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Die Teams des ADFD




Hilfe, ich bin wieder kurz vorm Durchdrehen! PANIK!

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Christine
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Hilfe, ich bin wieder kurz vorm Durchdrehen! PANIK!

Beitrag von Christine » Donnerstag, 11.11.04, 16:43

Hallo Ihr Lieben,

ich war lange nicht hier, es ging mir auch gut. Habe Im Sommer angefangen, von 40 mg Paroxetin runterzukommen und es auch auch bis auf 8 mg geklappt. Irgendwann hatte ich dann den totalen Rückfall.
Danach bekam ich von meinem Arzt Remergil verschrieben. Das Mittel wirkt bei mir überhaupt nicht.
Anfangs war ich bei 15 mg, jetzt bei 30 mg. Und mein Gewicht steigt noch weiter. Ich hatte wegen SChmerzen in den ARmen und derGewichtszunahme das Absetzten von Paroxetin in Angriff genommen. Auch die Sexunlust macht mir zu schaffen.
Doch heute bin ich soweit, daß mir all diese Nebenwirkungen egal sind, weil ich nicht mehr ein noch aus weiß.
Ich brauche echt seelische Unterstützung. Geht es jemandem wie mir?
Und gibt es einen Zusammenhang Schilddrüse und Panik?
Ich habe nämlich seit einiger Zeit starken Haarausfall, mein Puls liegt bei 42 - 45 die minute und ich nehme rasend schnell zu.Kann die Schilddrüse auch durcheinandergearten beim Absetzen von AD?
Ich bin über jede ANtwort dankbar.
Liebe Grüße CHristine

amanita
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Beitrag von amanita » Donnerstag, 11.11.04, 16:55

liebe christine!

ich kann mir gut vorstellen wie du dich fühlst...nur was das paroxetin betrifft kann ich nicht mitreden...bei mir ist es das absetzen von cipralex was mir so zu schaffen macht....ich bin von 10 auf 7,5 mg runter...war zwischenzeitlich schon mal ein paar tage bei 5mg und gehe jetzt mit wieder 7,5 mg noch durch den höllenschlund.

ich für mich habe beschlossen, dass, wenn ich es nicht mehr aushalte wieder in die psychiatrie gehe....diese option beruhigt mich wenigstens partiell. mein herz wummert und der magen spielt verrückt.....dazu kopfweh und angst....ein "normalo" kann sich gar nicht vorstellen, was wir so mitmachen. diese fehlende akzeptanz meiner umgebung macht mir noch zusätzlich zu schaffen...trotz zweier suizidversuche reagiert mein umfeld mit der floskel "reiss dich doch etwas mehr zusammen"..das macht mich unsagbar wütend und kostet mich noch zusätzlich kraft, weil ich einfach nicht mehr kämpfen kann.

kannst du kontakt mit deinem behandelnden arzt aufnehmen....oder zu einem anderen wechseln??

ich drück dich mal ganz fest du arme....

sei ganz lieb gegrüsst von

amanita
Symptome: Magenschmerzen, Übelkeit, starke Gewichtsabnahme, Durchfall, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Panikattacken, Angstzustände; Diagnose: Angst- und Panikstörung,
nach 2 Suizidversuchen: schwere Depressionen
Medikation: Escitalopram 10 mg, 10 Monate (vorher Sertralin, Mirtazapin, Clomipramin und Maprotilin wegen der Nebenwirkungen nach kurzer Zeit abgesetzt)
Zusätzlich: bei Bedarf 25-50mg Trimipramin zum Schlafen
3 gescheiterte Absetzversuche
Absetzverlauf:ca. 14 Tage, Escitalopram, 7,5mg >> 3 Tage Escitalopram 5mg >> jetzt wieder bei 7,5 mg Escitalopram>>seit dem 18.11. 5mg Escitalopram und 50mg Doxepin>>seit dem 26.11. 2,5mg Escitalopram und 50 mg Doxepin>>seit dem 2.12. ohne Escitalopram, abends 50 mg Doxepin

Linda
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Beitrag von Linda » Donnerstag, 11.11.04, 17:00

Hallo Christine,

also zusammenfassend nimmst Du momentan kein Paroxetin und 30 mg Remergil - richtig?

Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall nochmals zu Deinem Arzt gehen und ihm das genau so erzählen, wie Du es hier geschrieben hast.

Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Medikamente auf die Schilddrüse negative Auswirkungen haben können. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse kann auch beinflusst werden. Lasse Dich auf jeden Fall von oben bis unten abchecken, lasse einen Schildrüsenbelastungstest durchführen. Das ist nicht schlimm, man muss morgens nüchtern hingehen, bekommt ein Mittel verabreicht und dann werden in regelmäßigen Abständen Blutproben genommen und ausgewertet.

