen, die die Pille psychisch und physisch gut vertragen.

Zur Kügelchenmethode: Manche machen es so, dass sie in festen Abständen, z.B. alle 5 Tage, ein Kügelchen aus der Kapsel weglassen. Das dürfte die schonendste, wenn auch langwierige Variante sein. Andere wiegen die Kügelchen ab und reduzieren quasi nach Gewicht, z.B. alle 2 Wochen 5mg. Ich selber hatte am Ende Filmtabletten, die habe ich mit dem Messer erst halbiert, dann geviertelt und schließlich geachtelt. Ich behaupte mal, Kügelchen zählen ist einfacher.

Fest steht, dass zwei Wochen zum Absetzen viel zu kurz sind. Auch von einer Dosisreduzierung kann man bei dieser abwechselnden Einnahme nicht wirklich sprechen. Da hat Dein Arzt echt bulls***t geredet, das muss ich sagen. Um den Vergleich mit dem Sportwagen (siehe Signatur) zu halten, den mein Neurologe gebracht hat, ist eine solche Methode wie wenn man mit besagtem Gefährt abwechselnd Gas gibt und bremst, und dadurch erwartet, langsamer zu werden. Wenn Du allerdings langsam und kontinuierlich die eingenommene Dosis verringerst, hast Du gute Chancen, den Absetzsymptomen zu entgehen oder zumindest wie ich nur ganz am Schluss ein paar Tage damit zu kämpfen.
Seit März 2009: Trevilor/Venlafaxin abgesetzt! (Akuter Entzug: 3 Tage, danach schrittweise Besserung. Bis zwei Monate später noch selten leichte Stromschläge.)
26.05.09: 25µg L-Thyrox
20.07.09: 50µg L-Thyrox
09.09.09: 75µg L-Thyrox
13.01.10: 75µg L-Thyrox + 150µg Jodid
21.01.10: 100µg L-Thyrox + 150µg Jodid

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"Ein Antidepressivum runterzudosieren ist wie mit einem 500PS starken Sportwagen durch eine verkehrsberuhigte Zone zu fahren."
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