ich muß schon wieder davon anfangen. (Bitte uschi nicht aufregen
Ist es denn nun wirklich gefährlich, wenn man von 10 mg auf 0 mg Paroxetin mit schlimmen Nebenwirkungen geht, oder ist es nur schwierig?
Ich weiß eigentlich ziemlich genau, was auf mich beim Absetzen zukommen wird. Ich nehme auch Angstzustände, Gedankenrasen, Weinkrämpfe und Selbstmordgedanken, Schwindel und Kopfschmerzen in Kauf, weil ich davon ausgehe, daß das vorübergehend sein wird.
Ich bekomme jetzt oft zu hören, daß das gefährlich sei.
Aber ich weiß nicht so genau, was das Gefährliche daran ist. Ist es möglich, davon dauerhaft psychotisch zu werden?
Ich könnte mir auch vorstellen, daß es zu gefährlich erscheint, daß ich Selbstmordgedanken bekomme.
Aber ich würde auch einen stationären Entzug machen. Mir ist nur einfach wichtig, daß ich nicht ein halbes Jahr oder länger mit dem bescheuerten Absetzen von meinem Medikament verbringe.
Vielleicht hinkt der Vergleich, aber jemand, der von irgendeinem anderen Suchtmittel wegkommen will, muß doch auch Entzugssymptome in Kauf nehmen. Kein Mensch käme auf die Idee, einem Alkoholiker zu raten, jeden Tag weiterhin zu trinken, nur jeden Tag vielleicht 10ml von seinem Lieblingsgetränk wegzulassen.
Ja, ich gebe zu, der Vergleich ist schlecht.
Aber was mich mittlerweile ständig beschäftigt, ist die Frage, weshalb der langsame Entzug vom Antidepressivum anscheinend zu bevorzugen ist.
Ich wünsche es mir gerade so sehr, in meinem Urlaub endlich von meinem Antidepressivum wegzukommen. Ich will endlich wieder ohne Antidepressivum leben. Ich will es wirklich. Und für mich ist es keine Frage, ob ich den Entzug durchstehen kann, sondern eher, ob es tatsächlich bleibende Schäden davon geben kann.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!
vivie