Dass eine Schilddrüsenstörung Panik auslösen kann könnte ich mir schon vorstellen. Das Problem bei diesen Medikamenten ist, dass sie auf verschiedene Botenstoffe im Körper wirken, die wiederum andere Mechanismen auslösen/unterdrücken/steuern usw., - letztendlich ist es ganz schwierig zu sagen, was wo durch was ausgelöst wurde. Auf jeden Fall geht es Dir nicht gut, und man sollte nach den Ursachen schauen.

Linda

CloneX
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Beitrag von CloneX » Donnerstag, 11.11.04, 17:56

Die Schilddrüse kann auch Einfluss auf die Psyche haben. Und Medikamente auf die Schilddrüse.

Allerdings ist z.B. Haarausfall auch eine Nebenwirkung von Antidepressiva. Bei mir setzte es z.B. sehr stark ein als ich versuchte Remergil abzusetzen.

Remergil kann übrigens zu starker Gewichtszunahme führen (ist eine der bekanntesten Nebenwirkungen von Remergil).

Wegen dem Puls würde ich deinen Arzt ansprechen. Und wenn du Sorge wegen deiner Schilddrüse hast - eine einfache Blutuntersuchungen kann das ja überprüfen.

Wenn Remergil bei dir überhaupt nicht wirkt, dann würde ich es lieber absetzen. Noch mehr Nebenwirkungen tun ja nicht not.

Und nochmal zur Klarheit: Du hasst Paroxetine jetzt komplett abgesetzt und bist dafür auf Remergil ?

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Beitrag von CloneX » Donnerstag, 11.11.04, 18:00

@amanita: Falls es dir zuviel wird, kannst du auch wieder auf 10mg zurückgehen. Wenn deine Probleme durch den Entzug entstanden sind hören sie dann wahrscheinlich auf oder sind zumindest milder.

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Beitrag von amanita » Donnerstag, 11.11.04, 18:59

@ cloneX....ich muß zusehen, dass ich vom cipralex runterkomme...habe arthralgien und myalgien, die nicht mehr tolerierbar sind...habe lange zeit ausdauersport betrieben und komme zur zeit an schlechten tagen kaum mehr die treppe zu meinem schlafzimmer hoch.

ich bin pharmazeutin und muß zugeben, dass ich, was psychopharmaka betrifft, mal völlig anders gedacht habe!!!

allerdings hat es mich doch sehr erstaunt, dass mein psychotherapeut und seines zeichens leiter der tagesklinik für psychiatrische ambulanz nicht einmal wusste, dass ssri absetzprobleme verursachen können....wenn es nach ihm ginge, hätte ich cipralex von 10mg auf 0 in einer woche schaffen müssen!!!
dazu fällt einem doch nichts mehr ein..oder?

lieben gruß und einen drücker an alle!!

amanita

ps.:während der einnahme von remergil habe ich innerhalb von 3 wochen 8kg zugenommen ...habe sogar nachts den kühlschrank geplündert und alles weggeputzt.....und konnte von jetzt auf gleich kein wasser mehr lassen.
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Christine
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Beitrag von Christine » Freitag, 12.11.04, 6:54

Hallo,

erst einmal ein großes DANKESCHÖN für Eure Antworten.
Was ich da so alles lese, nicht schön. Also kann auch Remergil an dem schnellen Zunehmen liegen.
Ich weiß wirklich nicht, wie es weitergehen soll.
Bin am Überlegen, ob ich wieder auf Paroxetin umsteige. Das hatte zwar auch Nebenwirkungen, aber hat was gebracht. Remergil schlägt bei mir überhaupt nicht an, nur das ich noch fetter werde.
Bin jetzt auch auf 116,8 Kilo. Bevor ich überhaupt krank geworden bin ( vor 12! Jahren), waren es 84 Kilo.
Ich frag mich wirklich, wie das alles weitergehen soll.
Gibt es nicht ein Allheilmittel? Irgendeine Hilfe muß es doch geben.
Ärzte schreiben immer nur auf, haben aber keine Ahnung von nichts.

