Verfasst: 23.11.2004 15:38
Hallo erstmal an alle "Alteingesessenen"!
Ich habe über das med1- Forum hierher gefunden.
In diesem habe ich in einem langen Beitrag auf eine Frage in Form eines Hilferufes einer erstmalig mit REMERGIL medikamentierten Teilnehmerin geantwortet (auch dort mein erster und bislang einziger Beitrag) .
Sie war völlig fertig und bat um Erfahrungsberichte weiterer REMERGIL-Patienten, da sie ein derart ausgeprägtes Schlafbedürfnis habe, daß sie praktisch kaum noch zu sich käme, bis zu 14(!) Std. schlafe und eigendl. NUR noch müde sei.
Mich selbst "erwischte" eine schwere endogene Depression, die Anfang Mai diesen Jahres schleichend ihren Anfang nahm, sich über den Monat Juli ausbreitete und Anfang August mit gnadenloser Intensität vollends ausbrach. Ich verlor völlig den Boden unter den Füßen u. stürzte völlig ab.
Bei mir sind die Ursachen sehr real, erstrecken sich über einen Zeitraum von etwa 2 1/2 Jahren in Form einiger Schicksalsschläge persönlicher / familiärer Art und fanden in einer explosionsartigen, aber leider sehr unglücklichen Liebe ihren Höhepunkt, der das Faß offenbar entgültig zum Überlaufen brachte (Signatur...) u. mir überdies auch noch meine "Freunde" nahm.
Innerhalb von 2 Wochen 8 Kilo abgenommen, nicht mehr geschlafen, stundenlange erstarrte Apathie, Weinkrämpfe ohne Vorwarnug, Zusammenbrüche, unbeschreibliche Todessehnsucht, in der verdunkelten Wohnung vergraben u. völlig abgekapselt...
Bei mir entfaltete REMERGIL seine Wirkung geradezu lehrbuchartig:
In der 1. Woche etwa 1 Std. nach d. Einnahme geradezu komatöser Schlaf, in dieser Zeit zunehmend ruhiger geworden, leichte Erholung (sicher durch den wiedergefundenen Schlaf).
Ab d. 2. Woche langsam wieder Apetit bekommen, wieder begonnen d. Außenwelt warzunehmen u. in den Folgewochen veränderte ich mich zusehens (auch für die Außenwelt):
Aus tiefer Verzweiflung und völliger Teilnahmslosigkeit wurde zunehmend unbändige Wut u. Verachtung (all denjenigen gegenüber die mich darüber im Stich / fallen ließen), Trotz u. Aktivität.
Mit der Zeit veränderte sich dies in ein konstantes Level neuer Ausgeglichenheit, wiedergewonnenen Selbstbewußtseins und zunehmender Gleichgültigkeit gegenüber meinen "Freunden" u. meiner "großen Liebe".
Ich nehme seitdem durchgehend die 30mg-Dosis, habe in der Anfangszeit auch schonmal das eine oder andere Mal an Wochenenden ungewollte Unterbrechungen von einem Tag (24, auch schon über 30 Std. u. länger) dabei gehabt, in denen ich die Einnahme schlichtweg vergessen habe, hatte aber zu meiner großen Erleichterung keinen Einbruch oder ähnliches in meinem Gemütszustand verzeichnen müssen.
Heute nun fiel mir ein, daß ich seit der Erstellung meines Antwort-Beitrages im med1 - Forum diesen noch garnicht auf Resonanz hin überprüft habe (der Vollständigkeithalber sei erwähnt, daß die Anfrage bereits vom Juni diesen Jahres stammte).
Die Fragestellerin hat sich leider nicht mehr gemeldet, dafür aber ein anderer Teilnehmer, der auf meine Sorglosigkeit bezügl. nicht vorhandener Suchtgefahr mit -mir bis dato völlig unbekannten- neuen / anderen Aspekten reagierte u. dieses Forum in seinem Beitrag verlinkte.
Ich habe noch nicht mal richtig begonnen mich hier mal durchzulesen und "falle" schon über -mir völlig unbekannte- Begriffe wie >>ausschleichen(?)<<, >>Absetzsymptome<< und Nebenwirkungen von denen ich hier zum 1. Mal höre...