Liebe Grüße Christine :evil:

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Beitrag von amanita » Freitag, 12.11.04, 7:48

liebe christine,

schaffst du es denn vor dem wochenende noch zu deinem arzt?
hast du daheim unterstützung oder bist du alleine?

die remergil pfunde habe ich zum teil wieder runter.....in meiner brust kämpften immer 2 seelen, die eine sagte dass es egal ist wie ich aussehe, hauptsache meiner psyche geht es gut...die andere war eitel und hat mich traurig gemacht....mit der zeit lernte ich jedoch mich so zu akzeptieren wie ich bin....schliesslich ist frau auch mit ein paar pfunden mehr liebenswert und da sind wir wieder bei den inneren werten...die sind doch auch nicht zu verachten...oder??:-))))


lieben gruß

amanita
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Christine
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Beitrag von Christine » Samstag, 13.11.04, 18:29

Liebe Amanita,

ich war nicht beim Arzt. Von meinem Arzt habe ich nicht viel Unterstützung zu erwarten.
Gestern habe ich den Entschluß gefaßt, nachdem ich nun seit ca. 6 bis 8 Wochen Remergil nehme, und sich nichts tut, außer das ich jeden Tag fast wahnsinnig werde vor Panik und Angst, kurz und gut, ich habe gestern abend anstatt Remergil Paroxetin genommen.
Heute muß ich feststellen, daß all meine schlechte Zeit wohl auch Entzug war. Denn die Tablette hat schon sehr gute Wirkungen erreicht von gestern auf heute.
Also wieder Entzugserscheinungen. Aber mir ging es so schlecht, ich habe wirklich gedacht, tot sein ist besser als dieser Zustand. Deshalb habe ich mich für Paroxetin entschieden.
Remergil hat außer vielen Kilos mehr nichts gebracht. Aber wie gesagt, es war wohl wirklich Entzug.
Mir ist nicht klar, wie man aus diesem Teufelskreis rauskommen soll. Gibt es überhaupt eine Chance für uns, ohne Tabletten zu leben.
Was mich so betrübt ist, daß auch die guten Gefühle weniger werden. So richtig verlieben mit Schmetterlingen im Bauch, daß Gefühl kenn ich gar nicht mehr.
Und trotzdem, ich möchte lieber ein Leben ohne Angst als ein Leben, in dem ich ständig davor bin, aus dem Fenster zu springen.
Vielleicht schaffe ich es irgendwann wieder, Kraft aufzubringen, zu versuchen, Paroxetin abzusetzen.
Bei mir war es so, ich war auf 7,5 mg runter und dann ging es mir so schlecht, daß ich dachte, ne, ohne Tabletten geht nicht. Wollte aber auf keinen Fall mehr Paroxetin nehmen, schon wegen der Sexunlust. Deshalb bin ich von heute auf morgen auf Remergil umgestiegen, was wohl der Fehler war. Ich hätte lieber gleich Paroxetin erhöhen sollen, hätte mir viel Leid erspart.
Gibt es denn keine wirkliche Hilfe gegen all diesen Seelenmüll? :sports:

Liebe Grüße und ein Umarmung
Christine

amanita
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Beitrag von amanita » Sonntag, 14.11.04, 11:26

liebe christine!

du schreibst, dass du von deinem arzt nicht viel unterstützung zu erwarten hast....das macht mich wütend!
auch ich habe die erfahrung gemacht, dass ohne große initiative meinderseits mich zu informieren, noch einiges mehr im argen wäre.
unsere therapeuten und ärzte haben mal ein langes studium absolviert und wir haben uns voller vertrauen um deren wissen an sie gewandt um hilfe zu bekommen.
natürlich sind unsere krankheitsbilder unterschiedlich und zum teil sehr komplex.....aber an wen sollen wir uns wenden, wenn nicht an den "fachmann", der vorgibt sich auszukennen.
dieser "fachmann" darf arzneimittel verordnen die wir in dem guten glauben nehmen, dass sie uns helfen....dass sie gut erforscht sind und deren risiken bekannt und nicht zu gravierend sein dürfen.
wir nehmen also unsere pillen und gehen davon aus, dass sie "wirken" und dass es uns bald besser geht und dass eine zeit kommt, in der wir keine medis mehr brauchen....und unseren alltag wieder so bewältigen können und wir ein akzeptables leben führen können...was immer das im einzelfall auch sein mag.
die definition der WHO was gesundheit bedeutet ist klar definiert und als psychisch kranker klammert man sich an diesen strohhalm dass das richtige arzneimittel diesen zustand gesund zu sein wieder herbei führt.
selbst die vielen pferdefüsse in form von nebenwirkungen nimmt man billigend in kauf....denn wo hauptwirkungen sind, sind auch nebenwirkungen normal.
diese dürfen jedoch ein bestimmtes maß nicht übersteigen....die lebensqualität sollte noch erhalten bleiben...und hat mich mein arzt darüber aufgeklärt was alles mit mir passieren kann, wenn ich das von ihm verordnete arzneimittel einnehme??

in meinem fall ein klares nein!!!

zuerst die medis, die ich nur kurz anwenden konnte weil die nebenwirkungen ein tolerierbares maß schnell überschritten...horrorvisionen, halluzinationen, sehstörungen, probleme beim wasserlassen, bei der einnahme vom zoloft bekam ich kaum stillbare periodenblutungen und bluthochdruck...den eisenverlust konnte ich in einem jahr noch nicht wett machen weil seit der einnahme von den ssri immer wieder magenprobleme auftauchten die durch nichts erklärbar waren, die gewichtszunahme führte dazu, dass ich mich vollkommen neu einkleiden musste....ich schwankte immer wieder zwischen gedanken dass es egal ist wie ich aussehe, hauptsache es geht mir gut und in traurigen momenten, was aus mir eigentlich geworden ist.
mayalgien und arthralgien führten dazu, dass aus einer sportlich sehr engagierten frau ein wrack wurde, dass nicht drei treppenstufen steigen konnte ohne sich hinsetzen zu müssen.
als allein erziehbare mutter war und bin ich häufig nicht in der lage, mich um meine beiden jungs zu kümmern, weil ich mich tageweise nur hinlegen kann und vor übelkeit kaum in der lage bin die küche zu betreten, weil ich allein durch den geruch von nahrungsmitteln mich gleich über die kloo schüssel hängen kann.
der ewige kopfschmerz hat dazu geführt, dass ich kaum noch mit anderen menschen zusammen sein mag.....stimmen und geräusche machen das leben schwer....gerüche ekeln mich und so bin ich lieber alleine.
und mein arzt beschuldigt mich, nicht genug an mir zu arbeiten...sport soll ich treiben, mich ablenken...unter menschen gehen....er meint, ich sei wohl besonders wehleidig und ziehe nebenwirkungen geradezu magisch an.....von zaps und wahrnehmungsstörungen hatte er noch nie gehört(angeblich sei ich die erste patientin die beim absetzen solche probleme hat).......nur, was soll ich machen.

warum haben wir von unseren ärzten keine ünterstützung zu erwarten....wenn ich dich, liebe christine, so zitieren darf???

es ist die pflicht und schuldigkeit dieser medicusse uns aus der scheiße und dem schlamassol zu holen, wenn sie uns arzneimittel verordnen, deren absetzen solche probleme macht......wir haben vertraut, in gutem glauben eingenommen und möchten auch problemlos aufhören können.
jeder alkoholiker auf entgiftung bekommt arzneimittel zur vorbeugung gegen krämpfe....gegen bluthochdruck......
welche kostenlawine käme auf das gesundheitssystem zu, wenn wir alle zum ausschleichen in die klinik gingen!!!

wir sollten es probieren...vielleicht wacht dann mal jemand auf und beachtet uns in dem masse, wie wir es verdient haben und auch brauchen!!

soviel zu dem thema.....dass du und wir und ich von unserem arzt nicht viel unterstützung zu erwarten haben, liebe christine.

wie soll es denn jetzt mit dir weiter gehen?
versuchst du langsam paroxetin auszuschleichen?

zu der möglichkeit genau dosiert sein medikament abzusetzen werde ich in den nächsten tagen hier ins info posten....ich habe mich darüber etwas genauer informiert und werde montag weiter an dieser info arbeiten um hieb und stichfeste angaben in meinem bericht machen zu können.

liebe christine, liebe leidgenossen....ich wünsche euch noch einen akzeptablen sonntag....

liebe grüsse an alle und an die, die es brauchen einen festen virtuellen drücker:-)

amanita
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Uschi
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Beitrag von Uschi » Sonntag, 14.11.04, 12:58

Hallo Amanita,

Du machst ja ganz schön was mit! Führst Du Dein schlechtes Befinden auf die SSRis zurück die Du genommen hast ? Kann Dich gut verstehen, wenn ich mit meinem Paroxetin fast unten bin, kann ich mich auch fast nicht bewegen, vor lauter Muskelsteife in den Beinen und den Muskelschmerzen. Von den anderen Absetzsymptomen mal abgesehen.
Du schreibst auch von Myalgien das sind doch Nervenentzündungen? Oder ? Wenn es so ist dann hab ich das auch. Ich habe schon längere Zeit Pobleme mit meinen Armen, in der letzten Zeit wurde das auch stärker! Liegt das eventuell auch am Paroxetin?
angeblich sei ich die erste patientin die beim absetzen solche probleme hat
Dann wird es Zeit dass er sich informiert ! Soll doch mal ins ADFD schauen. Gib ihm doch mal den Tip ! Kannst ihm ja auch das Info Paket ausdrucken.