Auch eine -für meine Verhältnisse- erstaunliche (aber 1. durchaus positive u. 2. in Relation zu meiner Körpergröße absolut vertretbare) Gewichtszunahme bislang nicht gekannten Ausmaßes lese ich hier erstmalig als mögliche Nebenwirkung von REMERGIL.
Zumindest meinen Apetit kann ich eigentlich nur als "gesünder" denn je bezeichnen, eigentl. für mich ein mehr als gutes Zeichen "auf dem Weg nach oben".
Dies alles ist für mich von erheblichem Interesse u. besonderer Wichtigkeit, da ich mich mittlerweile wieder in einer Verfassung befinde, in der ich mich 1. frage, ob ich das Medikament überhaupt noch benötige und 2. was passiert wenn ich´s absetze...
Bislang kann ich mir eigentl. nur 2 mögliche Szenarien vorstellen:
Entweder es passiert überhaupt nichts und ich kann wieder weiterleben wie vor meinem Absturz, ODER ich falle -in welchem Zeitraum auch immer- erneut in ein tiefes Loch.
Erstgenannte Möglichkeit wäre der Idealfall, letztgenannte eine absolute Horrorvorstellung für mich - dies möchte ich nie wieder durchmachen müssen: Tatenlos seinem eigenen Untergang zuzusehen, unfähig irgend etwas dagegen unternehmen zu können!
Vor der 2. Möglichkeit habe ich offengestanden sogar eine Heidenangst (u. ich bin für gewöhnl. alles andere als ängstlich)!
Soweit ich dies in der Kürze meiner Präsenz hier sehen konnte sind die Beiträge für gewöhnlich kurz gehalten, ich bitte daher das Ausmaß meines Einstandsbeitrages zu entschuldigen.
Ich hoffe dennoch auf rege Resonanz u. werde -davon unabhängig- derweil versuchen mich durch den Themenbereich >>REMERGIL<< zu lesen.
Sollte der Inhalt meines Beitrags so oder ähnlich bereits an anderer Stelle behandelt worden sein bitte ich dies vorab zu entschuldigen, er erfolgte ungeplant u. sehr spontan.
Herzl. Grüße an alle
-Depriade-
Ich habe über das med1- Forum hierher gefunden.
In diesem habe ich in einem langen Beitrag auf eine Frage in Form eines Hilferufes einer erstmalig mit REMERGIL medikamentierten Teilnehmerin geantwortet (auch dort mein erster und bislang einziger Beitrag) .
Sie war völlig fertig und bat um Erfahrungsberichte weiterer REMERGIL-Patienten, da sie ein derart ausgeprägtes Schlafbedürfnis habe, daß sie praktisch kaum noch zu sich käme, bis zu 14(!) Std. schlafe und eigendl. NUR noch müde sei.
Mich selbst "erwischte" eine schwere endogene Depression, die Anfang Mai diesen Jahres schleichend ihren Anfang nahm, sich über den Monat Juli ausbreitete und Anfang August mit gnadenloser Intensität vollends ausbrach. Ich verlor völlig den Boden unter den Füßen u. stürzte völlig ab.
Bei mir sind die Ursachen sehr real, erstrecken sich über einen Zeitraum von etwa 2 1/2 Jahren in Form einiger Schicksalsschläge persönlicher / familiärer Art und fanden in einer explosionsartigen, aber leider sehr unglücklichen Liebe ihren Höhepunkt, der das Faß offenbar entgültig zum Überlaufen brachte (Signatur...) u. mir überdies auch noch meine "Freunde" nahm.
Innerhalb von 2 Wochen 8 Kilo abgenommen, nicht mehr geschlafen, stundenlange erstarrte Apathie, Weinkrämpfe ohne Vorwarnug, Zusammenbrüche, unbeschreibliche Todessehnsucht, in der verdunkelten Wohnung vergraben u. völlig abgekapselt...
Bei mir entfaltete REMERGIL seine Wirkung geradezu lehrbuchartig:
In der 1. Woche etwa 1 Std. nach d. Einnahme geradezu komatöser Schlaf, in dieser Zeit zunehmend ruhiger geworden, leichte Erholung (sicher durch den wiedergefundenen Schlaf).
Ab d. 2. Woche langsam wieder Apetit bekommen, wieder begonnen d. Außenwelt warzunehmen u. in den Folgewochen veränderte ich mich zusehens (auch für die Außenwelt):
Aus tiefer Verzweiflung und völliger Teilnahmslosigkeit wurde zunehmend unbändige Wut u. Verachtung (all denjenigen gegenüber die mich darüber im Stich / fallen ließen), Trotz u. Aktivität.
Mit der Zeit veränderte sich dies in ein konstantes Level neuer Ausgeglichenheit, wiedergewonnenen Selbstbewußtseins und zunehmender Gleichgültigkeit gegenüber meinen "Freunden" u. meiner "großen Liebe".
Ich nehme seitdem durchgehend die 30mg-Dosis, habe in der Anfangszeit auch schonmal das eine oder andere Mal an Wochenenden ungewollte Unterbrechungen von einem Tag (24, auch schon über 30 Std. u. länger) dabei gehabt, in denen ich die Einnahme schlichtweg vergessen habe, hatte aber zu meiner großen Erleichterung keinen Einbruch oder ähnliches in meinem Gemütszustand verzeichnen müssen.
Heute nun fiel mir ein, daß ich seit der Erstellung meines Antwort-Beitrages im med1 - Forum diesen noch garnicht auf Resonanz hin überprüft habe (der Vollständigkeithalber sei erwähnt, daß die Anfrage bereits vom Juni diesen Jahres stammte).
Die Fragestellerin hat sich leider nicht mehr gemeldet, dafür aber ein anderer Teilnehmer, der auf meine Sorglosigkeit bezügl. nicht vorhandener Suchtgefahr mit -mir bis dato völlig unbekannten- neuen / anderen Aspekten reagierte u. dieses Forum in seinem Beitrag verlinkte.
Ich habe noch nicht mal richtig begonnen mich hier mal durchzulesen und "falle" schon über -mir völlig unbekannte- Begriffe wie >>ausschleichen(?)<<, >>Absetzsymptome<< und Nebenwirkungen von denen ich hier zum 1. Mal höre...
Auch eine -für meine Verhältnisse- erstaunliche (aber 1. durchaus positive u. 2. in Relation zu meiner Körpergröße absolut vertretbare) Gewichtszunahme bislang nicht gekannten Ausmaßes lese ich hier erstmalig als mögliche Nebenwirkung von REMERGIL.
Zumindest meinen Apetit kann ich eigentlich nur als "gesünder" denn je bezeichnen, eigentl. für mich ein mehr als gutes Zeichen "auf dem Weg nach oben".
Dies alles ist für mich von erheblichem Interesse u. besonderer Wichtigkeit, da ich mich mittlerweile wieder in einer Verfassung befinde, in der ich mich 1. frage, ob ich das Medikament überhaupt noch benötige und 2. was passiert wenn ich´s absetze...
Bislang kann ich mir eigentl. nur 2 mögliche Szenarien vorstellen:
Entweder es passiert überhaupt nichts und ich kann wieder weiterleben wie vor meinem Absturz, ODER ich falle -in welchem Zeitraum auch immer- erneut in ein tiefes Loch.
Erstgenannte Möglichkeit wäre der Idealfall, letztgenannte eine absolute Horrorvorstellung für mich - dies möchte ich nie wieder durchmachen müssen: Tatenlos seinem eigenen Untergang zuzusehen, unfähig irgend etwas dagegen unternehmen zu können!
Vor der 2. Möglichkeit habe ich offengestanden sogar eine Heidenangst (u. ich bin für gewöhnl. alles andere als ängstlich)!
Soweit ich dies in der Kürze meiner Präsenz hier sehen konnte sind die Beiträge für gewöhnlich kurz gehalten, ich bitte daher das Ausmaß meines Einstandsbeitrages zu entschuldigen.
Ich hoffe dennoch auf rege Resonanz u. werde -davon unabhängig- derweil versuchen mich durch den Themenbereich >>REMERGIL<< zu lesen.
Sollte der Inhalt meines Beitrags so oder ähnlich bereits an anderer Stelle behandelt worden sein bitte ich dies vorab zu entschuldigen, er erfolgte ungeplant u. sehr spontan.
Herzl. Grüße an alle
-Depriade-