lieben Gruß an Dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)

amanita
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Beitrag von amanita » Montag, 15.11.04, 12:09

hi liebe uschi!

wieder einen tag überlebt....ich zehre gerade noch von dem geruhsamen wochenende, ansonsten macht mir auch heute wieder das absetzen von cipralex probleme.
kopfschmerzen und übelkeit begleiten mich über den tag, dazu angst und eine unbeschreiblich miese stimmung.....ich motiviere mich von stunde zu stunde und surfe viel im internet um mich abzulenken....mehr bleibt im moment ja nicht.

zitat:
Du schreibst auch von Myalgien das sind doch Nervenentzündungen? Oder ? Wenn es so ist dann hab ich das auch. Ich habe schon längere Zeit Pobleme mit meinen Armen, in der letzten Zeit wurde das auch stärker!

myalgien sind muskelentzündungen.....von cipralex werden sie definitiv verursacht....ob das beim paroxetin auch so ist kann ich dir nicht sagen, allerdings wenn du das bei dir beobachtest, solltest du mit deinem arzt drüber sprechen.

mir wollte keiner glauben, dass ich an myalgien und arthralgien leide....ich war stammpatient bei diversen ärzten, unter anderem beim hämatologen, der hat mir 10 röhrchen blut zum testen abgenommen und nichts ist bei rum gekommen....kein rheuma und keine autoimmunerkrankung, keine borreliose.....da die beschwerden erst seit cipralex da sind, kann es nur daran liegen...da ist sich auch der orthopäde sicher.

nervenschmerzen sind übrigens neuralgien...gegen die hilft oft ein hochdosiertes vitamin b komplex präparat.

ich wünsche dir einen schönen restmontag,

alles liebe an dich und für dich

amanita
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Uschi
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Beitrag von Uschi » Montag, 15.11.04, 18:29

Hallo Amanita,

ja Du hast recht das sind Neuralgien. Ich hatte da schon vor der Einnahme des Paroxetins Probleme. Ich habe den Nerv auch schon beim Neurologen durchmessen lassen. Warum ich damit Probleme hab, weiss der Kuckuck! In der letzten zeit wurde es jedoch schlimmer.
Nehm gerade Eisen + Folsäure zu mir. Und versuch auch so viel Vitamin B haltiges zu essen. Viel Vollkorn, Nüsse und Hefepaste aufs Brot. Lecker ,Lecker ! :cry:
Bei mir wurde auch schon auf Rheuma, Borreliose und was es sonst noch sein könnte getestet. Nichts kam raus, ich bin gesund!
Ist eben alles psychisch! Sagte mein Arzt! Stimmt halt was in meinem Oberstübchen nicht ! :lol:
Man bin ich heute wieder lustig !

Wünsch Dir auch einen schönen Montagabend Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
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seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)

amanita
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Beitrag von amanita » Montag, 15.11.04, 18:49

liebe uschi!

so viel gesundes kannst du gar nicht essen um genug vitamin b zu bekommen um eine neuralgie zu behandeln....es gibt ganz erschwingliche präparate mit dem gesamten komplex in ausreichend hoher dosierung.....manche mediziner verschreiben sowas sogar noch bei neuralgien.

von wegen alles im oberstübchen...klar ist der körper "gesünder" wenn da oben alles richtig funktioniert.....zusammenhänge zwischen depressionen und immunsystem sind ja bekannt.....aber vor allen möglichen zipperlein ist nun mal keiner gefeit und wenn er noch so positiv denkt.

wir lassen uns in keine schublade stecken und uns nicht in die ecke drängen....so!!! :lol:

machs gut....jeden tag ein bisschen besser

amanita
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Uschi
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Beitrag von Uschi » Montag, 15.11.04, 23:00

Hallo Amanita,
so viel gesundes kannst du gar nicht essen um genug vitamin b zu bekommen um eine neuralgie zu behandeln....es gibt ganz erschwingliche präparate mit dem gesamten komplex in ausreichend hoher dosierung.....manche mediziner verschreiben sowas sogar noch bei neuralgien.
Ehrlich, dann muß ich mir da doch noch was besorgen. Danke Dir für den Hinweis ! Vielleicht kannst Du mir da einen Tip geben?
von wegen alles im oberstübchen...
War nur ein Scherz von mir, nicht dass sich da jemand betroffen fühlt!
wir lassen uns in keine schublade stecken und uns nicht in die ecke drängen....so!!!
Das sowieso nicht!

Uschi
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